Schlagwort: Patienten

  • Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Die ketogene Diät – eine neue Wunderdiät?

    Jede Diät beansprucht für sich, die einzig wahre Diät zu sein, aber nicht alle Diäten sind wirklich gesund. Vor allem eine Diät, die komplett auf Kohlehydrate verzichtet, hat einen eher schlechten Ruf, denn schließlich sind Kohlehydrate Energielieferanten. Sie sind die Einzigen, die das Gehirn mit der nötigen Energie versorgen und sie liefern die wohl wichtigsten Bausteine für eine gesunde Ernährung in Form von Gemüse, Getreide und Obst. Wie soll der Körper ohne Energie auskommen? Dass das funktionieren kann, das zeigt die ketogene Diät, eine Diät, die sogar eine Waffe gegen den Krebs sein kann.

    Der Körper muss sich umstellen

    Streng genommen ist die ketogene Diät eine Form der beliebten Low-Carb-Diät. Wer sich für diese Diät entscheidet, der muss fast vollständig auf Kohlehydrate verzichten. Stattdessen gibt es Proteine und Fette in Form von Milchprodukten, Fleisch, Nüssen und Eiern. Durch diese Ernährung wird der Körper gezwungen, seinen Stoffwechsel umzustellen, und wird dabei in den Zustand der Ketose versetzt. Das heißt, da die Kohlehydrate fehlen, bezieht der Organismus die Energie, die er benötigt, um zu funktionieren, aus Fetten. Es werden sogenannte Ketone gebildet, die die Zellen mit der nötigen Energie versorgen und das führt schließlich zur Gewichtsabnahme.

    Die ketogene Diät – ein Mittel gegen Epilepsie?

    In der Medizin gilt die ketogene Diät schon seit einigen Jahren als bewährtes Mittel gegen Epilepsie. Menschen, die unter dieser Krankheit leiden und eine ketogene Diät machen, haben weniger Anfälle, da die Ketone, die während der Diät gebildet werden, die Energie an den Körper und das Gehirn liefern. Eine Langzeitstudie, für die über einen Zeitraum von 15 Jahren 100 Patienten mit Epilepsie beobachtet wurden, kam zu dem Schluss, dass bei 80 % der Studienteilnehmer, die zwei Jahre lang eine ketogene Diät gemacht haben, keine Anfälle mehr auftraten.

    Positiv auch bei Krebs

    Über einen direkten Zusammenhang zwischen der ketogenen Diät und Krebs gibt es bislang zwar noch keine Studien, trotzdem gehen viele Mediziner davon aus, dass sich die Diät positiv auf die Erkrankung auswirken kann. Da die Diät fast ohne Zucker auskommt, kann das Wachstum der Krebszellen zumindest verringert werden. Besonders interessant ist dieser Effekt für bestimmte Krebsformen wie zum Beispiel Gehirntumore, die sich nur schwer behandeln lassen. Zwar konnte hier ein vermindertes Wachstum beobachtet werden, für exakte Aussagen ist es allerdings noch viel zu früh. Die ketogene Diät kann nach Ansicht von Medizinern aber nicht nur bei Krebs, sondern auch bei Multipler Sklerose, bei Parkinson und bei Alzheimer helfen. Diese Krankheiten haben ihre Ursache in einem Defekt, der auf einem Energiestoffwechsel beruht, und hier kann die Diät effektiv ansetzen.

    Welche Nachteile hat die Diät?

    Auch wenn die ketogene Diät viele Vorteile hat, es gibt auch einige gravierende Nachteile. Besonders in der Anfangsphase kann es vermehrt zu Verstopfung, zu Müdigkeit und auch zu Übelkeit kommen. Wenn der Körper sich umgestellt hat, dann verschwinden die Beschwerden wieder, allerdings kann diese Umstellung einige Wochen dauern. Wer länger nach der kohlehydratarmen Diät lebt, der muss mit Nierensteinen und einer reduzierten Knochenmasse rechnen, auch erhöhte Blutfettwerte sind nicht selten, da die Kohlehydrate durch Fett ersetzt werden. Zwar normalisieren sich die Werte meist im Laufe der Jahre wieder, aber ein Arzt sollte trotzdem die Diät überwachen und regelmäßig die Cholesterinwerte messen.

    Schnelle Erfolge

    Einer der größten Vorteile der ketogenen Diät ist, dass sich bei der Gewichtsabnahme schnelle Erfolge erzielt werden. Vor allem in den ersten drei Wochen schmelzen die Pfunde flott und durch den hohen Gehalt an Eiweiß stellt sich schnell ein Sättigungsgefühl ein. Eine ketogene Diät setzt viel Disziplin voraus, denn früher oder später kommt der Heißhunger auf Nahrungsmittel wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln, die während der Diät streng verboten sind, da sie Kohlehydrate enthalten.

    Bild: © Depositphotos.com / Paul_Cowan

  • Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Bleierne Müdigkeit schon am frühen Morgen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Probleme mit der Konzentration, zuweilen sogar Gedächtnislücken – bei diesen Symptomen handelt es sich meist um ein chronisches Erschöpfungssyndrom oder um ein chronisches Fatigue-Syndrom, kurz CFS genannt. CFS ist eine rätselhafte Krankheit, die sich nicht richtig zuordnen lässt, sie kann den Betroffenen aber so sehr zusetzen, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Was aber hinter dieser Krankheit steckt, darüber sind sich Mediziner bis heute nicht einig, fest steht bislang nur, dass davon rund eine Viertelmillion Deutsche betroffen sind.

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – ist ein Infekt schuld?

    Auch wenn noch nicht restlos geklärt ist, was dieses Syndrom auslöst, es tritt sehr häufig nach einer Infektionskrankheit wie zum Beispiel dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf. Die eigentliche Krankheit geht, was aber bleibt, das ist eine schwere Erschöpfung, die schon leichte Dinge wie das Aufstehen am Morgen, fast unmöglich macht. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde und ganz gleich, wie viele Pausen auch eingelegt werden, die Müdigkeit und die Erschöpfung wollen einfach nicht mehr weichen. Dazu kommen noch Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, auch das Gedächtnis lässt nach und viele fühlen undefinierbare Glieder- und Muskelschmerzen, die Lymphdrüsen schwellen an, zudem kommt es zu Appetitlosigkeit und Schwindelanfällen. Nicht selten dauern diese Symptome mehrere Monate an, bei einigen führen sie sogar zu Invalidität.

    Andere mögliche Auslöser

    Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein chronisches Erschöpfungssyndrom eine Autoimmunerkrankung ist. Bei dieser Art von Erkrankung geht das körpereigene Immunsystem gegen das Körpergewebe vor und versucht, es zu zerstören. Ganz bestimmte Erreger, wie zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, geben dem Körper den Befehl, ständig Krankheitssymptome zu zeigen, wie das bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom der Fall ist. Da jeder, der von CFS betroffen ist, ein anderes Krankheitsbild hat, ist es unmöglich, ein einheitliches Konzept zu finden. Vor allem wenn es keinen eindeutigen organischen Befund gibt, dann liegt häufig die Diagnose Depression nahe, da sich die Symptome ähneln. Um die Diagnose differenzieren zu können, versuchen die Mediziner etwas über den psychischen Antrieb des Patienten zu erfahren, denn anhand des psychischen Antriebs lässt sich die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom ausschließen oder bestätigen. Es besteht aber immer die große Gefahr, dass Patienten, bei denen die Diagnose CFS gestellt wird, auch depressiv werden.

    Wie stellt der Arzt seine Diagnose?

    Ein chronisches Erschöpfungssyndrom wird in der Regel durch eine sogenannte Ausschlussdiagnose festgestellt. Der Arzt muss alle anderen Ursachen ausschließen können, die infrage kommen könnten. Erst wenn das der Fall ist, dann kann die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom gestellt werden. Die Ausschlussdiagnose hat zwei Gründe, denn zum einen wird so verhindert, dass mögliche andere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, eine Depression oder auch Hepatitis übersehen werden, und zum anderen gibt es bis heute keine Befunde wie beispielsweise Blutwerte, die auf ein chronisches Erschöpfungssyndrom hinweisen. Ärzte, die sich mit der Krankheit befasst haben, können aber die typischen Symptome erkennen.

    Wie wird CFS behandelt?

    Da die genauen Ursachen für ein chronisches Erschöpfungssyndrom nach wie vor noch nicht bekannt sind, gibt es auch keine wirksame Therapie. Was es allerdings gibt, das sind Behandlungsansätze. So werden zum Beispiel einige Patienten mit Immunglobulinen behandelt, aber auch künstliche Antikörper und spezielle Krebsmedikamente sind im Gespräch und werden zum Teil versuchsweise auch schon eingesetzt. Zwar kommt es bei diesen Therapien zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome, einige Medikamente sind jedoch nicht in Deutschland zugelassen, da sie gravierende Nebenwirkungen haben. Was den Betroffenen bleibt, das sind im Grunde nur Verhaltenstherapien wie das Führen eines Tagebuchs, in dem festgehalten wird, wann die Symptome besonders stark sind. Aufgrund dieser Tagebuchaufzeichnungen kann der Arzt dann erkennen, wie und bei welchen Gelegenheiten der Patient mit seinen Kräften besonders schonend umgehen muss.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Elektroschocks – schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Wenn das Herz rast, das Atmen immer schwerer fällt und der Schwindel den Boden unter den Füßen wegzieht, dann sind das Anzeichen dafür, dass das Herz aus dem Takt geraten ist. Herzrhythmusstörungen lautet die Diagnose, und wenn es um eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen geht, dann sind Elektroschocks eine effektive Maßnahme. Mit einem Defibrillator wird das Herz wieder in den richtigen Takt gebracht, und da sich diese modernen Geräte sehr einfach bedienen lassen, kann jeder zum Lebensretter werden.

    Nicht immer lebensgefährlich

    Das Herz ist mit einem gut funktionierenden Motor zu vergleichen, der läuft und läuft und läuft. Das Herz macht nie eine Pause, immer wieder zieht es sich zusammen, erschlafft wieder und pumpt auf diese Weise Tag für Tag rund 7000 Liter Blut durch den Körper. Normalerweise schlägt das Herz in einem immer gleichbleibenden Rhythmus mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen in der Minute. Wenn das Herz aber aus dem Rhythmus gerät, dann liegt die Zahl entweder unter 60 oder über 100, aber nicht immer ist eine Abweichung der Norm auch gefährlich. Zu schnelle, zu langsame oder zu unregelmäßige Herzschläge werden zwar auch als Herzrhythmusstörungen bezeichnet, aber sie führen nur sehr selten zu einer lebensgefährlichen Situation. Das Gleiche gilt auch, wenn das Herz plötzlich stolpert, denn das ist bis zu einem bestimmten Grad sogar normal.

    Gezielte Stromschläge – die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen

    Jeder weiß wahrscheinlich, was ein Defibrillator ist, aber kaum jemand weiß, wie dieser Elektroschocker eigentlich funktioniert. Defibrillatoren, die schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, waren vor ein paar Jahren nur in den Notaufnahmen der Krankenhäuser und in Rettungswagen zu finden. Heute gibt es in jedem großen Einkaufszentrum mindestens einen dieser Elektroschockgeräte, in kleineren Ortschaften sind sie in der Bank oder im Gemeindehaus zu finden. Bei schweren Herzrhythmusstörungen verlieren die Betroffenen meist sofort das Bewusstsein und haben keinen Puls mehr. In dieser Situation kommt es auf jede Minute an, denn innerhalb von nur zehn Minuten sinkt die Chance zu überleben, um 50 %, auch Schädigungen des Gehirns aufgrund des hohen Sauerstoffmangels sind möglich.

    Effektive Erste Hilfe

    Wenn die Betroffenen ohne Bewusstsein sind und schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen gefragt ist, dann sollten die Helfer vor Ort zunächst die Atmung prüfen und dann mit der Herzdruckmassage beginnen. Perfekt sind 100 Druckbewegungen pro Minute, denn nur so kann der Blutfluss durch den Körper aufrechterhalten werden. Wenn das Herz flimmert, dann kann dieses lebensgefährliche Flimmern nur mit einem gezielten Elektroschock unterbrochen werden. Nach dem Stromstoß steht das Herz zwar kurz still, findet aber dann sofort wieder in den richtigen Rhythmus. Moderne Defibrillatoren, diese schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen, sind einfach zu bedienen und haben meist eine akustische Bedienungsanweisung. So wird es auch medizinische Laien möglich, im Ernstfall Leben zu retten.

    Große Hilfe durch kleine Elektroschocks

    Eine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen ist auch der Defibrillator, der in die Brust eingepflanzt wird. Menschen, die häufig mit Rhythmusstörungen zu kämpfen haben, bekommen einen kleinen Defibrillator implantiert. Das kleine Gerät ist mit einem Kabel direkt mit dem Herzen verbunden und ist in der Lage, jeden einzelnen Herzschlag zu analysieren. Kommt es zu einem Herzflimmern, dann sendet diese kleine schnelle Hilfe bei Herzrhythmusstörungen einen elektrischen Impuls und das Herz schlägt sofort wieder im normalen Rhythmus. Wenn die Betroffenen wach sind, dann ist das zwar ein schmerzhafter Vorgang, aber er rettet das Leben. Eine andere Möglichkeit, das Herz wieder im normalen Rhythmus schlagen zu lassen, sind Medikamente, die das Blut verdünnen oder sogenannte Antiarrythmika, wie zum Beispiel Betablocker. Geeignet sind diese Medikamente besonders für Patienten mit nur geringen Beschwerden. Der Herzrhythmus wird auf diese Weise ständig kontrolliert und eine zu hohe oder zu niedrige Herzfrequenz wird vermieden.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1

  • Welt-Lepra-Tag – Erinnerung an eine vergessene Krankheit

    Am 31. Januar ist der Welt-Lepra-Tag, ein Tag, der an eine Krankheit erinnern soll, die zwar uralt ist, aber noch nichts von ihrem Schrecken verloren hat. Jedes Jahr infizieren sich weltweit noch immer 200.000 Menschen mit Lepra, eine Zahl die zeigt, dass man Lepra nicht aus dem Gedächtnis streichen sollte. Obwohl Lepra nur sehr schwach ansteckend ist, sind es die Ärmsten der Armen, die immer noch an Lepra erkranken und vor allem ihnen ist der Welt-Lepra-Tag gewidmet.

    Welt-Lepra-Tag – der Tag der Aussätzigen

    Das Wort Lepra kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie aussätzig. Bis heute müssen die Menschen, die sich mit Lepra infiziert haben, wie Aussätzige leben und sind kein Teil der menschlichen Gemeinschaft mehr. Lepra ist eine Krankheit mit einer sehr langen Geschichte, die schon in der Bibel erwähnt wird und in ägyptischen Mumien nachgewiesen wurde. Erst 1873 wurde vom norwegischen Arzt Armauer Hansen die Ursache der Krankheit entdeckt, und zwar das Bakterium, das die Krankheit auslöst. Im Mittelalter wütete die Lepra auch in Deutschland und die Erkrankten mussten in über 1000 sogenannten Leprosenhäusern leben, die über das ganze Land verteilt waren. Einen an Lepra erkrankten Menschen zu berühren, galt damals als todbringend und die Menschen glaubten, dass man dafür von Gott in Form von Geschwüren bestraft wird.

    Wie wird Lepra übertragen?

    Wie bei vielen anderen Infektionen, so wird auch Lepra durch Tröpfchen übertragen und ist bis heute immer dort zu finden, wo die hygienischen Bedingungen mehr als schlecht sind. Am Welt-Lepra-Tag will die WHO auf die geschätzt 126.000 Kranken in Indien ebenso aufmerksam machen, wie auch auf die 30.000 Leprakranken, die heute in Brasilien leben. Das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation deutlich höher liegen. Mit dem Welt-Lepra-Tag will die WHO die Leprakranken aus dem Schatten holen und die Aufmerksamkeit auf die Menschen richten, die immer noch von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

    Keiner will darüber reden

    Es scheint, als sei die Lepra eine Krankheit, die zwar existiert, aber von der keiner etwas wissen möchte. Mit dem Welt-Lepra-Tag sollen die Regierungen der betroffenen Länder aufgefordert werden, die Zahl der Kranken nicht weiter zu beschönigen, sondern offen zu diesem Problem zu stehen. Um die Lepra wirklich ausrotten zu können, müssen Ärzte in den Ländern, in denen die Krankheit noch immer grassiert, deutlich besser ausgebildet werden, denn in vielen Fällen wird die Krankheit immer noch nicht richtig diagnostiziert. Der Welt-Lepra-Tag soll das Schweigen brechen und die Welt auf die Krankheit aufmerksam machen.

    In Afrika funktioniert es

    Der Welt-Lepra-Tag zeigt aber auch, dass der Kampf gegen die Krankheit durchaus erfolgreich sein kann. In vielen afrikanischen Ländern, wie zum Beispiel in Nigeria, dem Senegal, in Tansania und auch in Uganda ist Lepra immer noch ein Thema. Im Gegensatz zu den Staaten in Asien und Südamerika wird in Afrika das medizinische Personal im Gesundheitswesen jedoch besser und intensiver geschult, um Lepra schneller und besser diagnostizieren zu können. Entsprechend gut ist die Therapie, denn die Patienten werden vor, während und vor allen Dingen auch nach der Behandlung immer wieder untersucht und kontrolliert. Es gibt keine Leprahäuser oder Leprainseln, auf denen die Kranken wie Aussätzige leben müssen, die Pfleger, Ärzte und viele freiwillige Helfer sind im ganzen Land ständig unterwegs und besuchen die Kranken zu Hause. In Afrika gibt es heute weniger als einen Leprakranken auf 10.000 Einwohner und damit gilt die Krankheit aus Sicht der WHO als ausgerottet. Gemessen an der Einwohnerzahl wäre Deutschland mit 8000 Kranken offiziell ein leprafreies Land, in den letzten drei Jahren wurden aber insgesamt nur sechs Fälle gemeldet. Alle Infizierten hatten einen Migrationshintergrund und hatten sich schon in ihrer Heimat angesteckt.

  • Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Die Myopie, besser bekannt unter dem Namen Kurzsichtigkeit, ist die am häufigsten auftretende Sehschwäche. Anders als bei der Weitsichtigkeit, die meist erst im Alter auftritt, werden junge Menschen schon im Teenageralter kurzsichtig oder erben diese Sehschwäche. Selbst wenn es ein wenig paradox klingt, aber wer kurzsichtig ist, der kann Objekte in der Ferne nicht mehr klar erkennen, nur auf kurze Distanz funktionieren die Augen noch einwandfrei. Normalerweise tragen Menschen, die kurzsichtig sind, entweder eine Brille oder Kontaktlinsen, es gibt aber eine gute Alternative zu diesen klassischen Sehhilfen – den Laserstrahl.

    Wie entsteht Kurzsichtigkeit?

    Bei Menschen, die unter Kurzsichtigkeit leiden, ist entweder der Augapfel zu lang geraten oder die Linse bricht das Licht nicht richtig, was zur Folge hat, dass es vor der Netzhaut zusammengefasst wird. Ganz gleich, um welche Form es sich handelt, das Zentrum des gebrochenen Lichts, das durch die Pupille in das Auge fällt, wird nicht perfekt auf die Netzhaut, sondern davor fokussiert. Auf diese Weise wird alles, was weiter entfernt ist, nur noch verschwommen gesehen. Kurzsichtigkeit ist zu rund 80 % vererblich, in vielen Fällen wird die Fehlsichtigkeit schon ab dem zehnten Lebensjahr festgestellt und bis zum 25. Lebensjahr verstärkt sich die Kurzsichtigkeit dann noch.

    Welche Symptome gibt es?

    Da Kurzsichtigkeit schon in jungen Jahren auftritt, merken die Betroffenen schon in der Schule, dass mit ihrem Sehen etwas nicht stimmt. Wer in der Klasse weiter hinten sitzt und das, was auf der Tafel steht, nur noch verschwommen erkennen kann, der ist in der Regel kurzsichtig. Auch beim Autofahren macht sich die Kurzsichtigkeit schnell bemerkbar, wenn zum Beispiel die Straßenschilder in der Entfernung nicht mehr entziffert werden können. Ein Sehtest beim Optiker oder bei einem Augenarzt kann schnell für Gewissheit sorgen, und zwar durch ein sogenanntes Refraktionsmessgerät, mit dem die Brechkraft des Auges gemessen wird. Auf diese Weise wird auch der Dioptrienwert festgestellt, und so kann anschließend eine Brille mit der passenden Sehschärfe angefertigt werden.

    Die Behandlungsmethoden?

    Die Ursache der Kurzsichtigkeit kann nicht behandelt werden, aber es gibt Möglichkeiten, die Sehschwäche zu korrigieren. Das kann durch eine Brille passieren, durch Kontaktlinsen oder durch einen Eingriff mit dem Laserstrahl. Die Brille ist die bekannteste Therapieform bei Kurzsichtigkeit, aber nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ständig eine Brille tragen zu müssen und auch die Handhabung von Kontaktlinsen ist nicht jedermanns Sache. Wer trotz seiner Sehschwäche auf die klassischen Sehhilfen verzichten will, der wird nach einer Laser-OP nie wieder eine Brille oder Kontaktlinsen tragen müssen.

    Welche Laser-OP Methoden werden angeboten?

    Für eine Augen-OP mittels Laser gibt es in Deutschland zwei verschiedene Möglichkeiten, das Femto LASIK-Verfahren und das Lasek/PRK-Verfahren. Das Lasek/PRK-Verfahren ist das Verfahren mit der längeren Geschichte, es gilt aber bis heute als eine sehr zuverlässige Methode, die besonders schonend ist. Moderner ist das Femto LASIK-Verfahren, das für seine große Präzision, seine hohe Genauigkeit und seine Flexibilität bekannt ist.

    Was passiert bei einer Laser-OP?

    Die meisten Menschen, die ihre Kurzsichtigkeit durch eine Laser-OP beheben lassen, möchten eine möglichst schonende Behandlung. Zu empfehlen ist hier die Laser/PRK-Operation, denn bei diesem innovativen Eingriff wird es möglich, auch die Patienten zu behandeln, deren Hornhautdicke eher gering ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch Patienten mit einem hohen Dioptrienwert ohne Probleme behandelt werden können. Besonders präzise ist die Femto Lasik-Behandlung, ein kleiner Eingriff, der kurzsichtigen Menschen wieder zu gutem Sehen verhilft. Bei dieser Behandlung wird die Hornhaut nicht mehr manuell abgetragen, die Hornhautschichten werden vielmehr mit einem Femtosekundenlaser entfernt. Das ist für das Auge besonders schonend und die Patienten können schon unmittelbar nach dem Eingriff wieder klar in die Ferne sehen und brauchen keine Brille mehr.

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  • Glutenfreie Nahrung hilft nur Zöliakie-Patienten

    Glutenfreie Nahrung hilft nur Zöliakie-Patienten

    Vermeintlich gesund zu essen ist im Trend, immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch oder gleich ganz auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, sie essen kaum noch Zucker und auch glutenfreie Nahrung gehört mittlerweile zum guten Ton. Ernährungsexperten sehen diesen Trend allerdings sehr kritisch, denn wer nicht unter Zöliakie leidet, der muss sich auch keine Gedanken um Gluten machen. Dass gesunde Menschen auf den Weizenkleber verzichten, ist vollkommen unnötig, denn es droht die Gefahr von Mangelerscheinungen.

    Zöliakie – eine Krankheit mit vielen Facetten

    Die Zöliakie ist eine vielschichtige Krankheit, die zu 30 % vererbt wird. Die Symptome sind vielseitig, die Betroffenen leiden unter Durchfall, sie verlieren drastisch an Gewicht, haben unbestimmte Bauchschmerzen oder fühlen sie fühlen sich ständig müde. Aber auch Blutarmut und Osteoporose ebenso wie Gelenkschmerzen, können ein Zeichen für eine Zöliakie sein. Den Betroffenen fehlen Eisen und Kalzium, zudem leiden sie nicht selten unter einem Mangel an Vitamin B 12 und D.

    Glutenfreie Nahrung – bei Zöliakie ein Muss

    Rund ein Prozent der Deutschen leidet unter Zöliakie, das heißt, wenn die Betroffenen Gluten essen, dann führt das zu Entzündungen im Dünndarm. Über einen längeren Zeitraum bilden sich dann sogenannten Dünndarmzotten immer mehr zurück und es kommt zu gefährlichen Mangelerscheinungen. Wer an Zöliakie erkrankt ist, der muss für den Rest seines Lebens eine sehr strenge Diät einhalten, und die passenden Nahrungsmittel zu finden, ist nicht immer ganz so einfach. Zwar gibt es heute eine Reihe von Lebensmitteln, die ohne das im Getreide enthaltene Klebereiweiß auskommen, trotzdem müssen die Betroffenen sehr genau auswählen, was sie essen dürfen und was nicht.

    Ein Trend aus den USA

    Glutenfreie Nahrung auf dem Speisezettel – dieser Trend kommt aus den USA. In Amerika ernähren sich immer mehr Menschen glutenfrei, in der irrigen Annahme, sie würden auf diese Weise an Gewicht verlieren. Für gesunde Menschen hat eine glutenfreie Nahrung aber keinerlei Vorteile, weder was die Gesundheit noch das Gewicht angeht. Vielfach müssen diejenigen, die auf Gluten verzichten, mit einer Gewichtszunahme rechnen. Glutenfreie Nahrung hat deutlich weniger Ballaststoffe und da das Klebereiweiß fehlt, schmeckt alles sehr trocken und damit auch wenig attraktiv. Der fragwürdige Trend aus den USA hat aber noch einen weiteren negativen Aspekt, denn diejenigen, die zwingend auf glutenfreie Nahrung angewiesen sind, werden von der Gesellschaft nicht mehr sonderlich ernst genommen.

    Die Erkrankung ernst nehmen

    Wer unter Zöliakie leidet, der sollte seine Krankheit sehr ernst nehmen. Es reicht schon ein achtel Gramm Getreidemehl und schon kommt es zu starken Beschwerden. Kleine Fehler können zwar toleriert werden, denn sie schaden der Diät auf Dauer nicht, aber auswärts essen zu gehen, ist für Menschen mit Zöliakie kaum möglich. Wenn die Diagnose steht, dann beginnt die Zeit der Nahrungsumstellung und das kann unter Umständen Wochen dauern. Auch wer hofft, dass alleine die Beschwerden durch die glutenfreie Nahrung von heute auf morgen komplett verschwinden, der wird mit Sicherheit enttäuscht werden. In der Regel vergehen sechs Monate bis zu einem Jahr, bis sich der Darm vollständig regeneriert hat. Nicht selten müssen Medikamente bei der Nahrungsumstellung helfen, wenn eine glutenfreie Nahrung alleine nicht hilft.

    Bei Verdacht nicht gleich verzichten

    Zöliakie wird das „Chamäleon“ der Medizin genannt, weil die Symptome so vielseitig sind. Wer nach dem Essen unter Bauchschmerzen leidet, sollte nicht gleich alle Getreideprodukte aus seiner Küche verbannen, erst ein Bluttest beim Arzt bringt Gewissheit darüber, ob es sich um eine Zöliakie oder einfach nur um eine Magenverstimmung nach einem üppigen Essen handelt. Sollte der Befund aber eindeutig auf Zöliakie hinweisen, dann folgt eine Magenspieglung mit einer Biopsie des Dünndarms. Der Eingriff ist harmlos und geht recht schnell über die Bühne. Auch ein Gentest ist möglich, aber nur, um eine Zöliakie in der Familie ausschließen zu können.

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