Schlagwort: Schmerzen

  • Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Immer müde, schlecht konzentriert und ohne Appetit? Alle, die diese Symptome haben, sollten durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie vielleicht unter Eisenmangel leiden. Der Mangel an Eisen hat vielfältige Symptome und gehört zu den am häufigsten auftretenden Mangelerscheinungen weltweit, denn von Eisenmangel sind rund zwei Milliarden Menschen überall auf der Welt betroffen. Wer unter Eisenmangel leidet, der sollte damit nicht allzu unbesorgt umgehen, denn wenn eine unzureichende Versorgung mit Eisen nicht behandelt wird, dann kann das unter Umständen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

    Der Körper braucht Eisen

    Damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt, braucht der Körper Eisen, denn das Eisen ist dafür zuständig, den Sauerstoff aus den Lungen in die einzelnen Zellen zu transportieren. Auch wenn es darum geht, dass mit der Bildung des roten Farbstoffs Hämoglobin alles klappt, dann ist Eisen unerlässlich. Ohne Eisen können die sogenannten Erythrozyten, also die roten Blutkörperchen den Sauerstoff nicht dorthin bringen, wo er gebraucht wird. Der Körper braucht ständig Eisen, und weil jeden Tag Nachschub gebraucht wird, muss die tägliche Ernährung ausreichend Eisen enthalten.

    Wie viel Eisen braucht der Körper?

    Wie viel Eisen der Körper braucht, das ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Das Alter spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle, denn ältere Menschen brauchen ebenso wie Kinder deutlich mehr Eisen, um gesund zu bleiben. Aber auch Leistungssportler benötigen eine Menge Eisen, da sie durch ihren Sport stark schwitzen und dabei wertvolle Mineralstoffe verlieren. Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, brauchen ebenfalls mehr Eisen, da sie durch die monatliche Periode Eisen verlieren, das durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden muss. Männer haben einen geringeren Eisenbedarf und leiden daher auch weniger unter Eisenmangel als das bei Frauen der Fall ist. Durchschnittlich braucht ein erwachsener Mensch rund 1,5 Milligramm Eisen, um gesund zu bleiben.

    Welche Ursachen kann Eisenmangel haben?

    Es gibt viele Gründe, warum es zu einem Mangel an Eisen kommt. Hoher Blutverlust ist ein Grund, aber auch Geschwüre und chronische Entzündungen sind dafür verantwortlich, dass der Körper nicht genug Eisen bekommt. Viele Menschen, die unter Hämorrhoiden leiden, haben nicht selten einen Eisenmangel und auch bei Magengeschwüren oder bei Geschwüren des Darmtrakts kommt es häufig zu Eisenmangel. Der Mangel an Eisen kann aber auch erblich bedingt sein und wenn Kinder zu Jugendlichen werden, dann kommt es zu einem Eisenmangel in der Pubertät. Das Gleiche gilt auch für schwangere Frauen, denn auch ihr Organismus muss sich umstellen und das führt dann zu einem Mangel an Eisen.

    Welche Symptome bei Eisenmangel?

    Herrscht im Körper Eisenmangel, dann wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Diese Mangelerscheinung macht sich unter anderem durch eine beständige Müdigkeit bemerkbar, aber auch eine blasse oftmals auch sehr trockene Haut und starke Kopfschmerzen können ein Zeichen für Eisenmangel sein. Wer oft ohne Antrieb ist, wem öfter schwindelig wird und wer beim Treppensteigen schnell aus der Puste kommt, der sollte sein Blut untersuchen lassen und sich dann nicht wundern, wenn der Arzt Eisenmangel feststellt. Rein äußerlich ist der Mangel an Eisen durch rissige Fingernägel und durch häufig eingerissene Mundwinkel zu erkennen. Bei einigen Menschen kommt es aber auch zu Muskelzuckungen und Muskelkrämpfen.

    Was hilft bei Eisenmangel?

    Zu Eisenmangel kommt es nur, weil der Körper nicht in der Lage ist, selbst Eisen zu produzieren. Den Eisenmangel zu beheben, ist nicht allzu schwer, denn der Eisenvorrat kann einfach durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Körper nur ein Zehntel des zugeführten Eisens verarbeiten kann, außer das Eisen wird zusammen mit Vitamin C dem Körper zugeführt, denn das Vitamin unterstützt das Eisen. Wer unter einem Mangel an Eisen leidet, der sollte daher immer auf seine Ernährung achten.

    Bild: © Depositphotos.com / straga

  • Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Das Pfeiffersche Drüsenfieber – die Kusskrankheit

    Pfeiffersches Drüsenfieber? Die meisten Menschen haben von dieser Krankheit noch nie etwas gehört, aber das Pfeiffersche Drüsenfieber kommt häufiger vor, als man vielleicht denkt. Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Krankheit, die durch einen hartnäckigen Virus mit dem Namen Epstein-Barr ausgelöst wird, und übertragen wird der Virus in den meisten Fällen von Mund zu Mund, also beim Küssen. Das hat dem Pfeifferschen Drüsenfieber auch den Beinamen Kusskrankheit eingebracht, und wer sich schützen will, der sollte sich seine Kusspartner sehr genau aussuchen.

    Die Ursachen des Pfeifferschen Drüsenfiebers

    Das Epstein-Barr-Virus oder kurz auch EBV genannt, ist der Übeltäter, wenn es um das Pfeiffersche Drüsenfieber geht. Das EBV ist ein sogenanntes DANN Virus, das nur dann im Körper überleben kann, wenn es sich in bestimmten weißen Blutkörperchen und in den Zellen der Schleimhaut im Mund- und Rachenraum einnisten kann. Weil das Pfeiffersche Drüsenfieber eine relativ lange Inkubationszeit zwischen vier und sechs Wochen hat, bedeutet das: Wer einen Menschen mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber küsst, der spürt in diesem Zeitraum die ersten Symptome.

    Die Übertragung des Pfeifferschen Drüsenfiebers kann jedoch nur gelingen, wenn beim Küssen Körperflüssigkeiten ausgetauscht werden. Es kann in sehr seltenen Fällen aber auch durch eine Bluttransfusion oder beim Geschlechtsverkehr zu einer Ansteckung kommen.

    Welche Symptome gibt es?

    Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers sind sehr vielfältig, was es dem Arzt nicht unbedingt einfach macht, die Krankheit auf Anhieb richtig zu erkennen. Viele Patienten fühlen sich müde und angeschlagen, sie klagen über Übelkeit und haben keinen Appetit, im späteren Verlauf kommen dann starke Kopfschmerzen, Halsschmerzen und auch Fieber dazu. Die Lymphknoten vor allem am Hals, aber auch in den Achselhöhlen können sehr schmerzhaft anschwellen und auch die Milz vergrößert sich, was zu Druckschmerzen im oberen Bereich des Bauches führt.

    Eine eindeutige Diagnose kann nur durch eine Untersuchung des Blutes gestellt werden, denn im Blut zeigt sich eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen, und das gibt einen Nachweis über die Antikörper des Epstein-Barr-Virus. Wer die genannten Symptome über einen längeren Zeitraum verspürt, der sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und ein großes Blutbild machen lassen.

    Vom Alter abhängig

    Das Epstein-Barr-Virus gehört zu den Herpesviren und wer den Virus einmal in sich trägt, der behält ihn ein Leben lang. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass 95 % der Weltbevölkerung unter 30 Jahren das Virus haben, aber nicht bei allen kommt die Krankheit auch zum Ausbruch. Kleinkinder können sich ebenfalls mit dem Epstein-Barr-Virus infizieren, aber in diesem Fall gibt es keine oder nur geringfügige Symptome. Die Ursache dafür liefert das Immunsystem, das bei kleinen Kindern nicht so stark reagiert.

    Wer das Pfeiffersche Drüsenfieber schon als Kind bekommt, der ist allerdings für den Rest seines Lebens gegen eine erneute Ansteckung immun, denn der Körper hat Antikörper gebildet. Bei Jugendlichen sind die Symptome am stärksten ausgebildet und hier lässt sich die Krankheit am einfachsten feststellen.

    Wie wird das Pfeiffersche Drüsenfieber behandelt?

    Bricht die Krankheit aus, dann ist Ruhe die erste Pflicht und das Küssen ist erst einmal streng verboten. Viel Schlaf kann effektiv dabei helfen, das Pfeiffersche Drüsenfieber zu besiegen und wenn das Fieber steigt, dann sollten fiebersenkende Mittel eingenommen werden. Es gibt keine speziellen Medikamente gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber, alles was gelindert werden kann, das sind die Symptome, wie eben das Fieber. Alle, die sich mit dem Fieber angesteckt haben, die müssen eigentlich nur eines mitbringen und das ist Geduld, denn es kann ein bis zwei Monate dauern, bis die Symptome abklingen und das Pfeiffersche Drüsenfieber komplett ausgeheilt ist.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

  • Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Glutenunverträglichkeit – was ist das?

    Immer mehr Menschen, so scheint es, vertragen keine Gluten. Aber was sind überhaupt Gluten und warum reagieren so viele darauf allergisch? Vereinfacht ausgedrückt sind Gluten eine Art Kleber aus Eiweiß, der in sehr vielen Lebensmitteln enthalten ist, die wir jeden Tag essen. Wer unter einer Glutenunverträglichkeit leidet, der wird in seinen alltäglichen Essgewohnheiten stark eingeschränkt, denn wer keine Gluten verträgt, der muss auf Brot ebenso verzichten wie auch auf Kuchen und auf viele andere Dinge, in denen bestimmte Getreidesorten enthalten sind. Aber es gibt Alternativen, die es ein wenig einfacher machen, ohne Gluten leben zu können.

    Was genau sind Gluten?

    Damit sich Getreide überhaupt zum Backen eignet, braucht es Gluten, denn Gluten haben die Fähigkeit dem Teig die richtige Konsistenz zu verleihen, in dem sie den Teig klebrig machen. Gluten sind in Weizen ebenso enthalten wie auch im Roggen, in der Gerste, im Grünkern und auch im Hafer. Auch alte Getreidesorten wie Emmer und Einkorn, die heute wieder angebaut werden, enthalten Gluten und sind damit keine Alternative für alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.

    Die Speisekarte ist für alle die keine Gluten vertragen können, sehr eingeschränkt, denn Gluten finden sich in Nudeln, Brot, allen Arten von Kuchen, in Pommes frites, in Pizza, in Keksen und Plätzchen, in Bier, aber auch in Chips, Ketchup, Paniermehl und in Gewürzmischungen. Suppen und die meisten Fertiggerichte enthalten Gluten, ebenso wie Soße und einige Milchprodukte wie Joghurt und Frischkäse. Da Gluten ein guter Träger für zahlreiche Aromastoffe sind, werden sie besonders gerne in Fertigprodukten verwendet. Wenn ein Fertiggericht oder ein Lebensmittel Weizenstärke enthält, dann kann man davon ausgehen, dass es auch Gluten enthält, in diesem Fall muss es aber auf der Packung gekennzeichnet sein.

    Welche Lebensmittel enthalten keine Gluten?

    Wer sich die lange Liste der Lebensmittel anschaut, in denen Gluten enthalten sind, der wird sich vielleicht fragen, was keine Gluten enthält und was diejenigen, die eine Glutenintoleranz haben, noch essen dürfen. In Hirse und Mais sind keine Gluten enthalten und auch Wildreis und Reis kann jeder ohne Bedenken essen, der eine Glutenunverträglichkeit hat. Auch die sogenannten Pseudogetreidearten wie Buchweizen, Amarant und Quinoa sind frei von Gluten, ebenso wie Tofu, Mozzarella und Sojamilch, auch reine Fruchtsäfte und Sekt enthalten keine Gluten.

    Wer keine Gluten vertragen kann, der darf Obst und Gemüse essen und auch Kartoffeln und Milch sind im unverarbeiteten Zustand ebenso verträglich wie natürliches Joghurt, Naturkäse, Buttermilch, Fisch, Fleisch, alle Hülsenfrüchte, Reisnudeln, Honig und Johannisbrotmehl oder Mehl aus Traubenkernen.

    Wie macht sich die Glutenunverträglichkeit bemerkbar?

    Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft schätzt, dass in Deutschland jeder 250. Bürger keine Gluten verträgt, aber nur etwa 10 % bis 20 % zeigen auch die typischen Symptome. Dazu gehören unter anderem Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und ein allgemeines Unwohlsein. Viele, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, verlieren rapide an Gewicht, sie fühlen sich abgeschlagen und haben nicht selten einen Mangel an Eisen. Auch eine starke Migräne kann darauf hindeuten, dass es sich um eine Intoleranz gegenüber Gluten handelt.

    Seit 2005 müssen die Lebensmittel die Gluten enthalten, entsprechend gekennzeichnet sein. Das macht es den Betroffenen einfacher, für sich die passenden Lebensmittel zu finden. Wer wissen will, ob sich Gluten in einem bestimmen Lebensmittel befinden, der sollte sich die Inhaltsliste ansehen und auf eine Ähre achten, die durchgestrichen ist, denn das ist das Symbol für Lebensmittel, die keine Gluten enthalten. Allerdings ist man damit nicht immer auf der sicheren Seite, denn laut Gesetz darf sich ein Lebensmittel immer dann als glutenfrei bezeichnen, wenn weniger als 20 Milligramm Gluten pro Kilogramm Gesamtgewicht enthalten sind. Der Zusatz „Kann Gluten enthalten“, weist auf den Verpackungen darauf hin. Der Zusatz „sehr geringer Glutengehalt“ zeigt, dass nur maximal 100 Milligramm pro Kilogramm enthalten sind.

    Bild: © Depositphotos.com / triocean2011

  • Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Borreliose – kleiner Biss, gefährliche Wirkung

    Wenn der Sommer kommt, dann steigt auch wieder die Gefahr, an Borreliose zu erkranken, denn Sommerzeit ist Zeckenzeit. Ein Biss der kleinen Insekten kann ausreichen, um eine Borreliose auszulösen, eine Krankheit, mit der nicht zu spaßen ist. Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst, die sogenannten Borrelien, und wer von einer Zecke gebissen wird, der verspürt für lange Zeit keine Symptome. Da die Borreliose oftmals sehr spät erkannt und behandelt wird, kann sie für den Betroffenen sehr gefährlich werden.

    Nicht immer gefährlich

    Eine Infektion mit Borrelien ist nicht zwangsläufig auch gefährlich, denn die meisten Zeckenbisse bleiben ohne Folgen. Wichtig ist aber, dass die Zecke in einem Zeitraum von 24 Stunden aus der Haut entfernt wird, z.B. mit einer Zeckenzange, denn wenn das der Fall ist, dann reicht die Menge der Bakterien nicht aus, um eine Borreliose auszulösen. Es ist nur ein geringer Prozentsatz, der tatsächlich nach dem Biss einer Zecke auch an Borreliose erkrankt. 70 % bis 90 % der Infektionen mit Borreliose bleiben ohne Folgen und wirken sich nicht negativ auf die Gesundheit aus, so die Ansicht von Experten, dennoch ist es immer eine gute Idee, nach einem Zeckenbiss einen Arzt aufzusuchen.

    Wer ist gefährdet?

    Grundsätzlich kann eine Borreliose jeden Menschen treffen, der sich in den Sommermonaten gerne in der freien Natur aufhält, denn wenn die Luft warm und schwül ist, dann lauern Zecken gerne im Unterholz, in Sträuchern und auch im hohen Gras. Kleine Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter sind gefährdet, wenn es um eine Infektion mit Borrelien geht, aber auch ältere Menschen zwischen dem 60. und dem 70. Lebensjahr sollten nach einem Spaziergang den Körper nach möglichen Zecken absuchen. Bei dieser Altersgruppe ist das Immunsystem auch nicht so stabil, dass es sich effektiv gegen die Bakterien zur Wehr setzen kann.

    Alle, die ein gut funktionierendes Immunsystem haben, müssen sich keine allzu großen Gedanken machen, denn wenn ein Immunsystem gut arbeitet, dann haben die Erreger, die eine Borreliose auslösen können, keine Chance.

    Können auch Haustiere eine Borreliose auslösen?

    Das Robert-Koch-Institut hat herausgefunden, dass auch Haustiere wie Hunde und Katzen eine Borreliose beim Menschen auslösen können. Eine Übertragung durch Katzen ist dabei noch wahrscheinlicher als eine Übertragung durch Hunde. Das ist allem Katzen der Fall, die den ganzen Tag unterwegs sind, denn wenn sich in ihrem Fell eine Zecke festsetzt, dann kann sie leicht auf den Menschen überspringen. Wer einen „Freigänger“ zu Hause hat, der sollte besonders im Sommer mit dem Schmusen vorsichtig sein, denn die Katze könnte eine Zecke mit nach Hause gebracht haben, die dann den Wirt wechselt, ohne dass der Betroffene es merkt.

    Die Borreliose Symptome

    Immer dann, wenn nach dem Biss einer Zecke die Borreliose-Bakterien in den Körper gelangen, dann entsteht eine Entzündung. Die ersten Anzeichen, dass es sich um eine Borreliose handelt, sind Rötungen auf der Haut, die sich kreisförmig ausbilden und in der Mitte verblassen. Diese sogenannte Wanderröte ist nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt, bei einigen Betroffenen tritt sie sogar überhaupt nicht auf. Das ist auch der Grund, warum eine Borreliose gar nicht oder viel zu spät erkannt wird. Neben der Wanderröte gibt es auch noch andere Symptome wie Schmerzen in den Muskeln und Gelenken, sowie plötzlich auftretendes hohes Fieber. Abgeschlagenheit, eine Entzündung der Bindehäute und auch das Anschwellen der Lymphknoten kann ebenfalls ein Zeichen für eine Infektion mit Borrelien sein.

    Um eine endgültige Diagnose zu bekommen, muss das Blut untersucht werden, denn nur in einem Bluttest lassen sich die Bakterien ohne Zweifel nachweisen. Borreliose tritt in drei Stadien auf, wobei im ersten Stadium die Wanderröte ein deutliches Anzeichen ist. Im zweiten Stadium kommen dann Symptome dazu, die einer Grippe ähneln und erst im dritten Stadium wird es mit Persönlichkeitsveränderungen, Konzentrationsstörungen und mit starken Rückenschmerzen gefährlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Erik_Karits

  • Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule – schmerzhaft, aber therapierbar

    Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule – schmerzhaft, aber therapierbar

    Schmerzen im Rücken, die plötzlich auftreten und wieder verschwinden, ein Gefühl der Taubheit in einem Bein und das Gefühl, die Beine oder Füße nicht mehr unter Kontrolle zu haben – das alles sind Symptome für einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule. In 80 % der Fälle, bei denen ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde, ist die Lendenwirbelsäule, also der untere Teil des Rückens betroffen. Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule sind sehr vielfältig. Ein solcher Bandscheibenvorfall ist sehr schmerzhaft, aber da die Schmerzen nur sporadisch auftreten, gehen viele Betroffene nicht zu einem Arzt, sie versuchen sich selbst zu therapieren, zum Beispiel durch Wärme. Das Problem wird damit aber leider nicht gelöst.

    Was ist ein Bandscheibenvorfall?

    Die Bandscheiben dienen als eine Art Stoßdämpfer oder Pufferzone der Wirbelsäule. Sie sitzen zwischen den Wirbeln und sie fangen jede Bewegung und jeden Stoß ab und schützen auf diese Weise die empfindliche Wirbelsäule. Kommt es zu einem Bandscheibenvorfall, dann verformt sich der äußere Knorpelring der Bandscheibe oder er reißt vollkommen ab. Die einzelnen Teile der kaputten Bandscheibe liegen frei und drücken auf die Nervenbahnen, was für einen plötzlich auftretenden Schmerz sorgt. Da es sich um einen ganzen Nervenstrang handelt, auf den die Teile der Bandscheibe drücken, beschränkt sich der Schmerz nicht allein auf den Rücken, auch die Beine sind betroffen, was das Ganze umso unangenehmer macht.

    Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule?

    Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule sind vielschichtig. Übergewicht kann eine Ursache sein, und auch, wer zu viel und zu lange sitzt, muss damit rechnen, dass die Bandscheibe vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule Schaden nimmt. Auch wer sportlich nicht sonderlich aktiv ist, der riskiert einen Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule und bei einigen Menschen ist es die falsche Körperhaltung, die einen solchen Vorfall auslösen kann.

    Nicht selten kommen auch mehrere Faktoren zusammen, die schließlich dafür sorgen, dass der Knorpelring der Bandscheibe reißt. Wer beispielsweise zu viel Gewicht auf die Waage bringt, wenig oder gar keinen Sport treibt und dann auch noch den ganzen Tag in einem Büro sitzt, der sollte sich nicht wundern, wenn es zu einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule kommt.

    Wie kann ein Bandscheibenvorfall behandelt werden?

    Wenn es um die therapeutischen Maßnahmen bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule geht, ist es in den letzten Jahren zu einem Wandel gekommen. Während in früheren Jahren die Ärzte sehr gerne und auch sehr schnell zum Skalpell gegriffen haben, um den Schaden zu beheben, stehen heute mehr und mehr andere Therapien im Vordergrund. Operiert wird nur noch in seltenen Fällen, wenn eine konservative Therapie keinen Erfolg verspricht.

    Studien haben gezeigt, dass bei rund 90 % der Bandscheibenvorfälle, die die Lendenwirbelsäule betreffen, eine Operation vermieden werden kann, in neun von zehn Fällen kann diese Form des Bandscheibenvorfalls heute sehr erfolgreich mit Medikamenten oder mit einer gezielten Physiotherapie behandelt werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur durch eine OP die Bandscheibe repariert werden kann, Bandscheiben haben durchaus die Fähigkeit, von selbst wieder zu heilen.

    Wann muss operiert werden?

    Eine Operation der Bandscheibe ist heute nur eine zweite Option und sie wird auch nur dann durchgeführt, wenn der Arzt der Meinung ist, dass eine alternative Behandlung keinen Sinn macht. Das Ziel einer Therapie und auch einer Operation besteht darin, dass der Gewebekern der ausgetreten ist, vom gequetschten Nerv entfernt wird, um ihn zu entlasten. Dazu muss das beschädigte Gewebe entfernt werden und das kann heute mit einem sogenannten endoskopischen Eingriff schnell und einfach geschehen.

    Liegt der Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule schon länger zurück oder auch wenn der Vorfall großflächig ist, dann haben die Ärzte in der Regel keine Wahl und der Patient muss am offenen Rücken operiert werden, was nie ganz ungefährlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / mangostock

  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

    Bild: © Depositphotos.com / KirillM