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  • Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, fragen sich in der 28. SSW, welcher Monat der Schwangerschaft jetzt anbricht. Es ist der siebte Monat oder das zweite Trimester und bei den Müttern machen sich jetzt zwiespältige Gefühle breit. Auf der einen Seite steigt die Vorfreude auf das Kind und auf der anderen Seite plagen viele Mütter Zweifel, wie sie die Geburt schaffen sollen und ob sie der Mutterrolle auch wirklich gerecht werden. Das Baby sorgt in der 28. SSW für eine weitere Gewichtszunahme und die Bilder der 28. SSW zeigen einen schon fast perfekten Säugling. Das Baby legt weiter Fettreserven an, die Lungen sind beinahe schon fertig und das Gehirn sowie das Immunsystem machen weitere Fortschritte.

    Die 28. SSW – ein fast fertiger Mensch

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt durchschnittlich bei 1.100 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Sohle rund 37 cm. Seine Organe sind jetzt schon fast ausgereift und bis es zur Welt kommt, wird es sich hauptsächlich um sein Wachstum und um sein Gewicht kümmern. Die Entwicklung es Gehirns steht in der 28. SSW im Vordergrund. Die Furchungen des Hirns hat vor wenigen Tagen begonnen, das was jetzt folgt, sind die filigranen Feinarbeiten. Auch die Aktivität des Gehirns geht weiter voran, und wenn der Arzt jetzt beim Baby ein EEG machen würde, dann zeigt diese Messung in der 28. SSW schon Sinneswahrnehmungen.

    In der 28. SSW macht aber auch das Immunsystem einen gewaltigen Schritt nach vorne. Das Baby nimmt durch das Blut der Mutter über die Plazenta Antikörper auf und das macht es möglich, dass das Immunsystem eigenständig funktioniert. Das bronchiale System verzweigt sich weiter und die Blutgefäße in der Lunge bilden sich weiter aus. In der 28. SSW wird das sogenannte Surfactant vermehrt produziert, ein Protein, was dabei hilft, dass die Lungenbläschen nicht verkleben, und das Baby trainiert durch das Einatmen und Ausatmen von Fruchtwasser seine Atmung. Dabei kommt es häufig zu einem Schluckauf, den die Mutter in der 28. SSW als Kindsbewegungen wahrnimmt. Neben dem Schluckauf macht sich das Kind in der 28. SSW aber auch mit zappeln und zarten Tritten bemerkbar.

    In der 28. SSW hat das Kind noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, aber die Tritte sind auch von außen zu sehen und die Mutter kann immer erkennen, wo das Baby gerade liegt, je nachdem, wo ein Fuß gerade „auftaucht“. Das Baby hat jetzt beim Schlafen die Augen geschlossen und wenn es in einer Wachphase ist, dann sind die Augen weit geöffnet. Es kann in der 28. SSW aber noch nicht scharf sehen, sondern nur hell von dunkel und einen Wechsel der Formen und Farben unterscheiden.

    Die Mutter in der 28. SSW

    Die Schwangerschaft macht sich in der 28. SSW immer deutlicher bemerkbar. So zeigt sich jetzt die Wirkung der Schwangerschaftshormone, die die Gelenke langsam, aber sicher auflockern, was zu Schmerzen in der Beckenregion führen kann. In den verbleibenden Wochen vor der Entbindung nehmen die meisten Frauen ab der 28. SSW noch einmal rund fünf Kilogramm zu. Auch die Gebärmutter verändert in der 28. SSW langsam ihre Form. Im oberen Bereich der Gebärmutter liegt das Baby, das immer weniger Platz hat, im unteren Teil hingegen wird das Platzangebot immer größer. Diese Platzverteilung ist gewollt, denn sie soll das Kind aktiv dabei unterstützen, die richtige Lage für die Geburt einnehmen zu können. Ideal ist eine Position, bei der der Kopf nach unten zeigt, die sogenannte Endlage. Die meisten Babys drehen sich aber nicht in der 28. SSW, sondern erst in der 36. Schwangerschaftswoche, manche sogar erst fünf Minuten vor der Geburt. Damit es nicht zur Steißlage kommt, können Ärzte und Hebammen auch ein wenig nachhelfen, dass das Baby die richtige Position findet, um gesund zur Welt zu kommen.

    Für die werdenden Eltern bietet die 28. SSW noch einmal die Möglichkeit, durchzuatmen und vielleicht einen kleinen Urlaub zu machen. Fliegen in der 28. SSW ist kein Problem, wenn die Mutter sich fit und gesund fühlt. Es sollten aber keine extremen Langstreckenflüge wie zum Beispiel nach Australien sein, denn 22 Stunden im Flugzeug sind für die Mutter doch recht anstrengend. Viele Frauen beginnen in der 28. SSW mit Geburtsvorbereitungskursen, bei denen übrigens auch die werdenden Väter gern gesehene Gäste sind.

    In den Vorbereitungskursen lernen die Männer, ihre Frauen bei der Geburt aktiv zu unterstützen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, der Hebamme Fragen zu stellen und sich ein Video von der Geburt anzusehen. Auch die Vorbereitung auf das Stillen ist Teil eines Geburtsvorbereitungskurses in der 28. SSW. Muttermilch ist nicht nur die natürlichste Nahrung für das neugeborene Kind, sie ist auch die gesündeste Nahrung. Frauen, die nicht stillen können oder nicht stillen wollen, müssen allerdings kein schlechtes Gewissen haben, denn eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind entsteht auch dann, wenn das Baby mit der Flasche ernährt wird. Zudem haben die modernen Milchpulver alles, was das Baby braucht.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 28. SSW?

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt bei durchschnittlich 1.100 Gramm und wenn es in der 28. SSW zur Frühgeburt kommt, dann stehen die Chancen, dass das Baby überlebt, bei rund 96 %. Das Risiko steigt aber bei Babys, die noch keine 1.000 Gramm wiegen, denn dann können Komplikationen und gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden. Kommt ein Frühchen in der 28. SSW zur Welt, dann muss es in den Brutkasten und da das Wachstum der Lunge noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann es sein, dass das Baby mittels eines Nasenschlauches künstlich beatmet werden muss.

    Die Nieren haben in der 28. SSW ihre Arbeit bereits aufgenommen und das heißt, die Gefahr von Nierenproblemen oder sogar Nierenversagen ist sehr klein. Das Baby braucht nach einer Geburt in der 28. SSW vor allen Dingen viel Ruhe und noch mehr Schlaf. In vielen Kliniken wird das sogenannte „Känguruing“ angeboten, bei dem die Mutter oder auch der Vater das Kind auf dem Arm oder auf dem Bauch haben. Für das Kind ist es sehr wichtig, dass es neben der Körperwärme auch den gewohnten Herzschlag fühlen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / Sundikova_n

  • 30. SSW – das Baby wächst fleißig

    30. SSW – das Baby wächst fleißig

    In der 30. SSW sind Mutter und Kind in der Mitte des achten Schwangerschaftsmonats und für die Mutter wird das rasante Wachstum des Kindes immer deutlicher spürbar. Viele Frauen empfinden in der 30. SSW ihre Schwangerschaft zum ersten Mal bewusst als körperlich belastend, sie ermüden schneller und haben immer öfter das Bedürfnis, sich auszuruhen. In der 30. SSW ist die Entwicklung des Babys besonders intensiv, denn es wächst schnell und seine organischen Funktionen sind in dieser Phase der Schwangerschaft fast schon vollständig abgeschlossen. Mutter und Kind werden in der 30. SSW in einem Rhythmus von zwei Wochen untersucht und wenn der Arzt in der 30. SSW Bilder vom Baby macht, dann kann die Mutter ihr Kind in ganzer Schönheit sehen.

    Die Entwicklung des Babys in der 30. SSW

    In der 30. SSW beträgt das Gewicht des Babys im Schnitt 1.400 Gramm und es misst rund 40 cm. Seine Organe sind gut ausgebildet und schon fast voll funktionsfähig. Vor allem die Lungen und die Verdauungsorgane sind ausgebildet und auch die Funktionen und die Strukturen des Gehirns sind schon weit fortgeschritten. Da immer mehr Fettreserven angelegt werden, ist die Haut jetzt glatt und da die Kapillargefäße in der 30. SSW gut durchblutet werden, bekommt die Haut eine rosige und gesunde Farbe. Auch seinen Wärmehaushalt kann das Baby in der 30. SSW bereits selbstständig regulieren.

    Da in der 30. SSW die Gewichtszunahme flott vorangeht, kann das Baby kaum noch ausladende Bewegungen machen und nimmt meist die typische Fötus-Stellung mit angezogenen Knien und vor der Brust verschränkten Armen ein. Das Baby liegt praktisch eingerollt wie ein Igel in der Gebärmutter. Für ein ausgiebiges Bewegungsprogramm ist jetzt kaum noch Platz vorhanden und wenn der Platz immer enger wird, dann sinkt auch allmählich die Menge des Fruchtwassers.

    Die sogenannte Lanugo-Behaarung verschwindet in der 30. SSW fast ganz, bei einigen Kindern ist aber sogar nach der Geburt noch ein leichter zarter Flaum am Rücken und auf den Schultern zu sehen. Das Baby reagiert ab der 30. SSW mehr und mehr auf Geräusche und Berührungen. So sollte sich die Mutter in dieser Phase viel Zeit nehmen, um dem Baby etwas vorzulesen, den Bauch zu streicheln und für den Nachwuchs zu singen. Zum ersten Mal kann das Baby in der 30. SSW auch Schmerzen bewusst wahrnehmen. Noch in den 1970er Jahren sind Mediziner davon ausgegangen, dass Kinder bis zu einem bestimmten Stadium der Schwangerschaft keine Schmerzen empfinden können, die heutige Kinderheilkunde ist allerdings der Meinung, dass das Kind sehr wohl Schmerzen empfinden kann, die es stark belasten können.

    Das Baby in der 30. SSW hat schon seine Augenbrauen und auch seine Wimpern, und wenn der Arzt beim Ultraschall nachsieht, wie es dem Baby geht, dann kann er mit etwas Glück sogar erkennen, ob das Kind ein Rechts- oder ein Linkshänder wird. Möglich ist das aber nur dann, wenn das Baby bei der Aufnahme gerade den rechten oder den linken Daumen im Mund hat.

    Wie geht es der Mutter in der 30. SSW?

    Wenn die 30. SSW beginnt, dann hat sich die Gebärmutter schon bis zum Zwerchfell ausgedehnt und das kann bei vielen werdenden Müttern für Kurzatmigkeit, aber auch zu Problemen mit dem Kreislauf sorgen. Sollte es in der 30. SSW zu Beschwerden kommen, dann spürt die Mutter diese Beschwerden intensiver als in den Monaten zuvor. Rückenschmerzen können jetzt sehr belastend sein und wenn Probleme mit dem Magen-Darmtrakt auftreten, dann kann das zusätzlich belasten. Die meisten Frauen nehmen in der 30. SSW zwischen 400 und 500 Gramm zu, und Heißhungerattacken sind keine Seltenheit mehr. Frauen, die in dieser Schwangerschaftswoche einen guten Appetit entwickeln, sollten auf eine immer ausgewogene und vor allem auf eine nährstoffreiche Ernährung achten. Das Kind sammelt diese Nährstoffe, die Vitamine, die wertvollen Spurenelemente und auch die Mineralstoffe, denn sie geben ihm die nötige Kraft, die es für die Geburt dringend braucht.

    Besonders Milch und Milchprodukte spielen in der 30. SSW bei der Ernährung der Mutter eine entscheidende Rolle, denn das Kalzium in der Milch geht ohne Umwege direkt in den Aufbau des kindlichen Skeletts. Außerdem sollte die Mutter in der 30. SSW für eine ausreichende Zufuhr an Proteinen sorgen, denn die Proteine sind für die Entwicklung der kindlichen Zellen wichtig. Um das Blut des Babys mit Eisen zu versorgen, müssen viele Frauen in der 30. SSW zusätzliche Eisenpräparate einnehmen. Weniger Probleme machen in der 30. SSW die Kindsbewegungen, denn das Kind hat zum einen weniger Platz und zum anderen werden seine Schlafphasen immer länger.

    Warum spielt die Gebärmutter in der 30. SSW eine wichtige Rolle?

    In der 30. SSW findet die letzte umfassende Vorsorgeuntersuchung statt. Der Arzt schaut sich nicht nur das Baby sehr genau an, auch die Gebärmutter steht bei dieser Untersuchung im Fokus. Wird eine Plazenta praevia festgestellt, dann muss in der 30. SSW die Geburt mithilfe eines Kaiserschnitts eingeleitet werden. Eine Plazenta praevia ist keine Seltenheit und sie kommt in vier verschiedenen Formen vor:

    • Der Mutterkuchen liegt im unteren Teil der Gebärmutter, aber er berührt den Muttermund nicht. In diesem Fall kann das Baby auf natürliche Weise geboren werden.
    • Die Plazenta berührt mit ihrem unteren Rand den Muttermund, aber sie verdeckt ihn nicht. Auch in diesem Fall ist eine vaginale Geburt möglich.
    • Die Plazenta verdeckt den Muttermund zum Teil. Wenn das der Fall ist, dann handelt es sich um eine Plazenta praevia partialis und es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.
    • Handelt es sich um eine Plazenta praevia totalis, dann verschließt der Mutterkuchen den Muttermund komplett und auch hier ist ein Kaiserschnitt notwendig.

    In nur sechs von 1.000 schwangeren Frauen kommt es zu einer Plazenta praevia. Das Gefährliche daran ist, dass die Diagnose erst relativ spät, also in der 30. SSW diagnostiziert werden kann. Zwar können moderne Ultraschallgeräte eine Plazenta praevia schon eher erkennen, aber der Arzt kann nicht wissen, ob sich die Plazenta noch verschieben wird, wenn sich die Gebärmutter ausdehnt. Aus medizinischer Sicht ist es daher besser, wenn es in der 30. SSW zu einer Frühgeburt kommt als das Risiko einzugehen, dass sich die Plazenta noch weiter über den Muttermund schiebt, was Lebensgefahr für Mutter und Kind bedeuten kann.

    Bild: © Depositphotos.com / miramiska

  • Ästhetische Chirurgie – speziell und doch alltäglich

    Ästhetische Chirurgie – speziell und doch alltäglich

    Kaum ein anderer medizinischer Fachbereich verzeichnet so hohe Zuwachsraten wie die ästhetische Chirurgie. Schön sein um jeden Preis – so könnte das Motto der heutigen Zeit lauten und wer nicht von Natur aus schön ist, der lässt bei einem Arzt nachhelfen. Die perfekte Figur ist das Ziel vieler, die zu einem ästhetischen Chirurgen gehen und auch die optimale Gesichtsform ohne einen Makel ist heute mehr denn je im Trend. Die ästhetische Chirurgie wird in der Hauptsache mit Brustvergrößerungen, mit Fettabsaugungen, Bauchstraffungen und Faceliftings in Verbindung gebracht, aber ästhetische Chirurgie kann noch weitaus mehr als nur das Schönheitsideal erfüllen.

    Frauen und die ästhetische Chirurgie

    Es sind überwiegend Frauen, die sich dem Skalpell eines ästhetischen Chirurgen anvertrauen. Sie wollen hübscher oder jünger aussehen und versprechen sich von einer Korrektur ein besseres Leben. Falten sind ein natürliches Phänomen, mit einer Faltenunterspritzung oder einer Gesichtsstraffung gehören selbst tiefe Falten heute der Vergangenheit an. Auch Schlupflider müssen heute nicht mehr als gottgewollt hingenommen werden, ein ästhetischer Chirurg kann dieses Schönheitsproblem heute mit nur wenigen Schnitten aus der Welt schaffen. Wenn die Lippen zu schmal sind, dann ist das auch kein Thema mehr, denn auch in diesem Fall kann die ästhetische Chirurgie schnell und einfach helfen. Wer keine Lust hat, eine Diät zu machen, der lässt das Fett am Bauch, an den Oberschenkeln oder am Po beim ästhetischen Chirurgen absaugen, und die Fettzellen, die auf diese Weise verschwinden, kommen nie mehr wieder. Mehr zu diesem Thema und viele interessante Informationen gibt es hier: WWW.SCHOENHEITSBEWUSST.DE

    Was sind die beliebtesten Operationen bei Frauen und Männern?

    Nach einer Studie der VDÄPC (http://www.vdaepc.de) sind das die beliebtesten OPs bei Frauen:

    1. Brustvergrößerung
    2. Oberlidstraffung
    3. Fettabsaugung
    4. Nasenplastik
    5. Bauchstraffung

     

    Bei Männer sind das:

    1. Gynäkomastie
    2. Oberlidstraffung
    3. Fettabsaugung
    4. Nasenplastik
    5. Unterlidstraffung

    Die andere Seite der ästhetischen Chirurgie

    Die ästhetische Chirurgie hat auch noch eine andere Seite. Diese Seite befasst sich nicht damit ein gängiges Schönheitsideal zu bedienen, sie kümmert sich vielmehr darum, dass Menschen, die von Geburt an mit einem Makel leben müssen, ein anderes Aussehen bekommen. So hilft der ästhetische Chirurg zum Beispiel denjenigen, die vielleicht durch Brandnarben entstellt sind und auch wer sich für seine überdimensionale Nase schämt, der kann durch einen plastischen Chirurgen ein neue wohlgeformte Nase bekommen. Menschen, die unter übermäßigem Schwitzen leiden, können sich von einem ästhetischen Chirurgen die Schweißdrüsen veröden lassen. Auch zu große Brüste, die für Rückenschmerzen sorgen und die Psyche der betroffenen Frauen belasten, können dank der ästhetischen Chirurgie verkleinert werden.

    Immer mehr Männer

    Die plastische oder ästhetische Chirurgie ist schon lange nicht mehr den Frauen vorbehalten, auch immer mehr Männer legen sich unters Messer. Eitelkeit nur mit dem Wort Frau zu assoziieren, wäre falsch, denn auch die Herren der Schöpfung sind eitel und haben die Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie für sich entdeckt. Die ersten Falten rund um die Augen werden gerne mit Botulinumtoxin weg gespritzt, und auch wenn es um die tiefen Dackelfalten auf der Stirn geht, dann entscheiden sich immer mehr Männer, die Hilfe der ästhetischen Chirurgie in Anspruch zu nehmen. Der Bauch wird vom Fett befreit, der Po wirkt in der engen Jeans wieder knackig und selbst wenn die Brust nicht mehr die gewohnt muskulöse Form hat, dann kann der plastische Chirurg helfen.

    Was zahlen die Krankenkassen?

    Operative Eingriffe, die nur der Ästhetik dienen und für die keine medizinische Notwendigkeit besteht, werden grundsätzlich nicht von den Krankenkassen übernommen. Wenn allerdings nachgewiesen werden kann, dass die Probleme mit der Figur das Leben entweder auf psychische oder auf physische Art nachhaltig beeinträchtigen, dann kommen die Krankenkassen für die Kosten einer Operation auf. Wer sich einer Operation bei einem ästhetischen Chirurgen unterziehen will, der sollte im Vorfeld ein Gespräch mit dem Arzt und auch mit der jeweiligen Krankenkasse führen. Wenn der Arzt ein Gutachten vorlegen kann, was die Kassen überzeugt, dann ist es möglich, dass die OP und auch die Folgekosten komplett von der Krankenkassen bezahlt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / sheftsoff

  • Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen, wenn es um den Herzinfarkt geht. Zum einen ist das der sogenannte laute Infarkt mit den bekannten Symptomen, die keiner übersehen kann, und zum anderen ist da der stumme Herzinfarkt, bei dem Betroffenen keine Schmerzen verspüren und den die Ärzte nicht selten sogar übersehen. Es ist der stumme Herzinfarkt, der besonders tückisch ist und der sehr gefährlich werden kann, wenn der Betroffene nicht sofort richtig behandelt wird.

    Der stumme Herzinfarkt – ein Infarkt ohne Drama

    Normalerweise sorgt ein Herzinfarkt für eine dramatische Situation. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, sie leiden unter schrecklicher Atemnot und haben das Gefühl, dass ihr Brustkorb in einem Schraubstock steckt, der immer wieder angezogen wird. Aber diese Form des Herzinfarkts kommt seltener vor, als viele vielleicht denken, deutlich häufiger kommt der stumme Herzinfarkt vor. 80 % der Herzinfarkte sind stumme Infarkte, zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue US-Studie. Stumme Herzinfarkte sind aber nicht nur so gefährlich, weil sie keine Schmerzen verursachen, stumme Herzinfarkte sind auch auf dem EKG selten sichtbar. Aber was macht einen solchen Herzinfarkt dann so gefährlich?

    Warum ist der stumme Herzinfarkt so gefährlich?

    Der stumme Herzinfarkt kann ebenso wie der schmerzhafte Infarkt zum Tod führen und schuld daran ist nicht selten altes Narbengewebe. Diese Vernarbungen schwächen das Muskelgewebe des Herzens und das kann zum Herztod führen. Bei jedem Herzinfarkt kommt es immer zu einer akuten Durchblutungsstörung im Herzmuskelgewebe. Schuld ist meist ein Blutgerinnsel, das mehrere oder auch nur ein einziges Blutgefäß entweder nur verengt oder verstopft. Auf diese Weise werden die Muskelzellen des Herzens nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt, sie sterben schließlich ab und der Herzmuskel wird auf Dauer beschädigt. Nach einem Herzinfarkt entsteht Narbengewebe, das sich nicht mehr ausdehnen kann und das gilt als das größte Risiko für einen stummen Herzinfarkt.

    Viele bemerken den Infarkt gar nicht

    Der stumme Herzinfarkt wird nach Schätzungen von US-Medizinern von 78 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie haben keine Symptome wie plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Arm, und auch die starken Schweißausbrüche und die Übelkeit, die Herzinfarkte oftmals begleiten, sind bei einem stummen Infarkt nicht vorhanden. Die Betroffenen verspüren zwar einen leicht ziehenden Schmerz in der Herzgegend, aber der Allgemeinzustand ist gut und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass es sich eventuell um einen Herzinfarkt handeln könnte.

    Gewissheit erst nach dem Tod

    Nur die wenigsten Menschen, die diese leichten Symptome erleiden, gehen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Wer aber hingeht, der wird nicht selten falsch behandelt, da die Ärzte den stummen Herzinfarkt nicht feststellen konnten. Meist wird nur ein EKG gemacht, eine weiterführende Untersuchung im Herzkatheterlabor, die einen Herzinfarkt deutlich macht, wird selten angeordnet, weil die Verdachtsmomente nicht ausreichend sind. Wenn der stumme Herzinfarkt aber zum Tod führt, dann wird erst in der Pathologie deutlich, was wirklich geschehen ist. Bei einer Autopsie wird klar, dass es am Herz Vernarbungen gibt und dass diese alten Narben für einen nicht erkannten Herzinfarkt verantwortlich sind. So kann es immer wieder passieren, dass es zu einem stummen Herzinfarkt kommt und der Betroffene nicht behandelt wird. Passiert das mehr als einmal, dann steigt durch immer wieder neue Vernarbungen das Risiko, dass der nächste stumme Herzinfarkt der finale Infarkt sein kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die Übergewicht haben oder die viel rauchen, denn hier ist das Herz meist schon vorbelastet, wenn es tatsächlich zu einem stummen Infarkt kommt.

    Alle, die immer wieder einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite verspüren, sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, der die möglichen Ursachen gründlich untersucht, um einen Herzinfarkt ausschließen zu können.

    Bild: © Depositphotos.com / stevanovicigor

  • 31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    31. SSW – das Baby muss sich einschränken

    Die 31. SSW, welcher Monat ist das eigentlich? In der 31. SSW beginnt die zweite Hälfte des achten Schwangerschaftsmonats und in der Gebärmutter wird es für das Baby langsam eng. Die Bewegungen des Kindes sind jetzt nicht mehr so markant, wie das in den vergangenen Wochen der Fall war und viele werdende Mütter machen sich deshalb Sorgen, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmt. Diese Sorge ist allerdings unbegründet, denn tatsächlich ist das Baby in der 31. SSW besonders munter, aber der Bewegungsradius wird kleiner und daher fühlen sich die Bewegungen auch schwächer an. In der 31. SSW wächst außerdem der Druck auf das Zwerchfell der Mutter und das macht viele Frauen kurzatmig und sie fühlen sich schneller erschöpft und müde.

    Das Baby in der 31. SSW

    In der 31. SSW liegt das Gewicht des Babys im Durchschnitt bei 1.600 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Ferse rund 42 cm. Bis es zur Welt kommt, wird es aber das Doppelte an Gewicht zunehmen, aber die Gewichtszunahme in der 31. SSW spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle. Ist das 31. SSW Gewicht eher gering, dann wird das Kind bei der Geburt auch kein Schwergewicht werden. Wiegt es hingegen mehr als der Durchschnitt, dann muss die Mutter mit einem eher schwergewichtigen Baby rechnen.

    Auch wenn es um die Organe geht, dann macht das Kind in der 31. SSW einen großen Schritt, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Lungen bereits in der Lage, sich vollkommen aufzublähen. Der Grund ist das Surfactant, ein Oberflächenprotein, das die Lungen daran hindert zu verkleben oder zusammenzufallen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist in der 31. SSW ebenfalls schon ausgeprägt, allerdings sind Babys in dieser Phase der Schwangerschaft echte Langschläfer, denn sie schlafen zwischen 15 und 20 Stunden am Tag. Während der langen Schlafphasen bewegt sich das Kind kaum und das beunruhigt vor allem die Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind.

    In der 31. SSW wird das Baby zum Boxer und Fußballspieler, denn da der Platz in der Gebärmutter knapp wird, beschränken sich die Bewegungen auf gezielte Tritte und das Baby schlägt auch mit der Faust gegen die Bauchdecke der Mutter. Das Training wird durch Greif- und Atemübungen intensiviert und vor allem nach den Mahlzeiten der Mutter bewegt sich das Baby sehr stark. Der Grund für dieses verstärkte Training ist, dass das Baby einen Energieschub bekommt, wenn der Blutzuckerspiegel der Mutter ansteigt.

    Wie geht es der Mutter in der 31. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in der 31. SSW noch sehr fit, aber jetzt kommt es vermehrt zu Kurzatmigkeit, zu Rückenschmerzen und auch die Beine werden schneller müde. Am Gefühl der müden Beine sind Wassereinlagerungen schuld, die in der 31. SSW für geschwollene Gelenke an den Fußknöcheln und an den Handgelenken sorgen. Öfter mal die Füße hochzulegen und eine Ruhepause einzulegen, ist in dieser Phase der Schwangerschaft immer eine sehr gute Idee.

    Empfehlenswert ist auch sanfter Sport zum Beispiel durch Yoga, auch Schwimmen empfinden viele Frauen in der 31. SSW als sehr angenehm. Durch regelmäßiges Schwimmen oder Yoga lösen sich Verspannungen und auch die Schmerzen im Rücken und in den Gelenken lassen nach. Zudem ist Sport eine gute Idee, um den Körper für die Geburt fit und elastisch zu machen. Für eine weitere Erleichterung in der 31. SSW sorgen außerdem flache Schuhe.

    In der 31. SSW beginnen die Brüste damit, die Vormilch zu produzieren, das sogenannte Kolostrum, und Frauen, die schon ein Kind zur Welt gebracht haben, müssen nicht selten schon Stilleinlagen im BH tragen. Zu keinem anderen Zeitpunkt der Schwangerschaft ist die werdende Mutter so anfällig für Infektionen wie in der 31. SSW, und wenn sich zum Beispiel die ersten Zeichen einer Erkältung bemerkbar machen, dann ist ein Besuch beim Arzt eine Notwendigkeit. Während der 31. SSW bekommt das Baby einen enormen Schub an Aufbau- und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter. Das macht es Krankheitserregern noch einfacher, in die Blutbahn einzudringen, und sie können die natürliche Schranke leichter durchbrechen, die von der Plazenta aufgebaut wird.

    Während der 31. SSW entwickeln Mutter und Kind eine enge Bildung zueinander und in diese Phase wird es Zeit, Geburtsvorbereitungskurse zu besuchen, die diese Bindung noch intensiveren.

    Was passiert bei einer Geburt in der 31. SSW?

    Wenn eine Frau in der 31. SSW Senkwehen bekommt, dann wächst auch die Sorge vor einer Frühgeburt in der 31. SSW. Wie weit ist die 31. SSW Entwicklung des Kindes? Kann das Baby in dieser Schwangerschaftsphase überhaupt außerhalb des Mutterleibes überleben? Kommt es zu einer Entbindung in der 31. SSW, dann hat das Baby sehr gute Chancen, gesund und munter zur Welt zu kommen. Aber wie bei allen Geburten vor der 36. Schwangerschaftswoche kann die Atmung des Kindes Probleme machen. Es kann sein, dass noch nicht ausreichend Surfactant produziert wurde, ein Protein, das den Lungen hilft, sich zu entfalten. Wenn das der Fall sein sollte, dann kann es zu einem Atemnotsyndrom beim Baby kommen.

    Das Baby wird dann unmittelbar nach der Geburt an die künstliche Beatmung angeschlossen. Dazu werden schmale Schläuche in die Nase des Kindes eingeführt, die die Atmungsorgane mit Sauerstoff versorgen. Während die Babys, die in der 31. SSW mit Atemproblemen geboren wurden, früher intubiert wurden, um dem kleinen Organismus mittels eines Luftröhrenschnitts Sauerstoff zuzuführen, setzen die Ärzte heute auf die sanfte Beatmung. Eine Intubation gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Die Sauerstoffzufuhr dauert in der Regel nicht länger als einige Stunden oder maximal zwei Tage, dann sind die meisten Babys in der Lage, selbstständig zu atmen. Wichtig ist es, einen ständigen positiven Druck in den Lungen zu erzeugen. Wenn das geschehen ist, dann werden die Schläuche aus der Nase des Babys wieder entfernt.

    Die meisten Babys, die in der 31. SSW auf die Welt kommen, nehmen schnell an Gewicht zu und können von ihren Müttern auch ganz normal gestillt werden. Sie bleiben allerdings in einem Brutkasten auf der Säuglingsstation, denn nur dort haben die Kinderärzte die besten Überwachungsmöglichkeiten, und wenn es zu einem unverhofften Zwischenfall oder zu einem Problem kommen sollte, dann ist schnell Hilfe zur Stelle.

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  • Das neue Sterbehilfegesetz – wann ist der Tod Privatsache?

    Das neue Sterbehilfegesetz – wann ist der Tod Privatsache?

    Das Thema Sterbehilfe ist ein komplexes Thema, zu dem jeder eine andere Ansicht hat. Für die katholische Kirche ist Sterbehilfe tabu, denn nach Ansicht der Kirche wird das Leben von Gott gegeben und nur Gott hat das Recht, dieses Leben wieder zu nehmen. Die Ärzte haben einen Eid geleistet und sich dazu verpflichtet, das Leben zu bewahren, zu heilen und zu helfen. Trotzdem ist es für viele Mediziner immer eine schwere Entscheidung, ob sie Beihilfe zum Sterben leisten sollen oder nicht. Das neue Gesetz zur Sterbehilfe, das jetzt durch den Bundestag abgesegnet wurde, soll für Klarheit sorgen.

    Ist der Tod Privatsache?

    Ist der Tod privat und sollte jeder für sich darüber entscheiden können, wann es Zeit wird zu gehen? Mit dieser Frage musste sich jetzt der Bundestag beschäftigen. Am Freitag entschieden die Abgeordneten über die Neureglung der Sterbehilfe und sie kamen zu dem Ergebnis, dass jeder Mensch selbst bestimmt, ob er sterben will, der Staat darf sich nicht mehr einmischen. Die Politiker haben auch beschlossen, die gewerbsmäßige Sterbehilfe unter Strafe zu stellen, außerdem wird diese Regelung als neues Gesetz im Strafgesetzbuch verankert. Vor der Neuregelung der Sterbehilfe war es möglich, mit der Hilfe einer Sterbehilfeorganisation das Leben mittels Medikamenten zu beenden. Die Organisation oder der Verein durften bis Freitag die tödlichen Mittel besorgen, der Patient musste sie nur noch selbst zu sich nehmen, oder zumindest in der Lage dazu sein, die automatische Spritze zu betätigen. Das ist jetzt verboten worden.

    Ist Sterbehilfe für Ärzte strafbar?

    Nicht jeder Arzt ist mit der Sterbehilfe einverstanden, aber es gibt Mediziner, die ihren Patienten helfen wollen, einen Tod in Würde und ohne Schmerzen möglich zu machen. Aber ab wann macht sich ein Arzt strafbar, wenn er seinem Patienten beim Sterben hilft? Palliativmediziner müssen keine Angst haben, sich strafbar zu machen, wenn sie im Rahmen ihrer Tätigkeit Sterbehilfe leisten. Auch die sogenannte Beihilfe zum Selbstmord ist rein theoretisch möglich, ohne dass der Arzt Repressalien zu befürchten hat. Allerdings darf es sich bei dieser Art der Sterbehilfe nur um einen speziellen Einzelfall handeln und genau darin sehen vor allem Medizinethiker ein großes Problem. Wann ist das Handeln des Arztes auf eine Wiederholung angelegt? Nach zwei Fällen oder erst nach zehnmaliger Sterbehilfe? Hier gibt es eine Grauzone und viele Mediziner haben sich gewünscht, dass die Politik auf diese Grauzonen bewusster eingegangen wäre.

    Die Bundesärztekammer ist mit der neuen Sterbehilfe zufrieden

    Die Bundesärztekammer hat sich positiv zur Neuregelung der Sterbehilfe geäußert. Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery ist zufrieden, dass die Ärztinnen und Ärzte sich nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen müssen, kriminell zu sein, wenn sie Sterbehilfe leisten. Bevor der Arzt dem todkranken Patienten helfen darf zu sterben, muss der Patient ein Beratungsgespräch führen. Wenn er dann noch an seinem Entschluss festhält, zu sterben und der Arzt ihm zu verstehen gibt, dass er ihn bei diesem Entschluss unterstützen wird, dann ist Sterbehilfe im legalen gesetzlichen Rahmen möglich. Was passiert aber, wenn der Arzt vor dem Beratungsgespräch und der anschließenden Sterbehilfe zurückschreckt? Viele Ärzte haben aus moralischen Gründen, aber auch aus Angst mit dem Strafrecht in Berührung zu kommen, Vorbehalte gegen die Sterbehilfe. Derjenige, der Sterbehilfe wünscht, steht dann einem Problem gegenüber. Da es Organisationen in Zukunft verboten ist beim Sterben zu helfen, wird nach Meinung der Kritiker der Sterbehilfe-Tourismus in die Schweiz weiter zunehmen, denn in der Schweiz ist die gewerbsmäßige Sterbehilfe nach wie vor erlaubt.

    Sterbehilfe ist und bleibt ein heikles Thema und in einigen Punkten hat sich durch das neue Gesetz die Situation für Sterbebegleiter und auch für Ärzte verschärft. Welche Konsequenzen das Gesetz in der Praxis hat, das muss sich noch zeigen.

    Bild: © Depositphotos.com / nito103