Schlagwort: Morbus Parkinson

  • Morbus Parkinson – eine Krankheit auf dem Vormarsch

    Morbus Parkinson – eine Krankheit auf dem Vormarsch

    Allein in Deutschland gibt es mittlerweile rund 350.000 Menschen, die an der Parkinson-Krankheit leiden. Sie zählt somit bereits jetzt zu einer der häufigsten Nervenerkrankungen, die zwar nicht heilbar ist, aber mit der man unter Umständen trotzdem gut leben kann.

    Oft beginnt es mit einem leichten Zittern der Hand oder des Fußes. Manchmal schmerzt auch nur ein bestimmter Muskel, was häufig mit einem Muskelkater falsch interpretiert wird. Die ersten Anzeichen sind meist nicht eindeutig, weshalb die Diagnose Morbus Parkinson in vielen Fällen nicht eindeutig und auch erst sehr spät gestellt werden kann. Welche Ursachen diese Krankheit hat, ist abschließend noch nicht erforscht worden. Bekannt ist bislang nur, dass zahlreiche Nervenzellen im Gehirn absterben.

     

    Nicht nur das Gehirn ist betroffen

    Mittlerweile hat sich bestätigt, dass nicht nur Gehirnzellen absterben, sondern sehr häufig auch andere Teile des Nervensystems betroffen sein können. Hierzu zählt beispielsweise die Schädigung der Nervenzellen im Magen-Darm-System. Diese Schädigung kann in vielen Fällen wesentlich schneller nachgewiesen werden, da hierbei eindeutigere Symptome auftreten, die den Patienten sehr früh bereits beunruhigen können. Hierzu zählen beispielsweise Beeinträchtigungen der Geruchs- oder Geschmacksnerven oder Verdauungsstörungen. Die typischen Bewegungsstörungen treten erst wesentlich später auf.

    Morbus Parkinson macht sich häufig erst dann bemerkbar, wenn rund 80 % der Nervenzellen in der sogenannten schwarzen Gehirnsubstanz zerstört sind. Erst dann treten die Hauptsymtome wie Zittern, Muskelsteifigkeit, Bewegungsarmut oder Gleichgewichtsstörungen verstärkt auf.

     

    Mit der Diagnose Parkinson leben

    Morbus Parkinson ist eine schleichende Krankheit, die über Jahre hinweg fortschreitet. Die jeweiligen Veränderungen bzw. Verschlechterungen kann man als Patient oder Angehöriger nur sehr wage wahrnehmen, was den Umgang durch den Gewöhnungsprozess ein wenig erleichtern kann. Bis sich das vollständige Krankheitsbild entwickelt hat, können unter Umständen durchaus einmal 20 Jahre vergehen. Dann allerdings sind viele Patienten bereits schwer gezeichnet.

    Nicht immer sind nur ältere Menschen betroffen. Ein sehr prominentes Beispiel ist der US-Schauspieler Michael J. Fox, der bereits in jungen Jahren seine Diagnose erhielt. Er setzt sich mittlerweile massiv für die Forschung und für die gesellschaftliche Anerkennung der Parkinson-Krankheit ein.

    Die Bewegungen werden langsamer, die Haltung verändert sich, die Sturzgefahr vergrößert sich und die Mimik erscheint immer häufiger ausdruckslos. Auch die Sprache gerät sehr häufig in Mitleidenschaft. Die Stimme wirkt monoton, verlangsamt und sehr leise. Das typische Zittern erkennt man meist nur, wenn sich der Patient in einer Ruhephase befindet. Trotz allem bedeutet dies, dass der Erkrankte nun pflegebedürftig geworden ist und auf Hilfe angewiesen ist.

     

    Morbus Parkinson ist derzeit noch unheilbar

    Morbus Parkinson ist leider immer noch nicht heilbar. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Krankheit, bei der das Nervensystem gut mittels ausgewählter Medikamente behandelbar ist. Im Übrigen hat die Erkrankung keinen Einfluss auf die Lebenserwartung des betroffenen Patienten.

    Grundsätzlich sollte man wissen, dass die Parkinson-Erkrankung auf einen Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn zurückzuführen ist.

     

    Medikamentöse Behandlung von Parkinson

    Es gibt im Handel mehrere gut wirkende Medikamente, die diesen Dopamin-Mangel ausgleichen können. Welche Medikamente letztendlich eingesetzt werden können oder müssen, entscheiden hier die behandelnden Ärzte. Man sollte dann als Angehöriger oder Pfleger peinlichst genau darauf achten, dass der Patient die Medikamente auch regelmäßig nimmt und dass dem Körper auch genügend Flüssigkeit zugeführt wird.

     

    Die Alternative zur medikamentösen Behandlung von Morbus Parkinson

    Reicht die medikamentöse Behandlung allein nicht aus, so kann man auch über einen chirurgischen Eingriff nachdenken. Hierfür setzt ein erfahrener Chirurg gezielt an bestimmten Orten Elektroden ein, damit hier mittels Impulse die Bereiche des Gehirns stimuliert bzw. gereizt werden können. So können die bislang aufgetretenen Beschwerden ganz gezielt verbessert werden.

     

     

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  • Parkinson – die Schüttellähmung

    Parkinson – die Schüttellähmung

    Es war der Arzt und Apotheker James Parkinson, der im Jahre 1817 einen ersten ausführlichen Bericht über eine Krankheit schrieb, die er Schüttellähmung nannte und die heute seinen Namen trägt. Als James Parkinson lebte, konnte den Menschen, die unter Schüttellähmung litten, nicht geholfen werden, heute ist es dank der richtigen Medikamente möglich, den Betroffenen ein halbwegs normales Leben ohne große Beschwerden zu ermöglichen. Aber bis heute ist Parkinson eine chronische Krankheit, für die es noch keine Heilung gibt. Was genau ist Morbus Parkinson und wie kann die Krankheit heute behandelt werden? Gibt es vielleicht schon ein Medikament, das die Betroffenen heilen kann?

    Was genau ist Parkinson?

    Parkinson ist eine neurologische Krankheit, bei der langsam aber sicher bestimmte Zellen im Gehirn nach und nach absterben. Diese Zellen haben eigentlich die Aufgabe, als eine Art Bote zu fungieren, um Dopamin zu transportieren, denn nur wenn das Dopamin an die richtigen Stellen kommt, kann es die Bewegungen steuern. Wenn jedoch die Zellen absterben, die das Dopamin produzieren, dann kommt es zwangsläufig zu einem Mangel an Dopamin und die Patienten zeigen die typischen Symptome wie ein unkontrolliertes Zittern der Hände, den sogenannten Tremor, eine Verlangsamung der Bewegungen und eine Versteifung der Muskeln.

    Wen betrifft Parkinson?

    Es sind überwiegend ältere Menschen, die von Parkinson betroffen sind, denn die Krankheit trifft überwiegend bei Menschen auf, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Nur ungefähr zehn Prozent der Patienten ist unter 40 Jahre alt und Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Die Deutsche Parkinsongesellschaft schätzt, dass in Deutschland ca. 250.000 bis 300.000 Menschen unter Parkinson leiden. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung in den nächsten Jahren muss damit gerechnet werden, dass sich die Zahl der Parkinson Patienten bis 2030 mehr als verdoppelt hat.

    Unterschiedliche Krankheitsbilder

    Auch wenn die Symptome bei Parkinson signifikant sind, die Krankheit wird von jedem Patienten anders wahrgenommen. Das mag daran liegen, dass es unterschiedliche Störungen, bewusste und auch unbewusste Abläufe der einzelnen Bewegungen gibt. Kompliziert wird es aber erst dann, wenn es sich nicht um echtes Parkinson handelt, denn es gibt noch eine Reihe von Unterarten. Vom Idiopathischen Parkinson-Syndrom spricht der Arzt, wenn die Untersuchungen keine logische Ursache zulassen, der Patient aber gleichzeitig viele Symptome aufweist, die zu Morbus Parkinson passen.

    Ein symptomatisches Parkinson-Syndrom liegt immer dann vor, wenn die Ursache für die Symptome feststeht. Das ist immer dann der Fall, wenn der Patient zum Beispiel Medikamente eingenommen hat, die für ein Parkinson-ähnliches Krankheitsbild sorgen. Werden die Medikamente abgesetzt, dann verschwinden auch die Symptome. Atypisch ist Parkinson, wenn der Patient zwar die typischen Symptome hat, es sich aber um eine andere, sehr ähnliche neurologische Krankheit handelt.

    Wie wird Parkinson behandelt?

    Bislang gibt es nur die Möglichkeit, Parkinson mit verschiedenen Medikamenten zu behandeln, die alle eines gemeinsam haben: Sie können die Krankheit nicht stoppen, aber sie können die Beschwerden immerhin mildern. Da jede Erkrankung anders verläuft, muss die Behandlung immer auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Die meisten Betroffenen werden mit einem Medikament behandelt, was den Mangel an Dopamin ausgleicht, und mit diesen Medikamenten werden heute auch die größten Erfolge erzielt. Bei Patienten über 70 wird gerne L-Dopa eingesetzt, ein Medikament, das in den meisten Fällen gut wirkt und das von allen Parkinson Medikamenten die wenigsten Nebenwirkungen hat.

    In einigen Fällen bietet sich auch eine tiefe Hirnstimulation an, die von einer medikamentösen Therapie begleitet wird. Ob diese Stimulanz infrage kommen kann, das richtet sich zum einen nach dem Alter und zum anderen nach dem Stadium der Krankheit. Auch Logopädie und eine Ergotherapie können den Patienten helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Sinnvoll ist es aber immer, in einer speziellen Parkinson Klinik behandelt zu werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Lighthunter