Schlagwort: schleimhautentzündung

  • Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Nicht immer sorgt ein Röntgenbild oder eine Blutuntersuchung für Klarheit und auch eine Ultraschalluntersuchung bringt nicht in jedem Fall eine zuverlässige Diagnose. Vor allem wenn es um Erkrankungen des Magens und des Darms geht, dann ist es für den Arzt nicht immer so einfach, die richtige Diagnose zu stellen. Mit einer Magenspieglung jedoch wird es dem Arzt möglich, sich den Magen, die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm anzusehen. Was passiert bei einer Gastroskopie? Ist die Untersuchung für den Patienten schmerzhaft und ist für eine Spiegelung ein Aufenthalt im Krankenhaus zwingend notwendig?

    Bei welchen Erkrankungen wird eine Magenspiegelung gemacht?

    Eine Gastroskopie ist hilfreich, wenn um die Ursachen für Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zu finden. Bei folgenden Erkrankungen kommt eine Spiegelung des Magens infrage:

    • Schmerzen im Oberbauch
    • Ständiges Sodbrennen
    • Blut im Stuhl
    • Beschwerden beim Schlucken
    • Bluterbrechen
    • Ungeklärte Gewichtsabnahme
    • Fortwährende Blähungen

    Auch wenn der Verdacht einer Magenschleimhautentzündung besteht, dann wird der Arzt den Magen mit dem Gastroskop untersuchen, ebenso wenn der Verdacht auf Divertikel oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre besteht. Mit einer Gastroskopie kann der Arzt aber nicht nur die richtige Diagnose stellen, er kann die Beschwerden auch gleich behandeln. So können unter anderem Gewebe entnommen und Blutungen im oberen Teil des Verdauungstraktes gestillt werden. Bei Blutungen wird ein bluthemmendes Mittel gespritzt oder ein Clip platziert.

    Was passiert bei einer Magenspiegelung?

    Viele Menschen haben Angst, „einen Schlauch zu schlucken“, aber diese Angst ist unberechtigt, denn eine Magenspiegelung dauern in der Regel nicht länger als wenige Minuten. Der Arzt schiebt dabei das Gastroskop, das einen Durchmesser von nur wenigen Zentimetern hat und knapp einen Meter lang ist, durch den Rachenraum in die Speiseröhre und dann weiter in den Magen und den Zwölffingerdarm. Der Rachen wird vorher mit einem Spray betäubt, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen. Wenn das Gastroskop am tiefsten Punkt angekommen ist, dann wird Luft in den Darmbereich geleitet, damit eventuelle Veränderungen besser zu erkennen sind. Gewebeproben entnimmt der Arzt mithilfe einer Zange und da das Gastroskop mit einem Monitor verbunden ist, kann der Arzt genau sehen, ob es Wucherungen, Geschwüre oder Blutungen gibt. Nach der Untersuchung wird das Gastroskop vorsichtig wieder herausgezogen.

    Welche Vorbereitungen sind notwendig?

    Eine Magenspiegelung kann in einem Krankenhaus gemacht werden, aber auch ambulant bei einem Facharzt für innere Medizin. Die Vorbereitungen für diese speziellen Untersuchungen sind aber immer gleich. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, müssen der Magen und auch der Verdauungstrakt vollständig entleert sein. Für den Patienten heißt das: Sechs Stunden vor der Magenspiegelung darf weder etwas gegessen noch getrunken werden. Wer allzu großen Durst hat, der darf ein wenig Wasser ohne Kohlensäure zu sich nehmen. Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen, die sollten diese Mittel zwei Wochen vor der Magenspiegelung absetzen, um das Risiko einer inneren Blutung so gering wie möglich zu halten. Durch das Narkosespray vor der Gastroskopie kann ein taubes Gefühl im Rachen entstehen, das nach der Untersuchung noch einige Stunden anhalten kann. Bis das taube Gefühl abgeklungen ist, sollte ebenfalls nichts getrunken oder gegessen werden.

    Mit oder ohne Narkose?

    Eine Magenspiegelung verursacht zwar keine Schmerzen, aber wenn das Gastroskop in den Rachen eingeführt wird, dann entsteht ein unangenehmer Würgereflex. Wer sich das ersparen will, der kann sich eine sogenannte Schlafspritze geben lassen und so die Untersuchung in einer Art Dämmerschlaf erleben. Auch der Einsatz von Beruhigungsmitteln wie zum Beispiel Valium, ist bei einer Gastroskopie möglich und macht es dem Patienten leichter. Wer sich für eine leichte Narkose entscheidet, der muss anschließend noch ruhen und darf kein Auto mehr fahren. In diesem Fall ist es eine gute Idee, eine Begleitperson mitzubringen, die den Patienten nach Hause fahren kann.

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  • Infektionen mit dem Helicobacter Virus immer behandeln lassen

    Infektionen mit dem Helicobacter Virus immer behandeln lassen

    Jeder hat schon einmal Magenschmerzen gehabt, die dann nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Falsches oder verdorbenes Essen kann ebenso auf den Magen schlagen wie auch Stress, Sorgen, Ärger und Kummer. Wenn die Magenprobleme aber nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden, sondern über Wochen andauern, dann ist eine Infektion mit dem Helicobacter Virus nicht auszuschließen, und wenn das der Fall ist, dann sollte etwas gegen dieses Virus unternommen werden. Selbst wenn das Helicobacter Virus an sich harmlos ist, unbehandelt kann es zu einer großen Gefahr werden.

    Helicobacter Virus – Eine Fliege ist der Übeltäter

    Magenschleimhautentzündung und Zwölffingerdarmgeschwüre, Sodbrennen und Magenkrebs – für alle diese Erkrankungen kann das Helicobacter Virus verantwortlich sein. Der Magenkeim wird unter anderem durch harmlose Stubenfliegen oder genauer gesagt durch deren Kot übertragen. Setzt sich die Fliege zum Beispiel auf ein Stück Kuchen und macht dort ihr Geschäft, das mit dem Helicobacter Virus infiziert ist, dann wandert der Virus mit dem Kuchen in den Magen des Menschen und greift dort die Schleimhaut an. Was den Helicobacter Virus so tückisch macht, ist die Tatsache, dass sich eine harmlose Infektion nur sehr schwer von einer gefährlichen Infektion unterscheiden lässt. Wer den Keim in sich trägt und ihn nicht behandeln lässt, der läuft Gefahr, schwer zu erkranken und damit auch andere Menschen anzustecken.

    Jede Infektion muss behandelt werden

    Nach neusten Erkenntnissen waren Ärzte davor, den Magenkeim nicht behandeln zu lassen, aber leider ist eine effektive Behandlung nicht immer ganz so einfach. Es gibt zwar eine sogenannte Triple-Therapie, die aus einem Magensäurehemmer und unterschiedlichen Antibiotika besteht, aber diese Methode wirkt nicht bei jedem Patienten. Neue Studien, die jetzt auf dem Kongress der Viszeralmedizin vorgestellt wurden, zeigen, dass eine Vierfachtherapie effektiver ist als die Triple-Therapie mit den bisher bekannten Mitteln wie Clarithromycin, Amoxicillin und Metronidazol. Mit einer Vierfachtherapie kann der Helicobacter Virus in bis zu 90 % der Fälle erfolgreich behandelt werden. Noch in diesem Jahr wird zudem von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen eine neue Leitlinie zum Thema Helicobacter pylori herausgegeben, an der sich Ärzte über die neuen Therapien informieren können. Dort werden auch die neuen Behandlungsmethoden vorgestellt und zusammengefasst.

    Sofort untersuchen lassen

    Wenn die Magenschmerzen nicht vom falschen Essen kommen und auch wenn mit der Seele alles in Ordnung ist, dann sollte bei länger anhaltenden Schmerzen der Arzt aufgesucht werden. Mithilfe einer Magenspiegelung kann der Arzt das Helicobacter Virus schnell und einfach nachweisen und dann die richtige Therapie sofort einleiten. Bei den meisten Patienten, die unter dem Virus gelitten haben, kommt es zu keiner erneuten Infektion, denn offenbar ist der Körper nach einer erfolgreichen Behandlung immun gegen den Virus. Wird das Virus nicht behandelt, dann kann es im schlimmsten Fall sogar zu Magenkrebs kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak

  • Grapefruitkernextrakt – optimal gegen Infektionen

    Grapefruitkernextrakt – optimal gegen Infektionen

    Nicht erst seit heute ist Grapefruitkernextrakt ein gutes Mittel, um alle Arten von Schädlingen wie Bakterien, Viren und Pilzen vom Körper fernzuhalten. Besonders in den Wintermonaten ist das Extrakt, das aus den Kernen der Grapefruit hergestellt wird, eine gute Sache, denn immer, wenn das Infektionsrisiko steigt, dann ist das Extrakt eine natürliche Waffe. Viele trinken einige Tropfen Grapefruitkernextrakt in einem Glas Wasser und kommen so unbeschadet durch die Grippe- und Erkältungszeit. Grapefruitkernextrakt hat sich aber nicht nur bei Infektionen bewährt, auch Ekzeme und Hautpilzerkrankungen können mit diesem natürlichen Mittel effektiv bekämpft werden.

    Grapefruitkernextrakt – Die konzentrierte Natur

    Grapefruitkernextrakt wird, wie der Name es schon vermuten lässt, aus den gemahlenen Kernen und aus der Schale der Südfrucht hergestellt. Wie viele Heilmittel, so verdankt das Grapefruitkernextrakt seine Entdeckung einem puren Zufall. Es war im Jahre 1980, als der Arzt und Immunbiologe Doktor Jacob Harich beobachtete, dass die Kerne der Grapefruit auf dem Komposthaufen im Garten kaum verrotteten. Dr. Harich ging dem Phänomen auf den Grund und fand heraus, dass Grapefruitkerne sogenannte Bioflavonoide enthalten, einen natürlichen Schutzmechanismus, der gegen Fäulnisbakterien, Viren, Schimmelpilze und Parasiten aller Art resistent ist. Nach der Entdeckung des amerikanischen Wissenschaftlers gab es die ersten Studien, die alle zum gleichen Ergebnis kamen: Grapefruitkerne sind tödlich für Schädlinge aller Art, und wenn Menschen ein Extrakt aus Grapefruitkernen einnehmen, dann ist auch ihr Organismus geschützt.

    Ein natürliches Antibiotika

    Chemische Antibiotika sind in den letzten Jahren immer mehr in Verruf gekommen, denn die Ärzte verschreiben diese Mittel gerne, wenn es um Infektionen geht, obwohl es eigentlich gar nicht nötig ist. Im Laufe der Zeit haben viele Menschen deshalb eine Resistenz gegen Antibiotika aufgebaut, und wenn es dann zu einer schwerwiegenden Infektion wie zum Beispiel zu einer echten Grippe kommt, dann sind die klassischen Antibiotika nutzlos. Eine gute Alternative bietet das Grapefruitkernextrakt, das wie ein Antibiotikum wirkt, aber natürlichen Ursprungs ist und deshalb deutlich besser vertragen wird. Selbst wenn das Extrakt aus den Kernen der Grapefruit in einem Verhältnis von 1:1000 verdünnt wird, dann kann es immer noch seine antibakterielle Wirkung entfalten.

    Zwei Bakterien, ein Problem

    Es sind vor allem die Bakterien, die die Ärzte immer schlechter in den Griff bekommen. So haben zum Beispiel in den vergangenen zehn Jahren immer mehr Menschen eine Resistenz gegen das Bakterium Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus und auch gegen die gefährlichen Staphylokokken entwickelt. Beide Bakterienarten kommen aber besonders häufig vor, und nur Menschen, deren Immunsystem wirklich gesund ist, kommen mit diesen Bakterien auch zurecht. Jedoch nicht alle Menschen haben ein so starkes Immunsystem, für ältere Menschen, chronisch Kranke sowie Schwangere und auch Kinder können die Bakterien sehr gefährlich werden. Die Schulmedizin ist bei Infektionen, die durch diese beiden Bakterienarten verursacht werden, mit ihrem Latein schnell am Ende und das ist auch der Grund, warum bis heute jedes Jahr rund 16 Millionen Menschen an einer Infektion durch eine der Bakterienarten sterben.

    Grapefruitkernextrakt – erfolgreich im Kampf gegen Bakterien

    Um die gefährlichen Bakterien in den Griff zu bekommen, machten englische Wissenschaftler der Manchester Metropolitan University im Rahmen einer Studie Versuche mit Grapefruitkernextrakt. Die Ergebnisse waren verblüffend, denn das Grapefruitextrakt nahm auch den Kampf mit gefährlichen Bakterien auf und gewann am Ende. Eine weitere Studie befasste sich mit dem Thema, was das Grapefruitkernextrakt gegen das Magenbakterium Helicobacter pylori ausrichten kann, das für Magenschleimhautentzündungen, aber auch für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie für Magenkrebs verantwortlich ist. Helicobacter pylori gilt als ausgesprochen hartnäckig und robust, aber auch in diesem Fall zeigte sich, dass Grapefruitkernextrakt es auch mit diesem Bakterium aufnehmen kann.

    Wer seinen Organismus effektiv vor Pilzen, Viren und Bakterien schützen will, der ist auf jeden Fall gut beraten, regelmäßig das natürliche Antibiotika Grapefruitkernextrakt einzunehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / Kesu01

  • Internet Medizinportale – die Sprechstunden sind gut besucht

    Internet Medizinportale – die Sprechstunden sind gut besucht

    Immer mehr Menschen verlassen sich nicht mehr nur auf das, was ihnen ihr Hausarzt sagt, sie besuchen „Dr. Google“ und die Medizinportale im Internet. In Deutschland suchen rund 40 Millionen Bürger in einem der vielen Medizinportale nach Hilfe und während die einen suchen, profitieren die anderen, nämlich die Pharmaunternehmen und Heilpraktiker, die an der Präsenz bei der weltgrößten Suchmaschine Google sehen können, was besonders stark nachgefragt wird. Diese Zahlen lassen sich dann für Werbezwecke und bessere Umsätze nutzen.

    Die Top 10 der Medizinportale

    Diagnostikseiten, Online-Sprechstunden, Internetapotheken und Medizinportale – das Internet ist beim Thema Medizin sehr gut aufgestellt. Viele, die im Internet unterwegs sind, glauben, dass sie keinen Arzt mehr nötig haben, sie suchen bei Google einfach die Diagnose und die passende Behandlung direkt dazu. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, welche Krankheiten und Beschwerden am häufigsten gegoogelt werden:

    1. Schilddrüsenvergrößerung
    2. Diabetes
    3. Hämorrhoiden
    4. Magenschleimhautentzündung
    5. Magersucht
    6. Neurodermitis
    7. ADHS
    8. Depressionen
    9. Durchfallerkrankungen
    10. Bluthochdruck

    Am häufigsten suchen die Menschen in Hamburg und Bremen nach Krankheiten und Therapien, gefolgt von Berlin und Nordrhein-Westfalen, am wenigsten vertrauen offensichtlich die Einwohner von Sachsen-Anhalt und Brandenburg dem Internet als medizinischem Ratgeber.

    Nicht immer die beste Wahl

    Jedes Medizinportal und jede medizinische Webseite bietet eine Fülle von Informationen, aber nicht immer entsprechen diese Informationen auch der Wahrheit. Die Studie hat sich auch mit der Qualität der einzelnen Medizinportale und Webseiten befasst und kam zu einem ernüchternden Ergebnis. So schnitt in der Top 10 Liste nur die Seite zum Thema Magersucht mit einem „befriedigend“ ab, die anderen Seiten waren „ausreichend“ bis „mangelhaft“. Viele Betreiber von Webseiten mit medizinischem Inhalt setzen mehr auf Quantität statt auf Qualität und bieten nur oberflächliche und unzureichend recherchierte Informationen. Auch bei den Diagnostikportalen sieht es nicht sehr viel besser aus. Für die Studie wurden 23 kostenlose Diagnostikportale mit jeweils 45 Krankheiten unter die Lupe genommen und nur 34 % dieser Portale lieferte die richtige Diagnose zur jeweiligen Krankheit.

    Das Geschäft mit der Medizin

    Für Pharmaunternehmen und auch für Heilpraktiker ist das stetig steigende Interesse der Menschen an medizinischer Hilfe aus dem Internet zu einem lukrativen Geschäft geworden. Vor allem die Pharmaunternehmen profitieren, denn sie sind nicht länger auf die Empfehlungen von Ärzten angewiesen, durch Google haben sie die Möglichkeit, ihre Werbung punktgenau zu platzieren und ihre Kunden direkt anzusprechen. Das gilt aber nicht nur für Pharmaunternehmen oder Heilpraktiker, sondern auch für viele andere Branchen, die auf dem medizinischen Sektor arbeiten. So können sich die zahlreichen Pflegedienste an den Besucherzahlen der Medizinportale und Diagnostikseiten orientieren und dann ganz gezielt ihre Dienste anbieten. Die Hersteller von medizinischen Hilfsgeräten und auch private Kliniken müssen nur die Statistiken bei Google lesen und wissen dann, was die Menschen besonders interessiert.

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  • Welche Diäten machen krank?

    Welche Diäten machen krank?

    Rank und schlank, aber leider krank? Eine solche Diät sollte keiner machen, denn schließlich sollte eine Diät dabei helfen, sich gesund zu ernähren, wenn eine Diät dann auch noch dafür sorgt, dass die Pfunde purzeln, umso besser. Mediziner haben jetzt eine Art „Hitliste“ aufgestellt, welche Diäten nicht gesund und schlank, sondern nur krank machen und mitnichten dabei helfen, eine schöne Figur zu bekommen.

    Zu viele sind zu dick

    Mittlerweile kämpft jeder sechste Deutsche mit Übergewicht und die Meisten, die zu viel auf die Waage bringen, wollen so schnell wie möglich abnehmen. Dafür nehmen sie auch unsinnige Diäten in Kauf und riskieren dabei im schlimmsten Fall ihre Gesundheit. Dazu kommt, dass rund 90 % derjenigen, die abnehmen wollen, mit der falschen Diät wieder zunehmen, und das viel schneller, als sie abgenommen haben. Nur jeder zehnte Deutsche bleibt mit der passenden Diät auf Dauer schlank und ernährt sich auch weiterhin gesund. Welche Diäten sind besonders ungesund und nicht geeignet, um eine Bikinifigur zu bekommen?

    Apfelessig – viel zu sauer

    Simpel und doch nicht zu empfehlen ist eine Diät mit Apfelessig. Die strenge Diät, die besagt, dass man ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Fingerbreit Apfelessig alle zwei Stunden trinken darf, belastet den Kreislauf und das Herz, sie sorgt für Magenschmerzen, Sodbrennen und kann im schlimmsten Fall sogar zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

    Die Atkins-Diät – riskant für die Leber

    Der Körper braucht Kohlehydrate, aber er braucht keine Atkins-Diät, bei der auf die wichtigen Kohlehydrate verzichtet wird. Eier, Käse und Fett in Form von Fleisch ist bei dieser Diät in großen Mengen erlaubt, aber wer gerne Brot, Kartoffeln und Reis oder Nudeln isst, hat bei dieser Diät Pech. Der Überschuss an Fett kann schnell Probleme machen, so zum Beispiel Gicht auslösen und für eine Fettleber sorgen.

    Mangelernährung bei der Blutgruppendiät

    Die Blutgruppen sollten über Gesundheit und Krankheit entscheiden, und auch bei der Ernährung spielt die Blutgruppe eine wichtige Rolle. Das sagt zumindest Peter J. D’Adamo, ein Naturheiler aus den USA. Leider vergisst er dabei zu erwähnen, dass diese Diät zu schweren Mangelerscheinungen führen kann. Während die eine Blutgruppe nur Fleisch zu sich nehmen darf, sind bei der anderen Gruppe nur Milchprodukte erlaubt und das sorgt dafür, dass es zu einer Mangelernährung kommt.

    Heilfasten oder das Märchen der Entschlackung

    Nur Getränke, die keine Kalorien haben, also nur Wasser und das über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen – so sieht eine Nulldiät aus, die das Etikett Entschlackung trägt. Mit dieser Diät, die der Arzt Otto Buchinger erfunden hat, sollen nicht nur die Kilos fallen, auch der Darm soll dabei gereinigt und von Schlacken befreit werden. Herz und Nieren werden bei dieser besonderen Diät sehr belastet, und ohne ärztliche Aufsicht ist diese Diät nicht zu empfehlen.

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  • Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Vitamin B12 per Spritze – hält der Trend, was er verspricht?

    Die Stars aus Hollywood wie Miley Cirus oder Cindy Crawford tun es, angeblich hat es auch Rihanna schon machen lassen. Die Rede ist von Vitamin B12-Injektionen. Klar ist, dass gerade der Vitamin B Komplex für den Körper essentiell wichtig ist, doch ob Spritzen deshalb sinnvoll sind und ob es in Deutschland überhaupt praktiziert wird, erläutert der nachfolgende Text.

    Essentielle Wirkung für den Körper

    Insgesamt besteht der Vitamin B-Komplex aus acht B-Vitaminen. Dabei handelt es sich um B1, B2, B3, B5, B6, B12, Biotin und Folsäure. So ähnlich die Bezeichnung, so unterschiedlich der Aufbau der Vitamine, nur in der Eigenschaft Wasserlöslichkeit sind sie einig. Die meisten der genannten B-Vitamine können im Körper nicht gespeichert werden, nur B3 und B12 bilden hier eine Ausnahme. Meist genügt eine ausreichend ausgewogene Ernährung, um den Körper mit den durchaus notwendigen Vitaminen zu versorgen. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, aber auch Kartoffeln und Getreide, Hefe und Hülsenfrüchte sind mit viel Vitamin B angereichert, um nicht nur zu schmecken sondern auch ihren Beitrag zur Gesundheit zu leisten.

    Für den Stoffwechsel sehr wichtig

    Während Vitamin B1 vor allem für starke Nerven zuständig ist, sind die anderen B-Vitamine hauptsächlich für den Stoffwechsel entscheidend. Durch dessen Aktivierung und die Regulation des Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel laufen die Prozesse im Körper effektiv ab. Zusätzlich wirken die Vitamine auch gegen freie Radikale und fördern die Blutbildung ebenso wie die Wundheilung. Dabei hängen diese Prozesse von jedem Einzelnen individuell ab, welches Vitamin B gerade ausreichend vorhanden ist. Während Vitamin B6 für den Wachstum und gegen die monatlichen Menstruationsbeschwerden hilft, fördert B2 die gesamte Nährstoffversorgung im Körper.

    Vitamin B12 als Sonderfaktor

    Vitamin B12 ist zwar in den meisten tierischen Produkten enthalten, doch in pflanzlich orientierter Nahrung kommt es kaum vor. Da der Körper das Vitamin nicht selbst herstellen kann, es aber durchschnittlich in einer Menge von drei Mikrogramm für die unterschiedlichsten Aufgaben benötigt, müssen Veganer und Vegetarier auf die entsprechende Zufuhr von außen achten. Vitamin B12 ist etwa vorrangig bei der DANN-Synthese beteiligt, und hat direkten Einfluss auf ein gesundes starkes Nervensystem und gesunde Schleimhäute. Wer seinen Körper länger mit B12 unterversorgt, muss mit Bewegungseinschränkungen, Blutarmut oder sogar einer Psychose rechnen.

    B12 Injektionen als neuester Clou

    Tabletten, Pulver und Vitamindrinks gibt es schon lange. Die Wirkung jedes einzelnen Produktes ist dabei heftig diskutiert. Und das wird auch dem neuesten Trend so ergehen. Dieser lautet nämlich Vitamin B12 mittels einer Injektion dem Körper zu verabreichen. Einmal pro Woche gespritzt, soll es äußerst förderlich auf die Gesundheit des Einzelnen wirken, manchmal sogar – aufgrund der Zuständigkeit für Stoffwechselprozesse im Körper – zum Abnehmen verhelfen. Denn in konzentrierter Form injiziert, soll es den Stoffwechsel ankurbeln, den Kalorienumsatz steigern und sogar Heißhungerattacken erfolgreich unterdrücken. Der Trend, dass sich Frauen das Vitamin spritzen lassen, beruht allerdings rein auf Hypothesen, nach wissenschaftlichen Beweisen sucht man vergebens.

    Hierzulande nur bei Mangel

    In den USA sind Vitaminspritzen nicht verschreibungspflichtig und können ohne weiteres ohne ärztlichen Befund verabreicht werden. Das ist für Deutschland undenkbar, denn hierzulande gibt es strikte Regeln. Eine B-12 Injektion gibt es nur, wenn nachweislich ein entsprechender Mangel vorliegt. Dies kann etwa bei Störungen im Magen-Darm-Trakt sein wie zum Beispiel bei einer Magenschleimhautentzündung oder durch Einnahme von magensäurehemmenden Medikamenten.

    Gezielte Ernährung wirksamer als Spritze

    Wer auf die so gesunde und viel versprechende Extraportion Vitamin B12 dennoch nicht verzichten möchte, sollte seine Ernährung dahingehend ausrichten. Zu den Lebensmitteln mit hohem Gehalt zählen Leber, Rindfleisch, aber auch Hering, Seelachs oder Räucherlachs. Auch Eier und Käse sowie Vollmilch zählen zu den an Vitamin B12 reichen Nahrungsmitteln. Es gibt aber auch schon Produkte wie Fruchtsäufte, Soja- und Reisdrinks, denen dieses gesunde Vitamin extra zugesetzt wurde. Damit können auch Veganer vom Beautyprodukt in der täglichen Ernährung profitieren.

    Bild: © Depositphotos.com / tiptoee