Schlagwort: Nasenflügel

  • Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    In der 26. SSW geht das zweite Trimester zu Ende und die Mutter ist jetzt in der Mitte des siebten Schwangerschaftsmonats. Frauen, die bisher noch keine Beschwerden verspürt haben, werden in der 26. SSW die Erfahrung machen, dass eine Schwangerschaft durchaus beschwerlich sein kann. Da Baby und Gebärmutter in dieser Phase schnell wachsen, werden die Organe der Mutter verschoben und das macht sich mit Rückenschmerzen, Atemnot und vor allen Dingen mit unangenehmem Sodbrennen bemerkbar. Das Baby ist in seiner Entwicklung weit voran gekommen und die 26. SSW wird von den meisten Babys dazu genutzt, um ausgiebig zu spielen.

    Wie geht es dem Baby in der 26. SSW?

    Wie sieht in der 26. SSW das Gewicht des Babys aus? Es wiegt jetzt rund 900 Gramm und misst zwischen 34 und 36 cm. Die 26. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an diese Phase der Schwangerschaft erinnert, dann wird sie sagen, es war der Monat, in dem das Baby besonders aktiv war. Die Gründe für diese Aktivitäten heißen Reflexe, denn in der 26. SSW bildet das Baby seine Reflexe weiter aus. Auf dem Ultraschallbild zeigt es sich gerne mit dem Daumen im Mund, weil es jetzt weiß, was ein Saugreflex ist und auch der Schluckreflex wird in der 26. SSW trainiert, wenn das Baby Fruchtwasser trinkt. Ausgeprägt ist jetzt auch der Greifreflex, außerdem spielt das Kind mit seinen Fingern, seinen Zehen und auch mit der Nabelschnur. Nach der Geburt wird das Baby über mehr als angeborene 70 Reflexe verfügen.

    Die Funktionen von Blase und Darm werden verfeinert und in der 26. SSW kann das Kind bereits Schmerzen empfinden. Die Nasenflügel öffnen sich in der 26. SSW und die Atemfunktion lässt es jetzt zu, dass das Baby Fruchtwasser einatmen kann. Die Augen öffnen sich und wenn das Kind geboren wird, dann sind seine Augen zunächst einmal blau. Die individuelle Färbung der Iris entsteht erst nach der Geburt. Da die entsprechenden Nervenbahnen zwischen den Augen und der Großhirnrinde bereits sehr gut miteinander vernetzt sind, kann das Baby nicht nur sehen, es ist auch in der Lage, einen Wechsel von Farben und Formen zu unterscheiden.

    Auch die Verbindung zwischen den Ohren und dem Gehirn funktioniert schon, was es dem Baby in der 26. SSW möglich macht, Geräusche und sogar Stimmen voneinander zu unterscheiden. So reagiert es auf die Stimmen der Eltern und hört auch gerne Musik. Berührungen von außen, wie zum Beispiel ein sanftes Streicheln über den Bauch der Mutter, nimmt das Kind nicht nur wahr, es reagiert ab der 26. SSW darauf auch immer stärker. Manchmal macht es sich mit einem kleinen Boxhieb bemerkbar oder tritt mit dem Fuß von innen gegen den Bauch.

    Die Sorgen der Mutter in der 26. SSW

    Die Nachtruhe der Mutter wird in der 26. SSW empfindlich gestört, denn das Baby ist vor allem in der Nacht sehr aktiv, denn nachts werden im Körper der Mutter besonders viele Wehen-Hormone ausgeschüttet. Diese Hormone sollen den Uterus auf die Geburt vorbereiten, die Hormone „beflügeln“ aber auch das Baby, was zu großer Aktivität und einem vermehrten Bewegungsdrang führt. Wenn sich in der 26. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann hat das etwas mit den Bewegungen des Babys zu tun, denn noch reicht der Platz in der Gebärmutter aus, um ausgiebige Streck- und Dehnübungen zu machen.

    Auch Übungswehen in der 26. SSW sind keine Seltenheit. Die werdende Mutter nimmt diese Wehen als ein leichtes Ziehen im Bauch oder im Rücken wahr, allerdings sind diese Schmerzen nicht von langer Dauer. Viele Frauen machen sich aber auch Sorgen, wenn ihr aktives Baby plötzlich eine längere Ruhepause einlegt. In diesem Fall sollte die Mutter 24 Stunden abwarten, bevor sie einen Arzt oder eine Hebamme aufsucht. Der Arzt macht dann einen Ultraschall und misst die Herzfrequenz des Kindes. In der Regel sind solchen Phasen der Ruhe jedoch kein Grund, sich Sorgen zu machen, denn vor allem aktive Babys brauchen längere Ruhepausen, um wieder Kraft zu sammeln.

    Welche Gefahren gibt es in der 26. SSW?

    In der 26. SSW ist die Gewichtszunahme des Babys groß und damit nimmt der Druck auf die inneren Organe der Mutter immer weiter zu. Die körperliche Belastung durch die Schwangerschaft sorgt bei der werdenden Mutter für ein erhöhtes Aufkommen von Blut und das kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Das ist nicht weiter schlimm, aber wenn der Blutdruck plötzlich sehr stark ansteigt oder wenn es zu Sehstörungen kommt, dann wird es gefährlich. Auch wenn sich im Urin der Mutter mehr Eiweiß als gewöhnlich befindet oder wenn die Hände und Füße sehr stark anschwellen, dann besteht die akute Gefahr einer Präeklampsie, einer Schwangerschaftsvergiftung.

    Eine Präeklampsie tritt erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auf, besonders groß ist die Gefahr in der 26. SSW. Der Arzt untersucht Frauen, die in der 26. SSW sind, gezielt auf Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung und auch eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes steht in der 26. SSW auf dem Programm. Der Test wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlen diesen Diabetestest. Eine Präeklampsie kann wie die Diabetes auch, aus medizinischer Sicht sehr gut behandelt werden.

    Frühgeburt in der 26. SSW – wie hoch sind die Überlebenschancen?

    Auch wenn die 26. SSW für eine Frühgeburt ein kritischer Zeitpunkt ist, rund 85 % der Babys, die in dieser Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, überleben und wachsen auch gesund auf. Die Frühchen, die in der 26. SSW geboren werden, müssen in sogenannten Perinatalzentren betreut werden, die es mittlerweile in fast allen Krankenhäusern gibt. Probleme machen vor allem das geringe Gewicht des Kindes und die noch nicht vollständig ausgereiften Organe. Babys, die in der 26. SSW geboren werden, müssen künstlich beatmet werden, da sich seine Lungen noch nicht entfaltet haben, zudem muss der Kreislauf permanent überwacht werden und auch eine künstliche Ernährung durch eine Nasensonde ist in der Phase unverzichtbar. Das Risiko, dass ein Baby neurologische Schäden wie Hör- und Sehprobleme hat, ist bei einer Geburt in der 26. SSW hoch, aber auch Kinder, die anfänglich Probleme hatten, holen Defizite in der Entwicklung schnell wieder auf.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Wer schon einmal Nasenbluten gehabt hat, der weiß, dass es meist viel schlimmer aussieht als es eigentlich ist. Das ist auch der Grund, warum viele in Panik geraten, wenn die Nase blutet und zu Mitteln greifen, die nicht sonderlich geeignet sind, das Nasenbluten zu stoppen. Es sind meist nur Kleinigkeiten, die die Nase zum Bluten bringen, eine zu trockene Nase im Winter, heftiges Schneuzen, Niesen oder auch ein zu spitzer Fingernagel sorgt für blutende Nasen, und wenn es dazu kommt, dann ist das kein Grund, unüberlegt zu reagieren.

    Gut durchblutet

    Die Nase gehört zu den Körperteilen, die am meisten durchblutet werden. Der Grund für diese üppige Durchblutung ist ein dichtes Netz an Gefäßen, das auf der Nasenscheidewand liegt. Dieses Netz liegt vorne an der Nase und trägt den etwas seltsamen Namen Locus Kiesselbach, nach seinem Entdecker, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus dem 19. Jahrhundert. Das Netz, das aus vielen feinen Adern und Venen besteht, ist eine Art Schwellkörper und für eine ausgeglichene Temperatur zuständig, die für die Atemluft sehr wichtig ist. Über das Netz spannt sich eine sehr dünne Schleimhaut und diese Schleimhaut ist sehr empfindlich.

    Wenn die Nase blutet, dann meist an dieser Stelle, und so schnell, wie das Nasenbluten begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Wenn aber die Nase ohne einen ersichtlichen Grund heftig blutet oder wenn sich das Nasenbluten in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann steckt eventuell eine andere Ursache dahinter, und in diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Was tun bei Nasenbluten?

    Wenn die Nase blutet, dann heißt es Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Aufrechtes Sitzen ist sehr wichtig und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest den Oberkörper hoch lagern. Der Kopf muss nach vorne gebeugt und die Stirn abgestützt werden, damit das Blut aus der Nase abfließen kann. Wenn möglich, sollte entweder ein Tuch oder aber ein Gefäß unter die Nase gehalten werden. Wichtig ist, dass der Betroffene ruhig und gleichmäßig durch den Mund atmet.

    Eine effektive Hilfe ist auch der sogenannte Nasenflügeldruck. Mit Daumen und Zeigefinger wird der blutende Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten fest zusammengedrückt. Der Druck sollte erst dann gelöst werden, wenn die Nase nicht mehr blutet. Wenn die Nase aber nach einer Verletzung geschwollen oder verformt ist, dann ist der Nasenflügeldruck keine gute Idee, denn wenn die Nase gebrochen ist, dann wäre der Druck wenig hilfreich und dazu auch noch sehr schmerzhaft. Auch das Kühlen der Nase durch einen Eisbeutel oder ein feuchtes kaltes Handtuch ist eine gute Idee, denn durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und die Blutung wird zum Stillstand gebracht.

    Welche Maßnahmen sind falsch?

    Immer wieder kommt es bei Nasenbluten zu falschen Maßnahmen, die das Leiden der Betroffenen nur noch schlimmer macht. So ist es vollkommen falsch, den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen, denn dann wird das Blut verschluckt und das löst Übelkeit, Brechreiz und heftige Magenschmerzen aus. Auch flach hinlegen kann gefährlich sein, denn dann kann das Blut in die Atemwege gelangen, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Auf keinen Fall sollten die Nasenlöcher mittels Taschentüchern, Mullstreifen, Watte oder etwas Ähnlichem verstopft werden. Werden diese Stopfen wieder herausgenommen, dann besteht die große Gefahr, dass die Nase wieder anfängt zu bluten. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, dann ist es keine gute Idee, die Nase sofort wieder zu putzen, denn auch noch Stunden nach dem Nasenbluten kann immer noch Druck im Locus Kiesselbach aufgebaut werden und der Schorf aus getrocknetem Blut reißt wieder auf, die Nase beginnt erneut zu bluten.

    Sollte die Nase nach 20 Minuten nicht aufhören zu bluten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz

  • Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – lästig, aber eine Immunreaktion des Körpers

    Als Schnupfen wird landläufig bezeichnet, wenn die Nase ständig läuft oder verstopft ist. In jedem Fall handelt es sich um eine Reizung der Nasenschleimhäute, die zu einer verstärkten Sekretbildung führt. Im Normalfall dient die Sekretbildung zur Selbstreinigung. Die feinen Nasenhaare dienen als Filter der Atemluft. Sie fangen kleinste Partikel ab, die so nicht mit in die Lunge gelangen können. Ein ständiger Fluss von Nasensekret gehört demnach zu den Schutzmechanismen des menschlichen Körpers.

    Die Ursachen für eine übermäßig tropfende Nase können sehr vielfältig sein. Der Mediziner definiert acht verschiedene Formen von Schnupfen, der auch mit dem griechischen Kunstwort Rhinitis bezeichnet wird. Dabei wird in drei Gruppen von Ursachen unterschieden. Sie umfassen zum Einen die allergischen Reaktionen, die Infektionen sowie diverse Formen von Reizungen. Im ICD-10-Standard wird der Schnupfen unter den Nummern J00, J30, J31.0 und A36.1 definiert.

    Die größte Palette der Ursachen für Schnupfen Symptome stellen die Infektionen dar. Immerhin haben die Wissenschaftler mehr als 200 unterschiedliche Viren ausfindig machen können, die als Haupt- oder Begleitsymptom einen Schnupfen auslösen. Bei den Allergien ist der klassische Heuschnupfen am weitesten verbreitet. Aber auch Farbstoffe und Duftstoffe gehören zu den typischen Allergenen, die zum Auftreten der Schnupfen Symptome führen.

    Einen Sonderfall beim Schnupfen stellt die Rhinitis vasomotorica dar. Sie gehört zu wenigen Arten von Schnupfen, bei denen organische Fehlfunktionen die Ursache sind. Sie liegen in einer Störung der Durchblutung der Nasenschleimhäute. Die Rhinitis hypertrophica wird durch Veränderungen des Gewebes verursacht, die zu einer Verdickung der Nasenflügel führen. Der Rhinitis pseudomembranica ist eine Begleiterscheinung der Diphtherie, die durch die konsequente Impfung aber kaum noch auftritt.

     

    Wichtiges zu Schnupfen:
    Eigentlich hat der Mensch immer ein wenig Schnupfen, weil die Sekretbildung ein wichtiges Element der Selbstreinigung der Nase ist. Sie ist der „Staubfänger“ der Atmung, der die Lunge schützen soll. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Schnupfen, bei denen Infektionen mit Viren und der Kontakt mit Allergenen die wichtigste Rolle spielen. Nur in den wenigsten Fällen sind organische Veränderungen dafür verantwortlich. Wir erklären Ihnen in allgemein verständlicher Form, wie man welche Art von Schnupfen auseinander halten kann, und stellen Ihnen einige Therapien und Hausmittel vor, mit denen man sich bei einem lästigen Schnupfen Erleichterung verschaffen kann. Und wir zeigen auf, wo man sich mit einem Schnupfen anstecken könnte, und welchen Schutz es dagegen gibt.

    Wenn die Nase läuft…

    … dann kann das viele Ursachen haben. Und genau diese müssen zuerst abgeklärt werden, bevor eine gezielte Behandlung mit einem Antibiotika oder Antihistaminika eingeleitet wird. Bis dahin kann man sich zuerst einmal mit einem Nasenspray mit Meerwasser oder kräuterhaltigen Nasenölen Erleichterung verschaffen. Auch eine Nasenspülung trägt dazu bei, die Symptomatik ein wenig einzudämmen.

    Wenn ganz plötzlich die Nase läuft, dann kann es sich wohl um eine Allergie als auch eine Infektion handeln. Im einfachsten Fall hat man sich schlicht erkältet, indem man mit ungeeigneter Kleidung bei schlechtem Wetter draußen war und sich unterkühlt hat. Die Inkubationszeiten bei Infektionen mit Viren können zwischen wenigen Stunden und einer Woche liegen.

    Die meisten von ihnen werden über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dazu muss man wissen, dass beim Niesen ein erheblicher Druck erzeugt wird und die winzigen Sekrettröpfchen viele Meter weit fliegen können. Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmärkte und Kindereinrichtungen stellen in der „Schnupfenzeit“ also die größten Gefahren dar. Hier sollten die Japaner ein Vorbild sein, die sich in solchen Zeiten mit einem Mundschutz schützen, ohne sich dafür zu schämen.

    Eine Allergie führt ebenfalls dazu, dass einem plötzlich die Nase läuft. Hier sind allerdings häufig auch die Augen mit betroffen. Sie wirken verquollen, sind gerötet und tränen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Deshalb sollte man beobachten, wann und wo akut die Nase läuft. Die verstärkte Sekretbildung kündigt sich bei einer Allergie häufig mit einer Niesattacke an. Diese tritt allerdings auch dann auf, wenn die Nasenschleimhäute durch trockenen Staub oder durch Dämpfe mit chemischen Stoffen gereizt werden.

    Schnupfen – Was tun?

    Wenn man einen kräftigen Schnupfen hat, dann sind zu einem hohen Prozentsatz Viren schuld. Deshalb besteht die erste Maßnahme darin, seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. In dieser Hinsicht ist die Begrüßung per Handschlag etwas, worauf man in der Schnupfenzeit verzichten sollte. Außerdem sollte regelmäßiges und gründliches Händewaschen zur Pflichtübung werden, wenn man einen Schnupfen hat.

    Beim Niesen sollte man sich von anderen Menschen abwenden, selbst wenn man sich das Taschentuch vor die Nase hält. Die winzigen Sekrettröpfchen werden mit einer enormen Energie aus der Nase geschossen. Tests haben bewiesen, dass sie mehr als zehn Meter weit fliegen können. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wäre es auch sinnvoll, sich ausnahmsweise einmal nicht das Bett zu teilen, sondern möglichst in einem anderen Raum zu schlafen. Und dieser sollte regelmäßig und gründlich gelüftet werden, auch wenn feuchte Luft von den Kranken als angenehmer als trockene Luft empfunden wird. Das kann man zum Beispiel mit Luftbefeuchtern erreichen, wobei allerdings nur Wasser zum Einsatz kommen sollte, weil die ohnehin gestressten Nasenschleimhäute durch chemische Zusätze noch mehr gereizt werden.

    Wer einen Schnupfen hat, der sollte reichlich trinken. Oftmals ist für eine unangenehme Verdickung des Sekrets schlicht Flüssigkeitsmangel im Körper verantwortlich. Schwellen die Wangen neben den Nasenflügeln an oder die Region um die Nasenwurzel wird klopfempfindlich, ist ein Besuch beim Arzt angeraten, denn dann könnte sich der Schnupfen zu einer Sinusitis ausgeweitet haben. Damit bezeichnet der Mediziner es, wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind. Weil dann die Gefahr von Komplikationen besteht, wird mit Antibiotika und diversen physikalischen Anwendungen wie Ultraschall oder „Lichtkasten“ gearbeitet.

    Omas Hausmittel bei Schnupfen

    Unsere Ahnen haben den Schnupfen zuallererst mit einem Kräuterdampfbad bekämpft. Dafür muss man heute nicht mehr den ganzen Kopf unter ein großes Handtuch und über einen Topf mit kochendem Wasser stecken. In der Apotheke gibt es dafür Inhalatoren. Auch diverse ätherische Öle sind zu bekommen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich das Sekret verflüssigt, während die Inhaltsstoffe der Kräuter beruhigend auf die Schleimhäute einwirken. Dazu trägt auch die aufgenommene Feuchtigkeit an sich bei. Wer die Wärme als Hausmittel bei Schnupfen nicht verträgt, kann alternativ auch zu Kaltverneblern greifen, die sich sogar schon bei kleinen Kindern anwenden lassen.

    Einen ähnlichen Effekt erzielt man auch bei einem Kräuterbad, das vorzugsweise unter dem Zusatz von Eukalyptusöl durchgeführt wird. Die wirkstoffhaltige warme Luft kann bis tief in die Atemwege eindringen. Je nach Konstitution kann man dabei mit ansteigenden Wassertemperaturen arbeiten. Sie führen zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers. Allerdings sollte man das nicht tun, wenn man ohnehin schon Fieber hat.

    Ebenfalls als sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen zählt echter Bienenhonig. Er kann in verschiedenen Formen angewendet werden. Der Klassiker ist dabei heiße Milch mit Honig. Aber auch ein Tropfen Flüssighonig mit einem Wattestäbchen in der Nase verteilt, kann die Schleimhäute beruhigen.

    Sitz das Sekret recht fest, weil es sich verdickt hat, helfen feucht-heiße Umschläge auf der Nasenregion. Auch die Rotlichtlampe kann hier kleine Wunder bewirken. Fest sitzendes Sekret sollte man auch nicht mit aller Gewalt ausschnauben, weil dann die Gefahr besteht, dass es in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird. So eklig das auch klingt, die HNO-Ärzte empfehlen hier das „Hochziehen“ und Ausspucken als den wesentlich förderlicheren Weg, das Sekret aus der Nase los zu werden.

  • Pseudo-Krupp bei Kindern

    Pseudo-Krupp bei Kindern

    Die Folge einer akuten viralen Kehlkopfentzündung kann bei Kindern Pseudo-Krupp sein. Meist hatten die Kinder einige Tage zuvor Fieber, Husten und angeschwollene Schleimhäute im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder. Es empfiehlt sich daher frühzeitig den HNO aufzusuchen, um von vornherein Pseudo Krupp zu vermeiden. Pseudo-Krupp ist streng vom „Echten Krupp“ zu unterscheiden.
    Beim „Echten Krupp“ handelt es sich eigentlich um die Infektionskrankheit Diphtherie. Dr. Lohaus des Deutschen Berufsverbandes der HNO Ärzte erklärt, dass aufgrund der Impferfolge Diphtherie in Deutschland gar nicht mehr angetroffen wird. In Osteuropa käme es aber immer wieder zur Ansteckung mit dem Diphtherie-Erreger. Deshalb empfiehlt Lohaus unbedingt die Impfung auch in Deutschland weiter beizubehalten, damit der Schutz aufrecht erhalten werden kann.

     

    Pseudo Krupp Keine Panik vor Kindern

    Pseudo-Krupp bei Kleinkindern zeigt sich meist als trockener, starker, bellender Husten meist mit Atemnot verbunden. Doch Eltern sollten nicht in Panik geraten erklärt Dr. Lohaus. Die Aufregung der Eltern würde nur die Angst des Kindes verstärken und noch mehr Atemnot auslösen. Viel eher sollten die Eltern Ruhe bewahren und das Kind an die frische Luft bringen. Bei kalter Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit klingen die Symptome meist sofort wieder ab, dies gelte auch für nächtliche Anfälle.
    Ein Notarzt muss jedoch bei schwerer Atemnot, blass-grauer Haut und bläulicher Verfärbung der Lippen gerufen werden. Zu den weiteren Warnzeichen gehören das sichtbare Einziehen der Haut zwischen Rippen beim Atmen, stärker werdende Pfeifgeräusche beim Einatmen und bebende Nasenflügel, erklärt der Berliner Landesvorsitzende vom HNO-Berufsverband. „Besondere Eile ist bei Babys und Kleinkindern bis zu 2 Jahren geboten, weil bei ihnen die Atemwege besonders schnell zuschwellen können.“ Sind die Symptome nicht so stark, reicht meist das Öffnen des Fensters oder man bringt das Kind auf den Balkon oder in den Garten. Weitere Informationen zu HNO-Erkrankungen findet man hier: www.hno-aerzte-im-netz.de

    Pseudo-Krupp Vorgeschichte und Symptome

    • Oft ist das Kind vorher erkältet.
    • Das Kind erwacht öfter mit einen trockenen, bellenden oder ähnlichem Husten.
    • Das Kind zeigt oft Angst zu ersticken. Erwachsene kennen oft ähnliche Symptome, die sie selber als trockenen Husten bezeichnen täten.
    • Beim Weinen sind bei den bei den Atemzügen rasche Pfeif, bzw. Einatmungsgeräusche zu hören.
    • Das Kind ist klassisch heiser, auch ähnlich trockener Schleimhäute.
    • Das Kind ist eher unruig.
    • Je nach Situation Angst, Panik können Fiebersymptome auftreten, ohne dass das Kind tatsächlich an höherem Fieber oder Fieber überhaupt erkrankt ist
    • Der Puls ist erhöht bis schnell.
    • Die Wangen sind rot.
    • Am Tag nach dem Anfall sieht das Kind meist gesund und munter aus.

     

    Pseudo Krupp – Empfohlene Untersuchung

    Es empfiehlt sich, grundsätzlich nicht selber zu diagnostizieren. Eine Abklärung auf die Influenza, trockene Sinusitis, Allergie, Kehlkopfentzündung oder auch auf Reaktion auf trockene Raumluft muss erfolgen. Auch sind Impfungen ratsam. Der echte Krupp ist nämlich die Diphtherie.

     

    Behandlungstipps und Vorsicht vor starkem Medikamenten

    Je nach tatsächlicher Diagnose, sind manchmal gar keine Medikamente vonnöten. Teilweise propagieren Ärzte Kortison, das normalerweise eher nur im Notfall eingesetzt werden dürfte und eher nicht zur regelmäßigen Standardbehandlung von Kleinkindern zählen sollte. Bei akuter Atemwegsverengung bei Pseudo-Krupp ist jedoch oft Kortison das Mittel der Wahl. Ein Test auf Allergien ist sinnvoll. Es könnte nämlich ein klein geschnittene anti-Allergika-Tablette schon zur Behandlung ausreichen. Sprechen Sie mit einem Facharzt. Nicht jedes Arzneimittel ist in Wahrheit für Kinder geeignet.

    Erstaunlicherweise war bereits zu lesen, dass man unruhigen Kleinkindern sogar Diazepam verabreichte. Dabei handelt es sich in Wahrheit um starke Psychopharmaka, die süchtig machen können und drogenähnlich sind. Sogar 80 kg schwere Erwachsene benötigen oft nur ein Viertel oder ein Achtel einer Tablette, um in einen totalen Ruhezustand zu geraten.

    Ein Arzt für Naturheilverfahren oder ein speziell ausgebildeter Homöopath kann mithilfe einer kompletten Untersuchung teilweise schon mit 3 Globuli helfen, um die wahre Grunderkrankung zu heilen.

    Manchmal kann auch eine kleine Aphthe (Eiterstelle im Rachen) oder sogar eine nicht gut gekaute Speise zu Verletzungen im Rachen und Hustenanfällen mit Reizzuständen führen. Erwachsene kennen das auch, wenn sie nämlich zu schnell Kartoffelchips essen und nicht genügend kauen und zu wenig nachtrinken.