Schlagwort: Schluckauf

  • Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Kopfverletzungen – Erste Hilfe

    Warum ist es wichtig, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kopfverletzungen zu kennen? Diese Kenntnisse können bei Bedarf lebensrettend sein. Generell gilt für Kopfverletzungen, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus überwacht werden sollten, um eine genaue Diagnose zu erstellen und entsprechende Behandlungen einzuleiten.

     

    Wie kann es zu Kopfverletzungen kommen?

    Ob Betroffene einen Unfall erleiden, Stürzen oder geschlagen werden, es handelt sich immer um eine Gewalteinwirkung von außen auf den sensiblen Bereich des Kopfes. Die Verletzungen sind unterschiedlicher Art. So können Babys vom Wickeltisch, aus dem Stühlchen oder ihrem Bettchen fallen. Als Erwachsene sind eher Stoßverletzungen häufig, das heißt man stößt seinen Kopf z. B. am Türrahmen, an einem Baugerüst oder einem Verkehrsschild. Auf den Kopf fallende Heckklappen von Autos sind eine häufige Verletzungsursache. Fährt jemand mit einem Pkw gegen ein Hindernis, so kann er sich ebenfalls am Kopf verletzen.

     

    Im Krankenhaus wird dann ausführlich geröntgt, ein MRT oder CT angefertigt, d. h. eine bildgebende Diagnostik durchgeführt. Während ein Bruch des Schädelknochens im Röntgen entdeckt wird, können Wasser- oder Blutansammlungen im Inneren des Schädels besser mittels Computer- oder Magnetresonanztomographie (auch Kernspintomographie) nachgewiesen werden.

     

    Die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)

    Sie ist vergleichsweise leicht und recht häufig: die Gehirnerschütterung. Unter anderem ist sie durch eine Bewusstlosigkeit gekennzeichnet, die kurz auftreten oder mehrere Minuten andauern kann. Sie wird vom Helfer manchmal gar nicht bemerkt. Erbrechen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel sind weitere Symptome. Gelegentlich treten Erinnerungslücken auf. Selbst nach einer Stunde kann der Patient noch müde, verlangsamt oder benommen wirken. Bewusstlose Menschen kommen in die stabile Seitenlage, weil so die Gefahr geringer ist, an seiner Zunge, Erbrochenem oder Schleim zu ersticken. Menschen, die bei Bewusstsein sind, fragen die Helfer nach dem Namen, der Anschrift oder dem Wochentag.

     

    Der Knochenbruch (Fraktur)

    Ist der Schädelknochen gebrochen, hat der Betroffene kaum Anzeichen. Grundsätzlich sollte bei einem heftigen Sturz oder Schlag sicherheitshalber ein Krankenhaus oder eine Arztpraxis aufgesucht werden. Im Röntgen werden feine Haarrisse gefunden. Obwohl diese Verletzung relativ selten auftritt, sollte eine Diagnostik erfolgen, damit Folgen, wie Migräne oder häufige Kopfschmerzen verhindert werden.

     

    Beim Schädelbasisbruch tritt Blut oder Nervenwasser (wässrig) aus den Körperöffnungen am Kopf aus, also an Ohr, Nase und/oder Mund. Typische Blutergüsse an beiden Augen stellen sich später ein, das sognannte Brillenhämatom. Betroffene sind oft bewusstlos und können krampfen. Bei einer Verletzung von Innenohr-Organen sind Schwindel, Erbrechen und Übelkeit möglich. Ein Arzt- bzw. Notfallambulanzbesuch ist unumgänglich. Im Krankenhaus oder in der Röntgenpraxis können notwendige bildgebende Untersuchungen erfolgen. Offene Wunden werden mittels Binde und Kompresse versorgt, um die Blutung zu stoppen, bei kleineren Verletzungen reicht ein Pflaster aus. Manche Wunde muss auch genäht oder geklammert werden, was der Arzt entscheidet.

     

    Gehirnprellung (Contusio cerebri) und –quetschung (Compressio cerebri)

    Bei einer Prellung bzw. Quetschung des Gehirns ist es möglich, dass die knapp unter der Schädeldecke gelegenen Blutgefäße platzen. Dadurch entstehen Blutergüsse, die das Gehirn unter Druck setzen können. Es kommt sofort oder kurz nach dem Unfallereignis zu einer Bewusstlosigkeit.

     

    Manche Patienten beklagen auch zuerst einen zunehmenden Kopfschmerz, wobei es später zu Schluckauf, Erbrechen, Übelkeit und Lähmungen kommen kann. Zeigt der Betroffene psychische Veränderungen, wie Unruhe, Desinteresse, Abwesenheit, Verlangsamung oder eine Beeinträchtigung der Merkfähigkeit und des Erinnerungsvermögens, kann dies ebenfalls auf eine Prellung oder Quetschung des Gehirns hindeuten.

     

    Hier gilt: Sofort ab ins nächste Krankenhaus! Die nächstgelegene Klinik sorgt mittels Medikamenten für eine Entlastung des Gehirns und eine Minderung des Hirndrucks. Sonst kommt es zu Bewusstseinseintrübungen und später zum Koma. Eine dringende intensivmedizinische Behandlung muss schnellstmöglich erfolgen. Es herrscht sonst akute Lebensgefahr!

  • Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    In der 12. SSW endet der dritte Schwangerschaftsmonat und damit liegt das erste Drittel der Schwangerschaft schon hinter der Mutter. Die Umstellung der Hormone, die vielen Frauen besonders am Anfang dieses ersten Drittels zu schaffen gemacht hat, gehört ab jetzt der Vergangenheit an und die werdenden Mütter fühlen sich sowohl körperlich als auch mental sehr wohl. Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, sehen besonders in der 12. SSW, wie der Bauch wächst. Das Kind ist in dieser Phase der Schwangerschaft recht aktiv, was jedes Ultraschallbild in der 12. SSW eindrucksvoll beweist. Was die 12. SSW so entspannt macht, ist auch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt auf ein Minimum zurückgeht.

    So entwickelt sich das Baby in der 12. SSW

    Fünf bis sechs Zentimeter ist das Baby in der 12. SSW groß und es wiegt ca. 16 Gramm. Organe wie die Leber, die Nieren und auch der Magen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und da sich gleichzeitig auch das Gehirn weiter entwickelt, ist es dem Kind möglich, seine Bewegungen immer besser zu koordinieren. Wenn der Arzt in der 12. SSW einen Ultraschall macht, dann können die Eltern schon sehen, wie aktiv ihr Baby ist, denn es ist permanent in Bewegung und macht die ersten Purzelbäume. Eltern, die in der 12. SSW Bilder sehen, können auch entdecken, wie das Baby seine Reflexe trainiert, es kann nämlich schon am Daumen lutschen und Fruchtwasser trinken. Sollte der Arzt in der 12. SSW ein Video machen, dann ist ebenfalls zu sehen, wie das Kind die Augenlider bewegt und den Mund auf und zu macht.

    In der 12. SSW stellt der Embryo seine Ernährung um. Hat er sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft fast ausschließlich vom Dottersack der Eizelle ernährt und damit praktisch von seinen eigenen Vorräten gelebt, kann er sich jetzt von der bereits voll entwickelten Plazenta ernähren, die bis zur Geburt alles bietet, was das Baby für ein gesundes Wachstum braucht. Über die Blase wird in der 12. SSW schon der erste Urin ausgeschieden und mit der Fähigkeit zu trinken bekommt das Baby jetzt auch schon mal den ersten Schluckauf. Da die Blase entleert wird, muss das Fruchtwasser ab der 12. SSW ständig ausgetauscht werden, und für die Mutter heißt das, sie muss viel trinken, damit es nicht zu „Engpässen“ bei der Menge des Fruchtwassers kommt.

    Die 12. SSW – eine Erholungspause für die Mutter

    In der 12. SSW werden die meisten Frauen merken, dass ihre normale Kleidung langsam, aber sicher anfängt zu spannen und deshalb müssen sie schon die ersten Umstandshosen kaufen. Übelkeit, Erbrechen und andere Beschwerden, die viele Frauen durch die ersten Schwangerschaftswochen begleitet haben, sind verschwunden, und die werdenden Mütter freuen sich, dass sie endlich wieder richtig Appetit haben. Da nicht nur das Kind, sondern auch die Gebärmutter stetig wächst, nimmt der Druck auf die Organe immer mehr zu und das kann zu leichtem Sodbrennen führen. In diesem Fall hilft es, die Ernährung entsprechend umzustellen und nur wenig, dafür aber öfter mal eine Kleinigkeit zu essen. Da sich das Sodbrennen vor allem in der Nacht bemerkbar macht, ist ein zweites Kissen eine gute Idee. Die höhere Lage im Bett verhindert, dass die Magensäure durch die Speiseröhre nach oben steigen kann.

    Der Bedarf an Nährstoffen steigt ab der 12. SSW kontinuierlich an und für das Baby ist es sehr wichtig, dass die Mutter viel jodreiche Nahrung zu sich nimmt. Frauen, die gerne Fisch und Meeresfrüchte essen, werden die 12. SSW besonders genießen, denn das Spurenelement Jod ist vor allem in Fisch und Meeresfrüchten zu finden und für die Mutter ist Schlemmen angesagt. Wer in der 12. SSW ein Ziehen im Unterleib verspürt, sollte sich keine Sorgen machen, denn mit dem stetigen Wachstum von Gebärmutter und Kind werden die sogenannten Mutterbänder immer mehr belastet, was ein leichtes Ziehen zur Folge hat.

    Viele Frauen bekommen in der 12. SSW Komplimente für ihr gutes Aussehen und das nicht ohne Grund. Die Haare werden voller und glänzender, und da die Haut immer besser durchblutet wird, sorgt das für einen rosigen gesunden Teint. Allerdings beginnt in der 12. SSW auch eine Veränderung der Hautpigmentierung. Sommersprossen sind jetzt deutlicher sichtbar, es können sich hellbraune Flecken auf der Haut bilden und die Brustwarzen wie auch die Warzenhöfe färben sich dunkler.

    Welche Vorsorgeuntersuchung ist in der 12. SSW wichtig?

    In der 12. SSW steht die Erste der großen Vorsorgeuntersuchungen auf dem Programm. Der Arzt schaut auf dem Ultraschall, wie es dem Kind geht und es wird ein großes Blutbild gemacht. Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, dann wird der Arzt über die normalen Vorsorgeuntersuchungen hinaus noch andere Diagnostikverfahren anwenden. Eines dieser Verfahren ist die Vermessung der Nackenfalte.

    Zwischen der 11. und der 14. SSW bildet sich im Nackenbereich des Babys eine natürliche Ansammlung von Flüssigkeit. Ärzte nennen das eine Nackentransparenz und wie diese Ansammlung von Flüssigkeit beschaffen ist, gibt dem Arzt Auskunft darüber, ob sich das Kind normal entwickelt oder nicht. Wenn in der 12. SSW bei der Nackenmessung Bilder gemacht werden, dann kann der Arzt sehen, ob das Kind vielleicht Fehlbildungen hat. Wenn die Messwerte zwischen einem und zweieinhalb Millimeter liegen, dann ist alles in Ordnung, ab drei Millimeter sprechen die Ärzte von einer deutlichen und ab sechs Millimeter von einer starken Veränderung.

    Bei deutlichen oder sogar starken Abweichungen von der Norm kann unter anderem eine Fehlbildung von Lunge, Herz oder Skelett vorliegen, aber auch das Turner-Syndrom oder das Down-Syndrom sind dann möglich. Eine größere Nackentransparenz kann aber auch der Auslöser für einen Bruch des Zwerchfells oder des Nabels sein.

    Wenn sich durch die Nackenmessung eine Abweichung der Norm zeigen sollte, dann ist das allein kein Grund, um die Schwangerschaft abzubrechen. Die Vermessung der Nackentransparenz dient lediglich als eine Art Softmarker in der pränatalen Diagnostik und sollte nie die alleinige Grundlage für eine so schwerwiegende Entscheidung wie ein Abbruch sein. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann sollten die Eltern mit dem Arzt über weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion sprechen, und sich beraten lassen, welche Untersuchung ein endgültiges Ergebnis bringt.

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  • Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Die 22. SSW – das Baby legt an Gewicht zu

    Wenn die Mutter Ultraschallbilder in der 22. SSW sieht, dann wird sie feststellen, dass ihr Baby fast schon wie ein neugeborenes Kind aussieht, allerdings fehlen noch die so wichtigen Fettreserven. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass das Baby die Gewichtszunahme in der 22. SSW weiter forcieren wird. Wenn die Mutter sich vielleicht fragt: Die 22. SSW ist welcher Monat? – Es ist die Mitte des sechsten Monats und das zweite Trimester der Schwangerschaft. Viele Frauen entwickeln in dieser Phase einen großen Appetit und ihr Gewicht wird in regelmäßigen Abständen immer weiter zunehmen.

    Die 22. SSW – das Baby trainiert

    Der Arzt wird im sechsten Monat die zweite große Ultraschalluntersuchung machen und feststellen, dass das Baby jetzt 28 cm groß ist. In der 22. SSW ist das Baby wie schwer? Es wiegt jetzt rund 475 Gramm und für das Baby gilt ab der 22. SSW: Gewicht geht vor Wachstum. In der 22. SSW hat das Baby bereits fertig geformte Lippen und auch die Augen und Augenlider sind schon fertig entwickelt. Das Baby hat Haare, Augenbrauen und Wimpern, die aber ebenso wie die Iris der Augen, noch keine Farbpigmente haben, sondern wie ein sehr feiner, weicher weißer Flaum aussehen.

    Das Baby beginnt in der 22. SSW damit, seinen Tastsinn zu trainieren, es kann seine Hände falten und spielt mit seinen Füßen oder mit der Nabelschnur. Außerdem entdeckt es jetzt sein Gesicht und seinen Körper und es fängt an, intensiv Gymnastik zu treiben. Auch die Proportionen stimmen jetzt überein, denn Arme und Beine passen, was die Größe angeht, zum Körper.

    Auch die einzelnen Hautschichten sind in der 22. SSW schon fertig ausgebildet, aber die Haut wirkt noch recht runzelig, da die Fettpolster fehlen. Der Anteil an Körperfett liegt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft bei rund einem Prozent. Mit dem Aufbau der so wichtigen Fettschicht geht es jetzt sehr schnell voran. Das Baby hat in der 22. SSW eine sogenannte braune Fettschicht, die dem Körperfett sehr ähnlich sieht und die auch in Energie umgewandelt werden kann. In ersten Ansätzen ist das Kind jetzt bereits in der Lage, seinen Wärmehaushalt selbst zu regulieren.

    Die Organe wachsen

    Die Organe des Babys wachsen in der 22. SSW kontinuierlich weiter und das gilt auch für die Bauchspeicheldrüse. Seine Arbeit hat das wichtige Organ schon vor einiger Zeit aufgenommen, jetzt folgen die Feinarbeiten. Der Herzschlag des Babys ist jetzt schon deutlich zu hören, und wenn der werdende Vater sein Ohr auf den Bauch der Mutter legt, dann kann er das Herz des Babys vernehmen. Unter den Zahnleisten sind in der 22. SSW kleine Knospen zu sehen, aus denen sich später die Milchzähne herausbilden werden.

    Zum ersten Mal kann das Kind seine Mutter mit einem Schluckauf überraschen, der sich durch ein rhythmisches Zucken auf der Bauchdecke bemerkbar macht. Der Schluckauf entsteht, weil das Baby damit begonnen hat, das Fruchtwasser ein- und wieder auszuatmen. Dieses vorsichtige Trinken ist wichtig, denn damit trainiert das Baby seine Fähigkeit, zu atmen. Auch nach der Geburt wird das Baby noch öfter einen Schluckauf haben, denn es dauert seine Zeit, bis die Entwicklung des Zwerchfells komplett abgeschlossen ist.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 22. SSW?

    In der 22. Schwangerschaftswoche wölbt sich der Bauch schon sichtbar und es wird Zeit, die enge Jeans gegen bequeme Schwangerschaftsmode zu tauschen. Da das Baby seinen Körper entdeckt, werden in der 22. SSW die Kindsbewegungen stärker und es wird ab jetzt mehr und mehr ein Füßchen oder ein Händchen an der Bauchdecke der Mutter zu sehen sein.

    Ab der 22. SSW hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Magnesium, denn das Spurenelement ist für die Funktionen der Muskeln, des Nervensystems und auch des Immunsystems von großer Bedeutung. In der Regel wird Magnesium mit der normalen Nahrung aufgenommen, aber in der Schwangerschaft braucht das Baby einen großen Teil des Magnesiums. Deshalb sollte die Mutter ihren Speiseplan entsprechend umstellen. Nüsse und grünes Gemüse, viele Vollkornprodukte und vor allem Milch und alles, was aus Milch gemacht wird, ist jetzt wichtig und sollte daher auf dem Speiseplan stehen.

    Wenn es an Magnesium mangelt, dann führt das zu Muskelschmerzen und Magenkrämpfen. Im schlimmsten Fall kann ein Magnesiummangel vorzeitige Wehen und damit auch eine Fehlgeburt in der 22. SSW auslösen. Der Arzt wird in der 22. SSW Blutuntersuchungen machen, um festzustellen, ob die Menge an Magnesium stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss die Mutter die Nahrung umstellen und eventuell auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

    Da die Schleimhäute in der 22. SSW stärker durchblutet werden, kann es zu Nasen- und Zahnfleischblutungen kommen und da die Gebärmutter gegen den Magen der Mutter drückt, macht Sodbrennen der Mutter immer mehr zu schaffen. Bewährte Hausmittel wie das Kauen von Mandeln, ein Glas Milch und auch ein Stück frische Ananas, können das Problem aber schnell beheben.

    Wie gefährlich ist eine Frühgeburt in der 22. SSW?

    Wenn die Mutter in der 22. SSW Wehen bekommt, dann werden Ärzte versuchen, die frühe Geburt zu verhindern. Wenn es nicht gelingt, mit wehenhemmenden Mitteln die Geburt zu stoppen, dann ist das Kind, das geboren wird, nicht lebensfähig. In diesem Fall wird das Baby im Sterben betreut, die Mutter wird das Kind in den Armen halten dürfen, um sich zu verabschieden. In vereinzelten Fällen entschließen sich die Ärzte in Absprache mit den Eltern, den Versuch zu machen, das Kind doch medizinisch zu betreuen. Fällt die Entscheidung für das Leben, dann leiden 20-30% der Kinder später an schweren geistigen und körperlichen Behinderungen.

    Die meisten Frühgeburten in der 22. SSW werden durch eine Infektion ausgelöst, aber auch eine Fehlentwicklung des Babys kann dafür sorgen, dass die Fruchtblase vorzeitig platzt und die Geburtswehen einsetzen. Diese Wehen versuchen die Mediziner dann mit der Hilfe von wehenhemmenden Mitteln zu unterdrücken, sogenannten Tokolytika. Zwar können diese Mittel die Ursachen der Wehen nicht behandeln, aber auf diese Weise gelingt es oftmals, wertvolle Zeit zu gewinnen. Durch diese gewonnene Zeit haben die Lungen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, denn es kommt in dieser Situation auf jeden Tag an, den das Kind im Mutterleib verbleiben kann.

    Bild: © Depositphotos.com / fdgfoto

  • Die 23. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die 23. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die körperliche Entwicklung des Babys ist in der 23. SSW so gut wie abgeschlossen, was noch fehlt, das sind die Feinarbeiten. Die Organe funktionieren immer besser und die Entwicklung ist für die Mutter in der 23. SSW auf dem Ultraschall gut sichtbar. Wird in der 23. SSW ein Bild in 3D gemacht, dann kann die Mutter die Gliedmaßen, aber auch die Ohren und die Augen gut erkennen. Aber nicht nur das Baby erlebt in der 23. SSW eine ruhige Zeit, auch die Mutter kann die 23. SSW nutzen, um sich auszuruhen, denn die Schwangerschaft macht in dieser Phase kaum nennenswerte Probleme.

    Wie geht es dem Baby in der 23. SSW?

    Die 23. SSW wird als welcher Monat in die Geschichte der Schwangerschaft eingehen? Vielleicht als die Woche, in der das Baby kräftig zunimmt. Die SSW 23 spielt bei der Gewichtszunahme des Babys eine wichtige Rolle, denn gegenüber den vergangenen Wochen legt das Kind jetzt richtig zu und bringt im Schnitt 580 Gramm auf die Waage. Auch wenn es um das Wachstum geht, dann hat das Baby einen großen Schritt nach vorne gemacht und misst jetzt vom Scheitel bis zur Sohle zwischen 29 und 30 cm.

    In der 23. SSW sind die Kindsbewegungen gut zu spüren, denn das Baby intensiviert sein Bewegungsprogramm. Es trainiert seine Reflexe und es kann seine Bewegungen immer besser steuern und koordinieren. Wenn sich das Baby in der 23. SSW heftig bewegt, dann ist das für die Mutter nicht nur spürbar, sie kann die Bewegungen auch von außen sehen. Mal ist es ein Fuß, mal eine Hand, die sich auf der Bauchdecke abzeichnet. Das Baby entwickelt sich in der 23. SSW zu einem kleinen Boxer und da die Boxhiebe an Kraft zunehmen, sind diese sportlichen Aktivitäten für die Mutter nicht selten schmerzhaft.

    Das Baby prägt in der 23. SSW seine Fähigkeiten der Wahrnehmung immer weiter aus und seine Gehirnströme sind denen eines neugeborenen Kindes bereits sehr ähnlich. Zum ersten Mal hat das Kind die Fähigkeit sich zu erinnern, und die Stimmen der Eltern werden ebenso wie Musik oder auch Geschichten, die die Mutter vorliest, im Gehirn abgespeichert.

    In der 23. SSW öffnen sich die Nasenlöcher und auch die Entwicklung der Lungen und des Lungenkreislaufs geht zügig voran. Das Baby atmet jetzt immer öfter und auch intensiver Fruchtwasser ein, aber da sich das Zwerchfell erst nach der Geburt vollständig entwickeln wird, bekommt es immer häufiger einen heftigen Schluckauf. Die ersten kleinen Fettpolster bilden sich aus, aber das Baby hat zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft noch nicht die Fähigkeit, seinen Wärmehaushalt eigenständig zu regulieren.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 23. SSW?

    Viele Frauen verspüren in der 23. SSW eine deutliche Gewichtszunahme und da das Baby recht aktiv ist, führen die Bewegungen in der 23. SSW dazu, dass der Bauch oft hart wird. Sodbrennen ist jetzt einer der ständigen Begleiter der Mutter und auch Schmerzen in den Bändern und Rücken machen den meisten Frauen zu schaffen. Mit dem Wachstum und der Gewichtszunahme des Babys steigt auch der Druck auf die Blase und die Mutter muss öfter zur Toilette gehen.

    Der obere Rand der Gebärmutter kann in der 23. SSW ungefähr drei Zentimeter über dem Nabel ertastet werden. Der Nabel wölbt sich jetzt auch immer stärker hervor, er nimmt nach der Geburt aber sehr schnell wieder seine ursprüngliche Form an. Der seelische und körperliche Kontakt zwischen der Mutter und ihrem Kind wird in der 23. SSW intensiviert, denn in dieser Phase der Schwangerschaft kann die Mutter ihr Kind sehr stark spüren. Körperlich ist die 23. SSW für die werdende Mutter nicht immer so einfach. Ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks und Schwindelanfälle sind keine Seltenheit, vor allem dann, wenn die Mutter zu schnell aufsteht. Der Kreislauf kann aufgrund des vergrößerten Blutvolumens und durch die Schwangerschaftshormone, die die Gefäße lockern, für Probleme sorgen. Das stetig zunehmende Gewicht des Kindes und der Gebärmutter macht es dem Kreislauf nicht immer leicht, das Blut aus den Gliedmaßen zum Herzen zurück zu pumpen. Hilfreich ist es hier, die Beine, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet, hoch zu legen, denn das entlastet beim Aufstehen den Kreislauf.

    Erste Vorbereitungen werden getroffen

    In der 23. SSW wird es langsam Zeit, schon erste Vorbereitungen für die Geburt zu treffen. Wo soll das Baby zur Welt kommen? In einer Klinik, in einem Geburtshaus oder vielleicht zu Hause? Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, sollten auf Nummer sicher gehen und eine Geburtsklinik wählen, aber auch Frauen, die schon einmal ein Frühchen geboren haben, sind in einer Klinik besser aufgehoben, die eine Intensivstation für Säuglinge hat. Frauen, die schon ein Kind ohne Probleme zur Welt gebracht haben, können ihr Kind zusammen mit einer erfahrenen Hebamme in der heimischen Umgebung oder auch in einem Geburtshaus entbinden.

    In der 23. SSW sollte auch die Frage geklärt werden, ob der Partner bei der Geburt dabei sein soll oder nicht. Viele Männer sind bereit, ihre Frau zum Arzt oder auch zur Schwangerschaftsgymnastik zu begleiten, aber beim Wort Kreißsaal blocken sie ab. Frauen, die möchten, dass ihr Partner sie während der Geburt tatkräftig unterstützt, sollten jetzt mit der Hebamme oder mit dem Arzt ein gemeinsames Gespräch vereinbaren.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 23. SSW?

    Wie hoch ist in der 23. SSW die Überlebenschance für das Baby? Die Chancen stehen bei rund 53 %, dass das Kind eine so frühe Geburt überleben wird. Dank moderner Medizin ist es zwar möglich, das Kind auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zu versorgen, aber die Spätfolgen können gravierend sein. Wenn die Mutter in der 23. SSW Wehen bekommt, dann werden die Ärzte alles unternehmen, um eine Geburt zu verhindern. Wenn das Kind aber auf die Welt drängt, dann muss es intensivmedizinisch betreut werden. Das heißt, ein Frühchen in der 23. SSW muss sowohl künstlich beatmet als auch künstlich ernährt werden. Große Probleme werden das Herz und die Lungen machen, denn vor allem die Lungen sind noch nicht entwickelt, die Lungenflügel sind noch verklebt. Zu den geringen Überlebenschancen kommen neurologische Defizite, die dem Kind später zu schaffen machen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, fragen sich in der 28. SSW, welcher Monat der Schwangerschaft jetzt anbricht. Es ist der siebte Monat oder das zweite Trimester und bei den Müttern machen sich jetzt zwiespältige Gefühle breit. Auf der einen Seite steigt die Vorfreude auf das Kind und auf der anderen Seite plagen viele Mütter Zweifel, wie sie die Geburt schaffen sollen und ob sie der Mutterrolle auch wirklich gerecht werden. Das Baby sorgt in der 28. SSW für eine weitere Gewichtszunahme und die Bilder der 28. SSW zeigen einen schon fast perfekten Säugling. Das Baby legt weiter Fettreserven an, die Lungen sind beinahe schon fertig und das Gehirn sowie das Immunsystem machen weitere Fortschritte.

    Die 28. SSW – ein fast fertiger Mensch

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt durchschnittlich bei 1.100 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Sohle rund 37 cm. Seine Organe sind jetzt schon fast ausgereift und bis es zur Welt kommt, wird es sich hauptsächlich um sein Wachstum und um sein Gewicht kümmern. Die Entwicklung es Gehirns steht in der 28. SSW im Vordergrund. Die Furchungen des Hirns hat vor wenigen Tagen begonnen, das was jetzt folgt, sind die filigranen Feinarbeiten. Auch die Aktivität des Gehirns geht weiter voran, und wenn der Arzt jetzt beim Baby ein EEG machen würde, dann zeigt diese Messung in der 28. SSW schon Sinneswahrnehmungen.

    In der 28. SSW macht aber auch das Immunsystem einen gewaltigen Schritt nach vorne. Das Baby nimmt durch das Blut der Mutter über die Plazenta Antikörper auf und das macht es möglich, dass das Immunsystem eigenständig funktioniert. Das bronchiale System verzweigt sich weiter und die Blutgefäße in der Lunge bilden sich weiter aus. In der 28. SSW wird das sogenannte Surfactant vermehrt produziert, ein Protein, was dabei hilft, dass die Lungenbläschen nicht verkleben, und das Baby trainiert durch das Einatmen und Ausatmen von Fruchtwasser seine Atmung. Dabei kommt es häufig zu einem Schluckauf, den die Mutter in der 28. SSW als Kindsbewegungen wahrnimmt. Neben dem Schluckauf macht sich das Kind in der 28. SSW aber auch mit zappeln und zarten Tritten bemerkbar.

    In der 28. SSW hat das Kind noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, aber die Tritte sind auch von außen zu sehen und die Mutter kann immer erkennen, wo das Baby gerade liegt, je nachdem, wo ein Fuß gerade „auftaucht“. Das Baby hat jetzt beim Schlafen die Augen geschlossen und wenn es in einer Wachphase ist, dann sind die Augen weit geöffnet. Es kann in der 28. SSW aber noch nicht scharf sehen, sondern nur hell von dunkel und einen Wechsel der Formen und Farben unterscheiden.

    Die Mutter in der 28. SSW

    Die Schwangerschaft macht sich in der 28. SSW immer deutlicher bemerkbar. So zeigt sich jetzt die Wirkung der Schwangerschaftshormone, die die Gelenke langsam, aber sicher auflockern, was zu Schmerzen in der Beckenregion führen kann. In den verbleibenden Wochen vor der Entbindung nehmen die meisten Frauen ab der 28. SSW noch einmal rund fünf Kilogramm zu. Auch die Gebärmutter verändert in der 28. SSW langsam ihre Form. Im oberen Bereich der Gebärmutter liegt das Baby, das immer weniger Platz hat, im unteren Teil hingegen wird das Platzangebot immer größer. Diese Platzverteilung ist gewollt, denn sie soll das Kind aktiv dabei unterstützen, die richtige Lage für die Geburt einnehmen zu können. Ideal ist eine Position, bei der der Kopf nach unten zeigt, die sogenannte Endlage. Die meisten Babys drehen sich aber nicht in der 28. SSW, sondern erst in der 36. Schwangerschaftswoche, manche sogar erst fünf Minuten vor der Geburt. Damit es nicht zur Steißlage kommt, können Ärzte und Hebammen auch ein wenig nachhelfen, dass das Baby die richtige Position findet, um gesund zur Welt zu kommen.

    Für die werdenden Eltern bietet die 28. SSW noch einmal die Möglichkeit, durchzuatmen und vielleicht einen kleinen Urlaub zu machen. Fliegen in der 28. SSW ist kein Problem, wenn die Mutter sich fit und gesund fühlt. Es sollten aber keine extremen Langstreckenflüge wie zum Beispiel nach Australien sein, denn 22 Stunden im Flugzeug sind für die Mutter doch recht anstrengend. Viele Frauen beginnen in der 28. SSW mit Geburtsvorbereitungskursen, bei denen übrigens auch die werdenden Väter gern gesehene Gäste sind.

    In den Vorbereitungskursen lernen die Männer, ihre Frauen bei der Geburt aktiv zu unterstützen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, der Hebamme Fragen zu stellen und sich ein Video von der Geburt anzusehen. Auch die Vorbereitung auf das Stillen ist Teil eines Geburtsvorbereitungskurses in der 28. SSW. Muttermilch ist nicht nur die natürlichste Nahrung für das neugeborene Kind, sie ist auch die gesündeste Nahrung. Frauen, die nicht stillen können oder nicht stillen wollen, müssen allerdings kein schlechtes Gewissen haben, denn eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind entsteht auch dann, wenn das Baby mit der Flasche ernährt wird. Zudem haben die modernen Milchpulver alles, was das Baby braucht.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 28. SSW?

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt bei durchschnittlich 1.100 Gramm und wenn es in der 28. SSW zur Frühgeburt kommt, dann stehen die Chancen, dass das Baby überlebt, bei rund 96 %. Das Risiko steigt aber bei Babys, die noch keine 1.000 Gramm wiegen, denn dann können Komplikationen und gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden. Kommt ein Frühchen in der 28. SSW zur Welt, dann muss es in den Brutkasten und da das Wachstum der Lunge noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann es sein, dass das Baby mittels eines Nasenschlauches künstlich beatmet werden muss.

    Die Nieren haben in der 28. SSW ihre Arbeit bereits aufgenommen und das heißt, die Gefahr von Nierenproblemen oder sogar Nierenversagen ist sehr klein. Das Baby braucht nach einer Geburt in der 28. SSW vor allen Dingen viel Ruhe und noch mehr Schlaf. In vielen Kliniken wird das sogenannte „Känguruing“ angeboten, bei dem die Mutter oder auch der Vater das Kind auf dem Arm oder auf dem Bauch haben. Für das Kind ist es sehr wichtig, dass es neben der Körperwärme auch den gewohnten Herzschlag fühlen kann.

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  • 32. SSW – das Ende des achten Monats

    32. SSW – das Ende des achten Monats

    Mutter und Kind nehmen in der 32. SSW mehr und mehr an Gewicht zu und für die Mutter wird die Kurzatmigkeit immer mehr zu einem Problem. Da das Baby jetzt noch genug Platz in der Gebärmutter hat, sind in der 32. SSW starke Kindsbewegungen keine Seltenheit. Die Kindbewegungen 32. SSW können so stark sein, dass der Mutter im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegbleibt. Das ist immer dann der Fall, wenn das Kind sich bereits gedreht hat und in der Beckenlage liegt. Es kann passieren, dass es von Zeit zu Zeit der Mutter kräftig ins Zwerchfell tritt und das sorgt dafür, dass der Atem stockt.

    Auch Übungswehen, die Braxton-Hicks-Kontraktionen, können in der 32. SSW schon sehr intensiv sein. In der 32. SSW hören die meisten Mütter sehr genau in sich hinein und das Bedürfnis nach Ruhe wächst stetig an. Aber noch liegen knapp acht Wochen vor Mutter und Kind und diese Zeit nutzen beide auf recht unterschiedliche Art und Weise.

    Wie geht es dem Baby in der 32. SSW?

    Wer in der 32. SSW die Gewicht Baby Tabelle anschaut, der wird sehen, dass das Baby schon rund 1.800 Gramm wiegt und im Durchschnitt 43 cm misst. Rasant ist in der 32. SSW die Gewichtszunahme des Babys, denn im Schnitt nimmt es ab jetzt jede Woche 200 Gramm zu. Der Mutter macht in der 32. SSW das Baby Gewicht noch nicht allzu viel aus, denn da sich das Kind relativ gut bewegen kann, verlagert sich das kindliche Gewicht nicht nur nach unten, wie das in den kommenden Wochen der Fall sein wird.

    Für ein Leben außerhalb der Gebärmutter fehlen dem ungeborenen Kind in der 32. SSW nur noch zwei Dinge. Zum einen die schützende Fettschicht, die sowohl als Wärmeregulator als auch als Energiereserve dient und zum anderen eine ausreichende Menge an Surfactant, einem Oberflächenprotein, das die Aufgabe hat, ein Kollabieren der Lungenbläschen zu verhindern.

    Wenn das Baby in der 32. SSW schon die Beckenendlage, also die Geburtslage einnimmt, dann heißt das leider nicht, dass es in den kommenden Wochen auch in dieser Lage bleibt. Viele Kinder wechseln bis zum errechneten Geburtstermin noch mehrmals die Position, meist zum Leidwesen der Mutter, der diese Salti nicht immer angenehm sind. Auch außerhalb machen sich die Drehungen des Babys in der 32. SSW bemerkbar und das sieht nicht selten unfreiwillig komisch aus.

    In der 32. SWW wird die Gebärmutter noch einmal mit rund einem Liter Fruchtwasser gefüllt und dieser Vorgang kann dabei helfen, das Baby in seine endgültige Geburtslage zu bringen. Die große Menge an Fruchtwasser, die das Baby jetzt schluckt, sorgt immer öfter für einen Schluckauf, der ebenfalls außerhalb zu sehen ist. Dieser Schluckauf ist für das Baby aber sehr wichtig, denn damit kann es seine Atemwege optimal trainieren. Das Baby hat nur noch in der 32. SSW die Möglichkeit seine Lungen zu trainieren, denn nach der 32. SSW nimmt die Menge an Fruchtwasser immer weiter ab.

    Mögliche Probleme in der 32. SSW

    Wird das Kind ein Junge, dann wandern in der 32. Schwangerschaftswoche die Hoden in den Hodensack. Es kann allerdings passieren, dass einer der Hoden bei der Geburt noch im Inneren des Körpers ist, aber das ist für die Eltern kein Grund, sich Sorgen zu machen. Meist sind hormonelle Störungen oder auch eine körperliche Blockade die Ursache. In 75 % dieser Fälle wird das Problem innerhalb des ersten Lebensjahrs von ganz alleine behoben. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann wird mit einer speziellen Hormonbehandlung entweder durch Injektionen oder durch ein Nasenspray nachgeholfen. Wenn diese Maßnahmen nicht greifen sollten, dann wird ein kleiner operativer Eingriff unter einer leichten Vollnarkose vorgenommen und alles wieder an seinen Platz gebracht.

    Die Mutter in der 32. SSW

    Wie das Baby, so nimmt auch die Mutter in der 32. SSW kontinuierlich zu. Rund 500 Gramm sind es pro Woche und 250 Gramm gehen dabei an das Baby, die anderen 250 Gramm braucht die Mutter als Energiereserve für die bevorstehende Geburt. Die meisten Babys sind in der 32. SSW am Tag sehr ruhig, erst wenn die Mutter ins Bett geht, dann wird der Nachwuchs so richtig munter. Schlafstörungen in dieser Phase der Schwangerschaft sind also keine Seltenheit. Auch ein vermehrter Harndrang kann die Mutter um ihre Nachtruhe bringen. Sex ist in der 32. SSW noch ohne Probleme und auch ohne Gefahr möglich. Das Baby wird zum einen durch die Muskulatur der Gebärmutter und zum anderen durch die Fruchtblase optimal geschützt. Viele medizinische Studien haben nachgewiesen, dass sexuelle Aktivitäten in der 32. SSW weder zu einer Frühgeburt noch zu vaginalen Infektionen führen können.

    Wenn das letzte Drittel der Schwangerschaft beginnt, dann lagert sich bei vielen Frauen Wasser im Gewebe ein und das kann im schlimmsten Fall zum sogenannten Karpaltunnelsyndrom führen. Die werdende Mutter verspürt in der 32. SSW oft ein taubes Gefühl oder ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern. Schuld daran sind Wassereinlagerungen im Handwurzelkanal und besonders in der Nacht sind diese Symptome sehr stark. Wenn die Schmerzen der Mutter zu sehr zu schaffen machen, dann kann es hilfreich sein, eine Handschiene zu tragen, die das Handgelenk ruhig stellt. Helfen können aber auch Injektionen in die betroffenen Nervenbahnen, und wer keine Injektionen mag, der sollte versuchen, die Schmerzen in der Hand mit Akupunktur zu bekämpfen.

    In der 32. SSW kann bereits das Elterngeld beantragt werden, die Geburtsurkunde muss dann später nur noch nachgereicht werden. Kommt es zu einer verfrühten Geburt, dann erspart das den Eltern eine Menge Stress.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 32. SSW?

    Kommt es zu einer Entbindung in der 32. SSW, dann gilt das Kind aus medizinischer Sicht zwar als 32. SSW Frühchen, aber es hat die besten Chancen, ein gesundes Leben auch außerhalb der schützenden Gebärmutter zu führen. Die meisten Kinder, die als 32. SSW Frühgeburt auf die Welt kommen, wachsen ohne gesundheitliche Störungen auf und es zeigen sich auch in den ersten Lebensjahren keine großen Unterschiede zu den Kindern, die termingerecht das Licht der Welt erblickt haben. Es gibt nur in sehr seltenen Fällen körperliche, motorische oder auch geistige Differenzen oder Störungen.

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