Schlagwort: Panikattacken

  • Sind Frauen psychisch labiler als Männer?

    Sind Frauen psychisch labiler als Männer?

    Psychische Probleme, Angstzustände und Depressionen werden heute immer öfter von den Ärzten diagnostiziert und es sind vor allem Frauen, die darunter leiden. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 wurden Frauen aufgrund von psychischen Leiden doppelt so oft krankgeschrieben als Männer, so eine neue Studie der Krankenkasse DAK. Das erweckt den Eindruck, als wären Frauen psychisch labiler als Männer, aber dieser Eindruck täuscht.

    Männer fallen weniger auf

    Nicht nur bei Krankschreibungen, auch wenn Frauen und Männer nach ihrem seelischen Befinden gefragt werden, antworten Frauen dreimal so häufig, dass sie Probleme mit der Psyche haben. Experten haben sich jetzt gefragt, woran das liegen könnte und kamen zu dem Schluss, dass Männer zwar auch psychische Probleme haben, sie aber nicht nach außen tragen, wie das bei vielen Frauen der Fall ist. Frauen haben feinere Antennen, wenn sie das Gefühl haben, dass sie sich nicht wohlfühlen, Männer verdrängen diese Tatsache lieber.

    Ein anderes Verhalten

    Das unterschiedliche Verhalten zwischen Männern und Frauen zeigt sich schon im Kindesalter. Mädchen reagieren vollkommen anders auf Stress, denn während Jungen unter stressigen Bedingungen dominant auftreten, suchen sich Mädchen Verbündete. Sie wollen die Probleme nicht alleine tragen und dieses Verhalten nehmen sie wie die Jungen auch, mit ins Erwachsenenleben. Kommt es dann zu einem traumatischen Erlebnis, dann wird das Verhalten aus Kindertagen übernommen.

    Häufiger überfordert

    Anders als Männer leiden viele Frauen heute unter einer psychisch sehr großen Belastung, denn sie müssen den Haushalt versorgen, nebenbei ihren Job machen und sich auch noch um die Kinder kümmern. Oftmals kommt dann noch eine schwierige finanzielle Situation dazu, oder die Eltern müssen gepflegt werden. Dieser dauerhafte Stress zerrt an den Nerven und setzt der Psyche schließlich mehr und mehr zu. In der Folge kommt es zu depressiven Verstimmungen, zu Angstzuständen, zu Panikattacken und schließlich zu einem kompletten Zusammenbruch.

     

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  • Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Amphetamine als Partydroge – illegal und lebensgefährlich

    Nächtelang durchtanzen, ohne müde zu werden oder Hunger zu verspüren – möglich wird das durch Amphetamine als Partydroge. Speed oder Ecstasy nennen es diejenigen, die zu dieser illegalen Droge greifen, um „gut drauf zu sein“, um abschalten oder einfach nur high zu werden. Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese synthetischen Drogen zum einen unter das Betäubungsmittel fallen und dass der „Genuss“ dieser Drogen zum anderen das Leben kosten kann.

    Die Hits der Drogenszene

    Amphetamine als Partydroge und auch Methamphetamine sind synthetisch hergestellte Drogen, die in der Drogenszene bekannt und auch beliebt sind. Amphetamine werden in der Szene als Speed angeboten und sie enthalten neben Methamphetamin auch Ephedrin, ein sehr gefährliches Alkaloid, Koffein und sogenannte Verschnittstoffe wie Waschpulver oder Milchpulver. Nicht weniger beliebt sind auch Ecstasy, ebenfalls ein Amphetamin und Crystal, ein weißliches, transparentes Pulver, das auch zur Familie der Methamphetamin gehört. Amphetamine als Partydroge werden wahlweise als feines Pulver geschnupft, in Form von Kapseln geschluckt, geraucht oder wie Heroin gespritzt.

    Wie wirken Amphetamine als Partydroge?

    Wie viele andere Drogen, so setzen auch Speed, Crystal oder Ecstasy bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin im Gehirn frei, und das steigert die mentale und auch körperliche Leistungsfähigkeit. Wer die Droge nimmt, der fühlt sich stark, voller Energie und hat das Gefühl, glasklar denken zu können. Dazu kommt eine starke Euphorie, die auch Halluzinationen auslösen kann. Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder Schlaf werden ausgeschaltet, der Blutdruck, die Körpertemperatur und die Pulsfrequenz steigen an, und schon zehn Milligramm der Droge reichen, um bis zu zehn Stunden Höchstleistungen zu bringen. Wer pures Methamphetamin schon in kleinen Dosen einnimmt, der kann seinen Rausch sogar noch verlängern.

    Welche Folgen hat der Drogenkonsum?

    Wer Amphetamine als Partydroge nimmt, der wird immer mehr konsumieren müssen, denn die Wirkdauer wird bei längerem Konsum immer kürzer. Das führt schließlich dazu, dass die Konsumenten die Dosis langsam aber sicher immer weiter erhöhen und dann in eine starke psychische Abhängigkeit abrutschen. Das Verhalten ändert sich, die Betroffenen entwickeln nicht selten Zwangsneurosen und mit zunehmendem Konsum kann es zu einer sogenannten Amphetaminpsychose kommen. Diese Form der Psychose kann in einer Paranoia oder auch in Schizophrenie enden. Aber auch für den Körper sind Amphetamine als Partydroge sehr gefährlich, denn das Herz-/Kreislaufsystem und auch die Nerven können schwer geschädigt werden. Obwohl Methamphetamine ein starkes Nervengift sind, nehmen die meisten Abhängigen die Droge trotzdem nicht alleine ein, da sie der Ansicht sind, dass sie die Nebenwirkungen des Gifts neutralisieren können, wenn sie zusätzlich noch Cannabis rauchen oder LSD nehmen.

    Welche Entzugssymptome gibt es?

    Da Amphetamine schnell abhängig machen und die Betroffenen immer größere Mengen einnehmen, sind die Entzugserscheinungen besonders stark. Neben Depressionen gehören auch Angstzustände zu diesen Symptomen, zudem bekommen die Betroffenen Panikattacken und sie leiden unter paranoiden Zuständen. Körperlich treten Entzugssymptome wie starkes Zittern, übermäßiges Schwitzen und auch Sehstörungen auf.

    Die weitverbreitete Partydroge

    Amphetamine als Partydroge sind in ganz Europa auf dem Vormarsch und haben in vielen EU-Staaten bereits den zweiten Platz in der Beliebtheitsliste hinter Cannabis erobert. Amphetamine werden auch gerne als Partydroge der Intellektuellen bezeichnet, denn die Konsumenten können klarer denken und da die Droge auch als Aufputschmittel dient, kennt die Leistungsfähigkeit kaum Grenzen. Jüngere Konsumenten nehmen Amphetamine meist als Stimmungsmacher, um nächtelang durchtanzen zu können, ohne müde zu werden. Amphetamine sind aber nicht nur eine beliebte Partydroge, auch Sportler schätzen die synthetische Droge als Dopingmittel.

    Amphetamine sind und bleiben eine gefährliche Droge, die sehr schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit führen kann. Schon wenige Milligramm reichen aus, um süchtig zu werden und die Folgen dieser Sucht sind in jedem Fall verheerend.

    Bild: © Depositphotos.com / nenovbrothers

  • Trenddroge LSD – altbekannt und neu entdeckt

    Trenddroge LSD – altbekannt und neu entdeckt

    LSD – diese drei Buchstaben stehen für Lysergsäurediethylamid, aber auch für eine Droge, die ihre große Zeit schon lange hinter sich hat. Trotzdem ist die Trenddroge LSD nach wie vor gefragt, denn noch immer gibt es Fans, die sich der halluzinogenen Wirkung von LSD hingeben. LSD ist eine seltsame Droge, denn sie macht nicht abhängig, kann aber schwere gesundheitlichen Schäden auslösen. Die Trenddroge LSD wird heute noch in Form von Tabletten, Kapseln oder als Flüssigkeit verkauft, wenn auch unter ihrem neuen Namen Acid.

    Die Geschichte der Trenddroge LSD

    Der Schweizer Chemiker Albert Hofmann fühlte sich an einem sonnigen Tag im April des Jahres 1943 nicht so recht wohl. Den ganzen Tag hatte er in seinem Labor mit Lysergsäurediethylamid gearbeitet und fühlte jetzt eine seltsame Ruhelosigkeit, auch die visuellen Wahrnehmungen, die er hatte, konnte der Chemiker nicht so richtig einordnen. Der Grund für seinen merkwürdigen Zustand musste mit Lysergsäurediethylamid zusammenhängen, und um Klarheit zu bekommen, nahm Albert Hofmann am nächsten Tag 0,25 mg LSD und erlebte, diesmal ganz bewusst, den zweiten LSD-Rausch seines Lebens. Karriere machte die Trenddroge LSD in den 1960er Jahren, wo sie vor allem unter Hippies einen hohen Stellenwert hatte. Der damals noch unbekannt Timothy Leary, seines Zeichens Professor an der berühmten Universität von Harvard, wurde zu einem LSD Guru und pries die bewusstseinserweiternden Eigenschaften der halbsynthetischen Droge. Angeblich waren auch die Beatles von der damaligen Trenddroge LSD begeistert und widmeten ihr mit „Luzy in the Sky with Diamonds“ sogar einen Song.

    Was genau ist LSD?

    LSD ist eine sogenannte halbsynthetische Droge, denn die im LSD enthaltene Lysergsäure ist ein natürlicher Wirkstoff des Mutterkorns, einem Schmarotzerpilz, der auf Getreideähren zu Hause ist. Im Rahmen seiner Forschungen hat Albert Hofmann dem Mutterkorn nur eine Diethylamid-Gruppe hinzugefügt und schon war die Trenddroge LSD geboren. Unter dem Namen Delysid wurde LSD vom Pharmaunternehmen Sandoz als Medikament auf den Markt gebracht und zur Unterstützung von Psychotherapien eingesetzt. Noch in den 1990er Jahren war es einigen Ärzten in der Schweiz erlaubt, LSD bei der Behandlung psychisch Kranker einzusetzen.

    Wie wirkt LSD?

    Die Trenddroge LSD gehört zur Familie der Halluzinogene und erweitert das Bewusstsein, wenn man den Anhängern der Droge glauben darf. Wer LSD einnimmt, der kann verschiedene Emotionen zur gleichen Zeit erleben, oder dass die Stimmungen in schneller Folge einander abwechseln. Je nach Höhe der Dosis erzeugt LSD Halluzinationen und auch Wahnvorstellungen. Die Konsumenten haben das Gefühl, dass sie sich selbst und auch die Zeit verändern, alle Empfindungen werden praktisch ins Gegenteil verkehrt, man kann plötzlich Farben hören und Musik sehen. Diese „Reise“ kann ein Erlebnis sein, aber sie kann auch für massive Panikattacken sorgen. Das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, nimmt dann Überhand, es stellt sich die Angst ein, wahnsinnig zu werden, und auch Todesangst und tiefe Verzweiflung sind auf einem „Trip“ mit der Trenddroge LSD keine Seltenheit.

    Wie schadet LSD der Gesundheit?

    Auch wenn es bei LSD anders als bei Heroin und Kokain keine körperliche Abhängigkeit gibt, so kann es bei einem regelmäßigen Konsum doch zu ernsten gesundheitlichen Schäden kommen. Ein Risiko sind zum Beispiel Psychosen wie die Schizophrenie, die sich dauerhaft einstellen können, aber auch Depressionen und Angstzustände können durch den Konsum von LSD auftreten. Eine weitere Gefahr stellen die sogenannten Flashbacks dar, die häufig vor allem bei denjenigen vorkommen, die hohe Dosen der Droge einnehmen. Diese Flashbacks stellen sich sehr plötzlich und ohne Vorwarnung ein und können sogar noch nach Wochen oder Jahren nach der Einnahme von LSD immer wieder auftreten.

    Die meisten stoppen die Einnahme von LSD, nachdem sie schlechte Erfahrungen auf einem der „Trips“ gemacht haben, und nehmen nie wieder LSD ein.

    Bild: © Depositphotos.com / designer491

  • Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Johanniskraut – harmlos oder riskant?

    Depressionen sind fast schon eine Volkskrankheit, immer mehr Menschen leiden unter depressiven Verstimmungen, aber nicht jeder geht auch zum Arzt. Viele gehen stattdessen in die Apotheke oder in den nächsten Drogeriemarkt und kaufen dort Johanniskraut, ein Kraut, das gegen Depressionen, innere Unruhe, Nervosität und auch gegen Angstzustände helfen soll. Johanniskraut gilt als natürliche Alternative zu den klassischen Antidepressiva und wird als vergleichsweise harmlos eingestuft. Aber ist Johanniskraut tatsächlich so harmlos, wie es scheint, oder hat das Heilkraut vielleicht doch unerwünschte Nebenwirkungen?

    Johanniskraut – ein ganz besonderes Kraut

    Im Volksmund wird Johanniskraut auch Herrgottsblut genannt. Seinen Namen verdankt das Kraut aus der Familie der Hartheugewächse aber dem Johannistag, denn die Pflanze blüht immer um den 24.Juni. Unterschieden werden verschiedenen Arten, wie das echte, das getüpfelte, das gewöhnliche und das durchlöcherte Johanniskraut. Das Kraut kann bis zu einem Meter groß werden und bis zu 50 cm tief in der Erde wurzeln. Die Blütezeit beginnt Mitte Juni, sie endet im August und einige Pflanzenteile sind leicht giftig. Die Johanniskrautarten sind überall auf der Welt zuhause, sie wachsen in Europa ebenso wie in Nord- und Südamerika und in Asien, sogar in Australien sind die gelb oder weiß blühenden Pflanzen zu finden.

    Ein bewährtes Heilkraut

    Johanniskraut gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Schon in der Antike nutzen die Menschen das Kraut als Heilmittel gegen nervöse und depressive Verstimmungen, damals als Melancholie bezeichnet. 2015 wurde das Kraut zur Arzneipflanze des Jahres gewählt, obwohl die Wirkung, vor allen Dingen aber die Nebenwirkungen nicht ganz so unumstritten sind. Zunächst war das beruhigende Kraut nicht für Menschen gedacht, erst als Kühe und Pferde von der Pflanze fraßen und dann deutlich ruhiger wurden, kam man in der Antike auf den Gedanken, die Samen des Johanniskrauts zu isolieren und als Arznei zu verwenden. Das Kraut wurde als Tee aufgekocht, als Tinktur verabreicht und zu Öl destilliert. Es galt als Einreibemittel, um die Gicht und Rheuma zu lindern, es half bei einem schmerzhaften Hexenschuss und auch bei Verrenkungen oder Verstauchungen wurden Umschläge mit konzentriertem Johanniskrautöl auf die betroffenen Körperteile gelegt.

    Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Noch immer gilt, was pflanzlich ist, das ist auch gesund und vor allem immer harmlos, beim Johanniskraut lässt sich das so leider nicht bestätigen. Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben das natürliche Antidepressivum einmal genauer unter die Lupe genommen und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Sie fanden verschiedene Nebenwirkungen, die Palette reicht von Übelkeit über Müdigkeit bis hin zu Panikattacken. Wer regelmäßig Johanniskraut einnimmt, der muss damit rechnen, dass der Blutdruck steigt und es zu Fieber kommen kann. Bei einer zu hohen Dosis kann es zudem zu Bewusstseinsstörungen, Krämpfen und Verwirrtheit kommen. Auch Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille, sind wissenschaftlich belegt. Die Forscher aus Australien warnen davor, das beruhigende Kraut über einen längeren Zeitraum und in größeren Dosen einzunehmen, denn dann sind die Nebenwirkungen ebenso stark und auch so gefährlich, wie das bei Antidepressiva der Fall ist.

    Johanniskraut nicht in der Schwangerschaft einnehmen

    Viele Frauen fühlen sich besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht wohl, sie können schlechter schlafen, sind häufig unruhig oder nervös. Klassische Medikamente kommen in der Schwangerschaft nicht infrage und die natürliche Alternative gilt daher als das perfekte Mittel, was es aber leider nicht ist. Selbst als Tee kommt Johanniskraut während der Schwangerschaft und später auch in der Stillzeit nicht infrage, denn die Nebenwirkungen sind so gravierend, dass sie sowohl der Mutter als auch dem Kind schaden können. Nicht umsonst gilt das Kraut als Gift für schwangere und stillende Frauen, denn im Mittelalter wurde das Kraut, das eigentlich die Nerven beruhigen soll, als Mittel für eine Abtreibung verwendet.

    Bild: © Depositphotos.com / Kassandra2

  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

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  • Angst vorm Zahnarzt und wie man sie überwinden kann

    Angst vorm Zahnarzt und wie man sie überwinden kann

    Schon der Gedanke an den Bohrer sorgt bei vielen Menschen für Schweißausbrüche und Herzrasen, denn geschätzt 60 % bis 80 % der Deutschen haben Angst vorm Zahnarzt. Mehr als 20 % haben sogar mehr als einfach nur Angst vorm Zahnarzt, sie sind in Panik, wenn es darum geht einen Zahnarzt aufzusuchen. Zugegeben, ein Besuch beim Zahnarzt ist selten angenehm, aber eine Dentalphobie, wie die Angst vorm Zahnarzt auch genannt wird, macht es nicht besser. Es gibt heute Mittel und Wege, um die Angst vor dem Zahnarzt unter Kontrolle zu bekommen.

    Angst vor der Behandlung

    Wer Angst vorm Zahnarzt hat, der fürchtet sich nicht vor dem Arzt selbst, sondern vielmehr vor der Behandlung. Psychologen haben eine Art Katalog zusammengestellt, was den meisten Menschen besonders viel Angst macht:

    • Die Betäubungsspritze
    • Das Geräusch des Bohrers
    • Der Anblick des Bohrers
    • Der Anblick der Betäubungsspritze
    • Die Schmerzen, die aus der Behandlung resultieren

    Die Angst vorm Zahnarzt ist ein Problem, das ernst genommen werden und auch behandelt werden sollte. Wer Angst vor dem Gang zum Zahnarzt hat, der wird nur dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Zahnschmerzen unerträglich werden, erforderliche Folgetermine werden sehr oft nicht mehr wahrgenommen und die Zahngesundheit wird immer schlechter. In der Folge fallen Zähne aus, das Essen wird problematisch und die Betroffenen geraten immer mehr ins soziale Abseits. Die Angst vor der Behandlung lässt sich heute gut therapieren und sie ist in den meisten Fällen auch heilbar.

    Wie entsteht die Angst vorm Zahnarzt?

    Für die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung gibt es viele unterschiedliche Faktoren, die dann zusammenwirken und für eine Dentalphobie sorgen. Vielfach sind es traumatische Erlebnisse aus der Kindheit, die für die Angst vorm Zahnarzt auch im Erwachsenenalter verantwortlich sind. Aber auch wer schon eine sehr schmerzhafte Behandlung beim Zahnarzt hinter sich hat, der entwickelt Angst, denn vor jedem geplanten Zahnarztbesuch kommen die Erinnerungen wieder. Viele haben auch Angst, weil sie im Freundes- oder Bekanntenkreis Schilderungen von schmerzhaften Behandlungen gehört haben.

    Angst vorm Zahnarzt – Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

    Zittern, Angstschweiß, Herzrasen, das Gefühl in Ohnmacht zu fallen – das sind nur einige der Symptome, die diejenigen plagen, die Angst vor dem Zahnarztbesuch haben. Der erste Schritt, um diese Angst oder sogar die Panik in den Griff zu bekommen, ist dem Betroffenen klar zu machen, dass es Zeit wird, etwas gegen die Angst zu unternehmen. Im zweiten Schritt sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, zu dem die Betroffenen Vertrauen haben oder ein Zahnarzt, der sich auf Angstpatienten spezialisiert hat. Besonders bewährt haben sich psychotherapeutische Maßnahmen mit der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie, bei der sich der Patient bewusst seinen Ängsten stellen soll. Auch eine Entspannungstherapie kann hilfreich sein, denn Studien haben gezeigt, dass viele Menschen weitaus weniger Angst haben, wenn sie zum Beispiel Musik hören.

    Die Behandlung mit Medikamenten

    Wenn psychologische Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann gibt es auch die Möglichkeit, angstlösende Medikamente einzusetzen. Zwar sind Medikamente keine Lösung für eine Langzeittherapie, aber sie können bei akuten Panikattacken helfen und den Patienten für die Dauer der Behandlung die Angst nehmen. Wenn es um Behandlungen geht, die sehr lange dauern, sehr kompliziert und auch mit großen Schmerzen verbunden sind, dann ist eine Vollnarkose die beste Lösung. Wichtig ist es aber, dass der Zahnarzt einen eigenen Narkosearzt hat, der während der Behandlung den Patienten permanent überwacht. Medikamentöse Lösungen machen Angstpatienten den Besuch beim Zahnarzt zwar einfacher, aber sie sind nicht dauerhaft anwendbar, denn die Angst bleibt bestehen. Alle, die Angst vorm Zahnarzt haben, sind daher besser beraten eine Therapie zu machen, um so die Angst zu überwinden. Nur wer dauerhaft keine Angst mehr vor dem Zahnarzt hat, der sorgt für immer gesunde Zähne.

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