Schlagwort: Schnupfen

  • Grippevirus H3N2 – Was Sie wissen sollten!

    Grippevirus H3N2 – Was Sie wissen sollten!

    Immer wieder hört und liest man in den Medien davon, dass eine Grippewelle ausgebrochen ist. Dabei sind sich viele nicht bewusst, dass es sich hierbei um einen klar definierten Vorfall handelt. Stecken sich innerhalb einer Woche mehr als 10.000 Personen in einer bestimmten Region, zum Beispiel dem Großraum Berlin, mit dem Virus H3N2 an, wird offiziell von einer Grippewelle gesprochen. Aktuell ist in Niederbayern ein Anstieg von Patienten zu beobachten, es gibt allerdings noch keine bedenklich hohen Neuinfektionen. Eine Grippe ist nicht gleichzusetzen mit einem Husten oder Schnupfen, auch wenn sie ähnliche Symptome aufweist, ist sie wesentlich aggressiver und langwieriger als eine normale Erkältung. Finden Sie hier alle wichtigen Fakten zum Thema in der Übersicht.

    Was ist H3N2?

    Es handelt sich um eine Gruppe von drei verschiedenen Erregern. Dabei werden die Influenza-Viren in die Typen A, B und C unterteilt. Typ A verursacht Grippe-Epidemien am häufigsten. In Kindern und Jugendlichen ist der B Typ meistens zu finden. Die eigentliche Namensgebung der Gruppe bezieht sich auf die Eiweißstoffe Hämagglutininin (H) und Neuraminidasen (N), welche die Substanz der Viren ausmachen.

    Verändert sich das Virus im Laufe der Zeit

    In jedem Jahr wird eine neue Grippe-Impfung angeboten, und das nicht ohne Grund. Viren verändern sich mit der Zeit. Sie sind nicht mehr in ihrer eigentlichen Grundform im Umlauf sonder in Form von Driftvarianten. Die Impfungen werden anhand von Voraussagen erstellt. Die aktuelle Virusform entspricht leider nicht der Voraussage für die letzte Grippeimpfung. Daher können geimpfte Personen trotzdem vom Virus befallen werden.

    Diese Mutationen sind allerdings kein Grund zur Besorgnis. Viren verändern sich permanent, um so ihr Überleben zu sichern. Würde es nicht zu einer Mutation kommen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die Weltbevölkerung komplett immun wäre. Was zum Aussterben des Virus führen würde.

    Wie stecke ich mich an?

    Die Influenza-Viren werden über die sogenannte Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Viren befinden sich in Körperflüssigkeiten wie Schweiß oder Speichel. Werden Tropfen dieser Flüssigkeiten aufgenommen, kommt es zu einer Übertragung. Dabei reichen kleinste Mengen bereits aus. Das Virus kann über einen gewissen Zeitraum auch außerhalb seines Wirtes überleben. Befinden sich die Viren also auf einer Oberfläche wie dem Telefon oder an einer Türklinke, kann eine direkte Übertragung stattfinden. Die Viren setzen sich in den Bronchien fest und breiten sich von dort aus.

    Welche Symptome sind typisch?

    Ist es nun eine Grippe oder doch nur ein milder Husten? Ist es eine Grippe, stellt man schnell fest, dass der Körper sehr geschwächt ist. Im Gegensatz zu einem Husten ist diese Erkrankung sehr aggressiv und die Symptome sind recht schwerwiegend. Es ist eine akute Infektion der Atemwege. Dabei treten die Zeichen zumeist plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Ein trockener Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Schüttelfrost sind nahezu immer im Krankheitsverlauf eingeschlossen. Sind Kinder betroffen, kann die Krankheit häufig nicht so einfach diagnostiziert werden. Aufgrund eines schwächeren Immunsystems verläuft sie oft untypisch. Kinder haben aber in den meisten Fällen Fieber, das über mehrere Tage anhält.

    In schweren Fällen der Influenza-Grippe ist man bis zu 14 Tage ans Bett gebunden. Darüber hinaus ist es nicht selten, dass der Körper mehrerer Wochen brauch, um wieder voll zu Kräften zu kommen. Ist die Krankheit ausgebrochen, so ist der Patient für eine Woche ansteckend. Innerhalb dieser Phase sollte er Kontakt zu anderen vermeiden. Vor allem Kinder sollten auf keinen Fall in die Schule oder den Kindergarten gebracht werden.

    Wie gefährlich sind die Grippewellen?

    Die Grippewellen fallen in jedem Jahr unterschiedlich aus. So wurde zum Beispiel im Jahr 2013/2014 eine vergleichbar geringe Anzahl von Patienten in ganz Europa gezählt. Dies macht sich momentan bemerkbar, da der aktuelle Virenstamm es recht leicht hat sich durchzusetzen. Die geringe Infektionsrate des letzten Jahres hat weniger Menschen immunisiert. Grundsätzlich haben sich die Grippewellen der vergangenen 30 Jahre aber immer als harmlos herausgestellt.

    Sollte ich mich Impfen lassen?

    Wie bereits beschrieben, ist die Wirksamkeit der Impfung nicht immer sehr gut. In diesem Jahr ist sie eher gering, im vergangenen Jahr war die Impfung äußerst erfolgreich. Dennoch kann die Impfung keinen Schaden anrichten und macht vor allem dann Sinn, wenn man regelmäßig mit vielen Personen in Kontakt ist. Denn dann hat man sowohl ein höheres Risiko sich anzustecken, als auch das Virus zu verbreiten.

  • Hausmittel bei Erkältungen

    Hausmittel bei Erkältungen

    Es ist wieder Schnupfen- und Hustenzeit. Kaum jemand ist sicher und früher oder später hat man eine tropfende Nase und ein unangenehmes Kratzen im Hals. Zum Arzt geht allerdings kaum jemand. Hier ist es ganz klar die Selbstdiagnose und auch die Selbstbehandlung, für die sich die meisten Deutschen entscheiden. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren ganz klar der Trend zu alternativen Behandlungsmethoden gezeigt. Immer häufiger vertrauen die Deutschen auf die alt bewährten Hausmittel. Der Gang in die Apotheke wird durch den Gang in den Supermarkt ersetzt und es stehen Honig, Ingwer, Zwiebeln und Fenchel auf dem Einkaufszettel. Aber was hilft denn nun wirklich und was wird eigentlich wofür verwendet?

    Viel Trinken Hilft

    Wenn sich eine leichte Erkältung bemerkbar macht, ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dabei ist Holunderblütentee eine besonders gute Wahl. Der Tee sollte möglichst heiß und mit ein wenig Honig getrunken werden. Hier kommt man kräftig ins Schwitzen und das Immunsystem wird angeregt. Der Honig hat antibakterielle Wirkungen. Effektiv ist die Tee- und Schwitzkur, bevor man zu Bett geht. Ordentlich zudecken und Schwitzen was das Zeug hält, am nächsten Morgen fühlt man sich besser. Die verlorene Flüssigkeit muss unbedingt ausgeglichen werden, über Tag also viel Wasser trinken.

    Nase voll – Was hilft?

    Eine verstopfte Nase kann einem den Tag verderben. Nicht nur ist es anstrengend zu atmen, auch das Sprechen fällt schwer. Hinzu kommen ein trockener Mund und schmerzende Nasennebenhöhlen. Ist der Schnupfen noch in den Anfängen, so ist eine Kochsalzlösung hilfreich. Hier macht es die Mischung aus, diese sollte nicht zu gesättigt sein. Weniger ist hier in der Tat mehr. Wenn man sie nicht selber ansetzen möchte, kann man Sie auch fertig in der Apotheke kaufen. Aber die Lösung hat ihre Grenzen. Bei einer schweren Erkältung ist das Ergebnis meist minimal. Wenn man hier zu einem Nasenspray greift, sollte man es mit Bedacht und so wenig wie möglich nutzen. Die Sprays bringen zwar schnell Linderung, aber leider trocknen Sie die Nasenschleimhäute aus.

    Ein weiteres Mittel für die verstopfte Nase ist der Einsatz von ätherischen Ölen. Diese durch ein Dampfbad inhalieren und man hat eine vorübergehende Linderung. Minze und Eukalyptus sind dabei besonders hilfreich.

    Husten und Bronchitis

    Wer nicht auf die Wirksamkeit von Hustenlösern vertraut, der teilt eine weitverbreitete Meinung. Vor allem in Fachkreisen wird angezweifelt, dass die frei verkäuflichen Produkte eine Wirkung haben. Ärzte raten sogar dazu, einen leichten Husten unbehandelt zu lassen. Aber auch hier gibt es ein Hausmittel. Zwiebelsirup! Eine Zwiebel klein schneiden und mit Zucker bestreuen. Diese Mischung dann ein paar Stunden stehen lassen. Es bildet sich ein Saft, den man 2-3 Mal am Tag zu sich nehmen sollte. Dieser Saft hat einen hohen Anteil an Vitamin C, was das Immunsystem stärkt, und die Öle der Zwiebel sind hustenlösend.

    Auch hier ist Honig wieder eine gute Wahl, denn er lindert den Hustenreiz und stärkt das Immunsystem. Darüber hinaus gibt es eine Reihe anderer Lebensmittel, die bei einer Erkältung wahre Wunder wirken können:

    • Knoblauch
    • Lauch
    • Ingwer
    • Chicorée

    Hat sich eine Bronchitis entwickelt, sollte man warme Brustwickel vornehmen. Ein feuchtes, kaltes Tuch wird um die Brust gewickelt. Darüber wird ein Handtuch gelegt und anschließend deckt man sich mit einer warmen Decke zu. Zeigt der Brustwickel keine Wirkung und hat man eine Bronchitis über mehrere Tage, ist es allerdings ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Es besteht die Gefahr, dass man die Erkrankung verschleppt und diese dann lange Zeit benötigt, um zu heilen.

    Der Hals schmerzt – was bringt Linderung?

    Halsschmerzen treten meist durch eine Entzündung des Rachenraums auf. Erneut ist der Griff zu Honig eine gute Wahl. Denn dieser hat antibakterielle Eigenschaften, die eine Heilung beschleunigen und die Schmerzen lindern. Sehr beliebt ist auch der Einsatz von Kamille. Kamillentee desinfiziert und kann zum Gurgeln genutzt werden.

    Die Liste der Hausmittel ist lang. Im Folgenden eine Tabelle mit den wichtigsten Mitteln und den Einsatzbereichen:

    Honig Halsschmerzen

    Erkältung

    Bronchitis

    Zwiebeln Husten

    Ohrenschmerzen (als Wickel)

    Kamille Halsschmerzen

    Erkältung

    Ingwer Erkältung

    Schnupfen

    Halsschmerzen

    Salzlösung Schnupfen

    Rachenentzündungen (Desinfektion)

    Fenchel Erkältung

    Halsscherzen

     

    Vorsicht bei ätherischen Ölen

    Auch wenn einige der Öle sehr wirkungsvoll sind, sie können durchaus Probleme verursachen. Sie dürfen auf keinen Fall bei Kleinkindern eingesetzt werden. Dies kann zu einer lebendbedrohlichen Atemnot führen. Hinzu kommt, dass Allergien bestehen können.

     

     

  • Erkältungswelle – Was hilft?

    Erkältungswelle – Was hilft?

    Auch wenn der Winter sich langsam aber sicher dem Ende zuneigt, wir stecken inmitten der Erkältungs-Saison. Der eher milde Winter ist dabei ein Grund dafür, dass man an allen Ecken Husten und Schnupfen hören und sehen kann. Entweder man ist zu warm angezogen oder man wird von einer Kaltfront überrascht, ohne dass ein wärmender Pullover in der Tasche ist. Aber ganz egal wie wann und wo man sich seine Erkältung eingefangen hat, das Angebot an helfenden Arznei- und Hausmitteln ist riesig. Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen können mit diversen Mitteln behandelt werden, die immer schnelle Ergebnisse versprechen. Kaum jemand geht mit einer Erkältung zum Arzt und lässt sich ausführlich beraten. Eigendiagnose und Eigenbehandlung lautet hier die Devise. Welche Wirkstoffe wirken denn nun wirklich und welche Hausmittel sind mehr als nur ein Ammenmärchen?

    Prävention mit Vitamin C

    Es gibt in jeder Drogerie eine ganze Abteilung mit Vitaminpräparaten. Vitamin C wird dafür angepriesen, dass es das Immunsystem stärkt und Erkältungen vorbeugen kann. Diese Aussage geht unter anderem auf den Wissenschaftler Linus Pauling zurück, der das Vitamin buchstäblich mit dem Teelöffel zu sich nahm. Forscher konnten allerdings bisher nicht nachweisen, dass es sich um eine effektive Prävention handelt. Aber es konnte nachgewiesen werden, dass eine Erkältung schneller abklingt und milder verläuft, wenn man täglich etwa 200 Milligramm Vitamin C zu sich nimmt.

    Paracetamol und Ibuprofen

    Bekannt als Wirkstoffe in Schmerzmitteln, greifen Erkrankte gern zu Paracetamol- und auch Ibuprofen-Produkten. Man erhofft sich eine Linderung der Schmerzen und eine Beschleunigung des Heilprozesses. Eine aktuelle Studie konnte nachweisen, dass der Einsatz dieser Wirkstoffe in der Tat Linderung bei Erkältungspatienten verschafft, aber den gesamten Krankheitsverlauf verlängert. Es tut als länger, weniger weh. Hinzukommt, dass es viele Personen gibt, die empfindlich auf die Stoffe reagieren und sich mit Nebenwirkungen wie Durchfall und Erbrechen konfrontiert sehen.

    Zink – vor und während der Erkältung sinnvoll

    Die Einnahme von Zink hat sich vor allem in Kindern als sehr hilfreich erwiesen. Eine Studie zeigt auf, dass die regelmäßige Zufuhr von Zink zu weniger Erkältungskrankheiten in Kindern führt. Es gibt allerdings keine konkreten Angaben zur Dosierung im präventiveren Bereich. Hat man sich bereits erkältet, so liegt die empfohlene Tagesdosis bei 75 Milligramm. Das Mineral hat vor allem bei Schnupfen eine positive Auswirkung auf den Krankheitsverlauf. Es gibt Personen, die empfindlich auf Zink reagieren, es ist also Vorsicht geboten.

    Honig – das bewährte Hausmittel

    Honig wir immer wieder gern für die Behandlung von Erkältungshusten verwendet. Egal ob pur oder in Form von Lutschbonbons, Honig ist ein häufig verwendeter Wirkstoff. Durch die Einnahme kann man eine deutliche Linderung des Hustenreizes bewirken und er wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Wissenschaftler vermuten, dass es die antibiotischen Inhaltsstoffe sind, welchen für die Linderungen verantwortlich sind.

    Hustenlöser – alles nur Placebo-Effekt?

    So unwahrscheinlich, wie es klingen mag, es gibt bisher keine aussagekräftigen Nachweise, dass die frei verkäuflichen Hustenlöser auch tatsächlich eine Wirkung haben. Man geht in Fachkreisen weitläufig davon aus, dass es sich hier lediglich um einen Placebo-Effekt handelt. Ärzte geben an, dass eine leichte Erkältung mit Husten in der Tat unbehandelt bleiben kann. Der Husten hat durchaus eine Funktion und dient dazu, Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen.

    Nasenspray – am besten darauf verzichten!

    Es ist nicht abzustreiten, dass ein Nasenspray sofortige Wirkung zeigt. Die Inhaltsstoffe wirken abschwellend und nach wenigen Minuten kann man unbeschwert durchatmen. Dafür steht man hier einem anderen Problem gegenüber. Die Sprays trocknen bei zu häufiger Anwendung die Nasenschleimhäute aus. Dies hat zur Folge, dass man anfälliger für Viren wird. Außerdem hat man häufig das Gefühl, eine verstopfte Nase zu haben. Ärzte raten nicht von der Nutzung ab, empfehlen aber eine Verwendung in kleinen Dosierungen und nur in Ausnahmefällen. Als Ersatz wird gern die Nasendusche genutzt. Leider versagt diese, sobald man eine schwere Erkältung hat. Es ist nicht nachgewiesen, dass eine regelmäßige Anwendung der Nasendusche eine positive Auswirkung hat.

    Echinacea – Sonnenhut

    In der Apotheke kann man eine Vielzahl an Echinacea-Produkten erhalten. Diese sollen vor allem bei Erkältungskrankheiten Linderung bringen. Es konnte wissenschaftlich belegt werden, dass die Pflanzenwirkstoffe, Zellen und Teile des Immunsystems aktivieren. Allerdings gibt es keinen Nachweis darüber, dass dieser Vorgang eine positive Auswirkung auf dem Immunapparat hat. Hinzu kommt, dass in den Apothekenprodukten verschiedene Teile der Pflanze verwendet werden, wie die Wurzeln oder auch die Stängel. Forscher haben aber entdeckt, dass nur die Kopfteile, einer bestimmten Echinacea-Art, überhaut die vermeidlich immunstärkenden Wirkstoffe besitzen.

  • Ist eine Grippeimpfung sinnvoll

    Ist eine Grippeimpfung sinnvoll

    Winterzeit ist Erkältungszeit und viele Menschen leiden unter Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Fieber. Eine Erkältung ist aber nicht mit einer Grippe zu verwechseln, denn eine echte Grippe ist nicht nur unangenehm, sie kann auch gefährlich werden.

    Gegen eine Erkältung gibt es kaum eine Möglichkeit sich zu schützen, bei einer Grippe sieht das aber anders aus, denn es gibt eine Grippeimpfung. Wie sinnvoll ist diese Impfung und kann sie wirklich dafür sorgen, dass Sie nicht an Grippe erkranken? Es gibt vieles, was für eine Grippeimpfung spricht, aber es gibt auch Argumente, die dagegen sprechen.

    Die Vorteile einer Grippeimpfung

    Eine Grippe ist eine hochansteckende Krankheit, die unter anderem zu Problemen mit dem Herzen führen kann, wenn sie nicht behandelt wird. Auch eine Lungenentzündung ist möglich, wenn eine Grippe nicht fachgerecht behandelt wird. Vor allem Kinder, Menschen mit einem schwachen Immunsystem, ältere Menschen, Diabetiker und auch schwangere Frauen sollten sich impfen lassen, denn sie sind besonders anfällig. Alle, die sich gegen Grippe impfen lassen, beugen effektiv vor und schützen sich so vor den gefährlichen Influenzaviren.

    Bei einer Grippeimpfung werden Grippeviren in einer abgeschwächten Form gespritzt, die im Körper sogenannte Antikörper bilden. Diese Antikörper bestehen aus Eiweiß, die das Immunsystem immer dann bildet, wenn es gilt, einen Virus abzuwehren. Das Problem ist aber, dass es jedes Jahr neue Virenformen der Grippe gibt und das macht es unmöglich, einen Schutz über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Daher ist jedes Jahr eine neue Grippeimpfung notwendig. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt jedes Jahr einen Bericht heraus, welche Form der Grippeviren im Umlauf sind und welche Zusammenstellung der Impfstoff haben muss.

    Welche Symptome hat eine Grippe?

    Anders als ein grippaler Infekt sind die Symptome einer echten Grippe sehr heftig. Typisch ist der plötzliche Beginn, der keinen Zweifel daran lässt, dass es sich tatsächlich um eine Grippe handelt. Eine Grippe beginnt mit hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen, aber auch mit Halsschmerzen und Schnupfen. Die Betroffenen fühlen sich krank, erschöpft und wollen nichts anderes als nur ins Bett und ihre Ruhe haben.

    Eine Grippeimpfung kann die Krankheit nicht ganz verhindern, aber die Impfung kann den Verlauf der Grippe mildern. Auch wenn es bei einer Impfung Nebenwirkungen geben kann, eine Grippeimpfung ist dennoch zu empfehlen, besonders für gefährdete Personengruppen wie kleine Kinder und ältere Menschen.

    Welche Nebenwirkungen bei einer Grippeimpfung gibt es?

    Eine Grippeimpfung wird in der Regel sehr gut vertragen. Es gibt zwar Nebenwirkungen, diese sind aber harmlos und treten auch nur vereinzelt auf. An der Impfstelle kann sich die Haut röten und auch leicht anschwellen. Einige Menschen fühlen sich nach der Grippeimpfung auch abgeschlagen und haben leichtes Fieber. Symptome, die auch bei Erkältungen auftreten, sind ebenfalls möglich. Alle, die allergisch auf Eiweiß reagieren, sollten von einer Impfung gegen die Influenza absehen und sich mit ihrem Arzt besprechen, ob es eine Alternative gibt.

    Wie viel kostet eine Grippeimpfung?

    Für Risikogruppen ist die Impfung gegen Grippe immer kostenlos, alle anderen Patienten müssen die Impfung aus der eigenen Tasche bezahlen, denn die gesetzlichen Krankenkassen kommen dafür nicht auf. Viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten eine Schutzimpfung gegen die Grippe an. Es kann sich also lohnen, einmal beim Chef nachzufragen ob er die Kosten übernimmt, denn bei einer Impfung kann er davon ausgehen, dass seine Mitarbeiter nicht über einen längeren Zeitraum wegen der Grippe zu Hause bleiben müssen.

     

  • Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – wenn die Nase krank ist

    Schnupfen – lästig, aber eine Immunreaktion des Körpers

    Als Schnupfen wird landläufig bezeichnet, wenn die Nase ständig läuft oder verstopft ist. In jedem Fall handelt es sich um eine Reizung der Nasenschleimhäute, die zu einer verstärkten Sekretbildung führt. Im Normalfall dient die Sekretbildung zur Selbstreinigung. Die feinen Nasenhaare dienen als Filter der Atemluft. Sie fangen kleinste Partikel ab, die so nicht mit in die Lunge gelangen können. Ein ständiger Fluss von Nasensekret gehört demnach zu den Schutzmechanismen des menschlichen Körpers.

    Die Ursachen für eine übermäßig tropfende Nase können sehr vielfältig sein. Der Mediziner definiert acht verschiedene Formen von Schnupfen, der auch mit dem griechischen Kunstwort Rhinitis bezeichnet wird. Dabei wird in drei Gruppen von Ursachen unterschieden. Sie umfassen zum Einen die allergischen Reaktionen, die Infektionen sowie diverse Formen von Reizungen. Im ICD-10-Standard wird der Schnupfen unter den Nummern J00, J30, J31.0 und A36.1 definiert.

    Die größte Palette der Ursachen für Schnupfen Symptome stellen die Infektionen dar. Immerhin haben die Wissenschaftler mehr als 200 unterschiedliche Viren ausfindig machen können, die als Haupt- oder Begleitsymptom einen Schnupfen auslösen. Bei den Allergien ist der klassische Heuschnupfen am weitesten verbreitet. Aber auch Farbstoffe und Duftstoffe gehören zu den typischen Allergenen, die zum Auftreten der Schnupfen Symptome führen.

    Einen Sonderfall beim Schnupfen stellt die Rhinitis vasomotorica dar. Sie gehört zu wenigen Arten von Schnupfen, bei denen organische Fehlfunktionen die Ursache sind. Sie liegen in einer Störung der Durchblutung der Nasenschleimhäute. Die Rhinitis hypertrophica wird durch Veränderungen des Gewebes verursacht, die zu einer Verdickung der Nasenflügel führen. Der Rhinitis pseudomembranica ist eine Begleiterscheinung der Diphtherie, die durch die konsequente Impfung aber kaum noch auftritt.

     

    Wichtiges zu Schnupfen:
    Eigentlich hat der Mensch immer ein wenig Schnupfen, weil die Sekretbildung ein wichtiges Element der Selbstreinigung der Nase ist. Sie ist der „Staubfänger“ der Atmung, der die Lunge schützen soll. Doch es gibt auch viele andere Ursachen für Schnupfen, bei denen Infektionen mit Viren und der Kontakt mit Allergenen die wichtigste Rolle spielen. Nur in den wenigsten Fällen sind organische Veränderungen dafür verantwortlich. Wir erklären Ihnen in allgemein verständlicher Form, wie man welche Art von Schnupfen auseinander halten kann, und stellen Ihnen einige Therapien und Hausmittel vor, mit denen man sich bei einem lästigen Schnupfen Erleichterung verschaffen kann. Und wir zeigen auf, wo man sich mit einem Schnupfen anstecken könnte, und welchen Schutz es dagegen gibt.

    Wenn die Nase läuft…

    … dann kann das viele Ursachen haben. Und genau diese müssen zuerst abgeklärt werden, bevor eine gezielte Behandlung mit einem Antibiotika oder Antihistaminika eingeleitet wird. Bis dahin kann man sich zuerst einmal mit einem Nasenspray mit Meerwasser oder kräuterhaltigen Nasenölen Erleichterung verschaffen. Auch eine Nasenspülung trägt dazu bei, die Symptomatik ein wenig einzudämmen.

    Wenn ganz plötzlich die Nase läuft, dann kann es sich wohl um eine Allergie als auch eine Infektion handeln. Im einfachsten Fall hat man sich schlicht erkältet, indem man mit ungeeigneter Kleidung bei schlechtem Wetter draußen war und sich unterkühlt hat. Die Inkubationszeiten bei Infektionen mit Viren können zwischen wenigen Stunden und einer Woche liegen.

    Die meisten von ihnen werden über die Tröpfcheninfektion übertragen. Dazu muss man wissen, dass beim Niesen ein erheblicher Druck erzeugt wird und die winzigen Sekrettröpfchen viele Meter weit fliegen können. Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmärkte und Kindereinrichtungen stellen in der „Schnupfenzeit“ also die größten Gefahren dar. Hier sollten die Japaner ein Vorbild sein, die sich in solchen Zeiten mit einem Mundschutz schützen, ohne sich dafür zu schämen.

    Eine Allergie führt ebenfalls dazu, dass einem plötzlich die Nase läuft. Hier sind allerdings häufig auch die Augen mit betroffen. Sie wirken verquollen, sind gerötet und tränen. Doch das muss nicht zwangsläufig so sein. Deshalb sollte man beobachten, wann und wo akut die Nase läuft. Die verstärkte Sekretbildung kündigt sich bei einer Allergie häufig mit einer Niesattacke an. Diese tritt allerdings auch dann auf, wenn die Nasenschleimhäute durch trockenen Staub oder durch Dämpfe mit chemischen Stoffen gereizt werden.

    Schnupfen – Was tun?

    Wenn man einen kräftigen Schnupfen hat, dann sind zu einem hohen Prozentsatz Viren schuld. Deshalb besteht die erste Maßnahme darin, seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. In dieser Hinsicht ist die Begrüßung per Handschlag etwas, worauf man in der Schnupfenzeit verzichten sollte. Außerdem sollte regelmäßiges und gründliches Händewaschen zur Pflichtübung werden, wenn man einen Schnupfen hat.

    Beim Niesen sollte man sich von anderen Menschen abwenden, selbst wenn man sich das Taschentuch vor die Nase hält. Die winzigen Sekrettröpfchen werden mit einer enormen Energie aus der Nase geschossen. Tests haben bewiesen, dass sie mehr als zehn Meter weit fliegen können. Um eine Ansteckung zu vermeiden, wäre es auch sinnvoll, sich ausnahmsweise einmal nicht das Bett zu teilen, sondern möglichst in einem anderen Raum zu schlafen. Und dieser sollte regelmäßig und gründlich gelüftet werden, auch wenn feuchte Luft von den Kranken als angenehmer als trockene Luft empfunden wird. Das kann man zum Beispiel mit Luftbefeuchtern erreichen, wobei allerdings nur Wasser zum Einsatz kommen sollte, weil die ohnehin gestressten Nasenschleimhäute durch chemische Zusätze noch mehr gereizt werden.

    Wer einen Schnupfen hat, der sollte reichlich trinken. Oftmals ist für eine unangenehme Verdickung des Sekrets schlicht Flüssigkeitsmangel im Körper verantwortlich. Schwellen die Wangen neben den Nasenflügeln an oder die Region um die Nasenwurzel wird klopfempfindlich, ist ein Besuch beim Arzt angeraten, denn dann könnte sich der Schnupfen zu einer Sinusitis ausgeweitet haben. Damit bezeichnet der Mediziner es, wenn die Nasennebenhöhlen mit betroffen sind. Weil dann die Gefahr von Komplikationen besteht, wird mit Antibiotika und diversen physikalischen Anwendungen wie Ultraschall oder „Lichtkasten“ gearbeitet.

    Omas Hausmittel bei Schnupfen

    Unsere Ahnen haben den Schnupfen zuallererst mit einem Kräuterdampfbad bekämpft. Dafür muss man heute nicht mehr den ganzen Kopf unter ein großes Handtuch und über einen Topf mit kochendem Wasser stecken. In der Apotheke gibt es dafür Inhalatoren. Auch diverse ätherische Öle sind zu bekommen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich das Sekret verflüssigt, während die Inhaltsstoffe der Kräuter beruhigend auf die Schleimhäute einwirken. Dazu trägt auch die aufgenommene Feuchtigkeit an sich bei. Wer die Wärme als Hausmittel bei Schnupfen nicht verträgt, kann alternativ auch zu Kaltverneblern greifen, die sich sogar schon bei kleinen Kindern anwenden lassen.

    Einen ähnlichen Effekt erzielt man auch bei einem Kräuterbad, das vorzugsweise unter dem Zusatz von Eukalyptusöl durchgeführt wird. Die wirkstoffhaltige warme Luft kann bis tief in die Atemwege eindringen. Je nach Konstitution kann man dabei mit ansteigenden Wassertemperaturen arbeiten. Sie führen zu einer Durchwärmung des gesamten Körpers. Allerdings sollte man das nicht tun, wenn man ohnehin schon Fieber hat.

    Ebenfalls als sehr wirksames Hausmittel bei Schnupfen zählt echter Bienenhonig. Er kann in verschiedenen Formen angewendet werden. Der Klassiker ist dabei heiße Milch mit Honig. Aber auch ein Tropfen Flüssighonig mit einem Wattestäbchen in der Nase verteilt, kann die Schleimhäute beruhigen.

    Sitz das Sekret recht fest, weil es sich verdickt hat, helfen feucht-heiße Umschläge auf der Nasenregion. Auch die Rotlichtlampe kann hier kleine Wunder bewirken. Fest sitzendes Sekret sollte man auch nicht mit aller Gewalt ausschnauben, weil dann die Gefahr besteht, dass es in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird. So eklig das auch klingt, die HNO-Ärzte empfehlen hier das „Hochziehen“ und Ausspucken als den wesentlich förderlicheren Weg, das Sekret aus der Nase los zu werden.

  • Erkältungen mit Hausmitteln kurieren

    Erkältungen mit Hausmitteln kurieren

    Welche Mittel bei Erkältung helfen

    Erkältungen oder auch grippale Infekte sind Erkrankungen, die besonders häufig vorkommen. Im Schnitt haben Erwachsene zwei bis drei Mal im Jahr eine Erkältung, Kinder sind mit vier bis acht Mal pro Jahr noch häufiger krank. Unter einer Erkältung versteht der Arzt eine Erkrankung der oberen Atemwege, die durch Viren ausgelöst werden. Aber auch starke Kälteeinwirkung, die das Immunsystem des Körpers schwächt, kann ein Grund für eine Erkältung sein.

    Auf Erkältungen mit Antibiotika zu reagieren wäre so, als würde man mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber es gibt eine Reihe von sehr wirksamen Hausmitteln, die jeder Erkältung schnell und einfach ein Ende bereiten.

    Die Symptome

    Erkältungen haben sichere Symptome und dazu gehören:

    • Husten
    • Schnupfen
    • Halsschmerzen
    • Heiserkeit
    • Kopf- und Gliederschmerzen

    Wenn diese Symptome auftreten, dann wird es Zeit für die Mittel, die schon die Großmutter kannte und die bis heute nichts von ihrer Effektivität verloren haben. Wirken können diese alten bewährten Hausmittel aber nur dann, wenn der Körper zur Ruhe kommt. Daher ist es sehr wichtig, sich bei Erkältungen hinzulegen und auszuruhen.

    Welche Hausmittel helfen bei Erkältungen?

    Wenn der Hals schmerzt, die Nase läuft und der Kopf brummt, dann ist eine heiße Hühnersuppe eine sehr gute Wahl. Die Suppe sollte heiß getrunken werden und dann geht es ab ins Bett, um tüchtig zu schwitzen. Wer sich nicht mit einer Hühnersuppe anfreunden kann, der ist auch mit heißem Holundersaft auf der richtigen Seite. Der Saft wird mit einem Drittel Wasser verdünnt, heiß gemacht und dann auch heiß getrunken. Wer möchte, der kann auch noch einen Teelöffel Honig in den Saft rühren, denn Honig ist ein wunderbarer Virenkiller. Nach dem heißen Holundersaft geht es wieder ab ins Bett zum Schwitzen.

    Halschmerzen sind unangenehm und bekämpft werden können sie mit Salz und Wasser. Zwei Teelöffel normales Speisesalz in Wasser auflösen und dann mit dieser Mischung gurgeln sorgt dafür, dass die Halsschmerzen verschwinden. Ein heißer Halswickel mit zerdrückten Kartoffeln ist ebenfalls eine gute Idee, denn auch die Kartoffel kann Viren den Garaus machen.

    Effektive Hilfe bei Husten

    Auch ein hartnäckiger Husten gehört bei den meisten Menschen zu den unangenehmen Begleiterscheinungen, wenn sie eine Erkältung haben. Die Viren sorgen dafür, dass die oberen Luftwege und die Bronchien verschleimen und dieser Schleim löst einen Hustenreiz aus, der für schlaflose Nächte sorgt. Um den Husten mit natürlichen Mitteln zu bekämpfen und zu besiegen, muss nur eine klein geschnittene Zwiebel mit Kandiszucker zu einem zähen Brei verkocht werden. Dieser Brei sollte nach Möglichkeit immer warm stehen, zum Beispiel auf der Heizung, und dann löffelweise über den Tag verteilt eingenommen werden. Die Zwiebel hat eine antibakterielle Wirkung und der Kandis befreit die Bronchien vom Schleim. Auch heiße Milch mit Honig ist für die oberen Atemwege eine gute Sache, denn die Milch beruhigt, und der Honig wirkt wie die Zwiebel auch, als Antibiotikum.

    Grippe oder Erkältung?

    Auch wenn Erkältungen grippale Infekte genannt werden, mit einer echten Grippe haben sie nichts zu tun. Eine Grippe oder Influenza ist leicht an ihren typischen Symptomen zu erkennen:

    • Hohes Fieber über 39° Grad
    • Schüttelfrost
    • Heftige Gliederschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Muskelschmerzen

    [icon type=“vector“ icon=“momizat-icon-heart-broken“ size=“32″ icon_color=“#dd3333″ icon_bg=“circle“ hover_animation=“border_increase“ ]Gegen eine echte Grippe helfen keine Hausmittel mehr, hier muss mit Antibiotika geholfen werden. Eine verschleppte Grippe, die nicht rechtzeitig und richtig behandelt wird, kann zu einer Herzmuskelentzündung und damit auch zum Tod führen.