Schlagwort: Schwangerschaft

  • Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Babys Entwicklungsschritte in den Schwangerschaftswochen

    Grundsätzlich dauert eine Schwangerschaft 280 Tage bzw. 40 Schwangerschaftswochen, wobei der Rechnungsbeginn der erste Tag der letzten Periode ist. Im Bauch der Mutter entsteht ein neues Leben mit faszinierenden Entwicklungsschritten.

    Schwangerschaftswoche 1 bis 4: Schwangerschaft weitgehend unbemerkt

    Circa 14 Tage nach der letzten Monatsblutung erfolgt der Eisprung. Wird nicht verhütet, können ungefähr zwei Stunden nach dem Geschlechtsverkehr die Samenzelle die Eizelle erreichen und sie befruchten. Damit wird die Zellteilung ausgelöst und das Ei reift in den Eierstöcken heran. Nach knapp 5 Tagen nistet es sich in der Gebärmutter ein und der Mutterkuchen beginnt sich zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt ist das befruchtete Ei knapp 2 Millimeter im Durchmesser groß.

    Schwangerschaftswochen 5 bis 8: Zeit für den Schwangerschaftstest

    Nun bleibt die Monatsblutung aus, womit es meist Zeit für einen Schwangerschaftstest wird. Beim Embryo im Mutterleib beginnen sich Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse bzw. Schilddrüse zu bilden. Auch das Darmsystem sowie die Mundöffnung und das innere Ohr entstehen. Erste Herzaktionen können wahrgenommen werden, wobei nun das Kleine eine Größe von 3 bis 5 Millimeter hat.

    Schwangerschaftswochen 9 bis 12: Erste wahrnehmbare Anzeichen

    Im dritten Monat einer Schwangerschaft setzt die morgendliche Übelkeit bei der zukünftigen Mutter ein, womit den meisten klar wird, dass sich Nachwuchs ankündigt. Beim Embryo beginnt sich das Gesicht zu entwickeln. Auch seine Finger und die Handgelenke bilden sich nun und die Augen werden als Vertiefung erkennbar. Der Embryo ist 2 bis 6 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 13 bis 16: erstes kleines Bäuchlein

    In dieser Phase der Schwangerschaft bildet sich bei manchen Müttern bereits ein kleines Bäuchlein. Beim Nachwuchs werden Bauch und Rücken erkennbar, wobei auch die Bildung der Körpermuskeln abgeschlossen ist. Die unteren Extremitäten werden sichtbar, wobei sich auch die Kopf- und Körperregion genau erkennen lassen. Ab diesem Zeitpunkt heißt der Embryo Fötus und ist zwischen 8 und 12 Zentimeter groß.

    Schwangerschaftswochen 17 bis 20: Erste Bewegungen spürbar

    Nun wird die Untersuchung der Nackenfalte beim Fötus durchgeführt. Ohren, Nase sowie Augen und Mund sind komplett ausgeprägt, auch die Nieren und Harnwege sind ausgereift. Die Arme und Hände kann es bereits bewegen, was auch die werdende Mutter erstmals spüren kann. Der Fötus misst zwischen 14 und 18 Zentimeter.

    Schwangerschaftswochen 21 bis 24: Das Baby reagiert

    Das Baby ist im Mutterleib sehr beweglich und reagiert auf Geräusche. Zudem entwickelt es einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Geschlecht ist deutlich erkennbar und der Herzschlag auch hörbar. Augenbrauen und Augenlider haben sich ausgeprägt. Der Fötus misst nun zwischen 20 und 24 Zentimeter und hat ein Gewicht von knapp 460 Gramm.

    Schwangerschaftswochen 25 bis 28: Reaktion der Sinnesorgane nimmt zu

    Nun beginnt sich das Gehirn des Kleinen stark auszuprägen. Die Geschlechtsorgane sind bereits komplett entwickelt und das Baby kann die Augen öffnen und schließen. Es reagiert zunehmend auf Geräusche von außen. Die Körpergröße beträgt zwischen 25 und 30 Zentimeter bei einem Gewicht von knapp 850 Gramm

    Schwangerschaftswochen 29 bis 32: Organe reifen weiter heran

    Der Kopfdurchmesser des Babys beträgt fast 8 Zentimeter. Augenbrauen und Wimpern sind komplett ausgebildet, die Organe reifen weiter heran. Nun misst das Kleine zwischen 32 und 40 Zentimeter und wiegt mehr als 1,6 Kilogramm.

    Schwangerschaftswochen 33 bis 36: Vorbereitungen zur Geburt

    Mittlerweile hat die Mutter zwischen 10 und 13 Kilogramm zugenommen und kann mit ihrem Baby nun sprechen. Das Fruchtwasser geht zurück und der Platz in der Gebärmutter wird enger. Der Kopf des Babys, der mittlerweile einen Durchmesser von 8,5 Zentimeter hat, senkt sich ins das Becken der Mutter. Das Körpergewicht beträgt ca. 2,8 Kilogramm, die Größe misst zwischen 41 bis 45 Zentimeter.

    SSW 37 bis 40: Die Geburt steht bevor

    Nun kann es zu vorgeburtlichen Wehen kommen. Die Organe des Babys sind komplett entwickelt und an ihrem Platz, wobei es auch die endgültige Geburtslage einnimmt. Der Nachwuchs ist zwischen 46 und 50 Zentimeter groß und wiegt mehr als 3 Kilogramm.

    Bild: © Depositphotos.com / ngaga35

  • Mutter mit 65 – die Diskussion hält an

    Mutter mit 65 – die Diskussion hält an

    Die Vierlinge sind auf der Welt, es geht ihnen den Umständen entsprechend gut und auch die 65-jährige Mutter hat die Geburt per Kaiserschnitt offenbar gut überstanden. Wie sich die vier Kinder weiter entwickeln werden, das steht allerdings in den Sternen, und auch die Diskussion um diese sehr späte Schwangerschaft und Geburt hält unvermindert an. Von Missbrauch bis Fahrlässigkeit ist die Rede, und auch wenn es aus medizinischer Sicht möglich ist, mit 65 Jahren noch zu entbinden, eine moralische und ethische Frage bleibt. In diesem Zusammenhang muss aber auch die Frage gestellt werden, ob die strengen Gesetze, die die Reproduktionsmedizin regeln, noch zeitgemäß sind.

    Was sagt das Gesetz?

    Die meisten Mediziner sprechen von einem „klaren Missbrauch“ und auch von „erheblichen Risiken“, wenn es um späte Schwangerschaften geht, andere sehen aber keine Gründe, die gegen eine Altersbeschränkung bei der künstlichen Befruchtung sprechen. In Deutschland sieht es allerdings mehrheitlich so aus, dass sich die Politik und auch die Medizin für eine Beschränkung aussprechen. In Deutschland gibt es bislang noch kein gesetzlich geregeltes Höchstalter für die Befruchtung in der Petrischale, aber bei Frauen ab 35 Jahre steigt das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Ab dem 45. Lebensjahr ist eine Schwangerschaft nur dann möglich, wenn fremde Eizellen genutzt werden, das Einpflanzen dieser fremden Eizellen ist jedoch nach der deutschen Rechtsprechung verboten. Die Mutter der Vierlinge hatte sich daher auch in der Ukraine behandeln lassen.

    Kein gutes Vorbild

    Auch wenn es aus medizinischer Sicht möglich ist, heißt es noch lange nicht, dass es auch gemacht werden sollte. Diese Ansicht vertreten die Politiker quer durch alle Parteien und sie gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie verurteilen die 65-jährige, die sich für die späte Schwangerschaft entschieden hat, aufs Schärfste und werfen ihr Fahrlässigkeit und Egoismus vor. So ist der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach der Ansicht, dass in diesem Fall die Grenzen aus medizinischer, aber vor allem aus ethischer Sicht weit überschritten wurden. Für Lauterbach stellen künstliche Befruchtungen in diesem hohen Alter ein sehr hohes Risiko dar und die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder bleibende Schäden haben, sei unverhältnismäßig hoch. Jens Spahn, der gesundheitliche Sprecher der CDU denkt ebenso und wirft der Mutter Fahrlässigkeit vor.

    Das Recht der Bürger

    Auch über die Grenzen Deutschlands hinaus wird der Fall der späten Mutter diskutiert. In Großbritannien sieht man bekanntlich alles etwas anders, hier sind viele Wissenschaftler der Meinung, dass jeder, der in Europa lebt, auch die Therapien in Anspruch nehmen kann, die im eigenen Land verboten sind und das gilt in diesem Fall auch für die Reproduktionsmedizin. Die Zahlen, die die Fachgesellschaft für Reproduktionsmedizin zwischen 2008 und 2009 veröffentlicht hat, sprechen für sich, denn in diesem Zeitraum sind zwischen 11.000 und 14.000 Frauen nur in diesem einem Jahr für eine Kinderwunschbehandlung ins Ausland gefahren. Sie wollten die Gesetze in ihren Heimatländern umgehen, die Wartezeit auf den ersehnten Nachwuchs verkürzen und natürlich auch viel Geld sparen.

    Selbst wenn das Verhalten der 65 Jahre alten Frau fraglich ist, viele können nicht verstehen, warum das Samenspenden erlaubt, aber das Spenden von Eizellen verboten ist.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – so lautet der vollständige und etwas komplizierte Name einer Krankheit, über die kontrovers diskutiert wird. „Mein Kind hat ADHS“, das sagen heute viele Eltern, wenn sich ihr Nachwuchs anders verhält als andere Kinder, und es klingt immer ein wenig entschuldigend. Rund drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS, und Jungen werden von dieser oftmals schwer zu verstehenden Krankheit deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa 60 % der ADHS Fälle bleiben die Symptome bis zum Erwachsenenalter bestehen und nur mit einer gezielten Behandlung gelingt es auch, die Krankheit weitgehend in den Griff zu bekommen. Aber was genau ist eigentlich ADHS und was bedeutet es für die Betroffenen und ihre Angehörigen, wenn die Diagnose gestellt wird?

    Was genau ist ADHS?

    ADHS ist keine Krankheit der heutigen Zeit, die ersten Krankheitsfälle wurden schon 1845 diagnostiziert. Es war der Nervenarzt Heinrich Hoffmann, der in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ den Zappelphilipp beschrieb, ein Kind, das keine Minute ruhig am Tisch sitzen bleiben will. Aber erst 1987 wurde der Name ADHS medizinisch anerkannt. Aus neurologischer Sicht ist ADHS eine fehlerhafte Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der wichtige Botenstoff Dopamin, der für den reibungslosen Transport von Informationen im Gehirn zuständig ist.

    Jungen sind achtmal häufiger betroffen, wird die Krankheit mit ins Erwachsenenalter genommen, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern. Wird ADHS bei Zwillingen festgestellt, dann sind in drei von vier Fällen beide Kinder betroffen.

    Die ADHS Symptome

    Kinder und auch Erwachsene, die an ADHS erkrankt sind, fallen vor allem durch ihre Hyperaktivität, ihre Unaufmerksamkeit und ihre sprunghafte Impulsivität auf. Kinder haben motorische Probleme, sie lernen nur schwer mit Messer und Gabel zu essen, sie lassen sich schnell ablenken, sie sind vergesslich und sie können sich entweder nur sehr schwer oder überhaupt nicht konzentrieren. Auch verlangsamte Reaktionen, plötzliche mitunter sehr heftige Wutausbrüche und eine emotionale Instabilität gehören zu den typischen Symptomen von ADHS. Nicht selten haben Kinder, die an der Nervenkrankheit leiden, Schwierigkeiten lesen und schreiben zu lernen und sie sind nicht selten auch starken Stimmungsschwankungen unterworfen.

    ADHS Symptome treten in der Regel sehr früh, meist schon ab dem sechsten Lebensjahr auf, und der Höhepunkt der Krankheit liegt zwischen dem siebten und elften Lebensjahr. In diesem Zeitraum kommt es zu Schlafstörungen, zu starker Unruhe und auch Probleme mit der Verdauung und der Nahrungsaufnahme können zum ADHS Krankheitsbild gehören. Kommen die Kinder in die Schule, dann wird die Krankheit schlimmer, denn sie sind permanent neuen Reizen ausgesetzt und können diese nicht kompensieren, wie normale gesunde Kinder das tun.

    Die ADHS Ursachen

    Bis heute sind die genauen Ursachen für ADHS unbekannt, aber es werden drei Auslöser für die Krankheit verantwortlich gemacht. Eine genetische Veranlagung kann ein Auslöser sein, aber auch wenn es Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gegeben hat, dann kann das ein Grund für eine spätere ADHS Erkrankung sein. Für viele Ärzte sind es aber psychosoziale Probleme im familiären Umfeld, die ADHS auslösen.

    Welche Therapien gibt es?

    Nicht in jedem Fall muss ADHS auch behandelt werden, es richtet sich immer nach dem Schweregrad der Krankheit. Therapiert werden sollte aber immer dann, wenn es zu schweren psychischen oder sozialen Problemen kommt. Wann der Zeitpunkt für eine Therapie gekommen ist, das lässt sich schlecht bestimmen und ist immer von den individuellen Symptomen abhängig. Das Ziel einer Therapie ist es immer, die typischen Symptome in den Griff zu bekommen und den Betroffenen wieder sozial zu integrieren. Außerdem ist es wichtig, wieder ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und Kinder nach ihren Begabungen und Interessen zu fördern.

    Eine medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Ritalin, sollte immer die letzte Konsequenz sein.

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  • Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Allein das Wort Hämorrhoiden sprechen viele nur hinter vorgehaltener Hand aus, und wer unter Hämorrhoiden leidet, der schweigt darüber. Dabei sind Hämorrhoiden nichts, für das man sich schämen müsste. Viele Menschen leiden darunter und auch wenn Hämorrhoiden gerne als Leiden der Frauen beschrieben werden, es gibt auch viele Männer, die sich damit auseinandersetzen müssen. Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie? Welche Symptome gibt es und wie kann man die lästigen Plagegeister wieder los werden? Es gibt viele Fragen zum Thema Hämorrhoiden, aber es gibt keinen Grund, peinlich berührt zu schweigen und diese Fragen nicht zu beantworten.

    Was sind Hämorrhoiden?

    Hämorrhoiden sind nichts anderes als Schwellkörper im Enddarm, die die Aufgabe haben, den After anzudichten. Immer dann, wenn sich diese Schwellkörper vergrößern, dann werden sie zu einem Problem, denn der Betroffene verspürt einen unangenehmen Juckreiz und später auch Schmerzen am After. Nicht selten bluten Hämorrhoiden auch und das sorgt bei vielen für Angst und Panik. Jeder Mensch hat Hämorrhoiden und schätzungsweise die Hälfte der über 50-jährigen hat Probleme mit diesen Gefäßpolstern, die vom Aussehen her an einen Schwamm erinnern. Hämorrhoiden können aber auch schon in jungen Jahren auftreten, was besonders bei Männern oftmals der Fall ist. Viele Frauen bekommen Hämorrhoiden aber erst, wenn sie das erste Mal ein Kind geboren haben, denn die Presswehen können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden vergrößern.

    Unterschieden werden Hämorrhoiden in innere echte und äußere unechte Hämorrhoiden. Die innere echte Variante entsteht immer dann, wenn sich Arterien im Darm weiten, die unechten äußeren Hämorrhoiden entstehen durch Venen und werden deshalb medizinisch korrekt auch als Perianalthrombosen bezeichnet, da sich im Bereich des Afters ein Blutgerinnsel bildet.

    Welche Ursachen haben Hämorrhoiden?

    Neben der Schwangerschaft und den Presswehen gibt es noch eine Reihe von anderen Ursachen, die für Hämorrhoiden verantwortlich sind. Auch eine Obstipation, also eine Verstopfung oder zu starkes Pressen beim Stuhlgang können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden erweitern und für Probleme sorgen. Eine andere Ursache ist, dass der Blutabfluss in den Schwellkörpern nicht mehr richtig funktioniert, sie schwellen in der Folge immer weiter an und schon sind es Hämorrhoiden, die für Juckreiz und Schmerzen sorgen. Menschen, die viel sitzen oder unter krankhafter Fettleibigkeit leiden, sind anfällig für Hämorrhoiden, aber auch alle, die ein schwaches Bindegewebe haben oder zu Krampfadern neigen, gehören zu den Risikopatienten.

    Wie werden Hämorrhoiden behandelt?

    Wenn der Arzt die Diagnose Hämorrhoiden gestellt hat, dann gibt es unterschiedliche Methoden, um sie zu behandeln. Eine Basistherapie besteht darin, dass der Betroffene seine Essgewohnheiten ändert, denn manchmal kann es schon ausreichen, wenn mehr Ballaststoffe gegessen werden, zum Beispiel in Form von Vollkornprodukten. Auch mehr Bewegung und viel trinken kann hilfreich sein, um die Symptome der Hämorrhoiden zu lindern. Aber Hämorrhoiden lassen sich heute auch sehr gut mit Salben und Zäpfchen behandeln, die zum einen entzündungshemmend sind und zum anderen auch von den Schmerzen befreien.

    Alle, die ihre Hämorrhoiden selbst behandeln wollen, können das mit Zinksalbe oder mit einer speziellen Wundsalbe, die es frei in der Apotheke zu kaufen gibt. In schweren Fällen verordnen Ärzte auch Cortison, aber diese Behandlung soll nicht länger als drei bis maximal vier Wochen durchgeführt werden. Wenn alle gängigen Mittel nicht helfen, dann ist die Operation die letzte Option für die Betroffenen. Während einer operativen oder auch semioperativen Behandlung werden die Hämorrhoiden entfernt und für diesen operativen Eingriff gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Die am häufigsten angewandte Methode ist die sogenannte Gummibandligatur. Hier werden die Hämorrhoiden abgebunden und so vom Blutfluss abgetrennt. In der Folge stirbt das Gewebe, und die Hämorrhoide fällt nach zwei bis fünf Tagen ab. Die Methode wird gerne und häufig angewendet, denn sie ist schmerzfrei und es gibt kaum Komplikationen.

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  • Krampfadern effektiv vorbeugen

    Krampfadern effektiv vorbeugen

    Miniröcke und luftige Sommerkleider, die viel Bein zeigen, gehören in der warmen Jahreszeit einfach dazu und machen die Beine der Damen zu einem echten Blickfang. Aber auch die Herren zeigen Bein in Shorts und so manches Männerbein kann sich durchaus sehen lassen. Der Sommer ist aber leider auch die Zeit der Krampfadern, und diese hervorstehenden Adern sehen nicht nur unschön aus, sie können auch sehr gefährlich werden. Dabei ist es einfach, Krampfadern effektiv vorzubeugen. Wer nicht nur im Sommer schöne Beine haben will, der muss einige Dinge beachten, damit Varizen, wie Krampfadern medizinisch korrekt heißen, erst gar nicht entstehen können.

    Wie entstehen Krampfadern?

    Die Hälfte aller Menschen, die in Mitteleuropa leben und die zwischen 25 und 74 Jahre alt sind, leiden unter Krampfadern. Bei vielen liegt eine erbliche Veranlagung vor, bei anderen ist es das zu schwache Bindegewebe der Haut, was die Adern in den Beinen unförmig anschwellen lässt. Auch die Hormone spielen bei der Bildung von Krampfadern eine wichtige Rolle, vor allem bei vielen Frauen zeigen sich nach einer Schwangerschaft die unschönen Adern. Die Antibabypille kann eine Ursache für Krampfadern sein, aber auch zu wenig Bewegung oder Rauchen führt dazu, dass sich Krampfadern bilden können. Verschiedene Berufsgruppen sind für Krampfadern quasi prädestiniert, denn bei Kellnern, Frisören und auch Verkäuferinnen besteht die Gefahr von Krampfadern.

    Warum sind Krampfadern gefährlich?

    Vor allem in den warmen Sommermonaten sind Krampfadern nicht ungefährlich, denn das heiße Wetter fördert eine Ausdehnung der Venen. Damit wächst auch die Gefahr, dass sich aus einer Krampfader eine Thrombose bilden kann, und auch schmerzhaften Venenentzündungen sind nicht selten das Produkt einer Krampfader. Wenn sich Krampfadern bilden, dann sollte ein Facharzt, ein sogenannter Phlebologe aufgesucht werden, der sich die Größe und Stärke der Krampfadern einmal ansieht. Der Facharzt entscheidet dann über die Möglichkeiten und die Kosten einer Behandlung.

    Handelt es sich um starke Krampfadern, dann wird der Arzt sehr wahrscheinlich zu einer Verödung raten, die heute auch ambulant durchgeführt werden kann, manchmal reichen aber auch nur ein Paar Kompressionsstrümpfe. Diese Strümpfe werden einmal im Jahr auch von den Kassen bezahlt. Wenn operiert werden muss, dann zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht in jedem Fall. Nur wenn die unmittelbare Gefahr einer Thrombose besteht, dann übernehmen die Kassen die Kosten, soll aus rein ästhetischen Gründen operiert werden, dann muss der Patient selbst für die Kosten aufkommen.

    Wie kann man Krampfadern vorbeugen?

    Krampfadern vorzubeugen, ist nicht allzu schwer. Viel Sport kann dabei helfen die Muskeln und das Bindegewebe zu stärken. Radfahren, spazieren gehen und auch Schwimmen lassen das Blut besser zirkulieren und verhindern so, dass sich Krampfadern bilden können. Alle, die eine Neigung zu Krampfadern haben, sollten auf Schuhe mit hohen Absätzen verzichten. Flache bequeme Schuhe sind vor allen Dingen für alle eine gute Wahl, die viel und lange auf den Beinen sind. Spezielle Gymnastik für die Venen ist ebenfalls ein bewährtes Mittel, um Krampfadern den Kampf anzusagen, denn das Lockern und Entspannen der Beine hat eine große präventive Wirkung.

    Nach einem langen anstrengenden Arbeitstag die Beine hochzulegen kann dabei helfen, dass keine Krampfadern entstehen. Werden die Beine hoch gelegt, dann kann das Blut leichter durch die Venen in Richtung Herz fließen. Wer seine Beine regelmäßig kalt abduscht, der verhindert so, dass Krampfadern entstehen können. Der Duschstrahl sollte in diesem Fall aber immer vom Herzen weg führen.

    Ganz wichtig ist es viel zu trinken, denn Wasser oder ungesüßte Tees sind nicht nur ideale Durstlöscher, sie halten auch das Blut flüssig, eine Voraussetzung, damit es nicht zu Krampfadern kommen kann. In der Naturheilkunde haben sich Cremes und Umschläge aus rotem Weinlaub ebenso bewährt wie auch Extrakte aus der Rosskastanie, um sich vor Krampfadern zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski