Schlagwort: Schlaganfall

  • Alzheimer – ein neues Molekül soll Ablagerungen beseitigen

    Alzheimer – ein neues Molekül soll Ablagerungen beseitigen

    1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Demenz und der überwiegende Teil dieser Menschen hat Alzheimer. Bedingt durch den demografischen Wandel schätzt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, dass sich die Zahl der Alzheimer-Patienten bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Jetzt haben Forscher aus Südkorea ein Molekül gefunden, das allen, die unter Alzheimer leiden, neue Hoffnung macht. Dieses Molekül sorgt dafür, dass sich keine neuen Ablagerungen im Gehirn mehr bilden können, außerdem kann das Molekül bereits bestehende Ablagerungen beseitigen.

    Wie funktioniert das neue Alzheimer Molekül?

    Menschen, die unter Alzheimer leiden, haben Ablagerungen im Gehirn, die sogenannten Plaques. Plaques bestehen aus Eiweißfragmenten, die mit fortschreitender Krankheit die Übertragung der Reize im Gehirn stören oder komplett verhindern, mit der Zeit werden die Zellen im Gehirn dann funktionsunfähig und sterben ab. Den Wissenschaftlern in Südkorea ist es bei Versuchen mit Mäusen nun gelungen, mit dem Molekül EPPS die Gedächtnisleistungen deutlich zu verbessern. Vor allem wenn sich Alzheimer noch in einem frühen Stadium befindet, dann gibt es viele Ablagerungen und die Forschung konzentriert sich jetzt darauf, die Entstehungen dieser Ablagerungen zu verhindern.

    Können die Ablagerungen beseitigt werden?

    Ein Teil der Forschung der südkoreanischen Wissenschaftler beschäftigt sich damit, die bereits bestehenden Ablagerungen aus den Gehirnzellen zu entfernen. Ein weiterer Teil der Arbeit widmet sich jetzt der Aufgabe, mithilfe des Moleküls EPPS zu verhindern, dass sich Plaques überhaupt bilden kann. Die Forscher testeten das Molekül zunächst nur in einem Reagenzglas. Dabei entdeckten sie Erstaunliches, denn das Molekül ist offenbar in der Lage, die Substanz der Plaques zu einem großen Teil komplett aufzulösen. Nach diesem Test begannen die Versuche mit Mäusen, deren Gehirne Ablagerungen aufwiesen, wie sie für Alzheimer typisch sind. Auch hier übertraf das Ergebnis die Erwartungen der Forscher, denn das EPPS verhinderte erfolgreich, dass sich neue Ablagerungen bilden konnten. Zudem beseitigte das Molekül die bereits bestehenden Ablagerungen und auch die geistige Leistungsfähigkeit der kleinen Nagetiere verbesserte sich zusehends.

    Kritik an den Forschungsergebnissen

    Der Neurobiologe Armin Giese, der an der Universität in München forscht, sieht in der Arbeit seiner Kollegen aus Südkorea aber einen Schwachpunkt. Er kritisiert, dass bei den Versuchen, die im Reagenzglas gemacht wurden, die Konzentration des Moleküls EPPS um einiges höher war, als die Menge des Moleküls, die später in den Gehirnen der Mäuse gemessen wurde. Giese stellt daher die Frage, ob sich die von den Forschern vermutete Wirkung aus der Testreihe im Labor und den Versuchen mit Mäusen, später auch auf menschliche Alzheimer-Patienten übertragen lässt.

    Gibt es bald ein effektives Medikament gegen Alzheimer?

    Nach einem wirkungsvollen Medikament gegen Alzheimer wird nicht erst seit gestern geforscht, weltweit sind Wissenschaftler und Forscher auf der Suche nach einem geeigneten Wirkstoff, der die Krankheit besiegen kann. Erschwert wird die Suche nach einem Medikament durch das Fehlen von sogenannten Biomarkern. Bei diesen Biomarkern handelt es sich um Substanzen, die über den Erfolg oder den Misserfolg einer Therapie von entscheidender Bedeutung sind. Cholesterin ist ein solcher Biomarker, er entscheidet darüber, wie hoch die Gefahr einer Herzerkrankung oder eines Schlaganfalls ist. Forscher überall auf der Welt suchen seit vielen Jahren nach einem Biomarker und damit nach der geeigneten Substanz, die die Plaques im Gehirn vernichten kann, aber bisher ist es nur gelungen den Verlauf der Krankheit abzumildern, den Krankheitsverlauf zu stoppen, ist leider noch nicht gelungen. Die Pharmaindustrie ist sehr an einer erfolgreichen Suche nach einem Biomarker interessiert, denn wenn sich dann ein Mittel herstellen lässt, kann mit diesem Medikament ein Vermögen verdient werden. Aber selbst wenn morgen ein Biomarker gefunden werden sollte, bis das neue Medikament auf den Markt kommen kann, vergehen noch viele Jahre. Bislang sahen nur wenige Laborversuche vielversprechend aus, vielleicht ändert sich das mit dem Molekül EPPS.

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  • Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    War früher nicht alles besser? Der Gesundheitsbericht 2015, den das Robert-Koch-Institut jetzt herausgegeben hat, sagt eindeutig ja. Die Menschen in Deutschland fühlen sich heute besser und gesünder als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Drei Viertel der Deutschen gab für den Gesundheitsbericht 2015 an, sie fühlen sich gut oder sogar sehr gut und das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Aber das ist nicht die einzige positive Nachricht aus dem Gesundheitsbericht 2015, auch die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs ist weniger geworden.

    Gesundheitsbericht 2015 – die häufigste Todesursache

    Auch im Gesundheitsbericht 2015 stehen Herzinfarkte und Schlaganfälle an erster Stelle, wenn es um die Todesursachen geht. Rund 40 % der Deutschen sterben an einer Herzerkrankung oder an einem Schlaganfall, seit 1998 hat sich die Zahl jedoch erheblich reduziert. Eine bessere Früherkennung und moderne Möglichkeiten der Therapie sorgen dafür, so der Gesundheitsbericht 2015, dass immer mehr Menschen einen Infarkt oder einen Schlaganfall überleben.

    Der Kampf gegen den Krebs

    Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist in einem Zeitraum von 20 Jahren immer weiter zurückgegangen. Die schlechte Nachricht: Da die Gesellschaft immer älter wird, ist die Zahl derjenigen, die unter Krebs leiden, weiter gestiegen. Im Jahr 2011 war eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs erkrankt, 65.000 mehr als noch zur Jahrtausendwende. Sehr deutlich zugenommen hat die Zahl der Brustkrebserkrankungen, in nur zehn Jahren wurden neun Prozent mehr Erkrankungen diagnostiziert. Beim Lungenkrebs sind die Zahlen vor allem bei den Frauen nicht rückläufig, hier gab es einen Anstieg von 38 %. Die Männer liegen beim Lungenkrebs zwar leicht vorn, aber die Erkrankungsrate sank um 15 %. Der Grund ist einfach, denn in Deutschland rauchen mehr Frauen als Männer. Die Zahl der Kinder, die an Krebs erkranken, lag laut Gesundheitsbericht 2015 bei 1.800 Fällen, aber die Sterblichkeit hat in den letzten 30 Jahren stark abgenommen.

    Diabetes – laut Gesundheitsbericht 2015 die neue Volkskrankheit

    Der Gesundheitsbericht 2015 schlägt beim Thema Diabetes Alarm, denn in Deutschland leben mittlerweile 4,6 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit. Das sind 7,2 % der erwachsenen Menschen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Was Diabetes aber zunehmend zu einer großen Gefahr macht, ist die Tatsache, dass die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr weiter ansteigt. Schuld daran ist unter anderem auch der demografische Wandel. Bei 30 % der Erkrankten ist eine falsche Ernährung schuld an Diabetes, denn ein Viertel der Deutschen ist zu dick, bei Kindern liegt die Quote schon bei sechs Prozent. Vor allem bei Menschen mit einem schlechten sozialen Hintergrund ist Übergewicht ein immer größer werdendes Problem.

    Die sozialen Unterschiede

    Der Gesundheitsbericht 2015 hat sich auch mit den sozialen Unterschieden in Deutschland in Hinsicht auf Gesundheit und Krankheit in Deutschland beschäftigt. Menschen, die einen schlechten sozialen Stand haben, werden häufiger krank und haben zudem eine niedrigere Lebenserwartung. Frauen sterben nach dem Gesundheitsbericht acht Jahre und Männer sogar elf Jahre früher als diejenigen, die einen hohen sozialen Standard haben. Die Ursache führt der Gesundheitsbericht vor allem auf mangelnde Bildung zurück. Menschen, die nur eine geringe Bildung haben, interessieren sich weniger für präventive medizinische Maßnahmen und sie haben deutliche Defizite bei der gesundheitlichen Aufklärung. Auch die finanzielle Lage spielt in diesen Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Immer mehr Menschen können sich Untersuchungen nicht mehr leisten, deren Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden. So wird zum Beispiel die lokale Narkose bei der Zahnbehandlung von Kindern, wenn die älter als zwölf Jahre sind, nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Viele Familien schicken ihre Kinder deswegen nicht mehr zum Zahnarzt, als Folge werden die Zähne krank und das kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken.

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  • Warum Pumpen immer öfter Organe ersetzen

    Warum Pumpen immer öfter Organe ersetzen

    Die Zahl der Organspender sinkt stetig. Nicht zuletzt die Skandale der vergangenen Monate haben dafür gesorgt, dass immer weniger Menschen einen Organspendeausweis haben und damit einverstanden sind, dass nach ihrem Tod wichtige Organe wie zum Beispiel das Herz, als Spenderorgane entnommen werden. Die Medizin muss sich etwas einfallen lassen und setzt jetzt immer mehr auf moderne Technik. Pumpen werden immer öfter zu einer alternativen Option, wenn die echten Organe fehlen. Waren Pumpen noch vor gar nicht allzu langer Zeit eine Notlösung, sind sie heute mehr denn je gefragt, um das kranke Herz zu ersetzen.

    Kaum noch Organe

    Es fehlt an Spenderorganen und deshalb setzen die Mediziner immer öfter auf sogenannte Unterstützungssysteme vor allem für Patienten, die ein neues Herz benötigen. Gerade einmal 300 Herzen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verpflanzt, im Vergleich zu den letzten Jahren ist das eine sehr geringe Zahl, denn früher waren 700 transplantierte Organe keine Seltenheit. 1000 Menschen ist im Jahr 2014 eine Pumpe eingesetzt worden und für die Zukunft sehen die Herzspezialisten diese künstliche Alternative zu den Organen immer mehr im Fokus. Ein Grund für die geringe Zahl der Organe, die für eine Transplantation zur Verfügung gestellt werden, sind die negativen Schlagzeilen rund um die Spenderorgane, auch dass die Zahl der Verkehrstoten immer weiter zurückgeht, sorgt dafür, dass es weniger Organe gibt, die verpflanzt werden können.

    Das beste Verfahren

    Für die Deutsche Herzstiftung sind Organe, die transplantiert werden, immer noch das beste Verfahren. Das gilt besonders für die Patienten, die ein extrem schwaches Herz haben. Mit der Transplantation bekommt der Patient faktisch ein neues und voll funktionsfähiges Herz. Wenn Organe verpflanzt werden, dann hat das für den Patienten jedoch auch einen gravierenden Nachteil, denn wenn das Herz transplantiert wird, dann muss der Patient sein Leben lang Medikamente zur Unterdrückung der eigenen Immunabwehr einnehmen und diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen. Zwar verhindern Medikamente, dass das für den Körper fremde Organ wieder abgestoßen wird, aber das Risiko an einem Tumor oder einer Infektion zu erkranken, steigt an.

    Auch künstliche Organe bereiten Probleme

    Selbst wenn Pumpen, die das Herz antreiben und unterstützen, eine sichere und gute Maßnahme darstellen, sie haben nicht nur Vorteile. So muss zum Beispiel der leistungsstarke Akku für die Pumpe direkt am Körper getragen werden, und über eine spezielle Leitung ist dieser Akku dann mit einem Gerät am Herzen verbunden. Das birgt jedoch immer die Gefahr von Keimen und auch das Risiko, dass das Blut gerinnt, ist groß und viele der Patienten, die eine Herzpumpe tragen, müssen zusätzlich gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Zu den weiteren Gefahren zählt zudem ein erhöhtes Schlaganfallrisiko sowie die Gefahr, dass es zu unkontrollierbaren Blutungen kommen kann.

    Eine Notlösung als effektive Therapie

    Die künstliche Pumpe war ursprünglich keine eigenständige Therapie, die Pumpe diente lediglich dazu die Zeit zu überbrücken, bis ein geeignetes Spenderherz zur Verfügung stand. Da aber die Zahl der Organe sinkt, die für eine Transplantation zur Verfügung stehen, wird die Pumpe mehr und mehr als eigentliche Therapie eingesetzt. Eine Pumpe ist aber nicht immer wirklich notwendig, es gibt eine Reihe von Therapiemaßnahmen, die auch ohne eine große Operation durchgeführt werden können. So kann beispielsweise ein sogenannter Stent die Herzkranzgefäße stabilisieren, und auch eine künstliche Aortenklappe, die über einen Katheter eingesetzt wird, ist sehr effektiv, erfordert aber nur einen minimalen Eingriff. 13.000 Mal wurde in Deutschland im vergangenen Jahr eine Transkatheter-Aortenklappen-Implantation, kurz TAVI, vorgenommen. Nach wie vor gefragt ist auch die klassische Methode mit einer Herz-Lungen-Maschine, die zur Überbrückung des Herzens eingesetzt wird. Mit dieser Methode wurden in Deutschland im letzten Jahr rund 10.000 Menschen erfolgreich operiert. Möglich ist auch der Einsatz einer Mitralklappe als Prothese für das kranke Herz.

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  • Schlafmangel nur ein Märchen?

    Schlafmangel nur ein Märchen?

    Einer Studie der University of New Mexico zufolge schläft der moderne Mensch nicht länger als die Naturvölker. Der Schlafmangel der heutigen Gesellschaft scheint den Studienergebnissen zufolge offenbar stellenweise ein Märchen zu sein. Die Studienautoren um den Forscher Gandhi Yetish analysierten das Schlafverhalten dreier Volksgruppen, die wie ihre Vorfahren leben. Untersucht wurden 94 Mitglieder der Naturvölker in einem Zeitraum von rund 1200 Tagen.

    Jäger und Sammler schlafen wenig

    Die Forscher ermittelten bei den drei untersuchten Naturvölkern Hazda (Tansania), San (Namibia) und Tsimanen (Bolivien) eine durchschnittliche Schlafzeit von 6,5 Stunden pro Nacht. Der moderne Schlaf scheint demnach in den Industrieländern eine Verkürzung erfahren zu haben, wie die Wissenschaftler vermuten. Die Wissenschaft war bisher der Ansicht, dass vor allem der Fernseher, das Internet und das elektrische Licht für die verkürzte Schlafzeit des modernen Menschen verantwortlich sei. Vor allem das künstliche Licht wurde als Ursache festgestellt, weil es eine Nacht in einen Tag verwandeln und zu Schlafmangel führen kann.

    Die drei Urvölker richten ihren Tag den Studienergebnissen zufolge nicht nach dem Sonnenuntergang aus. Sie bleiben nach dem Sonnenuntergang durchschnittlich noch drei Stunden auf, bevor sie einschlafen und stehen schon beim ersten Sonnenlicht wieder auf. Die Temperatur hat offenbar einen entscheidenden Einfluss auf ihre Entscheidung, wann sie zu Bett gehen. Bei Hitze legen sie sich schlafen. Wie hoch der Erholungswert des Schlafs der Naturvölker ist, konnte die Studie nicht feststellen und ist ein klarer Schwachpunkt. Leider haben die Studienautoren nicht untersucht, ob die drei Naturvölker weniger Schlaf auf Grund ihrer Lebensweise benötigen im Vergleich zu Menschen, die lange im Büro sitzen oder oft mit dem Auto unterwegs sind.

    Seltene Nickerchen

    Ein Nickerchen hielten die Jäger und Sammler nur wenig. Im Winter schliefen sie nur durchschnittlich an vier Prozent der Tage und in der Sommerzeit hielten sie nur an 22 Prozent der Tage ein Nickerchen. Chronische Schlafstörungen wurden selten festgestellt, da nur sehr wenige Menschen unter den drei Naturvölkern schlecht geschlafen haben. In den Industrieländern leiden Schätzungen nach bis zu zehn Prozent aller Erwachsenen an Schlafstörungen.

    Die Mitglieder der Hazda, San und Tsimanen leben in einer natürlichen Umgebung, die dazu beitragen könnte, dass sie trotz nur 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht dennoch gesund leben. Diese Erkenntnis könnte den Forschern zufolge helfen Therapien zu entwickeln mit denen Schlafmangel oder Schlafstörungen behandelt werden könnte. Die Vermeidung störender Einflüsse wie elektrisches Licht, nächtliches Computerspielen und Surfen im Netz habe positive Auswirkungen auf den Schlaf, weil dadurch einem Schlafmangel vorgebeugt werden könnte.

    Folgen von Schlafmangel

    In unserer modernen Gesellschaft kann sich Schlafmangel trotz den Ergebnissen, der hier vorgestellten Studie, dennoch negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei einem anhaltenden Schlafmangel kann ein Schlaganfall die Folge sein oder es können Krankheiten wie Alzheimer, Demenz und Herzkrankheiten früher auftreten. Vor allem Jugendliche sind verstärkt vom Schlafmangel betroffen und dies führt zu erheblichen Konsequenzen, die Auswirkungen auf ihr Leben haben. Als Ursache für den Schlafmangel bei Teenagern sind besonders Computerspiele, die nächtliche Aktivität in sozialen Netzwerken und Partys verantwortlich.

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  • Fastfood schlecht für Knochenentwicklung

    Fastfood schlecht für Knochenentwicklung

    Nach einer Studie der britischen University of Southampton, die im Magazin Osteoporosis International veröffentlicht wurde, kann sich der Genuss von Fastfood bei Kindern in den ersten sechs Lebensjahren auf die Knochenentwicklung auswirken. Das Forscherteam fand heraus, wenn in der Nachbarschaft mehr Geschäfte mit gesunden Lebensmittel existieren, die Knochenmasse junger Kinder höher ist also bei Kindern, die in einer Gegend mit einer starken Präsenz von Fastfood wohnen.

    Studie basiert auf Umfrage

    Die Studie wurde basierend auf der Umfrage »Southampton Womens Survey« erstellt und berücksichtigte 1107 Kinder. Im Rahmen der Umfrage wurde ermittelt welchen Einfluss der Lebensstil und Diäten auf die Gesundheit von Frauen als auch Kindern haben.

    Die Forscher stellten Knochendichte und Knochenmasse bei der Geburt der Kinder sowie im Alter von 4 und 6 Jahren fest. Die Anzahl der Supermärkte, auf gesunde Nahrung spezialisierte Geschäfte und Fastfood Restaurants in der Nachbarschaft wurde für die Studie gezählt.

    Die Analyse ergab eine geringere Knochendichte- und masse bei Neugeborenen, in deren Nachbarschaft sich Fastfood Filialen befanden. Im Alter von 4 bis 6 Jahren waren die Befunde allerdings nicht so signifikant. Als Kontrast entdeckten die Forscher eine höhere Knochendichte- und masse bei Kindern, in deren örtlicher Nähe vor allem Geschäfte lagen, die frisches Gemüse und Obst verkauften. Bei Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren wurde eine höhere Mineralknochendichte festgestellt. Als Fazit schließen die Studienautoren daraus, dass das Vorhandensein von Fastfood-Filialen in der Nachbarschaft sich auf die Entwicklung der Knochen bei Kindern negativ auswirken kann.

    Keine Fastfood-Restaurants in Schulnähe

    In Großbritannien haben Initiativen damit begonnen die Lebensmittelversorgung in der unmittelbarer Nähe von Schulen zu optimieren. Zahlreiche Regionen in England haben beschlossen keine Fastfood-Restaurants in einem Umkreis von 400 Metern einer Schule zu erlauben.

    Basierend auf dem Studienergebnis empfehlen die Forscher eine ausgewogene gesunde Ernährung aus Obst, Gemüse, Protein, Kalzium und Vitamin D, um die Gesundheit der Knochen langfristig während des gesamten Lebens zu erhalten.

    Der Genuss von Fastfood kann sich auf Dauer schlecht auf die Gesundheit auswirken, weil wegen der kalorienreichen, fetthaltigen und zuckerhaltigen Speisen sowie Getränke das Risiko steigt an Diabetes Typ-2, einer Herzkrankheit, Krebs oder einen Schlaganfall zu erleiden. Ein Hamburger oder Currywurst mit Fritten sorgt nur kurze Zeit für ein Sättigungsgefühl.

    Es handelt sich quasi um leere Kalorien, die in den Fastfood-Gerichten enthalten sind und dauerhaft zu Übergewicht oder Fettleibigkeit führen können. Der Verzicht auf Schnellgerichte ist der erste Schritt hin zu einer gesunden Lebensweise in deren Folge die Risiken für Krankheiten minimiert werden. In Verbindung mit regelmäßiger Bewegung verbessert sich das körperliche und seelische Wohlbefinden. Die Schulen in Deutschland setzen vereinzelt auf gesunde Lebensmittel, aber in vielen Schulen sind Currywurst & Co. noch immer ein fester Bestandteil des Speiseplans. Jedoch erkennen die Schulen langsam die Vorteile einer gesunden Ernährung und haben mit der Umstellung ihrer Speisepläne begonnen.

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  • 177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    177 Millionen Menschen mit Übergewicht bis 2025

    Die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen wird nach einem Bericht der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) bis zum Jahr 2025 auf weltweit 177 Millionen Menschen steigen, wenn keine Maßnahmen zur Verhinderung dieser Entwicklung in Angriff genommen werden. Insgesamt wird es in zehn Jahren insgesamt 2,7 Milliarden Menschen auf dem Globus geben, die übergewichtig sind und davon würden rund 177 Millionen, die an einem schweren Übergewicht leiden und eine Therapie erfordere. In Deutschland sind 33 Prozent der Männer und jede zweite Frau von Übergewicht betroffen.

    Übergewicht erhöht Risiko zahlreicher Krankheiten

    Als Übergewicht gilt ein Body-Mass-Index ab 25 und Fettleibigkeit besteht ab einem BMI-Wert von 30. Das Risiko eine Krankheit, wie Diabetes Typ 2, Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Krebs zu erleiden, steigt mit dem Körpergewicht. Je höher das Körpergewicht ist, desto stärker steigt das Risiko eine der genannten Krankheiten zu bekommen. Allein in Deutschland sind sechs Millionen Menschen von Diabetes Typ 2 betroffen. In einem Zeitraum von 35 Jahren kam es zu einer Verzweifachung der Prävalenz von Adipositas und ist dem Bericht zufolge eine erschreckende negative Tendenz auf unserem Planeten. Gegen diese Entwicklung müssen von Seiten der Regierungen entsprechende Maßnahmen erlassen werden.

    Politik ist gefragt

    Die Politik ist zur Lösung des Problems der weltweit wachsenden Adipositas und den damit verbundenen Risiken für die Gesundheit der Menschen aufgefordert. Die DAG empfiehlt wirksame Präventionsmaßnahmen. Als ersten Punkt ein Werbeverbot von Lebensmitteln mit einem hohen Fettanteil oder Zuckergehalt, deren Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind. Das Werbeverbot sollte im Kinder- und Jugendschutzgesetz verankert werden. Besonders die Werbung der Fasfood-Ketten und Süßwarenhersteller verleiten junge Menschen dazu fettreiche oder zuckerhaltige Nahrung zu kaufen.

    Die zweite Präventionsmaßnahme sieht verpflichtende Qualitätskriterien in Kindergärten und Schulen aller Bundesländer in der Ernährung vor. Die dritte vorbeugende Maßnahme sieht die Vergünstigung gesunder Lebensmittel durch Subventionen vor, während ungesunde Nahrungsmittel per Zucker-Fett-Steuer verteuert werden sollten. Der vierte präventive Schritt beschäftigt sich mit der Bewegung. Mindestens einmal pro Tag sollten sich Schüler an jeder Schule bewegen und so dem herrschenden Bewegungsmangel entgegenwirken.

    Gesundheitsfördernde Kommunen und Lebenswelten sollten auf Empfehlung der DAG geschaffen werden. In den Regelleistungskatalogen der Krankenkassen sollten Gewichtsmanagementmaßnahmen aufgenommen werden, um übergewichtige Menschen dabei zu unterstützen gesünder zu leben.

    Gesunde Ernährung und Sport

    Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind der Schlüssel zu einer Reduzierung des Übergewichts. Das Übergewicht kann mittels einer Ernährungsumstellung und Sport langsam gesenkt werden. Das körperlich wie seelische Wohlbefinden steigt mit jedem verlorenen Kilogramm Körpergewicht. Wer sich gesund ernährt und sich sportlich betätigt, lebt nicht nur länger. sondern hat einfach mehr Lebensfreude.

    Die Krankenkassen bezuschussen die Teilnahme an Fitnesskursen und Diätprogrammen. Im Rahmen einer Ernährungsumstellung ist die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung sehr hilfreich. Der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke, fettreiche Nahrung und allgemein ungesunde Lebensmittel kann sich langfristig positiv auf das gesamte Lebens auswirken.

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