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  • Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsdiabetes?

    Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsdiabetes?

    Viele schwangere Frauen leiden unter Schwangerschaftsdiabetes, einer Form der Zuckerkrankheit, die besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft häufig auftritt und die nach der Entbindung wieder verschwindet. Die Schwangerschaftsdiabetes ist die am häufigsten auftretende Erkrankung während der Schwangerschaft und wird bei rund 3 % aller Frauen nach der Geburt nachgewiesen.

    Vielfach sind Frauen mit Übergewicht von einer Schwangerschaftsdiabetes betroffen und bei vielen dieser Frauen wird nach der Geburt auch eine Typ-2 Diabetes diagnostiziert.

    Was sind die Ursachen für Schwangerschaftsdiabetes?

    Während der Schwangerschaft produziert der Körper bestimmte Hormone, die unter anderem die Eigenschaft haben, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auf der anderen Seite ist da aber das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel senkt. So wird in der Schwangerschaft die Balance zwischen den Hormonen gestört und die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Mengen Insulin produzieren. Wenn der erhöhte Bedarf an Insulin in der Schwangerschaft nicht mehr von der Bauchspeicheldrüse ausgeglichen werden kann, dann kommt es zu einer Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung wird nicht mehr so viel Insulin gebraucht, und die Schwangerschaftsdiabetes verschwindet wieder.

    Welche Symptome deuten auf eine Schwangerschaftsdiabetes hin?

    In der Regel verläuft eine Schwangerschaftsdiabetes ohne große Probleme und viele Frauen erfahren erst bei einem routinemäßigen Bluttest, dass sie an dieser speziellen Form der Diabetes erkrankt sind. Aber nicht nur das Blut gibt Auskunft darüber, ob eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, auch die Fruchtwassermenge steigt an und das Wachstum des Fötus kann abnormal sein. Nur in sehr seltenen Fällen treten Symptome auf, wie sie für einen Diabetes Typ-1 charakteristisch sind.

    Welche Therapien kommen bei Schwangerschaftsdiabetes infrage?

    Die medizinische Behandlung von schwangeren Frauen ist immer etwas problematisch und das ist im Fall einer Schwangerschaftsdiabetes nicht anders. Zunächst versucht der Arzt die erhöhten Blutzuckerwerte zu senken, was vielfach schon mit einer Umstellung der Ernährung erreicht werden kann. Optimal sind Werte von 95 mg/dl bei einer nüchternen Messung und 120 mg/dl, wenn die Schwangere gegessen hat.

    Um die Schwangerschaftsdiabetes in den Griff zu bekommen, sollten Frauen während der neun Monate nicht mehr als 12 bis 16 Kilogramm zunehmen. Deshalb sollte die Zahl der Kalorien eine Zahl von 1.800 am Tag nicht überschreiten. Es ist falsch, „für zwei“ zu essen, denn das Kind holt sich alle Nährwerte, die es braucht und eine wichtige Ernährung liefert auch die richtigen Nährstoffe. Frisches Obst und Gemüse sind ideal, um eine Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern, Fett und Zucker sollte dagegen nur selten auf dem Speiseplan stehen. Fettarme Milchprodukte sind eine gute Wahl, denn Milch und Milchprodukte sorgen für eine ausgeglichene Versorgung mit Kalzium. Mehr Fisch und weniger Fleisch zu essen ist ebenfalls eine gute Maßnahme, um eine Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern.

    Sehr wichtig ist es auch viel zu trinken, am besten eignen sich Mineralwasser und ungesüßte Fruchtsäfte, aber auch aromatische Tees sind eine gute Idee, um den Durst zu stillen. Wenn die Insulinwerte aber weiterhin hoch sind, dann kann der Arzt im Notfall mit Medikamenten helfen, die für Mutter und Kind unbedenklich sind. Jede werdende Mutter kann aber auch selbst etwas dafür tun, um die Blutzuckerwerte in vernünftigen Grenzen zu halten. Viel Bewegung wie lange Spaziergänge, aber auch Yoga und Schwangerschaftsgymnastik sind eine gute Idee für alle werdenden Mütter, die gesund bleiben wollen.

  • Hilfe bei Verstopfung – Was hilft?

    Hilfe bei Verstopfung – Was hilft?

    Natürliche Hilfe bei Verstopfung

    Wie häufig sich der Darm entleert, das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Richtwert ist mindestens dreimal pro Woche, aber während die einen zweimal am Tag zur Toilette müssen, haben andere Schwierigkeiten damit, alle zwei Tage einmal zur Toilette zu gehen. Von einer Verstopfung ist aber immer dann die Rede, wenn der Darm sich in einem Zeitraum von drei Monaten weniger als dreimal in der Woche entleert. Zwei weitere Kriterien, die auf eine Verstopfung hinweisen sind, dass ein starker Pressdruck herbei geführt werden muss und dass der Darm sich nicht komplett entleert.

    Wenn das der Fall ist, dann muss nicht immer ein Abführmittel genommen werden, es gibt einige gute Hausmittel gegen Verstopfung, die dabei helfen den Darm auf natürliche Art und Weise zu entleeren.

    Kaffee und Brot bei Verstopfung

    Zwei natürliche Hausmittel gegen Verstopfung sind grobes Brot und Bohnenkaffee. Um den Darm auf Trab zu bringen, sollten Sie morgens eine Tasse Kaffee ohne Milch, Zucker und Süßstoff trinken und dazu eine trockene Scheibe grobes Brot, zum Beispiel ein Schwarzbrot oder ein Körnerbrot essen. Der Kaffee und auch das Brot stimulieren den Darm und lassen ihn aktiv werden.

    Hilfe durch Obst bei einer Verstopfung

    Einige Obstsorten sind ein bewährtes natürliches Hausmittel gegen Verstopfung. So kann ein Glas gut gekühlter Fruchtsaft auf nüchternem Magen hilfreich sein, damit der Darm aktiv wird. Kirschen bietet die vielleicht leckerste Möglichkeit, um die Obstipation loszuwerden. Viele Ärzte empfehlen ihren Patient diese süßen Hausmittel gegen Verstopfung und verordnen eine Kur, bei der jeden Tag ein Kilo Kirschen gegessen werden muss. Kirschen enthalten zwar kein Natrium, also kein Salz, dafür aber eine Menge Kalium. So werden nicht nur die Nieren beschäftigt, auch der Darm muss arbeiten. Übrigens, es müssen keine frischen Kirschen vom Baum sein, besser sind Kirschen aus dem Glas.

    Himbeeren und Himbeersaft sind nicht nur Vitaminbomben, sie sind auch ein gutes Hausmittel gegen Verstopfung. Ideal ist eine Mischung aus Himbeeren und Rhabarber, denn diese beiden Früchte ergänzen sich hervorragend und machen einen trägen Darm wieder munter.

    Entschlackend wirkt die Birne, die ebenfalls ein hervorragendes Hausmittel gegen Verstopfung ist. Wenn Sie vielleicht Probleme damit haben ausreichend zu trinken, dann kann eine Birne diese Lücke auf gesunde Weise schließen und den Darm anregen. Pflaumen gibt es das ganze Jahr über entweder frisch oder aber in getrockneter Form zu kaufen, und auch sie sind ein sehr wirksames Hausmittel gegen Verstopfung.

    Die richtigen Getränke bei Verstopfungen

    Vielfach sind es Keime, die eine Verstopfung auslösen. Um den Darm von schädlichen Keimen zu befreien, ist Apfelessig eine gute Wahl. Damit der Darm sich nicht ausruhen kann, sollten Sie vor jeder Mahlzeit ein Glas Mineralwasser mit einem Esslöffel Apfelessig trinken. Auch Holunder gehört zu den Hausmitteln, die vielseitig sind und auch bei einer Verstopfung helfen können. Schon zwei Gläser Holundersaft zu den Mahlzeiten helfen dabei, die Verstopfung zu beheben.

    Ein Glas Wein kann ebenfalls zu einer besseren Verdauung verhelfen, aber nur in Maßen. Ein frischer junger Weißwein gilt als bewährtes Hausmittel gegen Verstopfung, und der Wein sorgt zudem dafür, dass der Darm von schädlichen Keimen und Bakterien befreit wird. Oft reicht aber schon ein lauwarmes Glas Wasser am Morgen, damit der Darm aktiv werden kann, und wer es schafft, der sollte auch einen Teelöffel Salz ins Wasser rühren und es dann nüchtern trinken.

    Wenn die natürlichen Hausmittel gegen Verstopfung nicht die gewünschte Hilfe bringen und die Verstopfung länger anhält, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, der der Ursache auf den Grund geht.

  • Mundgeruch bekämpfen – so geht’s

    Mundgeruch bekämpfen – so geht’s

    Mundgeruch ist nicht nur für den Betroffenen eine unangenehme Sache, auch für die Mitmenschen kann Mundgeruch eine Zumutung sein. Fast jeder, der schon einmal Knoblauch gegessen hat, der weiß auch was Mundgeruch ist, aber immer dann, wenn der Mundgeruch chronisch wird, dann wirkt sich das auch auf das Sozialleben aus. Um den stetigen Geruch aus dem Mund verschwinden zu lassen, müssen zunächst die Ursachen gefunden werden.

    Welche Ursachen kann Mundgeruch haben?

    Wer Mundgeruch bekämpfen will, der muss zunächst einmal die Ursache kennen. Vielfach sind die Zähne schuld und ein Besuch beim Zahnarzt kann Klarheit bringen. Oft ist mangelnde Zahnhygiene die Ursache, denn wenn Speisereste zwischen den Zähnen hängen bleiben, dann führt das zu Mundgeruch. Aber auch kariöse Zähne und Entzündungen des Zahnfleischs können den Atem auf Dauer verschlechtern.

    Zu viel Eiweiß ist ebenfalls eine häufige Ursache für Mundgeruch. Alle, die viel Fleisch, Fisch und Milchprodukte essen, müssen oftmals den Mundgeruch bekämpfen. Viele Bakterien, die in der warmen und feuchten Mundhöhle leben, ernähren sich gerne von Eiweiß und je mehr Eiweiß sie bekommen, umso mehr Bakterien siedeln im Mundraum. Wenn dann auch noch eine schlechte Zahnpflege dazukommt, dann ist der Mundgeruch nicht mehr fern. In seltenen Fällen ist auch der Magen schuld, wenn es zu Mundgeruch kommt, denn wenn die Nahrung nicht richtig verdaut wird, dann steigen Fäulnisgase durch die Speiseröhre nach oben und das führt dann zu einem üblen Geruch aus dem Mund.

    Mit natürlichen Mitteln den Mundgeruch bekämpfen

    Mundgeruch bekämpfen funktioniert auch mit natürlichen Mitteln, zum Beispiel mit Süßholz. Wer seinen Mundgeruch bekämpfen will, der sollte Süßholz kauen oder auch Nelkenöl auf die Zunge träufeln. Eine ayurvedische Zahncreme ist ebenfalls ein gutes Mittel, wenn Sie Mundgeruch bekämpfen wollen. Diese spezielle Zahncreme, die es unter anderem im Reformhaus oder in der Apotheke zu kaufen gibt, reinigt nicht nur die Zähne, sondern auch die Mundhöhle und sorgt dafür, dass die Bakterien keine Chance mehr haben.

    Minze und Walnüsse sind ebenfalls ein bekanntes Mittel gegen Mundgeruch und auch Sarsapastillen lutschen kann dabei helfen, den unangenehmen Geruch zu vertreiben. Wenn Sie mögen, dann können Sie auch mit Zimt den Mundgeruch bekämpfen, denn die ätherischen Öle im Zimt halten den Atem lange frisch.

    Mundwasser mit Kräutern ist in zweierlei Hinsicht eine gute Idee gegen Mundgeruch. Die Kräuter wie zum Beispiel Kamille und Salbei, sorgen für einen frischen Atem und halten die Bakterien in Schach.

    Was ist wichtig beim bekämpfen vom Mundgeruch?

    Mundgeruch bekämpfen kann sehr einfach sein, wenn einige Grundregeln eingehalten werden. Zu diesen Regeln gehören:

    • Die Zähne mindestens zweimal am Tag mit Zahncreme gründlich reinigen
    • Zahnseide benutzen
    • Die Zunge mit einem speziellen Reiniger von Belägen befreien
    • Regelmäßig zum Zahnarzt gehen
    • Auf zu viel Eiweiß bei den Mahlzeiten verzichten
    • Ausreichend trinken
    • Kaffee und Alkohol meiden

    Wenn trotz aller Maßnahmen der Mundgeruch nicht verschwinden will, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen und eine Blutuntersuchung machen lassen. Vielleicht besteht ein Mangel an Vitamin C oder auch eine Unterversorgung mit Zink, was den permanenten Mundgeruch auslöst. Wenn das der Fall sein sollte, dann können Sie entweder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um den Mangel auszugleichen, oder ein Mittel, was der Arzt verschreibt.

  • Leben Veganer wirklich gesünder?

    Leben Veganer wirklich gesünder?

    Fast scheint es so als wäre es ein neuer Trend, Veganer zu sein. Zwar hat es schon immer Menschen gegeben, die bewusst auf den Verzehr von Fleisch verzichten, aber Menschen, die vegan essen und auf alles verzichten, was vom Tier stammt, das scheint eine neue Lebensphilosophie zu sein. Überall wird für ein veganes Leben geworben, es gibt vegane Restaurants, vegane Kochbücher und sogar vegane Kochshows im Fernsehen. Aber ist vegan essen wirklich so viel gesünder?

    Ohne Milch und Honig

    Vegetarier verzichten auf Fleisch und begründen diese Haltung damit, dass sie mit den Tieren leiden die getötet werden, nur damit ein saftiges Steak auf dem Teller liegt. Das können viele Menschen nachvollziehen, aber wer vegan isst, der verzichtet auch auf Honig, Milch und Eier, tierische Produkte, für die die Tierwelt weder leiden noch sterben muss. Vegan essen ist gesünder – das ist das zweite Argument was Veganer gerne anführen, aber ist das auch tatsächlich der Fall?

    Ob Fleischesser oder Veganer gesünder leben – darüber gibt es keine gesicherten Studien. Lediglich eine Langzeitstudie aus London, die über einen Zeitraum von zwölf Jahren Veganer und Fleischesser beobachtet hat, kam zu einem überraschenden Ergebnis. Die Studienteilnehmer, die sich ohne tierische Produkte ernährt haben, hatten die gesünderen Nieren, niedrigere Blutfettwerte und auch das bessere Gewicht. Allerdings konnten die Wissenschaftler aus England nicht beweisen, dass diese Effekte nur durch die fleischlose Kost erzielt wurden, denn vegan essen alleine reicht nicht aus, um gesund zu leben. Es ist vielmehr ein gesunder Lebenswandel.

    Fehlende Vitamine

    Selbst in Kochbüchern für Veganer ist immer wieder der Zusatz zu finden, dass es bei allen, die vegan essen, zu einem Mangel an Vitaminen kommen kann. Vor allem das wichtige Vitamin B12 fehlt denjenigen, die vegan essen und genau dieses Vitamin hat im Körper viele Aufgaben. So ist das Vitamin B12 für die Bildung von roten Blutkörperchen, für den Stoffwechsel und für die Erneuerung der Zellen zuständig. Fehlt das Vitamin, dann kann es zu Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsschwäche und sogar zu Depressionen führen.

    Da der Körper das Vitamin B12 nicht selbst herstellen kann, muss es von außen kommen, und das funktioniert am besten über Fleisch, Eier und Fisch, also Nahrungsmittel, die Veganer nicht essen. Zwar gibt es tierische Produkte wie getrocknete Algen, die das Vitamin B12 enthalten, aber die Menge ist zu gering. Alle, die vegan essen, müssen einen Weg finden, das Vitamin auf andere Art, zum Beispiel über Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen.

    Kein Kalzium

    Kalzium ist für die Gesundheit sehr wichtig und das meiste Kalzium findet sich in Milch und Milchprodukten wie Käse, Kefir, Buttermilch und Joghurt. Erwachsene brauchen pro Tag rund 1.000 Milligramm, Kinder und Jugendliche im Wachstum sogar 1.200 Milligramm. Ärzte raten deshalb Eltern davon ab, ihre Kinder vegan zu ernähren, denn wenn das Kalzium fehlt, dann können die Knochen nicht wachsen und es besteht das Risiko einer Osteoporose. Schon 100 Gramm Schnittkäse wie zum Beispiel Emmentaler reichen aus, um den Bedarf an Kalzium für einen Tag zu decken.

    Wer vegan essen möchte, der sollte sich einen Ernährungsplan zusammenstellen, auf dem auch pflanzliche Kalziumlieferanten zu finden sind. So liefert Sesam rund 800 Gramm Kalzium, aber auch Mandeln, Soja und viele Gemüsesorten wie Brokkoli und Grünkohl sorgen dafür, dass alle, die vegan essen, ausreichend Kalzium bekommen. Sehr hilfreich ist auch Mineralwasser, denn schon 200 Milliliter eines Mineralwassers mit viel Kalzium hilft effektiv, einem Mangel vorzubeugen.

  • Welche Nahrungsergänzungsmittel

    Welche Nahrungsergänzungsmittel

    Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

    Sie heute fast überall zu finden, in der Apotheke ebenso wie im Supermarkt und in der Drogerie, und fast jeder hat schon einmal mit dem Gedanken gespielt, solche Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Auch in den bekannten Medien sind Nahrungsergänzungsmittel allgegenwärtig. Bei vielen Menschen entsteht so der Eindruck, dass diese Mittel, die die Nahrung angeblich ergänzen sollen, gesund sind und dabei helfen, körperlich und auch geistig fit zu bleiben.

    Vor allem diejenigen, die wissen, dass sie sich nicht gesund ernähren, sehen in den vielen Nahrungsergänzungsmitteln eine Lösung, frei nach dem Motto: Ich ernähre mich zwar nicht gesund, aber es gibt schließlich Mittel, die diese Lücke schließen können. Hat die Werbung wirklich recht, wenn sie Nahrungsergänzungsmittel als einen wichtigen Teil der Ernährung propagiert oder ist es am Ende doch nur eine weitere Möglichkeit der großen Nahrungsmittelhersteller, um noch mehr Geld zu verdienen?

    Was genau sind Nahrungsergänzungsmittel?

    Nahrungsergänzungsmittel gibt es in vielfältiger Form. Sie werden als Tabletten und Kapseln, als Dragees oder auch in Pulverform angeboten. Aber ganz gleich, welche Form sie auch haben, in Deutschland gehören sie zu den Lebensmitteln und können als Ergänzung zur täglichen Nahrung eingenommen werden. Die Palette ist breit gefächert, es gibt Nahrungsergänzungsmittel die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, andere haben Ballaststoffe, Extrakte aus verschiedenen Pflanzen und auch Aminosäuren als Inhalt.

    Welche Inhaltsstoffe aber überhaupt erlaubt sind, das regelt die Nahrungsergänzungsmittelverordnung, und diese Vorschriften gelten nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Wie hoch die Mengen der verschiedenen Stoffe sein dürfen, dafür gibt es aber bislang noch keine Verordnung, die bindend ist. Alle Nahrungsergänzungsmittel müssen aber folgende Angaben haben:

    • Einen Warnhinweis, dass die empfohlene Menge nicht überschritten werden darf
    • Welche tägliche Dosis empfohlen wird
    • Ein Hinweis darauf, dass das Mittel die täglichen Nährwerte nicht ersetzen kann
    • Einen Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht in Kinderhände geraten sollten

    Das Mittel darf zudem keine pharmakologische Wirkung haben, sie dürfen also nicht als Ersatz für bestimmte Medikamente angeboten werden. Auf der Verpackung darf auch nicht damit geworben werden, dass das Mittel Krankheiten heilen oder Beschwerden und Schmerzen lindern kann.

    Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

    Wer sich gesund, abwechslungsreich und ausgewogen ernährt, der braucht in der Regel auch keine nahrungsergänzenden Mittel, für einige Menschen können sie aber durchaus sinnvoll sein. Das ist zum Beispiel bei schwangeren Frauen der Fall, die mehr Nährwerte benötigen und auch ältere Menschen sollten ihre Nahrung gezielt ergänzen. Sie sind nicht selten unterversorgt, weil ihnen das Schlucken und Kauen schwerfällt.

    Auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen können Nahrungsergänzungsmittel sehr sinnvoll sein, denn sie brauchen mehr Nährstoffe als gesunde Menschen. In der kalten Jahreszeit werden besonders gerne Vitamine als Ergänzung eingenommen, denn nicht jeder schafft es, am Tag mehrere Portionen frisches Obst zu essen, um den Vitaminbedarf optimal zu decken. Wer keine Milch mag und daher keine Milchprodukte isst, der kann seinen Bedarf an Kalzium durch die entsprechenden Mittel auffüllen. Welche Mittel für wen infrage kommen, das sollte auf jeden Fall im Vorfeld mit dem Arzt abgeklärt werden.

  • Ernährung in der Schwangerschaft

    Ernährung in der Schwangerschaft

    So wichtig ist die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

    Noch immer glauben viele Frauen, wenn sie schwanger werden, dass sie in den nächsten neun Monaten für Zwei essen müssen. Dieser Irrglaube führt immer wieder dazu, dass es zu einer enormen Gewichtszunahme kommt, und auch das spätere Essverhalten des Kindes wird negativ beeinflusst, wenn die Mutter während der Schwangerschaft zu viel zunimmt. Klasse statt Masse sollte das Motto der Schwangerschaftsernährung lauten, denn Frauen, die die Qualität der Quantität vorziehen, haben während und auch nach der Schwangerschaft deutlich weniger Probleme.

    Schwangere Frauen, die zu viel an Gewicht zulegen, riskieren zudem eine Schwangerschaftsdiabetes, die für Mutter und Kind sehr gefährlich werden kann. Aber wie sollte die richtige Ernährung während der 40 Wochen Schwangerschaft aussehen? Was sollten die zukünftigen Mütter essen und was sollten sie besser von der Speisekarte streichen?

    Ernährung in der Schwangerschaft – Die wichtigen Bausteine

    Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steigt die Zahl der Kalorien, die Mutter und Kind brauchen, nur unerheblich an, was aber sehr wichtig ist, das sind die Bausteine für eine gesunde Ernährung. Dazu gehören unter anderem Spurenelemente, Vitamine und auch Mineralstoffe. Frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte sollten jetzt auf dem Speiseplan stehen, denn diese Lebensmittel enthalten alles, was das Baby braucht, um gesund und munter ins Leben zu starten.

    Tierische Fette sollten durch pflanzliche Fette ersetzt werden und da schwangere Frauen zu Verstopfungen neigen, ist es eine gute Idee auf eine ballaststoffreiche Ernährung umzusteigen und viele Vollkornprodukte einzubauen. Frauen, die gerne Fisch essen, sollten dieser Leidenschaft frönen und mindestens zwei mal in der Woche leckere Fischgerichte essen.

    Was gehört nicht zu einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft?

    Es gibt einige Lebensmittel, die nicht zur gesunden Ernährung in der  Schwangerschaft gehören. So sollten Schwangere zum Beispiel auf Käse aus Rohmilch wie Camembert, Feta und Brie ganz verzichten. Auch Fast Food sollte nicht zu einem Teil der Ernährung gehören, denn Hamburger, Pommes frites und Pizza haben viele Kalorien, aber kaum Nährwerte. Rohe Eier gehören auch nicht zu den Dingen, die schwangere Frauen essen sollten und auch Tatar ist daher in der Schwangerschaft ein Tabu.

    Zu den Lebensmitteln, die schädlich sein können, gehören auch die Salami und geräucherter Fisch, wie beispielsweise die Forelle und der Lachs. Es versteht sich von selbst, dass auch Alkohol kein Thema für Schwangere ist. Kaffee ist nur in Maßen erlaubt, auf Cola sollte aber nach Möglichkeit verzichtet werden, denn sie enthält neben einer Menge Zucker auch Koffein. Nahrungsergänzungsmittel sind bei der Ernährung von schwangeren Frauen nicht unbedingt notwendig, aber es gibt eine Ausnahme und die heißt Folsäure. Da es in der Schwangerschaft auch zu Eisenmangel kommen kann, sollte der Arzt ein Eisenpräparat verschreiben, das bedenkenlos eingenommen werden kann.

    Was müssen Veganerinnen und Vegetarierinnen beachten?

    Frauen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, müssen während der Schwangerschaft nicht Fleisch und Fisch essen, sie sollten aber darauf achten, dass sie ausreichend Vitamine bekommen. Das ist bei einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft nicht immer der Fall, denn häufig fehlen die wichtigen Bausteine wie Kalzium, die Vitamine D3 und B12, aber auch Eisen. Damit es nicht zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommt, sollte der Speiseplan für die nächsten neun Monate mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Viele Frauenärzte haben für ihre vegan lebenden Patienten einen Ernährungsplan, an den sich die Schwangere halten sollte, damit das Baby immer mit allem versorgt wird, was es dringend braucht.