Schlagwort: Schwanger

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

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  • Wie werden fruchtbare Tage berechnet?

    Wie werden fruchtbare Tage berechnet?

    Mit dem Thema fruchtbare Tage müssen sich sowohl die Frauen beschäftigen, die sich ein Kind wünschen, als auch die Frauen, die keinen Nachwuchs möchten, aber auf natürliche Art und Weise verhüten wollen. Wer die fruchtbaren Tage kennt, der kann die Chancen deutlich erhöhen, endlich schwanger zu werden, und mit einem Eisprungrechner wird es sehr einfach, fruchtbare und weniger fruchtbare Tage schnell auszurechnen.

    Was ist ein Eisprungrechner?

    Wie fruchtbar eine Frau ist, das lässt sich immer nur dann errechnen, wenn der Zeitpunkt des Eisprungs auch bekannt ist. Generell gilt: Der Zeitpunkt des Eisprungs liegt immer ungefähr in der Mitte des Zyklus, und wenn dieser Zyklus 28 Tage hat, dann findet der Eisprung sehr wahrscheinlich am 14. Tag des Zyklus statt. Um aber die optimale Zeitspanne für fruchtbare Tage zu finden, muss jede Frau den ersten Tag der letzten Periode kennen und zudem auch wissen, wie lang ihr Zyklus dauert. Ist die Periode immer zuverlässig, dann werden die Ergebnisse umso sicherer sein.

    Mit dem Eisprungrechner fruchtbare Tage ausrechnen

    Mithilfe eines Einsprungrechners ist es sehr einfach, zu erfahren, wann die fruchtbaren Tage sind. Dazu muss der erste Tag der letzten Periode mit der durchschnittlichen Länge des Zyklus in den Rechner eingegeben werden. Dann wird auf den Button „Kalender berechnen“ gedrückt und nach wenigen Sekunden zeigt der Eisprungrechner einen persönlichen Kalender für die Zeit des Eisprungs und damit auch die fruchtbaren Tage an.

    Wie lange dauern fruchtbare Tage an?

    Jede Eizelle ist theoretisch 24 Stunden lang befruchtbar, denn das ist die Zeitspanne, die das reife Ei im Eileiter verbleibt, nach dem es zum Eisprung gekommen ist. Männliche Samenzellen überleben mehrere Tage und damit beginnen fruchtbare Tage, in denen eine Frau schwanger werden kann, bereits fünf Tage vor und zwei Tage nach dem Eisprung. Wenn sich Paare ein Kind wünschen und dann ein bis zwei Tage vor dem errechneten Eisprung Sex haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, besonders hoch.

    Findet ein Eisprung überhaupt statt?

    Die meisten Frauen, die sich ein Kind wünschen, befassen sich sehr intensiv mit ihrem Körper und beobachten sehr genau, was in ihrem Körper passiert. Wenn es zum wiederholten Mal nicht mit dem Kind geklappt hat, dann stellen sich viele Frauen die bange Frage, ob überhaupt ein Eisprung stattgefunden hat. Frauen, die einen sehr zuverlässigen und regelmäßigen Zyklus haben, spüren nicht selten, dass der Eisprung stattfindet. Sie verspüren Schmerzen im Unterleib oder haben besonders empfindliche Brüste. Ein Zeichen für den Eisprung ist oft ein heller zäh fließender Ausfluss, aber auch ein größeres Lustempfinden kann ein deutliches Zeichen dafür sein, dass es zum Eisprung gekommen ist. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass es zum Eisprung gekommen ist, nur weil die Periode einsetzt, denn die Schleimhaut der Gebärmutter wird auch dann abgebaut, wenn es nicht zum Eisprung gekommen ist. Frauen, die sich nicht sicher sind, ob sie einen Eisprung hatten oder nicht, sollten einen Ovulationstest machen.

    Was ist bei der Berechnung der fruchtbaren Tage zu beachten?

    Frauen, die nicht schwanger werden möchten, sollten den Eisprungrechner nicht mit einem sicheren Verhütungsmittel verwechseln, denn der Zyklus und damit fruchtbare Tage werden von zahlreichen äußeren Einflüssen beeinträchtigt. Der Eisprungrechner ist kein Garant dafür, dass es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, denn er kann fruchtbare Tage nur ungefähr ausrechnen. Immer dann, wenn ein Zyklus besonders lange dauert oder nur kurz ist, dann ist es eine gute Entscheidung, einen Arzt aufzusuchen, denn dann kann es sich um eine Störung handeln. Normal sind Zyklen, die zwischen 25 und 35 Tagen dauern, aber wenn Frauen, die lange die Pille genommen haben und diese plötzlich nicht mehr nehmen, dann kann es durchaus passieren, dass sich der Zyklus verschiebt.

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  • Plazentainsuffizienz – eine Gefahr für das Kind

    Plazentainsuffizienz – eine Gefahr für das Kind

    Bei zwei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften kommt es zu einer sogenannten Plazentainsuffizienz, einer Leistungsschwäche der Gebärmutter, die für das ungeborene Kind sehr gefährlich werden kann. Vereinfacht ausgedrückt sorgt eine Plazentainsuffizienz für eine Mangelversorgung des Kindes, denn der Stoffaustausch zwischen der Mutter und dem Embryo ist gestört. In den meisten Fällen sind Frauen gefährdet, eine Plazentainsuffizienz zu bekommen, die entweder Übergewicht oder Bluthochdruck haben oder unter Diabetes mellitus während der Schwangerschaft leiden. Unterschieden wird bei der Erkrankung zwischen einer akuten und einer chronischen Form.

    Ursachen und Gründe für eine Plazentainsuffizienz

    Neben den bereits genannten Gründen, Diabetes, Übergewicht und zu hoher Blutdruck, gibt es für eine Plazentainsuffizienz noch andere Ursachen. Eine vorzeitige Ablösung der Plazenta kann eine der Ursachen für eine Plazentainsuffizienz sein und auch wenn es zu Plazentablutungen kommt, kann eine Plazentainsuffizienz schuld sein. Nicht selten kommt es zu diesem Problem mit der Plazenta, wenn der Termin für die Geburt weit überschritten ist, möglich ist auch eine Komplikation mit der Nabelschnur während der Geburt. Frauen, die während der Schwangerschaft rauchen oder Alkohol trinken, laufen Gefahr, dass es zu einer Plazentainsuffizienz kommt, eine Präeklampsie ist eine mögliche Ursache.

    Welche Symptome gibt es?

    In einer akuten Form tritt die Plazentainsuffizienz meist unmittelbar vor oder auch während einer Geburt auf. Es kommt zu einer schweren Unterversorgung des ungeborenen Kindes mit Sauerstoff und das verlangsamt den kindlichen Herzschlag. Je nachdem, welche Ursache zugrunde liegt, kann es bei der werdenden Mutter zu Blutungen oder auch zu Krämpfen kommen. Handelt es sich um eine chronische Form der Plazentainsuffizienz, dann verlangsamt der Mangel an Nährstoffen das Wachstum des Kindes stetig und auch die Menge des Fruchtwassers wird immer weniger.

    Wie wird eine Plazentainsuffizienz diagnostiziert?

    Neben den äußerlichen Begleiterscheinungen wie Krämpfen und Blutungen, kann der Arzt auch während einer Ultraschalluntersuchung eine Plazentainsuffizienz sicher feststellen. Auch wenn es bei der Geburt zu Einschnürungen durch die Nabelschnur kommt, dann besteht die Gefahr, dass es zu einer Plazentainsuffizienz kommt. Sollte die Mutter unter Diabetes oder unter Präeklampsie leiden, dann kann der Arzt durch eine sogenannte Doppelsonografie das Wachstum des Kindes beobachten. Eine Messung der Blutströmungsgeschwindigkeit gibt ebenfalls Aufklärung darüber, ob es sich vielleicht um die chronische Form der Plazentainsuffizienz handelt.

    Gibt es eine Therapie?

    Wenn es sich um eine akute Plazentainsuffizienz handelt, dann ist eine schnelle Geburt die beste Möglichkeit, um das Kind zu retten. Nicht selten muss dann ein Kaiserschnitt gemacht werden oder das Kind muss mit der Saugglocke oder mit der Zange geholt werden. Handelt es sich aber um eine chronische Plazentainsuffizienz, dann wird der Arzt der werdenden Mutter strenge Bettruhe verordnen, und das Kind muss in regelmäßigen Abständen mit dem Ultraschallgerät untersucht werden. Wenn es eine schwere Form der Plazentainsuffizienz ist, dann muss die Mutter ins Krankenhaus und wird neben Ultraschalluntersuchungen auch über ein CTG, eine Kardiotokographie, permanent überwacht. Direkt kann die Unterversorgung der Plazenta nicht behandelt werden, aber es ist notwendig, dass die Ursachen wie der Zucker, das Übergewicht und auch der hohe Blutdruck behandelt werden.

    Welche Komplikationen gibt es?

    Eine akute Form der Plazentainsuffizienz kann zum Tod des ungeborenen Kindes führen, wenn es über einen zu langen Zeitraum zu wenig Sauerstoff bekommt. Kommt es während der Geburt zu einer Plazentainsuffizienz, dann haben die Ärzte die Möglichkeit, das Kind so schnell wie möglich auf die Welt zu holen. Auch dann, wenn sich die Plazenta frühzeitig ablösen sollte, muss das Kind schnell geboren werden, um einen weiteren gesundheitlichen Schaden zu verhindern. Die chronische Form ist ebenso gefährlich, denn durch den ständigen Mangel an Sauerstoff kann das Kind Schäden davontragen, und wenn die Gefahr jedoch zu groß wird, dann holen die Ärzte auch Kinder weit vor dem errechneten Geburtstermin.

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  • Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Nabelbruch – Risiken, Symptome, Therapie

    Auch wenn ein Nabelbruch nur wenig Schmerzen verursacht, muss er unter Umständen doch operiert werden. Während der Nabelbruch bei Säuglingen schnell und gut behandelt werden kann, ist ein Nabelbruch bei erwachsenen Menschen ein größeres Problem. Von Geburt an ist der Nabel so etwas wie die Schwachstelle des Körpers und es sind oftmals kleine Ursachen, die zu einem Nabelbruch oder zu einer Nabelhernie führen können. Schweres Heben, ruckartiges Aufstehen oder auch zu starkes Recken kann dazu führen, dass die sogenannte Bruchpforte bricht.

    Was versteht man unter einem Nabelbruch?

    Wer eine kleine Beule neben oder unter dem Nabel hat und vielleicht einen leicht ziehenden Schmerz spürt, der könnte einen Nabelbruch haben. Bei einem Nabelbruch handelt es sich um eine Ausstülpung des Gewebes am Nabel, den sogenannten Nabelsack. Dieser Nabelsack ist die große Schwachstelle, denn er verursacht bei einem Nabelbruch eine Lücke in der Bauchwand, es entsteht die Bruchpforte. Was das Ganze problematisch macht, ist die Tatsache, dass diese Ausstülpung unter Umständen die Eingeweide des Bauchs, wie zum Beispiel Darmschlingen enthalten kann. Ist das der Fall, dann sprechen Ärzte von einem Bruchsackinhalt.

    Wie entsteht ein Nabelbruch?

    Wenn das Kind noch im Mutterleib ist, dann hat das ungeborene Kind im Bereich seines Nabels einen Ansatz, an dem die Nabelschnur praktisch andockt. Dieser Bereich ist eine Schwachstelle in der Bauchwand, die auch nach der Geburt bestehen bleibt. Ein Nabelbruch entsteht immer dann, wenn auf den Bauchraum großer Druck aufgebaut wird, wie das beispielsweise beim Heben von schweren Gegenständen der Fall ist. Aber auch bei Übergewicht oder in der Schwangerschaft, wenn die Bauchwand großen Belastungen ausgesetzt ist, kann es zu einem Nabelbruch kommen. Es gibt jedoch noch andere Ursachen, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung, denn wenn es in der Familie eine Neigung zur Bindegewebeschwäche gibt, dann ist ein Nabelbruch keine Seltenheit.

    Welche Symptome gibt es?

    Da ein Nabelbruch kaum Schmerzen verursacht, bemerken viele ihn nicht. Ein Nabelbruch ist aber sichtbar, denn am Nabel zeigt sich eine kleine Wölbung. Wenn sich der Bauchnabel hingegen bläulich verfärbt oder wenn ein ziehender Schmerz einsetzt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass der Bruchsackinhalt eingeklemmt ist. Sollte das der Fall sein, muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, denn meist handelt es sich um eingeklemmtes Darmgewebe und das kann die Durchblutung beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der Darm abstirbt. Das zieht weitere gesundheitliche Folgen nach sich und kann unter ungünstigen Umständen sogar lebensgefährlich werden. Ein eingeklemmter Nabelbruch muss sofort operiert werden, allerdings kommt ein solch gefährlicher Nabelbruch nur in drei bis fünf Prozent aller Nabelbrüche vor.

    Die Diagnose Nabelbruch

    Der Arzt diagnostiziert einen Nabelbruch meist durch einen Tastbefund, denn die Bruchpforte in der Bauchwand lässt sich bei den meisten Patienten schnell und einfach ertasten. Hat der Nabelbruch aber ein größeres Ausmaß, und wenn der Verdacht besteht, dass Gewebe eingeklemmt ist, dann kann eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät für Klarheit sorgen.

    Welche Therapie kommt infrage?

    Während sich bei kleinen Kindern der Nabelbruch meist wieder von alleine zurückbildet, muss bei einem erwachsenen Patienten nicht selten operiert werden. Wie umfangreich die Operation ist, das hängt von der Größe des Bruchs ab. Während der OP öffnet der Chirurg mit einem bogenförmigen Schnitt die Bauchwand im Bereich des Nabels und verlagert dann den Inhalt des Bruchsacks wieder in den Bauchraum zurück und ist der Bruchsack groß, dann wird der Arzt ihn verkleinern. Bei kleineren Nabelbrüchen wird die Bruchpforte in der Regel direkt wieder vernäht, wenn der Nabelbruch aber größer als zwei Zentimeter ist, dann wird ein Netz aus Kunststoff unter die Bauchwand genäht, um die Bauchdecke zu stützen und sie auf Dauer auch zu stabilisieren, um sie vor weiteren Brüchen zu schützen.

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  • Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Lipödem – die unschönen Reiterhosen

    Es gibt Figurprobleme, über die sich Männer keine Gedanken machen müssen. Zu diesen Problemen gehört auch das sogenannte Lipödem, eine Fettablagerung, die nur Frauen betrifft. Vielen kennen das Lipödem unter seinem umgangssprachlichen Namen Reiterhosen oder auch Säulenbeine, denn ein Lipödem betrifft in den meisten Fällen nur die untere Körperhälfte. Wenn die Beine am Abend anschwellen, dann ist das noch kein Grund zur Besorgnis, aber wenn die Schwellung auch nach Tagen nicht zurückgeht, dann kann es sich um ein Lipödem handeln. In diesem Fall ist es immer eine gute Idee, einen Arzt aufzusuchen.

    Was genau ist ein Lipödem?

    Lipödeme entstehen immer dann, wenn es zu einer Störung im Fetthaushalt des Körpers kommt. Das Fett sammelt sich im Unterhautgewebe und bringt die Beine dazu, anzuschwellen. Ist die Krankheit schon in einem fortgeschrittenen Stadium, dann weitet sich das Fettgewebe unter der Haut immer mehr aus und die Schwellungen nehmen zu. In der Regel sind die Oberschenkel, aber auch die Hüften, der Po und auch die Innenseiten der Knie betroffen. Später können auch die Unterschenkel und die Fußgelenke dazu kommen, und die Beine erinnern in ihrer Form an Säulen. Ist ein Lipödem sehr ausgeprägt, dann zeigen sich unschönen Schwellungen auch an den Oberarmen und an den Handrücken. Typisch für ein Lipödem ist ein schlanker Oberkörper, der die Beine optisch noch unförmiger macht.

    Die Ursachen für Lipödeme

    Warum es genau zu Lipödemen kommt, das ist bis heute nicht restlos geklärt. Eine Ursache kann eine genetische Veranlagung sein, aber auch hormonelle Auslöser sind möglich. Die Vermutung, dass es sich um eine Veränderung im Hormonhaushalt handeln könnte, liegt nahe, denn es sind viel Frauen in den Wechseljahren, in der Pubertät oder auch nach einer Schwangerschaft betroffen. Selbst wenn sich die Behauptung hartnäckig hält, dass Lipödeme durch Übergewicht entstehen, Übergewicht gehört definitiv nicht zu den Verursachern. Es stimmt jedoch, dass die Krankheit durch ein zu hohes Gewicht negativ beeinflusst wird. Auch wenn Männer sehr selten mit einem Lipödem zu kämpfen haben, durch eine Hormontherapie oder wenn es zu einer Schädigung der Leber kommt, dann kann es passieren, dass sich Reiterhosen auch bei Männern bilden.

    Die Diagnose Lipödem

    Der Arzt kann die Diagnose Lipödem relativ schnell anhand eines Tast- und Sichtbefundes stellen, auch die Krankengeschichte des Patienten gibt darüber Auskunft. Um festzustellen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, kann ein Ultraschall sehr hilfreich sein. Auch wenn die Symptome meist gut sichtbar sind, hinter einem vermeintlichen Lipödem kann auch eine andere Krankheit stecken, zum Beispiel Adipositas (Fettleibigkeit), ein Lymphödem (Wassereinlagerung) oder eine vergleichsweise harmlose Fettansammlung, eine Lipohypertrophie.

    Ist ein Lipödem heilbar?

    Lipödeme sind nicht heilbar, im Verlauf kann die Krankheit sich aber deutlich verschlimmern. Das ist häufig der Fall, wenn das Ödem nicht behandelt wird. Im ersten Stadium bilden sich die Fettpolster besonders an den Hüften, an den Oberschenkeln und auch an der Innenseite des Knies. Die Haut wird dann feinknotig und es entsteht eine Orangenhaut. Im nächsten Stadium wird die Haut dann grobknotig, es bilden sich Dellen und es kommt zum sogenannten „Matratzenphänomen“. Im dritten Stadium zeigen sich schließlich große Hautlappen und Hautwülste. In diesem Stadium kann ein Lipödem auch bis zu den Fußknöcheln reichen und diese sogar überlappen, es entsteht das Säulenbein.

    Wie wird ein Lipödem behandelt?

    Um ein Lipödem behandelt zu können, muss die Krankheit früh erkannt werden. Ein bewährtes Mittel ist die Entstauungstherapie und auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen und Verbänden kann eine Erleichterung bringen. Auf diese Weise lässt sich das Ödem reduzieren, ganz verschwinden wird es aber nicht. Gute Erfolge können auch mit einer manuellen Lymphdrainage erzielt werden, denn durch diese gezielte Massage wird das Ödem verkleinert und die überschüssigen Fettzellen werden praktisch abtransportiert.

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  • Grüner Tee – nicht alle Sorten sind gesund

    Grüner Tee – nicht alle Sorten sind gesund

    Seit feststeht, dass sich grüner Tee positiv auf die Gesundheit auswirken kann, wird diese besondere Form des Tees immer beliebter und ist längst mehr als nur ein Modegetränk. Diese Beliebtheit war der Grund für die Stiftung Warentest, 25 grüne Tees von verschiedenen Anbietern einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis war alles andere als gut, wobei besonders die Biosorten sehr schlecht abgeschnitten haben.

    Warum ist grüner Tee gesund?

    Grüner Tee ist ohne Zweifel gesund, denn er schützt vor Herzinfarkten und Schlaganfällen, zudem werden die Cholesterinwerte verbessert und auch der Fettstoffwechsel wird günstig beeinflusst. Im grünen Tee sind sogenannte Polyphenole enthalten, die zu den Antioxidantien gehören, die wiederum als sehr gutes Anti-Aging Mittel gelten. Grüner Tee sorgt aber auch für eine gesunde Haut und ist ein effektiver Schutz gegen Arthritis, da die Inhaltsstoffe das empfindliche Gewebe schützen, das den Knorpel umspannt. Grüner Tee kann aber auch dabei behilflich sein, wenn es darum geht, Pfunde zu verlieren. Besonders wegen dieser Eigenschaft wird er sehr geschätzt. Der grüne Tee kann seine guten Eigenschaften jedoch immer nur dann entfalten, wenn auch die Inhaltsstoffe stimmen. Das war leider nicht bei allen Teesorten der Fall, die von der Stiftung Warentest getestet wurden.

    Schädliche Inhaltsstoffe

    Es waren die Biosorten, aber auch die Tees von namhaften Herstellern, die der Stiftung Warentest besonders negativ aufgefallen sind. So wurde in neun von 25 Sorten unter anderem Pyrrolizidinalkaloid gefunden, ein Alkaloid, das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Aber auch Schadstoffe wie Mineralöle, Pestizide und Nikotin fanden die Tester in einigen Sorten.

    Die Testergebnisse

    25 Sorten grünen Tee hat die Stiftung Warentest untersucht und sieben Sorten schnitten mit einem glatten „Mangelhaft“ ab. Sieben weitere Sorten bekamen nur ein „Ausreichend“, aber nur vier der fünf mit „Gut“ getesteten Biosorten hatte auch wirklich Bio-Qualität. Die anderen grünen Tees, die mit rein biologischen Inhaltsstoffen werben, enthielten Schadstoffe. Die Stiftung Warentest hat die Hersteller, die schlecht und sehr schlecht abgeschnitten haben, bereits informiert. Einige wenige Hersteller haben reagiert und wollen den Tee aus dem Handel nehmen, andere arbeiten angeblich nach eigenen Aussagen an einem Konzept, um die schädlichen Stoffe wenigstens zu minimieren.

    In Maßen genießen

    Ernährungsexperten raten dazu keinen grünen Tee zu kaufen, der direkt aus China importiert wurde, denn diese Tees sind nicht gesund, sie sind vielmehr das pure Gift. Grüner Tee sollte grundsätzlich nur in kleinen Portionen getrunken werden, selbst dann, wenn der Tee als unbedenklich getestet wurde. Ohne Zucker getrunken ist grüner Tee ein sehr guter Durstlöscher, der auch während einer Diät erlaubt ist. Schwangere Frauen, Menschen mit einem schwachen Immunsystem und auch kleine Kinder sollten nach Möglichkeit gar keinen grünen Tee trinken, denn Inhaltsstoffe wie Catechine, Flavonoide und auch Gerbstoffe können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

    Bild: © Depositphotos.com / gdolgikh