Schlagwort: Nahrungsmittel

  • Tabuthema: Menstruation erträglicher machen

    Tabuthema: Menstruation erträglicher machen

    Jede Frau kennt das unangenehme Gefühl, wenn die Periode im Anmarsch ist. Während der Menstruation sind viele Frauen gereizt, leiden an Fressattacken oder fürchterlichen Schmerzen im Unterbauch. Vor allem bei jenen Frauen, die an einer sehr starken Regelblutung leiden, sind die Symptome meist stärker ausgeprägt. Es gibt aber ein paar einfache Tricks, um die Menstruation abzuschwächen und die Zeit erträglicher zu machen.

     

    Die Ernährung ist sehr wichtig

    Weißes Mehl, Zucker und industriell verarbeitete Nahrungsmittel verschlimmern oft die Symptome während der Menstruation. Eine verkürzte Periode konnte zwar noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, aber viele Frauen berichten von weniger stark ausgeprägten Symptomen, nachdem sie ihre Ernährung umgestellt hatten. Gerade während der Menstruation haben viele Frauen besonders Lust auf süße Lebensmittel. Weißbrot, Chips, Kekse und Kuchen stehen auf der Nahrungsmittelliste ganz oben. In dieser Zeit ist es sehr schwer, die Finger von Süßigkeiten zu lassen. Daher sollten Frauen zumindest in den Tagen vor der Menstruation auf Süßigkeiten verzichten. Die mediterrane Diät, bestehend aus

     

    • Früchten
    • Gemüse
    • Vollkorn
    • Fisch und
    • magerem Fleisch

     

    ist arm an Natrium, gesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten. Diese Lebensmittel können helfen, prämenstruale (PMS) Symptome zu verringern.

     

    Sport erleichtert das PMS (prämenstruales Syndrom)

    Regelmäßige leichte Sportübungen sollen die Periode angenehmer machen. Der Körper bleibt gesund, das Gewicht wird gehalten und es kommt weniger oft zu Körperfettschwankungen. Diese sind für eine unregelmäßige, starke Menstruation verantwortlich. Ein leichtes Workout, wie Schwimmen, Joggen und Walking sollen die Blutungen verkürzen und abschwächen. In der Woche empfiehlt es sich, an fünf Tagen je 30 Minuten zu trainieren.

     

     

    Mehr Sport, wie ihn etwa Leistungssportler durchführen, kann dazu führen, dass die Periode komplett ausbleibt. Das liegt daran, dass die Östrogenwerte im Körper sinken und so viel Körperfett verloren geht, dass der Körper eine Schwangerschaft nicht mehr verkraften würde. Daher lieber ein leichtes Workout ausführen.

     

    Hormonelle Verhütung schwächt die Menstruation ab

    Antibabypillen enthalten eine große Menge Östrogen und das Gelbkörperhormon. Diese Hormone sind für die Stärke und die Regelmäßigkeit der Periode verantwortlich. Viele Frauen berichten von einer leichteren, kürzeren Periode, wenn sie die Antibabypille einnehmen.

     

    Aber nicht nur die Antibabypille enthält Hormone. Möchte die Frau nicht täglich Medikamente nehmen, bieten sich einige Alternativen zur Pille an. Das Verhütungspflaster wird am Arm oder Rücken angebracht und enthält dieselben Hormone wie die Antibabypille. Diese werden aber über die Haut aufgenommen. Der Verhütungsring wird in die Scheide eingeführt und die Hormone gelangen so in die Blutbahn. Die Spirale wird durch einen Gynäkologen direkt in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort die nötigen Hormone frei. Diese etwas teurere Methode kann bis zu fünf Jahren in der Gebärmutter bleiben. Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen bleibt die Periode komplett aus, manche berichten von einer schwächeren, unregelmäßigen Blutung.

     

    Schnelle Hilfe bei starken Krämpfen

    Es gibt einige Hilfsmittel, die sehr gut gegen die typischen Menstruationsschmerzen arbeiten. Mönchspfeffer ist ein beliebtes Mittel gegen Schmerzen. Dieser sollte jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da es etwas dauern kann, bis die Wirkung sich entfaltet.

     

    Magnesium ist das beste Mittel gegen Krämpfe. Einige Tage vor der zu erwarteten Menstruation sollte hoch dosiert Magnesium eingenommen werden und auf eine magnesiumreiche Ernährung geachtet werden.

     

    Die Wärmeflasche ist trotz aller Hightech Geräte immer noch die effektivste und schnellste Hilfe bei starken Schmerzen. Die Wärme wirkt krampflösend und senkt die Muskelspannung. Alternativ gibt es Kirschkernsäckchen zu kaufen, welche in der Mikrowelle erwärmt werden.

     

    Auch Schüssler Salze können Abhilfe schaffen. Je nach gewünschter Wirkung gibt es unterschiedliche Salze. Die Nummer 9 kann helfen die starken nächtlichen Blutungen abzuschwächen, während die Nummer 7 eine entspannende, beruhigende Wirkung hat. Akut können bis zu zehn Tabletten in Wasser aufgelöst werden.

     

    Auch die Akupunktur kann schnell zu einer Linderung der Symptome führen. Das Endorphin, ein schmerzhemmender Stoff wird vom Körper vermehrt produziert und hilft so effektiv gegen Schmerzen.

     

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  • Reizdarm – Gute Verträglichkeit von Brot

    Reizdarm – Gute Verträglichkeit von Brot

    Das Reizdarmsyndrom äußert sich hauptsächlich in Durchfällen, Verstopfung und Bauchkrämpfen. Betroffene unternehmen alles, um die Auslöser zu vermeiden. Dazu zählt auch das Verzichten auf bestimmte Nahrungsmittel, beispielsweise auch frisches Brot. Dies muss jedoch nicht sein.

     

    Verzicht auf frisches Brot muss nicht sein

     

    Personen mit einem Reizdarm müssen nicht zwingend auf den Verzehr von frischem Brot verzichten. Hierbei kommt es einzig auf die Zubereitung an. Obwohl einige Betroffene meinen, Gebäcke – hergestellt aus Urgetreiden wie Dinkel, Emmer und Durum werden wesentlich besser vertragen, liegen die Ursachen zumeist nicht am gewählten Getreide. Vielmehr zeichnen für das Reizdarmsyndrom bestimmte Zucker verantwortlich.

     

    Bedenkliche Zucker in Brot enthalten

     

    In Brot sind kurzkettige Zuckermoleküle enthalten, die auch FODMAPs genannt werden. Diese können, basierend auf ihrer verminderten Länge im Dünndarm weniger gut aufgenommen werden. Rutschen diese einfach hindurch, werden sie nicht verdaut. Bakterien bauen diese Zucker im Dickdarm ab. Hieraus entstehen Blähungen und weitere Symptome, die für den Reizdarm verantwortlich zeichnen.

     

    Zwar sind in Urgetreidearten geringere Menge dieser FODMAP Zucker enthalten, allerdings immer noch ausreichend, um trotzdem derartige Beschwerden verursachen zu können. Dass diese Getreide dennoch besser vertragen werden, liegt in den unterschiedlichen Zeitpunkten der Zubereitung von Brot begründet.

     

    Slow baking ist die Lösung

     

    Das Resultat angestellter Forschungen des Reizdarmsyndroms brachte an den Tag, dass ein Teig, der über einen längeren Zeitraum gehen darf wesentlich geringere Mengen dieser bedenklichen Zuckermoleküle enthält. Vergleichsweise zu einer Gehzeit von 60 Minuten enthielt ein Brot, das viereinhalb Stunden ging, gerade einmal noch zehn Prozent dieser FODMAPs.

     

    Die Form des so genannten Slow baking weist darüber hinaus noch einen zusätzlichen Vorteil auf: Die im Brot enthaltenen Aromen können sich durch die längere Gehzeit des Brotteiges um ein Vielfaches besser entfalten. Wer ganz sichergehen möchte, dass die Gehzeit des Brotes für ihn ideal gewählt ist, der kann sich selbst einmal im Brotbacken versuchen.

     

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  • So wichtig ist L-Arginin für den Organismus

    So wichtig ist L-Arginin für den Organismus

    Der menschliche Körper ist ein wahres Wunderwerk aus Muskeln, Sehnen, Arterien, Venen, Drüsen und Organen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und ebenso perfekt zusammenarbeiten. Alleine 20 % des Körpers besteht aus Proteinen oder Eiweiß, die so etwas wie eine Schlüsselrolle einnehmen und an fast allen biologischen Prozessen beteiligt sind. Damit die Proteine überhaupt funktionieren können, brauchen sie Aminosäuren, einen wichtigen Baustein, der in den Zellen und Muskeln wie auch im Gewebe zu finden ist. Zu den Aminosäuren gehört L-Arginin, ein Stoff, der für den Organismus von zentraler Bedeutung ist.

    Was genau ist L-Arginin?

    L-Arginin ist eine sogenannte nicht-essentielle Aminosäure, das heißt, der Körper kann L-Arginin herstellen, tut es aber nur, wenn es zu einem Notfall kommt. Da es nicht immer einen Notfall gibt, wird logischerweise das L-Arginin auch nicht in ausreichender Menge produziert. Um die Versorgung mit dieser besonderen Aminosäure sicher zu stellen, muss L-Arginin mit der Nahrung aufgenommen werden, aber das ist nicht ganz so einfach, denn nur bestimmte Nahrungsmittel enthalten L-Arginin. In Nüssen ist L-Arginin enthalten, aber auch in Hülsenfrüchten, Pinien- und Kürbiskernen, also in Nahrungsmitteln, die nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Damit der Körper in ausreichender Menge mit L-Arginin versorgt wird, gibt es Nahrungsergänzungsmittel. Mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln gelingt es dem Körper, täglich zwischen 3000 und 5000 mg aufzunehmen.

    Warum ist L-Arginin für den Körper so wichtig?

    In Sportlerkreisen spielen Aminosäuren und damit auch L-Arginin eine sehr große Rolle, denn die spezielle Aminosäure sorgt für eine deutliche Leistungssteigerung. Wer gezielt L-Arginin zu sich nimmt, der kann seine sportliche Leistung um bis zu 20 % steigern und die Ausdauer um rund zwei Prozent verbessern. Der Grund für diese Wirkung ist, dass die Aminosäure Wachstumshormone freisetzt. Das wiederum führt zu einem Aufbau der Muskeln, außerdem wird die Fettverbrennung angekurbelt und das Immunsystem gestärkt. Konzentriertes L-Arginin kann aber noch mehr, und zwar die Potenz steigern, salopp ausgedrückt ist die Aminosäure ein natürliches Potenzmittel mit der Wirkkraft von Viagra.

    Die Aminosäure als Potenzmittel

    In den Schwellkörpern des Penis hat L-Arginin eine ganz bestimmte Aufgabe, es ist für die Produktion von Stickstoffmonoxid zuständig, das wiederum die Durchblutung verbessert. Wird der Penis gut durchblutet, dann steigert das die Fähigkeit der Erektion. L-Arginin kann jedoch noch mehr, denn aus dieser besonderen Form der Aminosäure wird Spermin gebildet, was bei der Entwicklung von Spermien eine entscheidende Rolle spielt. Mit zunehmendem Alter wird die Flexibilität der Gefäße geringer, da nicht mehr so viele Moleküle in die Innenwände der Zellen gelangen und das wirkt sich dann ebenfalls negativ auf die Potenz aus. Mit L-Arginin wird wie schon erwähnt, die Produktion von Stickstoffmonoxid verbessert und das trägt zu mehr Leistungsvermögen auf sexueller Ebene bei.

    Das Immunsystem wird gestärkt

    In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass L-Arginin das Immunsystem stärken und unterstützen kann, da die Zahl der Lymphozyten erhöht wird. Zudem sorgt die Aminosäure dafür, dass sich Interleukin-1 bilden kann, ein sehr wichtiger Botenstoff, der für das Immunsystem tätig ist und so unter anderem die Wundheilung deutlich verbessert. Wer eine Diät macht, der fährt dabei automatisch sein Immunsystem nach unten, daher ist es wichtig, während einer Diät viel L-Arginin zu sich zu nehmen. Das Gleiche gilt auch für die Rekonvaleszenz nach einer Operation und für alle, die intensiv sportlich aktiv sind. Die spezielle Form der Aminosäuren hat auch einen positiven Effekt, wenn es um die Gesundheit der Haare geht. Die Haarwurzeln werden über sehr filigrane Blutgefäße versorgt, und wenn es auch nur zu den kleinsten Schädigungen geht, dann verlangsamt sich der Haarwuchs, die Fülle der Haare nimmt ab und es kommt zu Haarausfall. L-Arginin kann das verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Müssen schwangere Veganerinnen zur Ernährungsberatung?

    Müssen schwangere Veganerinnen zur Ernährungsberatung?

    Vegane Ernährung ist im Trend, immer mehr Menschen ernähren sich heute komplett ohne tierische Nahrungsmittel und führen damit ein vermeintlich gesundes Leben. Aber wie sieht es aus, wenn auch schwangere Frauen vegan leben? Kann diese Ernährung Mutter und Kind schaden? Eine Politikerin der CDU sagt ja und möchte, dass alle Frauen, die vegan leben, während der Schwangerschaft zu einer Ernährungsberatung verpflichtet werden sollen.

    Dauerhafte Schäden drohen

    Fleisch, Wurst, Eier, Milch, Milchprodukte, Fisch und Honig – alle diese Lebensmittel sind für Veganer tabu, aber es sind genau diese Lebensmittel, die sehr viele wichtige Nährstoffe liefern. Besonders schwangere Frauen müssen auf eine ausgewogene Ernährung achten, denn wenn das Kind nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, dann drohen dauerhafte Schäden. Zwar ist eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft generell möglich, aber es ist sehr schwierig, sich so zu ernähren, dass das Kind keinen Schaden nimmt.

    Im Rahmen der Vorsorge

    Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) hat jetzt die Forderung gestellt, dass alle schwangeren Frauen, die vegan leben, eine fundierte Ernährungsberatung erhalten sollen, und zwar im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen. Man kann mündigen schwangeren Frauen nicht vorschreiben, was sie essen sollen, aber die Frauen sollten über die Risiken aufgeklärt werden, wie schädlich die vegane Ernährung für das ungeborene Kind sein kann. Die Frauen müssen informiert werden, denn sie werden nach Ansicht von Connemann durch den Hype, der momentan um die vegane Ernährung gemacht wird, auf eine falsche Fährte geführt und das kann für das Kind sehr gefährlich werden.

    Worauf sollten Schwangere achten?

    Frauen, die sich auch in der Schwangerschaft strikt vegan ernähren, riskieren unter anderem, dass ihr Kind mit einem sogenannten offenen Rücken geboren wird, weil die Folsäure fehlt. Wichtig ist es daher, jeden Tag Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, die das B12 Vitamin enthalten, ein Vitamin, das überwiegend im Fleisch und im Fisch zu finden ist.

    Bild: © Depositphotos.com / fedemarsicano

  • Tipps für Ausgeschlafene:  Besser einschlafen, entspannter aufwachen

    Tipps für Ausgeschlafene: Besser einschlafen, entspannter aufwachen

    Eine Studie brachte es an den Tag: Wie Virginie Godet-Cayré vom Centre for Health Economics and Administration Research in Frankreich herausfand, werden Schlaflose öfter krank und fehlen häufiger auf der Arbeit als Durchschläfer. Im Gegensatz zu den Probanden, die regelmäßig eine erholsame Nacht hinter sich hatten, blieben die chronisch unausgeschlafenen Testpersonen mehr als doppelt so häufig zu Hause, knapp sechs Tage pro Jahr.

    Und mehr noch: Das Aggressionspotential ist bei geringerer Schlafdauer deutlich erhöht und setzt für so manchen Schlafwandler hinsichtlich der angestrebten beruflichen Karriere eine eher hinderliche Spirale in Gang, die sich aus fehlender Konzentration, Schwierigkeiten in der Kommunikation unter Kollegen sowie reduziertem kognitivem Leistungsvermögen zusammensetzt.

    Nur so ist das Ergebnis einer Untersuchung von Psychologen der Uniklinik Regensburg zu erklären, nach der Kurzschläfer doppelt so häufig in unteren Gehaltsgruppen verweilen wie Langschläfer.

    Dabei gibt es anhand neuester Erkenntnisse und Studien einige mehr oder weniger überraschende Fakten und Erkenntnisse zum Thema erholsamer Schlaf, deren Umsetzung vielleicht schon das Problem an der Wurzel packen und baldige Linderung oder Behebung von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten in Aussicht stellen kann. Folgende Tipps nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen können – jenseits von psychischen wie physischen Erkrankungen wie Depressionen oder Asthma, die sich gleichsam schlafstörend auswirken können – vielfach schon dabei helfen, in Zukunft besser schlafen zu können:

     

    1. „It’s teatime, Sir“? Kein Koffein am Abend!

    Das in Kaffee und Tee enthaltene Koffein ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine und verfügt als psychotrope Substanz über eine stimulierende Wirkung, die kurzfristig zu einer Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen sorgen kann. Bei höherer Dosis jedoch nimmt der Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System zu und führt zu einer Erhöhung von Puls und Blutdruck. Zwar gewöhnt sich der Körper durch regelmäßigen Konsum an die Substanz und ihre Wirkung, jedoch gehören bei Dauerkonsum neben Kopfschmerzen, Nervosität, Magen-Darm-Beschwerden auch Schlafstörungen zu den gängigsten Nebenwirkungen.

    Wie Nikotin regt Kaffee an und sollte nach dem Ritual des nachmittäglichen Kaffeetrinkens im Laufe des Resttages nicht mehr konsumiert werden. Eine wissenschaftliche Studie über die Auswirkung von Koffein und Stress der australischen La Trobe Universität in Melbourne hat an 92 Probanden außerdem ergeben, dass Koffein in Kombination mit Stress sogar den Schlaf negativ beeinflussende, Psychose-artige Symptome wie Halluzinationen ausprägen kann.

    Vier bis fünf Tassen Espresso bzw. täglich circa 400 mg Koffein sollten es laut Empfehlung maximal am Tag sein, den Gehalt von koffeinhaltigen Getränken wie Tee, Energiedrinks oder auch Cola miteingerechnet.

     

    2. „Darf’s auch ein Gläschen mehr sein?“… Die Legende vom Schlummertrunk

    Wissenschaftler von der Ann Arbor -Universität von Michigan fanden heraus, dass Alkohol zwar kurzfristig durch den Hopfenanteil für ein Müdigkeitsgefühl und schnelleres Einschlafen sorgen kann, jedoch vor allem in der zweiten Nachthälfte zu häufigeren Wachphasen und Durchschlafstörungen führt. Wer auf ein Gläschen nicht verzichten möchte und über Schlafstörungen leidet, sollte nur in der ersten Tageshälfte Alkohol zu sich nehmen. (Quelle: lsa.umich.edu)

    Wie der Leiter der Studie, J. Todd Arnedt, PhD, Professor an der Sleep and Chronophysiology Laboratory an der University of Michigan unter der Überschrift „A Drink before bed ruins your sleep“ seine Erkenntnisse zusammenfasst, kann der Organismus bei einem durch Alkoholkonsum herbei geführten Schlaf seine natürlichen Schlafzyklen, bestehend aus REM-Phase, Tiefschlaf- und Traumphasen nicht durchleben. So bleibt die erste Traum-Phase unter Alkoholeinfluss aus, die Versuchspersonen durchlebten besonders in der zweiten Nachthälfte überdurchschnittlich viele Wachphasen, nicht zuletzt bedingt durch gesteigerten Drang zum Wasserlassen. Ein Mangel an REM-Schlaf kann sich nachteilig auf Konzentration, Gedächtnisleistungen und die motorischen Fähigkeiten auswirken.

     

    3. Die Legende vom Glas Milch mit Honig – Ein Ammenmärchen oder doch was dran?

    In einer Hitliste mit Uromas Einschlafrezepten steht das Glas warme Milch mit Honig weit oben – ganz zu Recht, wie agrarheute.com befindet und erklärt, worauf die beruhigende Wirkung zurückzuführen ist: Der Dauerbrenner unter den einfachen wie effektiven Lösungen habe seinen Ruf dem als Glückshormon bezeichneten Botenstoff Serotonin zu verdanken. Milch enthält den Grundstoff für die Serotoninherstellung, den körperfremden Eiweißbaustein Tryptophan. Ein erhöhter Serotoninspiegel trägt nachweislich zu erhöhter Entspanntheit und Einschlafneigung. Nach dem Genuss eiweißreicher Mahlzeiten wie Milch strömt der Eiweißbaustein ins Blut und wird ins Gehirn transportiert, wo er in Serotonin umgewandelt wird.

    Milch hat aber auch Eiweißbausteine, die weniger beruhigend als vielmehr anregend wirken. Hier kommt jetzt der Zucker im Honig ins Spiel, der ihre Aufnahme aus der Blutbahn und Einlagerung in das Muskelgewebe bewirkt. Die Kombination proteinreiche Nahrung + Zucker muss bei der Umsetzung nicht notwendigerweise auf Milch und Honig beschränkt bleiben, auch andere serotoninhaltige Nahrungsmittel und Milchprodukte haben den gleichen Effekt.

     

    4. Quartalsschläfer? Nur der Rhythmus macht die Musik!

    Unregelmäßige Schlafzeiten, wie sie bei Schichtarbeit gang und gäbe sind, wirkten sich laut Dr.Orpheu Buxton und Kollegen bei Schlaflabor-Versuchen an 21 gesunden Probanden negativ auf die Insulin-Ausschüttung aus. So führte die Kombination aus Schlafmangel und Störung der Tagesrhythmik zu signifikant erhöhtem Blutzuckerspiegel sowohl bei hungrigem als auch gesättigtem Zustand unter den Probanden. Gleichzeitig war der Stoffwechsel, beurteilt am Ruhegrundumsatz, um acht Prozent in der Testphase reduziert – Gewichtszunahme droht. Nach Aufnahme eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus‘ normalisierten sich beide Werte wieder. Unregelmäßige Schlafzeiten sind offenkundig nicht nur ungesund, sondern für einen gesunden, erholsamen Schlaf alles andere als förderlich. Gemessen an individuellen Verpflichtungen, Gewohnheiten und Terminen sollte jeder Einzelne seinen persönlichen Einschlafrhythmus – von kleinen Toleranzen abgesehen – finden und selbst an Zeiten ohne Verpflichtungen wie Wochenenden, Urlaub etc. einzuhalten versuchen. Schlafforscher plädieren daher für die Einhaltung eines regelmäßigen Rhythmus von Zubettgehen und Aufstehen, der auf die persönlichen Zeitpunkte für Schlafengehen und Aufstehen eingestellt sein muss: Wer morgens früh gegen 8 Uhr bei der Arbeit sein muss und nach eigenem Empfinden etwa 7 Stunden Schlaf braucht, sollte sich werktags gegen 23 Uhr bewusst auf die bevorstehende Nachtruhe vorbereiten und zu Bett gehen.

     

    5. Eine Siesta halten? Ein Killer für den Schlafrhythmus!

    Selbst bei einsetzender Müdigkeit am Folgetag nach durchwachter Nacht sollte ein Mittagsschlaf oder ein Nickerchen am Abend vor dem Fernseher vermieden werden, um dem Körper die Chance zu geben, sich auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzustellen. Damit Körper und Psyche ausreichend regenerieren können, empfehlen Forscher eine Schlafdauer von rund sieben Stunden pro Nacht – mit Toleranzen von bis zu 1,5 Stunden in die eine oder andere Richtung. Dabei ist es erheblich für die Gesundheit, ob die Menge an einem Stück oder in mehreren Etappen geschlafen wird. Unruhiger und unregelmäßiger Schlaf in kleineren Portionen versetzt laut Ingo Fietze, dem Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Berliner Charité und Experte der Krankenkasse Knappschaft, den Körper in eine Art Alarmzustand – einhergehend mit vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen, Belastungen des Herz-Kreislauf-System, Bluthochdruck und Übergewicht.

    Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse Knappschaft ergab, das knapp jeder Zehnte mit einer durchgehenden Schlafdauer von weniger als fünf Stunden, bedingt durch Stress, berufliche Sorgen, Existenznöten etc.) auskommt bzw. auskommen muss. Nach neuesten Erkenntnissen geht mehr als zehn Jahre zu kurzer oder sporadischer Schlaf unweigerlich an die Lebenserwartung.

     

    6. Zu kalt draußen, um ein Fenster zu öffnen? Mut zum Frischluftfanatiker!

    Schlaffördernd wirken sich auch regelmäßiges Lüften und niedrige Temperaturen im Schlafbereich aus. Neben ausreichender Verdunkelung und einem Abschalten möglicher akustischer Störquellen ist der Faktor Sauerstoff besonders entscheidend für gesunden Schlaf.
    Wie der Ratgeber „So starten Sie gut in den Tag – Tipps für den Morgen“ verrät, wirkt sich ein hoher Sauerstoffgehalt im Schlafzimmer positiv aus.
    Deshalb sollte vor dem Zubettgehen das Schlafzimmerfenster mindestens zehn Minuten geöffnet bleiben um somit für einen Luftaustausch im Raum und für genügend Sauerstoff im Schlafzimmer auch über Nacht zu sorgen. Die Temperatur kann bei maximal etwa 18 Grad liegen. Die Bettdecke soll der Jahreszeit angemessen, die Matratze weder zu hart noch zu weich sein. Frische Luft mit erhöhtem Sauerstoffgehalt wirkt sich auch tagsüber günstig auf das Einschlafverhalten aus – besonders in Kombination mit körperlicher Bewegung, wie einem Spaziergang. Körperliche Arbeit am Tag macht müde. Sportliche Aktivitäten an frischer Luft wirken sich nicht nur stressreduzierend sondern auch schlaffördernd aus, dabei solle jedoch laut gesundheit.de auf (Schnell-)Kraftsportarten unmittelbar vor dem Zubettgehen verzichtet werden.

     

    7. Am Abend erst so richtig aufdrehen? Der meditative Rückzug in angenehme Rituale

    Gerade wer häufig unter Schlafstörungen leidet, sollte sich ein allabendliches Zeitfenster von mindestens einer Stunde gönnen, das mit möglichst als angenehm empfundenen wiederkehrenden Tätigkeiten ausgefüllt werden sollte. Das beinhaltet einen Verzicht auf anstrengendes geistiges Arbeiten, wie beispielsweise dem Lernen für Prüfungen. Abschalten heißt die Devise, vorzugsweise mit Tätigkeiten, die durch monotone Abläufe sowohl ein Ablenken von belastenden Problemen als auch ein Verharren in meditativer Grundhaltung begünstigen.

    Das kann für jeden etwas anderes sein, für den einen z.B. Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Meditation. Um zu innerer Ruhe zu gelangen, können auch immer wiederkehrende Rituale wie Buchlesen, ein Abendspaziergang oder Hobbies wie Basteln, Stricken etc. dienlich sein. Wichtig ist in dem Zusammenhang weniger die Frage nach dem „Was“ sondern vielmehr, wie regelmäßig etwas ausgeübt wird und wie positiv die innere Einstellung dabei ist. Eine positive Grundstimmung in einer als angenehm empfundenen Atmosphäre wirkt sich in jedem Fall günstiger auf das Ein- und Durchschlafverhalten aus.

     

    8. Den Schlaf erzwingen? Von einer gesunden Portion Fatalismus und innerem Loslassen

    In Fällen innerer Unruhe nach ergebnislosem Schäfchenzählen hilft oft nächtliches Aufstehen und Durchführen leichter Tätigkeiten. Nicht ist kontraproduktiver als starres, verkrampftes Festhalten an wiederholten Einschlafversuchen. Hilfreich kann oftmals die Flucht nach vorne sein, so kann sich beim Lesen in einem Buch oder Schauen einer nächtlichen Fernsehsendung die Müdigkeit doch noch unvermittelt einstellen – gerade, wenn die Gedanken rund ums Schlafen abgelenkt werden, und der Druck, einschlafen zu müssen, genommen ist.

    Dass der Mensch in heutiger Zeit einiges im Laufe der Zivilisation verlernt hat, belegt eine Studie in der Fachzeitschrift „Current Biology“, in der das natürliche Schlafverhalten bei Urvölkern erforscht wurde. Das für unter Schlafstörungen Leidende tröstliche Ergebnis: Obwohl alle Probanden kein elektrisches Licht hatten, das sie wachhielt, kein Internet, keine Heizung und keinen Fernseher, schliefen sie selbst für die Maßstäbe moderner Gesellschaften verhältnismäßig kurz. Im Durchschnitt ruhten sie pro Nacht 6,4 Stunden, im Winter knapp eine Stunde länger, im Sommer knapp eine Stunde kürzer. Und dennoch: Medizinische Tests ergaben, dass bei allen die überraschend geringere Schlafdauer keine negativen Folgen für die Gesundheit haben. Die verblüffende Erkenntnis entspricht dabei den modernen Vorstellungen vom gesunden Schlaf. So richtet sich eine perfekte Schlafdauer nicht zwangsläufig nach einer gewissen Stundenzahl, sondern nur danach, wie müde sich der Betreffende tagsüber fühlt. Es ist demnach kein Grund zur Besorgnis, wenn der Schlaf einmal ausbleibt oder sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit einstellt.

     

     

    Bilder:
    Abbildung 1: fotolia @Photographee.eu #71566016

  • Die Legende vom gesunden Frühstück

    Die Legende vom gesunden Frühstück

    Wenn wir frühstücken, dann sind wir fit für den Tag, wir können besser denken und wir bleiben gesund – diese Argumente bringt die Nahrungsmittelindustrie gerne, wenn es darum geht, Cornflakes, Müsli, Honig und Marmelade zu verkaufen. So schlüssig die Argumente auch klingen, sie haben einen entscheidenden Haken, sie stimmen nicht. Frühstück muss nicht sein, wir sind genetisch noch nicht einmal darauf eingestellt.

    Der Hype um die Leistungsfähigkeit

    Seit Jahren predigen Unternehmen wie Kellogg´s oder auch Nestlé, dass der Mensch unbedingt frühstücken muss, um den Stress des Tages überhaupt zu überstehen. Ernährungswissenschaftler aus Deutschland und den USA sagen jetzt, alles Blödsinn, auch wer nicht frühstückt, der geht fit in den Tag und keiner muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er ohne ein üppiges Frühstück zur Arbeit oder in die Schule geht. Der menschliche Instinkt sagt uns, dass wir am Morgen keinen Hunger haben, und diese Programmierung hat in der Steinzeit ihren Ursprung. Unsere Urahnen mussten in Ermangelung eines Kühlschranks erst auf die Jagd gehen, um etwas zu essen zu haben, für uns ist es heutzutage nur schwer vorstellbar, dass man früh am Morgen losgezogen ist, um Wild für das Frühstück zu jagen.

    Eine Erfindung des Industriezeitalters

    Da die Blutzuckerwerte am Morgen naturgemäß hoch sind, ist es kein Problem, auch ohne Frühstück gesund in den Tag zu starten und erst um die Mittagszeit etwas zu essen. Das Frühstück, wie wir es heute kennen, ist eine Erfindung aus dem Industriezeitalter, denn im Mittelalter reichte den Menschen trockenes Brot und eventuell auch eine dünne Suppe. Als die industrielle Revolution kam, mussten die Arbeiter schon am Morgen reichhaltig essen, um den Kohlehydratstoffwechsel in Schwung zu halten. Das üppige Frühstück, wie es heute von Kellogg´s und Nestlé propagiert wird, ist höchstens etwas für Menschen, die schon am Morgen körperlich schwer arbeiten müssen oder Hochleistungssportler sind.

    Bild: © Depositphotos.com / monticello