Schlagwort: Pubertät

  • Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Ohnmachtsanfälle bei Kindern & Schulsport

    Kreislaufprobleme beim Schulsport?

    Kinder und Jugendliche leiden öfter an Ohnmachtsanfällen berichtet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Diese Kreislaufstörungen seien jedoch in der Entwicklung völlig normal und zumeist liegt keine Herzkrankheit vor. Kinder, die lange stehen oder von einer sitzenden Position in eine stehende wechseln, können besonders rasch umkippen. Diese Störungen lassen sich meist ohne Medikamente beheben. Ein Arztbesuch zur ärztlichen Abklärung ist trotzdem wichtig.

    Meist liegt die Störung an der Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut. Volkstümlich spricht man oft von dem Absacken des Blutes in die Beine. Frau Dr.Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar und Pressesprecherin des BVKJ erklärt: „Durch ausreichendes Trinken können Kinder verhindern, dass das Blutvolumen bei Sport oder Hitze zu sehr abnimmt.“ Die klassischen Wechselduschen, die oft auch Frauen empfohlen werden und Ausdauersport können ebenso helfen, Ohnmachtsanfälle vorzubeugen.

    Schulsport kann Kreislaufstörungen verursachen

    Auch Unterzuckerung kann besonders bei Sport derartige Ohnmachtsanfälle verursachen. Kritisch ist es für alle Kinder, wenn diese beim Schulsport sich warm machen sollen und sich direkt 10 Minuten einlaufen sollen. Besonders Mädchen in der Pubertät, auch wenn diese sonst Ballsportlerinnen, Tänzerinnen oder regelmäßig im Leichtathletik-Verein trainieren, können dann an Unwohlsein und Kreislaufstörungen leiden. Idealerweise sollte rasch die Schulärztin oder die zuständige Erste Hilfe-Kraft gerufen werden. Auch eine Abklärung beim Arzt, per Transport mit dem Krankenwagen, wären positive Zeichen für sowohl die verunfallten Kinder, als auch Eltern und Klassenkameraden.

     

    Derartige Ohnmachtsanfälle können jedoch meist vermieden werden, wenn es sich um ein langsames Aufwärmprogramm handelt. Gymnastische Armbewegungen, Beinbewegungen und Bewegung des Rumpfes und Kopfes sorgen für eine bessere gleichmäßigere Durchblutung der Muskulatur. Dann kann man noch immer die 10 Minuten Runde laufen.

     

    Tipps vom Fachverband

    Falls Kinder doch länger stehen oder sitzen müssen, empfiehlt der Verband, das vorsichtige Wechseln der Sitzposition sowie zuerst langsame Beinbewegungen. Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden. Eine medizinische Abklärung, um Herzerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder neurologische Erkrankungen auszuschließen, wird ebenso vom Verband empfohlen.

    Den Notarzt sollten Eltern und Lehrer sofort kontaktieren, wenn die Ohnmacht länger als 2 Minuten andauert oder dabei Zuckungen oder andere Störungen auftreten sollten. Der Verband hält weitere Infos auf www.kinderaerzte-im-netz.de bereit. Dort finden Sie auch viele weitere Informationen über Kinderkrankheiten.

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-bubbles3″ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Das Schulgespräch

    Sind Sie Eltern, befragen Sie doch Ihre Kinder über den Schulsport:

    1. Wie ist das Aufwärmtraining
    2. Gab es bereits verunfallte Kinder
    3. Bekam das eigene Kind danach Angst vor Unfällen
    4. Nimmt der Lehrer Rücksicht auf unsportliche Kinder
    5. Gibt es genügend Erholungsphasen

     

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-shield“ size=“32″ icon_color=“#81d742″ hover_animation=“border_increase“ ]Der Schul-Check

    1. Wer ist der zuständige Schularzt?
    2. Wo ist das nächst gelegene Krankenhaus
    3. Wer ist für Erste Hilfe in der Schule verantwortlich
    4. Benötigen Kinder bei Erkältung eine spezielle Entschuldigung für den Schulsport, auch wenn sie sonst keine Krankschreibung für den sitzenden Unterricht benötigen
    5. Gibt es Ärger mit den Lehrer, reden Sie mit anderen Eltern
    6. Weisen Sie Lehrer auf etwaige Medikamente und chronische Erkrankungen hin, die die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dazu können sogar Antibiotika, Anti-Allergika zählen. Fragen Sie den Arzt oder rufen Sie je nach Medikamentenhersteller die Verbraucherhotline und lassen sich beraten. Denn sogar das Autofahren ist bei einigen Arzneimittel, dazu zählen sogar einige Antibiotika nicht wirklich erlaubt. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird durch einige Medikamente herabgesetzt. Das könnte sich also nachteilig am Stufenbarren, den Ringen oder Ballsport auswirken. Teilweise kann die Reaktionsgeschwindigkeit noch ein bis zwei Tage nach Absetzen des Medikaments noch gesenkt sein.
  • Pubertät tritt immer früher ein

    Pubertät tritt immer früher ein

    Was viele von uns schon lange vermuten scheint nun offensichtlich. Nämlich, dass Kinder heute deutlich früher in die Pubertät kommen als die Eltern oder Großeltern. Da tut sich natürlich die Frage auf, warum dies eigentlich so ist. Experten gehen davon aus, dass auch die heutige Ernährung eine wesentliche Rolle bei dem früheren Beginn der Pubertät spielt.

    Pubertät beginnt im Durchschnitt mit dem elften Lebensjahr

    Machen wir zunächst einmal eine kleine Zeitreise und gehen etwa 140 Jahre in der Zeit zurück. Denn im Jahr 1860 setze die erste Regel, im Durchschnitt, mit 16,6 Jahren ein. Im Jahr 1920 hingegen lag das Durchschnittsalter, mit 14,6 Jahren, schon deutlich darunter. 1980 lag das Durchschnittsalter dann bei 12,5 Jahren. Und heute sieht es so aus, dass die Pubertät im Durchschnitt mit dem elften Lebensjahr eintritt.

    Wie wird die Pubertät eigentlich ausgelöst?

    Schuld daran ist, wie sollte es auch anders sein, ein Hormon. In diesem Fall handelt es sich um das Hormon GnRH. Das sogenannte Gonadotropin Releasing Hormon gibt sozusagen den Startschuss für die Veränderungen im Körper. Das GnRH wird in größeren Mengen im Hypothalamus produziert und regt die Hirnanhangsdrüse dazu an, zwei weitere Botenstoffe zu produzieren. Zum einen handelt es sich dabei um das Follikel-stimulierende-Hormon (FSH) und zum andern um das Luteinisierende Hormon (LH). Diese beiden Botenstoffe regen die Reifung der Follikel in den Eierstöcken und die Reifung der Samen in den Hoden an. Wo dann die eigentlichen Geschlechtshormon, nämlich Testosteron und Östrogen, gebildet werden.

    Warum beginnt die Pubertät immer früher?

    Noch ist man sich nicht so ganz schlüssig war um sich der Beginn der Pubertät immer weiter nach vorne schiebt. Allerdings gelten in der Wissenschaft mittlerweile zwei Thesen als akzeptiert.

    1. Veränderung der Ernährungsgewohnheiten

    Schaut man sich die Ernährung an, dann kann man sagen dass sich die versorgung mit Fleisch, Vitaminen, Milchprodukten und Fett in den letzten Jahrzehnten wirklich stetig verbessert hat. Zum einen können sich die Jugendlichen heute deutlich besser ernähren, zum andern werden aber auch mehr Kalorien und mehr Fette aufgenommen als früher. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch in Deutschland die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen stetig wächst. Mittlerweile vermutet die Wissenschaft aber, dass ein Zusammenhang zwischen dem früheren Einsetzen der Pubertät und den modernen Essgewohnheiten besteht. In entsprechenden Studien konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass Mädchen die an Übergewicht leiden deutlich früher ihre erste Regelblutung bekommen.

    Doch warum ist das eigentlich so? Auch hier gibt es bisweilen nur Vermutungen. So geht die Wissenschaft davon aus das, dass Fettgewebe und die Bildung des Eiweiß Leptin das Signal für die Reifeentwicklung gibt.

    1. Umwelteinflüsse

    Neben den veränderten Ernährungsgewohnheiten spielen auch Umwelteinflüssen, nach Meinung der Wissenschaftler, eine Rolle das die Pubertät heute früher einsetzt. Zu den Umwelteinflüssen die den früheren Eintritt der Pubertät begünstigen, zählen einmal die sozialen und psychischen Einflüsse und zum andern Schadstoffe und hormonhaltige Pflegeprodukte.

    Die späte Kindheit, die Zeit vor der Pubertät

    Die späte Kindheit, so wird die Zeit zwischen acht und zwölf Jahren bezeichnet. Das ist quasi die Zeit des Luft holens nach der anstrengenden Kleinkinderzeit und ein Kraft tanken bevor man auf die Turbulenzen der Pubertät zusteuert. Auch wenn diese Jahre häufig als wenig anstrengend empfunden werden, so ist gerade diese Zeit von großen Umbrüchen geprägt.