Schlagwort: Medizin

  • Mit Frischzellenkuren dem Alter ein Schnippchen schlagen?

    Mit Frischzellenkuren dem Alter ein Schnippchen schlagen?

    Jeder möchte nach Möglichkeit ein biblisches Alter erreichen, aber keiner möchte alt aussehen und sich alt fühlen. Es gibt viele Möglichkeiten, um dem Alter ein Schnippchen zu schlagen. Die Frischzellenkur gehört zu den „Verjüngungsmöglichkeiten“, die wieder voll im Trend sind. Schon der Maler Lucas Cranach hat sich mit dem Thema Verjüngung beschäftigt, denn er malte das berühmte Bild „Jungbrunnen“, wo die Menschen alt in einen Brunnen steigen und verjüngt wieder herauskommen. Die Suche nach der ewigen Jugend ist sehr alt, aber die Frischzellenkur ist immer noch umstritten.

    Neue Studien

    In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Tests mit Mäusen gemacht, um die Effektivität einer Frischzellenkur zu untermauern. Die meisten dieser Studien haben einen medizinischen Hintergrund, einige wurden aber auch von der Kosmetikindustrie in Auftrag gegeben. Für die Studien wurden eine junge und eine betagte Maus durch ihr Kreislaufsystem miteinander verbunden. Für den betagten Nager bedeutete diese Art der Frischzellenkur eine Art Frühlingserwachen, denn nicht nur die Funktion der Organe wurde deutlich besser, auch das Gewebe erholte sich. Was aber besonders erstaunlich ist, auch das Gehirn wurde durch das junge Blut wieder mehr aktiviert und das Gedächtnisvermögen der alten Mäuse wurde besser.

    Das Geheimnis des Blutes

    Experimente, wie sie von der Universität in Kalifornien mit Mäusen durchgeführt wurden, lassen sich nicht auf den Menschen übertragen, hier sieht die Frischzellenkur ein wenig anders aus. Das Blut spielt auch bei der menschlichen Frischzellenkur eine Hauptrolle. Die Forscher konnten aber aus den Tests mit Mäusen wertvolle Informationen gewinnen, die sich auch auf den Menschen übertragen lassen. Es gibt im Blut einen sogenannten Aging-Factor, und zwar in Form von größeren Mengen Eiweiß, die neue Gehirnzellen sprießen lassen. Das würde erklären, dass die ältere Maus durch das Blut ihres Artgenossen auch im Kopf jünger wurde.

    Mit Molekülen gegen den Abbau

    Die Forscher fanden aber noch etwas anderes im Blut der Mäuse, das bei einer Frischzellenkur eine große Bedeutung hat, und zwar Beta-2-Mikroglobin. Bei den jungen Mäusen wurde das Beta-2-Mikroglobin in erhöhten Mengen verabreicht und das führte zum Abbau der geistigen Fähigkeiten. Die Tiere blieben körperlich gesund und auch agil, aber sie hatten plötzlich sehr große Schwierigkeiten, sich in einem vertrauten Raum zu orientieren und konnten sich auch neu gelernte Dinge nicht mehr merken. Die amerikanischen Wissenschaftler gehen jetzt davon aus, dass es Menschen gibt, die von Natur aus zu wenig Beta-2-Mikroglobin haben und deshalb die Leistung des Gehirns schneller nachlässt als bei denjenigen, die ausreichend davon haben.

    Eine Frischzellenkur der Zukunft kann so aussehen, dass diejenigen, die zu wenig Beta-2-Mikroglobin haben, auf geistiger Ebene mehr erreichen können, wenn sie das Blut bekommen, das mit Beta-2-Mikroglobin angereichert ist. Ob und wann es eine solche Frischzellenkur gibt, das steht allerdings noch lange nicht fest.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Auszubildende leben ungesund

    Auszubildende leben ungesund

    Eine neue Studie, die von der AOK in Auftrag gegeben wurde, kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis, denn die Mehrzeit der Auszubildenden in Deutschland lebt ungesund. Zu wenig Schlaf und eine falsche Ernährung sind dafür verantwortlich, dass es besonders unter den Lehrlingen zu immer mehr Fehlzeiten kommt. 57 % der für die Studie befragten Auszubildenden klagen über häufige körperliche Beschwerden und jeder Zweite gibt an, seelische Probleme zu haben.

    Schmerzen und Verspannungen

    Schmerzen in Kopf und Rücken hat nach eigenen Aussagen jeder vierte Auszubildende und auch Verspannungen sind keine Seltenheit. Jeder Dritte ist permanent müde und erschöpft, jeder Zehnte der Befragten leidet unter Schlaflosigkeit. Mehr als die Hälfte, immerhin 54 %, lebt allerdings sehr gesundheitsbewusst und hat kaum oder keine Beschwerden. Das Defizit liegt nach Meinung der Mediziner vor allem in der mangelnden Bewegung, aber auch eine ungesunde Ernährung, wenig Schlaf, Suchtmittel aller Art und die digitalen Medien sind schuld am schlechten Gesundheitszustand der jungen Leute, die sich in der Ausbildung befinden.

    Kein Sport, aber viel Fast Food

    26 % der Auszubildenden, die für die AOK Studie befragt wurden, treiben wenig oder gar keinen Sport, 27 % verzichten auf ein Frühstück. Knapp 16 % nehmen kein Mittagessen zu sich und 17 % essen mehr als einmal in der Woche Fast Food. Mehr als die Hälfte gab an, statt einer gesunden Mahlzeit lieber Süßigkeiten zu essen, und an Werktagen bekommt ein Drittel der männlichen und jede Vierte der weiblichen Auszubildenden weniger als sieben Stunden Schlaf. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich mehr als zwölf Prozent ständig müde und leistungsunfähig fühlen.

    Viele haben ein Suchtproblem

    Was besonders beunruhigend ist, ist die Tatsache, dass mehr als jeder Dritte der Auszubildenden raucht und jeder Fünfte nach eigenen Angaben zu viel Alkohol trinkt. Viele bezeichnen sich selbst auch als internetsüchtig und gaben an, ihre gesamte freie Zeit vor dem PC zu verbringen. Jeder fünfte Auszubildende ist gesundheitlich gefährdet und die Studie besagt, dass jeder Zehnte sogar einen riskanten Lebensstil hat, der langfristig sowohl zu körperlichen als auch zu mentalen Beschwerden führen kann.

    Die Arbeit wird negativ wahrgenommen

    Die Auszubildenden, die einen riskanten und ungesunden Lebensstil führen, nehmen die Arbeit an ihrem Ausbildungsplatz als negativ wahr, während sich nur 14,7 % angemessen gefordert und gefördert fühlen. Bei den Jugendlichen, die gesundheitsbewusst leben, liegt diese Zahl nur bei 5,7 %. Jeder Vierte, der sich im Job nicht wohlfühlt und eine ungesunde Lebensweise hat, sieht seine berufliche Entwicklung sehr pessimistisch, bei den verantwortungsvollen Auszubildenden sehen das nur 12 % so.

    Die Studie sieht nicht nur die Eltern und die Betriebe in der Pflicht, auch die Auszubildenden sind gefordert, ihr Leben anders zu gestalten. Nach Ansicht von Experten sollten Jugendliche zwischen 17 und 22 Jahren in der Lage sein, ein gesundes Leben zu führen.

    Bild: © Depositphotos.com / AntonioGuillemF

  • Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Jeder hat schon einmal Rückenschmerzen gehabt, besonders wer dauerhaft einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, weiß, dass der Rücken große Probleme bereiten kann. Es gibt unendliche viele Tipps, die den Rückenschmerzen den Kampf ansagen sollen, aber nicht jeder dieser Tipps ist auch der Richtige, um die Schmerzen im Rücken loszuwerden. Welche Maßnahmen sollten auf jeden Fall vermieden werden, weil sie den Rücken noch mehr belasten?

    Sitzbälle sind Gift

    Wer Rückenschmerzen hat, der sollte starres Sitzen vermeiden, sondern sich stattdessen auf einem Sitzball den ganzen Tag bewegen. Das stärkt die Rückenmuskulatur, sagten die Mediziner ihren ahnungslosen Patienten. Jetzt steht fest, dass ein Ball so gar geeignet ist, um darauf den ganzen Tag zu sitzen. Höchstens eine halbe Stunde am Tag erträgt die Muskulatur des Rückens diese Tortur, die nicht zur Stärkung, sondern nur zu noch mehr Rückenschmerzen führt.

    Immer schön gerade sitzen

    Schon Kindern wird beigebracht, dass sie gerade sitzen sollen, denn wenn die Wirbelsäule zu arg gekrümmt wird, dann sorgt das für Rückenschmerzen. Auch das ist falsch, denn wer sich permanent gerade hält, der versteift seinen Rücken, die Muskeln verkrampfen und das führt dann zu quälenden Rückenschmerzen. Besser ist es, eine gerade Haltung mit einer leicht gebeugten Haltung abzuwechseln.

    Wer sportlich ist, hat keine Rückenschmerzen

    Sport ist und bleibt gesund, aber nicht jede Sportart ist auch eine Wohltat für den Rücken. Tennis und auch Gymnastik mit vielen Streckbewegungen sind nicht gesund, sie provozieren vielmehr Rückenschmerzen, und auch das klassische Brustschwimmen ist für den Rücken nicht geeignet und fördert das sogenannte Hohlkreuz. Sinnvoller ist es, auf dem Rücken zu schwimmen oder zu kraulen.

    Eine harte Matratze ist gesund

    Optimal für den Rücken ist es, wenn er gestützt und seine Muskulatur entlastet wird, und das möglichst auch im Schlaf. Für Verkäufer in den meisten Matratzengeschäften heißt das, sie empfehlen ihren Kunden eine möglichst harte Matratze. Wer sich für diese harte Matratze entscheidet, der sollte sich nicht über Rückenschmerzen wundern, denn die harte Unterlage im Bett sorgt dafür, dass die Wirbel in einem Hohlraum liegen und die Muskeln angespannt werden. Besser ist eine mittelharte Matratze, auf der die Wirbelsäule gerade liegt.

    Hilft Paracetamol gegen Rückenschmerzen?

    Viele, die unter Rückenschmerzen leiden, kaufen in der Apotheke Paracetamol oder bekommen den Wirkstoff von ihrem Arzt verschrieben. Mittlerweile ist Paracetamol das am meisten verkaufte Schmerzmittel überhaupt, aber eine aktuelle Studie zeigt, dass der Wirkstoff gegen Rückenschmerzen wenig ausrichten kann. Bei Versuchen mit Probanden stellte sich nämlich heraus, dass Paracetamol mehr oder weniger einen Placebo-Effekt hat. Ein anderer Wirkstoff hat sich allerdings gegen Rückenschmerzen bewährt, und zwar Diclofenac. Patienten, die im Rahmen der Studie Diclofenac bekamen, waren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums komplett schmerzfrei. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte also Diclofenac nehmen, aber nur nach Absprache mit dem Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia

  • Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Warum eine Reha für Herzpatienten so wichtig ist

    Die Zahl der Herzerkrankungen steigt stetig weiter an und damit auch die Zahl der Reha-Maßnahmen. Aber auch wenn die Zahl steigt, nicht alle Herzpatienten wollen in eine Reha, viele halten diese Maßnahme für vergeudete Zeit. Allein schon die Aussicht auf schmale Kost und sportliche Übungen schreckt viele Herzpatienten ab, dabei ist eine Reha ungemein wichtig, denn eine Behandlung, die sich an den Aufenthalt im Krankenhaus anschließt, kann hilfreich sein, um länger zu leben.

    Eine neue Studie

    Wie wichtig und effektiv eine Reha für alle ist, die mit einer Herzerkrankung in der Klinik liegen, das hat jetzt eine Studie herausgefunden. Durchgeführt wurde diese Studie von der Paracelsus-Klinik Bad Suderode in Quedlinburg, und die Ergebnisse wurden im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die Studie befasste sich mit 1.900 Herzpatienten aus ganz Sachsen-Anhalt, die im Durchschnitt vor elf Jahren am Herzen erkrankt waren. Die Ärzte analysierten die Daten der Patienten um festzustellen, wie viele an einer Reha teilgenommen und welche Patienten an ihrem Herzleiden gestorben sind. Das Ergebnis zeigt, dass im Zeitraum von elf Jahren nur ein Patient von 44, die an einer Reha teilgenommen haben, an seinem Herzleiden gestorben ist. Ohne Rhea starben siebenmal so viele, fanden die Mediziner heraus.

    Nicht immer einfach

    Nach wie vor gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu den führenden Todesursachen in Deutschland, aber da die Medizin immer größere Fortschritte macht, ist es zum Beispiel heute eher schwierig, bei einer stabilen Angina pectoris von der Krankenkassen eine Reha genehmigt zu bekommen. Die Herzpatienten von heute haben immer bessere Prognosen und die Sterblichkeit wird immer geringer, trotzdem ist eine Reha immer noch notwendig, um den Patienten beispielsweise nach einem Herzinfarkt weiter zu stabilisieren. Mediziner raten allen, nach einer Herzerkrankung bei der Krankenkasse unbedingt eine Reha zu beantragen. Wird dieser Antrag abgelehnt, dann sollte zur Not auch geklagt werden. Ob eine Reha abgelehnt wird oder nicht, das wird nach dem Sozialgesetzbuch geregelt. Leider sind die Gesetze nicht ganz eindeutig und die Krankenkassen haben viel Spielraum, wenn es um die Genehmigung einer Reha-Maßnahme geht. Ein Anwalt für Sozialrecht kann den Patienten weiterhelfen und sie genau darüber informieren, ob es sich lohnt, die Reha einzuklagen oder nicht.

    Eine Reha lohnt sich

    Dass sich eine Reha auf jeden Fall lohnt, das macht die aktuelle Studie noch einmal mehr als deutlich. Herzpatienten, die länger leben wollen, sollten eine Reha machen, denn in einer Reha-Klinik werden die Patienten auf ein Leben nach dem Infarkt vorbereitet. In den Kliniken fehlen Zeit und Fachpersonal, um die Patienten optimal zu betreuen, das kann nur in einer Reha geschehen. Hier lernen die Betroffenen, wie sie sich zum Beispiel in Zukunft richtig ernähren, welchen Sport sie treiben sollten und wie sie ihr Leben nach der akuten Erkrankung einrichten müssen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexmillos

  • Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Kaffee ist der beliebteste Muntermacher am Morgen und in vernünftigen Mengen genossen, ist Kaffee auch gesund. Aber kann Kaffee dabei helfen, überflüssige Pfunde loszuwerden? Ein neuer Trend aus den USA sagt ja, aber es sollte grüner Kaffee sein. Bekanntlich finden die Trends, die aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen, sehr schnell den Weg über den Ozean und es ist zu vermuten, dass auch der neue Diät Trend bald in Deutschland viele Fans findet. Was aber ist grüner Kaffee und was macht ihn zu einem Schlankmacher?

    Was ist grüner Kaffee?

    Die meisten werden Kaffee in Pulverform oder in Form von ganzen Bohnen kennen und beide Varianten haben eine tiefbraune Farbe. Wenn Kaffee aber noch roh, also noch nicht geröstet ist, dann ist er grün und schmeckt leider auch nicht so aromatisch wie gerösteter Kaffee. Grüner Kaffee ist eigentlich ungenießbar, denn er schmeckt sehr sauer und wird deshalb auch nicht als Heißgetränk genutzt. Erhältlich ist grüner Kaffee als Nahrungsergänzungsmittel, er kann wie Tee in Aufgussbeuteln gekauft werden, ist aber auch als kleiner Snack zum Knabbern sehr beliebt. In den USA wird grüner Kaffee in Kapseln gefüllt und gilt als der neue Geheimtipp, wenn es ums Abnehmen geht.

    Mit Vorsicht zu genießen

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    Unreifer Kaffee enthält Chlorogensäure und diese spezielle Säure soll effektiv dabei helfen, an Körperfett zu verlieren. Die Universität Scranton in Pennsylvania führte zusammen mit dem MVJ Medical College am Research Hospital im indischen Bangelore eine Studie mit jeweils acht übergewichtigen Männern und Frauen im Alter zwischen 22 und 46 Jahren durch. Die Studienteilnehmer bekamen sechs Wochen lang dreimal am Tag eine Dosis von 350 Millilitern Chlorogensäure in Kapselform, weitere sechs Wochen nur zweimal täglich die gleiche Dosis und noch einmal sechs Wochen lang ein Placebo. Die Reihenfolge, in der die Kapseln verabreicht wurden, war zufällig und zwei Wochen lang wurden gar keine Kapseln eingenommen. Das Ergebnis klingt nicht gerade vielversprechend, denn das durchschnittliche Körpergewicht von 72 Kilogramm verringerte sich nach sechs Wochen um nur zwei Kilogramm. In den sechs Wochen, in denen nur die geringe Dosis gegeben wurde, sank das Gewicht um magere anderthalb Kilogramm und in den Placebo Wochen nahmen die Probanden 300 Gramm zu.

    Wie schädlich ist grüner Kaffee?

    Mediziner zweifeln die Ergebnisse der Studie an, und als sich dann noch heraus stellte, dass die Daten manipuliert wurden, sahen sich die Kritiker bestätigt. Jetzt gibt es eine neue Studie, die allerdings mit Mäusen durchgeführt wurde und diese Studie zeigt, dass die Chlorogensäure schädlich für die Gesundheit ist. Die Mäuse, die ein Gramm Chlorogensäure in einem Kilogramm Futter aßen, hatten am Ende der Studie Symptome, die auf eine Fettleber und auf Diabetes hinwiesen. Damit steht fest, dass die Kapseln mit dem Pulver aus grünem Kaffee zum einen die Kilos nicht wie gewünscht purzeln lassen und zum anderen auch noch die Gesundheit angreifen. Die Chlorogensäure im grünen Kaffee entfaltet ihre Wirkung bereits im Darm und verhindert, dass Glucose ins Blut gelangt. Wird grüner Kaffee regelmäßig nach einer Mahlzeit getrunken, senkt das auf Dauer den Blutzucker-Spiegel, aber das Gewicht verringert sich kaum.

    Bild: © Depositphotos.com / levkro

  • Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Jeder kennt das Gefühl, wenn die Hand „eingeschlafen“ ist und kaum jemand misst dem Kribbeln und dem Taubheitsgefühl Bedeutung bei. In den allermeisten Fällen ist dieses Gefühl auch harmlos, aber es kann auch ein Zeichen für das sogenannte Karpaltunnelsyndrom sein. Vor allem wenn das Kribbeln und das Gefühl die Hand sei taub, wiederholt und auch nachts auftritt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich tatsächlich um ein Karpaltunnelsyndrom handelt. Wenn das der Fall ist, dann muss dieses Syndrom auch behandelt werden, passiert das nicht, dann droht im schlimmsten Fall Muskelschwund.

    Was genau ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Genau genommen ist der Karpaltunnel kein Tunnel, sondern eine Art Kanal im Handgelenk, durch den die Nerven, Sehnen und Bänder verlaufen. Wenn es besonders in der Nacht zu einem Kribbeln oder zu einem tauben Gefühl in der Hand kommt, dann ist in der Regel der Mittelarmnerv eingeklemmt, der Nervus medianus. So kommt es zu Gefühlsstörungen, die sich vor allem am Daumen, aber auch am Mittel- und Zeigefinger bemerkbar machen. Ein Karpaltunnelsyndrom wird im frühen Stadium kaum wahrgenommen, aber wenn die Gefühlsstörungen in regelmäßigen Abständen auftreten, dann ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Zu den Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms gehören:

    • Kribbeln in den Fingern, das in den Arm ausstrahlt
    • Bewegungsschmerzen in der Hand, die an einen elektrischen Schlag erinnern
    • Gefühllosigkeit im Daumen sowie im Zeige- und Mittelfinger
    • Die Feinmotorik der Hand ist eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden
    • Der Daumenballen bildet sich zurück

    Welche Ursachen hat das Karpaltunnelsyndrom?

    Für das Karpaltunnelsyndrom gibt es viele verschiedene Ursachen. Eine einseitige Belastung, wie sie bei der Haus- und Gartenarbeit häufig auftritt, kann ein Karpaltunnelsyndrom auslösen, aber auch eine abgeknickte Haltung der Hand bei der Arbeit am PC oder beim Sport kann die Ursache sein. Viele knicken oder klemmen im Schlaf die Hand ein und durch die so entstehende Durchblutungsstörung kann sich ein Karpaltunnelsyndrom bilden. Möglich sind aber auch hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft. Krankheiten wie Rheuma, eine Überfunktion der Schilddrüse, eine Nierenschwäche und Diabetes stehen ebenso im Verdacht, ein Karpaltunnelsyndrom auszulösen. Sehr selten ist auch eine genetische Vererbung möglich, in diesem Fall spricht die Medizin von einer erblichen Disposition.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn die Beschwerden immer wiederkehren und nicht nur in der Nacht, sondern vermehrt auch am Tag auftreten, dann ist es immer sinnvoll einen Arzt aufzusuchen und sich neurologisch behandeln zu lassen. Wird das Karpaltunnelsyndrom früh erkannt und ist noch nicht so stark ausgeprägt, dann kann es helfen, eine Schiene zu tragen. Außerdem kann eine kurzfristige Therapie mit Kortison verhindern, dass der betroffenen Nerv noch weiteren Schaden nimmt. Wenn weder die Schiene noch das Kortison helfen die Beschwerden zu lindern, dann ist eine Operation der letzte Ausweg. Der Eingriff kann in der Regel ambulant und endoskopisch durchgeführt werden. Das Ziel der Operation ist es, dem beschädigten Nerv in der Mittelhand mehr Platz zu verschaffen und den Druck von den Bändern und Sehnen zu nehmen. Nach der OP empfiehlt sich eine Physiotherapie, die individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt wird.

    Was passiert, wenn das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt wird?

    Wer die beschrieben Symptome hat, sie aber auf Dauer ignoriert, der wird starke Schmerzen bekommen und diese Schmerzen beschränken sich eines Tages nicht mehr nur auf die Hand. Sie strahlen vielmehr auf alle Finger, auf den Arm und schließlich in die Schulter- und Nackenregion aus. Wird das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt, dann werden die Muskeln der Hand immer schwächer und der Betroffene kann die Hand immer weniger benutzen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zum Muskelschwund in der Hand, der schließlich chronisch wird und sich auch durch eine Operation nicht mehr beheben lässt.

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