Schlagwort: Reiz

  • Zwölf Stunden Arbeit – das passiert im Gehirn

    Zwölf Stunden Arbeit – das passiert im Gehirn

    Ein österreichischer Schriftsteller (Robert Musil) sagte, dass man nur mit einem freien Kopf und freien Gedanken gute Ideen entwickeln kann. Er selbst arbeitete deshalb nur vier Stunden am Tag, die restliche Zeit hat er unter anderem mit Briefe schreiben und mit Spaziergängen verbracht. Und es ist wahr, viele Studien bestätigen dies. Natürlich gilt das aber nicht nur für Schriftsteller, Konzentration hat immer seine Grenzen. Die kritische Phase beginnt mit der zehnten Tagesarbeitsstunde, dann nämlich entsteht ein deutlicher Leistungsknick. Dazu kommt automatisch eine erhöhte Unfallgefahr. Was aber passiert in unserem Gehirn, wenn wir doch zwölf Stunden arbeiten?

    Das sagen Neurowissenschaftler

    Aus medizinischer Sicht läuft es so ab: Verrichten wir Arbeit, dann entstehen im Gehirn Gedanken. Diese werden sortiert und in „Gut“ beziehungsweise „Schlecht“ unterteilt. Der dafür eingesetzte Filter wird jedoch immer unzuverlässiger, je länger beziehungsweise wenn wir zu lange arbeiten. Dadurch rutschen Fehler durch und es kommt zu Unfällen.

    Es sei einfach falsch zu denken, dass ein Mensch sich über viele Stunden voll konzentrieren kann. Diese Beschränkung trifft in erster Linie auf kognitive Fähigkeiten zu, sie werden für qualitatives Arbeiten benötigt. Doch auch monotone Tätigkeiten (wie der Job als Kassier im Supermarkt) erfordern regelmäßige Pausen, auch wenn man diese länger durchführen kann.

    Weniger ist mehr

    Produktiv zu sein auf Zeit zu beschränken ist nicht einfach. Studien sind ebenfalls nicht immer identisch, so sind manche der Meinung, dass das Unfallrisiko bereits nach sieben oder acht Arbeitsstunden steigt. Fakt ist nur, dass das Gehirn keine Maschine ist und man sich nicht zehn Stunden voll konzentrieren kann. Unser Denkapparat hält sich nämlich beim Konzentrieren die Informationen im Arbeitsgedächtnis fest, dies erreicht aber irgendwann seine volle Kapazität. Um Abhilfe zu schaffen, entsorgt das Gehirn Dinge und es fängt an zu vergessen. Somit sind kürzere Arbeitstage stets produktiver.

    Geht man von einem Zwölf-Stunden-Tag aus, dann reicht auch die „Freizeit“ nicht mehr aus, um sich zu erholen. Viele haben Familie, ein Haus oder ein bestimmtes Hobby. Alles zusammen schränkt nicht nur die Lebensqualität ein, es steigt auch die Gefahr von Erkrankungen.

    Fazit

    Zwölf Stunden volle Konzentration schafft kein Gehirn. Nach einer bestimmten Zeit lässt die Qualität nach und es steigt das Risiko von Fehlern. Pausen und eine Begrenzung an Arbeitsstunden sind also Pflicht, egal, in welcher Branche man tätig ist.

  • Arbeit und Freizeit kombinieren – die negativen Folgen

    Arbeit und Freizeit kombinieren – die negativen Folgen

    Eine Arbeit zu haben ist wichtig. Das betrifft aber nicht nur den finanziellen Aspekt, man fühlt sich auch gebraucht und hat Kontakt mit anderen Menschen. Viele haben allerdings keine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit, so führt man zum Beispiel am Abend noch geschäftliche Gespräche oder arbeitet am Wochenende E-Mails ab. Diese Kombination ist allerdings sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber schlecht. Zu dieser Erkenntnis kam jetzt eine Studie, die an der Universität Zürich durchgeführt wurde.

    Teilnehmer aus verschiedenen Ländern

    Die Psychologin Ariane Wepfer hat mit ihrem Team 1.916 Angestellte befragt. Sie waren in verschiedenen Branchen tätig und waren in Österreich, in Deutschland und in der Schweiz zu Hause. Das Ergebnis zeigte, dass über 50 Prozent mindestens 40 Stunden oder sogar mehr in der Woche arbeiteten. Sie erhielten unter anderem die Frage, wie oft sie Arbeit mit in die eigenen vier Wände nehmen. Oder auch wie oft in der Freizeit an den Job gedacht wird und wie häufig am Wochenende gearbeitet wird. Viele von ihnen zeigten dabei keine klare Trennung. Doch das ist nicht gesund und kontraproduktiv.

    Die Folgen

    Die Auswirkungen sind in mehreren Bereichen zu finden. Einerseits belastet es den Körper und man kann sich nur schwer entspannen. Jederzeit erreichbar zu sein ist anstrengend und zeitintensiv. Man verbringt weniger Zeit mit der Familie und muss auch seine Hobbys hinten anstellen. Ein weiterer Aspekt ist das Wohlbefinden, das durch die fehlende Grenze geschwächt wird. Und da kommt der Arbeitgeber ins Spiel, denn in so einem Zustand leidet in der Regel auch die Kreativität und Produktivität des Arbeitnehmers. Dies wiederum kann negative Folgen auf die Arbeit haben. Somit ist eine mangelnde Trennung für beide Seiten nicht gut und sollte bestmöglich vermieden werden.

    Führungskräfte als Vorbilder

    Damit es zu einer Grenze kommen kann, sollten die Führungskräfte die Zugpferde sein. Sie können zum Beispiel eine ständige Erreichbarkeit abschaffen und die Mitarbeiter ermutigen, das Smartphone und Laptop auch mal aus bleiben. In der Praxis führt dies oft zum gewünschten Erfolg, sodass tatsächlich eine Trennung erfolgt. Am Ende profitieren alle davon, der Arbeitnehmer kann neue Kraft tanken und der Arbeitgeber hat ausgeruhte und produktive Angestellte.

  • Wenn Extremsport dem Herz schadet

    Wenn Extremsport dem Herz schadet

    Jeder Mediziner wird einem bestätigen, dass Sport gesund ist und den Körper fit hält. Außerdem ist man in vielen Fällen draußen in der Natur und es tut auch der Psyche gut. Doch man kann es auch übertreiben, und dann entstehen statt positiven Eigenschaften negative. Davon sind in erster Linie Männer betroffen, denn es gab diesbezüglich eine Studie. Sie hatte Freizeitsportler im Fokus, die um die 43 Jahre alt waren und in der Woche zehn Stunden und mehr Sport betreiben. Besser gesagt sind es 54 Männer und 29 Frauen (Triathleten) gewesen. Das Ergebnis gibt zu bedenken, sodass in Zukunft mehr darauf geachtet werden sollte.

    Vernarbungen am Herzmuskel

    Von den männlichen Probanden hatten zehn Vernarbungen am Herzmuskel, das sind 17 Prozent. Man nennt sie auch myokardiale Fibrosen und bringen oft Folgen wie lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen mit sich. Allerdings stellt sich die Frage, ob wirklich der Sport der Auslöser ist. Zumindest den Zahlen nach ist es so, denn in der Normalbevölkerung ist das Leiden zwischen drei und vier Prozent verbreitet. In diesem Fall allerdings sind es 17 Prozent. Das Erstaunliche daran: Es ist ausschließlich das männliche Geschlecht betroffen, in der Studie hatte keine einzige Frau dieses Problem.

    Die Gründe

    Bei der Ursachenforschung gibt es noch keine genauen Details. Zum Beispiel könnte auch eine Herzmuskelentzündung schuld sein, die zuvor bestand, aber nicht erkannt wurde. Denkbar ist aber auch, dass zu viel Sport ein Grund ist, sofern das Herz zu oft an seiner Leistungsgrenze arbeiten muss. Dies sorgt für negative Folgen, auch wenn Sport an sich gesund ist. Eine weitere Vermutung ist das Hormon Testosteron, welches im männlichen Körper vorhanden ist. In die Runde der Ursachen fällt auch, dass Frauen von Haus aus besser geschützt sind beziehungsweise sich nicht so sehr verausgaben. Durch dieses Verfahren kommt das Herz nicht an seine Leistungsgrenze und es gibt keine beziehungsweise nur minimale Auswirkungen.

    Nicht übertreiben!

    Wer es mit dem Sport und der Bewegung nicht übertreibt, der kann sich sorglos sportlich betätigen. Man darf es nur nicht übertreiben und den Körper beziehungsweise das Herz stets an seine Leistungsgrenze bringen. Ist man sich unsicher, dann kann auch ärztlicher Rat helfen.

     

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  • Krätze wieder auf dem Vormarsch

    Krätze wieder auf dem Vormarsch

    Nachdem lange Zeit Krätze ausgerottet war, ist sie jetzt wieder auf dem Vormarsch. Insbesondere in Schleswig-Holstein nehmen die Fälle der Krankheit stetig zu. Einerseits sind besonders Kitas betroffen. Andererseits findet sich die Hauterkrankung in Pflegeheimen wie auch Schulen wieder.

     

    Welche Symptome treten bei Krätze auf?

    Charakteristisch für die ansteckende Erkrankung der Haut ist ein starker Juckreiz. Als allergische Reaktion auf den Kot und die Eier von Krätzmilben ist der Juckreiz in der Nacht heftiger als tagsüber. Dabei zeigt sich die Krankheit in kleinen Bläschen, Verkrustungen oder Knotenbildung. Nicht selten erinnert der Milbenbefall eher an eine Allergie oder ein Ekzem. Sofern bei Ihnen der Verdacht auf auftretende Krätze besteht, ist es ratsam, umgehend einen Hautarzt zu konsultieren. In den meisten Fällen äußern sich Anzeichen für die Erkrankung erst nach etwa fünf Wochen nach erfolgter Ansteckung.

    Ursachen für Krätze

    Verursacher der Hauterkrankung sind Skabies-Milben. Dabei können Sie die weiblichen Spinnentiere mit bloßem Auge so gut wie nicht erkennen. Jene graben sich tief in die Haut des Menschen ein, wo sie ihre Eier ablegen. Zwar ist die Krankheit harmlos und lässt sich gut behandeln. Aber mit mangelnder Hygiene hat Krätze nichts zu tun, obwohl dies gern behauptet wird.

    Am wohlsten fühlen sich die Parasiten an Körperstellen, die feucht und weich sind. Beispielsweise im Genitalbereich, in den Zwischenräumen der Füße und Hände sowie unterhalb der Arme.

     

    Wie lässt sich Krätze behandeln?

    Wenn Sie die Parasiten vertreiben wollen, genügt Duschen oder ein Bad nehmen nicht. Es macht sich zwingend eine Behandlung erforderlich. Sofern diese nicht erfolgt, kann die Krankheit chronisch werden. Behandeln lässt sich Krätze mithilfe von Cremes und Salben mit dem Wirkstoff Permethrin. Dieser kann für Babys, Kinder, Schwangere und Stillende ohne Probleme seinen Einsatz finden.

     

    Obendrein kann der Arzt Tabletten mit dem Wirkstoff Ivermectin verschreiben. Allerdings kommen diese nur dann zum Einsatz, wenn sehr schwere Fälle vorliegen. Erfolgt eine korrekte Therapie besteht bereits nach 24 Stunden keine Ansteckungsgefahr mehr. Sofern die Hauterkrankung in Gemeinschaftseinrichtung zum Tragen kommt, ist diese meldepflichtig. Einzelfälle müssen nicht gemeldet werden.

     

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  • Ohren säubern – niemals Wattestäbchen verwenden

    Ohren säubern – niemals Wattestäbchen verwenden

    Obwohl auf Packungen von Wattestäbchen ein Warnhinweis aufgebracht ist, dass diese sich nicht zum Ohren säubern eignen, verwenden viele Menschen diese genau hierfür. Dies hat oftmals einen Termin beim HNO-Arzt zur Folge. Denn durch die Wattestäbchen kann es zu Reizungen oder sogar Verletzungen des Trommelfells oder Gehörgangs führen. Ohrenschmalz kann unter Umständen noch tiefer in den Gehörgang geschoben werden. Dadurch trocknet dieser ein und kann letztlich zu einem festen Pfropfen führen. Aber auch weitere Hilfsmittel, wie beispielsweise Büro- oder Haarklammern, Korkenzieher, Löffelchen, Ohrenstaubsauger oder Schlingen können Verletzungen am Trommelfell hervorrufen.

     

    Spezielles Ohren säubern nicht notwendig

    Weil Ohrenschmalz ein körpereigenes Sekret ist, das zur Selbstreinigung unserer Ohren dient, müssen wir unsere Ohren nicht extra säubern. Denn der von vielen Menschen als unangenehm empfundene Ohrenschmalz hält die Haut im Gehörgang elastisch. Weiterhin bleibt der Säureschutzmantel erhalten. Infolgedessen haben Keime kaum eine Chance einzudringen. Darüber hinaus ist Ohrenschmalz kein Hinweis auf mangelnde Sauberkeit. Seitens der American Academy of Otolaryngology ist Anfang 2017 ein Ratgeber veröffentlicht worden. In diesem sind Informationen über gesundes und richtiges Ohren säubern enthalten.

     

    Schmutz mithilfe von Waschlappen entfernen

    Hygienische Gründe gibt es keine, um Ohren von Schmalz zu befreien. Während dieses bei der Selbstreinigung langsam in Richtung Ohrenausgang fließt, nimmt es Staub- und Schmutzpartikel wie auch abgestoßene Hautschuppen mit. Diese lassen sich direkt innerhalb der Ohrmuschel entfernen. Beispielsweise mit einem mit ein wenig lauwarmem Wasser angefeuchteten Wattepad oder einem Waschlappen. Aber auch das Einlaufen von warmem Wasser während des Duschens, ohne Seife oder Shampoo, kann hilfreich sein. Anschließend die Ohrmuscheln gut abtrocknen.

     

    Gelegentlich professionelles Ohren säubern sinnvoll

    Gehören auch Sie zu jenen Menschen mit einem relativ engen Gehörgang? Oder trocknet bei Ihnen Ohrenschmalz schnell ein? Dann kann eine professionelle Ohrensäuberung bei einem HNO-Arzt hilfreich sein. Nicht nur Erwachsene, auch Kinder, können von diesem Phänomen betroffen sein. Dr. Hartwig-Bade – Deutscher Berufsverband der HNO-Ärzte – bestätigt, dass eine viertel- bis halbjährliche Kontrolle beim HNO-Arzt für Betroffene essentiell sein kann. Denn der sich bildende Pfropf kann das Hörvermögen negativ beeinträchtigen.

     

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  • Lachyoga – einfach Glück empfinden

    Lachyoga – einfach Glück empfinden

    Lachen ist gesund, und mithilfe von Lachyoga können Sie einfach Glück empfinden. Denn hierbei lachen Sie einfach so drauflos. Beim Lachyoga befinden Sie sich in einem Raum mit anderen Menschen, die trotz ernster Mienen zusammen ein Lachen nachahmen. Schließlich lachen sie gemeinsam plötzlich los. Obwohl gar nichts Erheiterndes geschehen ist. Was zunächst wie Fremdschämen klingt, soll jedoch dazu beitragen, die eigenen Hemmungen einfach zu vergessen. Hierbei geht es ausschließlich darum, zusammen ohne Grund zu lachen. Dadurch können Sie Ihrer Gesundheit Gutes tun.

     

    Wer erfand Lachyoga?

    Madan Kataria, indischer Arzt, gilt als der Begründer von Lachyoga. Zur Mitte der 1990er Jahre erzählte er einer größeren Anzahl von Menschen in einem Park Witze und lachte kräftig darüber. Nachdem ihm plötzlich keine Witze mehr einfielen, empfahl er, trotzdem zu lachen. Denn ihm fiel als Erster auf, dass der menschliche Organismus nicht in der Lage ist, echtes Lachen von künstlichem zu unterscheiden. Dieser reagiert trotzdem positiv auf den Lachreiz. In der heutigen Zeit gibt es auf dem gesamten Globus regelrechte Lachclubs.

     

    Einfach Glück empfinden dank Lachyoga

    Zwar fehlt bislang ein Nachweis, dass viel Lachen vor Infektionskrankheiten schützen kann. Dennoch nimmt der Herzschlag beim Lachen zu. Die Atemfrequenz steigt an und unser Blut fließt besser. Und dies wiederum äußert sich positiv auf die Gesundheit der menschlichen Gefäße. Aus diesem Grund kann regelmäßiges Lachen durchaus Herzerkrankungen vorbeugen.

     

    Freunde des Lachyoga empfinden einfach Glück während des Lachens. Und zwar auch dann, wenn es zu Beginn ein wenig Überwindung kostet. Jedes Yoga nimmt seinen Anfang mit „hoho haha“. Somit lässt sich, kombiniert mit unterschiedlichen Bewegungen, Klatschen und Atemtechniken, ein echtes Lachen herbeiführen. Durch das Einbinden meditativer Elemente kann sich hieraus eine tiefe Entspannung ergeben. Üblicherweise erfolgen die Übungen in Gruppen, unter Anleitung eines speziellen Lachyoga-Übungsleiters, geübt. Typisch für eine Einheit ist eine Dauer von einer halben bis dreiviertel Stunde.

     

    Wenn Sie unter unkontrolliertem Blutdruck, Rippenbrüchen, einem Bandscheibenvorfall oder einer Harn- und Stuhlinkontinenz leiden sollten Sie Abstand vom Lachyoga nehmen. Ebenfalls gilt dies für Personen mit akuten Virus- und Atemwegserkrankungen.

     

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