Schlagwort: Schutz

  • Sensible Daten auf dem Handy

    Welche Kriterien bei der Auswahl einer Gesundheits-App wichtig sind

    Baierbrunn (ots) – Gesundheits-Apps für das Smartphone oder Tablet fluten den Markt – sie versprechen viel, doch die Qualität schwankt stark. Wer Apps zum Krankheitsmanagement oder zur Diagnose nutzen möchte, sollte zunächst misstrauisch prüfen, ob seriöse Gesundheitsexperten in die Entwicklung des Programms eingebunden waren oder zumindest anerkannte Fachliteratur herangezogen wurde, mahnt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Diagnose-Apps könnten Hypochondrie-Tendenzen bei Menschen fördern, da sie oft vorsichtshalber den schlimmsten Fall skizzierten, etwa bei Kopfweh einen Hirntumor statt Wassermangel. Auch halten dem Bericht zufolge viele Anbieter den Datenschutz nicht hoch. „Gerade einmal 14 Prozent der Diabetes-Apps, die wir untersuchten, hatten überhaupt eine Datenschutzerklärung“, sagt Dr. Ursula Kramer von Healthon, einer Informations- und Bewertungsplattform für Gesundheits-Apps. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 1/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3214896
  • Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Wenn ein Kind geboren wird, dann ist das immer ein großer unvergesslicher Moment für alle, die an der Geburt beteiligt sind. Das gilt heute auch für Kaiserschnittgeburten, denn anders als früher bekommt die Mutter heute keine Vollnarkose mehr, es wird mithilfe einer periduralen Anästhesie, kurz PDA, nur der untere Teil des Körpers betäubt. Hat der Arzt das Kind aus der Gebärmutter gehoben, dann wird es der Mutter gezeigt oder gleich in den Arm gelegt. In Australien und den USA geschieht nach der Entbindung durch Kaiserschnitt aber noch etwas anderes, das sogenannte Seeding, was das kindliche Immunsystem stärken soll.

    Was genau ist Seeding?

    Seeding heißt aus dem Englischen übersetzt so viel wie verteilen oder auch säen. Bei dieser Methode wird das Kind ungefähr eine Stunde nach der Geburt von Kopf bis Fuß mit dem Scheidensekret der Mutter eingerieben. Eine Stunde vor der Kaiserschnittentbindung wird eine Mullbinde, die mit Salzwasser getränkt wurde, in die Vagina der Mutter gelegt. Unmittelbar vor dem Eingriff wird die Mullbinde, die sich mit dem Sekret vollgesogen hat, wieder entfernt und in einem luftdicht geschlossenen Behälter aufbewahrt. Ist das Kind geboren, dann werden sein Gesicht und sein Körper mit der Mullbinde abgerieben, zudem wird auch ein wenig der Sekretflüssigkeit in den Mund des Neugeborenen geträufelt. In einigen Kliniken werden die Kinder auch für kurze Zeit in die feuchte Mullbinde eingewickelt.

    Die Simulation der natürlichen Geburt

    Durch das Seeding sollen die Abwehrkräfte des Kindes gestärkt werden, die es bei einer vaginalen Geburt auf natürliche Art und Weise bekommt. Bei einer Kaiserschnittgeburt kommt das Kind nicht mit dem Scheidensekret der Mutter in Berührung, und da in Studien nachgewiesen wurde, dass Kaiserschnittkinder anfälliger für Infekte, aber auch für Allergien und Asthma sind, wird mit dem Seeding eine natürliche Geburt simuliert. Das mütterliche Scheidensekret enthält ca. 300 unterschiedliche Mikroorganismen, von denen die Mehrzahl für eine Stärkung des Immunsystems zuständig sind und diese Mikroorganismen werden durch das Seeding von der Mutter auf das Kind übertragen.

    Seeding in Deutschland noch kein Thema

    In Deutschland kommt mittlerweile jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt zu Welt, Seeding ist aber in deutschen Operationssälen noch kein Thema. Viele Mediziner und auch viele Hebammen sind der neuen Methode aus Australien gegenüber skeptisch. Sie können zwar nachvollziehen, dass durch das Seeding die Immunabwehr des Kindes theoretisch gestärkt werden kann, aber es wird nach Meinung von deutschen Medizinexperten dazu mehr gebraucht, als nur die relativ kleine Menge an Sekret. Bei einer natürlichen Geburt kommt das Kind auf seinem Weg durch den Geburtskanal viel länger mit dem vaginalen Sekret der Mutter in Kontakt. Die wenigen Minuten, in denen das Kind mit der Mullbinde in Berührung kommt, reichen daher nicht aus, um einen kompakten und wirksamen Immunschutz aufzubauen.

    Wenig überzeugend und kaum erforscht

    Ob die neue Methode der Immunisierung tatsächlich funktioniert, darüber gibt es noch keine fundierten Berichte oder Studien. Die Universität New York hat 17 Kinder untersucht, von denen sechs natürlich und elf per Kaiserschnitt geboren wurden. Diese Studie ergab, dass die Kinder, die nach der Sectio mit dem Scheidensekret der Mutter abgerieben wurden, einen positiven Effekt mit ins erste Lebensjahr nehmen konnten. Aber selbst wenn die Studie positiv ausgefallen ist, für eine Langzeitstudie war die Zahl der Studienteilenehmer zu gering und die Studiendauer zu kurz. Um objektive und vor allem fundierte Ergebnisse erzielen zu können, muss die Zahl der Studienteilnehmer mindestens bei 1200 liegen und der Untersuchungszeitraum mehrere Jahre betragen. Kritiker sehen im Seeding jedoch noch einen negativen Aspekt, denn die Zahl der geplanten Kaiserschnittentbindungen könnte noch weiter steigen, weil sowohl die Mütter als auch die Mediziner und die Hebammen durch das Einreiben mit Scheidensekret darauf setzen, den Immunschutz der Kinder zu erhöhen.

    Bild: © Depositphotos.com / philipus

  • Wie gefährlich ist veganes Essen für Kinder?

    Wie gefährlich ist veganes Essen für Kinder?

    Veganes Essen ist im Trend, immer mehr Menschen verzichten komplett auf tierische Produkte und ernähren sich rein pflanzlich. In vielen Familien wird das auch von Kindern und Jugendlichen verlangt, aber hier kann der Trend gefährlich werden. Nicht nur der Bundesgesundheitsminister Christian Schmidt (CSU), sondern auch viele Gesundheitsexperten warnen davor, Kinder vegan zu ernähren, denn das kann nicht nur zu Mangelerscheinungen, sondern sogar zu Schäden im Gehirn führen. Der Bund der Vegetarier ist anderer Meinung.

    Gefährliche Mangelerscheinungen durch veganes Essen

    Christian Schmidt betont, dass er gegen jede Art von Verboten ist und dass jeder das essen soll, was ihm persönlich am Besten schmeckt. Aber wenn es um die Ernährung von Kindern und Jugendlichen geht, dann mischt sich der Minister ein, denn seiner Meinung nach stehen Kinder unter einem besonderen Schutz. Dieser Ansicht ist auch Professor Berthold Koletzko von der Ludwig-Maximilians-Universität in München, denn er sieht eine große Gefahr für Kinder, die nur veganes Essen zu sich nehmen. Vor allem bei kleineren Kindern kann sich schnell ein Mangel an Vitamin B-12 einstellen, was zur Folge hat, dass auch das Gehirn schwer geschädigt werden kann. Veganes Essen führt nach Meinung von Professor Koletzko zu neurologischen Schäden, bis hin zu einer bleibenden Behinderung.

    Vegetarisch oder vegan?

    Während Vegetarier nur auf Fleisch und Wurst verzichten, sieht veganes Essen auch den vollständigen Verzicht auf alle tierischen Nahrungsmittel vor. Veganer essen keinen Honig, keine Eier, keinen Käse, keinen Joghurt und sie trinken auch keine Milch. Aus diesem Grund raten Ernährungswissenschaftler und Kinderärzte davon ab, Kinder vegan zu ernähren. Kinder, die in der Wachstumsphase sind, aber auch Teenager, die in die Pubertät kommen, brauchen vor allen Dingen eine eisenreiche Ernährung, die veganes Essen so nicht bieten kann. Die Nahrung sollte zudem viel Eiweiß haben, und diese Versorgung mit Vitaminen, Eisen und Eiweiß kann eine vegane Ernährung nicht garantieren. Dazu kommt, dass die Mischung aus Getreide und Hülsenfrüchten in der europäischen Ernährung nicht üblich ist, und auch Soja kommt in den Küchen Europas so gut wie gar nicht vor. Wer sich vegan ernähren will, der muss ein fundiertes Wissen über die genaue Zusammenstellung der Nahrung haben, denn nur dann können Mangelerscheinungen vermieden werden. Da nach Ansicht vieler Ernährungsexperten vegane Ernährung eine Trenderscheinung ist, sind viele Eltern nicht ausreichend informiert, welche Zusammenstellung die Nahrung haben muss, damit ihre Kinder gesund und ausgewogen ernährt werden.

    Das sagt der Vegetarierbund Deutschland

    Sebastian Joy, der Vorsitzende des Deutschen Vegetarierbundes kann die Sorge des Ministers nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach ist ein ausgewogenes und vielseitiges veganes Essen für alle Generationen geeignet, denn auch durch vegetarisches und veganes Essen bekommt der Körper alle nötigen Nährstoffe und alle Vitamine, die er braucht, um gesund zu bleiben. So sollten Kinder und Jugendliche, die vegan leben, zum Beispiel eine Zahncreme mit B-12-Vitaminen benutzen, denn auch das trägt zu einer gesunden veganen Ernährung bei. Experten raten Eltern, die ihre Kinder vegan ernähren wollen, zunächst einen Arzt aufzusuchen, um über einen Ernährungsplan zu sprechen. Der Arzt kann am besten beurteilen, ob es ratsam ist, ein Kind konsequent vegan zu ernähren. In der Regel schlagen Kinderärzte jedoch eine Mischernährung vor, in der neben vielen pflanzlichen Lebensmitteln auch Milch, Fisch und Fleisch zu finden sind.

    Ernährung soll ein Schulfach werden

    Der Bundesgesundheitsminister sieht Ernährungslehre als mögliches Schulfach für die Zukunft. In diesem speziellen Schulfach sollen Kindern lernen, was alles zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehört. Nach Ansicht des Ministers gehört auch das kleine Einmaleins in jedes Klassenzimmer, denn die Kinder sollten wissen, woher ihre Nahrung kommt und wie Lebensmittel hergestellt werden. Ob der Unterricht auch Ratschläge für eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch und Wurst enthält, das ließ der Minister noch offen.

    Bild: © Depositphotos.com / leporiniumberto

  • Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Hornhauttransplantation – ein Fisch kann das Augenlicht retten

    Jedes Jahr können 100.000 Menschen weltweit dank einer Hornhauttransplantation wieder sehen. Da die Keratoplastik eine Erfolgsquote von bis zu 95 % hat, ist sie die erfolgreichste Transplantationsmethode der Welt. Es gibt jedoch ein Problem, es fehlen Spender. Bislang wurde für eine Hornhauttransplantation die Hornhaut von Verstorbenen verwendet, da die Zahl der Spender aber immer weiter zurückgeht, muss sich die Medizin etwas einfallen lassen. Bei der Suche nach einer geeigneten Alternative stießen die Forscher jetzt auf einen kleinen unscheinbaren Fisch, dessen Schuppen die Rettung für alle sein können, die wieder sehen möchten.

    Die Hornhaut – eine ganz besondere Haut

    Die Cornea, wie die Hornhaut medizinisch heißt, hat salopp gesagt, für das Auge die Funktion einer Windschutzscheibe. Diese äußere, transparente Haut ist sehr berührungsempfindlich und besteht aus mehreren Zelllagen, die aber nur 0,6 mm dünn sind. Diese Zelllagen weisen jedoch eine biologische Besonderheit auf, denn sie haben keine Blutgefäße, sie werden vielmehr von einem System aus Gefäßen in der Nachbarschaft ernährt. So kommen die Nährstoffe unter anderem aus dem Tränenfilm auf der Vorderseite und dem sogenannten Kammerwasser auf der Rückseite der Hornhaut. Alle Medikamente, die in der Blutbahn zirkulieren, können die Hornhaut nur schwer erreichen, aber das hat einen großen Vorteil. Da es keine Gefäße und auch keinen Kontakt zu den Immunzellen gibt, kommt es bei einer Hornhauttransplantation kaum zu Abstoßreaktionen gegen die fremde Hornhaut. Die Immunabwehr des Empfängers erkennt und bekämpft das fremde Gewebe daher nicht.

    Wann ist eine Hornhauttransplantation erforderlich?

    Immer wenn die Hornhaut verletzt wird, sich eintrübt oder Vernarbungen aufweist, dann kann eine Hornhauttransplantation dafür sorgen, dass das Sehvermögen erhalten bleibt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit rund zehn Millionen Menschen unter einer Erkrankung der Hornhaut, sie sind sehbehindert oder sogar komplett blind. Bei einem Grauen Star ist eine Hornhauttransplantation eine Hilfe, um das Sehvermögen wieder zu erlangen, wie auch bei Verletzungen oder Verätzungen der Hornhaut. Unter Vollnarkose wird die gesunde, klare Hornhaut dem Empfänger eingepflanzt. Während der Operation wird die verletzte oder kranke Hornhaut zunächst in kleinen Scheibchen von sieben bis acht Millimeter Durchmesser abgeschliffen und dann durch die fremde Hornhaut ersetzt. Schon kurz nach der Operation kann der Patient deutlich besser sehen und nach wenigen Wochen ist die Sehkraft dann wieder hergestellt.

    Fischschuppen ersetzen die Hornhaut

    Der Tilapia-Fisch lebt bevorzugt in asiatischen und lateinamerikanischen Gewässern, er ist sehr schmackhaft und er hat ganz besondere Schuppen. Diese Schuppen enthalten einen Rohstoff, der eine Hornhauttransplantation auch ohne einen menschlichen Spender möglich macht. Die Schuppen des Fisches bestehen beinahe ausschließlich aus einem Kollagen, was der menschlichen Hornhaut sehr ähnlich ist. Wissenschaftler aus Taiwan sind auf die Idee gekommen, die Schuppen des Fisches aus der Familie der Buntbarsche als Hornhaut zu verpflanzen. Die ersten Tierversuche waren sehr vielversprechend, denn die fremde Hornhaut wurde gut angenommen und es gab kaum Abstoßungsreaktionen.

    Von der Fischschuppe zur Hornhaut

    Für eine Hornhauttransplantation müssen die Fischschuppen zunächst gründlich mit Salpeter- und Essigsäure gereinigt, entkernt und dann entkalkt werden. Dann werden die Nukleinsäuren DNS und RNS vollständig entfernt, denn das minimiert das Risiko, dass bei einer Hornhauttransplantation Viren, Bakterien oder auch Parasiten auf die Hornhaut gelangen. So entsteht bei der sogenannten BioCornea eine sehr hohe Durchlässigkeit für Sauerstoff und Licht, die beste Voraussetzung für eine künstliche Hornhaut. Noch ist die Alternative zur Spenderhornhaut kein Massenprodukt und noch immer werden viele Menschen erblinden, weil es nicht genug Spender gibt. Wer seine Hornhaut nach dem Tod spenden möchte, der sollte einen Organspendeausweis haben, denn nur dann kann die Hornhaut noch bis zu 72 Stunden nach dem Tod für eine Transplantation entnommen werden. Die Hornhaut des Verstorbenen wird dann durch eine Kunststoffschale ersetzt, damit ein Abschiednehmen am offenen Sarg möglich ist.

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  • Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Die Haut – ein ganz besonderes Organ

    Sie ist Sinnesorgan, Schutzschild und Stimmungsbarometer, sie regelt die Temperatur und die Feuchtigkeit, sie kann samtweich, aber auch rau, glatt oder faltig sein – unsere Haut. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers, zwei Millionen Hautzellen schützen uns vor Krankheitserregern, vor gefährlichen UV-Strahlen, vor Hitze und Kälte. Die Haut ermöglicht zudem einen feinen Tastsinn, sie macht es möglich, dass wir Schmerzen und Temperaturen empfinden, und Hautgefäße sowie die Drüsen sind immer aktiv, um die Körperwärme im Gleichgewicht zu halten.

    Funktion und Aufbau der Haut

    Die menschliche Haut besteht aus drei Schichten, von denen jede eine eigene Aufgabe hat. Da gibt es die Oberhaut, die Epidermis, dann die Lederhaut, die Dermis und die Unterhaut, die Subkutis. Die Oberhaut ist die schützenden äußere Hülle, eine Hornschicht, die ständig damit beschäftigt ist, Krankheitserreger abzuwehren. Alle vier Wochen erlebt die Oberhaut, die mit nur 0,1 Millimeter so dünn wie ein Blatt Papier ist, eine Art Metamorphose, denn sie erneuert sich komplett. Deutlich dicker ist da schon die zweite Schicht, die Lederhaut. Sie ist viel robuster als die dünne Oberhaut und in ihr verbergen sich Lymph- und Blutgefäße, durch die es uns möglich wird, Schmerzen, Druck, Berührungen und Temperatur zu fühlen. Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fettgewebe, das dem Körper als Energiespeicher und als Schutz gegen Kälte dient. In der unteren Hautschicht finden sich auch Talgdrüsen, die dafür zuständig sind, einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche herzustellen. Dazu kommen die Schweißdrüsen, die den Wärmeaustausch regeln und auch bei der Abwehr von Schädlingen aller Art helfen.

    Was sich auf der Haut alles ablesen lässt

    Die Haut ist ein sehr sensibles Sinnesorgan und über sie lässt sich zum Beispiel das Alter eines Menschen, aber auch sein Lebensstil und seine momentane Gefühlslage deutlich ablesen. „Das geht mir unter die Haut“, so heißt es, wenn es zu einer emotionalen Reaktion kommt und auch die berühmte „Gänsehaut“ ist eine Reaktion auf etwas, was die Oberhaut im ersten Moment nicht verarbeiten kann. Eine durchfeierte Nacht lässt sich an der Haut ebenso schnell ablesen, wie auch ein Sonnenbad, das viel zu lange gedauert hat. Raucher haben ein schlechtes Hautbild und auch Alkohol hinterlässt unübersehbare Spuren. Das falsche Essen sorgt für Pickel und Mitesser, aber auch zu viel Schokolade und wenig Schlaf zeichnen ein schlechtes Hautbild.

    Die richtige Pflege

    Was lange halten und für lange Zeit gut aussehen soll, das muss auch entsprechend gepflegt werden. Wer also auch noch im Alter gut aussehen möchte, der muss seine Haut pflegen, um sich in ihr wohlfühlen zu können. Ist sie zu trocken, dann braucht sie besonders viel Feuchtigkeit, ist sie zu fettig, dann sollte die Hautpflege ebenfalls angepasst werden. Was alle Hauttypen gemeinsam haben, das ist das Bedürfnis nach Feuchtigkeit, denn schädliche Umwelteinflüsse, Heizungsluft, feiner Staub, Sonne und Stress sorgen dafür, dass die Oberhaut ständig leidet. Ihr wird wichtige Feuchtigkeit entzogen, und zwar so schnell, dass die obere Hautschicht nicht mehr die Zeit hat, sich zu regenerieren. Daher sollte täglich eine milde Reinigungsmilch oder ein reinigendes Gesichtswasser aufgetragen werden, um die feinen Poren von Schmutz und Staub zu befreien. Wer zu Mitessern oder zu anderen Hautunreinheiten neigt, der sollte antibakterielle Pflegemittel verwenden und damit die Gesichtshaut nicht spannt oder juckt, sind reichhaltige Cremes und Lotionen aus Mandel- oder Pflaumenkernöl eine gute Pflege.

    Hautkrankheiten vermeiden

    Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Warzen sind nicht nur unschön, sie können auch für den Körper gefährlich werden. Experten sind sich heute sicher, dass viele Hautkrankheiten durch Stress entstehen. Wer gesund bleiben will, der sollte auch seinen Lebensstil überdenken. Wenn es zu einem veränderten Hautbild kommt, dann ist es immer eine gute Entscheidung einen Dermatologen, einen Hautarzt aufzusuchen.

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  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d