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  • Aufregende Fesselspiele mit der Spreizstange

    Aufregende Fesselspiele mit der Spreizstange

    BDSM – also „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ ist längst mehr als ein erotischer Fetisch, der als Tabu gilt. Spätestens seit der Buch-Verfilmung „50 Shades of Grey“ ist klar: Fesselspiele sind salonfähig geworden. Und so wagen es immer mehr Pärchen, sich in die Welt von BDSM vorzutasten und unterschiedliche Praktiken und Spielzeuge auszuprobieren. Eines davon ist die sogenannte Spreizstange, ein Utensil, das zum Fesseln des passiven beziehungsweise unterwürfigen Partners genutzt wird und diesen gleichzeitig in eine sehr einladende Position bringt.

    Was kann man sich unter der Spreizstange vorstellen?

    Bondage, also die Kunst des erotischen Fesselns, lebt vom Einsatz zahlreicher Hilfsmittel. Während die meisten Paare den Einstieg mit klassischen Handschallen, Seidenschals und Seilen bestreiten, steigen die Neugier und der Wunsch nach Neuem schnell. So passiert es früher oder später immer, dass sich die Bondage-Fans auch an außergewöhnliche Spielzeuge heranwagen. Die Spreizstange ist ein sehr gutes Beispiel hierfür.

    Es handelt sich dabei – der Name lässt es bereits vermuten – um eine Stange, die eingesetzt wird, um bestimmte Körperteile zu spreizen. In der Regel handelt es sich hierbei um die Beine. Es ist aber genauso gut möglich, die Arme mithilfe der Spreizstange zu fesseln und auseinanderzuspreizen. Einige hochwertige Spreizstangen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, alle Gliedmaßen zu fixieren und in eine bestimmte – sehr offene beziehungsweise empfängliche – Position zu bringen. Auf diese Weise werden dem Partner, der gefesselt wird, alle Bewegungsfreiheiten entzogen, was für viele den Reiz von Bondage ausmacht.

    Um die Spreizstange perfekt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, greifen viele auf das Prinzip der Teleskopstange zurück. Das bedeutet, dass die Stange nach Belieben verstellt und in ihrer Breite verändert werden kann. Das hat zur Folge, dass Arme und/oder Beine mal mehr und mal weniger weit gespreizt werden. Auch hier wird wieder deutlich, wie wichtig die persönlichen und individuellen Vorlieben beim Bondage sind. Die Fetisch-Richtung folgt keinen bestimmten Mustern, sondern ermöglicht es jedem, sie nach Lust und Laune auszuleben und auf eine spezielle Weise zu interpretieren.

    Die Spreizstange im Überblick

    • Stange, die meist aus Metall oder Kunststoff besteht
    • Oftmals individuell in der Breite verstellbar (Teleskop-Stange)
    • Mit mehreren Fesseln für Arme und/oder Beine ausgestattet

    Tipp: Hochwertige Spreizstangen weisen in der Regel Fesseln auf, die aus weichem Leder bestehen. Diese haben den großen Vorteil, sich nicht unangenehm auf der Haut anzufühlen oder diese zu reizen. Darüber hinaus wird das Material Leder von vielen BDSM-Fans als besonders erregend und erotisch empfunden.

    Die Rollenverteilung von Top und Bottom

    Auch wenn beim Bondage alles erlaubt ist, was (allen Beteiligten) gefällt, gibt es doch eine kleine Reihe ausgesprochen wichtiger Regeln. Eine davon legt fest, dass es bei den Fesselspielen immer eine klare Rollenaufteilung gibt: Den Top und den Bottom.

    Top (auch Dom genannt) Bottom (auch Sub genannt)
    Der Top ist der aktive Part während einer Bondage-Session. Er bestimmt, was getan wird, fesselt, einen oder mehrere andere Partner und übt im Anschluss diverse sexuelle Praktiken aus. Außerdem ist es der Top, der eventuelle Bestrafungen durchführt, um die sogenannten Lustschmerzen zu verursachen. Der Partner, der die Rolle des Bottom einnimmt, ordnet sich dem Top unter und tut, was ihm befohlen wird. Das bedeutet in der Regel, sich fesseln zu lassen und den sexuellen Wünschen des Top auszusetzen. Der Bottom kann allgemein als passiv und unterwürfig beschrieben werden.

     

    Sowohl Bottom als auch Top können männlich und weiblich sein. Es ist keinesfalls vorgeschrieben, dass Männer beim Bondage beispielsweise immer dominierend und Frauen unterwürfig sind. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Rollen während einer Fessel-Session zu tauschen, um dem Liebesspiel noch mehr Varianz zu verleihen. Eine andere Variante vom Bondage sieht mehrere Tops oder mehrere Bottoms vor. Das bedeutet, dass Fesselspiele nicht immer nur zwischen zwei Personen stattfinden müssen.

    Der Einsatz der Spreizstange beim Bondage

    Wenn Sie sich auf ein Fesselspiel einlassen und dabei beispielsweise eine Spreizstange nutzen wollen, ist es wichtig, zu wissen, dass diese immer dem Bottom angelegt wird. Ziel ist es, diesen eine körperliche Situation zu bringen, die Bewegungen unmöglich machen.

    Außerdem werden Spreizstangen in aller Regel eingesetzt, um die Beine des Bottoms für eine problemlose Penetration zu spreizen. An dieser Stelle muss allerdings auch ausdrücklich erwähnt werden, dass der eigentliche Geschlechtsakt kein Muss beim Bondage ist. Viele Anhänger finden den Reiz gerade darin, die Penetration möglichst lang hinauszuzögern oder gänzlich zu vermeiden. Wie die Spreizstange beim Liebesspiel eingesetzt wird, ist daher jedem selbst überlassen. Es gibt keine „Spielregeln“, die bestimmen, wie die Praxis-Anwendung auszusehen hat.

    Wichtige Informationen zum Umgang mit einer Spreizstange

    Auch wenn die Spreizstange salopp als „Sex-Toy“ bezeichnet werden kann, handelt es sich hierbei keinesfalls um ein Spielzeug. Wer bisher gar keine oder nur wenige Erfahrungen im Bereich der Fesselspiele sammeln konnte, sollte sich langsam an die Spreizstange herantasten.

    Der Grund hierfür: Während des Fesselns wird der Körper in eine für ihn gänzlich unübliche Position gebracht – was ja auch Sinn der Sache ist. Was aber eigentlich zur sexuellen Luststeigerung beitragen soll, löst bei Ungeübten in der Regel erst einmal Krämpfe und Schmerzen aus. Darüber hinaus kann die mangelnde Bewegungsfreiheit bei einigen unerwartete Beklemmungsgefühle verursachen.

    Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie den Umgang mit der Spreizstange Schritt für Schritt üben. Legen Sie sie Ihrem Partner zu Beginn erst einmal für ein oder zwei Minuten an, damit sich dieser an das neue Gefühl und die veränderte Körperhaltung gewöhnen kann. Oftmals merkt man schon beim ersten Mal, ob diese sexuelle Praktik eher Lust oder Frust auslöst.

    Wenn alle Beteiligten – sowohl Bottom als auch Top – zu der Übereinkunft gekommen sind, das „richtige“ Liebesspiel mit der Spreizstange auszuprobieren, gilt es im Vorfeld noch, ein Notfallwort zu vereinbaren. Dieses ermöglicht es sowohl dem dominanten als auch dem unterwürfigen Teilnehmer, das Fesselspiel jederzeit zu beenden. Die Verwendung von solchen Signalwörtern ist eine Sicherheitsmaßnahme, die im gesamten BDSM-Bereich verbreitet ist und jedem ans Herz gelegt wird.

    Spreizstange

    Tipp: Ein einfaches „Stopp“ oder „Halt“ empfiehlt sich nicht als Signalwort, da es den meisten Menschen viel schneller als gewollt über die Lippen kommt. Überlegen Sie sich lieber ein ausgefallenes Wort, das nicht unbedingt etwas mit dem Fesselspiel zu tun haben muss.

    Der Umgang mit der Spreizstange im Überblick

    • Schrittweises Herantasten an die Fesselung
    • Ausprobieren, ob es allen Beteiligten gefällt
    • Festlegen von einem Signalwort, das das Fesselspiel zu jeder Zeit beenden kann

    Bild: © Depositphotos.com / sakkmesterke

  • Heißhunger auf Süßes und was psychologisch dahintersteckt

    Heißhunger auf Süßes und was psychologisch dahintersteckt

    Essen hat viel mehr mit der Psyche zutun als uns eigentlich bewusst ist: Bestimmt kennen Sie das plötzlich stark auftretende Bedürfnis nach etwas Süßem, Salzigem oder Fettigem? Dieser Drang geht bei vielen Menschen fast in Kontrollverlust über: Heißhunger, gefolgt von einer wahren Fressattacke, die anschließend Unwohlsein und Schuldgefühle auslöst. Aber was genau löst solche Attacken aus und wie kann man sie umgehen?

    Zum einen kann die Ursache hierfür in einem ausgeprägten Energie- und Nährstoffmangel liegen, zum anderen können aber auch unbewusste psychische Ursachen solche Anfälle hervorrufen. Auch hormonelle Veränderungen oder Stoffwechselerkrankungen kommen als potentielle Auslöser infrage. Um unkontrollierten Fressattacken vorzubeugen, ist daher eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung sowie regelmäßigen Bewegungseinheiten eine wichtige Grundlage.

    Auf Dauer können solche Heißhungerattacken zu Übergewicht und einem damit verbundenen erhöhten Risiko für zahlreiche Krankheiten, wie z.B. Hypertonie, Diabetes oder Arthrose, beitragen. Wer bereits unter einer Erkrankung wie Diabetes oder Bluthochdruck leidet, sollte besonders auf eine ausgewogene Nährstoffaufnahme achten – eine gesunde Ernährung bei Diabetes bildet nämlich eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Therapie.

    Psychologie und Gewohnheit – wie die beiden Faktoren bei Heißhunger zusammenspielen

    Weder die alltäglichen Gewohnheiten noch die unbewussten psychologischen Beweggründe dürfen bei der Bekämpfung von Heißhungerattacken außer Acht gelassen werden. Ehe man sich versieht, werden das Popcorn im Kino, die Schokolade auf der Arbeit oder die Tüte Chips beim Fernsehen zur Routine. Sind Körper und Psyche erst mal auf diese Naschereien eingestellt, entsteht in diesen Situationen aus Gewohnheit ein Verlangen nach Süßem oder Salzigem.

    Wie entstehen Heißhungerattacken aus psychologischer Sicht?

    • Kontrolle: Insbesondere Personen, die ihr Gewicht reduzieren möchten und sich somit intensiv mit Diäten und kontrolliertem Essverhalten beschäftigen, leiden oft an Heißhungerattacken. Mit einer veränderten Denkweise und Wahrnehmung kann diesen plötzlichen Anfällen ein Ende gesetzt werden: Essen sollte trotz Abnehmwunsch als Genuss betrachtet werden, die Lebensmittelauswahl sollte nicht zu stark kontrolliert werden und das gesamte eigene Essverhalten sollte keinen strikten Regeln unterliegen.
    • Stress: Stress-Esser greifen meist unter hoher körperlicher oder psychischer Belastung zu fettigem Fast Food oder zu Süßigkeiten. Stressige Phasen machen sich im Essverhalten auch dadurch bemerkbar, dass zum einen unregelmäßig, zum anderen aber auch extrem schnell gegessen wird. Aufgrund der hohen Essgeschwindigkeit setzt das natürliche Sättigungsgefühl erst verzögert ein, wodurch letztendlich mehr zu sich genommen wird als notwendig und geplant.
    • Langeweile, Traurigkeit oder schlechte Laune: Emotionale Esser greifen vor allem dann zu süßen und salzigen Snacks, wenn Sie über etwas verärgert sind, trauern oder sich auch nur langweilen. Süßigkeiten wirken in solchen Situationen entspannend und beruhigend, da Dopamin – auch bekannt als „Glückshormon“ – im Gehirn aktiviert wird und so für ein Wohlgefühl sorgt.

    Zwar unterscheiden sich die genannten Typen in ihren Ursachen, allerdings besitzen sie folgende Gemeinsamkeit: Es liegt grundsätzlich ein Gefühl der Unzufriedenheit vor, das durch Essen kompensiert wird. Die Folgen solcher Heißhungerattacken können sowohl psychische (Schuldgefühle und Selbstvorwürfe) als auch körperliche (Gewichtszunahme, verstärkte Insulinresistenz und Anstieg der Blutdruck- und Cholesterinwerte) sein.

    Was hilft wirklich gegen Heißhungerattacken?

    In erster Linie hilft es, sich selbst zu hinterfragen und zu analysieren:

    • In welchen Situationen überkommen mich die Gelüste?
    • Wann habe ich das letzte Mal zu viel gegessen?
    • Habe ich mich danach wirklich besser gefühlt oder hat das schlechte Gefühl weiter angehalten?

    Bringen Sie diese Antworten anschließend in Kontext mit dem Alltagsgeschehen und finden Sie heraus, was an dem jeweiligen Tag oder in dem Moment vorgefallen ist.

    Haben Sie herausgefunden, was Ihre Heißhungerattacken auslöst, dann können Sie effizient und gezielt dagegen angehen. Suchen Sie sich Ersatzbeschäftigungen, die Ihnen Freude bereiten: Eine Freundin anrufen, ein entspanntes Bad nehmen, zum Sport gehen oder ein langer Spaziergang durch den Wald. Zudem ist es wichtig, das eigene Essverhalten bewusst zu steuern (aber nicht zu kontrollieren!). Das bedeutet: Die Mahlzeiten sollten in Ruhe genossen und in regelmäßigen Zeitabständen in den Tagesablauf integriert werden. Denn, wenn eine Mahlzeit mal vollständig ausgelassen wird, steigern sich sowohl das Hungergefühl als auch das Verlangen.

    Übersicht der wichtigsten Tipps gegen Heißhungerattacken

    • Bewusster Genuss
    • Regelmäßige Mahlzeiten statt sporadischer und spontaner Speisen
    • Ausgewogene Ernährung statt Diäten, die die Begierde auf Süßigkeiten steigern
    • Bananen, Äpfel und ungesalzene Nüsse statt Schokolade, Gummibärchen, Chips und Co.
    • Ein Glas Wasser statt eine Tafel Schokolade, um die Esslust zu mindern

    Mit freundlicher Unterstützung von Accu-Chek®!

    Bild: © pixabay.com (CC0-Lizenz) / condesign

  • Alltagshilfen für Senioren

    Alltagshilfen für Senioren

    Der Alltag von Senioren hängt zum größten Teil davon ab, wie selbständig sie sind. Hier gibt es große Unterschiede. Die einen spielen mit 75 Jahren noch aktiv Tennis, andere benötigen einen Rollator als Gehhilfe. Was beide suchen, ist eine möglichst hohe Lebensqualität. Für Letzteren bedeutet dies vor allem, sich eigenständig zu versorgen und nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Sich selbständig waschen, sich alleine anziehen sowie den Haushalt alleine oder mit dem Partner bestreiten zu können. Um diese alltäglichen Aktivitäten möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, gibt es auf dem Markt eine breite Palette an „Hilfsmitteln für den Alltag“. Mit Helfern wie diesen können erstaunlich viele Dinge ohne fremde Hilfe im Alltag bewältigt werden, die davor unmöglich erschienen. Oft sind es nämlich leider die Kleinigkeiten, die auf einmal nicht mehr funktionieren und Senioren fühlen sich schlagartig unselbstständig. Das kann im schlimmsten Fall zu Depressionen führen, da man sich als Last bzw. Belastung für die Angehörigen ansieht.

    Weiterhin mobil bleiben

    Das muss aber nicht sein. Lieber sollte man die Möglichkeit schätzen, der Mobilität auf die Sprünge helfen zu können, wenn sie nicht mehr so gut funktioniert. Sind Sie nicht mehr so gut zu Fuß? Dann kann ein Rollator genau das Richtige für Sie sein. Er ist dann sinnvoll, wenn Sie nicht mehr eigenständig gehen können oder sich beim Gehen unsicher fühlen, wenn Sie sich zwischendurch mal setzen möchten oder Ihren Einkauf nicht mehr nach Hause tragen können. Ein Rollator ist damit eine sehr gute Unterstützung im Alltag. Die Mobilität kann weitestgehend erhalten bleiben und eine selbstständige Verrichtung des Haushalts ist möglich. Sie sollten den Rollator jedoch nicht ständig verwenden, sondern nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Durch diese Krücke baut die Muskulatur im Rückenbereich schneller ab, vor allem wenn er nicht korrekt eingestellt ist – was leider häufig der Fall ist.

    Neben dem Rollator sorgt auch der Gehstock für Sicherheit beim Gehen. Er eignet sich für Senioren, die noch nicht ganz so stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, kann aber auch zusätzlich zu diesem als Gehhilfe dienen. Er kann am Rollator angebracht werden und dient als Stütze, wenn der Griff am Rollator mal losgelassen werden muss. Das kann das kleine Stück vom Weg zu einer Bank sein, oder die Treppen hoch in einen Laden. Wo der Rollator keinen Dienst verrichten kann, ist der Einsatz des Gehstocks sinnvoll.

    Wenn mal was runter fällt

    Was für junge Menschen selbstverständlich ist, kann für alte Menschen zur Herausforderung werden. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Sie kommen mit Ihrem Rollator nach einem Spaziergang nach Hause, stehen vor der Haustüre und Ihnen fällt vor dem Aufschließen der Haustürschlüssel runter. Der junge und gesunde Mensch bückt sich und hebt ihn auf. Was aber macht der gesundheitlich Eingeschränkte? Wenn die Beweglichkeit nachlässt und die Sicherheit, auf beiden Beinen stabil zu stehen, nicht mehr gegeben ist, ist das Aufheben eines Schlüssels ein Kraftakt. Das gleichzeitige Festhalten am Rollator und das Bücken, um den Schlüssel vom Boden aufzuheben, lässt manche Menschen an ihre Grenzen kommen. Für solche Situationen eignet sich eine Greifzange hervorragend. Sie ist einfach am Rollator untergebracht und hilft in unglücklichen Situationen prima aus.

    Wenn die Körperpflege schwierig wird

    Durch die nachlassende Beweglichkeit wird auch die Körperpflege im Alter zunehmend zu einer Herausforderung. Insbesondere wird es dadurch schwieriger beim Waschen, alle Körperregionen zu erreichen. Im Badbereich dient Ihnen eine ganze Reihe an Hilfsmitteln bei der Körperpflege. Für Ganzkörperwaschungen eignen sich eine Dusche mit niedrigem Einstieg sowie ein dort platzierter Duschhocker. An der Wand befinden sich zusätzliche Haltegriffe, die Ihnen Sicherheit geben. Der herkömmliche Waschlappen wird durch einen Schwamm mit Stil ersetzt, so ist es leichter, den Rücken zu waschen.

    Fazit
    Alt werden kommt oft mit eingeschränkter Beweglichkeit und dem Angewiesen sein auf andere einher. Wem es vergönnt ist, alt zu werden, hat heutzutage dennoch die Möglichkeit, auf einige nützliche Helfer zurückzugreifen und sich so den Alltag zu erleichtern.

    Bild: © Depositphotos.com / FamVeldman

  • Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Die Mehrheit der Menschen, die einen veganen Lebensstil führen, achten insbesondere im Bereich Ernährung darauf, nicht mit tierischen Produkten in Kontakt zu kommen. Andere machen auch bei ihrer Kleidungswahl Abstriche und verzichten auf Leder, Pelz und Co. Veganismus ist längst mehr als nur ein Trend. Es ist zu einer Lebenseinstellung geworden, die in immer mehr Bereichen des Alltags Einzug hält. So legen auch immer mehr Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kosmetik vegan ist. Doch was genau versteht man eigentlich unter veganen Kosmetikprodukten?

    Ein hoher Preis für verträgliche Kosmetik

    Es ist der Alptraum eines jeden Kosmetik-Herstellers: Das neue Produkt, das frisch auf dem Markt ist und die Massen begeistern soll, löst bei etlichen Menschen allergische Reaktionen aus. Juckreiz, Rötungen und ein spannendes Gefühl sind alles andere als gute Werbung und so wird schon im Vorfeld genau überlegt, wie Szenarien wie diese vermieden werden können.

    Bevor ein Kosmetik- oder Pflegeprodukt auf den Markt kommt, werden die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Regel Tierversuchen auf ihre Verträglichkeit getestet. Vom Duschgel über Make Up bis hin zum Lippenstift – die unterschiedlichsten Produkte werden zum Beispiel an Mäusen und Kaninchen getestet. Die Tiere leiden meist stark unter den Versuchen und sterben nicht selten auch dabei.

    Das erschüttert nicht nur Tierschützer, sondern ruft auch immer mehr überzeugte Veganer auf den Plan. Die Forderung ist klar: Stoppt Tierversuche und kauft vermehrt vegane Kosmetik.

    Wodurch zeichnet sich vegane Kosmetik aus?

    Damit Kosmetik als vegan bezeichnet werden kann, muss sie selbstverständlich verschiedene Kriterien erfüllen.

    • Frei von tierischen Produkten: Vegane Kosmetik kommt selbstverständlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Was in unseren Breitengraden (zum Glück) als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Ländern Gang und Gäbe. Vor allem im asiatischen Raum sind tierische Produkte wie Hörner, Krallen oder Fell fester Bestandteil der Kosmetik.
    • Verzicht auf Tierversuche: Ein zweiter wichtiger Faktor, der vegane Kosmetik auszeichnet, ist der Verzicht auf die bereits angesprochenen Tierversuche. Wenn ein Kosmetikprodukt als vegan eingestuft werden soll, dürfen im Vorfeld keine Tiere dafür leiden müssen.

    Vegane Kosmetik im Laden erkennen

    Wenn Sie Ihre Pflegeprodukte auf vegane Kosmetik umstellen wollen, bedeutet das natürlich, beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit einzuplanen und wählerischer zu sein. Die meisten Kosmetikprodukte, die das Prädikat „vegan“ verdient haben, tragen dieses meist auch stolz und gut sichtbar auf der Verpackung. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, kann hierzu ein praktisches Hilfsmittel einsetzen.

    Die App barcoo ist ein Barcode-Scanner für das Smartphone. Wenn Sie ein Produkt mit der Anwendung scannen, spuckt diese anschließend zahlreiche interessante Infos aus. So wird unter anderem auch auf einen Blick klar, ob es sich hierbei um vegane Kosmetik handelt oder nicht.

    Sind Tierversuche in Deutschland noch erlaubt?

    Wenn die Rede von veganer Kosmetik und ethisch mehr als zweifelhaften Tierversuchen ist, dann stellen sich viele Menschen die gleiche Frage: Sind Tierversuche in Deutschland überhaupt noch erlaubt?

    Tatsächlich lautet die Antwort: Nein. Am 11. März 2013 entschied das Europäische Parlament, Kosmetikfirmen zu verbieten,

    • Tierversuche durchzuführen
    • Tierversuche in Auftrag zu geben
    • Tierversuch-Produkte innerhalb der EU zu vermarkten

    Auch wenn es sich hierbei um einen großen Erfolg für Tierschützer und einen Meilenstein in der Geschichte der veganen Kosmetik handelt, wird die Freude getrübt. Wie jedes Gesetz hat auch dieses typische Schlupflöcher, die natürlich von den Herstellern genutzt werden:

    • Das Gesetz gilt ausschließlich für neue Produkte, d.h. dass bereits getestete Produkte weiterhin verkauft werden dürfen
    • Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die speziell für Kosmetika eingesetzt werden, d.h. andere Inhaltsstoffe – beispielsweise Duft- und Farbstoffe – dürfen weiterhin getestet werden

    Vegane Kosmetik ist auf dem Vormarsch. Der stark ausgeprägte und omnipräsente Aspekt des Tierschutzes sorgt dafür, dass auch Menschen, die eigentlich gar nicht vegan leben, auf diese Pflegeprodukte zurückgreifen – und dass, obwohl vegane Kosmetik häufig teurer als herkömmlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / annakhomulo

  • Nach Ermüdungsbrüchen unbedingt pausieren

    Nach Ermüdungsbrüchen unbedingt pausieren

    Es sind nicht nur Profisportler wie David Alaba und Philipp Lahm, die sich einen Ermüdungsbruch zugezogen haben, auch Hobbysportler, die viel und lange trainieren, müssen damit rechnen, dass die Knochen nicht mehr mitmachen und brechen. Besonders gefährdet sind vor allem Langstreckenläufer, die sich auf einen Marathon oder einen Triathlon vorbereiten, denn viele machen den Fehler, nachdem der Bruch ausgeheilt ist, zu früh wieder mit dem Training zu beginnen.

    Wie kommt es zu Ermüdungsbrüchen?

    Normalerweise passen sich die Knochen jeder Belastung perfekt an. Sie werden an den besonders beanspruchten Stellen dicker und bauen auch Masse ab, aber wenn eine bestimmte Stelle zu stark belastet wird, dann kommt der Knochen aus seinem natürlichen Gleichgewicht und bricht. Gefährdet sind vor allem die Knochen in den Beinen und Füßen, die bei den meisten Sportarten sehr stark belastet werden, aber auch das Becken kann von einem Ermüdungsbruch betroffen sein.

    Eine lange Trainingspause

    Ein Ermüdungsbruch macht sich durch Schmerzen bemerkbar, die auch dann nicht besser werden, wenn der betroffene Körperteil gestreckt und gedehnt wird. Mit der Zeit werden die Schmerzen immer stärker und wenn der Arzt die Diagnose Ermüdungsbruch stellt, dann heißt das eine Trainingspause zwischen vier und sechs Wochen. Die Brüche heilen in der Regel gut aus, allerdings nur, wenn die Sportler sich an die Regeln halten, was vielfach jedoch nicht der Fall ist. Viele starten zu früh wieder durch und wundern sich dann, wenn die Schmerzen wiederkehren. Experten raten jetzt dazu, die Regenerationsphase unbedingt einzuhalten, denn geschieht das nicht, dann kann es im schlimmsten Fall zu bleibenden Schäden kommen.

    Ist der Bruch ausgeheilt und wenn der Arzt grünes Licht gibt, dann sollten Läufer nicht sofort wieder mit einer großen Trainingseinheit beginnen, sondern ihr Pensum langsam steigern. Wichtig ist es zudem, sich von alten eingelaufenen Schuhen zu trennen, die dem Fuß keinen Halt mehr geben können.

    Bild: © Depositphotos.com / Dirima

  • Warum die 10-20-Regel bei Migräne so wichtig ist

    Warum die 10-20-Regel bei Migräne so wichtig ist

    Wer unter Migräneattacken leidet, der hat nicht einfach nur Kopfschmerzen. Migräne, das sind stechende, bohrende oder heftig pochende Schmerzen im Kopf, die nicht selten von Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit begleitet werden. Migräneattacken können einen normalen Tagesablauf unmöglich machen und die Betroffenen nehmen in ihrer Verzweiflung dann zu viele Medikamente, die schnell in einen Teufelskreis der Abhängigkeit führen können. Neurologen haben jetzt wieder davor gewarnt, die sogenannte 10-20-Regel zu überschreiten.

    Schmerzen durch Schmerzmittel

    Der Griff zur Tablette ist einfach, aber wer zu oft zur Kopfschmerztablette greift, der muss mit sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerzen rechnen. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei diesem Schmerzen um Schmerzen, die immer dann entstehen, wenn zu viele Medikamente eingenommen werden. Daher raten Neurologen in einem aktuellen Ratgeber dazu, auf die 10-20-Regel zu achten. Diese Regel besagt, dass an maximal zehn Tagen im Monat Schmerzmittel eingenommen werden dürfen, an den restlichen 20 Tagen sollten Schmerzmittel tabu sein.

    Eine Pause einlegen

    Um die Migräne in den Griff zu bekommen, gibt es nur eine wirklich wirksame Strategie: Es muss eine Medikamentenpause eingelegt werden. Allerdings hat diese Strategie einen großen Nachteil, denn es kann zu einem Rückschlagkopfschmerz kommen, der von den meisten Migränepatienten als besonders quälend beschrieben wird.

    Den Schmerzen vorbeugen

    Viele Migränepatienten spüren, wenn eine neue Attacke unmittelbar bevorsteht: Es kommt zu depressiven Verstimmungen, die Betroffenen sind ohne einen ersichtlichen Grund gereizt, sie sind unruhig, manchen haben auch Heißhungerattacken oder sind sehr durstig. Möglich ist auch eine sogenannte Aura, eine Phase, in der es zu neurologischen Ausfallerscheinungen kommt. Arme und Beine fühlen sich taub an oder beginnen zu kribbeln, es kommt zu Sehstörungen und zu einem allgemeinen Schwächegefühl. Diese Phase dauern zwischen 15 Minuten und einer Stunde, bevor dann die eigentliche Schmerzphase beginnt. Neurologen raten dazu, in der Vorphase eines Migräneanfalls Triptane einzunehmen, um der Attacke die Heftigkeit zu nehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / rinderart