Schlagwort: Schmerz

  • Notarzt rettet Kind und soll seinen Führerschein verlieren

    Notarzt rettet Kind und soll seinen Führerschein verlieren

    Es gibt Geschichten, die sorgen für Kopfschütteln oder wie im Fall eines Notarztes aus Bayern auch für Empörung. Ein Arzt, der helfen will, muss sich jetzt vor einem Gericht verantworten und soll für ein halbes Jahr seinen Führerschein verlieren, aber wie kam es dazu?

    Als Arzt im Einsatz

    Dr. Alexander Hatz ist seit 23 Jahren Notarzt und war über 5.500 Mal im Einsatz, wenn Menschen nach Unfällen oder bei einer akuten Erkrankung medizinische Hilfe benötigten. Der engagierte Arzt hat sich noch nie etwas zu Schulden kommen lassen und für ihn steht immer der Patient an erster Stelle. So war es auch, als Dr. Hatz im April des vergangenen Jahres in der bayrischen Gemeinde Karlshuld zu einem Kind gerufen wurde, das zu ersticken drohte. Der Arzt stieg in sein Auto und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 85 km/h über die Landstraßen und warnte die anderen Autofahrer vorschriftsmäßig mit Blaulicht, Martinshorn und Lichthupe. Die meisten Autofahrer machten dem Notarzt Platz, aber ein Autofahrer sah im Fahrverhalten des Notarztes eine grobe Verkehrsgefährdung und zeigt Dr. Hatz bei der Polizei an.

    Im Januar 2015 bekam der Mediziner von der Staatsanwaltschaft in Ingolstadt einen Strafbefehl über 4.500 Euro und er sollte für sechs Monate seinen Führerschein abgeben. Was war passiert? Der Kläger gab bei der Polizei an, der Notarzt wäre mit seinem Wagen beim Überholen zu weit ausgeschert, sodass der Kläger abrupt abbremsen und ausweichen musste. Andere Autofahrer haben allerdings ganz anders, und zwar richtig reagiert, denn sie haben, wie es in solchen Situationen üblich ist, eine Gasse gebildet, als sie das Martinshorn gehört und das Blaulicht gesehen haben.

    Der Arzt wehrt sich

    Nach eigenen Angaben ist Dr. Hatz aus allen Wolken gefallen, als er den Strafbefehl bekam. Seiner Meinung hat er alles richtig gemacht und keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Es ging schließlich um das Leben eines zweijährigen Mädchens, das keine Luft mehr bekam. Jetzt hat der Arzt Widerspruch gegen den Strafbefehl eingelegt und seine Anwälte sind überzeugt, dass Dr. Hatz vor Gericht Recht bekommt. Zudem sind die Anwälte der Meinung, dass die Staatsanwaltschaft mit dem Strafbefehl ein falsches Signal setzt, denn die Menschen verlassen sich darauf, dass im Notfall schnell ein Arzt zu ihnen kommt, ganz gleich wie die Verkehrsverhältnisse aussehen. Der kleinen Magdalena konnte Dr. Hatz übrigens helfen und sie ist heute wieder gesund und munter.

    Noch mehr Skandale

    Der Fall des bayrischen Notarztes ist aber nicht der einzige Fall, der für Empörung sorgt, es gab in der Vergangenheit schon mehrfach Fälle, bei denen das Wohl der Patienten keine Rolle gespielt hat.

    Zwei Kliniken in Köln kamen zum Beispiel in die Schlagzeilen, weil sie sich weigerten eine Frau aufzunehmen, die vergewaltigt wurde. Die 25-jährige war mit Schwindel, Schmerzen im Unterleib und verdreckter Kleidung in der Praxis einer Ärztin aufgetaucht, die die Patientin umgehend in ein benachbartes Krankenhaus einweisen wollte. Zu ihrem Entsetzen lehnte das katholische Krankenhaus die Aufnahme ab, und zwar aus ethischen Gründen. Auch die nächste Klinik, ebenfalls ein Krankenhaus unter katholischer Trägerschaft, lehnte aus den gleichen Gründen die Behandlung ab, die Frau wurde schließlich in ein evangelisches Krankenhaus gebracht und behandelt.

    Nicht viel besser ergeht es vielen AIDS Kranken, die eine schnelle Behandlung brauchen, denn auch sie wurden bereits in einigen katholischen Krankenhäusern abgewiesen.

     

     

  • Bhujangasana – die Kobra

    Bhujangasana – die Kobra

    Schlangen spielen in der indischen Mythologie eine sehr große Rolle, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Kobra eine beliebte Übung ist. Bhujangasana heißt die Kobra im Sanskrit und sie ist eine wahre Wohltat für den Rücken, den Nacken und auch für die Schultern. Keine andere Schlange kann sich so majestätisch aufrichten wie eine Kobra und genau dieser stolzen Haltung ist Bhujangasana nachempfunden. Für Babys ist die Kobra übrigens eine ganz normale Haltung, denn wenn Babys sich auf die Unterarme stützen, dann können sie die Welt aus einer ganz anderen Perspektive aus sehen und erkunden.

    Bhujangasana – Die ruhende Lebensenergie

    Eine Kobra sieht die Welt besser, wenn sie sich aufrichtet, und wie alle anderen Schlangen ruht auch die Kobra viele Stunden am Tag, in dem sie sich einrollt. Die Kobra ist im Yoga ein Symbol für die Lebensenergie, die ruht. Die Wirbelsäule soll sich bei dieser Übung ausruhen, denn nur so kann vom Ende des Rückens neue Energie in den Körper strömen.

    Bhujangasana steht aber nicht nur für neue Lebensenergie, sondern auch für die Wandlung. Selbst wenn eine Schlange nie damit aufhört zu wachsen, ihre Haut muss sie trotzdem regelmäßig abstreifen. Auch viele Menschen möchten gerne von Zeit zu Zeit in eine neue Haut schlüpfen, etwas Neues ausprobieren und etwas ganz anderes tun. Das macht die Bhujangasana zu einer sehr interessanten Übung, denn mit der Kobra kann man immer wieder neue Energie schöpfen.

    Bhujangasana – die Anleitung

    Bhujangasana beginnt in der Bauchlage, die Fersen sind ca. zwei Zentimeter voneinander entfernt und die Fußballen berühren sich. Wichtig ist, dass der Fußrücken zur Mitte ausgerichtet auf dem Boden liegt und die Zehen nach hinten zeigen. Wenn es bequemer sein soll, dann können die Beine auch leicht geöffnet werden, mehr Halt hat man allerdings, wenn die Beine geschlossen sind.

    Die Stirn liegt zunächst auf dem Boden und die Hände liegen unter den Achselhöhlen. Nun werden die Oberschenkel angespannt und die Knie vom Boden gehoben. Die Finger sind gespreizt, der Zeigefinger zeigt nach vorne, und die Ellenbogen werden dicht am Brustkorb positioniert. Beim Einatmen heben sich jetzt die Schultern vom Boden und der Hinterkopf wird nach vorne gehoben. Nun wird das Brustbein wieder beim Einatmen nach oben gezogen und gleichzeitig sinken die Schultern nach unten. Die Hände werden auf den Boden gedrückt und leicht nach hinten gezogen. Einige Atemzüge lang sollte man in dieser Stellung verharren, dann wird der Oberkörper wieder auf den Boden gelegt und der Kopf auf die Seite gelegt.

    So wirkt die Kobra

    Auch wenn Bhujangasana am Anfang anstrengend ist, es lohnt sich, diese Übung öfter zu probieren. Der Rücken wird wie der Nacken entspannt und der kontrollierte Wechsel zwischen einatmen und ausatmen weitet den Brustkorb, das Atmen wird einfacher und befreiter. Mit der Kobra lässt sich die ganze Körperhaltung verbessern und die Brustmuskulatur wird gedehnt, aber nicht überdehnt.

    Wem die Übung zu anstrengend ist, der kann die Kobra auch variieren und die Unterarme auf den Boden legen. Diese Sphinx Haltung ist einfacher und sie kostet nicht so viel Kraft wie die Originalübung. Alle, die Probleme mit dem unteren Teil der Wirbelsäule haben oder unter einer Entzündung im Bauchraum leiden, sollte von der Kobra absehen. Auch im letzten Drittel der Schwangerschaft ist die Kobra nicht mehr zu empfehlen und auch nur noch schwer möglich. Wer nach dieser Yoga Übung Muskelkater verspürt, der muss einen Fehler gemacht haben. Zu den häufigsten Fehlern gehört, dass der Kopf zu weit in den Nacken gelegt wird. Auch wenn die Schultern auf Höhe der Ohren gezogen werden, dann führt das nicht selten zu Schmerzen, denn bei der Kobra sollten die Schultern immer leicht nach hinten gezogen werden, um den oberen Teil des Rückens zu entspannen.

  • Mittel gegen Schnarchen – eine unterschätze Gefahr

    Mittel gegen Schnarchen – eine unterschätze Gefahr

    Wirksame Mittel gegen Schnarchen

    Ein erholsamer Schlaf ist wichtig, um dem Stress und der Hektik des Alltags gewachsen zu sein, aber vielen Menschen ist ein erholsamer Schlaf nicht gegönnt. Sie haben ein Problem, was auf der anderen Seite des Bettes liegt – einen schnarchenden Partner. Viele sägen im Schlaf ganze Wälder ab und machen dabei einen ohrenbetäubenden Lärm. An einen ruhigen Schlaf ist dann nicht mehr zu denken und man steht am nächsten Morgen wie gerädert auf.

    Schnarchen ist aber nicht nur nervtötend, schnarchen kann auch sehr gefährlich werden, denn wer schnarcht, der hat auch Atemaussetzer. Gibt es ein Mittel gegen schnarchen und wenn ja, wie sieht dieses Mittel aus? Kann ein Schnarcher wirklich von seiner Unart geheilt werden und welche Mittel gegen Schnarchen sind besonders effektiv?

    Wie entsteht Schnarchen?

    Wer nach einem Mittel gegen Schnarchen sucht, der muss sich zunächst einmal die Frage stellen, wie Schnarchen überhaupt entsteht. Im Grunde ist es ganz einfach, denn beim Schnarchen schwingen und flattern die Weichteile und die Muskulatur im zu engen Rachenraum. Im Schlaf entspannt sich die Muskulatur, und der Unterkiefer mitsamt der Zunge fällt nach unten. Dabei werden die Atemwege eingeengt und es kommt zum Schnarchen. Das Ganze wird zudem noch verstärkt, wenn man Alkohol getrunken hat.

    Alle, die dann noch unter Übergewicht oder unter einer eher geringen Spannung des Gewebes leiden, die sind noch mehr vom Problem Schnarchen betroffen. Auch mit zunehmendem Alter kann Schnarchen ein Thema werden und viele ältere Menschen suchen nach einem Mittel gegen Schnarchen.

    Störfaktor Schnarchen

    Derjenige der schnarcht, bekommt davon selbst nichts mit, für denjenigen, der mit im Bett liegt, wird das Schnarchen aber zu ruhestörendem Lärm. Nach einem Mittel gegen Schnarchen suchen Betroffene erst dann, wenn sie anfangen, unter den Nebenwirkungen zu leiden. Zu diesen Nebenwirkungen gehören unter anderem ein trockener Mund, Halsschmerzen und auch Heiserkeit.

    Nach einer neuen Studie schnarchen 60 % der Männer und 40 % der Frauen über 60, bei den 30-jährigen sind es immerhin noch 10 % der Männer und 5 % der Frauen. Es sind nicht die Schnarcher, die nach einem Mittel gegen Schnarchen suchen, es sind immer die Partner, die das Problem aus der Welt schaffen wollen, denn sie wollen einfach mal wieder eine Nacht in Ruhe durchschlafen.

    Warum Schnarchen so gefährlich ist

    Es ist immer die richtige Entscheidung nach einem Mittel gegen Schnarchen zu suchen, denn schnarchen gefährdet die Gesundheit. Es kommt zu Atemaussetzern, die unter Umständen zehn Sekunden lang sein können. Während dieser Aussetzer werden der Kreislauf und was noch gefährlicher ist, auch das Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Zudem sorgt die sogenannte Schlafapnoe für Weckreaktionen und wer mehrfach in der Nacht aufwacht, der kann am Morgen nicht ausgeschlafen aufwachen.

    Schnarchen erhöht das Risiko einen Schlaganfall zu bekommen, aber auch Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen können zu den Nebenwirkungen des Schnarchens gehören. Nicht selten leiden Schnarcher auch unter Depressionen und haben keine Energie mehr für den Tag.

    Welche Mittel gegen Schnarchen gibt es?

    Ein Mittel gegen Schnarchen ist eine Schnarchbandage, mit der der Unterkiefer fixiert wird und die verhindert, dass der Mund während des Schlafs nicht geöffnet wird. Diesen Effekt hat auch eine Mundvorhofplatte, die zwischen die Lippen und die vorderen Zähne gesetzt wird. Ein weiteres Mittel gegen Schnarchen ist die Kiefer-Protrusionsschiene, die den Unterkiefer in einer festen Position hält und die in 50 % ein wirksames Mittel gegen Schnarchen ist.

    Mit einer Gaumenspange, einem sehr effektiven Mittel gegen Schnarchen wird das Gaumensegel fixiert, denn die Spange verhindert, dass sich der Luftkanal hinter dem Gaumensegel schließt. Eine letzte Option ist die Operation als Mittel gegen Schnarchen, allerdings sollte diese Möglichkeit mit einem Hals-, Nasen- Ohrenarzt sehr genau besprochen werden, denn eine OP kann heftige Nebenwirkungen haben.

  • Bequem sitzen mit dem Meditationsstuhl

    Bequem sitzen mit dem Meditationsstuhl

    Richtig sitzen will gelernt sein und das gilt vor allem dann, wenn es um Yogaübungen geht. Normalerweise sitzen wir bequem auf dem Sofa vor dem Fernseher, auf dem Bürostuhl, am Schreibtisch oder im Auto, aber selbst wenn das Sitzen dort bequem ist, gesund ist es nicht immer. Wer Yoga macht, der muss seinen speziellen Lieblingssitz finden und das kann bedeuten, es muss vieles ausprobiert werden, bis der passende Sitz gefunden wird. Ein Meditationsstuhl ist eine Möglichkeit, aber auch auf der Yogamatte oder am Boden ist Yoga sehr entspannend, wenn man die richtige Sitzhaltung gefunden hat.

    Auf dem Meditationsstuhl richtig sitzen

    Wenn von einem Meditationsstuhl die Rede ist, dann sollte man sich keinen besonderen Stuhl vorstellen, denn ein Meditationsstuhl kann zum Beispiel ein kleiner Hocker sein, aber auch ein Stuhl, auf dem man besonders gut sitzen kann. Ganz gleich, ob ein Hocker oder ein Stuhl zum Meditationsstuhl wird, wichtig ist, dass die Oberschenkel waagerecht auf der Sitzfläche liegen und die Füße fest auf dem Boden stehen. Sollte der Stuhl so hoch sein, dass die Fußsohlen nicht den Boden berühren, dann kann eine zusammengerollte Decke den Kontakt zum Boden darstellen.

    Ein sicheres Zeichen, dass die Sitzhaltung nicht perfekt ist, zeigt sich daran, dass die Beine zu kribbeln anfangen und einschlafen. Wenn das der Fall ist, dann wird es Zeit, die Sitzhaltung zu korrigieren. Da der Körper schnell lernt, wird er sich auch schnell an den Meditationsstuhl gewöhnen.

    Welcher Yogasitz ist zu empfehlen?

    Wer statt auf einem Meditationsstuhl lieber auf der Yogamatte am Boden sitzen möchte, der kann zwischen verschiedenen Sitzhaltungen wählen. Beliebt ist der Schneidersitz oder Sukhasana. Bei diesem Sitz werden die Beine gekreuzt, der linke Fuß stützt dabei das rechte Knie und umgekehrt. Die Arme werden locker auf die angewinkelten Knie gelegt, der Rücken bleibt gerade, ebenso wie der Kopf.

    Auch der Fersensitz oder Vajrasana ist ein beliebter Yogasitz. Bei dieser Haltung wird der Rücken nach oben gestreckt, die Arme liegen locker auf den Oberschenkeln. Wichtig ist eine gerade Haltung, die Fersen liegen eng zusammen, die Schultern sinken nach unten und das Kinn ist parallel zum Boden gerichtet.

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    Eine besonders stabile Haltung bietet der Kuhkopfsitz oder Gomukhasana. Für diesen Yogasitz wird der linke Fuß zur rechten Hälfte des Gesäßes gezogen, und zwar so, dass das Knie den Boden berührt. Dann wird das rechte Bein darübergelegt, sodass die Knie genau übereinander liegen. Der Rücken ist gerade aufgerichtet, die Schultern bleiben locker und die Hände werden in den Schoß gelegt.

    Der bequeme Sitz oder Muktasana trägt seinen Namen zurecht und ist besonders bei Yoga Anfängern sehr beliebt. Die rechte Ferse wird beim bequemen Sitz in Richtung Damm gezogen und liegt dann zur Hälfte unter dem Gesäß. Der linke Fuß wird vor den rechten Fuß geschoben, und zwar so weit, wie es geht. Sollte sich aber ein Ziehen im Bein bemerkbar machen, dann ist es besser, die Sitzhaltung ein wenig zu lockern. Die Arme werden auf die angewinkelten Knie gelegt, die Schultern bleiben entspannt und das Kinn zeigt parallel zum Boden.

    Ohne Probleme sitzen mit dem Meditationsstuhl

    Ob man auf dem Meditationsstuhl oder in einer der Sitzpositionen sitzt, spielt keine entscheidende Rolle, wichtig ist immer, dass man bequem und vor allem ohne Schmerzen sitzen kann. Die genannten Sitzpositionen sind ideal für alle, die mehr für ihren Rücken tun wollen, so kann der Kuhkopfsitz dabei helfen, Beschwerden mit dem Ischias zu lindern. Wer allerdings Probleme mit dem Knie vielleicht durch einen Meniskusschaden hat, der sollte den Meditationsstuhl vorziehen, denn der Lotussitz und auch der bequeme Sitz beanspruchen die Knie zu sehr.

    Auch wer unter Rheuma und Arthrose leidet, sollte dem Meditationsstuhl den Vorzug geben.

  • Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Yoga hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr von einem Trend zu einer Bewegung entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen Yoga, um fit und gesund zu bleiben oder um den stetig steigenden Stress des Alltags besser bewältigen zu können. Yoga ist eine alte indische Lehre, die schon 700 Jahre vor Christus erstmals erwähnt wurde. Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie anspannen, zusammenbinden oder anschirren.

    Yoga ist ideal, um Körper und Geist zu vereinen, und diejenigen, die Yoga als eine Art Philosophie sehen, nützen die Übungen, um sich mental zu stärken. Es gibt eine mehr als große Anzahl an verschiedenen Yoga Übungen und eine dieser Übungen nennt sich Paschimottanasana.

    Paschimottanasana – Die sitzende Vorbeuge

    Paschimottanasana ist die sitzende Vorbeuge und gilt als ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Vor allem die Bandscheiben und Wirbelkörper werden wie das Immunsystem durch das Vorbeugen mit der sitzenden Vorbeuge gestärkt. Mit Paschimottanasana werden die Bandscheiben von den Wirbelkörpern gelöst und die Energie kann frei durch den ganzen Rücken fließen. Aber auch die Schultern, die Beine und der Bauch profitieren von dieser Yoga Übung, denn sie werden dank Paschimottanasana gestärkt, die Organe, die im Bauchraum liegen, werden gleichzeitig massiert und auch die Verdauung wird angeregt.

    Wie funktioniert Paschimottanasana?

    Wer noch keine allzu große Übung im Yoga hat, der sollte an die sitzende Vorbeuge mit Vorsicht herangehen, denn wer sich dabei überanstrengt, der riskiert Schäden an der Wirbelsäule. Anfänger, die sich zum ersten Mal in der sitzenden Vorbeuge üben, sollten ein klein wenig erhöht sitzen. Ideal ist es, ein kleines Kissen oder auch die zusammengerollte Yogamatte als Unterlage zu benutzen. Die Höhe der jeweiligen Unterlage ist aber auch von der Beweglichkeit abhängig und wie sehr die Hüften und die Rückseiten der Oberschenkel gedehnt werden können.

    Bevor es losgehen kann, müssen die Muskeln der Oberschenkel durch dehnen gewärmt werden. Damit es nicht zu einer Überdehnung der Arme kommt, ist es für Anfänger einfacher und hilfreich, einen ca. 1,50 m langen Gurt aus Baumwolle quer über die Fußballen zu legen, denn auf diese Weise können die Arme in einer leicht gebeugten Haltung bleiben.

    Zunächst geht es in den Langsitz, und man sitzt mit ausgestreckten Beinen und mit aufrechtem Oberkörper auf dem Boden. Dann wird tief eingeatmet und die Arme sowie die Wirbelsäule werden nach oben zur Decke gestreckt. Anschließend ausatmen und den geraden Rücken aus dem Becken heraus nach vorn strecken.

    Dabei sollte, wenn Paschimottanasana richtig ausgeübt wird, der Bauch auf den Oberschenkeln liegen. Auf diese Weise wird der Rücken effektiv vor einer Überdehnung und Überlastung geschützt und diese Haltung unterstützt die tiefe Atmung. Die Arme werden dann neben die Füße gelegt und wer schon ein wenig mehr Übung hat, der kann den Kopf nach einiger Zeit auch in Richtung des Knies nach vorne sinken lassen.

    Wann sollte auf die sitzende Vorbeuge verzichtet werden?

    Nicht jeder kann die Paschimottanasana Übung machen. So wird unter anderem den Menschen, die Probleme mit der Wirbelsäule oder mit den Bandscheiben zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall haben, dringend davon abgeraten, diese Yoga Übung zu machen. Auch wer unter akuten Schmerzen der Wirbelsäule leidet, sollte von der Übung absehen, denn im schlimmsten Fall kann sie die Schmerzen noch weiter verstärken. Abzuraten ist Paschimottanasana auch, wenn es Entzündungen im Bauchraum gibt. Schwangere Frauen, die im zweiten Drittel der Schwangerschaft sind, sollten ebenfalls von dieser Übung absehen.

    Wer aber gesund ist und seiner Wirbelsäule von Zeit zu Zeit etwas Gutes tun will, der sollte bei seinen Yoga Übungen nicht auf Paschimottanasana verzichten, denn diese spezielle Übung verbessert zum einen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und hilft zum anderen sehr effektiv dabei, den Bauchraum zu entlasten.

  • Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Eine Schwangerschaft ist bekanntlich keine Krankheit und daher ist auch Sport in der Schwangerschaft erlaubt. Die sportlichen Aktivitäten müssen sich allerdings in bestimmten Grenzen halten, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, aber alle Frauen, die sich fit und gesund fühlen, sind gut beraten sich während der Schwangerschaft sportlich zu betätigen.

    Sport in der Schwangerschaft hat viele Vorteile und nicht nur Frauen, die nach der Geburt schnell wieder schlank sein wollen, sollten sich eine Sportart suchen, die ihnen zusagt, auch wenn es um die Fitness für die Geburt geht, dann bietet Sport dazu die beste Gelegenheit.

    Warum ist Sport in der Schwangerschaft so sinnvoll?

    Sport und Bewegung sind perfekt für den Aufbau der Muskeln und sorgen zudem für mehr Ausdauer und mehr Kraft. Frauen, die sportlich sind, haben leichter am zunehmenden Gewicht zu tragen und sie bereiten sich optimal auf die Anstrengungen der Geburt vor. Mit Sport in der Schwangerschaft fällt es nach der Entbindung leichter, wieder zur alten Figur zurückzufinden, aber das ist noch nicht alles, was Sport in der Schwangerschaft so positiv macht.

    Mit den richtigen Übungen können die körperlichen Probleme, die bei einer Schwangerschaft auftreten, effektiv gelindert werden. Rückenschmerzen und Verstopfung, geschwollene Beine und Füße sowie Müdigkeit lassen sich mit Sport sehr gut vertreiben. Auch wer in der Schwangerschaft nicht mehr so gut schläft, der kann mit Sport für einen gesunden Schlaf sorgen.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Walken und joggen, schwimmen und auch Radfahren sind Sportarten, die für schwangere Frauen besonders gut geeignet sind. Auch das Training auf dem Hometrainer ist zu empfehlen. Sport in der Schwangerschaft kann aber auch Tennis sein, und wer im Winter schwanger ist, der darf sich auf die Langlaufskier stellen. Allerdings sollte im letzten Drittel der Schwangerschaft auf Tennis und Skilanglauf verzichtet werden, denn das könnte dem Kind schaden.

    Pilates und Yoga sind nicht nur für die Gelenkigkeit zu empfehlen, sie können auch effektiv dabei helfen, sich auf die Geburt vorzubereiten. Wer schon mal Pilates und Yoga gemacht hat, der kann zu Hause seine Übungen machen, alle, die aber noch keine Erfahrungen haben, sollten nach einem Kurs suchen, der speziell für Schwangere angeboten wird.

    Welche Sportarten sind nicht zu empfehlen?

    Es gibt einige Sportarten, die in der Schwangerschaft verboten sind. Dazu gehört unter anderem das Reiten, denn die Erschütterungen können im schlimmsten Fall eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen. Auch Inlineskaten sollte ein Tabu sein, ebenso wie Ski alpin und Wasserskilaufen. Hochschwangere sollten sich auch nicht mehr auf ein Fahrrad setzen, denn die Unfallgefahr ist zu hoch.

    Wann ist Sport in der Schwangerschaft verboten?

    Nicht für alle Frauen kommt Sport in der Schwangerschaft infrage und nicht immer ist Sport in der Schwangerschaft auch erlaubt. Nicht erlaubt sind sportliche Aktivitäten bei Frauen:

    • Die schon mal eine Frühgeburt hatten
    • Bei denen es zu einer Fehlgeburt gekommen ist
    • Wenn die Plazenta zu tief liegt
    • Wenn das Risiko für verfrühte Wehen besteht
    • Wenn es zu Schmierblutungen gekommen ist
    • Bei Schmerzen oder Problemen mit der Wirbelsäule
    • Wenn eine Krankheit vorliegt
    • Bei einem zu hohen Blutdruck
    • Wenn eine Mehrlingsgeburt erwartet wird

    Nach der Geburt können Frauen langsam wieder mit dem Sport beginnen, aber erst, wenn sie sich komplett von der anstrengenden Geburt erholt haben und wieder zu Kräften gekommen sind.