Schlagwort: Schmerztablette

  • Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

    Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen

    Immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen. Die Zahl der Betroffenen zwischen elf und 17 Jahren ist auf 78 % gestiegen und dieser drastische Anstieg hat die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen ins Leben gerufen. In elf Bundesländern haben 17 Krankenkassen die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen gestartet, um den Kindern und Jugendlichen, die unter Kopfschmerzen leiden, effektiv zu helfen.

    Große Probleme

    Die Krankenkassen schätzen, dass 90 % der Kinder über zwölf Jahre schon einmal mit Kopfschmerzen zu tun hatten. Die Bandbreite der Kopfschmerzen bei Kindern reicht vom typischen Spannungskopfschmerz bis hin zur Migräne, und diese Kopfschmerzen sorgen für viele Probleme. So bekommen von den 75 % der Kinder, die ständig unter Kopfschmerzen leiden, rund 60 % von ihren Eltern handelsübliche Kopfschmerztabletten. Damit steigt die Gefahr der Sucht und der Abhängigkeit und nicht selten nehmen die Kinder von heute auch als Erwachsene weiter Kopfschmerztabletten. Da viele Kopfschmerztabletten im Verdacht stehen, selbst Kopfschmerzen auszulösen, beginnt ein wahrer Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann.

    Was kann die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfschmerzen tun?

    Die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen läuft bereits seit 2014, aber erst in diesem Jahr gibt es erste Resultate. Im Rahmen der Aktion wurden unter anderem an die Schüler der siebten Klassen Materialien für den Unterricht verteilt, die darüber aufklären, welche Maßnahmen gegen Kopfschmerzen besonders wirkungsvoll sind. Aber nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern und Lehrer werden umfassend über das Thema Kopfschmerzen bei Kindern informiert. Der unreflektierte Umgang mit Medikamenten ist einer der Schwerpunkte, aber vor allem die präventiven Maßnahmen stehen im Mittelpunkt der Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen.

    Die Ursachen bekämpfen

    Wenn Kinder und Jugendliche unter Kopfschmerzen leiden, dann hat das immer ganz unterschiedliche Ursachen. Vielfach sind Stress in der Schule und ein zu volles Freizeitprogramm daran schuld, dass Kinder unter Kopfschmerzen leiden. Viele Kinder klagen aber auch über den zunehmenden Druck im Unterricht, zudem kann eine falsche Ernährung der Auslöser sein, dass Kinder Kopfschmerzen bekommen. An diesen Punkten setzt die bundesweite Aktion an. Zusammen mit den Lehrern und den Eltern werden Maßnahmen erarbeitet, die den Kindern dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen. In den Arbeitsheften gibt es für die Kinder, Eltern und Lehrer neben Ernährungstipps auch Anleitungen, wie Schule, Familie und Freizeit besser koordiniert werden können.

    Bei den Krankenkassen erhältlich

    Die Aktion Mütze – Kindheit ohne Kopfzerbrechen läuft noch bis zum nächsten Jahr und folgende Bundesländer haben sich daran beteiligt:

    • Thüringen
    • Schleswig-Holstein
    • Sachsen
    • Rheinland-Pfalz
    • Mecklenburg-Vorpommern
    • Hamburg
    • Hessen
    • Brandenburg
    • Bremen
    • Berlin

    An diese Bundesländer wurden bereits die passenden Unterlagen ausgeliefert, aber auch die anderen Bundesländer werden sich mit Sicherheit an der Aktion beteiligen. Lehrer und Eltern, die sich für die Aktion interessieren und Unterlagen haben möchten, müssen sich nur an eine der teilnehmenden Krankenkassen wenden, die die Arbeitshefte und Informationsunterlagen kostenlos versenden. Die Schmerzklinik in Kiel ist ebenfalls an der Aktion beteiligt und auch dort können sich Kinder, Eltern und Lehrer informieren. Auf der Internetseite der Kieler Schmerzklinik können zudem viele interessante Details zur Aktion eingesehen und auch heruntergeladen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / AlphaBaby

  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

    Bild: © Depositphotos.com / mobi68

  • Alkoholgenuss ohne Kater

    Alkoholgenuss ohne Kater

    Weihnachten und Silvester sind traditionsgemäß die Feste, an denen viel Alkohol getrunken wird. Vor allem der Start ins neue Jahr kann für alle, die am Silvesterabend zu tief ins Glas geschaut haben, sehr unangenehm werden. Die Folge ist ein brummender Schädel am Neujahrsmorgen und der berüchtigte Kater kommt zu Besuch. Wie kann ein Kater nach einer durchzechten Nacht verhindert werden, und was sollten alle beachten, die feiern wollen, aber am nächsten Morgen ohne einen ausgewachsenen Kater aufwachen möchten? Gibt es einen Alkoholgenuss ohne Kater?

    Einen Kater effektiv vermeiden

    Das beste Mittel gegen den Alkoholgenuss ohne Kater ist, komplett auf Alkohol zu verzichten. Wer den Alkoholgenuss ohne Kater verhindern will, der sollte nach Möglichkeit bei einer Sorte Alkohol bleiben und nicht durcheinandertrinken. Bier und Schnaps oder bunte Cocktails sorgen dafür, dass es garantiert nicht zum Alkohol ohne Kater kommt. Alkohol enthält Fuselöle und Methanol, und diese beiden Substanzen sind für den Kater nach durchzechter Nacht verantwortlich. Um das Methanol und die Fuselöle auszutricksen, sind viele immer noch der Meinung, dass fettes Essen den Alkoholgenuss ohne Kater möglich macht. Das ist leider nicht der Fall, denn der Alkohol kommt zwar immer noch in die Blutbahn, aber es dauert ein wenig länger. Deutlich effektiver ist es, auf Partys zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser zu trinken, denn so wird der Alkoholgenuss ohne Kater möglich, da das Wasser den Alkohol im Blut verdünnt.

    Alkoholgenuss ohne Kater – so klappt´s

    Wer am Silvesterabend über die Stränge geschlagen ist und am ersten Morgen des neuen Jahres mit einem ausgewachsenen Kater aufwacht, der möchte sich natürlich so schnell wie möglich wieder fit fühlen. Wer zu viel getrunken hat, der ist aus medizinischer Sicht dehydriert, weil der Alkohol dem Körper Flüssigkeit und auch Salz entzogen hat. Dieser Mangel führt dann zu Kopfschmerzen. Um die Kopfschmerzen zu vermeiden, sind folgende Mittel sehr erfolgreich:

    • Saure Gurken und Rollmöpse
    • Marmelade und Honig aufs Brot
    • Wasser, Tee und in Maßen auch Kaffee
    • Bewegung in frischer Luft

    Das altbewährte Mittel saure Gurken und Rollmöpse zu essen, ist nicht falsch, denn auf diese Weise kann der Mangel an Salz wieder ausgeglichen werden. Alle, die unter Übelkeit leiden, werden sich aber kaum für einen Fisch und eine Gurke erwärmen können. Es gibt jedoch noch eine andere Möglichkeit den Kater zu besiegen, und die schmeckt süß.

    Da Alkohol den Blutzuckerspiegel senkt, können ein Stück Kuchen oder eine Scheibe Brot mit Honig oder Marmelade eine gute Alternative zu Gurken und Rollmops sein.

    Ganz falsch liegen diejenigen, die der alten Regel folgen, Alkohol mit Alkohol zu bekämpfen und so auf einen Alkoholgenuss ohne Kater hoffen. Wer einen Kater hat, der hat streng genommen eine akute Alkoholvergiftung und die verschwindet ganz bestimmt nicht, wenn noch mehr Alkohol getrunken wird. Wasser, Tee und auch eine Tasse starken Kaffee sind eindeutig die bessere Wahl als das berühmte Konterbier am nächsten Morgen. Auch wer vor dem Zubettgehen eine Kopfschmerztablette nimmt und dann auf einen Alkoholgenuss ohne Kater hofft, der wird enttäuscht werden.

    Frische Luft ist ein sehr wirksames Mittel für alle, die auf den Alkoholgenuss ohne Kater setzen. Wenn der Kopf schmerzt, dann ist es eine gute Idee den Mantel anzuziehen, die Mütze aufzusetzen, den Schal umzubinden und dann zügig eine Stunde durch die kalte Winterluft zu gehen. Das macht den Kopf frei, das Unwohlsein verschwindet und die Welt sieht gleich wieder ein bisschen besser aus. Überanstrengen sollte man sich aber nicht, denn das kann schnell zu neuen Problemen führen.

     

  • Aufgaben und Wirkung der Schmerztablette

    Aufgaben und Wirkung der Schmerztablette

    Warum der Griff zur Schmerztablette nicht immer gut ist

    Die Schmerztablette wird genau wie die Tropfen und die Infusionen zur Unterdrückung von Schmerzen eingesetzt. Der Mediziner fasst diese Präparate unter dem aus dem Griechischen angeleiteten Begriff Analgetika zusammen. Früher war auch die Bezeichnung Anodyna üblich. Sie sind nicht zu verwechseln mit den Anästhetika, die einen ganz anderen Wirkmechanismus haben.

    Eine Schmerztablette sollte nur die Wahrnehmung des Schmerzes selbst unterdrücken. Eine Einschränkung des Bewusstseins sowie der Sensorik sollte von ihnen nicht ausgehen. Auch das Zentralnervensystem sollte von den Wirkstoffen der Schmerztablette in seiner Funktion nicht eingeschränkt werden.

    Eine grobe Einteilung der Wirkstoffe einer Schmerztablette wird in Nicht-Opioide und Opioide vorgenommen. Hinzu kommt die Gruppe der Cannabinoide. Weitere Unterscheidungsmerkmale gibt es in Bezug auf den Ort der entfalteten Wirkung sowie der Dauer und der Intensität der Wirkung. Auch ist eine Gliederung nach der Art der damit beeinflussbaren Schmerzen in der Pharmazie und der Medizin üblich.

    Eine weitere Differenzierung wird bei der Schmerztablette dahingehend vorgenommen, ob sie nur die Schmerzen bekämpft oder gleichzeitig andere Wirkungen entfaltet. Einige der in Analgetika verwendeten Wirkstoffe können gleichzeitig das Fieber bekämpfen oder werden mit Wirkstoffen kombiniert, durch die gleichzeitig ein positiver Einfluss auf entzündliche Prozesse genommen werden kann. Zur Gruppe der Kombipräparate zählen beispielsweise viele der üblichen Grippemittel und Rheumamedikamente. Auch einige der Migränemittel sind der Kategorie Kombipräparate zuzuordnen.

    Die Schmerztablette kann man sich mit verschiedenen Arten von Wirkstoffen und Dosierungen ohne Rezept kaufen. Dazu sollte man wissen, dass bei der Schmerztablette ein Abhängigkeitspotential besteht. Sie kann sogar selbst wieder Schmerzen auslösen oder die Wahrnehmung bestehender Schmerzen nach dem Abklingen der Wirkung verstärken. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass durch das Einnehmen einer Schmerztablette Symptome verschleiert werden können, die für eine zutreffende Diagnostik durch den Arzt wichtig sein könnten. Das liegt vor allem daran, dass durch die Schmerztablette nicht nur eine konkrete Art von Schmerzen, sondern pauschal sämtliche Schmerzen unterdrückt werden.

    Wichtes zur Schmerztablette:
    Das Ziel der Einnahme einer Schmerztablette besteht darin, dass die bewusste Wahrnehmung der Schmerzen unterdrückt wird. Wichtig ist, dass man daran denkt, dass die Wirkstoffe der Schmerztablette abhängig machen können, denn viele von ihnen gehören zu den Opioiden. Sorgsam sollte auch die Entscheidung zwischen der reinen Schmerztablette und den Kombipräparaten getroffen werden. Sie sind sowohl als Migränepräparate, als kombiniertes Schmerz- und Fiebermittel als auch in Kombination mit Entzündungen hemmenden Stoffen oder mit Muskelrelaxans zu bekommen. Auch ist es wichtig zu wissen, dass nicht jeder Wirkstoff der Schmerztablette bei allen Arten von Schmerzen wirkt. Deshalb ist gründliche Beratung vor der Anwendung einer Schmerztablette wichtig. Für die Daueranwendung von Schmerzmitteln sind von der WHO detaillierte Richtlinien entwickelt worden über die man sich im Interesse der eigenen Gesundheit auch nicht hinweg setzen sollte.

    Die Wirkungsweise von Schmerztabletten

    Der wohl bekannteste Wirkstoff von Analgetika ist Acetylsalicylsäure, der unter Markennamen wie Aspirin vertrieben wird. Die Wirkungsweise von Schmerztabletten dieser Art beruht auf der Hemmung von COX-1 und COX-2. Die Cyclooxygenasen finden sich an Zellen im entzündeten Gewebe. Das heißt, dass Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure gezielt am Ort der Entstehung der Schmerzen angreifen. Die auch unter dem Namen ASS bekannten Medikamente bewirken allerdings als Nebenwirkung eine Hemmung der Blutgerinnung. Bekannte Störungen der Blutgerinnung, vorhandene Magengeschwüren oder eine verstärkte Neigung dazu ist also immer eine Kontraindikation. ACC-Anlagetika sind fast durchweg rezeptfrei erhältlich.

    Ein weiterer bekannter und gern eingesetzter Wirkstoff ist Ibuprofen. Es gehört zu den Arylpropionsäuren und wirkt auch fiebersenkend und entzündungshemmend. Es schließt sich bei der Wirkungsweise von Schmerztabletten dem ASS an und wird unter verschiedenen Markennamen wie zum Beispiel Neuralgin, Eudorlin, Spalt und Ibuprofen gehandelt. Tabletten mit dem Zusatzstoff Lysin entfalten durch die Verbesserung der Löslichkeit des Wirkstoffs eine schnellere Wirkung. Schmerztabletten mit Ibuprofen sind in niedrigen Dosierunge rezeptfrei und in höheren Dosierungen rezeptpflichtig erhältlich.

    Dilclofenac als Wirkstoff wird bevorzugt bei Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt. Der Wirkstoff trägt die vollständige Bezeichnung Dichlorphenylaminophenylacetat und gehört zu den Nichtopioiden. Er hemmt die Produktion von Prostaglandinen, die zu den Gewebshormonen gerechnet werden. Dort sind es vor allem die Arachidonsäure und die Eicosapentaensäure, die beeinflusst werden. Außerdem gehen die Forscher aktuell davon aus, dass Diclofenac über den Lipoxygenase-Stoffwechsel die Bildung von Leukotrienen unterdrücken kann. Sie sind ein Bestandteil der weißen Blutkörperchen. Bei Diclofenac sind zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt, so dass es nur nach einer gründlichen Abwägung von Nutzen und Risiko zur Anwendung kommen sollte.

    Was sollte man zur Herstellung von Schmerztabletten wissen?

    Wer Informationen zu den geschichtlichen Ursprüngen der Herstellung von Schmerztabletten haben möchte, der sollte den Begriff Anodynum kennen. Damit wurden früher die schmerzstillenden Präparate bezeichnet. Heute ist dieser Begriff gegen die Bezeichnung Analgetikum ausgetauscht worden.

    Als einer der ersten hoch wirksamen Stoffe bei der Herstellung von Schmerztabletten kam das Morphin zum Einsatz. Es ist einer der stärksten Wirkstoffe, den die Menschen bei der Bekämpfung von Schmerzen kennen und macht rund zehn Prozent der Bestandteile von Opium aus. Dass es heute in der Medizin verwendet werden kann, ist Friedrich Sertürner zu verdanken. Dem Apotheker gelang es im Jahr 1804, den Wirkstoff gezielt zu isolieren. Auch das Codein, das zur Bekämpfung von Reizhusten eingesetzt wird, stammt vom Schlafmohn.

    Bei der Herstellung von Schmerztabletten werden die natürlichen Wirkstoffe aus Pflanzen wie dem Gift-Lattich, dem Bilsenkraut, dem Stachapfel oder dem Nieswurz und Hanf extrahiert und konzentriert. Dabei werden Technologien wie Kochen, Dämpfen, Trocken und Auspressen angewendet. In der Pharmazie werden die so gewonnen Wirkstoffe anschließend noch mehrfach gereinigt. Inzwischen kommen auch chemisch hergestellte Ersatzverbindungen zum Einsatz.

    Wissen sollte man, dass bei der Herstellung von Schmerztabletten nicht nur die Wirkstoffe selbst, sondern auch zahlreiche Hilfs- und Zusatzstoffe zum Einsatz kommen. Sie müssen auf den Verpackungen und Beipackzettel mit ausgewiesen werden. Sie sollten vor allem bei bekannten Allergien auf Emulgatoren und Stabilisatoren besonders gründlich geprüft werden. Bevor es zur Herstellung von Schmerztabletten mit einer neuen Zusammensetzung kommen kann, muss ein spezielles Prüfungsverfahren durchlaufen werden, in dem Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen und eine eventuelle Schädigung des Organismus durch unerwünschte Nebenwirkungen mit geprüft werden.

    Die Vor- und Nachteile von Schmerztabletten

    Entscheidende Nachteile von Schmerztabletten bestehen darin, dass sie je nach Wirkstoff schnell abhängig machen können. Dazu gehören vor allem die Präparate, in denenals Wirkstoff Opioide zum Einsatz kommen. Einige Wirkstoffe können sogar selbst Schmerzen auslösen. Der zweite Nachteil von Schmerztabletten findet sich bei den Möglichkeiten der Diagnose. Leider ist mit dem Großteil der Analgetika keine selektive Unterdrückung von Schmerzen möglich. Das heißt, es werden alle Schmerzen unabhängig von Art und Ort der Entstehung unterdrückt. Bei einer permanenten Einnahme von Analgetika kann es demnach dazu kommen, dass Schmerzen als wichtige Symptome der meisten beginnenden Erkrankungen übersehen werden können.

    Dass Vor- und Nachteile von Schmerztabletten bei einzelnen Wirkstoffen auch zusammen kommen können, zeigen die Präparate mit Acetylsalicylsäure. Bei einem Einsatz als reines Schmerzmittel kann sich die Tatsache als Nachteil auswirken, dass dieser Wirkstoff auch die Blutgerinnung hemmt. Andererseits macht es das aber möglich, dieses Schmerzmittel als einziges Dauerpräparat bei Patienten zu verwenden, bei denen gezielt die Blutgerinnung zum Beispiel zur Prävention gegen einen Herzinfarkt verzögert und auftretende Schmerzen durch die aus Herzschwächen resultierende Mangeldurchblutung der Extremitäten bekämpft werden müssen.

    Ein weiterer Vorteil von Schmerztabletten zeigt sich bei Wirkstoffen wie Ibuprofen. Er wirkt nicht nur schmerzstillend, sondern gleichzeitig auch fiebersenkend und entzündungshemmend. Durch den Einsatz solcher multifunktionaler Wirkstoffe kann die Gabe von verschiedenen Präparaten eingespart werden. Hier muss man immer mit im Auge behalten, dass ein Medikament nicht nur den Wirkstoff selbst, sondern auch zahlreiche Zusatzstoffe enthält. Und viele dieser Hilfsstoffe der Arzneimittelherstellung gehören leider zu den Stoffen, auf die einige Menschen allergisch reagieren.

  • Hausmittel gegen Kopfschmerzen

    Hausmittel gegen Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen können einem das Leben regelrecht zur Hölle machen. Diese hämmernden und pochenden Schmerzen können den Betroffenen das Leben regelrecht zur Hölle machen. Leider ist es für viele so, dass sie viel zu schnell zur Schmerztablette greifen. Das aber muss nicht sein, denn es gibt eine ganze Reihe, toller und vor allem auch sehr wirksamer Hausmittel, welche die Kopfschmerzen schnell lindern können. Am besten sollte es also mit natürlichen Mitteln versucht werden, die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen. Dazu sollte aber gesagt sein, dass diese Mittel am besten helfen, wenn sie gleich zu Beginn des Kopfschmerzes angewendet werden.

    Kopfschmerzen können sehr unangenehm sein

    Wer unter Kopfschmerzen leidet, der wird sich wünschen, diese auch recht schnell wieder loszubekommen und Hausmittel sind da eben die Wahl Nummer eins. Denn leider können Kopfschmerzen auch das Wohlbefinden extrem beeinträchtigen. Schnell kann auch die Leistungsfähigkeit darunter leiden und denn Alltag erschweren. In der Regel ist es so, dass Kopfschmerzen eine harmlose Ursache haben. Wer aber unter ständigem Kopfschmerz leidet, der sollte einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abklären zu lassen. Zu bedenken gibt es auch, dass Kopfschmerzen von den Zähnen oder der Halswirbelsäule herkommen können. Mit Hausmitteln und auch eine Änderung der Lebensweise können die Kopfschmerzen einfach in den Griff zu bekommen sein.

    Schnelle Hilfe mit Hausmitteln bei Kopfschmerzen

    Oft hängt der Kopfschmerz mit Flüssigkeitsmangel zusammen. Wer Kopfschmerzen bekommt, der sollte so schnell wie möglich versuchen, mindestens einen Liter Wasser in kurzer Zeit zu trinken. Das ist eines der Hausmittel bei Kopfschmerzen, welches sehr schnell wirkt. Wenn der Kopfschmerz aufkommt, dann kann es auch sehr hilfreich sein, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Ein Weiteres sehr wirkungsvolles Hausmittel bei Kopfschmerzen ist, kalte Kompressen auf die Stirn zu legen. Auch eine Tasse starker Kaffee mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone kann wahre Wunder bei Kopfschmerzen vollbringen. Pfefferminzöl kann auch eine Wunderwaffe gegen üble Kopfschmerzen sein. Einfach ein paar Tropfen sanft auf die Stirn einmassieren. Kommt der Schmerz dann, wenn extrem viel Stress vorhanden ist, dann sollte man mit Entspannungsübungen beginnen, denn diese bauen den Stress ab und somit auch die Kopfschmerzen.

    Weitere hilfreiche Tipps bei Kopfschmerzen

    Ganz wichtig ist es, wenn einen den Kopfschmerz überkommt, sich Ruhe zu gönnen, denn genau das ist es jetzt, was der Körper benötigt. Diese Zeit ist einfach ganz wichtig, am besten Fenster und Türen schließen und einfach die Augen zumachen. Das Licht muss bei Kopfschmerzen gedämmt werden, denn dieses kann man bei Kopfschmerzen einfach nicht ertragen und es kann die Symptomatik zusätzlich noch verschlimmern. Es ist einfach so, dass Licht die Augen reizt und den Kopfschmerz noch schlimmer werden lässt. Auch das Telefon sollte einfach ausgeschalten werden, sodass es wirklich zu keinen Störungen kommen kann und man sich dadurch dann einfach wieder viel schneller erholen kann. Der Kopfschmerz kann auch ganz hervorragend mit Lavendelöl bekämpft werden. Dabei werden wenige Tropfen des Öls, einfach auf die Schläfen und die Stirn gegeben und mit den Fingern sanft einmassiert. Das ist extrem wohltuend und sehr beruhigend. Oft werden Kopfschmerzen auch durch Verspannungen ausgelöst. Und deshalb muss versucht werden, diese Ursache zu bekämpfen.

    Kopfschmerzen Notfalltipp

    Als Notfall Tipp und auch wunderbares Hausmittel, kann, helfen, ein warmes Vollbad zu nehmen. In das Wasser sollte etwas Lavendelöl gegeben werden, die ätherischen Öle von Lavendel können helfen, den Schmerz zu besiegen und auch um die Verspannungen zu lösen. Nach Bad sollte man sich aber eine gewisse Zeit Ruhe gönnen, um das entspannende Bad nachwirken zu lassen. Ist die Muskulatur am Rücken dauerhaft verspannt, dann kann Massage, sehr schnell Besserung bringen. Der Kopfschmerz kann also wunderbar mit einfachen und hilfreichen Hausmitteln besiegt werden. Eine Schmerztablette sollte immer erst dann genommen werden, wenn Hausmittel keine Besserung bringen.