Schlagwort: Schwangere Frauen

  • Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Scharlach – die etwas andere Kinderkrankheit

    Noch vor 50 Jahren galt Scharlach als eine sehr gefährliche Infektionskrankheit und wer an Scharlach erkrankte, der musste auf die Isolierstation eines Krankenhauses. Heute ist Scharlach eine Kinderkrankheit, die dank entsprechender Medikamente sehr gut behandelt werden kann, trotzdem haftet Scharlach noch immer der Ruf einer gefährlichen Krankheit an. Scharlach betrifft vor allem Kinder zwischen vier und sieben Jahren, und da die Krankheitserreger per Tröpfchen übertragen werden, also durch anhusten oder niesen, ist eine Ansteckung sehr einfach. Was Scharlach von anderen typischen Kinderkrankheiten unterscheidet, ist die Tatsache, dass es nach einer Erkrankung keine Immunität gibt, denn wer bereits Scharlach gehabt hat, kann im Laufe seines Lebens immer wieder an Scharlach erkranken.

    Woran erkennt man Scharlach?

    Hat ein Kind sich mit Scharlach infiziert, dann sind die Symptome unverkennbar. Scharlach hat eine relativ kurze Inkubationszeit, denn schon zwei bis drei Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Kopf- und Halsschmerzen und auch Schluckbeschwerden stellen sich ein. Ein typisches Anzeichen ist ein weißer pelziger Belag auf der Zunge. Nach ca. vier Tagen kommt dann der für Scharlach charakteristische Ausschlag dazu, der sich zuerst in den Achselhöhlen zeigt. Die Lymphdrüsen am Hals schwellen an und an den Kuppen der Finger bilden sich Schuppen, im Verlauf der Krankheit löst sich dann an den Fingern die Haut ab.

    Wie wird Scharlach behandelt?

    Im Unterschied zu vielen anderen Kinderkrankheiten gibt es gegen Scharlach keine Schutzimpfung. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie allerdings sehr schnell und auch effektiv mit Antibiotika wie Penicillin behandelt werden. In der Regel müssen die Betroffenen eine Penicillin Kur für die Dauer von zehn Tagen machen. Diese Kur sollte konsequent eingehalten werden, denn sonst kann es passieren, dass es zu Komplikationen kommt. Nach der Antibiotika Kur sollten sich die Betroffenen ausruhen und dem Körper Zeit geben, das Penicillin wieder abzubauen.

    Scharlach bei Erwachsenen

    Auch wenn Scharlach eine klassische Kinderkrankheit ist, können sich auch Erwachsene anstecken. Wenn Erwachsene sich mit Scharlach infizieren, dann sind immer Streptokokken-Bakterien daran schuld, die sich bevorzugt im Rachenraum einnisten. Einer Studie zufolge können bei jedem zehnten Erwachsenen diese Bakterien nachgewiesen werden, aber ohne dass die Krankheit auch tatsächlich zum Ausbruch kommt. Bricht der Scharlach aber aus, dann kann das für erwachsene Menschen schwerwiegende Folgen haben.

    Auch bei Erwachsenen zeigen sich Symptome, die sich aber von den Symptomen bei Kindern unterscheiden. Auf der Zunge zeigt sich zunächst ein weißer Belag, der sich dann aber himbeerrot färbt. Der Ausschlag im Gesicht ist deutlich ausgeprägter als bei Kindern und da das Dreieck zwischen Mund und Kinn nicht vom Ausschlag befallen ist, spricht man von einem sogenannten Milchbart. Fieber, starke Kopfschmerzen und auch Schüttelfrost und Erbrechen gehören bei Erwachsenen die an Scharlach erkranken, ebenfalls zum Krankheitsbild.

    Welche Komplikationen und mögliche Spätfolgen gibt es?

    Erkranken Erwachsene an Scharlach, dann ist das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen besonders groß. So kann unter anderem nach vier bis fünf Wochen ein rheumatisches Fieber auftreten und es besteht die Gefahr einer Nierenentzündung. Besonders riskant wird es, wenn schwangere Frauen an Scharlach erkranken, denn dann besteht Gefahr für Mutter und Kind. Gegen Scharlach gibt es auch Hausmittel, die allerdings nicht helfen, sondern im Gegenteil, die Krankheit noch gefährlicher machen. Wenn sich die ersten eindeutigen Symptome zeigen, dann sollte man sofort zu einem Arzt gehen, der einen Schnelltest macht und dann Antibiotika verschreiben wird.

    Theoretisch sind Erwachsene nach einer überstandenen Scharlachinfektion immun gegen die Krankheit, aber das ist immer nur dann der Fall, wenn es sich um den Streptokokken Erreger handelt, der den Scharlach ausgelöst hat. Kommt ein anderer Bakterienstamm ins Spiel, dann ist die Immunität hinfällig und es kann passieren, dass man ein zweites oder sogar ein drittes Mal an Scharlach erkrankt.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly

  • Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Wie gefährlich ist Eisenmangel?

    Immer müde, schlecht konzentriert und ohne Appetit? Alle, die diese Symptome haben, sollten durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie vielleicht unter Eisenmangel leiden. Der Mangel an Eisen hat vielfältige Symptome und gehört zu den am häufigsten auftretenden Mangelerscheinungen weltweit, denn von Eisenmangel sind rund zwei Milliarden Menschen überall auf der Welt betroffen. Wer unter Eisenmangel leidet, der sollte damit nicht allzu unbesorgt umgehen, denn wenn eine unzureichende Versorgung mit Eisen nicht behandelt wird, dann kann das unter Umständen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben.

    Der Körper braucht Eisen

    Damit der Stoffwechsel in Schwung bleibt, braucht der Körper Eisen, denn das Eisen ist dafür zuständig, den Sauerstoff aus den Lungen in die einzelnen Zellen zu transportieren. Auch wenn es darum geht, dass mit der Bildung des roten Farbstoffs Hämoglobin alles klappt, dann ist Eisen unerlässlich. Ohne Eisen können die sogenannten Erythrozyten, also die roten Blutkörperchen den Sauerstoff nicht dorthin bringen, wo er gebraucht wird. Der Körper braucht ständig Eisen, und weil jeden Tag Nachschub gebraucht wird, muss die tägliche Ernährung ausreichend Eisen enthalten.

    Wie viel Eisen braucht der Körper?

    Wie viel Eisen der Körper braucht, das ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Das Alter spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle, denn ältere Menschen brauchen ebenso wie Kinder deutlich mehr Eisen, um gesund zu bleiben. Aber auch Leistungssportler benötigen eine Menge Eisen, da sie durch ihren Sport stark schwitzen und dabei wertvolle Mineralstoffe verlieren. Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, brauchen ebenfalls mehr Eisen, da sie durch die monatliche Periode Eisen verlieren, das durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden muss. Männer haben einen geringeren Eisenbedarf und leiden daher auch weniger unter Eisenmangel als das bei Frauen der Fall ist. Durchschnittlich braucht ein erwachsener Mensch rund 1,5 Milligramm Eisen, um gesund zu bleiben.

    Welche Ursachen kann Eisenmangel haben?

    Es gibt viele Gründe, warum es zu einem Mangel an Eisen kommt. Hoher Blutverlust ist ein Grund, aber auch Geschwüre und chronische Entzündungen sind dafür verantwortlich, dass der Körper nicht genug Eisen bekommt. Viele Menschen, die unter Hämorrhoiden leiden, haben nicht selten einen Eisenmangel und auch bei Magengeschwüren oder bei Geschwüren des Darmtrakts kommt es häufig zu Eisenmangel. Der Mangel an Eisen kann aber auch erblich bedingt sein und wenn Kinder zu Jugendlichen werden, dann kommt es zu einem Eisenmangel in der Pubertät. Das Gleiche gilt auch für schwangere Frauen, denn auch ihr Organismus muss sich umstellen und das führt dann zu einem Mangel an Eisen.

    Welche Symptome bei Eisenmangel?

    Herrscht im Körper Eisenmangel, dann wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Diese Mangelerscheinung macht sich unter anderem durch eine beständige Müdigkeit bemerkbar, aber auch eine blasse oftmals auch sehr trockene Haut und starke Kopfschmerzen können ein Zeichen für Eisenmangel sein. Wer oft ohne Antrieb ist, wem öfter schwindelig wird und wer beim Treppensteigen schnell aus der Puste kommt, der sollte sein Blut untersuchen lassen und sich dann nicht wundern, wenn der Arzt Eisenmangel feststellt. Rein äußerlich ist der Mangel an Eisen durch rissige Fingernägel und durch häufig eingerissene Mundwinkel zu erkennen. Bei einigen Menschen kommt es aber auch zu Muskelzuckungen und Muskelkrämpfen.

    Was hilft bei Eisenmangel?

    Zu Eisenmangel kommt es nur, weil der Körper nicht in der Lage ist, selbst Eisen zu produzieren. Den Eisenmangel zu beheben, ist nicht allzu schwer, denn der Eisenvorrat kann einfach durch die Nahrung wieder aufgefüllt werden. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Körper nur ein Zehntel des zugeführten Eisens verarbeiten kann, außer das Eisen wird zusammen mit Vitamin C dem Körper zugeführt, denn das Vitamin unterstützt das Eisen. Wer unter einem Mangel an Eisen leidet, der sollte daher immer auf seine Ernährung achten.

    Bild: © Depositphotos.com / straga

  • Wadenkrämpfe Nachts

    Wadenkrämpfe Nachts

    Sie schmerzen furchtbar und sie kommen ohne jede Vorwarnung – Wadenkrämpfe. Es kann beim Sport passieren, im Schwimmbad oder auch nachts, der Muskel in der Wade zieht sich schmerzvoll zusammen und er bleibt für Sekunden oder auch für Minuten starr. Diese Minuten können für den Betroffenen zu Qual werden und die meisten Menschen, die einen Wadenkrampf nachts bekommen, reagieren automatisch richtig und versuchen den Muskel wieder zu entkrampfen. Das geht am einfachsten durch eine einfache Dehnübung, in dem die Spitze des Fußes in Richtung des Körpers gezogen wird.

    Aber was ist die Ursache, wenn der Wadenkrampf nachts passiert, und kann ein Wadenkrampf gefährlich werden? Normalerweise sind Wadenkrämpfe vollkommen harmlos, aber wenn ein Wadenkrampf nachts immer öfter auftritt, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, der der Ursache auf den Grund geht.

    Welche Ursachen für Wadenkrämpfe gibt es?

    Wer von einem Wadenkrampf nachts gepeinigt wird, der stellt sich wahrscheinlich die Frage: Warum schmerzt meine Wade so schrecklich und welche Ursache kann es geben? Grob gesagt werden die Ursachen für Wadenkrämpfe in zwei Kategorien unterschieden. Zum einen sind häufig untrainierte und überanstrengte Wadenmuskeln betroffen und zum anderen kann auch ein gestörter Mineral- und Flüssigkeitshaushalt die Ursache dafür sein, dass ein Wadenkrampf nachts auftritt.

    Sportler, die während ihrer sportlichen Aktivitäten zu wenig trinken, müssen damit rechnen, dass sie ein Wadenkrampf nachts überfällt. Wenn der Wadenmuskel schon übermüdet ist und dann noch zu wenig wichtige Mineralstoffe bekommt, dann kann es passieren, dass er Probleme macht. Auch wenn Sportler lange Zeit nicht aktiv waren und dann wieder anfangen, kann der Muskel verstimmt reagieren und es kommt zu einem schmerzhaften Krampf.

    Schwangere Frauen müssen ebenfalls mit einem Wadenkrampf nachts rechnen, aber in diesem Fall ist der schwankende Hormonhaushalt daran schuld. Wenn ein Wadenkrampf nachts häufiger auftritt, dann können in seltenen Fällen auch ein Nierenleiden oder Diabetes daran schuld sein. Besonders bei Nierenkranken, die auf eine regelmäßige Dialyse angewiesen sind, ist ein Wadenkrampf nachts keine Seltenheit.

    Wann muss man mit einem Wadenkrampf zum Arzt?

    Auch wenn der Wadenkrampf nachts in der Regel eine harmlose Ursache hat, es gibt einige Alarmsignale, die einen Besuch beim Arzt erforderlich machen:

    • Wenn die Wadenkrämpfe häufig auftreten
    • Wenn sich der Krampf auch nach Dehnübungen nicht löst
    • Wenn die Krämpfe sehr schmerzhaft sind
    • Wenn der Krampf über mehrere Minuten anhält
    • Wenn die Krämpfe immer nach einer bestimmten Bewegung auftreten

    Ein Arztbesuch ist auch notwendig, wenn sich nach dem Krampf Lähmungserscheinungen im Bein zeigen, und auch wenn das Bein anschwillt, dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Der Hausarzt oder auch ein Facharzt für innere Krankheiten kann diese Beschwerden richtig deuten und dann die entsprechende Therapie einleiten.

    Was hilft bei Wadenkrämpfen Nachts?

    In den meisten Fällen lassen sich Wadenkrämpfe sofort und ohne großen Aufwand selbst behandeln. Wenn der Wadenkrampf einsetzt, dann sollte man, am besten im Liegen, die Fußspitze in Richtung Körper ziehen und die Ferse nach vorne strecken. Auf diese Weise wird der verkrampfte Muskel wieder gedehnt und der Schmerz sollte nachlassen. Es kann auch helfen, mit dem nackten Fuß auf einen kalten Untergrund zum Beispiel auf einen Fliesenboden, fest aufzutreten, denn die plötzliche Kälte kann den Muskel wieder entkrampfen.

    Vorbeugend ist es hilfreich, nicht ohne ein Aufwärmprogramm Sport zu treiben und während des Sports ausgiebig zu trinken, um damit den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Regelmäßig Magnesium als Brausetablette zu trinken ist ebenfalls eine gute Idee, um einem Wadenkrampf vorzubeugen. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist immer gut, um erst gar keinen Wadenkrampf zu bekommen. Manchmal hilft es auch, das Schuhwerk zu wechseln, denn besonders die im Sommer so beliebten Flip-Flops stehen im Verdacht für nächtliche Wadenkrämpfe.

  • Ardha Matsyendrasana – der Drehsitz

    Ardha Matsyendrasana – der Drehsitz

    Wer sich für Yoga interessiert, der wird auch wissen, dass die Drehungen einen ganz besonderen Platz in den Übungen einnehmen. Drehungen sind geordnete Haltungen, die immer von einem zentralen Punkt aus zu beiden Seiten, entweder nach rechts oder aber nach links führen. Die Übung Ardha Matsyendrasana steht für einen wichtigen Aspekt der indischen Mythologie, in dem die beiden polaren Punkte eine wichtige Rolle spielen.

    Wer sich in einer Drehübung nach rechts dreht, der spürt die Wärme und die aktive, positive Energie der Sonne. Wer sich nach links dreht, der wendet sich der passiven, kühlen Seite des Mondes zu. Für welche Seite man sich entscheidet, das hat auch immer mit der jeweiligen Persönlichkeit zu tun und zu welchem Pol man sich hingezogen fühlt.

    Ardha-Matsyendrasana

    Ardha-Matsyendrasana-Drehung

    Die Wirbelsäule steht im Mittelpunkt

    Beim Drehsitz Ardha Matsyendrasana steht die Wirbelsäule als Achse des Lebens im Mittelpunkt. Es sind die 24 Wirbelkörper, die unseren Körper beweglich halten, aber die Wirbelsäule hat noch eine andere Aufgabe. Sie steht auch für die mentale Beweglichkeit und die Flexibilität des Geistes. Beim Drehsitz Ardha Matsyendrasana wird die Brustwirbelsäule aktiviert und das macht den Oberkörper beweglicher, die Muskeln im Rücken werden gestärkt und gedehnt, es stellt sich ein Gefühl der inneren Aufrichtung des Körpers ein. Ardha Matsyendrasana hat viele gesundheitliche Vorteile, denn unter anderem wird:

    • Fett im Gewebe abgebaut
    • Die Organe im Bauch werden besser durchblutet
    • Die Blutzufuhr in der Wirbelsäule wird intensiviert
    • Verspannungen im Rücken werden sanft gelöst
    • Die Verdauung wird angeregt
    • Eine seitliche Abweichung der Wirbelsäule, die sogenannte Skoliose wird ausgeglichen
    • Die Muskulatur des Gesäßes wird gedehnt
    • Die inneren Organe werden gelockert

    Alle, die mit Entzündungen im Bauchraum oder in der Wirbelsäule zu kämpfen haben, sollten von Ardha Matsyendrasana absehen, und auch für schwangere Frauen ist eher die einfache Variante des Drehsitzes zu empfehlen. Diese Beschreiben wir weiter unten.

    Ardha Matsyendrasana – die Ausführung

    Zunächst ist es wichtig, eine sichere und feste Sitzhaltung einzunehmen. Die linke Seite wird zuerst geübt, dann folgt die rechte Seite. Alle, die ein wenig bequemer sitzen möchten, können ihren Sitzplatz auch leicht erhöhen, zum Beispiel durch ein kleines Kissen oder durch eine zusammengefaltete Decke. Beide Beine liegen ausgestreckt auf dem Boden, und um den Steißbeinknochen optimal zu erden, sollten die beiden Gesäßhälften seitlich ausgerichtet sein.

    Nun wird das rechte Bein über das linke geführt, der rechte Fußknöchel sollte dabei den Oberschenkel des linken Beins berühren. Das ausgestreckte linke Bein wird zu einer Verlängerung des Schambeins und die Zehen werden gekrümmt. Jetzt wird der linke Ellenbogen über das rechte Bein gelegt und mit dem nächsten Atemzug wird der rechte Arm zuerst nach oben und dann aufsteigend zur rechten Seite geführt. In dieser Stellung entspannen und ruhig atmen, damit der Brustkorb sich weiten kann. Einatmend wird dann wieder die aufrechte Sitzposition eingenommen und einige Atemzüge lang ausgeruht, dann wird Ardha Matsyendrasana zur anderen Seite wiederholt.

    Die einfache Variante

    Neben der eigentlichen Ardha Matsyendrasana Übung gibt es mit Bharavajasana eine zweite, weniger anstrengende Übung des Drehsitzes, den zum Beispiel auch Schwangere ausprobieren sollten. Während bei der Originalübung der Bauch stark beansprucht wird, bleibt bei der leichten Variante der Bauchbereich geöffnet.

    Anders als bei Ardha Matsyendrasana, ist die Ausgangsstellung bei Bharavajasana der Fersensitz, aber wer möchte, der kann sich auch auf einen Stuhl oder einen kleinen Hocker setzen. Die Füße werden fest auf dem Boden verankert, die Hände hängen locker zur Seite, die Wirbelsäule ist gerade und das Becken wird aufgerichtet. Beim Einatmen dreht man sich dann ruhig nach links, wobei der Handrücken der linken Hand am unteren, rechten Teil des Rückens liegt. Der Kopf wird bei der Drehung mitgenommen und nach einigen Atemzügen wird die Übung wiederholt, diesmal aber zur anderen Seite.

  • Entspannen mit Shavasana

    Entspannen mit Shavasana

    Shava heißt aus dem Sanskrit übersetzt Leichnam, und das klingt zugegeben, nicht besonders einladend. Wenn aber aus dem Shava ein Shavasana wird, dann hat das nur auf den ersten Blick etwas mit dem Tod zu tun, denn wenn es um Yoga geht, dann heißt Shavasana totale Entspannung und relaxen vom stressigen Alltag.

    Shavasana ist vielfach die Abschlussübung einer Yogastunde, Shavasana ist aber auch eine fantastische Übung, wenn es ums Erholen und Entspannen geht. Viele kennen Shavasana auch als Entspannungs- oder als Rückenlage, aber ganz gleich, welchen Namen diese besondere Übung auch hat, sie ist perfekt für alle, die den Kopf wieder freibekommen wollen.

    Wie wirkt Shavasana?

    Yoga kennt einige anstrengende Übungen wie zum Beispiel die Krähe oder auch den Pfau, bei denen vor allem der Körper gefordert wird, Shavasana ist eine ganz andere Übung. Bei der Totenstellung ist nicht der Körper, sondern der Kopf gefordert. Shavasana entkrampft und hilft dabei, wieder neue Energien zu tanken. Wer beispielsweise nach einem langen anstrengenden Arbeitstag die Batterien wieder auftanken will, der kann Shavasana nutzen, um sich fallen zu lassen und das Denken für eine Weile auszuschalten.

    Shavasana hilft aber auch dabei, kontrolliert zu atmen, der Brustkorb wird weit und mit jedem neuen Atemzug weichen Stress und Hektik, man kommt angenehm zur Ruhe. Auch wenn eine Prüfung ansteht, dann kann Shavasana dabei helfen, die Gedanken zu sammeln und konzentriert die Aufgabe zu meistern. Selbst Angstzustände können mit Shavasana erfolgreich bekämpft werden, denn die Seele kommt zur Ruhe und der Körper entspannt sich. Angstpatienten und auch schwangere Frauen sollten allerdings nicht flach auf dem Boden liegen, sondern ein Kissen unter den Kopf legen, der Shavasana bequemer macht.

    Shavasana richtig ausführen

    Wer mithilfe der Totenstellung entspannen will, der legt sich zunächst einmal flach auf den Rücken und die Arme liegen dabei neben dem Körper, die Handflächen sind nach oben gerichtet. Nun werden die Beine nebeneinander ausgestreckt und die Füße sind leicht nach außen gestellt. Der Kopf liegt ruhig und in gerader Haltung auf dem Boden. Die Wangen sind ebenso entspannt wie der Mund und der Kiefer, der Nacken sinkt ruhig auf den Boden.

    Jetzt werden die Augen geschlossen und man konzentriert sich auf die Atmung und nimmt jeden Schlag des Herzens sehr bewusst war. Wichtig bei Shavasana ist, dass die ganze Aufmerksamkeit in den Stirnraumraum gelenkt wird. Man kann sich zum Beispiel vorstellen, an einem endlos weiten, einsamen Strand spazieren zu gehen oder die Gedanken zu Wolken werden lassen, die am blauen Himmel davon treiben. Beim Ausatmen werden die Wolken weiter über den Himmel geweht und der Körper wird immer entspannter. Ideal ist Shavasana, wenn es zu einer Art Trance kommt, einem Zustand, bei dem man nicht ganz wach ist, aber auch nicht schläft.

    Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte man zwischen fünf und sieben Minuten in der Totenstellung bleiben.

    Um wieder in die Realität zu kommen, sollten zunächst die Finger und die Zehen bewegt werden, dann werden langsam die Augen geöffnet und wer möchte, der kann sich auch wie nach einem tiefen Schlaf, entspannt rekeln. Um aufzustehen, wird zunächst das rechte Bein angewinkelt und man rollt sich langsam auf die rechte Seite. Abgestützt wird mit dem rechten Arm und ideal ist es, wenn man mit gekreuzten Beinen in die Sitzhaltung kommt. In dieser Position noch zwei Minuten verharren, denn dann hat sich auch der Kreislauf wieder angepasst.

    Damit Shavasana ein entspannendes Erlebnis wird, kann man sich zum Beispiel ein mit Lavendel gefülltes Duftkissen neben den Kopf legen. Alle, die schnell frösteln, sollten sich mit einer warmen Decke zudecken, allerdings ist dann die Gefahr groß, dass man während der Yoga Übung tatsächlich einschläft.

  • Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Yoga hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr von einem Trend zu einer Bewegung entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen Yoga, um fit und gesund zu bleiben oder um den stetig steigenden Stress des Alltags besser bewältigen zu können. Yoga ist eine alte indische Lehre, die schon 700 Jahre vor Christus erstmals erwähnt wurde. Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie anspannen, zusammenbinden oder anschirren.

    Yoga ist ideal, um Körper und Geist zu vereinen, und diejenigen, die Yoga als eine Art Philosophie sehen, nützen die Übungen, um sich mental zu stärken. Es gibt eine mehr als große Anzahl an verschiedenen Yoga Übungen und eine dieser Übungen nennt sich Paschimottanasana.

    Paschimottanasana – Die sitzende Vorbeuge

    Paschimottanasana ist die sitzende Vorbeuge und gilt als ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Vor allem die Bandscheiben und Wirbelkörper werden wie das Immunsystem durch das Vorbeugen mit der sitzenden Vorbeuge gestärkt. Mit Paschimottanasana werden die Bandscheiben von den Wirbelkörpern gelöst und die Energie kann frei durch den ganzen Rücken fließen. Aber auch die Schultern, die Beine und der Bauch profitieren von dieser Yoga Übung, denn sie werden dank Paschimottanasana gestärkt, die Organe, die im Bauchraum liegen, werden gleichzeitig massiert und auch die Verdauung wird angeregt.

    Wie funktioniert Paschimottanasana?

    Wer noch keine allzu große Übung im Yoga hat, der sollte an die sitzende Vorbeuge mit Vorsicht herangehen, denn wer sich dabei überanstrengt, der riskiert Schäden an der Wirbelsäule. Anfänger, die sich zum ersten Mal in der sitzenden Vorbeuge üben, sollten ein klein wenig erhöht sitzen. Ideal ist es, ein kleines Kissen oder auch die zusammengerollte Yogamatte als Unterlage zu benutzen. Die Höhe der jeweiligen Unterlage ist aber auch von der Beweglichkeit abhängig und wie sehr die Hüften und die Rückseiten der Oberschenkel gedehnt werden können.

    Bevor es losgehen kann, müssen die Muskeln der Oberschenkel durch dehnen gewärmt werden. Damit es nicht zu einer Überdehnung der Arme kommt, ist es für Anfänger einfacher und hilfreich, einen ca. 1,50 m langen Gurt aus Baumwolle quer über die Fußballen zu legen, denn auf diese Weise können die Arme in einer leicht gebeugten Haltung bleiben.

    Zunächst geht es in den Langsitz, und man sitzt mit ausgestreckten Beinen und mit aufrechtem Oberkörper auf dem Boden. Dann wird tief eingeatmet und die Arme sowie die Wirbelsäule werden nach oben zur Decke gestreckt. Anschließend ausatmen und den geraden Rücken aus dem Becken heraus nach vorn strecken.

    Dabei sollte, wenn Paschimottanasana richtig ausgeübt wird, der Bauch auf den Oberschenkeln liegen. Auf diese Weise wird der Rücken effektiv vor einer Überdehnung und Überlastung geschützt und diese Haltung unterstützt die tiefe Atmung. Die Arme werden dann neben die Füße gelegt und wer schon ein wenig mehr Übung hat, der kann den Kopf nach einiger Zeit auch in Richtung des Knies nach vorne sinken lassen.

    Wann sollte auf die sitzende Vorbeuge verzichtet werden?

    Nicht jeder kann die Paschimottanasana Übung machen. So wird unter anderem den Menschen, die Probleme mit der Wirbelsäule oder mit den Bandscheiben zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall haben, dringend davon abgeraten, diese Yoga Übung zu machen. Auch wer unter akuten Schmerzen der Wirbelsäule leidet, sollte von der Übung absehen, denn im schlimmsten Fall kann sie die Schmerzen noch weiter verstärken. Abzuraten ist Paschimottanasana auch, wenn es Entzündungen im Bauchraum gibt. Schwangere Frauen, die im zweiten Drittel der Schwangerschaft sind, sollten ebenfalls von dieser Übung absehen.

    Wer aber gesund ist und seiner Wirbelsäule von Zeit zu Zeit etwas Gutes tun will, der sollte bei seinen Yoga Übungen nicht auf Paschimottanasana verzichten, denn diese spezielle Übung verbessert zum einen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und hilft zum anderen sehr effektiv dabei, den Bauchraum zu entlasten.