Schlagwort: Nieren

  • Detox – gesund entgiften, aber wie?

    Detox – gesund entgiften, aber wie?

    Vor allem in Fitnessstudios und in Ernährungsforen ist es DAS Thema: Detox. Hinter diesem Wort steckt jedoch augenscheinlich mehr als „nur“ eine Modeerscheinung. Hierbei geht es darum, seinen Körper gesund zu entgiften, zu „reseten“ und wieder bei Null anzufangen. Doch geht das eigentlich so einfach und ist das Procedere gesund? Viele Stars sind sich einig. Sie legen in regelmäßigen Abständen Detox-Kuren ein, … aber was sagt die Medizin?

     

    Die Basics des Detox

    Was früher das Fasten war, ist heute „Detox“. Fast. Genaugenommen sind beide Prinzipien ähnlich aufgebaut. Wer sich einmal an das neue Gefühl, von dem viele Detox-Fans sprechen, gewöhnen möchte, kann versuchen, über einen Zeitraum von einer Woche ausschließlich Wasser ohne Kohlensäure als Getränk zu sich zu nehmen.

    Die positiven Auswirkungen zeigen sich schnell. Die Nieren werden gefordert und der Körper „durchgespült“.

    Beim Detoxen geht es also darum, den Körper sanft zu entgiften und selbstverständlich dennoch mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Doch wie können Sie vorgehen? Und welche Rolle spielt unter Umständen Ihre Gesundheit?

     

    Mehrere Pläne, ein Ziel

    Eine ausgedehnte Detox Kur sollten Sie -falls Sie beispielsweise unter Vorerkrankungen leiden- immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Dieser kann unter Umständen sogar einen genauen Detox-Plan mit Ihnen ausarbeiten. Eine andere Anlaufstelle für Menschen, die komplett gesund sind, ist oftmals jedoch auch das Fitnessstudio. Viele Anbieter haben hier aufgerüstet und bieten ihren Kunden eine Ernährungsberatung an.

    Auch wenn mit Hinblick auf Detox mittlerweile mehrere individuelle Pläne angeboten werden, die selbstverständlich an den Körper und die Lebensgewohnheiten der „Faster“ angepasst sind, lassen sich die Grundprinzipien wie folgt zusammenfassen:

    • Obst und Gemüsesäfte, sowie Wasser (am besten still) und Kräutertees sind erlaubt
    • schlafen Sie ausreichend und gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe und Entspannung, um sich an die neue Situation zu gewöhnen
    • Wechselduschen passen nicht nur zum Detox-Gedanken, sondern unterstützen auch das Immunsystem
    • bewegen Sie sich ausreichend
    • Kaffee, Getränke mit Zucker, Nikotin und Alkohol sind ebenso tabu wie Milch.

    Währenddessen Sie detoxen ist es auch unbedingt empfehlenswert, auf Sport zu verzichten. Geben Sie Ihrem Körper das, was er braucht, ohne ihn zu überfordern. Nur so kann die Kur in vollem Umfang positiv wirken.

     

    Halten Sie durch!

    Je nachdem, wie lange Sie die Kur durchführen möchten, könnte es sein, dass sich nach ein paar Tagen Ihr Innerer Schweinehund meldet. Keine Frage: fettiges Essen kann lecker sein. Gesund ist es jedoch natürlich nicht. Wer für Burger, Pommes und Co. sein Programm unterbricht, wird von jetzt auf gleich auf Null zurückgeworfen. Noch schlimmer: Sie werden sich ärgern.

    Vor allem dann, wenn Sie das Gefühl schon kennen, wie es ist, sich nach einer Detox-Einheit frisch und vital zu fühlen, ist es vollkommen sinnlos, auf der Hälfte des Weges aufzuhören.

    Wer hier entsprechend durchhalten möchte, sollte:

    • sich ausreichend an der frischen Luft bewegen, ohne sich zu verausgaben
    • genug stilles Wasser trinken. Vor allem dann, wenn sich eine Heißhungerattacke meldet.
    • sich ablenken
    • sein Ziel niemals aus den Augen verlieren.

    Ist die erste Schweinehund-Falle überwunden, ist es in der Regel einfacher, standhaft zu bleiben.

     

    Abnehmen mit Detox? – Hier liegt der Fokus woanders, aber…

    Wie immer gilt -besonders im Bereich der Ernährung- dass von extremen Lebensweisen abzuraten ist. Eine mehrtägige Detox-Kur bei einem gesunden Menschen unter ärztlicher Aufsicht ist absolut okay und tut dem Körper gut. Wer jedoch ausschließlich aus gewichtstechnischen Gründen detoxen möchte, sollte sich für eine andere Form der Diät entscheiden. Je nach Programm nehmen Sie pro Tag lediglich 400 bis 500 Kalorien zu sich. Klar, dass sich auch Ihr Gewicht entsprechend reduzieren wird.

    Dies sollte jedoch nicht im Vordergrund stehen. Zumal Sie erkennen werden, dass Sie nach der Kur, wenn Sie wieder normal essen, schnell wieder die vorher verlorenen Kilos zunehmen. Daher gilt: Detox entgiftet den Körper.

  • Tötet Alkohol tatsächlich unsere Gehirnzellen? Was ist dran?

    Tötet Alkohol tatsächlich unsere Gehirnzellen? Was ist dran?

    Übermäßig viel Alkohol ist alles andere als gesund, das ist nicht neu. Ebenfalls bekannt ist der Mythos, dass jeder Rausch mit 10.000 verlorenen Gehirnzellen bestraft wird. Nimmt man den Tag danach her, dann würde man dieser Aussage sofort zustimmen. Doch wie sieht es aus Sicht der Medizin aus? Stimmt dieser Mythos tatsächlich oder will man uns hier nur etwas vorgaukeln?

    So funktionieren die Abläufe in unseren Gehirnzellen

    Bewegen, atmen oder denken, all diese Abläufe funktionieren nur mit einem erstaunlichen Zusammenspiel der Nerven. Ein Mensch hat über 100 Milliarden davon (Nervenzellen), die für eine reibungslose Kommunikation untereinander sorgen. Sie leiten die Befehle von Zelle zu Zelle weiter (Botenstoffe), bis sie schließlich im Gehirn ankommen. Nehmen wir also zum Beispiel eine Berührung war, dann erfolgt zuerst eine Art Weiterleitung ans Gehirn. Dies geschieht über die Nervenzellen, sodass wir die Berührung am Ende auch tatsächlich wahrnehmen. Die Geschwindigkeit dieser Übertragung ist natürlich nicht in Worte zu fassen, aber was genau verändert nun der Alkohol an diesem Prinzip?

    Kettenreaktion verlangsamt

    Hat jemand einen Rausch, dann wird die Kettenreaktion der Nervenzellen verlangsamt. Die Befehle kommen also verzögert an, was unter anderem die Reaktionszeit und die Botschaften der Ohren/Augen negativ beeinflusst. Als Außenstehender sieht man das sofort. Was nun das Thema Gehirnzellen betrifft: Der Mythos ist nicht wahr und wird zum Beispiel durch eine Studie (britische Whitehall II Study) bewiesen. Bei 5.000 Teilnehmern schnitten auch Personen nicht schlechter ab, die in der Woche bis zu 30 alkoholische Getränke zu sich nehmen. Das Gehirn erholt sich also vollständig nach einem Rausch.

    Darf man also nun ungebremst trinken? Nein, zu viel Alkohol ist nach wie vor gefährlich und greift andere Organe (die Leber beispielsweise) an. Am Ende des Zuges hat es auch negative Einflüsse aufs Gehirn, sodass vom übermäßigen Konsum nach wie vor strengstens abzuraten ist. Die Sache mit den 10.000 absterbenden Gehirnzellen nach jedem Rausch ist aber nicht wahr, der Mythos konnte unter anderem durch Studien widerlegt werden.

  • Buscopan – Medikament (Bauchschmerzen & -krämpfe)

    Buscopan – Medikament (Bauchschmerzen & -krämpfe)

    Das krampflösende Medikament Buscopan wird gezielt im Bauchbereich eingesetzt, wo die Krämpfe auftreten. Dabei wirkt das Medikament ausschließlich da, wo es gebraucht wird. Demzufolge kann es den Patienten vom Schmerz befreien. Dadurch ist dieses Medikament sehr gut verträglich. Die Wirksamkeit beginnt sehr schnell. Dabei beginnt Buscopan bereits nach einer viertel Stunde zu wirken.

     

    Varianten von Buscopan

    Es gibt zwei Arten dieses Medikaments. Einerseits die Buscopan Dragees, andererseits Buscopan plus in Form von Filmtabletten sowie Zäpfchen.

     

    In den Dragees ist der Wirkstoff Butylscopolaminbromid enthalten. Einerseits findet dieser Anwendung bei leichten bis mäßig starken Krämpfen des Magen-Darm-Trakts. Andererseits kommen Buscopan Dragees bei krampfartigen Bauchschmerzen, wie beispielsweise dem Reizdarmsyndrom, zum Einsatz. In den Dragees ist Zucker enthalten.

     

    Buscopan plus enthält neben Butylscopolaminbromid noch Paracetamol als Wirkstoff. Dadurch eignet sich das Medikament besonders gut bei krampfartigen Schmerzen, wie sie beispielsweise bei

    • Erkrankungen des Magens und des Darms
    • Funktionsstörungen im Bereich der Gallenwege
    • der ableitenden Harnwege und
    • der weiblichen Geschlechtsorgane (unter anderem bei schmerzhaften Regelblutungen oder zur Erleichterung bei der Öffnung der Geburtswege)

    vorkommen.

     

    Außerdem kommt dieses Arzneimittel auch zur Erleichterung von endoskopischen Untersuchungen zum Einsatz. Dabei wird das Medikament aber auch in der Palliativmedizin zur Linderung des präfinalen Lungenödems (Todesrasseln) eingesetzt.

     

    Informatives zum Wirkstoff Butylscopolaminbromid

    Butylscopolaminbromid ist eine halbsynthetische Variation des Pflanzenalkaloids Scopolamin. Beispielsweise wird dieser Ausgangsstoff aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen. Dabei kann es sich um den Stechapfel, der Engelstrompete oder eines Nachtschattengewächses handeln. Einsatz findet der Wirkstoff als krampflösendes Arzneimittel. Dabei besitzt er folgende Eigenschaften

    • motilitätsmindernd auf die glatte Muskulatur
    • Wirkung hält mehrere Stunden an
    • Halbwertszeit des Wirkstoffs beträgt 5,1 Stunden

     

    Gegenanzeigen und Nebenwirkungen von Buscopan

    Das Medikament ist den krampflösenden Arzneimitteln zugehörig. Diese können folgende Nebenwirkungen haben:

    • auftretendes Völlegefühl
    • eventuelle Verstopfungen
    • Rötungen der Haut
    • Herzrasen
    • Störungen der Sehfähigkeit
    • Verlust der Nahanpassungsfähigkeit des Auges
    • verminderte Schweißbildung
    • trockener Mund
    • häufige Müdigkeit
    • Schwindel
    • Sehstörungen
    • allergische Reaktionen (Hautrötung, Schnupfen, Jucken und Rötung der Augen, Schwellung der Schleimhäute, Asthma).

     

    Buscopan sollte bei diesen Beschwerden keinen Einsatz finden:

    • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
    • erhöhter Augeninnendruck (unter anderem bei Glaukom, Grüner Star)
    • vorhandenen Störungen im Bereich der Blasenentleerung
    • Darmverschluss, verursacht durch Fremdkörper
    • Verschlingung des Darms
    • Verengung des Magen-Darm-Trakts
    • krankhafte Weitstellung des Dickdarms
    • Verengung der Harnröhre (beispielsweise durch Prostatakrebs, gutartige Prostatavergrößerung)
    • Muskelschwächekrankheit Myasthenia gravis
    • Herzrhythmusstörungen.

     

    Der Wirkstoff Butylscopolaminbromid kann die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen. Deshalb kommt es im Allgemeinen nicht zu zentralen Nebenwirkungen. Des Weiteren lässt er sich mit anderen schmerzstillenden Medikamenten, wie beispielsweise Paracetamol, in der Tiermedizin kombinieren. Ferner kann dieser aber auch die Wirkung der folgenden Medikamente verstärken:

    • Amantadin (Parkinson-Krankheit)
    • trizyklische Antidepressiva
    • Arzneimittel gegen Malaria
    • H1-Antihistaminka (Allergien)
    • Beta-2-Sympathomimetika (Asthma)

     

    Übernahme der Kosten

    Die orale Anwendung des Wirkstoffs ist in Deutschland nicht verschreibungspflichtig. Dadurch bekommen Erwachsene dieses Medikament nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Allerdings gab es im Mai 2014 ein Urteil des Bundessozialgerichts. Demzufolge muss bei Vorliegen schwerer und schwerster spastischer Abdominal Beschwerden im Einzelfall geprüft werden, ob eine Ausnahme zulassbar ist.

     

    Möchten Patienten Buscopan Dragees selbst in der Apotheke kaufen, müssen sie – in Abhängigkeit von der Packungsgröße – mit einer Zuzahlung zwischen fünf bis elf Euro rechnen. Dahingegen können Ampullen schon wesentlich teurer sein. Fünfzig Ampullen kosten über 40 Euro. Empfehlenswert ist der Bezug über eine Online-Apotheke.

     

    Bestandteile des Medikaments

    Neben dem Hauptwirkstoff gibt es noch weitere Bestandteile des Medikaments:

    • Saccharose
    • Maisstärke
    • Carnaubawachs
    • Arabisches Gummi
    • Calciumhydrogenphosphat
    • Macrogol
    • Gebleichtes Wachs
    • Povidon
    • Siliciumdioxid
    • Stearinpalmitinsäure
    • Talkum
    • Weinsäure

     

    Einnahme während der Schwangerschaft und in der Stillzeit

    Während der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erkenntnisse bei Einnahme von Buscopan vor. Weiterhin ist unbekannt, ob der Wirkstoff über den Mutterkuchen den Embryo erreichen kann. Deshalb sollten Schwangere nur mit Absprache des Arztes und bei festgestellter Notwendigkeit Buscopan einnehmen oder injiziert bekommen.

     

    Für die Stillzeit liegen mehr Erkenntnisse vor. Stillende sollten dieses Medikament nicht verwenden. Denn es hemmt die Milchproduktion. Buscopan geht zusätzlich in die Muttermilch über. Dort kann es Nebenwirkungen beim Säugling hervorrufen. Kinder unter sechs Jahren sollten dieses Medikament überhaupt nicht anwenden. Denn hier gibt es zu wenige Erkenntnisse und Erfahrungen.

     

    Dosierung von Buscopan

    Bei der Dosierung sollen sich die Patienten an die Angaben des Arztes halten. Kaufen sich die Patienten dieses Medikament allerdings selbst, ist dieses bis zur Besserung der Beschwerden einzunehmen.

     

    Im Grunde genommen sollte das Arzneimittel von Erwachsenen und Schulkindern drei Mal täglich eingenommen werden. Dabei empfiehlt es sich, bei jeder Einnahme jeweils ein bis zwei Dragees mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.

     

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  • Intermittent Fasting – Fasten und Essen (periodisches Fasten)

    Intermittent Fasting – Fasten und Essen (periodisches Fasten)

    Besonders im Fitness-Bereich sind viele Sportler von Intermittent Fasting überzeugt und begeistert. Es handelt sich bei Intermittent Fasting um periodisches Fasten. Das heißt, nach einer Fastenperiode von mehreren Stunden folgt eine Zeit, in der gegessen werden darf.

     

    Beispielsweise lässt sich eine 16-stündige Fastenzeit mit einer achtstündigen Ess-Phase kombinieren. Dieses Timing zwischen Fasten und Essen ist der Inhalt des Intermittent Fasting Konzepts. Dabei muss jeder Intermittent Fasting Teilnehmer selbst die Zusammensetzung der Nahrung festlegen.

     

    Gründe für das Intermittent Fasting

    Doch weshalb wird dieses spezielle periodische Fasten überhaupt angewendet? Das hat mehrere Gründe, unter anderem:

    • Gewichtsabnahme fällt den Teilnehmern leichter
    • niedriger Körperfettanteil
    • Erhalten der Muskelmasse
    • Glucose-Anteil während des Fastens im Blut ist sehr niedrig
    • hoher Ausstoß an Wachstumshormonen
    • Kontrolle des Hungers – kaum Hunger in der Fasten-Phase
    • psychologische Vorteile und Motivation – Essen in einer Diät-Phase steht bevor
    • einfach durchführbar
    • Aufwand für Essenszubereitung ist geringer – weniger Essen muss zubereitet werden
    • Zubereitung von Frühstück und Mittagessen fällt weg – es bleibt mehr Zeit für andere Dinge
    • kein ständiges Denken ans Essen
    • erhöhte Konzentrationsfähigkeit
    • Wegfall von Müdigkeitsanfällen nach den Mahlzeiten
    • Steigerung der Produktivität
    • gesundheitliche Vorteile (in Tierversuchen lebensverlängernde Wirkungen von Intermittent Fasting nachgewiesen, unter anderem geringer Blutdruck und kognitive Gehirnfunktionen bleiben länger erhalten, reduziertes Krebswachstum, Überlebenswahrscheinlichkeit nach schweren Operationen erhöht sich, Reduzierung der Symptome von Diabetes, Verringerung der Symptome von Alzheimer)
    • weitere Vorteile für die Gesundheit (in Studien an Menschen positive Auswirkungen, unter anderem Reduktion von LDL und Triglyceride sowie Erhöhung des HDL, Erhöhung der Immunabwehr)
    • Verringerung des oxidativen Stresses
    • Resistenz von Zellen gegenüber Stress erfährt Verringerung
    • Festessen, Feiern und Essen gehen – können mühelos durchgeführt werden
    • großes Kalorien-Polster durch die Fasten-Phase beim Intermittent Fasting.

     

    Die Umstellung auf Intermittent Fasting

    Sicherlich werden viele Menschen den Effekt kennen, dass gerade kurz vor den erwarteten Mahlzeiten das Hungergefühl besonders groß ist. Dies liegt an dem Hormon Ghrelin. Wenn eine baldige Essensaufnahme vermutet wird, steigt der Hormonspiegel automatisch an.

     

    Dieses Hormon gewöhnt sich natürlich an den alltäglichen Verlauf der Mahlzeiten. Sofern jetzt die Umstellung der Mahlzeiten-Frequenz erfolgt, dauert es einige Zeit, bis sich der Hormonspiegel an Ghrelin ebenfalls umgestellt hat. Bei vielen Menschen löst diese Umstellungsphase beim Intermittent Fasting deshalb Hungergefühle aus. Allerdings verschwinden diese nach wenigen Tagen der Eingewöhnung wieder.

     

    Wenn das Fastenmuster konstant gehalten wird, kann mit den Hungergefühlen noch besser umgegangen werden. Dadurch muss sich der Körper nicht ständig immer wieder neu umstellen. Manche Menschen kennen diese Umstellungsprobleme gar nicht. Auch sind ihnen Probleme mit Hungergefühlen unbekannt.

     

    Verschiedene Formen des Intermittent Fasting

    Es lassen sich hauptsächlich zwei Formen von Intermittent Fasting unterscheiden:

    • die tägliche Fasten- und Essensphase
    • das Fasten über 24 Stunden.

     

    Dabei können die Teilnehmer von Intermittent Fasting beispielsweise einen Tag lang essen und einen Tag fasten. Oder es besteht die Möglichkeit des Fastens zum Beispiel von 18 Uhr bis 18 Uhr am nächsten Tag. Danach kann jeder Teilnehmer essen, was auf dem Diätplan steht.

     

    Fasten fällt vielen Menschen leichter, da sie sich auf das kommende Essen freuen können. Diese Methode garantiert Erfolg. Während der Fastenphasen macht sich übrigens nur ein Verzicht auf das Essen erforderlich. Wasser kann und muss sogar getrunken werden. Zu den drei ganz bekannten Intermittent Fasting Systemen zählen:

    • 16/8
    • 20/4
    • 1 – 2 Tage in der Woche.

     

    Die beliebteste und bekannteste Variante von Intermittent Fasting im Kraftsport ist 16/8. Dies bedeutet, dass auf einer 16-stündigen Fasten-Phase ein achtstündiges Essensfenster folgt. Bei 20/4 gibt es eine 20-stündige Fasten-Phase, die durch eine vierstündige Essens-Phase Ablösung erfährt. In diesen vier Stunden darf dann alles gegessen werden, worauf instinktiv Lust besteht.

     

    Wichtig ist, solange zu essen, bis das Sättigungsgefühl eintritt. Dabei gilt 20/4 als Urernährungsprinzip der Menschheit. Die Fasten-Phase ist hierbei mit der früheren Phase des Jagens gleichgesetzt. Dahingegen ist die Essensphase mit der früheren Zeit des Essens der Beute vergleichbar.

     

    Bei Bodybuildern hat sich das System des Fastens von einem bis zwei Tage in der Woche am wenigsten durchgesetzt. Dennoch funktioniert es, weil die fehlenden Kalorien der zwei Tage insgesamt in einer Woche fehlen.

     

    Mythen

    Zahlreiche Menschen nehmen an, sie verlieren durch einen 16-stündigen Verzicht auf jegliches Essen sofort an Muskelmasse. Jedoch ist dem nicht so. Nach einer Mahlzeit konzentriert sich der Körper erst einmal auf die Nährstoffversorgung und den Verdauungsprozess. Besonders große Mahlzeiten liefern auch noch viele Stunden nach dem Essen Nährstoffe, die der menschliche Körper für den Muskelaufbau und Fettabbau verwendet.

     

    Diesen Mythos können wir auch durch die Menschheitsgeschichte entkräften. Wenn wir die Jäger und Sammler betrachten, können wir feststellen, dass damals die Männer viele Stunden lang auf Beutejagd gingen. Nicht immer war die Jagd von Erfolg gekrönt. In dieser Zeit gab es nichts zu essen. Dennoch wiesen die Männer ausreichend Muskelmasse auf, um die nächsten Jagd-Einsätze erfolgreich absolvieren zu können. Es wäre fatal gewesen, wenn innerhalb weniger Stunden Muskeln abgebaut wären. Denn dann hätte die Menschheitsgeschichte wohl keine Chance gehabt, eine erfolgreiche Entwicklung zu durchlaufen.

     

    Regeln beim Intermittent Fasting

    Es gibt mehrere Regeln beim Intermittent Fasting, die unbedingt Beachtung finden sollten. Denn nur beim Einhalten dieser Regeln lassen sich Erfolge beim Abnehmen verbuchen.

    • Das Intermittent Fasting sollte immer zur selben Zeit eines jeden Tages durchgeführt werden.
    • Ein Zeitplan ist besonders wichtig für den Erfolg.
    • Während des Fastens sind nur wenige Getränke erlaubt: Wasser, Kaffee, Getränke mit Zero Kalorien, Grün-Tee.
    • Während der Fasten-Phase am Anfang sollte die Zeit gut genutzt werden. Ablenkung ist erlaubt, beispielsweise durch Sport.
    • Während der Essens-Phase kann der Teilnehmer selbst entscheiden, wie viele Mahlzeiten er zu sich nimmt. Wichtig ist aber die Einhaltung aller wichtigen Makro-Nährstoffe während der Essens-Phasen.
    • Nach dem Training ist der Körper ganz besonders aufnahmefähig für Makro-Nährstoffe.
    • Vor dem Training sollte während der Essens-Phasen eine kohlenhydratreiche Mahlzeit gegessen werden.
    • Wenn kein Training während der Essens-Phasen erfolgt, sollte die erste Mahlzeit die größte sein und viel Eiweiß enthalten.

     

    Vorsicht:  Nicht für alle Menschen ist Intermittent Fasting geeignet. Besondere Vorsicht ist für folgende Personengruppen geboten:

    • Menschen mit Essstörungen (beispielsweise Essstörung mit periodischen Heißhungerattacken)
    • Personen, die nicht gerne viel zu wenigen Mahlzeiten essen
    • All jene, die Konzentrationsschwierigkeiten oder eine Verminderung der geistigen Leistung während der Fastenphase haben
    • viele Frauen, die sich mit kürzeren Fasten-Phasen wohler fühlen.

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  • Hyaluron – ein Mehrfachzucker im menschlichen Organismus

    Hyaluron – ein Mehrfachzucker im menschlichen Organismus

    Hyaluron – auch Hyaluronsäure – ist ein Mehrfachzucker, der nahezu überall in unserem Körper vorkommt.

     

    Geschichte von Hyaluron

     

    Hyaluronsäure konnte im Jahr 1934 zum allerersten Mal chemisch isoliert werden. Jedoch kamen die ersten Hyaluron-Präparate erst 1981 auf den Markt. Dabei handelte es sich aber um tierische Quellen. Auf Grund des hierin enthaltenen tierischen Eiweißes führte dies häufig zu allergischen Reaktionen. Dieses Risiko konnte seit dem Jahr 1997 erheblich reduziert werden. Denn es kamen Hyaluron-Präparate auf den Markt, bei denen der Wirkstoff durch Bakterien gewonnen wurde.

     

    Vorkommen von Hyaluronsäure

     

    Hyaluron kommt zum überwiegenden Teil in nachstehenden Regionen des menschlichen Körpers vor:

     

    • Haut
    • Bandscheiben
    • Knochen
    • Gelenkflüssigkeit
    • Glaskörper des Auges.

     

    Auf Grund seiner Struktur kann die Säure Wasser binden. Somit trägt der Stoff weiterhin zu einer gut funktionierenden Mechanik und Stabilität der Gelenke bei. Hyaluronsäure sorgt außerdem für eine natürliche Elastizität der Haut und für ein straffes Bindegewebe. Im Alter geht der Hyaluron-Anteil zurück. Allerdings gibt es noch weitere Funktionen von Hyaluron, wie beispielsweise

     

    • Strukturfunktion im Gehirn
    • Wiederaufbau von Markscheiden, um Axone im Gehirn zu verhindern
    • Interaktion mit Zelloberflächenrezeptoren (Zellteilung und Wanderung)
    • krebsverhindernde Wirkung bei Nacktmullen durch langkettige Hyaluronsäure (bei Menschen bisher nur die kurzkettigen Hyaluronsäuren angewendet).

     

    Einsatzgebiete von Hyaluron

     

    Hyaluronsäure wird in folgenden Bereichen eingesetzt, in der

     

    • Allgemeinmedizin
    • ästhetischen Medizin
    • Kosmetik-Industrie.

     

    In der Allgemeinmedizin lässt sich Hyaluron vor allem zur Behandlung von Gelenkverschleiß, zur Unterstützung der Funktionsfähigkeit der Nasenschleimhaut und zur Behandlung trockener Augen eingesetzt. Es werden im allgemeinmedizinischen Bereich noch weitere Anwendungsmöglichkeiten von Hyaluronsäure untersucht, wie zum Beispiel die

     

    • Wundversorgung
    • Behandlung von chronischen Lungenerkrankungen.

     

    Hyaluron als Hilfe bei kosmetischen Problemen

     

    In der ästhetischen Medizin findet die Hyaluronsäure ihre Anwendung in der Faltenunterspritzung und zur Brust-, Po- und Lippenvergrößerung. Da winzige Fragmente derselben geringfügig besser in die Haut aufgenommen werden können, kommen diese vornehmlich in der kosmetischen Industrie zum Einsatz. Das soll beispielsweise den Effekt in einer Creme steigern. Dabei kann die Säure in verschiedenen Formen dargereicht werden, beispielsweise in Form von

     

    • Spritzen
    • Ampullen
    • Creme
    • Gel
    • Augentropfen

     

    Medikamente mit Hyaluronsäure und deren Nebenwirkungen

     

    Es gibt Hyaluron-Produkte, die freiverkäuflich in den Apotheken erhältlich sind. Dabei handelt es sich meistens um Cremes und Augentropfen. Soll dagegen Hyaluronsäure zur Faltenunterspritzung Anwendung finden, übernimmt ein Arzt die Injektionen. Nebenwirkungen sind in der Regel nicht zu erwarten, da der Stoff im menschlichen Körper vorkommt. Selbst Schwangere und Stillende können sie bedenkenlos anwenden.

     

    Dennoch kann sich beispielsweise die Injektionsstelle infizieren. Ferner kann es gelegentlich zu einer Unverträglichkeitsreaktion der Haut kommen. Hyaluron-Produkte haben zwar keine großen Nebenwirkungen – doch die Effekte halten leider nicht für immer. Ob es sich nun um die Faltenunterspritzung handelt oder zur Behandlung von Arthrose. Durch Hyaluronsäure können schnell Ergebnisse erreicht werden. Aber nach einem Viertel- bis halben Jahr lässt die Konzentration an Hyaluron leider wieder nach.

     

    Hyaluronsäure – zusammenfassende Informationen

     

    Hyaluronsäure hat viele Einsatzgebiete. Im medizinischen Bereich ist Hyaluron schon lange nicht mehr wegzudenken. Somit finden wir es zum Beispiel bei der Knie-Arthrose oder bei bestimmten Augenerkrankungen. Aber auch im kosmetischen Bereich ist die Hyaluronsäure wegen der starken wasserbindenden Fähigkeit beliebt.

     

    Was Hyaluronsäure jedoch so einsatzfähig macht, ist die geringe Gefahr an Nebenwirkungen. Ferner seine schnelle und hohe Effektivität. Dennoch kommt es besonders im kosmetischen Bereich auf die Konzentration an Hyaluronsäure an, damit sich der gewünschte Effekt erzielen lässt.

     

    Hyaluronsäure kann durchaus für alle Hauttypen nützlich sein – ganz besonders aber für Haut, die Alterungserscheinungen aufweist. Dabei kann sie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut steigern sowie die äußeren Hautschichten stärken. Folglich lassen sich vorübergehend Falten und kleine Fältchen auffüllen. Sogar ein Ausbessern von Schäden der Haut aus der Vergangenheit ist möglich.

     

    Zusätzlich gibt es noch ganz andere Einsatzgebiete von Hyaluron. Beispielsweise werden bei der Schuhproduktion Gel-Einlagen mit Hyaluronsäure hergestellt, die ein besonders angenehmes Laufgefühl versprechen.

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  • Selbstvertrauen und Sexualität – hängen die Faktoren zusammen?

    Selbstvertrauen und Sexualität – hängen die Faktoren zusammen?

    Selbstvertrauen und Sexualität bzw. ein erfülltes Sexualleben sind -wenn auch auf zwei verschiedenen Ebenen- eng miteinander verknüpft. So spielt das Selbstvertrauen nicht nur beim ersten Kennenlernen einer Person, sondern auch im Rahmen der (eventuell) folgenden Beziehung eine Rolle. Wer über ein gesundes Selbstvertrauen verfügt, öfter Leute anspricht, verfügt tendenziell über bessere Chancen, Sex zu haben.

    Unglaubwürdig? Mitnichten! Immerhin benötigt es nachweislich Selbstbewusstsein, um mit einem anderen Menschen zu flirten, Nummern auszutauschen und die Beziehung entsprechend auf eine andere Ebene zu führen.

    Weshalb verfügen viele Menschen über ein niedriges Selbstbewusstsein?

    Die Gründe dafür, nicht selbstbewusst zu sein, sind höchst individuell und lassen sich oft (, wenn auch nicht immer) in der Kindheit wiederfinden. Häufig sind unter anderem:

    • Rückschläge
    • emotionale Enttäuschungen
    • körperliche oder geistige Beeinträchtigungen

    Der Grund dafür, weswegen ein Mensch einem anderen nicht sicher und aufgeschlossen begegnen kann. Genau hieraus ergibt sich auch das Problem, das sich in einem tendenziell schlechteren Sexualleben widerspiegelt. Menschen, die über wenig Selbstbewusstsein verfügen, sind nicht nur verschlossener, sondern kommunizieren generell eher weniger. Diese Tatsache ruft beim Gegenüber nicht selten den Eindruck von Desinteresse hervor.

    Wer daher im Allgemeinen Schwierigkeiten damit hat, auf andere Menschen zuzugehen und diese kennenzulernen, hat mittlerweile die Möglichkeit an einschlägigen Kursen teilzunehmen oder -falls das Problem tiefer liegt- beim Psychologen nach Hilfe zu suchen.

    Eine gestörte Körperwahrnehmung als Liebeskiller

    Keine Frage: nur die wenigsten Männer und Frauen entsprechen dem Bild, was den Menschen jeden Tag in den Modezeitschriften dieser Welt offenbart wird. Was sich auf den ersten Blick lediglich erschreckend anhören mag, entwickelt sich für viele zu einer ernsthaften Belastung.

    Sie haben Angst davor, sich einem neuen Partner nackt zu zeigen, verstecken Dehnungsstreifen und Co. und tauschen Zärtlichkeiten bei absoluter Dunkelheit aus. Was früher noch als eine Parodie auf alte Ehepaare galt, ist leider auch für viele Jugendliche zur Realität geworden. Sie haben schlichtweg Angst vor Sex und schämen sich für ihren eigenen Körper. Einige Schulen setzen hier schon früh an und bestärken die Jugendlichen in dem Bild einer positiven Selbstwahrnehmung. Leider funktioniert das Konzept jedoch nicht immer. Selbstvertrauen und Sexualität sollten sich die Hand reichen und ein eingespieltes Team werden.

    Sport entspannt

    Die positive Nachricht: Sie haben die Möglichkeit, sofern Ihre Probleme nicht tiefenpsychologisch zu begründen sind, Ihr Selbstbewusstsein mit einer gesunden Portion Sport zu pushen. Vor allem Ausdauersportarten, wie beispielsweise:

    • Joggen
    • Schwimmen
    • Inliner fahren

    Eignen sich hervorragend, um nicht nur den eigenen Körper in Schwung zu bringen, sondern auch Endorphine auszuschütten. Das Ergebnis? Sie fühlen sich nicht nur besser, sondern werden auch selbstbewusster. Diese neue Lebenseinstellung führt in der Regel schlussendlich dazu, dass auch Ihr Sexualleben ein wenig revolutioniert werden kann.

    Wer sich -besonders im Bett- sicherer fühlt, gibt die Freude über sein neues Körpergefühl nicht nur unweigerlich an den Partner weiter, sondern traut sich mitunter auch mehr zu.

    Wenn ein Mangel an Selbstbewusstsein bedenkliche Ausmaße annimmt…

    Sicherlich sind nur die wenigsten Menschen mit sich und ihrem Körper zu 100% zufrieden. Falls die Unzufriedenheit jedoch so weit geht, dass Sie:

    • sich Ihrem Partner nicht mehr nackt zeigen möchten
    • Ihre Lebensqualität als „deutlich eingeschränkt“ sehen würden
    • lediglich aufgrund Ihres mangelnden Selbstbewusstseins keinen Sex mehr haben möchten

    und dieser Zustand seit mehreren Monaten anhält, sollten Sie sich dringend professionelle Hilfe holen. Unter Umständen leiden Sie nicht an Übergewicht oder etwaigen Schönheitsmakeln, sondern lediglich an einem verzerrten Selbstbild. Dieses kann dann, auch gerade von Ihrem Partner, nicht demontiert werden. Egal, wie sehr er Ihre Schönheit loben wird: Sie werden ihm nicht glauben.

    Daher gilt es hier, in psychologischer Hinsicht zu arbeiten und sich selbst und seinen Körper schätzen zu lernen.

    Gelingt dies, werden Sie schnell feststellen, dass Sex nicht nur Spaß macht, sondern auch etwas ist, das ausschließlich mit positiven Gedanken besetzt sein sollte. Somit kann Selbstvertrauen und Sexualität miteinander funktionieren und müssen sich nicht gegenseitig einschränken.

     

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