Schlagwort: Mutter

  • Sex während der Periode: 5 wissenswerte Fakten

    Sex während der Periode: 5 wissenswerte Fakten

    Auch wenn wir heute in einer aufgeklärten und offenen Gesellschaft leben, gibt es doch noch gewisse Themen, die als Tabu gelten. Eines davon ist Sex während der Periode. Die Mehrheit der Menschen in unserem Kulturkreis empfindet den Geschlechtsverkehr während der Monatsblutung als unangenehm oder gar eklig. Die, die trotzdem während der Periode Sex haben, sprechen oftmals nicht offen darüber. Was im eigenen Schlafzimmer passiert, passiert nun einmal hinter verschlossenen Türen. Dabei kann es überaus interessant sein, über das Thema „Sex während der Periode“ zu sprechen. Die nachfolgenden fünf Fakten verraten Ihnen auch, warum das so ist.

    Fakt #1: Die Periode schützt nicht vor Schwangerschaft

    Frauen, die während der Periode Sex mit einem Mann haben, müssen eines unbedingt wissen: Die Blutung schützt keinesfalls vor einer Schwangerschaft. Es ist trotz der Periode möglich, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen und anschließend die Eizelle der Frau befruchten. Daher gilt beim Sex während der Periode genauso wie sonst auch: Achten Sie auf Verhütung!

    Übrigens: Die meisten Paare greifen während der Periode (zusätzlich zur Antibaby-Pille) auf ein Kondom zurück, da der Akt dadurch hygienischer erscheint. Auf welche Weise Sie verhüten, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie es tun, wenn Sie nicht schwanger werden wollen.

    [content-egg-block template=offers_list]

    Fakt #2: Sex während der Periode wirkt entspannend

    Sie leiden während Ihrer Monatsblutung unter schmerzhaften Krämpfen und/oder starken Stimmungsschwankungen? Dann kann es durchaus empfehlenswert sein, es einmal mit Sex während der Periode zu probieren. Der Geschlechtsakt wirkt nicht nur überaus entspannend, sondern setzt auch Glückshormone frei. Auch wenn der Effekt nicht dauerhaft anhält, kann ein Schäferstündchen doch für einen Moment die Menstruationsbeschwerden lindern.

    Übrigens: Sex während der Periode muss nicht immer den eigentlichen Geschlechtsakt, also die Penetration der Scheide durch den Penis, umfassen. Viele Paare werden während der Menstruation auch nur auf oralem Weg intim miteinander. Auch hierbei ist ein entspannender und glücklich machender Effekt zu verzeichnen

    Fakt #3: Es gibt „Hilfsmittel“ für den Sex während der Periode

    Auch wenn es rein theoretisch möglich ist, Sex zu haben, während sich in der Scheide der Frau ein herkömmlicher Tampon befindet, ist diese Praktik doch eher weniger empfehlenswert. Wenn Sie beim Geschlechtsverkehr dennoch auf kleine Helfer für mehr Hygiene setzen wollen, können Sie auf sogenannte Soft-Tampons zurückgreifen. Diese speziellen Damen-Hygieneartikel erinnern an kleine Schwämmchen, die vaginal eingeführt werden und das Blut auffangen. Anders als normale Tampons sind Soft-Tampons während des Geschlechtsverkehrs nicht zu spüren. Sie sind mit einer kleinen Lasche oder einem Loch ausgestattet und können deswegen ganz ohne Bändchen, dafür mit dem Finger herausgeholt werden.

    Info: Soft-Tampons sind in der Apotheke, aber auch in Sex-Shops erhältlich.

    Fakt #4: Die Periode erhöht die Lust bei einigen Frauen

    Während sich die einen aufgrund von Krämpfen, Übelkeit und anderen Beschwerden einfach nur verkriechen wollen, haben die anderen in der Zeit ihrer Periode besonders viel Lust auf Geschlechtsverkehr. Dagegen ist auch nichts auszusetzen, denn generell ist Sex während der Periode ja nicht verboten. Der Grund für die gesteigerte Lust der Frau ist übrigens die verstärkte Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane.

    Aber: Es ist keinesfalls vorgeschrieben, dass die Frau bei jeder Monatsblutung vermehrt Lust auf Sex hat. Das Empfinden kann jedes Mal anders sein und von totaler Unlust bis hin zu starker Lust schwanken. Kommunikation zwischen den Partnern ist hier unverzichtbar.

    Fakt #5: Beim Sex während der Periode ist alles erlaubt

    Egal ob unter der Dusche, in einer exotischen Stellung oder einfach mal komplett anders. Es gibt nichts, was während der Menstruation nicht erlaubt wäre – solange alle Beteiligten Spaß daran haben und sich niemand unwohl fühlt. Es ist ein Märchen, beim Sex während der Periode auf bestimmte Stellungen oder Praktiken verzichten zu müssen. Natürlich kann es sein, dass im Eifer des Gefechts etwas Blut auf die Laken tropft, aber das sollte bei guter Kommunikation niemanden stören.

    Tipp: Legen Sie beim Sex während der Periode einfach ein altes Handtuch unter, um das Bettlaken zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / nd3000

  • Das Baby aus der Petrischale

    Das Baby aus der Petrischale

    Kann ein Baby völlig ohne die Hilfe der mütterlichen Gebärmutter heranreifen? Ja, das funktioniert, denn Wissenschaftlern in den USA und in Großbritannien ist es jetzt erstmals gelungen, zwei Embryonen 14 Tage lang destilliert in einer Petrischale heranreifen zu lassen. Die Embryonen wurden eine Woche nach der Befruchtung in Kulturschalen gesetzt und sie entwickelten sich ohne die mütterliche Gebärmutter weiter.

    Ein einzigartiger Vorgang

    Bisher war es nicht möglich, alle wichtigen Vorgänge rund um die Einnistung des Embryos auch außerhalb der Gebärmutter zu erforschen, und selbst nach den geglückten Versuchen in den USA und Großbritannien ist die Wissenschaft noch sehr weit davon entfernt, ein Kind außerhalb der schützenden Gebärmutter zu „züchten“. Allerdings liefern die Versuche neue Erkenntnisse darüber, wie es zu Fehlgeburten kommen kann, und genau das halten Forscher für sehr interessant.

    Nur zwei Wochen

    Die Wissenschaftler, die die Embryonen zwei Wochen in der Petrischale reifen ließen, fordern, dass die 14-Tage-Regel noch einmal überdacht werden muss. Diese weltweit geltende Regel besagt, das menschliche Embryonen nicht länger als zwei Wochen außerhalb der Gebärmutter verbleiben dürfen. Da es aber jetzt gelungen ist, die Embryonen länger als die vorgeschriebenen zwei Wochen erfolgreich zu kultivieren, wird es Zeit, diese Regelung zu überdenken. Das Problem bleibt jedoch die Frage der Ethik, die nach wie vor den Vorrang vor der Forschung hat.

    In Deutschland nicht erlaubt

    In Deutschland wären diese Versuche wie sie jetzt in Amerika und England stattgefunden haben, generell untersagt. Bislang waren sie nur in den USA, in Kanada, in Australien und in einigen europäischen Ländern wie Dänemark und Schweden erlaubt. In der Bundesrepublik gilt das sogenannte Embryonenschutzgesetz, das die Forschung an menschlichen Embryonen komplett verbietet. Embryonen dürfen einzig und allein zu dem Zweck erzeugt werden, um damit eine Schwangerschaft in die Wege zu leiten, und zwar in Form einer künstlichen Befruchtung.

    Bild: © Depositphotos.com / NikiLitov

  • Die Geschichte des Kondoms

    Die Geschichte des Kondoms

    Vom Stoffsäckchen zum sicheren Verhütungsmittel

    Pariser, Lümmeltüte, Verhüterli, Gummi – Es gibt viele Namen für das Kondom. Kaum verwunderlich, immerhin handelt es sich hierbei um eines der am meisten verwendeten Verhütungsmittel weltweit. Das Prinzip des Kondoms ist ebenso einfach wie genial. Es gehört zu den sogenannten Barriere-Methoden zur Empfängnisverhütung. Das bedeutet, dass die Spermien abgefangen werden, ehe sie in die Gebärmutter der Frau eindringen können. Damit die Methode möglichst sicher ist, bestehen Kondome heute überwiegend aus Latex. Das war jedoch nicht immer so, wie ein Blick in die Geschichte des Kondoms verrät.

    Vom Aberglaube der alten Ägypter und der Sagenwelt der Griechen

    Wenn man das Kondom als „Hülle, die über den Penis gestülpt wird“ definiert und den Aspekt der Verhütung außer Acht lässt, dann kann man sagen, dass die Geschichte des Kondoms wahrscheinlich bei den alten Ägyptern begann. Diese kleideten ihre Genitalien in Säckchen, die vermutlich dem Schutz beim Kampf dienten. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die ägyptischen Männer vor Geistern schützen wollten, die über ihren Penis in den Körper gelangen konnten. Darüber hinaus wurden die „Ur-Kondome“ wahrscheinlich als Statussymbole und Schmuckstücke verstanden.

    Der erste, der das Kondom zum Schutz beim Geschlechtsverkehr trug, war – zumindest wenn man der Sage glaubt – der griechische König Minos. Dessen Samen soll giftig gewesen sein. Um seine Frau zu schützen und dennoch intim mit ihr zu verkehren, nutzte der König mit einer Art Kondom, das aus einer Ziegenblase bestand. Ob diese Erzählung wissenschaftlichen Wert für die Geschichte des Kondoms hat, ist natürlich mehr als fraglich.

    Dennoch belegen diverse Quellen, dass das Kondom seinen Ursprung wahrscheinlich im antiken Griechenland hat. Damals diente es vorrangig dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Ob die Menschen damit auch eine Schwangerschaft verhindern wollten, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Interessant ist, dass die alten Griechen sehr kreativ waren, wenn es um die Wahl des Materials ging. Die Geschichte vom Kondom zeigt, dass sie neben Tierdärmen beispielsweise auch Blätter, Leder und sogar Metall nutzen.

    Warum die Syphilis die Geschichte des Kondoms beeinflusst hat

    Als Seefahrer im 16. Jahrhundert aus der „neuen Welt“ zurückkamen, brachten sie nicht nur viele Eindrücke und exotische Schätze mit, sondern auch die gefährliche Geschlechtskrankheit Syphilis. Die Krankheit verbreitete sich schnell. Um ihr den Kampf anzusagen, erfand ein Arzt aus Italien eine Art Stoffsäckchen, das in verschiedene Flüssigkeiten getränkt wurde. Diese frühe Form des Kondoms sollte die Menschen vor Syphilis schützen, diente aber immer noch nicht der Empfängnisverhütung. Dennoch waren die Stoffsäckchen ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Kondoms. Denn sie brachten immer mehr Menschen auf die Idee, die Thematik weiterzudenken. So kam schließlich auch der Gedanke auf, die Hüllen zu nutzen, um Schwangerschaften zu vermeiden.

    Die ersten (halbwegs) wirkungsvollen Kondome bestanden schließlich aus Schafsdärmen und anderen tierischen Membranen. Es wird davon ausgegangen, dass selbst Casanova, der wohl berühmteste Liebhaber der Welt, die sogenannten „English Overcoats“ nutzte, um sich vor Krankheiten zu schützen. Einige berichten sogar darüber, dass der Italiener wahre Luxus-Modelle nutzte, die mit Seide oder Samt ausgekleidet waren. Kein Zweifel: Das waren die elegantesten „Verhüterlis“ in der Geschichte des Kondoms.

    Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte des Kondoms: Die Vulkanisation

    Was hat die Geschichte des Kondom mit Autoreifen zu tun? Eine ganze Menge, denn ohne Charles Goodyears Entdeckung aus dem Jahr 1839 sähe das heutige Kondom wahrscheinlich ganz anders aus. Der US-Amerikaner entdeckte nämlich die Vulkanisation, ein Verfahren, mit dem man Natur-Kautschuk dauerhaft elastisch machen kann. Dieser weitere Schlüsselmoment in der Geschichte des Kondoms führte zu einer bahnbrechenden Veränderung. Statt Tierdärmen wurde nun Gummi genutzt, um die Verhütungsmittel herzustellen. Das erste Gummi-Kondom von Goodyear wurde im Jahr 1855 hergestellt. 1870 begann die Massenproduktion.

    Ein letzter entscheidender Schritt in der Geschichte des Kondoms fand schließlich im Jahr 1930 statt. Seit diesem Jahr werden Kondome aus Latex hergestellt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Wenn es um das Thema Verhütung geht, denken sowohl Männer als auch Frauen meist als erstes an die Antibaby-Pille. Diese verspricht, regelmäßig eingenommen, einen sehr hohen Verhütungsschutz und wird deswegen häufig verwendet. Immer öfter wird die „Pille“, so ihr Spitzname, von Frauen aber auch in Frage gestellt. Die darin enthaltenen Hormone haben nicht nur einen massiven Einfluss auf den Körper. Längst ist nachgewiesen, dass die Antibaby-Pille auch Erkrankungen wie Thrombose und Depressionen hervorrufen kann. Kein Wunder also, dass der Trend wieder hin zur hormonfreien Verhütung geht. Aber welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich eigentlich?

    Die Vorteile von hormonfreier Verhütung

    Hormonfrei verhüten – das bedeutet in erster Linie: Keinen künstlichen Einfluss auf die Abläufe im Körper nehmen. Während beispielsweise Antibaby-Pille oder das Verhütungspflaster dem weiblichen Organismus vorspielen, dauerhaft schwanger zu sein, wirken nichthormonelle Verhütungsmittel auf völlig andere Weise. Hier geht es darum, das Sperma durch eine Barriere davon abzuhalten, zur weiblichen Eizelle vorzudringen. Eine Befruchtung wird also (sozusagen) manuell verhindert. Die Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung werden auch als Barrieremethoden bezeichnet. Ihre Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • Körper wird nicht belastet oder hormonell beeinflusst
    • Teilweiser Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
    • Hohe Sicherheit bei richtiger Verwendung

    Die Nachteile von hormonfreier Verhütung

    Wo es Vorteile gibt, sind Nachteile häufig nicht weit entfernt. Auch im Fall der hormonfreien Verhütung gibt es einige Schattenseiten, die an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben sollen. Im Falle der nichthormonellen Verhütung lassen sich die folgenden Nachteile festhalten:

    • Geschlechtsverkehr ist nicht immer spontan möglich (wenn das Verhütungsmittel nicht parat ist)
    • Es ist immer eine gewisse Vorbereitung notwendig
    • Bei falscher Handhabung oder Beschädigung verschwindet der Verhütungsschutz

    Die meisten Menschen, die nach wie vor auf die hormonelle Verhütung schwören, wissen die Spontanität zu schätzen. Antibaby-Pille, Spirale, Pflaster und Co. sorgen dafür, dass nur selten aktiv über Verhütung nachgedacht werden muss. Sex wird infolgedessen als spontaner, natürlicher und oftmals auch intimer wahrgenommen. Das nervöse Herumfummeln mit einem Kondom oder das ungeschickte Einsetzen eines Diaphragmas gelten nach wie vor als klassische Stimmungskiller, die die Lust schnell zum Frust werden lassen.

    Der Klassiker der hormonfreien Verhütung: Das Kondom

    Wenn es um Verhütung mithilfe von Barrieremethoden geht, muss natürlich zu allererst das altbewährte Kondom genannt werden. Die Geschichte dieser Verhütungsmethode ist lang und eng mit der Sexualität des Menschen verbunden. Während vor langer Zeit nicht nur Tierdärme, sondern auch Leinensäckchen, Häute, Leder und viele andere Materialien genutzt wurden, um das Sperma abzuhalten, hat sich inzwischen Latex durchgesetzt. Das ist nicht nur für die meisten Menschen verträglich, sondern auch besonders „gefühlsecht“. Die Handhabung des Kondoms ist einfach:

    • Setzen Sie das Kondom auf die Eichel
    • Drücken Sie das Reservoir vorsichtig mit zwei Fingern zu
    • Rollen Sie das Kondom nach unten bis zum Schaft
    • Überprüfen Sie den sicheren Sitz

    Kondome gelten als sichere Verhütungsmethode – wenn sie nicht ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben und nicht beschädigt wurden. Einen riesigen Pluspunkt erhalten die „Verhüterlis“, weil sie der einzige wirkungsvolle Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten sind. Darum sollten Kondome immer dann zum Einsatz kommen, wenn Sie sexuellen Kontakt zu einer fremden Person haben.

    Verhütung mit zwei Komponenten: Das Diaphragma

    Das Diaphragma funktioniert ähnlich wie das Kondom, wird aber in die Scheide der Frau eingesetzt. Hier umschließt es den Muttermund und sorgt dafür, dass keine Spermien eindringen können. Wichtig: Wenn Sie sich für die hormonfreie Verhütung mit einem Diaphragma entscheiden, müssen Sie immer auch ein spezielles Gel verwenden. Dieses lähmt die Spermien und tötet sie letztendlich ab. Diaphragmen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und können mehrmals verwendet werden.

    Weitere Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung

    Kupferspirale Abgegebene Kupferionen verhindern eine Befruchtung. Die Kupferspirale wird vom Frauenarzt eingesetzt.
    Temperaturmethode Diese Methode kann zur hormonfreien Verhütung oder beim Kinderwunsch genutzt werden. Durch akribisches Messen der Körpertemperatur und Protokollierung werden fruchtbare Tage ermittelt.
    Beobachtung vom Zervixschleim Diese Form der hormonfreien Verhütung wird auch als Zwei-Tage- oder Billings-Methode bezeichnet. Durch Beobachtung und Dokumentation des Zerfixschleims werden fruchtbare Tage bestimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / mjth

  • Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Allergien im Kindesalter sind keine Seltenheit. Zu den häufigsten Formen gehören Allergien gegen Hühnereier und Erdnüsse oder gegen das Eiweiß in der Kuhmilch. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann schon neugeborene Säuglinge treffen, jedoch nehmen die Kinder bei 80 % aller Fälle diese Allergie nicht mit ins Erwachsenenleben. Wenn die Allergie nicht schon in der Klinik festgestellt wird, dann trifft sie die Eltern zu Hause völlig unvorbereitet und löst Panik aus. Das Kind schreit, es lässt sich nicht mehr beruhigen, und auf den ersten Blick ist keine Ursache zu erkennen. Die Bandbreite der Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie ist groß, und ob es sich wirklich um diese Form der kindlichen Allergie handelt, kann nur ein Arzt feststellen.

    Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie auf der Haut

    Es gibt wie schon erwähnt, viele unterschiedliche Symptome für diese Allergie, sehr häufig ist die allergische Reaktion aber an der Haut des Kindes sichtbar. Es kommt zu einer Urtikaria, einer Nesselsucht, die am Körper und im Gesicht zu sehen ist. Je nach Ausprägung der Nesselsucht kann zum Beispiel das Gesicht anschwellen, es ist aber auch ein Hautausschlag mit kleinen rötlichen Blasen möglich. Zudem schwellen die Lippen und die Augenlider deutlich an, die Haut wird schuppig, sehr trocken und juckt, auch eine Neurodermitis ist bei einer Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch keine Seltenheit.

    Probleme im Magen-Darm-Trakt

    In 50 % bis 60 % aller Fälle von kindlicher Kuhmilcheiweißallergie haben die kleinen Allergiepatienten Probleme mit dem Magen- und Darmbereich. Sie erbrechen sich häufig, haben ein auffallendes und auch schmerzhaftes Aufstoßen sowie Sodbrennen, was kleinen Kindern große Schmerzen verursacht. Dazu kommen Koliken und Durchfall, der auch blutig sein kann, sowie Verstopfung und Bauchkrämpfe, ebenfalls gehören Schwierigkeiten beim Schlucken zu den Symptomen bei kleinen Kindern, die unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden.

    Wie erkennen Eltern eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß?

    Es sind nicht nur die deutlich sichtbaren Symptome wie eine Nesselsucht oder Magen-Darm-Probleme, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hindeuten, es treten auch andere, allgemeine Symptome auf, die darauf hinweisen. So sind die betroffenen Kinder schnell müde, sie wirken abgeschlagen, sie sind sehr unruhig und leiden nicht selten auch unter Schlafstörungen. Angst kann ein weiteres Symptom sein, und auch anhaltendes Schreien deutet darauf hin, dass es zu einer allergischen Reaktion gekommen ist. Bei einigen Kindern schlägt die Allergie außerdem auf die Atemwege. Die Nase läuft ständig, es kann zu einem anhaltenden quälenden Husten und auch zu einer schweren, pfeifenden Atmung kommen.

    Eine schwierige Diagnose

    Die Diagnose Milcheiweißallergie zu stellen, kann schwierig sein, denn viele der Symptome deuten auch auf andere Krankheiten hin. Falls die Kinder sich erbrechen müssen und Durchfall haben, dann denken die meisten Eltern spontan an einen Infekt. Wenn die Symptome, die für eine Milcheiweißallergie typisch sind, jedoch in Kombination auftreten, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es bei den Kindern, nachdem sie die Flasche bekommen oder einen Milchbrei gegessen haben, zu Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall kommt, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass eine Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch die Ursache ist.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Handelt es sich tatsächlich um eine Milcheiweißallergie, dann dürfen die Kinder keine Kuhmilch mehr bekommen. Die speziellen Produkte von Nestlé sind hier eine sehr gute Alternative, denn auf diese Weise bekommen die Kinder alle wichtigen Nährstoffe, die sie benötigen, um gesund zu bleiben. Da auch Muttermilch keine Allergien auslöst, sollten die Kinder, die allergisch auf Kuhmilcheiweiß reagieren, so lange wie möglich gestillt werden. Auch wenn es um Nachfolgeprodukte wie zum Beispiel Brei in vielen Geschmacksrichtungen geht, dann bietet Nestlé hierzu ein großes Angebot. Nicht zu empfehlen sind hingegen Schaf- oder Ziegenmilch, da das Milcheiweiß mit dem der Kuhmilch zu 90 % übereinstimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / Juan_G_Aunion

  • Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    Zahl der Crystal Meth Babys steigt drastisch an

    In Sachsen ist die Zahl der Kinder, die von der Modedroge Crystal Meth geschädigt sind, in den letzten Monaten drastisch angestiegen. Immer mehr Babys werden als Süchtige geboren, meldet die Uniklinik in Dresden, aber auch die Zahl der Konsumenten hat stark zugenommen. Das Methamphetamin kommt vor allem aus dem benachbarten Tschechien.

    Nur wenige machen einen Entzug

    Es sind beunruhigende Zahlen, die aus Sachsen kommen. Seit 2007 steigt die Zahl der Föten und Neugeborenen, die durch die synthetische Droge geschädigt wurden, sehr stark an. Alleine im Regierungsbezirk Chemnitz liegt der Anstieg bei mehr als 400 %, im Regierungsbezirk Leipzig sind es 800 % und im Regierungsbezirk Dresden sogar 1000 %. Alleine in den letzten drei Jahren kamen auf 35.000 Geburten pro Jahr zwischen 160 und 180 Crystal Meth Babys, das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein.

    Das Leid der Kinder

    Die meisten abhängigen schwangeren Frauen geben ihre Sucht nicht an, wenn sie zur Entbindung in die Klinik kommen, wie stark die Sucht ist, wird vielfach erst im Kreißsaal deutlich. Die Frauen sind nicht in der Lage, bei der Geburt mitzuarbeiten, die Kinder müssen vielfach durch einen Kaiserschnitt geholt werden und sind nach der Geburt auffallend unruhig oder leiden unter Krampfanfällen. Frauen, die unter dem Einfluss von Crystal Meth entbinden, haben ein eher geringes Schmerzempfinden, sie sind aber vielfach sehr aggressiv und müssen nicht selten ruhig gestellt werden.

    Zu klein und zu leicht

    Nicht alle Kinder, die von einer süchtigen Mutter zur Welt gebracht werden, leiden unter neurologischen Schäden, aber die meisten der Crystal Meth Babys sind deutlich zu leicht, sie sind klein und haben vielfach einen viel zu kleinen Kopf. Mediziner vermuten, dass die Kinder, die bereits süchtig geboren werden, im späteren Leben einer großen Gefahr ausgesetzt sind, selbst süchtig zu werden.

    Bild: © Depositphotos.com / enterlinedesign