Schlagwort: Phimose

  • Intimbereich

    Intimbereich

    Der Intimbereich beim Mann und bei der Frau haben eines gemeinsam, sie sind intim. Nur selten tragen sie diesen offen zur Schau. Wenn Mann und Frau sich lieben und auch begehren oder auch nur eines von beiden, dann treffen beide Intimbereiche aufeinander. Unterschiede gibt es ebenfalls. So findet man bei der Frau die Vagina und beim Mann einen Penis.

     

    Intimbereich und Schamgefühl

    Ob behaart oder nicht, dass entscheiden Mann und Frau jeder für sich. Während die Europäer dazu neigen, sich eher zu bedecken, gibt es andere Kulturen, die ihren Intimbereich offen zeigen. Natürlicherweise offen tragen ihren Intimbereich häufig Stämme, die weit von der normalen Zivilisation leben. Hier ist es etwas völlig Normales, wenig bekleidet herumzulaufen. Schamgefühl, wie es die Europäer kennen, gibt es dort nicht. Es ist normal, offen zu zeigen was man hat und keiner findet dies abstoßend.

    Allerdings setzt es sich auch hierzulande mehr und mehr durch, dass Schamhaar frisiert getragen oder glattrasiert wird. Man verspricht sich dadurch mehr Empfindungsvermögen beim sexuellen Beisammensein. Gleiches gilt für Beschneidungen, es gibt zunehmend Männer, die sich aus diesem Grund beschneiden lassen. Neben dem gefühlsmäßigen sind es aber auch hygienische und ästhetische Gründe. Frauen werden hierzulande nicht beschnitten und es wird auch in den Regionen, wo dies üblich ist, als Verstümmelung und Beeinträchtigung des Empfindungsvermögens der Frau angesehen.

    In Deutschland zeigen sich völlig nackt vor allem die so genannten Nudisten, z. B. in den FKK-Bereichen. Das sind Strandabschnitte mit Freikörperkultur. Badekleidung ist hier verpönt und muss abgelegt werden.

    Der Intimbereich ist ein heikles Thema. Viele reden nicht gerne darüber und hat man dort einmal eine Erkrankung, dann ist man eher schüchtern, wenn man deswegen zum Arzt muss. Dadurch werden leider manche Krankheiten erst spät erkannt. Eine Phimose (Vorhautverengung), Scheidenpilz, ein Hodenhochstand, eine Blaseninfektion oder unkontrollierte Harnabgänge sind Beispiele für solche Erkrankungen, wo jeder sein Schamgefühl besser ablegen und einen Arzt einweihen sollte.

     

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  • Phimose – ein oft verschwiegenes Leiden

    Phimose – ein oft verschwiegenes Leiden

    Fast alle männlichen Babys kommen mit einer Phimose zur Welt. Das ist jedoch nichts Ungewöhnliches, denn erst am Ende des ersten Lebensjahres lässt sich bei der Hälfte der Jungen die Vorhaut über den Penis zurückschieben. Im Alter von drei Jahren haben rund 80 % keine Probleme mit der Vorhaut und bis zur Pubertät ist bei 99 % der jungen Männer die Phimose kein Thema mehr. Bleibt das eine Prozent, und bei diesen Männern, bei denen sich die Vorhaut nicht schieben lässt, gibt es einige, die einfach stumm leiden, weil sie sich schämen, einen Arzt aufzusuchen, der das Problem schnell und ohne Komplikationen beheben kann.

    Was ist eine Phimose?

    Normalerweise können Männer die Vorhaut ohne Probleme über den Penis nach hinten schieben. Bei einer Phimose ist das nicht möglich, denn die Vorhaut ist mit dem Penis verwachsen. Diese Verwachsung sorgt nicht nur für eine unzureichende Hygiene, sondern kann auch Entzündungen zur Folge haben. Das Wasserlassen ist bei einer Phimose beeinträchtigt und auch beim Sex kann es zu Schmerzen kommen. Diese Erfahrung musste auch der französische König Ludwig XVI. machen, dessen Ehe mit Marie Antoinette aufgrund einer Phimose neun Jahre kinderlos blieb, bis sein Schwager, der Kaiser von Österreich ihn dazu überredete, sich endlich operieren zu lassen.

    Viele Männer, die keinen Arzt aufsuchen wollen, versuchen nicht selten die Vorhaut mit Gewalt über den Penis zu ziehen, und das kann gefährliche Folgen haben. Wenn die Phimose selbst behandelt wird, dann wird die Eichel ringförmig abgeschnürt und das schränkt den Blutzufluss ein. In der Folge schwillt die Eichel unförmig an und das Ganze bekommt das Aussehen eines spanischen Kragens, was auch der Beiname der sogenannten Paraphimose ist. Wenn das der Fall ist, dann muss ohne Verzögerung ein Arzt aufgesucht werden, denn sonst kann diese Form der Phimose schlimme Folgen haben.

    Welche Symptome gibt es?

    Woran erkennt Mann eine Phimose? Zum einen, wenn die Vorhaut gar nicht oder nur unter starken Schmerzen über die Eichel geschoben werden kann. Auch wenn der Penis häufiger entzündet ist, dann kann es sich um eine Phimose handeln, und wenn der Urinstrahl schwächer wird oder in nur eine Richtung abweicht, auch dann kann es sich um eine Phimose handeln. Zu den Symptomen, die erst später auftreten, gehört eine Erektion, die Schmerzen bereitet und auch das Urinieren wird mit der Zeit immer schwerer. Nicht selten treten auch Infektionen des Harnweges auf.

    Wenn diese Symptome zusammen oder auch einzeln auftreten, dann ist der Gang zum Arzt unaufschiebbar.

    Wie sieht die Behandlung aus?

    Der Arzt wird zunächst den Penis untersuchen und wenn die Phimose noch nicht allzu weit ausgebildet ist, dann ist oftmals kein operativer Eingriff nötig, hier kann eine Salbe hilfreich sein, die Kortison enthält. Ist die Phimose aber stark ausgeprägt, dann gibt es nur als Alternative die Operation, der Arzt muss eine Beschneidung vornehmen. Allerdings raten Ärzte davon ab, diese Beschneidung vor Vollendung des zweiten Lebensjahres machen zu lassen, da sich die meisten Phimosen von ganz alleine wieder lösen.

    Bei Kindern wird der Eingriff, bei dem die Vorhaut entfernt wird, unter Vollnarkose vorgenommen, bei erwachsenen Männern reicht in der Regel eine lokale Narkose aus. Je nachdem wie der Patient es wünscht, wird die Vorhaut entweder komplett oder nur teilweise entfernt. Viele Männer möchten jedoch die vollständige Entfernung der Vorhaut, weil es die Sexualität positiv beeinflussen kann.

    Eine Paraphimose muss sofort behandelt werden, denn sonst kann es zu gefährlichen Durchblutungsstörungen kommen. Der Arzt wird unter örtlicher Betäubung zunächst versuchen, die Schwellung zu massieren und dann die Vorhaut zurückzuschieben. Gelingt das nicht, dann muss die eingeschnürte Vorhaut abgeschnitten werden.

    Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Phimose gibt es leider nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / ilona75