Schlagwort: Raumklima

  • E-Book zum Thema Wohngesundheit

    E-Book zum Thema Wohngesundheit

    Wohngesundheit ist ein Stichwort, das nie an Aktualität verliert. Immerhin soll unser Zuhause ein Ort des Entspannens und der Sicherheit sein.

     

    Gesund wohnen – immer ein aktuelles Thema

    Allerdings sind in zahlreichen Häusern Böden, Möbel und Wände mit Schadstoffen belastet. Folglich besteht eine besondere Gefahr für die Gesundheit aller Bewohner. Auch wenn das äußere Erscheinungsbild für viele eine besondere Rolle spielt, empfiehlt es sich, bereits während des Hausbaus auf die Wohngesundheit zu achten. Denn nur derjenige, der gesund baut, kann später bedenkenlos gesund wohnen.

     

    Nahezu 90 Prozent des Tages hält sich der Mensch in einer geschlossenen Räumlichkeit auf. Wenn Kinder im Haus leben, nimmt das Thema Wohngesundheit einen noch höheren Stellenwert ein. Ähnlich wie Allergiker reagieren sie besonders empfindsam auf schädliche Belastungen in der Raumluft.

     

    Wenn das eigene Heim krank macht

    Infolge zu geringer Beachtung der Wohngesundheit können – bedingt durch die Schadstoffbelastung im Haus – sich zahlreiche Krankheitssymptome bemerkbar machen. Hierzu zählen unter anderem

    • Asthmatische Beschwerden
    • Hautausschläge
    • Konzentrationsschwierigkeiten
    • Kopfschmerzen
    • Reizungen der Schleimhäute
    • Schwindelgefühle
    • Ständige Müdigkeit

     

    Wenn die Raumluft erst einmal von Schadstoffen belastet ist, gestaltet sich die Suche nach den Ursachen äußerst schwierig. Wichtig für die Wohngesundheit im Eigenheim ist daher die richtige Auswahl der Baustoffe. Bestenfalls hilfreich ist hier eine den Bau begleitende Qualitätskontrolle.

     

    Baustoffe natürlichen Ursprungs üben einen nicht unwesentlichen Einfluss auf das Wohlfühlen, das Raumklima sowie die Wohngesundheit aus. Infolgedessen eignen sich hervorragend Baustoffe aus

    • Hanf
    • Kalk
    • Keramik
    • Lehm

     

    Aber auch Natursteine und Produkte tierischer Herkunft, wie beispielsweise Schafwolle, sorgen für ein gesundes Wohnklima.

     

    Doch Vorsicht! Wohngesundheit darf nicht mit ökologischem Bauen verwechselt werden. Mehr zu diesem und weiteren Themen erfährt der interessierte Bauherr im kostenlos erhältlichen E-Book „Wohngesund bauen und renovieren“ vom Online-Baustoffhändler BENZ24. Insgesamt sieben bekannte Fachexperten der Branche geben hier Auskunft zur Wohngesundheit.

     

    Wohngesundheit geht uns alle an

    Deshalb ist es so wichtig, selbst bei natürlichen Baustoffen stets darauf zu achten, dass diese nicht eventuell mit Chemikalien behandelt wurden. So sind zum Beispiel in den zum Streichen der Wände verwendeten Farben nicht selten so genannte VOCs – flüssige Kohlenwasserstoffverbindungen – enthalten. Ferner finden sich diese äußerst giftigen Stoffe in manchen Klebstoffen und Lösungsmitteln wieder.

     

    Problematisch gestaltet sich bei nahezu allen Neubauten die fehlende Möglichkeit des Herauslüftens von Schadstoffen. Denn neu gebaute Häuser verfügen in der Regel über hervorragend gedämmte, luftdichte Gebäudehüllen. Dadurch halten sich Feuchtigkeit und Schadstoffe in neuen Gebäuden standhaft.

     

    Durch Fensterlüftung und die Verwendung von Lüftungsanlagen lassen sich derartige Probleme nur unbefriedigend lösen. Dadurch kann sich leicht Schimmel in den Räumlichkeiten bilden, was zu einer weiteren Belastung der Wohngesundheit beiträgt.

     

    Aber auch Elektrosmog ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So lauern in Handys, WLAN und Stromleitungen zahlreiche Gefahrenquellen für ein gesundes Raumklima. Selbst ausgeschaltete elektrische Geräte beeinträchtigen die Wohngesundheit erheblich, beispielsweise der eingesteckte Radiowecker.

     

    Rückstände von Schadstoffen finden sich in kleinsten Partikeln von Hausstaub. Wenn die Bewohner – insbesondere Kinder und Allergiker – diesen über einen Zeitraum von mehreren Jahren ausgesetzt sind, ist mit teilweise erheblichen gesundheitlichen Risiken zu rechnen.

     

    Befinden sich Biozide im Haus, ist keine Wohngesundheit mehr gegeben. Vornehmlich verstecken diese sich in Silikon, das sich ideal zum Verfugen von Fliesen in Küche und Bad eignet. Aber auch Teppichboden kann mit Bioziden belastet sein. Diese bieten zwar einen Schutz vor Motten, bergen jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken für die in den Räumlichkeiten lebenden Personen.

     

    Richtiges Lüften – entscheidend für die Wohngesundheit

    Viele Menschen lüften ihr Heim nicht richtig, meist werden Fenster nur angekippt oder nur kurz die Balkontür für eine Minute geöffnet. Diese kurzen Momente sind jedoch nicht ausreichend. Empfehlenswert ist ein so genanntes Stoßlüften. Das heißt, pro Tag sollte wenigstens einmal das Fenster oder die Balkontür für insgesamt zehn Minuten lang geöffnet bleiben. So kann ein optimaler Luftaustausch stattfinden.

     

    Zur Vermeidung von Schimmelbildung ist es entscheidend, dass Wände genügend Zeit zum Trocknen haben. Denn Schimmel bildet sich hauptsächlich an jenen Stellen, die feucht sind.

  • Bequem schlafen – hilfreiche Tipps

    Bequem schlafen – hilfreiche Tipps

    Zwar ist immer wieder die Rede davon, dass wenigstens acht Stunden pro Nacht geschlafen werden sollte. Wer jedoch Wert auf einen besseren Schlaf legt, sollte hierbei auf sein ganz persönliches Schlafbedürfnis achten. Mitentscheidend für ein bequemes Schlafen ist neben diesen Aspekten auch die Ausstattung des Bettes.

     

    Bequem schlafen mit dem richtigen Kissen

    Nicht allein der Schlaf entscheidet darüber, ob wir uns am anderen Morgen frisch und ausgeruht fühlen. Eine entscheidende Rolle spielen auch die nächtlichen Liegepositionen. Personen, die morgens ständig mit Rückenschmerzen oder einem verspannten Nacken erwachen, werden sehr bald merken, dass unter Umständen mit ihrer Bettausstattung etwas nicht in Ordnung sein könnte.

     

    Menschen haben leider so gut wie keine Möglichkeit auf ihre Liegepositionen in der Nacht Einfluss zu nehmen. Jeder Mensch bewegt sich nachts und dreht sich des Öfteren von der Bauch-, Seiten- und Rückenlage. Gegebenenfalls könnte eine neue Matratze Abhilfe schaffen. Aber auch eine sorgfältige Auswahl des richtigen Kissens nimmt maßgeblich Einfluss auf bequemes Schlafen. Bei der Wahl des perfektes Kissens kann ein Ratgeber, wie beispielsweise eine Kopfkissen Vergleichstabelle sehr hilfreich sein.

     

    Tipps für bequemes Schlafen

    Wer entspannt und bequem schlafen möchte, sollte sich eine entspannte Schlafatmosphäre schaffen. Hierzu gehört auch ein angenehmes Raumklima. Das Schlafzimmer sollte auf keinen Fall überheizt werden. Am besten schläft der Mensch bei einer kühlen Umgebungstemperatur. Optimal sind nächtliche Raumtemperaturen zwischen 16 °C und 19 °C.

     

    Geräusche und Lichteffekte sollten nach Möglichkeit reduziert werden. Personen mit einem leichten Schlaf können auf eine Schlafbrille und Ohrenstöpsel zurückgreifen. Sofern das frühe Morgenlicht den Schläfer zu zeitig weckt, schaffen dichte Vorhänge im Schlafzimmer Abhilfe.

     

    Sollte es nicht möglich sein, laute Geräusche nachts abzuschalten, empfiehlt es sich auf das so genannte weiße Rauschen zurückzugreifen. Hierbei lässt sich das Hintergrundgeräusch etwas erträglicher machen, indem leise Instrumentalmusik abgespielt wird. Ist das Schlafzimmer zu trocken, hilft ein Luftbefeuchter.

     

    Wählen der richtigen Schlafposition

    Bequem schlafen fängt bereits mit der Wahl der perfekten Schlafposition an. Dies ist insbesondere dann von enormer Bedeutung, wenn frühmorgens nach dem Aufstehen stetig Nacken- und Rückenschmerzen auftreten. Das Positionieren des Kissens spielt hierbei eine wichtige Rolle.

     

    Wer gern auf der Seite schläft, zieht meist die Knie leicht in Brustrichtung an. Bei dieser Schlafposition empfiehlt es sich das Kissen zwischen den Knien zu platzieren. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass Becken und Wirbelsäule während des Schlafens gerade gehalten werden.

     

    Ein Schlafen auf dem Bauch sollte möglichst vermieden werden, um Problemen mit der Atmung entgegen zu wirken. Ferner sind für Bauchschläfer Nackenschmerzen vorprogrammiert. Ist dies allerdings für den Schläfer die einzige Position, in der ein Einschlafen möglich ist, sollte stets am Rande eines großen Kissens geschlafen werden. Dabei kann der Kopf leicht angewinkelt werden. Dies führt zu einer verbesserten Atmung ohne den Nacken zu stark zu belasten.

     

    Bequemen Schlafen

    Auf dem Rücken schlafen ist nur dann empfehlenswert, sofern eine Matratze vorhanden ist, die ausreichend stützt. Um bequem schlafen zu können wirkt ein zweites Kissen unterhalb des Kreuzes oder der Kniekehlen unterstützend.

     

    Eine weitere gute Methode zum bequemen Schlafen ist das Ausprobieren unterschiedlicher Kissenaufteilungen. Während manche Personen ganz ohne Kissen bequem schlafen, benötigt ein weiterer Personenkreis wieder ein oder zwei große Kissen. Die Entscheidung, wie viele Kissen in Frage kommen, hängt maßgeblich davon ab, wie der Nacken in der Nacht sich am besten entspannen kann.

     

    Menschen, die sich während des Aufwachens angespannt fühlen und kein Kissen finden, auf dem sie bequem schlafen können, kann das Aufrollen eines Handtuchs empfohlen werden. Das aufgerollte Handtuch unterhalb des Nackens platziert kann den Nacken ideal in der Nacht stützen.

     

    Wer für seine Arme keine bequeme Position zum bequemen Schlafen ausfindig machen kann, dem sei ein großes Kissen empfohlen. Auch das Halten eines Kuscheltieres im Arm oder ein aufgerolltes Handtuch kann hier Abhilfe schaffen.

  • Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Viel zu selten machen wir uns Gedanken um das Klima in unseren Wohnräumen. Doch wundert man sich erst einmal über die Häufigkeit an Erkältungen, die uns heimsuchen, den Schimmel an der Wand oder die beschlagenen Fensterscheiben, kann es oft nicht schnell genug gehen, etwas zu ändern. All die genannten Beispiele können Zeichen dafür sein, dass Ihre Wohnräume nicht über das richtige Klima verfügen. Gereizte Schleimhäute, Erkältungen, Schimmel und Wasser, das an den Scheiben herunterläuft sind die Folge. Doch wie bestimmt man die richtige Luftfeuchtigkeit? Dazu mehr in diesem Beitrag.

     

    Die aktuelle Luftfeuchtigkeit messen

    Mit Hilfe eines Hygrometers, das im Raum aufgestellt wird, kann man den Ist-Zustand der Luftfeuchtigkeit messen und bestimmen. Neben der Raumtemperatur zeigt das Gerät zusätzlich den Feuchtigkeitsgehalt der Luft in Prozent an. Liegt dieser unter 40%, sind Sie auf dem besten Wege, Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

     

    Die ideale Luftfeuchtigkeit

    In Wohnräumen wie Wohn-, Ess-, Arbeits- und Kinderzimmer sollte die optimale Luftfeuchtigkeit in etwa zwischen 40% und 60% liegen. Liegt die von Ihnen gemessene Raumfeuchte darunter oder darüber, sollten Sie entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Die ideale Raumtemperatur in den genannten Wohnräumen beträgt im Schnitt 20°C.

    In Küche und Badezimmer liegt der Idealwert bei 50% bis 70%, da hier entsprechende Tätigkeiten wie Kochen und Baden verrichtet werden, die für eine automatisch höhere Raumfeuchtigkeit sorgen. Sollte der Wert in diesen beiden Räumen dauerhaft über dem Grenzwert liegen, was gelegentlich schon mal vorkommen kann, sollten Sie die Fenster öffnen und die Feuchtigkeit nach draußen entweichen lassen.

     

    Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig

    kann dies zu gesundheitlichen Einschränkungen führen, die meist als normal wahrgenommen werden. Die Schleimhäute werden gereizt, die Augen tränen und die Nase läuft vom ständigen Niesen. Die Haut kann durch die trockene Luft gereizt werden, was oft zu Juckreiz führt.

     

    Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch

    hat man schneller Schimmel an den Wänden als man die Fenster öffnen kann. Die Schimmelsporen finden im schlimmsten Fall den Weg in Richtung Atemwege, was Allergien und Asthma auslöst. Auch Hausstaubmilben mögen ein feuchtes Raumklima und fühlen sich dort mehr als wohl. Pures Gift für jeden Allergiker also.

    Hier ist richtiges Lüften angesagt und vor allem die Raumfeuchtigkeit auf einen gesunden Durchschnitt senken.

     

    Maßnahmen für eine höhere Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Um die Raumfeuchtigkeit in Ihren Räumen dauerhaft zu erhöhen und somit zu verbessern, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

     

    • Luftbefeuchter: diese gibt es in zahlreichen Formen und Farben und eignen sich somit perfekt als unauffällige Dekorationsgegenstände für Fensterbretter und Heizung. Je nach Version können die Luftbefeuchter an den Heizkörpern angebracht oder im Raum aufgestellt werden.
    • Elektrische Luftbefeuchter: diese erzeugen Wasserdampf, der in Form von leichtem Nebel in die Raumluft abgegeben wird. Empfehlenswert für ein besonders trockenes Raumklima. Beachten Sie jedoch, dass die Luftfeuchtigkeit konstant bleibt, sobald sie den Idealwert erreicht hat, ansonsten besteht die Gefahr von Schimmel.
    • Feuchte Handtücher: am einfachsten und genauso effektiv wie Luftbefeuchter für die Heizung sind Handtücher, die Sie gut mit Wasser tränken, so dass sie nicht mehr tropfen. Im Anschluss legen Sie die Handtücher auf den Heizkörper und verbessern somit nachweislich die Raumfeuchte.
    • Behälter mit Wasser aufstellen: nehmen Sie ein paar Deko-Schalen zur Hand und befüllen Sie sie mit Wasser. Sie können sie im ganzen Raum verteilt aufstellen und dadurch für ein besseres Raumklima sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar hübschen Schwimmkerzen? Beachten Sie dabei, dass die neue Quelle für Feuchtigkeit nicht zur Stolperfalle wird. Stellen Sie sie am besten nicht auf dem Boden oder in Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
    • Grünpflanzen: Je mehr Grünpflanzen sich in einem Raum befinden, umso besser ist das Raumklima inklusive Luftfeuchtigkeit. Wenn sie bereits genug Pflanzen besitzen, versuchen Sie einfach mal, die Grünlinge öfter zu gießen.

     

    Maßnahmen für eine niedrigere Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Sind Ihre Räumlichkeiten bereits ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt und befürchten Sie Schimmel, haben Sie folgende Möglichkeiten, um die Raumfeuchtigkeit zu reduzieren:

     

    • Regelmäßiges Messen der Luftfeuchtigkeit ist wichtig, so behalten Sie steigende Werte immer im Blick und können schnell reagieren.
    • Öffnen Sie die Fenster beim Lüften komplett und verzichten Sie darauf, sie auf „Dauerkipp“ zu halten. Am besten beschränken Sie die Dauer des Lüftens auf nur einige Minuten.
    • Lüften Sie mehrmals täglich, so sorgen Sie für ein angenehmes und gesundes Raumklima.
    • Nasse Wäsche hängen Sie bei zu feuchten Räumen besser in einem Raum mit geringerer Raumfeuchte oder im Wäschekeller auf.

     

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  • Gesund im Büro: 40 Tipps für einen gesünderen Arbeitsalltag

    Gesund im Büro: 40 Tipps für einen gesünderen Arbeitsalltag

    Die tägliche Arbeit im Büro hinterlässt oft spuren: Verspannungen, Probleme mit dem Rücken, schnelle Ermüdung und häufig wiederkehrende Kopfschmerzen. Viele dieser Symptome lassen sich bei genauerer Betrachtung auf einen nicht optimal angepassten Arbeitsplatz zurückführen. Damit sich diese Probleme nicht in chronischen Gesundheitsproblemen manifestieren, gibt es nachfolgend 40 Tipps, wie ein Büromöbel-Experte die Ursachen aus dem Büroalltag verbannen würde.

    Aktiv und passiv – zwei Adjektive, die zusammengehören

    Es gibt aktive und passive Umstände, an denen etwas geändert werden kann, damit die körperliche Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten bzw. zurückgewonnen wird. Nicht jeder kann alle Optionen gänzlich ausschöpfen, aber schon die eine oder andere Veränderung kann wahre Wunder wirken. Als passiv werden die direkten Gegenstände gewertet, während der aktive Teil vom Sitzenden selbst durchgeführt und leicht angepasst werden kann.

    Maßnahmen zur Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens

    Die wichtigsten Maßnahmen umfassen die Optimierung des direkten Arbeitsplatzes. Ein ergonomisch optimierter Arbeitsplatz verbessert die Körperhaltung während der Arbeit, entlastet die Wirbelsäule und beugt Haltungsschäden vor. Folgende Gegenstände sollten auf die genannten Punkte hin geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht / geändert werden.

    Der Bürostuhl (passiv)

    • Der Bürostuhl muss an die ergonomischen Bedürfnisse des Menschen anpassbar sein.
    • Die Sitzfläche
      • sollte eine leichte Wellenform haben, damit der Blutfluss durch die Oberschenkel zu den Füßen nicht unnötig gestört wird.
      • sollte nicht zu weich und nicht zu hart sein. In der Regel sind geschäumte Sitzschalen ideal, um auch bei längerem Sitzen kein Druckgefühl zu erzeugen.
    • Die Rückenlehne
      • ist ideal eingestellt, wenn der Rücken stabilisiert wird und dem Oberkörper als Ganzes Halt gibt.
      • ist besonders geeignet, wenn sie mit einer einstellbaren Lendenwirbelstütze ausgestattet ist.
      • sollte mit einem Stoffnetz bespannt sein, um für eine gute Belüftung im Rückenbereich zu sorgen. Besonders im Sommer sorgt dieses Netz für ein angenehmes Mikroklima am Rücken.
    • Die Armlehnen
      • müssen in Höhe und Neigungswinkel anpassbar sein, um die ideale Ablagemöglichkeit für die Arme zu schaffen.
      • sind idealerweise mit einer Polsterung versehen, deren Oberfläche aus einem netzartig verarbeiteten Stoff gefertigt ist. Dadurch wird die Unterlüftung auch dann gewährleistet, wenn die Unterarme längere Zeit aufliegen.

    Der Bürostuhl (aktiv)

    • Im Bereich von einem Meter rund um den Bürostuhl sollten keine Gegenstände wie Papierkorb oder Pflanzen platziert sein, um eine ausreichende Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.
    • Der Winkel zwischen Oberschenkel und Oberkörper in sitzender Position in einem Bereich zwischen 90° und 120° liegen.
    • Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel sollte sitzend möglichst 90° betragen; die Füße sollten in dieser Sitzposition flach auf dem Boden abgestellt werden können. Zwischen dem Ende der Sitzfläche und der Kniekehle sollte ein wenig Spielraum vorhanden sein (2 cm – 5 cm).
    • Der Abstand zwischen Oberschenkel und Schreibtischplatte sollte zwischen 15 cm und 30 cm betragen, um ausreichende Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.

     

    Der Schreibtisch (passiv)

    • sollte im Zuge der ergonomischen Handhabbarkeit in der Höhe verstellbar sein.
    • sollte mit einer Tischplatte ausgestattet sein, die eine reflexionshemmende Deckschicht beinhaltet. Dadurch werden störende Lichtreflexe bei ungünstigem Lichteinfall vermieden.

    Der Schreibtisch (aktiv)

    • sollte längs zum Fenster platziert sein, damit das einfallende Licht von der Seite auf den Schreibtisch trifft. Das verhindert zusätzlich Reflexionen und leuchtet das direkte Arbeitsumfeld (Tastatur, Maus, Hände) besser aus.

     

    Der Bildschirm (passiv)

    • muss sowohl neig- als auch schwenkbar sein, um den besten Blickwinkel für den Betrachter erreichen zu können.
    • muss mindestens diese Werte variabel einstellen lassen:
      • Auflösung
      • Kontrast
      • Helligkeit
    • sollte eine reflexionsarme Beschichtung haben, um störende Spiegelungen und Lichtreflexe zu vermeiden.
    • sollte im Zuge der Ergonomie nicht kleiner als 22“ sein. Ideal ist 24“ und größer.

    Der Bildschirm (aktiv)

    • sollte so eingestellt werden, dass Helligkeit, Kontrast und Auflösung so gestaltet sind, dass ein ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.
      • Zusätzlich lässt sich bei den meisten Betriebssystemen die angezeigte Schriftgröße in Browsern und Dokumenten entsprechend der Benutzeranforderung vergrößern oder verkleinern.
    • sollte im Abstand von 80 cm – 90 cm zum Betrachter platziert sein.

     

    Maus & Tastatur

    Sowohl Maus als auch Tastatur sollten über eine ergonomische Formgebung verfügen, um schmerzende Handgelenke und Verspannungen in diesem Bereich zu verhindern.

    Die Maus (passiv)

    • sollte die Möglichkeit bieten, den DPI-Wert verändern zu lassen. Dadurch lässt sich einstellen, wie weit sich der Mauszeiger auf dem Bildschirm bewegt, wenn die gleiche Strecke mit der Maus zurückgelegt wird.
    • sollte ergonomisch geformt sein und über zusätzliche Funktionstasten verfügen, um bestimmte Arbeitsabläufe über einen Mausklick erledigen zu können.

    Die Maus (aktiv)

    • sollte richtig gehalten werden, um schmerzende Handgelenke zu vermeiden. Die richtige Maushaltung kann erlernt und geübt werden.

    Die Tastatur (passiv)

    • sollte möglichst flach auf dem Tisch liegen. Tastaturen, die einen schrägen Aufbau haben, sorgen für eine regelmäßige geknickte Haltung der Hände.
    • sollte beleuchtet sein, um auch bei schlechteren Lichtverhältnissen entspanntes Arbeiten zu ermöglichen.
    • sollte mit sehr leichtgängigen Tasten ausgestattet sein, um den Kraftaufwand beim Schreiben möglichst gering zu halten. Das entspannt die Muskulatur und hilft, Verspannungen zu vermeiden.

    Die Tastatur (aktiv)

    • sollte so ausgerichtet sein, dass Unterarme und Handballen auf der Tischplatte aufliegen können, während man schreibt.
    • sollte mit einem Gel-Kissen kombinierbar sein, sofern die Handballen sonst nicht aufgelegt werden können.

    Raum- und Arbeitsplatzgestaltung allgemein

    Um entspannt arbeiten zu können, muss das direkte Umfeld entsprechend den Gewohnheiten und der individuellen Erfordernisse angepasst werden. Bereits kleine Veränderungen können das Arbeiten wesentlich angenehmer gestalten.

    • Alle wichtigen Büroutensilien sollten griffbereit auf dem Schreibtisch angeordnet sein, um störendes Suchen zu vermeiden.
    • Mit einem Rollcontainer hat man alle wichtigen Unterlagen schnell zur Hand und muss den Arbeitsfluss nicht relevant unterbrechen.
    • Es sollte immer Ordnung auf dem Schreibtisch herrschen. Wenn er zum Feierabend hin aufgeräumt wird, kann der nächste Arbeitstag unbeschwert begangen werden.

    Ein gut strukturierter Arbeitstag erleichtert die Arbeit

    Viele gesundheitliche Probleme ergeben sich aus einer Kombination von Unwissen und falschen Raumbedingungen. Damit der Arbeitstag erfolgreich und effektiv gestaltet werden kann, müssen ein paar Bedingungen hergestellt werden. Das erleichtert die Arbeit und schafft zugleich ein Raumklima zum Wohlfühlen.

    • Regelmäßige Pausen einlegen
      • Mehrere kurze Pausen, in denen man sich bewegt, helfen dem Körper dabei, Verspannungen und Stress abzubauen.
      • Während dieser Pausen sollte man die Möglichkeit nutzen, dem Körper Flüssigkeit zuzuführen. Das wirkt ebenfalls dem Unwohlsein entgegen und reduziert die Gefahr von spontan auftretenden Kopfschmerzen. Tee, Wasser und Säfte sind dabei die geeigneten Getränke. Gegen einen gelegentlichen Kaffee spricht aber aufgrund seiner anregenden Wirkung auch nichts.
    • Auf eine ruhige Atmosphäre am Arbeitsplatz achten
      • Geräusche produzierende Geräte sollten, sofern möglich, aus dem direkten Umfeld verbannt werden. Sie lenken ab und erzeugen unterschwelligen Stress, der sich auf die Gesundheit auswirken kann. Das sind beispielsweise
        • Drucker
        • Außenlärm
        • Lautstark sprechende oder telefonierende Kollegen
        • Klimaanlage
      • Für optimale Bedingungen zum Wohlfühlen sorgen
        • Der kleine Hunger zwischendurch sollte gestillt werden – allerdings nicht mit Süßigkeiten, sondern mit gehaltvollerem Obst oder Gemüse. Das gibt Energie und ist gesund.
        • Schöne Bilder an der Bürowand sorgen für heimelige Wohlfühlstimmung.
        • Pflegeleichte Grünpflanzen verbessern nicht nur das Raumklima, sondern stellen einen beruhigenden Pol dar.
        • Auf eine gute Belüftung achten. Mehrmaliges Lüften bringt Sauerstoff ins Büro und lässt aufkommende Müdigkeit schnell verschwinden.
        • Die richtige Arbeitstemperatur schaffen – ideal ist der Temperaturbereich zwischen 20°C und 24°C.
        • Die Luftfeuchtigkeit sollte im Bereich von 50 % liegen. Dadurch fällt das Atmen leichter.
        • Eine gute Beleuchtung hilft, unnötige Anstrengung für die Augen zu vermeiden. Idealerweise sollte die Ausleuchtung über das bestehende Tageslicht erreicht werden.

    Das Notebook ist kein Arbeitsgerät für längere Dauer

    An einem stationären Arbeitsplatz sollte kein Notebook als dauerhaftes Arbeitsgerät genutzt werden. Die Handhabung ist aus ergonomischer Sicht eine Katastrophe und forciert Verspannungen und Haltungsschäden geradezu. Für kurze Zeiten ist das Notebook in Ordnung – ansonsten sollte ein Desktop-PC angeschafft werden.

    Der Gesundheit zuliebe – auch für die Kollegen

    Es gibt einige Tipps, wie man seiner Gesundheit etwas Gutes tun kann. Auch sollte man darauf achten, die Kollegen im Zweifelsfalle nicht anzustecken. Mit den nachfolgenden Tipps kann man das Erkrankungsrisiko deutlich senken.

    • Vor jedem Essen sollte man sich die Hände waschen – auch bei kleinen Snacks.
    • Während der besonderen Erkältungsphase (Herbst – Winter) sollte man sich immer wieder die Hände desinfizieren. Das reduziert das Risiko, das es einen „erwischt“, deutlich.
    • Wenn man sich krank fühlt, sollte man zuhause bleiben. Selbst ist man in dieser Phase nicht produktiv und riskiert sonst außerdem noch, die Kollegen anzustecken.
    • Tastatur und Maus sollten regelmäßig mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden, um Keime und Bakterien auszuradieren.
    • Sportliche Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeit sollten wenigstens 1 x pro Woche stattfinden, um der ganzen Muskulatur die Chance zu geben, geschmeidig zu bleiben.

    Strukturiert arbeiten führt zum Erfolg

    Neben der Ergonomie und den allgemeinen Gesundheitstipps gibt es noch eine weitere Komponente, die zum Wohlfühlen während der Arbeit Wichtiges beiträgt: die Arbeitsstruktur. Ein gut strukturierter Arbeitstag schafft ein angenehmes Arbeitsklima, was sich auch in einem verbesserten Wohlgefühl widerspiegelt.

    • Kontinuität im Arbeitsablauf
      • Man sollte immer eine Aufgabe nach der anderen erledigen.
      • Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass man währenddessen nicht abgelenkt wird.
      • Mit einer ToDo-Liste lässt sich der Arbeitstag wesentlich besser strukturieren.
    • Hilfe suchen und annehmen
      • Wenn zeitkritische Aufgaben anstehen, die man alleine nicht fristgerecht bewältigen kann, sollte man die Hilfe der Kollegen suchen.
    • Kontrolle behalten und Zwischenmenschliches nicht vergessen
      • Zwischendurch sollte man immer wieder kontrollieren, ob man wirklich alle geplanten Arbeiten für den Tag berücksichtigt hat.
      • Kurze Pausen sollte man nutzen, um ein paar Schritte zu gehen. Das belebt den Kreislauf und bringt frische Energie.
      • Währenddessen kann man durchaus mal ein kurzes Schwätzchen mit den Kollegen halten. So stellt sich ein Gemeinschaftsgefühl her, das beim Arbeiten motiviert.
  • Besseres Raumklima mit pflanzlicher Hilfe

    Besseres Raumklima mit pflanzlicher Hilfe

    Wenn es in geschlossenen Räumen besonders warm, stickig und dadurch auch unangenehm ist, wird allgemein von einer „schlechten Luft“ gesprochen. Gemeint ist damit ein Raumklima, das sehr zu wünschen übrig lässt. Um die Qualität der Luft zu verbessern, hilft es jedoch nicht nur, durchzulüften, sondern auch, gezielt Pflanzen einzusetzen. Ein paar dieser Gewächse für ein besseres Raumklima wollen wir Ihnen hier vorstellen.

    Warum ist die Luft so schlecht?

    Ehe es um besseres Raumklima gehen soll, wollen wir an dieser Stelle erst einmal klären, warum Luft überhaupt „schlecht“ oder minderwertig wird. Gründe gibt es hierfür nämlich zahlreiche.

    Der Mensch muss atmen, um zu leben. Dabei wandelt er Sauerstoff in Kohlendioxid um. Nimmt dieses „Abfall-Produkt“ stetig zu, macht sich das schnell bemerkbar. Neben dem hohen Kohlendioxid-Gehalt sind es vor allem Schadstoffe – in den Wänden, in den Möbeln, im Fußbodenbelag usw. sowie Abgase und Zigarettenqualm – die für ein schlechtes Raumklima sorgen. Nicht zuletzt kann auch Schimmel als Faktor genannt werden, der die Qualität der Luft stark beeinflussen kann.

    Wann wird es Zeit für ein besseres Raumklima?

    Dass die Luft eine schlechte Qualität aufweist, signalisiert uns unser Körper Gott sei Dank relativ schnell. Er reagiert dann beispielsweise mit den folgenden Symptomen:

    • Kopfschmerzen
    • Müdigkeit
    • Konzentrationsstörungen

    Eine permanente Schadstoff-Belastung in geschlossenen Räumen kann schlimmstenfalls sogar zum sogenannten „Sick Building Syndrom“ führen.

    Power-Pflanzen, die für besseres Raumklima sorgen

    Gleich vorweg: Auch wenn Grünpflanzen wahre Wunderwerke der Natur sind, können sie allein nicht dafür sorgen, dass das Raumklima permanent gut ist. Wir empfehlen Ihnen dennoch, regelmäßig zu lüften und einen Schimmelbefall durch zu hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden.

    Warum Pflanzen für ein besseres Raumklima sorgen? Das liegt an ihrer Fähigkeit, Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln. Dieser Vorgang wird Photosynthese genannt und ist der Grund dafür, warum wir und die Mehrheit der Lebewesen überhaupt existieren können. Nahezu jede Pflanze (es gibt nur sehr wenige Ausnahmen) kann Photosynthese betreiben und ein besseres Raumklima erzeugen. Die Pflanzen, die wir Ihnen hier vorstellen wollen, sind jedoch etwas Besonderes. Sie wandeln nicht nur Kohlendioxyd in Sauerstoff um, sondern reinigen die Luft. Man kann sie sich wie eine Art Filterwerk vorstellen, das die Schadstoffe aus der Luft zieht und das Raumklima somit verbessert.

    Sucht man zu Studien zu den „besten Pflanzen“ für ein besseres Raumklima, stößt man erstaunlicherweise auf eine Untersuchung der NASA. Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen wollte herausfinden, wie die Luft in Raumstationen aufgebessert werden kann und kam zu dem einfachen Ergebnis: Mit Pflanzen. Ihrer Meinung nach müsse es mindestens eine Pflanze pro 9 m2 Raum geben, um eine gleichbleibend gute Luftqualität zu gewährleisten.

    Diese Erkenntnis ist jedoch nicht die einzige, die auf die NASA zurückgeht. In ihrer Clean Air Study“ findet sich eine Liste mit 10 Pflanzen, die für ein merklich besseres Raumklima sorgen. Zu den Pflanzen, die auch hierzulande bekannt und verbreitet sind, gehören:

    • Zwerg-Dattelpalme
    • Goldfruchtpalme
    • Gemeiner Efeu
    • Grünlilie
    • Drachenbaum
    • Birkenfeige
    • Chrysantheme
    • Gummibaum

    Wichtig: Einige dieser Pflanzen sind giftig für Katzen. Informieren Sie sich daher unbedingt, ob das Gewächs für Ihre Zwecke geeignet ist oder nicht.

    Wenn Sie ein besseres Raumklima bei sich zuhause oder auch im Büro haben wollen, ist es empfehlenswert, den Baumarkt oder die Blumenhandlung zu besuchen. Dort wird man Sie sicher auch noch einmal umfassend zu dem Thema beraten können.

    Pflanzen im Schlafzimmer?

    Seit Jahren hält sich ein hartnäckiges Gerücht: Pflanzen – auch die für ein besseres Raumklima – haben nichts im Schlafzimmer zu suchen. Der (angebliche) Grund: Da in der Nacht keine Photosynthese stattfindet, gibt die Pflanze keinen Sauerstoff ab, sondern nimmt diesen aus der Luft auf. Was im ersten Moment vielleicht erschreckend klingt, ist jedoch alles andere als gefährlich. Das sollte Ihnen spätestens dann klar sein, wenn Sie mal eine Nacht im Wohnzimmer oder in einem Arbeitsraum, das als Gästezimmer umfunktioniert wird, geschlafen und am nächsten Morgen wieder aufgewacht sind.

    Pflanzen können ohne Bedenken auch im Schlafzimmer aufgestellt werden. Auch hier können sie besseres Raumklima hervorrufen.

    Bild: © Depositphotos.com / mettus

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  • Hausstaubmilbenallergie, was tun? – Wenn Nase und Schleimhäute jucken

    Hausstaubmilbenallergie, was tun? – Wenn Nase und Schleimhäute jucken

    Sie sind weiß, nur winzige 0,1 bis 0,5 Millimeter groß und für das bloße Auge nicht sichtbar. Ihre mikroskopisch kleinen Ausscheidungs-Partikel können aber große Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben: Exemplare der Spezies Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae, beide besser bekannt unter dem Sammelbegriff Hausstaubmilbe. Allergien, ausgelöst durch den unbeliebten Hausbewohner sind in Deutschland statistisch gesehen rund doppelt so häufig als Insektengiftallergien und rangierten im Jahr 2011 nach Heuschnupfen, Kontaktallergien, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergie auf Rang fünf der Skala an Allergieauslösern in der bundesdeutschen Bevölkerung. Etwa jeder Zehnte ist von der Hausstauballergie bundesweit betroffen, die damit zu den am häufigsten vorkommenden Allergien zählt. Vielen ist nicht bewusst, dass juckende Schleimhäute, Hustenreiz, tränende Augen und Kopf- und Halsschmerzen nicht notwendigerweise auf einen mutmaßlichen Heuschnupfen hinweisen müssen und ihre Ursachen eher in den lästigen Mitbewohnern haben. Mit einigen Vorkehrungsmaßnahmen lassen sich eine mögliche Plage und die damit verbundenen Krankheitssymptome in den Griff bekommen und dauerhaft ausschalten.

    Ein begriffliches Missverständnis

    Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie unterscheiden sich kaum von denen eines Heuschnupfens und werden oftmals mit jenen verwechselt.
    Die Symptome einer Hausstaubmilbenallergie unterscheiden sich kaum von denen eines Heuschnupfens und werden oftmals mit jenen verwechselt.

    Hausstaub an sich ist in den wenigsten Fällen allergen, entgegen landläufiger Meinung verhalten sich kleinste Partikel in der Luft selten allergie-auslösend. Gefährlicher wird es, wenn sich in dem Staubcocktail getrocknete und pulverisierte Mengen an tierischen Ausscheidungen der Hausmilbe befinden, die eingeatmet werden. Chronischer Reizhusten oder dauerhaft entzündete Nasenschleimhäute mit chronisch verstopfter Nase sind die schwerwiegendsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen.  Im schlimmsten Fall kann sich langfristig Asthma ausbilden, bei 40 Prozent der Betroffenen entwickeln sich Folgeerkrankungen. Grundsätzlich ist jeder Mensch gegen Bestandteile im Kot der Milbe allergisch, Behandlungsbedarf wird aber erst dann notwendig, wenn sich Symptome ausbilden. Ein Blut- und Hauttest kann Aufschluss für die Form der Allergie geben, wenn sich im Blut eine große Menge an Antikörpern (P1-Antigene) befindet. Denn Allergien sind Reaktionen des Immunsystems.

    Wo Milben am liebsten leben

    Die Milbenart hat sich auf menschliche Nahrung in Form von Hautschuppen spezialisiert, überall, wo kleinste Hautpartikel gehäuft vorkommen, kann die Spezies verstärkt auftreten. Insbesondere an Plätzen, in denen sich der Mensch besonders oft aufhält, sind Milben am Werk: Im Bett, auf der Couch oder auf Polsterstühlen. Durch mechanischen Abrieb gelangen kleinste Partikel in Stoffe und Polster. Hinzu kommt, dass die Tiere Wärme und höhere Luftfeuchtigkeit lieben. Bereiche unter der Bettdecke sowie in und an der Matratze zählen zu ihren Lieblingsplätzen. Auch treten sie in Handtüchern und Duschlaken im warmen und feuchten Badezimmer gehäuft auf.

    Beschwerden von Hausstaub-Allergikern sind im Herbst und Winter am größten, weil sich die Populationen während der warmen, luft-feuchten Monate am stärksten vermehrt haben.
    Beschwerden von Hausstaub-Allergikern sind im Herbst und Winter am größten, weil sich die Populationen während der warmen, luft-feuchten Monate am stärksten vermehrt haben.

    Frühling – Ein Zyklus beginnt
    Während der meist trockeneren Heizperiode stirbt der größte Teil der Milben ab, bevor nach dem Winter ein neuer Reproduktionsschub einsetzt. Frischer Kot tritt während der Sommermonate verstärkt auf und läutet eine Phase höchster Allergierate und größter Populationen ein, bevor ab Oktober das jährliche Massensterben beginnt.

    Harmlose Mitbewohner
    Die winzig kleinen Spinnentierchen übertragen entgegen landläufiger Meinung keine Krankheiten. Sie beißen und stechen nicht: Im Gegensatz zur Zecke verfügt sie über keine Werkzeuge, welche die menschliche Haut durchdringen, um an Humanmaterial wie Blut oder Sekrete zu gelangen. Ihr natürliches Vorkommen ist ernährungsbedingt die Nähe des Menschen, der pro Tag circa 1,5 Gramm Hautschuppen verliert, auf dies es die kleinen Tierchen abgesehen haben – ein Großteil davon im Bett. Eine gehäufte Population lässt nicht auf mangelnde Hygiene schließen, wie allergiecheck.de betont. Rund eine Million der Milben leben allein dauerhaft in Bett und Matratze, normale Sauberkeit und regelmäßiger Wechsel der Bettwäsche vorausgesetzt. Ein erhöhter Hygiene-Aufwand ist nur bei positivem allergischem Befund angezeigt. Doch wie sieht er im Einzelnen aus?

    Tipp 1: Häufiger Bettwäsche wechseln!
    Die federleichten Kot-Schwebeteilchen vermischen sich mit Schwebstaub und konzentrieren sich in Matratzennähe in einer Höhe von bis zu 20 Zentimetern. Abhilfe kann bereits regelmäßiges Waschen der Bettlaken bei 60 Grad alle sechs bis acht Wochen schaffen – Temperaturen, die die Spinnentierchen abtöten. Im Gegensatz zum unvermeidlichen Pollenflug haben es Hausstauballergiker selbst in der Hand, durch regelmäßiges Waschen und Wechseln von Bettzeug und jährliches Reinigen der Matratze den Milbenbestand und damit die Menge der allergieauslösenden Stoffe drastisch zu reduzieren und für deutliche Besserung zu sorgen.

    Tipp 2: Couch und Stofftiere nicht vergessen!
    Neben dem Bettzeug sind alle sonstigen Stoffe und Polster in die regelmäßigen Reinigungsmaßnahmen mit einzubeziehen. Deshalb sollten Teppichböden regelmäßig abgesaugt und mit Polsterreiniger behandelt werden. Gardinen sind öfters abzusaugen und zu waschen. Kleinere Stoffelemente wie Kissen oder Stoff-Kuscheltiere können alternativ auch für einige Stunden ins Gefrierfach gelegt werden, wodurch die Milben auch zuverlässig abgetötet werden.

    Auf Staubfänger und größere Flächen, wie sie ausladende, offene Regelsysteme bieten, sollte verzichtet werden, wöchentliches feuchtes Abwischen reduziert den Befall.
    Auf Staubfänger und größere Flächen, wie sie ausladende, offene Regelsysteme bieten, sollte verzichtet werden, wöchentliches feuchtes Abwischen reduziert den Befall.

    Tipp 3: Weniger ist oft mehr!
    Idealerweise kann die Gefahr von vornherein durch Verzicht auf Teppichbodenbeläge, Stoffcouch und Matratze vermindert werden. Glatte Böden, Leder- oder Kunstledercouch und Wasserbett lassen sich zudem einfacher und effektiver reinigen. Haustiere wie Hund und Katze sind Milbenmagneten, wer sich gegen eine Haltung von häuslichen Mitbewohnern entscheidet, hat schon viel dafür getan, die Milbenpopulation einzudämmen. Idealerweise ist das Schlafzimmer spartanisch ausgestattet, bei Allergikern sind Stofftiere, Vorhänge oder sonstige Staubfänger gerade hier fehl am Platz. Tabu im Schlafbereich sollten auch Haustiere und Zimmerpflanzen sein, Kleidung und Bücher sind besser in geschlossenen Schränken aufzubewahren.

    Tipp 4: Auf ausreichende Lüftung achten!

    Mindestens einmal täglich sollte die Wohnung gründlich gelüftet werden. Vor allem im Schlafzimmer kann durch ausreichende Luftzirkulation und Lüftungsmaßnahmen die für die Milben lebensnotwendige Luftfeuchte reduziert werden, die durch nächtliche Ausdünstungen des Menschen erhöht ist.

    Gerade das ist aber beispielsweise in energieeffizienten Neubauten nahezu unmöglich, da die Gebäudedämmung insgesamt für eine Luftundurchlässigkeit sorgt, und zwar in beiden Richtungen. Das heißt, dass einerseits keine Frischluft in die Innenräume gelangen kann, andererseits die feuchte Brauchluft aber auch nicht nach außen transportiert wird. Gleichzeitig sind solche Häuser derart konzipiert, dass ein manuelles Lüften gar nicht mehr vorgesehen ist, weil dadurch die interne Wärmeregulation gestört wird – was wiederum einen unerwünschten Mehraufwand an Energie für das Kühlen oder Heizen der Räumlichkeiten bedeuten würde.

    Abhilfe schaffen in solchen Fällen moderne Lüftungsanlagen, die bei der Verbesserung der Luftqualität helfen können, indem sie beispielsweise für genau die gewünschte Absenkung der Luftfeuchtigkeit im Hausinneren sorgen. Darüber hinaus wirken sie, was für Allergiker von besonderem Interesse sein dürfte, als Filter für Pollen und Schadstoffe.

    Tipp 5: Auf den richtigen Staubsauger kommt es an!
    Hausstauballergiker sollten beim Kauf auf einen Staubsauger mit entsprechendem Filter achten, der Fachhandel bietet Geräte mit einem hohen Hepa-Filter an. Hepa steht für „High Efficiency Particulate Airfilter“ und verweist auch die Fähigkeit der Filter, selbst kleinste Staubpartikel aus der Luft ausfiltern zu können. Die modernste Weiterentwicklung sind die neuen Ultra Hepa Filter bzw. Ultra Low Penetration Air Filter (Ulpa).

    Grundsätzlich gibt es fünf Filterklassifizierungen mit unterschiedlichem Abscheidegrad, angefangen von E10, 11, 12 bis hin zu H13 und H14 mit höchster Abscheide-Effizienz und größtem Feinstaubfiltervermögen. Hausstauballergiker sollten Sauger mit einem H13 oder H14-Filter wählen, bei beiden liegt der Abscheidegrad über 99,95 Prozent. Beste Voraussetzungen also für ganz besonders empfindliche Allergiker-Nasen, die auf einen bestmöglichen Schutz vor umher fliegendem Feinstaub in der Luft nach dem Staubsaugen Wert legen. Hochfeine Partikelfilter können sogar Bakterien und Viren festhalten und kommen auch in Krankenhäusern und Kliniken zum Einsatz.

    Milbendichte, sogenannte „Encasting-Sets“ gibt es im Fachhandel ab circa 100 Euro.
    Milbendichte, sogenannte „Encasting-Sets“ gibt es im Fachhandel ab circa 100 Euro.

    Tipp 6: Der passende „Anzug“ für die Matratze!
    Milbendichte Bezüge für Matratze, Bettdecken und Kissen sollten TÜV-geprüft und atmungsaktiv sein, um einen Feuchtigkeitsaustausch zu gewährleisten und zusätzliches, nächtliches Schwitzen zu verhindern. Der Fachhandel bietet Allergiker-getestete Bezüge an, die den Milbenkot zurückhalten und nächtliches Einatmen durch Mund und Nase verhindern.

    Vom Arzt verordnet und bisweilen unter Zuzahlung eines Eigenanteils von fünf bis zehn Euro, bekommen gesetzlich Versicherte einen Teil der Anschaffungskosten für eine Matratze plus milbendichtem Bezug-Set von den Krankenkassen erstattet. Ein Gang zum Arzt kann sich bei auftretenden Beschwerden demnach auch wirtschaftlich auszahlen, wie oekotest.de empfiehlt.

    Tipp 7: Die ökologische Alternative: Niem-Öl!
    Vorbeugende Maßnahme gegen den Kot der Hausstaubmilben ist in Apotheken frei erhältlicher Niem-Spray, mit dem Matratzen, Kissen, Decken und andere textile Oberflächen regelmäßig jedes halbe Jahr eingesprüht werden können. Die im Öl enthaltene Substanz Azadirachtin besitzt eine gewisse Wirkung als Akarizid, das Milben fernhält. Das Öl wird aus den Samen des tropischen Niembaums hergestellt und wirkt gegen unterschiedliche Schädlinge, unter anderem gegen die Hausstaubmilbe. Einerseits hält die Tiere das Öl durch seinen Geruch fern, andererseits werden sie in ihrer Entwicklung gebremst, das heißt sie wachsen nicht mehr richtig, werden unfruchtbar, und schlüpfen zudem nicht mehr aus. Weiterer Vorteil des biologisch abbaubaren Hygiene-Sprays: Es ist geruchlos, fettet nicht und hinterlässt keine Flecken auf Teppichen und Stoff-Tapeten.

    Besserung und Erfolg einer Hyposensibilisierung lassen sich an ausbleibenden allergischen Reaktionen und Beschwerden sowie geringerem Medikamentenbedarf nach Gabe allergieauslösender Stoffe festmachen.
    Besserung und Erfolg einer Hyposensibilisierung lassen sich an ausbleibenden allergischen Reaktionen und Beschwerden sowie geringerem Medikamentenbedarf nach Gabe allergieauslösender Stoffe festmachen.

    Tipp 8: Sich desensibilisieren lassen!
    Wie bei anderen Allergien auch, können die Symptome einer Hausstauballergie kurzfristig mit Medikamenten, wie beispielsweise mit Hilfe von Cortison-Sprays gelindert werden. Auf lange Sicht kann eine sogenannte Hyposensibilisierung Abhilfe schaffen, bei der Hausstaubmilben-Präparate im Rahmen einer spezifischen Immuntherapie zum Einsatz kommen. Dabei wird dem Probanden über zwei bis drei Jahre monatlich ein Extrakt aus den Allergie-auslösenden Stoffen in das Fettgewebe am Oberarm injiziert. Die Allergendosis wird von Mal zu Mal gesteigert, damit sich das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnen kann und weniger Abwehrkörper oder Antikörper entwickelt.

    Tipp 9: Zum Urlaub auch mal in die Berge fahren!
    Nachweislich ist das Milbenvorkommen in höheren Lagen ab etwa 1.200 Metern deutlich eingeschränkt, ab circa 1.800 Höhenmetern vertragen die Spinnentierchen das kalte und trockene Höhenklima nicht mehr und sterben ab. Um dem eigenen Immunsystem auch mal Urlaub zu gönnen, sollten Hausstauballergiker für die nächste Urlaubsreise ruhig mal einen Wanderausflug in die Berge einplanen, um nach erholsamer Nachtruhe morgens fit in den nächsten Urlaubstag durchstarten zu können. Ein ein- oder zweiwöchiger Urlaub kann einen Langzeiteffekt haben und eine monatelange Beschwerde-Freiheit zu Hause nach sich ziehen. Auch Urlaube in klimatisch besonders trockenen Regionen sind vorteilhaft für die Gesundheit allergiegeplagter Menschen. Einige Hotels bieten spezielle Allergiker-Zimmer ohne Teppichböden, Vorhänge und Sofakissen an, allergendichte Bett-Zwischenbezügen sorgen auch hier für erholsamen Schlaf.

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