Schlagwort: Nebenwirkungen

  • Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Kombipräparate bei Erkältungen – sinnvoll oder wirkungslos?

    Der Winter kommt und mit sind auch die Erkältungskrankheiten wieder da. Viele fühlen sich jetzt krank, denn die Nase läuft, der Hals schmerzt und der Husten stört die Nachtruhe. Eine Erkältung ist in dieser Jahreszeit keine Seltenheit und um die Beschwerden wieder loszuwerden, greifen immer mehr Menschen zu sogenannten Kombipräparaten. Aber reicht ein einziges Mittel wirklich aus, um die Erkältung in Schach zu halten und die Symptome zu lindern? Kombipräparate sind beliebt, aber sind sie auch sinnvoll, oder sollte man sich besser auf die guten alten Hausmittel verlassen?

    Kombipräparate – die universellen Helfer

    Wer eine starke Erkältung hat, der möchte nur eins – so schnell wie möglich wieder gesund werden. Das gilt besonders für alle, die sich nicht krankschreiben lassen möchten, die Zuhause jede Menge um die Ohren haben und es nicht leisten können, eine Pause einzulegen. In diesen Fällen kommen Kombipräparate wie gerufen, denn diese Mittel sind so etwas wie ein Universalhelfer, der alle Beschwerden auf einmal bekämpfen kann. Die Stiftung Warentest sieht das allerdings ein wenig anders und rät davon ab, eine Erkältung nach dem Gießkannenprinzip zu behandeln. Sie hat 300 der rezeptfreien Kombipräparate getestet und einer ausführlichen Prüfung unterzogen.

    Wie wirksam sind Kombipräparate?

    Grippostad C oder Aspirin Complex gehören zu den Kombipräparaten, die nicht nur mit einer hohen Wirksamkeit werben, durch Vitamin C wird auch noch ein gesundheitlicher Mehrwert suggeriert. Wick geht gleich mit zwei Kombipräparaten an den Start, denn Wick MediNait soll in der Nacht für ruhigen Schlaf sorgen und Wick DayMed macht angeblich fit und leistungsfähig für den Tag. Alle Kombipräparate, die auf dem Markt und frei verkäuflich sind, sollen die Kopf- und Gliederschmerzen lindern, das Fieber senken und den Schnupfen bekämpfen. Die Stiftung Warentest sieht das sehr kritisch und bemängelt, dass die Kombipräparate zum Teil schwere Nebenwirkungen haben, zudem ist die Wirkung vieler Inhaltsstoffe fraglich und in einigen Mitteln sind die Wirksubstanzen viel zu niedrig dosiert.

    Die Erkältung ganz gezielt bekämpfen

    Nicht nur die Stiftung Warentest rät dazu, die Erkältung ganz gezielt mit unterschiedlichen Medikamenten zu bekämpfen, auch viele Ärzte sind der Meinung, dass Kombipräparate keine gute Wahl sind. Nur wenn ein bestimmtes Mittel gegen ein bestimmtes Symptom eingesetzt wird, dann kann auch eine optimale Wirkung erzielt werden.

    • Bei Halsschmerzen erzielen die Wirkstoffe Ambroxol und Lidocain die größten Erfolge, allerdings sind sie für Kinder sowie Schwangere und Frauen, die stillen, nicht zu empfehlen. Kamillenblüten oder auch Kamillentee zum Gurgeln sind hier eine bessere Wahl.
    • Der Schnupfen lässt sich mit Xylometazolin bekämpfen, denn der Wirkstoff lässt die Schleimhäute in der Nase abschwellen. Der Wirkstoff sollte aber nicht länger als eine Woche verwendet werden. Auch eine konzentrierte Salzlösung und der Wirkstoff Dexpanthenol sind empfehlenswert, denn sie halten die Schleimhäute der Nase immer feucht und stärken die Abwehrkräfte.
    • Gegen Fieber und Schmerzen sind Paracetamol und Ibuprofen eine gute Wahl. Sie helfen dabei, Kopf- und Gliederschmerzen zu lindern und das Fieber optimal zu senken. Beide Wirkstoffe dürfen allerdings nur zeitlich begrenzt eingenommen werden.
    • Um einen trockenen Husten effektiv zu bekämpfen, ist der Wirkstoff Dextromethorphan eine gute Wahl, aber auch hier gilt: Ein Hustensaft mit diesen Wirkstoff darf nur kurze Zeit eingenommen werden. Ist der Husten verschleimt, dann sind die Wirkstoffe Ambroxol und Azetylzystein ideal, um die Verschleimung zu lösen. Wer seinen Husten mit natürlichen Mitteln bekämpfen will, der sollte einen Hustensaft einnehmen, der Eibisch, Spitzwegerich, Efeu, Thymian oder auch isländisches Moos enthält. Auch hier gilt wie bei den anderen Erkältungsbeschwerden, ein sogenanntes Monopräparat ist besser als ein Kombipräparat.

    Kombipräparate sind mit Sicherheit praktisch in der Handhabung, aber sie haben ihre Nachteile. Eine Erkältung sollte nach Möglichkeit mit natürlichen Mitteln gelindert werden, denn natürliche Mittel sind gut verträglich und sie haben keine Nebenwirkungen.

    Bild: © Depositphotos.com / 9albln

  • Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Wie wirksam sind Medikamente ohne Rezept?

    Viele Menschen sind felsenfest davon überzeugt, dass nur die Medikamente wirksam sind, die sie auf Rezept bekommen, Medikamente ohne Rezept haben hingegen einen weniger guten Ruf. Evidenzbasierte Medikamente werden die Mittel genannt, die nachweislich eine Wirkung haben, aber ist das nur bei rezeptpflichtigen Mitteln der Fall? Dieser Frage gingen Mediziner und Pharmazeuten auf einem Kongress in Düsseldorf nach. Ist auf Medikamente ohne Rezept weniger Verlass als auf Medikamente, die der Arzt per Rezept verordnet?

    Medikamente ohne Rezept – Es kommt auf die Krankheit an

    Medikamente ohne Rezept gibt es in jeder Apotheke in einer mehr als großen Auswahl und es gibt Mittel gegen bestimmte Beschwerden, die besonders gerne gekauft werden. Wer Kopfschmerzen hat, der geht in die nächste Apotheke und kauft ein Präparat mit Wirkstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder auch Acetylsalicylsäure. Auch bei einem grippalen Infekt oder einer Erkältung gehen viele Menschen nicht zum Arzt, sondern holen sich in einer Apotheke Medikamente ohne Rezept. Wenn es um schwerwiegende Leiden wie zum Beispiel um eine Depression geht, dann ist bei vielen Johanniskraut ein bewährtes Mittel, erst dann, wenn sich das Krankheitsbild verschlechtert, dann wird ein Arzt aufgesucht. Grundsätzlich ist gegen Medikamente ohne Rezept nichts einzuwenden, aber viele Patienten verlassen sich zu sehr auf diese Mittel oder gehen unsachgemäß damit um.

    Die Nebenwirkungen beachten

    Auch Medikamente ohne Rezept haben Nebenwirkungen, aber diese Nebenwirkungen spielen seltsamerweise keine so große Rolle, wie das bei Medikamenten der Fall ist, die der Arzt verschreibt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei Medikamenten, die der Arzt verschreibt, ein ausführliches Beratungsgespräch geführt wurde und das besonders in Hinsicht auf die möglichen Nebenwirkungen. Ein weitverbreiteter Irrtum ist auch die Annahme, dass Medikamente ohne Rezept, die jeder in der Apotheke kaufen kann, keine oder kaum Nebenwirkungen haben. Viele handeln nach dem Motto, wenn es frei verkauft wird, dann kann es nicht so gefährlich sein oder im Umkehrschluss, wenn es gefährliche Nebenwirkungen haben würde, dann könnte ich es nicht einfach so in der Apotheke kaufen.

    Medikamente ohne Rezept – Nicht alles ist empfehlenswert

    Nicht jedes Medikament ohne Rezept ist nach Ansicht der Kongressteilnehmer auch wirklich zu empfehlen. So stehen zum Beispiel einige Kopfschmerztabletten unter dem Verdacht, immer wieder neue Kopfschmerzen zu erzeugen, wenn diese Tabletten zu lange eingenommen werden. Auf der anderen Seite gibt es einige Medikamente ohne Rezept, die bei den Patienten eine Wirkung erzielen und das, obwohl wissenschaftlich keine Wirkung nachgewiesen werden konnte. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang vor allem der Apotheker. Nach Ansicht von Thomas Preis, dem Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, müssen sich die Apotheker mehr Zeit nehmen, um die Kunden zu beraten und mit ihnen über die Wirksamkeit und Risiken zu sprechen.

    Konkurrenz aus dem Internet

    Den Apothekern kommt eine Schlüsselrolle zu, aber sie haben es immer schwerer, ihre Kunden adäquat zu beraten, denn es gibt die Konkurrenz aus dem Internet. In den Online-Apotheken werden Kopfschmerztabletten als Großpackungen angeboten und auch die günstigen Preise locken immer mehr Menschen, im Internet statt beim Apotheker vor Ort zu kaufen. Zwar bieten auch die Apotheken im Netz eine Beratung an, aber nicht selten müssen die Kunden für eine Beratung eine teure Telefonnummer anrufen. Hier besteht nach Meinung der Kongressteilnehmer Handlungsbedarf, denn vor allem ältere Menschen, aber auch diejenigen, die in ländlichen Gebieten leben und keine Apotheke in unmittelbarer Nähe haben, kommen was die Beratung angeht, viel zu kurz.

    Medikamente ohne Rezept sind nicht grundsätzlich schlechter oder weniger wirksam als Medikamente, die der Arzt verschreibt, aber wer in die Apotheke geht und sich Kopfschmerztabletten kauft, der sollte sich immer die Zeit nehmen und sich vom Apotheker beraten lassen. Vielfach ist es jedoch besser, vor der Einnahme von Medikamenten immer einen Arzt zu fragen.

    Bild: © Depositphotos.com / avarand

  • Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Gefährliche Cocktails – wie Diät-Pillen das Leben gefährden können

    Wenn es mit dem Abnehmen nicht so klappt wie gewünscht, dann greifen immer mehr Menschen zu Diät-Pillen, die teilweise auch aus illegalen und gefährlichen Substanzen bestehen. So gibt es Diät-Pillen, die aufputschen und den Stoffwechsel ankurbeln und auch von Schilddrüsenhormonen versprechen sich viele eine bessere Figur. Vor allem die Präparate, die eigentlich für die Behandlung der Schilddrüse gedacht sind, erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Das geht zumindest aus einem neuen Gesundheitsbericht der Techniker Krankenkasse hervor.

    Diät-Pillen – der neue Renner in Fitnessstudios

    Vor allem die TK in Niedersachsen schreibt im hauseigenen Gesundheitsbericht darüber, dass immer mehr verschreibungspflichtige Hormonpräparate auftauchen und dass es vor allem junge Frauen sind, die diese Medikamente einnehmen. Es ist der stoffwechselsteigernde Effekt, der zur Gewichtsabnahme führt, und immer mehr Frauen hoffen mithilfe dieser Diät-Pillen innerhalb kurzer Zeit, viel an Gewicht zu verlieren. Schon seit längerer Zeit werden diese Hormone als Diät-Pillen in einigen Fitnessstudios unter der Hand verkauft, und auf zahlreichen Internetportalen gibt es die passenden Tipps und Tricks, wie das Abnehmen mit diesen fragwürdigen Mitteln funktionieren soll. Ebenfalls sehr beliebt sind Pillencocktails aus Ephedrin, Aspirin, Koffein und Levothyroxin, die genauso schnell schlank machen sollen wie Hormone.

    Diät-Pillen als Fatburner?

    Auch wenn Pillencocktails und Hormonpräparate gefährlich sind und viele Nebenwirkungen haben, sie sind auch echte Fatburner. Bei einigen Wirkstoffen zeigt sich aber nur in der ersten Woche der gewünschte Effekt, denn die Diät-Pillen steigern die Leistung und putschen zudem stark auf. Wer sich von diesen Diät-Pillen allerdings die allumfassende Lösung für seine Gewichtsprobleme erwartet, der sollte sich im Vorfeld die gravierenden Nebenwirkungen ansehen, denn diese massiven Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich werden.

    Mit Koffein abnehmen

    Viele Frauen, die nicht zu Hormonen greifen wollen, vertrauen lieber einem nicht ungefährlichen Tablettencocktail. Einer der Bestandteile dieses Cocktails ist Koffein, ein Wirkstoff, der tatsächlich in der Lage ist, Fett abzubauen. Leider gewöhnt sich der Körper sehr schnell an das Koffein und um den gleichen Effekt immer wieder zu erzielen, muss die Dosis ständig gesteigert werden. Wer aber zu viel Koffein zu sich nimmt, der reagiert relativ schnell mit innerer Unruhe und Zittern, sogar Krämpfe sind nicht selten. Dazu kommt, dass das Koffein dem Körper Kalzium entzieht, und wer einen zu hohen Blutdruck oder eine Herzschwäche hat, der überlastet sein Herz und das ist auf Dauer gefährlich.

    Aspirin als Schlankmacher?

    Mit Aspirin alleine kann keiner abnehmen, denn der Wirkstoff Acetylsalicylsäure lindert lediglich die Schmerzen, senkt das Fieber und verdünnt das Blut. Viele Frauen, die schnell abnehmen wollen, setzen Aspirin daher zusammen mit Koffein ein, denn auf diese Weise kann das Koffein schneller wirken, es macht wach und hat einen aufputschenden Effekt. Wer die Kombination aus Aspirin und Koffein als Diät-Pillen einnimmt, ist streng genommen High und in einem euphorischen Zustand. Dieser Zustand belastet das Herz gleich doppelt und das macht diesen Pillencocktail umso gefährlicher.

    Der Dritte im Bunde – Ephedrin

    Ephedrin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der munter macht, er treibt den Blutdruck in die Höhe, er lässt die Herzfrequenz ansteigen und die Nasenschleimhaut abschwellen. Aber Ephedrin kann noch mehr, denn der Wirkstoff sorgt dafür, dass der Appetit gebremst wird und er ist mit dieser Eigenschaft als dritter Wirkstoff im Tablettencocktail sehr willkommen. Ephedrin ist hochgefährlich, denn es versetzt den Organismus in eine Art Dauerstress und kann sehr schnell süchtig machen. Unruhe, Angstzustände und Herzrasen bis hin zum Herzstillstand können die Folgen sein, wenn Ephedrin zusammen mit Aspirin und Koffein eingenommen wird.

    Bild: © Depositphotos.com / Klanneke

  • WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte in Guinea zwei neue Fälle fest, wo Menschen mit dem hochgefährlichen Virus Ebola angesteckt wurden. Die beiden Ebola-Infektionen wurden in der Hauptstadt Conakry und einer Nachbarstadt festgestellt.

    Eine Woche lang keine Ebola-Infektion

    Die WHO berichtete am 8.Oktober 2015 dass es seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia im März 2014 für sieben Tage zu keinem erneuten Ausbruch der Krankheit kam. Jedoch hatte die Organisation eine Warnung herausgegeben nach der es in Zukunft zu weiteren Ausbrüchen von Ebola in den drei Ländern kommen könnte. In Guinea befinden sich zahlreiche Menschen noch immer unter Beobachtung, die in Verbindung mit Ebola-Erkrankten standen. Wie die WHO berichtet, seien in Westafrika insgesamt über 28.000 Ebola-Fälle registriert worden und davon seien rund 11.300 Menschen gestorben.

    Eine beunruhigende Entdeckung stellten Forscher des Gesundministeriums von Sierra Leone zusammen mit der US-Gesundheitsbehörde CDC fest. Nach ihrer Kenntnis können Ebola-Viren bis zu einem Jahr in Sperma überleben. Bisher konnte allerdings nicht geklärt werden, ob eine Ansteckung mit Ebola beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Auf Grund dieser Ergebnisse sei eine ärztliche Betreuung von Überlebenden einer Ebola-Erkrankung für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten erforderlich. Vor sieben Monaten registrierten die Forscher den Fall einer Frau aus Liberia, die sich durch einen Geschlechtsakt mit dem gefährlichen Virus angesteckt hatte. Bei ihrem Sexpartner war ein halbes Jahr zuvor das Ebola-Virus festgestellt worden. An der Studie nahmen 93 Männer aus Sierra Leone teil.

    Was ist Ebola?

    Bei Ebola handelt es sich um ein hochansteckendes gefährliches Virus, dessen Ursprung bis heute nicht vollständig geklärt werden konnte. Nach bisheriger Forschung könnten Fledermäuse, Affenfleisch oder Insekten die Quelle von Ebola sein. Als Herkunftsort konnten vor allem Zentralafrika und Südostasien ermittelt werden. Im Jahr 1976 wurde in Yambuku (Zaire) der erste Ebola-Fall festgestellt. Damals gab es 318 Ebola-Erkrankte von denen 280 Menschen starben und einer Sterbequote von fast 90 Prozent entsprach. Wie sich Menschen mit dem Virus genau anstecken, ist unklar, da die Übertragungswege noch nicht exakt festgestellt werden konnten. Bislang gelten das Buschfleisch von Wildtieren wie Affen und Mensch-zu-Mensch-Kontakte als Übertragungswege für das Ebola-Virus. Die Inkubationszeit beläuft sich bis zum Ausbruch einer Ebola-Erkrankung auf 2 bis 21 Tage. Die Wissenschaft stellte bislang die Ebola-Virentypen Zaire-Ebola und Reston-Ebolavirus fest.

    Die Ebolaviren lösen das Ebolafieber aus, in deren Folge ein mit dem Virus infizierter Mensch innerhalb weniger Tage sterben kann. Die inneren Organe lösen sich dabei langsam auf und es kommt zu dramatischen Blutungen. Bei der Ebola-Epidemie in Westafrika im Jahr 2014 kam der experimentelle Impfstoff VSV-EBOV zur Behandlung an Ebola erkrankter Menschen zum Einsatz. In Guinea wurde der Impfstoff erfolgreich getestet und konnte die Ebola-Fälle in einem erheblichen Umfang reduzieren. Jedoch gilt der Impfstoff als umstritten, weil er zu Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen und anderen wenig erfreulichen gesundheitlichen Negativfolgen für einen Betroffenen führt.

    Outbreak – Lautlose Killer mit Ebola als Thema

    Der Film »Outbreak – Lautlose Killer « von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1994 mit Donald Sutherland, Morgan Freeman, Rene Russo und Dustin Hoffmann behandelt das Ebola-Virus als Thema. In der Filmhandlung wurde ein mutiertes Ebola-Virus entdeckt, welches in einer US-Kleinstadt durch ein kleines Äffchen verbreitete und schließlich zur hermetischen Abriegelung führte. Das Äffchen kann eingefangen und aus dessen Blut eine Impfstoff erzeugt werden. Das Ebola-Virus stellt sich in den Film als biologische Waffe des US-Militärs heraus. An den Kinokassen war der Thriller ein internationaler Erfolg. Der US-Sender ABC kündigte 2013 eine Fernsehserie basierend auf den Kinofilm an.

    Bild: © Depositphotos.com / valeniker

  • Teebaumöl heilt und hält gesund

    Teebaumöl heilt und hält gesund

    Das Teebaumöl ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt, als ein Botaniker den berühmten Seefahrer James Cook auf seinen Reisen ins ferne Australien begleitet. Die dort lebenden Ureinwohner Aborigines fertigten aus dem Sud des Teebaumes ein Mittel mit dem sie Verletzungen und Hautprobleme effektiv behandelten. Die antibakterielle, antiseptische und gesundheitliche Wirkung des Teebaumöls wurde erst in den 1920er-Jahren erkannt.

    Teebaum als Ölquelle

    Die Quelle für das gesunde Öl ist der Teebaum, der zu den Myrtengewächsen zählt und besonders in Australien stark verbreitet ist. Das Teebaumöl wird per Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige erzeugt. Die Destillation ist nach ein bis drei Stunden abgeschlossen. Das duftende Öl hat eine klare oder minimal gelbliche Färbung. Der Geruch ist frisch und würzig. Die Heilwirkung stammt vor allem von den Inhaltsstoffen Cineol und Terpin. Auf Grund der recht kostenintensiven Ölgewinnung ist Teebaumöl sehr teuer. Ein Fläschchen mit 20 ml Inhalt kostet etwa 4 bis 10 Euro. Generell sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Teebaumöl aus einem ökologischen Anbau stammt und eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluß auf die Wirksamkeit des ätherischen Öls.

    Teebaumöl vielseitig einsetzbar

    Das Teebaumöl kann auf vielseitige Weise eingesetzt werden. Das wertvolle Öl hat eine entzündungshemmende Wirkung und wirkt wundheilend. Zur Bekämpfung von Warzen, Pickeln, Akne und weiteren Hautkrankheiten eignet sich das ätherische Öl optimal. Auf Hautpilze hat das Teebaumöl eine tödliche Wirksamkeit und gegen eine Entzündung des Zahnfleisches ist es sehr effizient. Eine Erkältung kann gelindert werden, indem ein paar Tropfen in Wasser oder Tee gegeben werden.

    Der größte Vorteil ist seine gewebeschonende Anwendung, jedoch kann es in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion kommen. Auf Grund einer möglichen Allergie sollte das Teebaumöl vorher auf der Haut aufgetragen und getestet werden. Zeigt die Haut keine Rötung besteht keine Allergie und das gesunde Öl ist ohne Sorgen einsetzbar. In die Augen und auf Schleimhäute sollte Teebaumöl nicht geraten, weil dies schmerzhaft sein und Schäden verursachen kann.

    Bei seelischen Problemen helfen die hohen Anteile bestimmter Alkohole des Teebaumöls. Es werden Ängste abgebaut und an Selbstbewusstsein gewonnen. Depressive Stimmungen verfliegen mit dem wirksamen ätherischen Öl und sorgen wieder für ein gutes psychisches Wohlbefinden. Seine Wirksamkeit entfaltet das Teebaumöl auch bei Antriebslosigkeit, fehlender Motivation und Mattheit. Wer sportlich aktiv ist, dem sei ein Fußbad mit ein paar Tropfen Teebaumöl empfohlen, wodurch erschöpfte Füße wieder munter werden.

    Bewährtes Hausmittel

    Als Hausmittel hat sich das Öl des Teebaums mittlerweile fest in vielen Haushalten etabliert. Ein Fläschchen Teebaumöl sollte in keinem Haushalt fehlen. Auf Grund seiner vielfältigen Einsatzbereiche kann das Öl so manches teures Medikament, wie zum Beispiel gegen Erkältung, Pickel oder Warzen ersetzen. Je nach Verbrauch kann ein Fläschchen zwei bis drei Monate oder länger halten. Die Gesundheit wird es einem danken, wenn man bei Beschwerden und Zipperlein auf das natürliche Teebaumöl statt Medikamenten mit Nebenwirkungen vertraut.

    Bild: © Depositphotos.com / vladvitek

  • Thrombose – Risikofaktor Antibabypille

    Thrombose – Risikofaktor Antibabypille

    Eine neue Studie, die von der TKK, der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde, sorgt für Aufregung und Sorge, denn diese Studie hat Risiken und Nutzen der neuen Antibabypillen genau untersucht. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, denn die neueren Präparate stellen ein hohes Risiko für eine Thrombose dar. Dass die Pille Nebenwirkungen hat, das ist schon bekannt, seit es das sichere Verhütungsmittel gibt, aber dass die Zusammensetzung eine so gravierende Rolle spielt, das wurde erst jetzt durch die Studie klar, die der Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske im Auftrag der TKK erstellt hat.

    Die Pille der dritten Generation

    Es sind die neuen Pillen, die sogenannten Antibabypillen der dritten Generation, die das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, erheblich größer machen, als das bei den Vorgängerpräparaten der Fall war. Die Studie spricht von neun bis zwölf Embolien pro 10.000 Frauen im Jahr. Damit stellen die neuen Pillen ein zweimal so großes Risiko für eine Thrombose dar, im Unterschied zu den Pillen der ersten und zweiten Generation. Auch die Pillen der zukünftigen vierten Generation stellen ein ähnlich hohes Risiko dar, eine lebensgefährliche Thrombose zu bekommen.

    Thrombose Kritik an den Herstellern

    Junge Frauen, die nicht übergewichtig sind und nicht rauchen, galten in der Vergangenheit nicht als Risikopatientinnen. Das hat sich jetzt geändert, denn auch Frauen, die gesund leben, laufen Gefahr eine Thrombose zu bekommen. Kritik übt die Studie vor allem an den Herstellern, die ihre Antibabypillen wie ein Must-have bewerben und nicht müde werden, die Vorzüge der Verhütungsmittel in den Vordergrund zu stellen. So wird zum Beispiel in den sozialen Netzwerken wie Facebook ganz gezielt für die Pille als Mittel für die Schönheit geworben. Die Pharmaunternehmen werben für die Pille, jedoch informieren sie nur unzureichend über die Risiken, wie eine Thrombose.

    Die Warnungen der Behörden

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt schon seit einiger Zeit vor einem Thromboserisiko besonders bei Frauen, die die Pille zum ersten Mal nehmen oder die unter 30 Jahre alt sind. Für diese Frauen ist es sinnvoller und vor allen Dingen auch ungefährlicher, eine Pille der ersten oder zweiten Generation zu nehmen, die ebenso gut und sicher verhüten, wie die neuen Antibabypillen. Auch Frauen, die rauchen oder Übergewicht haben, sollten beim Arzt um ein Rezept für eine der älteren Pillen bitten, denn sie sind besonders gefährdet.

    Neu ist nicht immer besser

    Nur weil die Pille neu ist und beworben wird, heißt das noch lange nicht, dass sie auch besser ist. Von den sieben Millionen Frauen, die in Deutschland die Pille regelmäßig nehmen, geben immer mehr als Grund für die Einnahme an, dass sie sich von der Pille weniger Pickel, eine schönere Haut und glänzenderes Haar versprechen. Dass die Pille eigentlich ein Mittel gegen eine ungewollte Schwangerschaft ist, das hat heute keine Priorität mehr.

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