Schlagwort: Schmerzen

  • Typhus – Ursachen, Diagnose und Therapie

    Typhus – Ursachen, Diagnose und Therapie

    Für die meisten Menschen ist Typhus eine Krankheit, die in einem Atemzug mit Cholera oder Pocken genannt wird, eine Krankheit, die es in der heutigen zivilisierten Welt nicht mehr gibt. Das allerdings ist ein Irrtum, denn die Infektionskrankheit ist nach wie vor präsent. Es sind vor allem Fernreisende, die nicht selten den Krankheitserreger mit nach Hause bringen, ohne es zu wissen, und die dann, ohne es zu wollen, viele andere Menschen anstecken können. Millionen Menschen überall auf der Welt stecken sich jedes Jahr mit Typhus an, aber es gibt effektive Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Ansteckung kommt.

    Übertragung durch Salmonellen

    Typhus tritt in zwei verschiedenen Formen auf, aber beide Formen haben nur einen Überträger und der heißt Salmonellen. Unterschieden werden der Paratyphus, eine typhusähnliche Krankheit und der klassische Typhus abdominalis, der Bauchtyphus. Übertragen werden die Salmonellen durch eine sogenannte Schmierinfektion, also entweder durch verunreinigtes Essen oder Wasser. Vor allem für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, für ältere Menschen, kleine Kinder und schwangere Frauen können beide Formen des Typhus sehr gefährlich werden.

    Die Typhus-Symptome

    Bauchtyphus macht sich mit grippeähnlichen Symptomen bemerkbar. Kopf- und Gliederschmerzen gehören zum Krankheitsbild, aber auch hohes Fieber, das bis zu 40° Grad erreichen kann, zudem haben die Betroffenen starke Bauchschmerzen und leiden unter Verstopfung. Wird der Typhus nicht behandelt, dann kommt noch der charakteristische Hautausschlag dazu. Am Rücken, am Bauch und auch auf der Brust zeigen sich sogenannte Roseolen, kleine rötliche Flecken, die an Stecknadelköpfe erinnern. Auf der Zunge bildet sich ein dicker weißer Belag, nur die Zungenspitze und die Ränder färben sich auffallend himbeerrot. Ab der dritten Krankheitswoche kommt dann auch der typische schwere Durchfall dazu.

    Handelt es sich um Paratyphus, dann sind die Symptome ähnlich, aber nicht ganz so ausgeprägt, so steigt zum Beispiel das Fieber selten über 39° Grad.

    Wie wird Typhus behandelt?

    In der Regel wird Typhus mit Antibiotika behandelt, und wenn die Krankheit früh erkannt wird, dann reicht die Behandlung mit Tabletten, um den Krankheitsverlauf zu stoppen. Kommt es zu einem schweren Verlauf der Krankheit, dann wird ein Aufenthalt im Krankenhaus unumgänglich, denn die Antibiotika müssen in Form einer Infusion verabreicht werden. Besonders dann, wenn das Fieber in bedenkliche Höhen steigt, müssen die Patienten in die Klinik und werden dort auf der Intensivstation behandelt.

    Gibt es eine Impfung?

    Gegen Typhus gibt es eine wirksame Impfung. Diese Impfung besteht aus Typhus-Bakterien, die in abgeschwächter Form gespritzt werden, damit der Körper Abwehrstoffe entwickeln kann. Möglich ist aber auch eine Schluckimpfung, die allerdings für Menschen mit Magen- und Darmproblemen oder mit einem geschwächten Immunsystem nicht zu empfehlen ist. Wird mit der Spritze geimpft, dann reicht eine Injektion aus, bei der oralen Impfung muss der Impfstoff dreimal immer im Abstand von zwei Tagen eingenommen werden, um den gewünschten Schutz aufbauen zu können.

    Gibt es Nebenwirkungen?

    Alles, was eine Wirkung hat, das hat bekanntlich auch eine Nebenwirkung und die Impfung gegen Typhus macht da keine Ausnahme. Vor allem nach der Schluckimpfung kann es zu heftigen Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder anderen Problemen im Magen- und Darmtrakt kommen. Wird mittels Spritze gegen Typhus geimpft, dann kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, aber nur in abgeschwächter Form. Müdigkeit gehört zu den Nebenwirkungen, aber auch Muskelschmerzen und eine leicht erhöhte Temperatur gehören zu den Symptomen, die nach einer Typhus-Impfung mit der Spritze auftreten.

    Was sollten Urlauber beachten?

    Wer nach Afrika, nach Südostasien oder auch nach Südamerika reist, sollte kein rohes Obst oder Gemüse verzehren und nur abgepacktes Trinkwasser kaufen. Wichtig ist es auch, sich gründlich die Hände zu waschen. Auf rohe oder nicht ganz durchgegarte Speisen sollte generell verzichtet werden, denn auch dort können Salmonellen lauern, die unter Umständen Typhus auslösen können.

    Bild: © Depositphotos.com / tonyoquias

  • Prima Klima / Gesund wohnen durch richtiges Lüften

    Baierbrunn (ots) – Raumluft kann ein Gesundheitsrisiko sein. Denn in Innenräumen sammeln sich oft Schadstoffe an, die Atemwege reizen und zu Kopfschmerzen und Allergien führen können. Innenraumluft-Experte Dr. Heinz-Jörn Moriske plädiert daher in der „Apotheken Umschau“ für „intelligentes Wohnverhalten“: „Wir reduzieren das Problem gern auf Schadstoffquellen und drücken uns gern vor der Eigenverantwortung“, sagt der Mitarbeiter des Umweltbundesamtes. Der häufigste Fehler: zu wenig Lüften. Chemische Schadstoffe reichern sich dann in der Raumluft an und bekommen oft Gesellschaft von biologischen – von Schimmelpilzen. Besonders gefährdet sind schlecht gedämmte Wohnungen mit dicht schließenden Fenstern. Der Tipp des Experten: zwei Mal täglich Stoßlüften und für Durchzug sorgen, bei feuchter Luft oder Geruchsbildung auch öfter. Dauerhaft gekippte Fenster empfiehlt er indes höchstens nachts bei gedrosselter Heizung. Wer Schadstoffe in seiner Wohnung vermutet, könne zudem eine Raumluftanalyse vornehmen lassen.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3111647
  • Schmerzbehandlung mit Augenmaß / Warum nicht jedes Wehwehchen bei Kindern behandelt werden muss

    Baierbrunn (ots) – Schmerzen, die sich Kinder etwa bei Stürzen oder Stößen auf dem Spiel- oder Bolzplatz zuziehen, sollten nur so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie verdienen. Dazu rät Prof. Dr. med. Boris Zernikow, Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums in Datteln, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Er hält nichts davon, kleine Wehwehchen mit Globuli, Salben oder kühlenden Stiften zu behandeln. Das lenke die Aufmerksamkeit der Kinder erst recht darauf. Demgegenüber rät er, bei Krankheiten oder nach Operationen Schmerzen konsequenter zu behandeln und kritisiert, dass viele Eltern, aber auch Ärzte aus Angst vor Nebenwirkungen selbst bei schmerzhaften Erkrankungen wie einer Mittelohrentzündung Medikamente nur zögerlich geben. Die Folge könnten bei den Kindern eine auf Dauer niedrige Schmerzschwelle und auch chronische Schmerzen ohne nachweisbaren Auslöser sein.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3110618
  • Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Lungenembolie – ein gefährliches Gerinnsel

    Der Tod von Philip Mißfelder schockierte nicht nur das politische Berlin, viele Menschen waren vom Tod des jungen Politikers betroffen. Philip Mißfelder starb an einer Lungenembolie, einer Krankheit, die jedes Jahr 40.000 Menschenleben fordert. Eine Lungenembolie ist deshalb so gefährlich, weil sie sich nicht immer ankündigt, die Ursache ist aber in den meisten Fällen ein Blutgerinnsel, das sich meist im Bein bildet und dann über die Blutbahn in die Lunge wandert.

    Was genau ist eine Lungenembolie?

    Wenn von einer Embolie die Rede ist, dann handelt es sich immer um ein Blutgerinnsel, das an verschiedenen Stellen im Körper auftreten kann. Meist entstehen diese Gerinnsel aber in den Beinen oder im Becken, also in den Venen, die das Blut zum Herzen transportieren. Diese Blutgerinnsel, die auch Thrombosen genannt werden, entstehen meist durch Fremdkörper wie Fett, Fruchtwasser und Luft oder auch durch Gewebeteilchen und Zellen. Kommt es zu einer Lungenembolie, dann wird die Lungenarterie verstopft, und durch diese Blockade gelangt kein mit Sauerstoff angereichertes Blut mehr in die Lungen, und das bedeutet den Tod. Ist nur ein kleineres Gefäß betroffen, dann treten gar keine oder nur sehr geringe Beschwerden auf, wird das Blutgefäß aber komplett verschlossen, dann ist es lebensbedrohlich.

    Die Diagnose Lungenembolie

    Eine Lungenembolie macht sich durch Beschwerden beim Atmen bemerkbar und auch Herzrasen kann ein erstes Anzeichen sein. Nicht selten husten die Betroffenen Blut oder werden bewusstlos, auch schon leichte Schmerzen in der Brust können ein Zeichen für eine beginnende Embolie in der Lunge sein. Grundsätzlich gilt aber: Je größer die Blockade in den Venen ist, umso drastischer und gefährlicher sind auch die Symptome. Dramatisch wird eine Lungenembolie aber immer dann, wenn der Patient das Bewusstsein verliert und wenn es zu einem Kreislaufkollaps kommt, denn dann muss alles sehr schnell gehen.

    Die Ursachen einer Lungenembolie

    Für eine Lungenembolie gibt es verschiedene Ursachen. Eine Geburt kann eine sogenannte Fruchtwasserembolie auslösen, und Fettembolien entstehen häufig im Zusammenhang mit Knochenbrüchen oder auch nach Operationen, in denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde. Ein Mangel an Bewegung kann eine Lungenembolie auslösen, auch wer eine lange Flugreise macht und stundenlang mit angewinkelten Beinen sitzt, der riskiert eine Embolie in der Lungenarterie. Übergewicht kann ebenfalls eine Thrombose mit einer anschließenden Lungenembolie auslösen, und bei vielen Menschen gibt es eine familiäre Veranlagung.

    Wie werden Lungenembolien behandelt?

    Besteht der Verdacht auf eine Lungenembolie, dann muss unverzüglich der Notarzt verständigt werden und der Patient sollte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die erste Maßnahme ist es, den Patienten mit Sauerstoff zu versorgen und ihn leicht erhöht zu lagern. Ist der Patient bewusstlos, dann muss der Kreislauf animiert werden und nicht selten wird ein Beatmungsschlauch eingeführt. Ist der Betroffene wach und orientiert, dann wird ein Mittel gespritzt, das den Kreislauf stabilisiert und den Patienten beruhigt. Dann beginnt die Behandlung mit Medikamenten, die das Gerinnsel auflösen und eine weitere Thrombose verhindern sollen. In der Regel wird Heparin gespritzt, ein Mittel, das sich besonders in Fällen von Lungenembolie bewährt hat. Nach der akuten Behandlung erfolgt dann die eigentliche Therapie, bei der der Betroffene sieben bis zehn Tage lang gerinnungshemmende Medikamente bekommt. Je nach Schwere der Embolie muss diese Therapie über Wochen oder sogar Monate fortgeführt werden. Besteht bei einem Patienten die Gefahr, dass sich wieder eine Thrombose bilden kann, dann kann die Therapie sogar mehrere Jahre dauern. Handelt es sich um eine schwere Form der Lungenembolie, dann muss das Blutgerinnsel mit anderen Mitteln aufgelöst werden. Eine sehr wirksame Therapie bei einer schweren Lungenembolie ist eine Katheter-Behandlung, bei der ein Katheter meist durch die Hüfte oder das Bein bis zur betroffenen Stelle geführt wird, und dann den Thrombus mechanisch zerkleinert, ohne dabei wichtige Blutgefäße zu beschädigen.

    Bild: © Depositphotos.com / Elisanth

  • So bleibt die Haut nach kleinen Verletzungen schön (AUDIO)

    Baierbrunn (ots) –

    Anmoderationsvorschlag: Glatt wie ein Kinderpopo – so mögen wir unsere Haut am liebsten. Doch wenn wir uns beim Kartoffelnschälen schneiden oder das Knie aufschrammen, entsteht eine Wunde und es können Narben zurückbleiben. Wie man vorbeugen kann weiß Petra Bröcker: Sprecherin: Kleine Missgeschicke können schnell passieren. Man macht einen falschen Tritt, schrammt sich das Knie auf und blutet. Kein Drama, aber was muss man tun, damit solch eine Schürfwunde heilt und möglichst keine Narbe bleibt? Dazu Peter Kanzler, Chefredakteur der „Apotheken Umschau“:

    O-Ton Peter Kanzler: 13 sec.

    „Spülen Sie Schürfwunden kurz unter fließendem Wasser ab und desinfizieren Sie die Stelle mit einem Wundspray. Bei Schmerzen, Rötung, Wärmeempfindung oder vor allem bei Schwellungen sollten Sie auf alle Fälle einen Arzt aufsuchen.“

    Sprecherin: Wichtig ist auch, das richtige Pflaster zu verwenden, zum Beispiel bei kleinen Verbrennungen:

    O-Ton Peter Kanzler: 18 sec.

    „Es gibt Pflaster für die sogenannte feuchte Wundheilung. Diese sind zum Beispiel bei kleinen Verbrennungen geeignet. Sie beschleunigen die Heilung und beugen der Narbenbildung vor. Diese Pflaster sollten mehrere Tage auf der Haut bleiben. Sinnvoll sind auch Pflaster mit Silberionen. Sie verhindern, dass Keime sich stark vermehren können.“

    Sprecherin: Nach Operationen können ebenfalls Narben zurückbleiben. Doch dagegen können sowohl die Ärzte als auch die Patienten etwas tun:

    O-Ton Peter Kanzler: 22 sec.

    „Ärzte haben verschiedene Möglichkeiten, der Narbenbildung vorzubeugen, sie zu kaschieren oder auch nachträglich zu glätten. Aber auch die Patienten selbst können dazu beitragen, dass Narben gut verheilen. Etwa durch leichte Massage, durch das Auftragen von Wundheilungscreme und den Gebrauch von speziellen Pflastern. Und ganz wichtig: Verzichten Sie auf Rauchen. Nikotin ist äußerst schlecht für die Wundheilung.“

    Abmoderationsvorschlag:

    Auch leichte Bewegung kann helfen, Narben zu vermeiden, schreibt die „Apotheken Umschau“. Wichtig ist aber, das frische Gewebe nicht zu stark zu strapazieren. Am besten man spricht mit seinem Arzt darüber, welcher Sport sich eignet.

    ACHTUNG REDAKTIONEN: Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3109348
  • Rückenprobleme und ihre Behandlungsmöglichkeiten

    Rückenprobleme und ihre Behandlungsmöglichkeiten

    Durch Physiotherapie und verschiedene andere Maßnahmen (Rückenschule, Kuren, Rehasport usw.) lassen sich verschiedene Rückenprobleme beseitigen oder zumindest eine Zeit lang ruhigstellen. Denn da die belastenden Ursachen sich oft nicht abstellen lassen, kehren die Beschwerden über kurz oder lang zurück. Hinzu kommt, dass die Ärzte – vor allem zum Quartalsende hin – mit Verordnungen geizen. So werden statt den notwendigen zehn oder zwölf Massagen lediglich vier bis sechs verordnet. Bei leichten Beschwerden werden teilweise Massagen als Behandlungsmöglichkeit kaum in Erwägung gezogen.

    Auch bei verschiedenen anderen Behandlungen, wie dem Schröpfen, Reizstrombehandlungen, Schlingentisch und craniosacraler Therapie sieht es leider nicht besser aus. Deshalb ist es günstig, am Quartalsanfang nach speziellen Behandlungen bei Rückenproblemen zu fragen. Einige Anwendungen können auch privat bezahlt werden, dazu zählen Kinesio Taping, Massage (häufig alternative Varianten, wie Hawaiianische Ganzkörpermassage oder Hot-Stone-Massage). Inwieweit die sogenannten Wellnessbehandlungen aber erfolgreich gegen die Beschwerden wirken, das ist von Rücken zu Rücken verschieden.

    Wenn die Lendenwirbelsäule verspannt ist und eine Entlastung benötigt, dann verschreiben Ärzte Fangopackung, Unterwassermassage und Schlingentisch. An letzterem werden die betroffenen Regionen entlastet. Mithilfe der Schlingen werden bestimmte Bereiche in Richtung Decke gezogen, beispielsweise ein Bein. Durch das Hängen entspannt sich die Wirbelsäule, sie wird gedehnt. Fangopackung und Unterwassermassage tragen durch angenehme Temperaturen dazu bei, dass der betroffene Bereich besser durchblutet wird und sich so Verspannungen lösen.

    Rückenprobleme mit Massage lindern

    Für die Halswirbelsäule und den gesamten Schulter-Nacken-Bereich werden häufig Massagen verordnet. Dies ist von Nachteil, sobald der Patient zu instabil ist. Die Massagen würden Bindegewebe und muskuläre Strukturen noch weiter auflockern, so dass sich Wirbelkörper oder Bandscheiben möglicherweise verschieben können. Hier ist eine Stabilisierung nötig, die mit speziellen gymnastischen Übungen und manueller Therapie erreicht werden kann. Natürlich gibt es noch weitere Behandlungsmöglichkeiten, die der Therapeut individuell nach seinen Fähig- und Fertigkeiten anwendet und natürlich je nach Krankheitsbild.

    Wenn die Bandscheiben oder Wirbelkörper in der Halswirbelsäule ihre Position verlassen, es also zu einem Vorfall (leicht: Protrusion, schwer: Prolaps) kommt, dann müssen die Physiotherapeuten äußerst vorsichtig agieren. Es kann durch eine falsche Bewegung, einem Einrenkversuch und dergleichen zu einer Lähmung kommen unter anderem aber auch zu schweren Rückenproblemen die auf Dauer nicht mehr wegzudenken sind. Außerdem müssen erst die Halsschlagadern überprüft werden. Liegt hier eine Durchblutungsstörung vor oder ist bekannt, dass die Adern Erweiterungen oder Verengungen aufweisen, dann darf der Behandler nicht an der Halswirbelsäule manipulieren. Es könnte sonst zu einem Zerreißen der Gefäße kommen, was einen lebensbedrohlichen Zustand darstellt. Immerhin ist die Hirnversorgung dadurch nicht mehr gewährleistet!

    HWS-Probleme und Rückenprobleme

    button-rückenprobleme

    Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule sind eher selten. Zum einen verfügt die Halswirbelsäule über vergleichsweise wenig Wirbel und damit wenig Zwischenwirbelscheiben. Darüber hinaus sind die beiden oberen Halswirbelkörper als Kopfgelenke ausgebildet, die völlig ohne Bandscheiben auskommen. Allerdings kann ein Verkehrsunfall mit einem Schleudertrauma in diesem Bereich erheblichste Beeinträchtigungen auslösen. Das gilt auch für eine Wirbelkörperfraktur. Durch Fragmente können Teile der knöchernen Wirbelsäule in den Spinalkanal eindringen und dort das Rückenmark bedrängen. Dies führt zu recht starken Schmerzen und dazu, dass Nervenreize nicht richtig oder gar nicht mehr weitergeleitet werden. Die Hirnversorgung mit Sauerstoff und anderen lebenswichtigen Stoffen ist nicht mehr gewährleistet. Es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen!

    Häufig ist die Verspannung der Nackenmuskulatur (Nuralmuskulatur). Vor allem in sitzenden Berufen werden unbewusst die Schultern hochgezogen, so dass sich die Muskulatur im Schulter- und Nackenbereich verkürzt. Durch eine ständige Reizung ist der Muskeltonus (die Spannung) erhöht und es kommt zu verspannten Schulter- und Nackenmuskeln. Diese wiederum lösen Kopfschmerzen und Migräne aus, aber auch Schwindelgefühle.

    Immer, wenn die Halswirbelsäule bei Rückenproblemen  in irgendeiner Form beeinträchtigt ist, müssen wir davon ausgehen, dass auch in den weiter unten gelegenen Wirbelsäulenabschnitten Probleme auftreten. Fehlhaltungen führen zu Verdrehungen und Verschiebungen. Ausweichhaltungen, sogenannte Schonhaltungen, beeinträchtigen die Muskelanspannung zusätzlich negativ und führen wiederum zu Verspannungen. Die Linderung ist nur vorübergehend. Bewegungsmangel lässt weitere Muskeln schrumpfen.

    Bild: © Depositphotos.com / karelnoppe