Schlagwort: Patienten

  • Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma kann alle Altersgruppen treffen. Insgesamt existieren etwa 100 verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen. Es gibt erste Anzeichen, auf die man achten sollte und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Auf diese Weise können Patienten nicht nur ihren Alltag meistern, sondern ihn auch genießen.

     

    Bild: Rheuma hat viele unterschiedliche Krankheitsverläufe und Symptome.
    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

    Eine regelmäßige Physiotherapie ist oft ein wichtiger Teil der Rheuma-Behandlung, weil Übungen dabei helfen, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen. Eine weitere wichtige Säule der Therapie ist die Ergotherapie. Viele Patienten profitieren außerdem von einer physikalischen Therapie, also vom Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt werden oder, wenn dies möglich ist, zum Beispiel versteift werden.

     

    Die richtige Ernährung zur Therapie-Unterstützung

    Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Laut den Experten von www.kurkuma-wirkung.de kann das jahrtausendealte Heilmittel mit dem Inhaltsstoff Kurkumin genauso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgehen wie so manch einschlägiges Medikament. Was aber ist Rheuma genau? Und was sind die ersten Anzeichen?

     

    Rheuma – Was ist das? 

    Das Wort Rheuma hat seinen Ursprung im griechischen Wort „rheo“ (zu deutsch: „Ich fließe“). Für die heutige Medizin wird es frei mit „ziehende Schmerzen“ übersetzt. Die Krankheit umfasst Schmerzkrankheiten und die Bewegungseinschränkung von Sehnen, Muskeln, Gelenke, Knochen und der Wirbelsäule. Die insgesamt 100 Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff „Rheuma“ zusammengefasst werden, teilt man in vier Hauptgruppen ein:

     

    Gruppe Beispiele
    Entzündlich rheumatische Erkrankungen z.B. Vaskulitiden, Morbus Bechterew, Rheumatioide Arthritis, Kollagonesen
    Degenerative rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose
    Erkrankungen des Bewegungssystems z.B. durch Störungen beim Stoffwechsel bei Diabetes, Osteoporose, Gicht
    Rheumatische Schmerzkrankheiten z.B. Fibromyalgie

    Tabelle: Die Anzahl der unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen ist so groß, dass es sinnvoll ist, diese in mehrere Hauptgruppen zu unterteilen.

     

    Neben Knochen und Gelenken können aber auch verschiedene Organe von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Augen, Herzmuskel, der Darm und sogar Nerven.

     

    Wo kommt Rheuma her?

    Wie genau Rheuma entsteht, ist bisher nicht bekannt, allerdings spielen oft erbliche Faktoren eine Rolle. Kristallablagerungen, Infektionen im Gewebe sowie Autoimmunkrankheiten führen zu entzündlich-rheumatischen Krankheiten. Auch wenn Knorpel, Gelenke und deren Strukturen durch Überbelastung oder falsche Belastung geschädigt werden, folgen Gelenkkrankheiten und Arthrosen. Greifen Stoffwechselstörungen etwa die Knochenmasse an und bauen diese ab, werden die Knochen brüchig. Überlastungen beim Sport oder ein steifer Nacken können ebenfalls chronische Schmerzen hervorrufen.

     

    Wie fängt Rheuma an? 

    Die ersten Symptome erscheinen noch relativ harmlos. Zum Beispiel kommt es zu leichtem Fieber, Verlust des Appetits und Müdigkeit. Diese Anzeichen prägen sich nach einer gewissen Zeit noch stärker aus: Gelenke schwellen an, erwärmen sich, erröten und sind morgens versteift. Anfangs schmerzen vor allem Zehen und Finger. Die Krankheit tritt meist symmetrisch auf. Das heißt, es sind z.B. beide Handgelenke, Schultern, beide Füße oder beide Knie betroffen.

     

    Können Kinder oder Jugendliche von Rheuma betroffen sein?    

    Rheuma betrifft nicht nur ältere Menschen. Kinder, Jugendliche, sogar Kleinkinder können erkranken. Die heute als juvenile idiopathische Arthritis bekannte Krankheit hat ebenso wie das Rheuma bei Erwachsenen viele unterschiedliche Symptome und Verlaufsformen. Diese können sowohl Knochen als auch Organsysteme befallen. In Deutschland gehören insgesamt etwa 15.000 Kinder zu den Erkrankten.

     

    Wie Rheuma diagnostizieren? 

    Untersuchen lassen sollte man sich:

    • wenn mehr als zwei Gelenke von Schwellungen betroffen sind
    • wenn die Morgensteifheit bei Gelenken länger als 30 Minuten anhält
    • wenn Finger und Zehen bei Druck schmerzen

     

    Wichtig für eine umfassende Diagnose ist auch eine umfassende Historie des Patienten:

    • liegen bereits bei anderen Familienmitgliedern ähnliche Erkrankungen vor?
    • verändert sich die Art der Schmerzen während Tag und Nacht?
    • welche Gelenke schmerzen?
    • wandert der Schmerz?
    • wie schnell schreitet die Krankheit voran?

     

    Zusätzlich nimmt der Arzt Blutuntersuchungen vor. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgenschall und Röntgenaufnahmen zeigen außerdem, ob sich Flüssigkeiten in den Gelenken angesammelt haben bzw. ob Gelenk- oder Knochenschädigungen vorliegen. Mit dem

    Kernspintomografen lassen sich Schädigungen sogar schon wesentlich vorher erkennen.

    Infografik Zunahmen von Krankheiten allgemein und spezifisch Rheuma-Kranken in Deutschland.

     

     

     

     

     

     

     

    Wie kann man Rheuma behandeln?

    Für Rheuma-Patienten gibt es viele verschiedene Therapieformen, die den Verlauf für die Betroffenen angenehmer gestalten. Ziel ist das Aufhalten, also die Remission und die Linderung bzw. die komplette Abwesenheit von Schmerzen:

     

    Behandlungsmethode Beschreibung Nebenwirkungen
    Medikamente •  nichtsteroidale Antirheumatika haben keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit, lindern aber Schmerzen und Steifheit in den Gelenken

    •  Krankheitsmodifizierende Medikamente wirken dagegen auf das Immunsystem ein und verhindern eine Überreaktion auf die Krankheit, sie verlangsamen oder halten den Krankheitsverlauf ganz auf.

    Die zweite Medikamentengruppe wirkt auf das Immunsystems ein, was wiederum zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Das wäre aber auch bei einer aktiven rheumatoiden Arthritis der Fall, die nicht medikamentös behandelt wird.
    Cortison (Steroide) In Kombination mit den Medikamenten hilft auch das Hormon der Nebennierenrinde namens Kortison. In kleinen Dosen wirkt es entzündungshemmend. Nur bei intensiven Krankheitsschüben wird die Dosis erhöht. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur über einen kurzen Zeitraum geschehen, weil eine längere Einnahme zu Knochenverlust und Zunahme von Gewicht führen kann.
    Physiotherapie Mit physikalischen Therapieformen und Bewegungsübungen soll die Muskulatur gestärkt und die Mobilität der Gelenke weiterhin gesichert werden. Hierzu zählen vor allem Krankengymnastik und Bewegungsbäder. Außerdem sind Wärmebehandlungen wie heiße Bädern, Fango oder Moor hilfreich, aber auch Kältebehandlungen durch Kyropackungen oder in der Kältekammer. Zu den weiteren Behandlungsmethoden gehören: Ultraschall, Infrarotbestrahlung, Hochfrequenztherapie Bei Krankheitsschüben sollte die Therapie vorsichtig vonstatten gehen. Eine zu starke Belastung kann nämlich zu weiteren Schäden führen. Eine zu intensive Wärmebehandlung hat ebenfalls schädliche Folgen.
    Ergotherapie Fokussiert sich darauf, wie der Patient Alltagsbewegungen (Zuhause und am Arbeitsplatz) möglichst gelenkschonend durchführen kann.

    Tabelle: Wichtig bei diesen Behandlungsmethoden ist, dass sie schon früh beginnen müssen, damit sie tatsächlich zum erwünschten Erfolg führen. Dies sollte spätestens drei Monate nach einer entsprechenden Diagnose beginnen.

     

    Wie sollten sich Rheumapatienten ernähren?

    Fettige Lebensmittel wie z.B. Leber, Butter, Schmalz, fettreicher Käse oder Wurst sollte der Patient vermeiden. Gemüse und Obst und vegetarische Gerichte sind sehr hilfreich. Zweimal in der Woche Fisch sollte ebenfalls im Diätplan stehen. Pflanzliche Öle wie Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl enthalten Vitamine und wichtige Fettsäuren. Einen halben Liter fettarme Milch sollten Patienten täglich zu sich nehmen oder entsprechende Milchprodukte.

     

     

    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

  • Wirkweise von Eisen in Bezug auf Eisenmangel

    Wirkweise von Eisen in Bezug auf Eisenmangel

    Eisenmangel kann sich auf unterschiedliche Art bemerkbar machen. Meistens lässt er sich an Blutarmut, auftretender Blässe sowie stetiger Müdigkeit erkennen. Zur Beseitigung eines vorliegenden Eisenmangels verschreibt der Arzt zumeist Eisen Kapseln oder Tabletten.

     

    Richtige Einnahme von Eisenpräparaten bei Eisenmangel

    Nicht selten macht sich ein Eisenmangel auch durch Haarausfall bemerkbar. Bekanntermaßen fallen beim Menschen pro Tag bis zu 100 Haare aus. Doch wer bei sich bemerkt, dass mehr Haare ausfallen, könnte unter einem Eisenmangel leiden. Im Großen und Großen helfen Eisentabletten den Speicher wieder aufzufüllen. Doch auch durch den Verzehr von

    • Fisch
    • Leber
    • Milch

    kann jede betroffene Person selbst etwas gegen einen Eisenmangel tun.

     

    Optimaler Weise lässt sich ein vorliegender Eisenmangel beim Menschen beispielsweise mit Eisen Kapseln von vitaminexpress.org beseitigen. Dabei gilt es zu beachten, das Präparat stets auf nüchternem Magen 30 Minuten vor dem Frühstück einzunehmen. Am besten eignet sich zur Einnahme ein Glas lauwarmes Wasser.

     

    Eine erste Wirksamkeit des Nahrungsergänzungsmittels lässt sich nach einem halben bis einem ganzen Jahr feststellen. Der reduzierte Eisenmangel macht sich durch eine gesünder aussehende Gesichtsfarbe und erhöhte Vitalität bemerkbar.

     

    Über die Häufigkeit und Dauer des Verzehrs von Eisen Kapseln entscheidet der verordnende Arzt.

     

    Wissenswertes rund um die Aufnahme von Eisen in Bezug auf Eisenmangel

    Liegt dem Eisenmangel eine Blutarmut zugrunde, sollten Medikamente hiergegen auf keinen Fall mit Kaffee oder Tee eingenommen werden. Denn die darin enthaltenen Gerbsäuren binden Eisenionen innerhalb des Magens an sich. Dadurch kommt es zur ungenutzten Ausscheidung des Eisens. Ein Vordringen in den Blutkreislauf ist somit nicht gegeben.

     

    Laut Professor Dr. Joachim Schmidt – klinische Pharmakotherapie und angewandte Pharmakologie Dresden – ist auf die gleichzeitige Einnahme von Magnesium zu verzichten. Denn bei der zeitgleichen Zuführung von Magnesium und Eisenpräparaten kann eine Blockierung der Eisenaufnahme erfolgen.

     

    Aus diesem Grund empfiehlt sich eine getrennte Einnahme. Zwei Stunden zwischen beiden Präparaten sollten ausreichen.

     

    Ferner empfiehlt es sich beim Verzehr von Eisenpräparaten auf ein ausreichendes Trinken von wenigstens zwei Litern Wasser pro Tag zu achten. Dies gilt insbesondere für Menschen, bei denen eine Neigung zu Verstopfungen bekannt ist. Ein frühzeitiges Absetzen sollte jedoch nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

    Eisenmangel während der Menstruation

    Frauen, die während ihrer Menstruation sich ständig gereizt, schlapp und müde fühlen leiden vermutlich an einem Eisenmangel. Entsprechende Medikamente schaffen wirksame Abhilfe. Der Mensch selbst verfügt im Blut nur über etwa sechs Milligramm Eisen. Dieses benötigen wir zum Transport des eingeatmeten Sauerstoffs zu sämtlichen Körperstationen.

     

    Hierfür braucht der Mensch im Normalfall ein Milligramm je Tag. Wenn allerdings eine starke Menstruation vorliegt, benötigt der Organismus weitere 1,5 mg Eisen. Infolgedessen bleibt zu wenig Sauerstoff zurück, was wiederum ein zu geringes Pumpen von Nährstoffen in unsere inneren Organe zur Folge hat. Aus diesem Grund fühlen sich Frauen schnell schlapp.

     

    Zeigen Eisen Kapseln oder Tabletten aus der Apotheke nicht die gewünschte Wirkung, macht sich ein Spritzen eines verschreibungspflichtigen Präparats seitens des behandelnden Arztes erforderlich.

     

    Eisenmangel bei chronischen Darm-Entzündungen

    Wer von einer chronischen Darm-Entzündung betroffen ist, sollte mit Eisentabletten vorsichtig sein. Beispielsweise wirken sich diese bei Patienten mit Morbus Crohn eher ungünstig aus. Eisenpräparate führen hier zu einer weiteren Reizung der Darmschleimhaut.

     

    Für eine bessere Verwertung empfehlen sich Infusionen seitens des Arztes. Dadurch kann der Körper Eisen wesentlich besser verwerten. Infolgedessen lassen Beschwerden wesentlich schneller nach.

     

    Darauf ist beim Kauf von Eisenpräparaten zu achten

    Beim Einkauf von Eisen Kapseln oder Tabletten zur Beseitigung von einem Eisenmangel sollte unbedingt Wert auf zweiwertiges Eisen gelegt werden. Denn dieses ist besser verwertbar als dreiwertiges.

  • Neue Therapie gegen Asthma bei Schwangeren zum Schutz des Neugeborenen

    Neue Therapie gegen Asthma bei Schwangeren zum Schutz des Neugeborenen

    Eine weltweit verbreitete chronische Erkrankung der oberen Atemwege ist das Asthma. In einer aktuellen Studie ist es australischen Wissenschaftlern der University of Newcastle gelungen, neue Behandlungswege für Schwangere gegen diese schwere Erkrankung zu entwickeln. Durch einen speziellen Test bei Schwangeren ist es möglich, das Neugeborene zuverlässig vor einer Asthma-Erkrankung zu schützen.

     

    Asthma-Patienten leiden ein ganzes Leben an der chronischen Erkrankung

    Da es sich hierbei um eine chronische Krankheit handelt, bleibt diese das gesamte Leben über erhalten. Einige Betroffene können ihre Erkrankung gut unter Kontrolle halten. Trotzdem bleibt diese lebenslang erhalten. Mit Problemen bei einer asthmatischen Erkrankung ist insbesondere während körperlichen Belastungen sowie bei der sportlichen Betätigung zu rechnen. Hieraus resultieren nicht selten soziale Probleme bei Kindern sowie deren Eltern.

    Anpassung von Asthma-Medikamenten an Stickstoffmonoxid-Werte

    Stickstoffmonoxid gilt als Vorbote für Lungenentzündungen. Zudem bestimmen die Werte den Schweregrad des Asthmas. Durch die Anpassung der Medikamente an die vorliegenden Stickstoffmonoxid-Werte kann eine wesentliche Erleichterung für Asthma-Patienten erzielt werden.

     

    Im Rahmen dieser Studie standen die Babys der schwangeren Frauen über einen Zeitraum von sechs Jahren weiterhin unter medizinischer Beobachtung. Hieraus resultieren sehr vielversprechende positive Resultate, die neue Hoffnungen im Kampf gegen diese Krankheit erwachen lassen.

     

    Therapie minimiert Asthma bei Neugeborenen erheblich

    Wissenschaftler erläutern, dass bei den Frauen mit selbst gemeldeten Symptomen die Babys bis zu 40 Prozent eine Asthma-Erkrankungen entwickelten. Durch die Studienteilnahme ließ sich eine Reduktion auf 20 Prozent erzielen. Zudem gab es in der Testgruppe wesentlich weniger Fälle von Lungeninfektion und gehäuftem Keuchen.

     

    Dank der neuen Erkenntnisse kann es künftig zu weiteren positiven Einflüssen auf die Behandlung von asthmatischen Erkrankungen kommen. Millionen Asthmatiker auf dem gesamten Erdball schöpfen neue Hoffnungen auf eine effektive Behandlungsmöglichkeit des chronischen entzündlichen Leidens. Demzufolge können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen und müssen uns weniger Sorgen um unseren noch ungeborenen Nachwuchs machen.

     

    [content-egg-block template=offers_list]

  • Der digitale Assistent Watson soll Ärzten weiterhelfen

    Der digitale Assistent Watson soll Ärzten weiterhelfen

    Seitens des Computerproduzenten IBM wird aktuell der digitale Assistent Watson mit Medizinern weiterentwickelt. Der Superrechner soll Medizinern künftig bei der Diagnostik helfen.

     

    Erleichterung des Diagnoseverfahrens mithilfe eines Superrechners

    Allein in Deutschland leiden rund vier Millionen Patienten an seltenen Erkrankungen. Zur Erleichterung der Diagnostik entwickelt der US-Computerproduzent IBM in Zusammenarbeit mit Ärzten der Universitätsklinik Marburg ein erweitertes Modell von Watson. Dabei handelt es sich um einen Superrechner, der in der Lage sein kann zur

    • Auswertung von Patientenakten
    • Erkennung vorliegender Symptome
    • Nennung von Vorschlägen von Diagnosen

     

    Laut Äußerungen des Leiters vom Zentrum für seltene Erkrankungen, Professor Jürgen Schäfer, gehen Mediziner diese Vorschläge durch. Dabei werden weniger relevante Krankheiten außer Acht gelassen und vermutlich vorliegende Erkrankungen bestätigt. Der digitale Assistent Watson kann den Arzt jedoch nicht ersetzen.

     

    Stattfindender Sichtweisenwechsel durch Umgang mit IT

    Auf Grund der Nutzung von kognitiven IT-Systemen erfolgt ein Wechsel der Sichtweisen im Umgang mit IT. Denn dieser digitale Assistent kann Daten aus ganz verschiedenen Quellen und Formaten in einem hohen Tempo verarbeiten. Dabei ist eine Interaktion mit den Menschen in einer natürlichen Sprache möglich.

     

    Ferner arbeiten derartige lernende Systeme mit analytischen Konzepten. Hierdurch ist ein Abwägen und Vorschlagen verschiedener Optionen möglich. Der digitale Assistent Watson von IBM ist durch ein gezieltes Training in der Lage, eigene Fähigkeiten sowie sein eigenes Können und Wissen stetig zu erweitern.

     

    Bedeutsamstes Einsatzgebiet in der Krebsforschung

    Zu dem bedeutsamsten Einsatzgebieten von Watson zählt die Krebsforschung. Aktuell wird der digitale Assistent Watson durch die Zusammenarbeit von bekannten Krebskliniken und IBM auf die Diagnostik sowie Entwicklung individueller Krebstherapien trainiert. Infolgedessen erfolgt eine kurze Auswertung hoher Datenmengen binnen weniger Sekunden. Hiervon profitieren insbesondere Mediziner, da diese schneller gegen seltene Erkrankungen vorgehen können.

     

    Dabei arbeitet der Superrechner mit mehreren Textanalyse-Tools wie auch dem beliebten Machine Learning. Ferner nutzt Watson neuronale Netzwerke und derzeit etwa 50 verschiedene APIs. Dies sind Schnittstellen, über die der digitale Assistent Watson mit speziellem Wissen versorgt wird.

  • Forscher entdecken uralte DNA

    Forscher entdecken uralte DNA

    Der Fund von Fledermaus DNA ist ein großer Durchbruch. Denn die gefundenen Viren scheinen zwischen 20 und 45 Millionen Jahre alt zu sein. Sollte das der Wahrheit entsprechen, liegt der Ursprung für Leukämie in der DNA der Säugetiere.

     

    Weltweit sind rund 15 bis 20 Millionen Menschen infiziert

    Allerdings wird Experten zufolge die Krankheit bei ihnen nie ausbrechen. Lange Zeit wurde schon vermutet, dass es nun bittere Wahrheit ist. Die Deltaretroviren haben die Menschen bereits in prähistorischen Zeiten infiziert. Jedoch existierten darüber bisher keine relevanten Aufzeichnungen.

     

    Für die Weiterentwicklung kann das Wissen von heute allerdings bahnbrechend sein. Denn jetzt kann herausgefunden werden, wie die entsprechenden Viren Menschen und Tiere beeinflussen können.

     

    Neue Wege in der Krebsforschung

    Auf Grund des neuen Wissens können Krebsforschungen ganz anders angegangen werden. Wissenschaftler der University of Glasgow sowie der Czech Academy of Sciences gaben bekannt, dass bei Untersuchungen DNA Spuren gefunden wurden. Selbige könnten unter Umständen auf eine seltene Form von Leukämie hinweisen.

     

    Folglich können sich Wissenschaftler nun an die Ergründung machen, wie sich Tiere damals und in der Zukunft von Viren beeinflussen lassen. Studien hierüber können unter Umständen dazu führen, dass in naher Zukunft der Blutkrebs ATLL bekämpfbar sein kann.

     

    Besondere Studienergebnisse bezüglich Fledermaus DNA

    Der Durchbruch ist deshalb so besonders, da bisher kaum Beweise für die Infizierung von Menschen durch Deltaretroviren vorliegen. Zudem ist die Forschung nun dahingehend erweiterbar herauszufinden, ob sich Säugetiere auf bestimmte Arten entwickelt haben.

     

    Im Fokus steht jedoch hierbei die Leukämie. Denn nicht nur nicht ausbrechende Formen können weiter untersucht werden. Auch besteht die Möglichkeit der nachhaltigen Erforschung von zahlreichen Fällen tödlich verlaufenden Blutkrebses.

     

    Schließlich kann es in geraumer Zeit dazu kommen, dass Wirkstoffe entdeckt oder sich künstlich herstellen lassen, denen Leukämiepatienten ihr Leben zu verdanken haben. Fakt ist, die Leukämie Spuren in der Fledermaus DNA sind ein großer Fund und lassen sich weiterhin verwerten.

  • Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Extreme Ausnahmefälle rechtfertigen passive Sterbehilfe

    Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Extreme Ausnahmefälle rechtfertigen passive Sterbehilfe

    Der GrundEinem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 02. März 2017 zufolge gibt es künftig eine Möglichkeit der passiven Sterbehilfe. Diese Ausnahmeregelung gilt für alle Schwerkranken, die beispielsweise auf ständige Pflege angewiesen sind.

     

    Bisherige Urteile gegen Selbsttötungsrecht bei Schwerkranken aufgehoben

    Obwohl zahlreiche Menschen in Patientenverfügungen ihren Wunsch äußerten, bei bestimmten Erkrankungen nicht künstlich am Leben erhalten zu werden, hielt sich bislang kein Arzt daran. Gestellte Anträge von Familienmitglieder an zuständige Gerichte führten unweigerlich zu Ablehnungen. Der Grund dafür liegt darin, dass Betäubungsmittel ausschließlich aus medizinischen Gründen zum Einsatz kommen dürfen. Demzufolge gehört eine Selbsttötung nicht dazu.

     

    Kürzlich hat das Bundesverwaltungsgericht derartige Entscheidungen aus der Vergangenheit aufgehoben. Infolgedessen können künftig schwerkranke Patienten darauf hoffen, in Ausnahmefällen einen Ausspruch auf ein tödliches Medikament zu haben.

     

    Prüfung von Ausnahmefällen zur passiven Sterbehilfe

    Per Gesetz sind derartige Ausnahmefälle zur passiven Sterbehilfe nicht vorgesehen. Allerdings steht diesem das allgemeine Persönlichkeitsrecht entgegen. In diesem ist das Recht von schwer und unheilbar erkrankten Personen geregelt. Demnach dürfen diese selbst entscheiden, wann und wie das eigene Leben beendet werden kann. Dies legten die Leipziger Richter fest. Als einzige Voraussetzung ist vorgesehen, dass die betroffene Person in der Lage ist, ihren Willen frei bilden kann. Außerdem muss sie in der Lage sein, entsprechend zu handeln.

     

    Infolge des Leipziger Urteils ist das BfArM in der Pflicht, Anträge auf Zugang zu tödlich wirkenden Medikamenten in Zukunft dahingehend zu überprüfen, ob es Ausnahmefall vorliegt. Befindet sich der Patient in einer für ihn nicht mehr erträglichen Lebenssituation, ist dem Antrag stattzugeben. Sofern dieser sich ernsthaft zu diesem Schritt entschieden hat, hierdurch sein Leben zu beenden.

     

    Ferner muss diese Überprüfung zu dem Ergebnis führen, dass eine palliativmedizinische Versorgung zu keiner Perspektive mehr führt, die eine Beendigung der leidvollen Situation lindern kann. Liegt ein derartiger Fall vor, darf laut aktuellem Gerichtsbeschluss der Zugang zu einem Betäubungsmittel der passiven Sterbehilfe nicht mehr verwehrt werden.

     

    [content-egg-block template=offers_list]