Schlagwort: OP-Pfleger

  • Neue Studie – so gefährlich sind OP-Säle

    Neue Studie – so gefährlich sind OP-Säle

    Wer operiert werden muss, der möchte sich sicher fühlen. Wenn es allerdings nach einer neuen Studie geht, dann kann sich kein Patient mehr sicher fühlen, denn die Gefährdung in den deutschen OP-Sälen ist deutlich angestiegen. Es gibt Defizite bei der Hygiene, mangelhafte Organisation und zu wenig Personal.

    Kein gutes Zeugnis

    Laut der aktuellen Studie bekommen die OP-Säle in deutschen Krankenhäusern kein sonderlich gutes Zeugnis. Das OP-Personal ist unzufrieden, immer mehr Pfleger und Schwestern lassen sich krankschreiben, weil sie dem Stress nicht mehr gewachsen sind und nicht selten arbeitet in den OP-Sälen unqualifiziertes Personal. 61 % der OP-Pfleger und Schwestern beklagt zudem eine mangelnde Organisation und durch einen hohen Krankenstand ist das Personal nicht in jedem Krankenhaus ausreichend. Viele Pfleger und Schwestern haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht mehr anerkannt wird und 43 % gaben bei der Studie an, sie würden ihren Beruf nicht noch einmal ergreifen.

    Hygiene – ein sensibles Thema

    Resistente Keime sind nicht erst seit heute in Thema, mit dem sich jedes Krankenhaus befassen muss. 34 % der für die Studie befragten Pfleger und Schwestern sind der Ansicht, dass sich die Hygienebedingungen deutlich verschlechtert haben. Das ist vielfach auch auf die zu dünne Personaldecke zurückzuführen. In diesem Zusammenhang und stellen auch nicht qualifizierte Mitarbeiter eine große Gefahr dar. In einigen Krankenhäusern gibt es außerdem einen großen Nachholbedarf bei der fachgerechten Hygiene im OP-Saal.

    Zu gewinnorientiert

    Es sind vor allem die Kliniken, die in privater Hand sind, bei denen die größten Mängel aufgetreten sind. Anders als Universitätskliniken arbeiten diese Krankenhäuser nur gewinnorientiert und die Patienten werden mehr als Kunden gesehen, die Geld einbringen. Teure Operationen ja, qualifiziertes Personal eher nein, denn gutes Personal kostet schließlich Geld und die Personalkosten schmälern die Gewinne. Solange dieses Denken vorherrscht, wird sich an den heiklen Themen so schnell nichts ändern.

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  • Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Die meisten Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn es um Operationen geht. Sie haben Angst vor der Narkose, Angst davor die Kontrolle zu verlieren und ihr Leben komplett in die Hände der Ärzte zu legen. Der Verlust vor Kontrolle ist eine Urangst, denn dieser Verlust bedeutete für unsere Vorfahren den sicheren Tod. Wer sich aber über die einzelnen Vorgänge vor, während und nach einer Operation informiert, der verliert diese Angst sehr schnell, denn kaum ein anderer Vorgang wird so akribisch geplant und ausgeführt wie ein operativer Eingriff.

    Die Vorbereitungen einer Operation

    Während die OP-Pfleger den Operationssaal für den Eingriff vorbereiten, bekommt der Patient noch in seinem Zimmer ein leichtes Beruhigungsmittel. Dann wird er in den sogenannten Vorbereitungsraum gebracht, wo ein Pfleger den Puls, die Herztöne, den Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut misst. Anschließend injiziert der Narkosearzt über eine Vene im Unterarm oder in der Hand das Narkosemittel und führt dann, wenn der Patient tief schläft, einen Schlauch in die Luftröhre ein. Erst wenn der Patient auf dem OP-Tisch die richtige Position hat und alles bereit liegt, was während der Operation gebraucht wird, kommen die Chirurgen in den Operationssaal. So nehmen zum Beispiel an einer Blinddarmoperation bis zu vier Chirurgen, ein Anästhesist, ein Narkosepfleger, eine OP-Schwester und ein Springer teil. Der Springer ist der Mann im Hintergrund, der das benötigte Material holt, die OP dokumentiert und die verschiedenen Geräte wie das Ultraschallgerät bedient.

    Die Aufgaben der Chirurgen und Narkoseärzte

    Um beispielsweise den Blinddarm zu entfernen, öffnet der Chirurg zunächst die Bauchdecke und der Assistenzarzt hält mithilfe von Haken die Muskulatur und die Haut auseinander, damit der ausführende Operateur eine gute Sicht hat. Mit dem Skalpell und einer sehr feinen Zange wird dann der Blinddarm vorsichtig entfernt, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Während des Eingriffs sitzt der Narkosearzt am Kopfende des OP-Tischs und überwacht auf einem Monitor den Blutdruck, den Puls, die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Kreislauf des Patienten. Der Anästhesist informiert sich aber immer über den jeweiligen Stand der Operation, um die Narkose perfekt steuern zu können.

    Nach der Operation

    Nach dem Gesetz muss bei jedem operativen Eingriff mindestens ein erfahrener Chirurg anwesend sein, meist ist es aber die Aufgabe des Assistenzarztes, die Wunde wieder zu schließen. Zuvor haben sich der Chirurg, die OP-Schwester und auch der Springer davon überzeugt, dass alles, was während des Eingriffs gebraucht wurde, auch wieder an seinem Platz ist und nichts in der OP-Wunde vergessen wurde. Der Chirurg gibt dem Narkosearzt dann das Zeichen, die Schlaf- und Schmerzmittel langsam zurückzufahren. Wenn alles nach Wunsch verläuft, dann wacht der Patient nach wenigen Minuten auf und der Narkosearzt entfernt den Tubus aus der Luftröhre, er spricht den Patienten an und überzeugt sich, dass alles in Ordnung ist. Die meisten Patienten können sich später nicht mehr daran erinnern, dass sie im OP-Saal wach geworden sind, die Erinnerung setzt meist erst im Aufwachraum wieder ein. Nicht selten wird dann die Frage gestellt, wann es endlich losgeht. Für diese Erinnerungslücken sorgen spezielle Medikamente, wie zum Beispiel das Mittel Midazolam. Wenn der Patient wieder komplett bei sich ist, dann wird er wieder in sein Zimmer verlegt und kann dann den Rest der Narkose in aller Ruhe ausschlafen.

    Ein eingespieltes Team

    Jeder operative Eingriff ist so etwas wie ein Gesamtpaket, bei dem jeder auch noch so kleine Handgriff perfekt sitzen muss. Die Teams, die jeden Tag im OP miteinander arbeiten, sind aufeinander eingespielt, und oftmals muss der Chirurg nicht einmal mehr ein bestimmtes Instrument verlangen, es wird ihm unaufgefordert von der OP-Schwester gereicht. Bei jeder OP gilt: Der Patient muss optimal versorgt werden, er darf aber nie übermäßig belastet werden.

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