Schlagwort: Risikofaktoren

  • Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – wie Eltern vorbeugen können

    Plötzlicher Kindstod – das ist der Albtraum aller Eltern. Sie fürchten sich davor, am Morgen ihr Kind tot in seinem Bettchen zu finden und dann mit dem quälenden Gefühl leben zu müssen, nicht auf ihr Kind aufgepasst zu haben. Über 100 Kinder sterben jedes Jahr am plötzlichen Kindstod, und die Ursachen für dieses Phänomen sind noch immer nicht restlos geklärt. Zwar gehen die Zahlen stetig zurück, aber die Angst vieler Eltern ist nach wie vor präsent. Was können Eltern tun, um einen plötzlichen Kindstod zu verhindern, und gibt es überhaupt geeignete Gegenmaßnahmen?

    Plötzlicher Kindstod – die Ursachen

    Immer dann, wenn ein gesundes und unauffälliges Kleinkind plötzlich ohne erkennbare Ursachen verstirbt, dann sprechen Mediziner vom Sudden Infant Death Syndrome, dem plötzlichen Kindstod. In den meisten Fällen tritt ein plötzlicher Kindstod zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensmonat auf, wobei Jungen deutlich öfter betroffen sind als Mädchen. Eine eindeutige Ursache für den plötzlichen Tod eines Babys gibt es nicht, aber Ärzte sind der Meinung, dass es verschiedene Faktoren gibt, die zusammenkommen und den plötzlichen Tod eines Kindes auslösen. Eine dieser Ursache könnte die Unreife der Atemorgane sein, aber auch ein sehr tiefer Schlaf des Kindes kann zu einem Atemstillstand führen. Herzmuskelentzündungen oder auch plötzliche Herzrhythmusstörungen stehen im Verdacht, für den plötzlichen Kindstod verantwortlich zu sein.

    Plötzlicher Kindstod – Welche Risikofaktoren gibt es?

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Wissenschaft sehr intensiv mit dem Thema plötzlicher Kindstod beschäftigt und konnte eine Reihe von Risikofaktoren aufdecken. So sollten die Eltern eine Überwärmung vermeiden und ihre Kinder nicht zu warm zudecken. Plötzlicher Kindstod kann auch durch die Rückenlage des Kindes ausgelöst werden, und auch Mütter die rauchen, setzen ihre Kinder einem höheren Risiko aus. Zusammengefasst sollten Eltern die 3-R-Regel befolgen:

    • Rauchfrei leben
    • Richtig zudecken
    • Rückenlage

    In früheren Zeiten war die Rückenlage bei schlafenden Babys nicht sonderlich beliebt, denn es bestand angeblich die Gefahr, dass das Kind Erbrochenes in die Luftröhre bekommt und so daran ersticken konnte. Diese Gefahr wurde eindeutig widerlegt, und seitdem die Kinder wieder auf den Rücken gelegt werden, sind die Fälle von plötzlichem Kindstod um rund 80 % zurückgegangen. Eltern sollten ihren Nachwuchs nur von Zeit zu Zeit auf den Bauch drehen, damit die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Das Kind sollte in der Bauchlage aber beobachtet werden und nicht in dieser Lage einschlafen.

    Schlafsack statt Decke

    Wird das Kind zu warm eingepackt, dann steigt ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Kindstod, aber eine Decke birgt noch andere Gefahren. Eine warme Decke, zum Beispiel ein Federbett, kann zu Überwärmung und in der Folge zu einem Atemrückstau führen. Die bessere Wahl ist ein Schlafsack, in dem das Kind sicher und nicht zu warm liegt. Eltern sollten beim Kauf eines Schlafsacks aber immer darauf achten, dass der Halsumfang nicht größer ist als der kindliche Kopf, denn sonst kann es passieren, dass das Baby herausrutscht. Die passende Länge des Schlafsacks berechnet sich aus der Körpergröße des Kindes minus Kopflänge. Der Schlafsack sollte zudem 15 cm länger als das Kind sein, damit es ausreichend Platz zum Strampeln hat.

    Das Bett sollte spartanisch sein

    Ein plötzlicher Kindstod kann auch durch ein zu voll gepacktes Bett ausgelöst werden, daher sollte das Bettchen eher spartanisch eingerichtet werden. Eine feste aber immer luftdurchlässige Matratze gehört ins Kinderbett, aber auf ein Kopfkissen und eine wärmende Fellunterlage sollte verzichtet werden. Die sogenannten Nestchen sind ebenfalls keine gute Wahl und auch Kuscheltiere, deren Fasern die Atemwege des Kindes verstopfen können, haben im Babybett nichts zu suchen. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind im Schlafzimmer der Eltern schlafen, allerdings nicht im elterlichen Bett. Ein plötzlicher Kindstod kann auch dann auftreten, wenn Eltern und Kinder sich das Bett teilen.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Schlechter Schlaf – riskant wie Rauchen / Schlafprobleme verdoppeln das Herzinfarktrisiko

    Baierbrunn (ots) – Schlafstörungen sollten viel ernster genommen werden, mahnen Forscher der Universität Nowosibirsk (Russland). In einer Studie mit 657 Männern zwischen 25 und 64 Jahren, die noch nie einen Herzinfarkt erlitten hatten, fanden sie heraus, dass deutliche Schlafprobleme das Infarkt-Risiko verdoppelten, berichtet die „Apotheken Umschau“. Die Wissenschaftler dokumentierten über 14 Jahre hinweg Schlafqualität und Herzgesundheit der Teilnehmer. Nun schlagen sie vor, Schlafstörungen zu den bisherigen Risikofaktoren Rauchen, wenig Bewegung und ungesunde Ernährung hinzuzufügen.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3103728
  • Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Herzinfarkt – Was gilt zu beachten?

    Nicht jeder Herzanfall ist auch gleich ein Herzinfarkt. Den Vorläufer bezeichnet der Arzt als Angina-pectoris-Anfall. Kommt es jedoch zum Myokardinfarkt, denn handelt es sich um ein Ereignis, das sofortiger Rettungsmaßnahmen bedarf. Ein akuter Herzinfarkt ist lebensbedrohlich! Während eines Infarktes sterben Teile des Herzmuskels ab.

    Risikofaktoren, die einen Herzinfarkt begünstigen:

    • Bluthochdruck
    • Rauchen
    • Alkoholmissbrauch
    • Drogenkonsum
    • Diabetes mellitus
    • Schlaganfall
    • Übergewicht
    • falsche Ernährung
    • Bewegungsmangel
    • familiäre Vorbelastung durch Herzkreislauferkrankungen, Schlaganfall, Infarkt
    • erblich bedingte oder erworbene Fettstoffwechsel-Störung (zu hohes LDL, IDL sowie Triglyceride bei niedrigem HDL – Cholesterin- und Blutfettwerte)
    • Stress, plötzliche starke Belastungen bei starken Schwankungen des Blutdrucks

    Ursachen und Symptome von Herzinfarkt

    Fast die Hälfte aller Infarkte ereignen sich zwischen 06:00 und 10:00 Uhr und montags eher als an den anderen Tagen.

    Die meisten Patienten haben vor dem Infarkt bereits Herzbeschwerden, z. B. eine koronare Herzkrankheit. Ein Viertel aller Infarkte verläuft beschwerdearm bis beschwerdefrei. Gründe für den Herzfinfarkt können mehr als 20 Minuten bestehende Durchblutungsstörungen, Blutgerinnsel und arteriosklerotisch (Arterienverkalkung) bedingte Gefäßverengungen sein.

    Bei diesen Anzeichen für einen Herzinfarkt sollten Sie unbedingt sofort  die Nr. 112 (Rettungsdienst) anrufen:

    • starke Schmerzen von über 5 Minuten Dauer, die auch ausstrahlen (in Arme, Schultern, Rücken, den Oberbauch oder in Kiefer und Hals)
    • massive Enge, starker Druck, Einschneidegefühl im Herzbereich
    • starkes Brennen, Stechen, reißende Schmerzen
    • Luftnot, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen (häufiger bei Frauen als bei Männern) in bisher noch nicht dagewesenem Ausmaß
    • kalte, fahle Haut, Angstschweiß, kalter Schweißausbruch, Todesangst
    • allgemeine Erschöpfung, Schlafstörungen, Magenverstimmungen
    • Herzrhythmusstörungen, unregelmäßiger, schneller Puls
    Diagnose und Verlauf bei einem Herzinfarkt

    Für die Diagnose von Herzinfarkten gibt es verschiedene Verfahren. EKG-Veränderungen (ST-Streckenhebung, nach 1-2 Tagen Q-Zacken), Laboruntersuchungen (Troponinwert erhöht) sowie makroskopische und mikroskopische Gewebsveränderungen sind Zeichen eines Myokarinfarktes. Im Labor zeigen sich neben dem Troponin weitere Enzyme und Eiweiße, die nach einem Infarkt verstärkt im Blut nachweisbar sind, z. B. der Herzmarker Glycogenphosphrylase BB. Außerdem deutet es auf einen Herzinfarkt hin, wenn Beschwerden länger als 20 Minuten andauern.

    Ein Herz-Ultraschall (Echokardiografie) zeigt typische Wandbewegungsstörungen im betroffenen Bereich.  Beim Abhören treten Rasselgeräusche über der Lunge auf sowie ein dritter Herzton. Auffällige Herzgeräusche deuten auf Entzündungen oder Insuffizienzen hin. Ein Belastungs-EKG nach der Akutphase sowie ein Langzeit-EKG decken Durchblutungsstörungen im Herzmuskel sowie Herzrhythmusstörungen auf.

    Mit der Angiografie zur Gefäßdarstellung der Herzkranzgefäße bei einer Herzkatheter-Untersuchung spüren die Ärzte Verengungen oder Gefäßverschlüsse auf. Gleichzeitig können die Gefäße mittels Ballonkatheter aufgedehnt werden.

    Wird beim Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht sofort der Notarzt gerufen, so kann das Ereignis zum Tode führen! Der Herzinfarkt ist in den Industriestaaten Todesursache Nummer Eins. Schlimmstenfalls treten gefährliche Rhythmusstörungen, wie Kammerflimmern, Hezrasen und unregelmäßiger Puls auf, es kommt zum Zusammenbruch mit Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand.

    Allgemein bekannte Behandlungsmethoden bei einem Herzinfarkt

    Unverzüglich muss der Notarzt informiert werden. Ohne zu zögern 112 anrufen, Infarktverdacht äußern und niemals selbst den Betroffenen mit dem Auto in die Klinik bringen. Es könnte sein, dass der Patient unterwegs zusammenbricht! Innerhalb der ersten Zeit nach dem Infarkt bis zu einer Stunde sind die Gefahren Kammerflimmern und Herzstillstand am größten. Ersthelfer oder Rettungsdienste müssen dann wiederbeleben (meist mit Defibrillation), um eine Mangelversorgung des Gehirns mit Folgeschäden oder den Tod zu vermeiden.

    Wird die Behandlung innerhalb der ersten Stunde eingeleitet, kann mittels Lyse (Medikament löst Blutgrinnsel auf) oder Herzkatheter der Gefäßverschluss fast komplett beseitigt werden. Mit einem Ballonkatheter wird das Gefäß aufgedehnt und ein Stent (Röhrchen) eingesetzt.

    Wenn die ST-Hebung beim Infarkt im EKG nicht nachgewiesen wurde, dann ist eine Lysetherapie eine Gegenanzeige (nicht durchführbar) und der Nutzen von Herzkatheter und Stent nicht nachgewiesen.

    Medikamente, die Nitroglycerin enthalten, bessern die Beschwerden. Außerdem dienen die Medikamente der Sauerstofffversorgung, der Blutgerinnsel-Vermeidung und der Beseitigung der Schmerzen. Über eine Maske oder Nasensonde gibt man Sauerstoff. Gegen die Beschwerden helfen ASS, Morphinpräparade, Heparinspritzen.

    In der akuten Phase werden Betroffene mittels EKG-Monitoring auf der Intensivstation überwacht. Am nächsten Tag erfolgt die Mobilisation und nach ungefähr einer Woche werden die Patienten entlassen. Die Normalisierung des Zustandes kann bis zu drei Wochen dauern, dann sind gewohnte Aktivitäten im Alltag wieder möglich.

    Lebenslang sollten Medikamente eingenommen werden (Betablocker, ACE-Hemmer, ASS, Statine, Prasugrel oder Clopidogrel). Implantierte Defibrillatoren schützen bei eingeschränkter Herzpumpfunktion vor plötzlichem Herztod. Risikofaktoren sind zu minimieren. Gezieltes Ausdauertraining nach ärztlichem Rat stärkt das Herz. Kuren, Physiotherapie, Schulungen und Beratung dienen dem kompletten Wiedereinstieg in den Alltag.

    Bild: © Depositphotos.com / suriyaphoto

  • Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Beim Auftreten mit dem Fuß durchzuckt den einen oder anderen ein starker Schmerz. Das könnte an einem Fersensporn liegen, der fast als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Welche Ursachen und Behandlungen Abhilfe bzw. Linderung verschaffen und wann eine Operation unumgänglich ist, lesen Sie im nachfolgenden Bericht.

    Betroffene können sich den Fersensporn fast wie einen zusätzlichen kleinen Knochen am Fuß vorstellen, der sich nachträglich gebildet hat. Grundsätzlich kommt das sehr häufig vor und ist auch weder schmerzhaft, noch macht es Probleme. Nur wenn sich die Plantarsehen an der Fußsohle entzündet und es zu einer sogenannten Plantarfsziitis kommt, kommt auch der Schmerz beim Auftreten. Fast jeder dritte Mensch leidet an einem Fersensporn, wobei die Häufigkeit bei älteren Personen, die über 50 Jahre alt sind, stark zunimmt.

    Zwei Arten der Erkrankung

    Mediziner unterscheiden zwei Varianten der schmerzhaften Fußerkrankung. Es gibt den oberen Fersensporn, der sich unmittelbar an der Hacke bildet und der untere, der sich unter der Fußsohle bildet. Letzter ist der häufigere. Die Symptome sind unterschiedlich, wobei manche Betroffene gar nicht erst merken, wenn sie einen Fersensporn haben. Sogar wenn er in einer Röntgenaufnahme deutlich zu erkennen ist, muss es nicht heißen, dass er Schmerzen verursacht. Klar ist, dass die Tatsache, dass er beim Röntgen zu sehen ist, darauf hinweist, dass die Erkrankung bereits schon länger besteht. Grundsätzlich ist sie nämlich ein Indiz dafür, dass es an dieser Stelle am Fuß bereits einmal eine entzündliche Veränderung, die meist den Muskel-Sehnen-Ansatz betroffen hat, gegeben hat. Typisch für den Fersensporn ist die Tatsache, dass die ersten Schritte nach dem morgendlichen Aufstehen am meisten Schmerzen verursachen. Das liegt daran, dass die Füße während der Nacht meist in einer Beugestellung waren, sich die Wadenmuskulatur morgens aber dehnt. Und ist die Plantasehne entzündet, tut genau das weh.

    Risikofaktoren und Therapiemaßnahmen

    Frauen leiden wesentlich häufiger an Fersensporn als Männer. Wobei Patienten mit Rheuma überdurchschnittlich oft betroffen sind. Auch Menschen, die von Natur aus Senk- oder Plattfüße haben, sind gefährdet, nach einigen Jahren das Überbein am Fuß zu erleiden. Neben dem weiteren Risikofaktor Übergewicht, gibt es einen äußeren Faktor, der die Krankheit fördert. Die Rede ist von der Schuhmode, die vor allem dann zur Gefahr wird, wenn sie auf hohe Absätze setzt. Denn so wird die Verkürzung der Wadenmuskulatur gefördert, womit die Gefahr für eine Plantarfasziitis steigt.
    Optimale Therapien sehen vor allem eine Dehnung der Wadenmuskulatur durch geeignete Physiotherapie vor. Diese bringen meist schon nach kurzer Zeit eine Besserung. Sinnvoll ist es, wenn gewisse Dehnübungen über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden, bis die Schmerzen abklingen. Eine operative Behandlung des Fersensporn ist eher selten. Wird sie dennoch durchgeführt, erfolgt dabei eine Ablösung der Sehne vom Knochen. Eine weitere Möglichkeit der Therapie sind Kortisonspritzen, die vor allem gegen die Entzündung helfen.

    Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig

    Wer einmal an Fersensporn gelitten hat, ist immer wieder gefährdet. Deshalb macht es Sinn, wenn man zu einer der Risikogruppen zählt oder aber gerne hohe Schuhe trägt, sich beim Orthopäden entsprechende Einlagen mit sogenannten Softspots für die Schuhe zu besorgen. Diese sorgen für optimalen Komfort im Schuh und sind quasi Wellness für die Füße. Wer bereits an der entzündlichen Erkrankung im Fuß leidet, für den kommen diese Einlagen zu spät. Bei der Plantarfasziitis gibt es eine Selbstheilungstendenz, das heißt früher oder später klingen die Symptome wieder ab, wobei man durchschnittlich ein Dreiviertel Jahr dafür rechnen muss. Wer den Heilungsprozess unterstützen möchte, der sollte viel Aktivität machen, am besten solche, die die Wadenmuskulatur trainiert. Auch Joggen wäre eine Option, um dem Fersensporn den Kampf anzusagen. Wer auch nach Monaten noch nicht beschwerdefrei ist und Schmerzen hat, der leidet vermutlich an einem Nervenkompressionssyndrom, das sich beim Fersensporn gebildet hat. Das ist eine sehr spezielle Form dieser Fußerkrankung, bei der nur mehr eine Operation hilft.

    Bild: © Depositphotos.com / stasique

  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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  • Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Warum Frauen über 50 in ihre Gesundheit investieren sollten

    Nach einer neuen Studie sind immer mehr Frauen, die die 50 hinter sich gelassen haben, bereit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie haben erkannt, dass jedes Kilo mehr auf den Hüften das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen kann und dass Zähneputzen die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann. Woher kommt dieser neue Gesundheitstrend? Vielleicht, weil Frauen mit 50 sich heute fühlen wie mit 30, vielleicht aber auch, weil sie im Schnitt rund fünf Jahre länger leben als die Herren der Schöpfung. Frauen achten mehr auf ihre Gesundheit und sie sind auch bereit, in eine gesunde Lebensform zu investieren.

    Die Zahlen steigen

    In Deutschland werden Frauen im Durchschnitt 83 Jahre alt, Männer sterben hingegen schon mit 78 Jahren. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl der Frauen, die über 50 Jahre alt sind, immer weiter an. In diesem Alter fangen besonders Frauen an, auf ihren Körper zu hören, denn die Menopause setzt ein und im Bekanntenkreis gibt die eine oder andere Freundin, die schon mit Krebs zu tun hatte. Frauen wird in der Mitte des Lebens bewusst, dass es Zeit wird, sich nicht mehr nur um die Familie und den Mann zu kümmern, sie möchten mehr an sich und ihre Gesundheit denken.

    Können wir 200 Jahre alt werden?

    Nicht nur Frauen können heute sehr alt werden. Forscher sind sich einig, dass es aus medizinischer Sicht kein Problem mehr darstellt, 200 Jahre alt zu werden. In Indonesien soll eine Frau gestorben sein, die angeblich 157 Jahre alt war, und in diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage: Warum ist das Leben immer noch limitiert? Das Leben birgt viele Risiken und das gilt besonders für Frauen um die 50. Sie leiden öfter unter Herz-/Kreislauferkrankungen, sie haben nicht selten Übergewicht und zu wenig Bewegung. Dazu kommen die großen Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol, aber auch Tabletten stellen für Frauen eine größere Suchtgefahr dar als für Männer. Zu wenig Schlaf und eine schlechte Bildung sorgen ebenfalls dafür, dass Frauen zumindest heute noch nicht in der Lage sind, ihren 200. Geburtstag zu feiern.

    Warum lohnt es sich, in die Gesundheit zu investieren?

    Frauen, die mit über 50 Jahren noch gesund, fit und begehrenswert sein wollen, müssen ein wenig investieren, aber die Geldanlage lohnt sich auf jeden Fall. Experten raten Frauen mit 50, sich mehr zu bewegen und mindestens vier Stunden pro Woche vielleicht in einem Fitnessstudio sportlich aktiv zu sein. Wer möchte, der sollte sich ruhig ein wenig Luxus gönnen, zum Beispiel durch einen persönlichen Trainer. Der Body-Mass-Index sollte nach Möglichkeit nicht über die magische Grenze von 25 steigen, denn ist der BMI über 30, dann wird es für die Gesundheit gefährlich.

    Auch die richtige Ernährung ist eine gute Basis, um ein hohes Alter zu erreichen. Besonders für Frauen um die 50 gilt: Sie sollten sich so gesund wie eben möglich ernähren, ideal ist eine Ernährung, die auf der mediterranen Küche basiert. Viel Fisch, wenig Fleisch, viel Gemüse, frisches Obst und nur erstklassiges Olivenöl sollten bei den Damen im mittleren Alter auf der Speisekarte stehen. Auch Geflügel sollte unbedingt ein fester Bestandteil der Ernährung sein, denn Geflügel ist eine hervorragende Quelle, wenn es um natürliches Eiweiß geht. Wöchentlich sollten zudem 30 Gramm Nüsse gegessen werden, denn Nüsse sind mehr als nur ein leckerer Snack, sie sind sehr gesund. Die aktuelle Studie aus Spanien hat ergeben, dass Frauen, die sich gesund ernähren, ihre Lebenserwartung um satte 30 % steigern können. Auch ausreichend Schlaf ist für Frauen, die die 50 überschritten haben, mehr als wichtig, denn neun Stunden Schlaf sind gesund und ein bewährtes Mittel gegen Falten.

    Bild: © Depositphotos.com / Goodluz