Schlagwort: Menschen

  • Medikamententherapie bei älteren Menschen

    Medikamententherapie bei älteren Menschen

    Medikamententherapie bei älteren Menschen – was sollte beachtet werden?

    Damit Medikamente auch die gewünschte Wirkung entfalten können, müssen sie auch richtig eingenommen werden. Das ist besonders bei älteren Menschen nicht immer ganz so einfach, denn wenn die Sehkraft und die Feinmotorik nachlassen, dann fällt es oftmals schwer, die richtigen Medikamente auch zur richtigen Zeit einzunehmen.

    Die Medikamente richtig kennzeichnen

    Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl der Tabletten, Dragees und Kapseln, die eingenommen werden müssen. Viele Senioren müssen über den Tag verteilt viele verschiedene Medikamente einnehmen und oft fällt es schwer, die Präparate voneinander zu unterscheiden. Wann soll welche Tablette eingenommen werden? Hilfreich kann ein Medikamentendosierer sein, eine Schachtel aus Kunststoff, die nach Wochentagen und Tageszeiten unterteilt ist. Praktisch sind die Dosierer, bei denen jeder Wochentag und auch jede Tageszeit eine unterschiedliche Farbe hat. So liegen zum Beispiel alle Tabletten, die am Vormittag genommen werden müssen, in einem blauen Fach und alle, die für den Abend vorgesehen sind, befinden sich in einem roten Fach. Dementsprechend fällt es leichter, die richtige Dosierung einzunehmen, auch wenn die Sehkraft nachlässt

    Eine andere Möglichkeit ist es, die einzelnen Schachteln zu markieren. Dies kann auch durch Etiketten unterschiedlicher Formen und Farben geregelt werden. So kann auf die Tabletten, die am Morgen eingenommen werden müssen, ein grüner Punkt oder ein Etikett geklebt werden und die Schachtel mit den Medikamenten, die für den Nachmittag verordnet worden sind, haben ein gelbes Etikett.

    Hilfe bei Schluckbeschwerden

    Ältere Menschen haben nicht selten Beschwerden, wenn es ums Schlucken geht und oft auch einen zu trockenen Mund, was es schwer macht, Medikamente richtig einzunehmen. Wenn das Schlucken von Tabletten schwerfällt, dann sollten diese zerkleinert werden. Wenn das Schlucken von großen Kapseln nicht mehr so recht gelingen will, dann sollten die Hartgelatinekapseln geöffnet und der Inhalt in ein wenig Wasser gegeben werden. So fällt es deutlich leichter, das Medikament einzunehmen.

    Sind die Kapseln aus weicher Gelatine, dann kann die Kapsel angestochen oder der Inhalt auch in eine Spritze aufgezogen und von einer Pflegekraft gespritzt werden. Da die meisten Tabletten eine oder sogar mehrere Kerben haben, sollten sie in einzelne kleine Teile zerbrochen und nacheinander genommen werden, denn das fällt bei Schluckbeschwerden deutlich leichter.

    Ältere Menschen, die nicht mehr richtig schlucken können, neigen dazu, die Tabletten einfach zu zerbeißen. Das sollte nach Möglichkeit verhindert werden, denn einige Medikamente reizen die empfindlichen Schleimhäute im Mund und es ist zudem auch für die Speiseröhre schädlich, wenn Tabletten zerkaut und heruntergeschluckt werden. Daher sollte immer ein Glas Wasser bereit stehen, um die Tabletteneinnahme einfacher zu machen.

    Bildquelle: Depositphotos.com // KrutoEva

     

  • Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Keine Angst wenn Blut fließt – Verletzungen selbst behandeln

    Nur eine Sekunde Unachtsamkeit reicht und schon hat das scharfe Küchenmesser auf dem Finger seine Spuren hinterlassen. Die Wunde blutet vielleicht stark und das ist für die meisten Menschen das Signal, sofort einen Arzt aufzusuchen. Aber keine Angst, denn was auf den ersten Blick vielleicht schlimm aussieht, ist in Wirklichkeit keine ernste Verletzung und kann sehr gut auch zu Hause richtig behandelt werden.

    Erste Hilfe bei Schnittverletzungen

    Verletzungen selbst behandeln ist auch bei stark blutenden Schnittwunden kein Problem. Schnittverletzungen bluten zwar und sie sind auch schmerzhaft, aber in der Regel wird nur die obere Hautschicht verletzt und durch das Blut, das aus der Wunde sickert, werden auch alle gefährlichen Keime beseitigt. Die Wunde sollte unter kaltes fließendes Wasser gehalten und dann, je nach Tiefe des Schnitts, entweder mit einem Pflaster oder mit einem Verband abgedeckt werden. Kleine Wunden können auch an der Luft trocknen und so besser heilen.

    Handelt es sich allerdings um eine klaffende Wunde, dann können Muskeln oder Nerven verletzt sein und es sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der die Wunde dann eventuell sogar nähen muss.

    Schürfwunden richtig behandeln

    Wenn Kinder draußen spielen und toben, dann kann es immer mal wieder passieren, dass sie sich die Haut aufschürfen. Diese Schürfwunden sind nicht selten großflächig und schmerzen auch arg, da Nervenenden dabei freigelegt werden. Verletzungen selbst behandeln ist auch bei Schürfwunden ohne Probleme möglich, denn diese Wunden heilen in der Regel schnell ab und es bleiben auch keine Narben zurück.

    Da sich in einer Schürfwunde meist viel Dreck befindet, ist es dringend notwendig, dass die Wunde sehr gründlich ausgewaschen und desinfiziert wird. Kleine Schürfwunden sollten an der Luft heilen, nur wenn die Wunde größer ist, dann sollte entweder ein Wundschnellverband oder eine sterile Kompresse zum Einsatz kommen.

    Wie werden Platzwunden richtig versorgt?

    Verletzungen selbst behandeln funktioniert bei Platzwunden leider nicht, denn diese Wunden sollten immer von einem Arzt behandelt werden. Oftmals haben Platzwunden raue Ränder, die zudem noch weit auseinanderklaffen. Das kann ein Nährboden für viele Keime sein, und da vor allem die Platzwunden an Kopf sehr stark bluten, sollte als erste Maßnahme die Wunde gesäubert und mit einer Kompresse abgedeckt werden. Für den Weg zum Arzt sollte die Kompresse mit einer elastischen Binde fixiert werden. Der Arzt entscheidet dann, ob die Platzwunde genäht werden muss.

    Mit Stichwunden sofort zum Arzt

    Auch wenn es zu einer Stichwunde zum Beispiel durch einen Nagel, einer Scherbe oder einem Messer kommt, dann sollte keiner diese Verletzung selbst behandeln, sondern sofort einen Arzt aufsuchen. Das Tückische an Stichwunden ist, dass sie oberflächlich betrachtet, nicht immer gefährlich aussehen, aber eine solche Verletzung kann tiefer gehen und das macht es gefährlich. Es besteht die Gefahr, dass mit dem Fremdkörper auch Keime in die Wunde geraten sind, die für eine Infektion sorgen können. Wichtig ist, dass der Fremdkörper nicht aus der Wunde gezogen wird, denn das kann innere Blutungen auslösen, nur der Arzt sollte den Fremdkörper sachkundig entfernen.

    Richtiges Verhalten bei Bisswunden

    Biss- und Kratzwunden werden meist von Tieren verursacht, und auch diese Verletzungen selbst behandeln, kann sehr gefährlich werden. In diesem Fall besteht eine hohe Infektionsgefahr, die zu einer Sepsis, also zu einer Blutvergiftung, einem Gasbrand oder zu einem Wundstarrkrampf führen kann. Wenn ein Hund zubeißt oder die Katze einen tiefen Kratzer hinterlässt, der stark blutet, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Höchste Eile ist geboten, wenn der Biss oder der Kratzer von einem Wildtier wie einem Fuchs oder von einer Fledermaus stammen, denn dann besteht Tollwutgefahr.

    Bildquelle: Depositphotos.com // macor,

     

  • Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Über Deutschland rollt die Grippewelle hinweg und immer mehr Menschen liegen mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Auch die Krankenhäuser bekommen die Auswirkungen der Grippewelle zu spüren, denn viele kommen in die Notfallambulanzen und müssen dann stationär aufgenommen werden. Einige Kliniken stoßen schon jetzt an ihre Kapazitäten, und dabei ist der Höhepunkt der Grippewelle nach Ansicht von Experten noch nicht einmal erreicht. Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen und was kann man tun, um erst gar nicht von der Grippewelle mitgerissen zu werden?

    Welche Symptome deuten auf eine Grippe hin?

    Eine Grippe ist nicht mit einem grippalen Infekt, also einer Erkältung zu vergleichen, eine Grippe ist eine Virusinfektion, die man immer ernst nehmen sollte. Eine Grippe hat keine Vorlaufzeit, sie tritt plötzlich und unvermittelt auf. Wer folgende Symptome verspürt, der sollte nicht zögern, sondern den Arzt aufsuchen:

    • Ein starkes Krankheitsgefühl, das sich plötzlich einstellt
    • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
    • Hohes Fieber
    • Erkältungsähnliche Symptome wie Halsschmerzen
    • Schüttelfrost
    • Atemnot

    Vor allem wenn es zu Luftnot kommt, ist es wichtig, sofort zum Arzt zu gehen, denn das kann ein Hinweis auf eine Lungenentzündung sein. Besonders ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sind von der Grippewelle stark betroffen und sie schweben bei einer Grippe unter Umständen sogar in Lebensgefahr.

    Wie schützt man sich vor der Grippewelle?

    Der beste Schutz vor der Grippewelle ist die Grippe erst gar nicht zu bekommen. Es gibt viele effektive Schutzmaßnahmen, die jeder beachten sollte, der nicht von der Grippe erwischt werden will. Es sind die einfachen Maßnahmen, die vor der Grippe schützen. Oftmals am Tag die Hände waschen ist ein effektives Mittel, und das Waschen mit Wasser und Seife sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Da sich Grippeviren sehr gerne an den Händen aufhalten, sollten die Hände nicht in die Nähe von Schleimhäuten an Mund oder Nase kommen.

    Jemandem die Hand zu schütteln, ist zwar ein Zeichen von Höflichkeit, aber wenn es um die Grippewelle geht, dann sollte auf das Händeschütteln verzichtet werden, ein Kopfnicken und ein freundliches Lächeln reicht auch aus. Auch große Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden, denn in großem Gedränge fühlen sich die Viren zu Hause, und es ist kein Wunder, wenn man sich ansteckt. Auch wenn Stofftaschentücher stilvoll sind, wenn die Grippewelle rollt, dann sollten es Papiertaschentücher sein, die nach dem Nase putzen schnell wieder entsorgt werden können.

    Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung?

    Ein Schutz vor der Grippewelle ist die Grippeschutzimpfung, aber viele Menschen stehen dieser Impfung eher skeptisch gegenüber. Um einen wirksamen Schutz vor den Influenzaviren aufbauen zu können, sollte man sich schon im Herbst impfen lassen, da eine Grippewelle meist zwischen Januar und März zu erwarten ist. Das Problem besteht aber darin, dass der Wirkstoff, der im letzten Jahr noch zum Einsatz gekommen ist, bei der diesjährigen Grippewelle nicht mehr zum Einsatz kommen kann, weil es sich um einen anderen Virusstamm handelt.

    Eine Grippeimpfung bietet auch keinen hundertprozentigen Schutz. Es kann sein, dass die Impfung zu spät kommt oder dass der Schutz nicht vollständig aufgebaut werden kann. Für die Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen sollte eine Grippeschutzimpfung aber Pflicht sein, denn in diesem Fall kann sie Leben retten.

    Bildquelle: Depositphotos.com // poznyakov
  • Die private Krankenversicherung im Vergleich

    Die private Krankenversicherung im Vergleich

    Viele Menschen möchten sich lieber privat Krankenversichern, anstatt gesetzlich Krankenversichert zu bleiben. Das ist verständlich, bietet doch die private Krankenversicherung zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise große Freiheit bei der Wahl des Arztes oder Vorzugsbehandlungen nicht nur bei Aufenthalten in Kliniken, sondern auch bei gewöhnlichen Arztbesuchen. Doch es gibt auch innerhalb dieser Versicherungsart von Anbieter zu Anbieter große Unterschiede. Daher ist es sehr wichtig, nicht gleich die erstbeste private Krankenversicherung abzuschließen. Ein Versicherungsvergleich kann vor manch böser Überraschung schützen und ist daher grundsätzlich empfehlenswert.

    Bedarfsermittlung steht an erster Stelle beim Vergleich der privaten Krankenversicherung

    Wer einen PKV Vergleich macht, kann den günstigsten und passendsten Tarif mit den besten Leistungen finden. Hierfür ist es natürlich erst einmal wichtig zu wissen, was genau man sich von der Versicherung erhofft und welche Bedürfnisse man hat. Wer sich privat krankenversichern lassen will, sollte sich also darüber im Klaren sein, wie wichtig es ihm beispielsweise ist, dass die Versicherung auch alternative Heilmethoden umfasst. Was soll in welchem Maße erstattet werden und was ist eher weniger von Bedeutung? Der Versicherungsnehmer sollte sich am besten eine Liste mit seinen persönlichen Prioritäten erstellen, bevor er einen Versicherungsvergleich macht.

    Wie ein Vergleich privater Krankenversicherungen abläuft

    Ein PKV Rechner kann im ersten Anlauf dabei helfen, die Frage des richtigen Versicherungstarifes zu klären. Im Anschluss sollte unbedingt eine professionelle und unabhängige, aber kostenlose Beratung in Anspruch genommen werden. Der Berater überprüft nochmals die persönlichen Bedürfnisse und kann den idealen Tarif finden, indem er auch Vorerkrankungen des Versicherungsnehmer, aktuelle Ergebnisse von Versicherungstest´s und niedrige Selbstbeteiligungen miteinkalkuliert. Er kann sich mit dem Versicherer in Verbindung setzen, um letzte Fragen zu klären. Dazu kann der unabhängige Makler auch direkten Kontakt zum Versicherer aufnehmen, um verbleibende Rückfragen schnell und kompetent zu klären. Rasch findet er so heraus, ob ein Angebot wirklich gut ist oder ob die gleichen Leistungen anderweitig günstiger möglich sind.

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  • Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Studie: Krankheitsrisiken durch Blutgruppe beeinflusst

    Eine aktuelle Studie zeigt, dass die verschiedenen Blutgruppen für verschiedene Krankheiten ein größeres oder geringeres Erkrankungsrisiko tragen. Wer also seine Blutgruppe kennt, der könnte so einiges darüber erfahren, auf welche Krankheiten er sich schon mal vorbereiten sollte. Aber viele Menschen in Deutschland kennen ihre Blutgruppe nicht. Frauen kenne ihre häufiger als Männer, da sie im Zuge einer Schwangerschaft ermittelt wird. Aber auch bei einer Blutspende wird die Blutgruppe erfasst.

    Die aktuelle Studie ist nur eine von vielen die belegen kann, dass die eigene Blutgruppe darüber bestimmt, wie hoch unser Krankheitsrisiko für diverse Erkrankungen ist. Erst im vergangenen Jahr haben sich Forscher der Uni Greifswald mit dieser Frage beschäftig. Die Studie befasst sich mit dem Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Personen der Blutgruppe B haben ein 2,5-fach höheres Risiko als Personen der Blutgruppe 0, an dieser Krankheit zu leiden. Darüber hinaus wurde schon mehrfach nachgewiesen, dass auch das Herzinfarktrisiko beeinflusst wird.

    Es gibt vier Haupt-Gruppen: A, B, AB und Null. Es ist kaum erforscht, warum es zur Bildung der verschiedenen Typen kommt. Es kann aber beobachtet werden, dass in verschiedenen Regionen, verschiedene Blutgruppen stärker ausgeprägt sind. In Afrika findet man besonders häufig Personen mit der Gruppe Null. Dies lässt vermuten, dass es auf Grund von natürlicher Selektion zu der Typen-Vielfalt gekommen ist. Hier kommt auch der Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko wieder zum Tragen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Personen der Gruppen A, B und AB eine bessere Überlebenschance bei der Pest hatten. Dem entsprechend haben in Regionen, in denen die Pest stark verbreitet war, mehr Personen dieser Blutgruppen überlebt und konnten diese weitergeben.

    Auch Demenz durch Blutgruppe beeinflusstblutgruppe

    In den USA haben Forscher nachgewiesen, dass ein klarer Zusammenhang zwischen der Blutgruppe und Demenz besteht. Dabei wurden Daten von 30.000 Personen ausgewertet. Diese Personen waren mindestens 45 Jahre alt. Die Studie wurde über einen Zeitraum von vier Jahren vorgenommen. Gedächtnisverlust tritt nach den Auswertungen der Studiendaten vor allem bei Personen mit der Blutgruppe AB auf. Die Chance als Träger dieser Gruppe an Demenz zu erkranken ist nahezu 80% höher als bei den Trägern der anderen Gruppe.

    Im Bereich der Gefäßerkrankungen sind es Personen der Blutgruppe Null, die ein wesentlich geringeres Risiko aufweisen. Der Verband Deutscher Kardiologen gibt sogar an, dass etwa 6 % aller Herz-Kreislauferkrankungen auf eine ungünstige Blutgruppe zurückzuführen ist. In diesem Fall also A,B und AB. Diese Personen haben einen höheren Anteil eines blutstillenden Eiweißes. Dies führt dazu, dass Blut leichter verklumpen kann und zu Verstopfungen der Blutgefäße führt.

    Über das Krankheitsrisiko hinaus finden Blutgruppen auch im Rahmen der Ernährung Beachtung. Der amerikanische Naturheilkundler Peter J.D’Adamo hat die Theorie bekannt gemacht, dass Personen unterschiedlicher Blutgruppe auch unterschiedliche Nahrung zu sich nehmen sollten. Die speziellen Diäten sollen für den Körper besonders gut verträgliche sein. Sie sollen Allergien minimieren und neue Vitalität wecken. Die Idee dahinter ist recht einfach. Der Forscher gibt an, dass die Blutgruppe Null die erst und älteste Gruppe ist. Von da an haben sich die anderer vier im Laufe der Evolution entwickelt. Die Diätpläne sind darauf ausgelegt, dass zur Entstehungszeit der verschiedenen Gruppen, die Nahrung anders aufgebaut war. So sind Personen der Gruppe Null an eine fleischhaltige Nahrung gewöhnt, da sie aus der Zeit der Jäger und Sammler stammt. Weniger geeignet ist hier die Aufnahme von Getreide, das es noch keine Landwirtschaft gab. Im Gegensatz zum Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Krankheitsrisiko ist diese Diät allerdings nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt viele Kritikpunkte von verschiedenen Seiten. Unter anderen wird immer wieder gesagt, dass gesamte Konzept sei darauf aufgebaut, die Anhänger zu teuren Blut-Test zu überzeugen. Denn einen kompletten Diätplan kann man nur dann erhalten, wenn man bestimmte Blutuntersuchungen durchführt.

    Medikamente für Blutgruppen-Krankheiten nicht vorhanden

    Es ist also wichtig, seine eigene Blutgruppe zu kennen. So kann man bereits einschätzen, ob man für gewisse Krankheiten anfälliger ist. Vor allem im Bereich der Herzerkrankungen kann man so besonders vorsichtig sein und seinen Lebensstil entsprechend anpassen. Vielmehr ist allerdings nicht möglich. Viele Krankheiten, wie etwa eine Gastritis können auch durch einen Wandel des Lebensstils nicht unbedingt verhindert werden. Auch eine Entwicklung von Medikamenten für diesen Bereich ist kein Ziel der nahen Zukunft. Grundsätzlich gilt, dass die Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt. Momentan kann zwar ein Zusammenhang nachgewiesen werden, aber keine fassbaren Gründe sind bekannt.

    Bildnachweiss: Depositphotos.com // Surabky, Wavebreakmedia

     

     

  • Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Bereits seit Oktober vergangenen Jahres kommt es in der Hauptstadt vermehrt zu Masern-Erkrankungen. Offizielle gemeldet wurden bisher 574 Menschen die sich mit dem Masern angesteckt haben. Heute wurde von dem Gesundheitssenator bestätigt, dass es zu einem Todesfall gekommen ist. Ein Kleinkind erlag den Folgen der Krankheit.

    Nach ersten Angaben handelt es sich um ein Kind im Alter von 18 Monaten. Am 18.Februar verstarb das Kind an der Infektionskrankheit. Es wurden darüber hinaus noch keine weiteren Angaben zur Person gemacht. Erste Reaktionen auf die Meldung gab es bereits. So hat eine Sekundarschule im Berliner Vorort Lichtenrade die Türen am heutigen Montag geschlossen gehalten.

    Das Robert-Koch-Institut gibt an, das der aktuelle Masern-Ausbruch in der Hauptstadt einer der größten seit dem Jahr 2001 ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Infektionsschutzgesetzes erlassen. Im Zusammenhang mit diesem Masern-Ausbruch und dem jetzigen Todesfall, entflammt die Diskussion um eine gesetzlich vorgeschriebene Impfplicht auf ein Neues. Es wird von der Bundesregierung nicht ausgeschlossen, dass es in Zukunft zu einer Impfplicht kommen kann, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Eine Situation wie diese sei ein klares Zeichen dafür, wie wichtig Masern-Impfungen und anderer Impfungen sind. Sich gegen Impfungen auszusprechen sei verantwortungslos. Die 574 gemeldeten Masern-Fälle, die seit Oktober 2014 verzeichnet wurden, traten zum Großteil im Januar auf. Zum Jahresbeginn gab es 254 neuen Masern-Erkrankungen in Berlin. Von 335 befragten Patienten gaben 90 %, nicht gegen Masern geimpft zu sein.

    Laut Aussage der Berliner Behörden begann der Ausbruch unter Asylbewerbern. Diese stammen aus Bosnien Herzegowina und Serbien. In diesen Regionen gab es in den 90er Jahren lange Perioden, in denen keine oder kaum Impfungen gegeben wurden. Personen aus diesen Regionen sind stärker gefährdet. Die deutschen Behörden bieten den Asylbewerbern zahlreiche Möglichkeiten, die Impfungen nachholen zu lassen. Aus verschiedenen Gründen werden diese Angebote jedoch nur in geringen Zahlen angenommen.

    Viruserkrankung Masern

    Der Masern-Virus wird per Tröpfchen-Infektion übertragen. Dafür ist ein naher Kontakt mit einem Infizierten notwendig. Allerdings kann es bereits ausreichen, sich im gleichen Raum zu befinden. Das Masern-Virus ist recht instabil und reagiert auf Licht, hohe Temperaturen und auch Desinfektionsmittel. In den 1960er Jahren wurde eine Impfung entwickel, die effiziente ist und kostengünstig. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Masern auszurotten. Vor allem in Entwicklungsländern fordert die Krankheit immer wieder Todesopfer und es kommt zu größeren Ausbrüchen.

    Die Ausrottung ist seit 1984 erklärtes Ziel der Welt-Gesundheitsorganisation. Zum damaligen Zeitpunkt wurde ein schneller Erfolg erhofft. Die Masern Impfung arbeitet mit Lebendviren. Sie wird aus einem schwachen Virenstamm gewonnen. Da sie in Kombination mit einer Mumps- und Rötelimpfung verabreicht wird, spricht man häufig von der MMR-Impfung. Die Masern Impfung erfolgt in zwei Schritten. Die erste im Alter von 11-14 Monaten und die zweite vor Beendigung des zweiten Lebensjahres. In seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen bei einer Impfung. Diese kommen zum Beispiel in Form einer Rötung an der Einstichstelle. Einige Patienten leiden unter Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Hinzu kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Diese schlägt auf die Gelenke. Es wird angegeben, dass es zu einer möglichen Hirnhautentzündung kommen kann. Bisher gab es dafür allerdings noch keine Nachweise.

    Hat man sich mit den Masern angesteckt, kommt es zu Beginn der Krankheit zu Erkältungssymptomen. Schnupfen, Husten und Fieber sind immer Begleiterscheinungen. Anschließend bilden sich Flecken aus. Diese sind rotbraun und treten am gesamten Körper auf. Die Masern sind ansteckend, ohne dass man die Flecken sehen kann. Bis zu fünf Tage bevor der Ausschlag auftritt, kann man dem Masern-Virus bereits übertragen. Nach der Ansteckung mit den Masern beträgt die Inkubationszeit bis zu 10 Tage.

    Zu wenig Kinder gegen Masern geimpft

    In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kontroversen im Bereich des Impfschutzes. Die Riege der Impfgegner wächst und viele Eltern entscheiden sich dazu, Ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Dabei sind es nicht nur die Masern-Impfungen, die verweigert werden. Die Gründe sind ganz verschieden. Einige haben einfach Angst, dass es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen kann. Auch hat sich die Theorie durchgesetzt, dass die Masern-Impfung Autismus auslösen kann. Dies beruht auf den Aussagen einer Doktorarbeit, die im Nachhinein als falsch belegt wurden. Das Gerücht kann sich dennoch halten. Wieder anderer sehen Impfungen als wirkungslos und sind davon überzeugt, dass es keinen Unterschied macht. Der aktuelle Todesfall in Berlin zeigt die Gefahren der Krankheit klar auf.

    Bildquelle: Depositphotos.com // poznyakov