Schlagwort: Selbstbewusstsein

  • Traurig oder depressiv – 15 Zeichen für Depressionen

    Traurig oder depressiv – 15 Zeichen für Depressionen

    Eine Depression hat viele Gesichter und viele, die sich nicht wohlfühlen, wissen nicht, ob sie nur traurig sind oder ob sie bereits eine Depression haben. Depressionen lassen sich nicht so leicht durchschauen, denn die Symptome sind nicht nur seelisch, sie sind auch körperlich spürbar. Experten haben jetzt eine Art Katalog zusammengestellt, worauf Menschen achten sollten, die sich nicht sicher sind, ob sie wirklich an einer Depression erkrankt sind. Diese Selbstdiagnose ersetzt zwar nicht den Arzt, aber die Auflistung der möglichen Beschwerden macht es den Betroffenen leichter, die Anzeichen schneller und besser deuten zu können.

    Depressionen und ihre Symptome

    Ist es eine Depression oder bin ich einfach nur schlecht drauf? Wer sich diese Frage stellt, der hat meist schon mit einer depressiven Störung zu kämpfen. Der Berufsverband der Deutschen Psychologen und Psychologinnen hat einen Katalog zusammenstellt, in dem auch die folgenden psychischen Symptome zu finden sind:

    • Freudlosigkeit
    • Antriebslosigkeit
    • Unlust sexueller Natur
    • Angstgefühle
    • ein geringes Selbstbewusstsein
    • eine schlechte Konzentrationsfähigkeit
    • unbegründete Schuldgefühle

    Depressionen können aber nicht nur psychische, sondern auch unterschiedlichen physische Symptome haben. Dazu gehören:

    • Das Gefühl weicher Knie
    • Starkes Herzklopfen bis hin zu Herzrasen
    • Schwindelgefühle
    • Appetitlosigkeit
    • Ein zu hoher Adrenalinspiegel
    • Beschwerden beim Atmen und ein Druckgefühl in der Brust
    • Eventuell auch Sehstörungen
    • Schlafstörungen

    Depressionen entstehen, wenn das Gehirn zu wenig Serotonin bekommt, denn dieser Botenstoff ist dazu da, Glücksgefühle auszulösen. Ein Mangel an Serotonin macht sich durch Angst oder auch durch Aggressionen bemerkbar und schlägt sich dann in Depressionen nieder.

    Können Depressionen selbst diagnostiziert werden?

    Die meisten Menschen, die unter Depressionen leiden, fühlen sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich krank. Sie haben vor vielen Situationen unbegründete Angst und diese Angst kann schnell zu einer Panik mit Herzrasen führen, keine Seltenheit sind zudem Symptome, wie sie bei einem Herzinfarkt auftreten. Depressionen äußern sich aber auch in einer permanenten inneren Anspannung. Wer vielleicht vorher schon mit körperlichen Beschwerden wie schmerzenden Gelenken zu tun hatte, der wird diese Beschwerden während einer Depression noch deutlich stärker wahrnehmen. Betroffene, die mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben, werden diese Schmerzen in einer depressiven Stimmung als unerträglich empfinden. Wer diese Symptome verspürt, der kann davon ausgehen, eine Depression zu haben, es gibt aber noch mehr Anzeichen, an denen Depressionen selbst diagnostiziert werden können. Wer beispielsweise keine Lust mehr verspürt aus dem Haus zu gehen und immer wieder Ausreden erfindet, um nicht mit Freunden ausgehen zu müssen, der sollte sich ehrlich fragen, woher diese Unlust kommt. Wenn sich die Stimmung innerhalb von 14 Tagen nicht zum Positiven verändert, dann handelt es sich um eine depressive Phase und es wird Zeit, über einen Arztbesuch nachzudenken.

    Was können Betroffene tun?

    Wer die Anzeichen einer Depression verspürt, der sollte zunächst nach der Ursache suchen. Gab es einen Trauerfall in der Familie oder im Freundeskreis? Gibt es Stress im Job, persönlichen Kummer oder gab es eine Trennung? Nicht jedes negative Erlebnis führt auch automatisch zu einer Depression, aber wenn die Symptome nicht verschwinden, dann wird es bedenklich und ein Arzt sollte um Rat gefragt werden. In Deutschland leben rund fünf Millionen Menschen mit Depressionen, das zeigen die neusten Daten der Deutschen Depressionshilfe. Die Webseite der Depressionshilfe kann eine erste Anlaufstelle sein, denn dort können alle einen Selbsttest machen, die das Gefühl haben, unter einer Depression zu leiden. Dieser Test kann den depressiven Verdacht entweder bestätigen, aber auch ausräumen. Bestätigt sich die Vermutung, dass es sich um eine Depression handelt, dann bietet die Deutsche Depressionshilfe eine telefonische Beratung an. Im Rahmen einer Beratung können sich die Betroffenen außerdem informieren, an wen sie sich für eine Behandlung wenden können und wie diese gezielte Behandlung gegen Depressionen aussieht.

    Bild: © Depositphotos.com / dragonstock

  • Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    42 km sind die Läufer bei einem Marathonlauf unterwegs und für viele Läufer ist die Faszination für diese lange Strecke ungebrochen. Der Marathonlauf ist so etwas wie die Königsdisziplin im Laufsport und immer mehr Menschen nehmen die Qualen und die Mühen dieser 42 km in Kauf, ohne zu wissen, dass sie dabei vielleicht mit ihrem Leben spielen. Vor allem für Hobbyläufer, die sonst nur drei bis vier Kilometer durch den Park laufen, kann ein Marathonlauf sehr gefährlich werden, denn diese lange Strecke verlangt dem Körper alles ab.

    Marathonlauf – Ein Lauf mit Geschichte

    Es war ein Bote mit Namen Pheidippides, der im Jahre 490 vor Christus in nur zwei Tagen von Athen nach Sparta gelaufen sein soll, um die Spartaner um Unterstützung im Kampf gegen die Perser zu bitten. Die Perser wurden in der Schlacht von Marathon geschlagen und der Läufer lief die 40 km zurück nach Athen, wo er im Ziel tot zusammenbrach. Der Geschichtsschreiber Herodot hat diese Geschichte aufgeschrieben und sie wurde zur Legende. Der Marathonlauf geriet in Vergessenheit und wurde erst im 18. Jahrhundert wieder modern, an den historischen Ursprung dachte allerdings niemand mehr, denn in England, wo es die ersten Marathonläufe der Neuzeit gab, standen die Wetten im Vordergrund. 1896 wurde der Marathonlauf olympisch und seit 1984 dürfen auch die Frauen bei Olympischen Spielen auf die Marathonstrecke gehen.

    Nicht gesundheitsfördernd

    Sportmediziner stehen dem Marathonlauf sehr kritisch gegenüber, denn sie sehen in dieser langen Laufstrecke eine komplette Überanstrengung für den Körper, die keinesfalls gesundheitsfördernd ist. Studien beweisen, dass während eines Marathonlaufs vorübergehend sogar der Herzmuskel Schaden nimmt und dass viele Läufer bereits Vernarbungen am Herzen haben und unter Vorhofflimmern leiden. Der Herzmuskel erholt sich zwar wieder, aber nicht bei jedem Marathonläufer und das führt zu Verletzungen und nicht selten auch zum Tod.

    Marathonlauf nur mit Gesundheitscheck

    Es ist vielfach der Ehrgeiz, der die Läufer antreibt, um auf die Marathonstrecke zu gehen. Mediziner raten deshalb allen, die über 35 Jahre alt sind und die bisher nur nach Feierabend gelaufen sind, vor einem Marathonlauf einen Gesundheitscheck beim Arzt machen zu lassen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die der Meinung sind, dass diese Gesundheitschecks wenig Sinn machen, denn es werden bei diesen Untersuchungen lediglich die Patienten aussortiert, die eine Schädigung am Herzen haben. Über die tatsächliche Fitness sagen diese Checks nichts aus, das kann nur ein Leistungstest, der von einem Sportmediziner vorgenommen werden kann.

    Mehr fürs Ego

    Die Läuferweisheit „Der Halbmarathon ist für die Gesundheit, der Marathon ist nur fürs Ego“ ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, denn jeder Kilometer, der mehr gelaufen wird, schadet der Gesundheit, aber es stärkt das Selbstbewusstsein des Läufers. Auch der Halbmarathon kann der Gesundheit schaden, vor allem dann, wenn der Läufer zu ehrgeizig ist. Ein Marathonlauf ist Wettkampfsport und damit nichts für Hobbyläufer, die sich etwas beweisen möchten.

    Lange trainieren

    Freizeitläufer, die unbedingt an einem Marathonlauf teilnehmen wollen, sollten diesen Lauf sehr genau planen und gezielt in diese Richtung trainieren. Sportmediziner empfehlen mindestens ein Jahr Trainingszeit, und in diesen zwölf Monaten sollte regelmäßig dreimal pro Woche trainiert werden. Für die Vorbereitung auf einen Marathon sollte die Länge der Strecke kontinuierlich gesteigert werden, auch kleinere Wettkämpfe zum Beispiel über die Distanz von zehn Kilometern, sind eine gute Vorbereitung auf einen klassischen Marathonlauf. Am Ende des gezielten Trainings sollte ein Halbmarathon stehen, denn wenn der Läufer über die halbe Distanz läuft, dann bekommt er ein Gefühl für die lange Strecke und kann seinen Rhythmus finden.

    Wer also im nächsten Jahr am Berlin Marathon teilnehmen will, der sollte schon heute mit dem Training beginnen, um für die 42 km durch die Hauptstadt fit zu sein.

    Bild: © Depositphotos.com / blasbike

  • Trendsportart Airsex immer beliebter

    Trendsportart Airsex immer beliebter

    Die ungewöhnliche Trendsportart Airsex erobert die USA und wurde im Jahr 2007 in Japan erfunden. Bei Airsex treten mutige selbstbewusste Menschen auf einer Bühne auf und simulieren vor dem versammelten Zuschauern einen Liebesakt mit einer imaginären Person. Im Mittelpunkt steht wie schon bei den Trendsportarten Zumba, Bokwa und Piloxing der Spaß. Die illustre Comedyshow stammt aus Japan und hat sich dort bereits fest etabliert. In den USA finden derzeit im Durchschnitt über 35 Air Sex Veranstaltungen mit steigender Tendenz statt. Die erste Airsex Weltmeisterschaft befindet sich in Planung und soll bald starten.

    Airsex – Grenzenlose Phantasie erforderlich

    Die Trendsportart Air Sex fordert von den Teilnehmern eine grenzenlose Phantasie bei ihrem simulierten Liebesakt auf der Bühne. Die Trockenübungen stärken das Selbstbewusstsein, verbessern das Körpergefühl und es werden Kalorien verbrannt. Die Teilnehmer entwickeln eine positive Einstellung zu ihrem Körper. Gesponsert wird AirSex vom Unternehmen Fleshlight. In Deutschland und Europa hat der spaßige Trendsport die Bühnen noch nicht erobert. Als Bühnen dienen in den USA kleine Bars, Comedy-Lokale und große Theater.

    Der Erfinder von Airsex ist der Japaner J-Taro Sugisaku. Seinen Angaben zufolge entstand die Idee im Jahr 2006 in Tokio mit gelangweilten Männern ohne Freundin. Im Januar 2007 wurde ein Video mit Airsex World Championchip auf Youtube veröffentlicht. Zahlreiche Blogs wurden auf das Video und die neue Trendsportart aufmerksam. Begleitet wird ein Airsex-Auftritt von Musik zu welcher der Teilnehmer den Liebesakt mit seiner imaginären Freundin oder Freund auf einer Bühne ausführt.

    Sex und Gesundheit

    Zur Trendsportart Airsex gibt es bislang keine Studien, welche den gesundheitlichen Nutzen beweisen. Generell ist sich die Forschung jedoch einig, dass regelmäßiger Sex gut für die Gesundheit und das seelische Wohlbefinden ist. Der Geschlechtsakt setzt das Glückshormon Endorphin frei und versetzt die Liebenden in ein Glücksgefühl. Der Kalorienverbrauch ist von der Dauer, Häufigkeit und Art des Liebesaktes abhängig. Das Küssen alleine verbraucht 12 Kalorien pro Kuss.

    Die Mediziner empfehlen drei bis vier mal pro Woche den Geschlechtsakt zu vollziehen, weil sich dieser positiv auf die Gesundheit auswirkt. Einer Langzeitstudie der Universität in Bristol zufolge, an der 1000 Männer von 45 bis 59 Jahren teilnahmen, ergab dass je öfter die Probanden Sex hatten umso gesünder waren sie. Die langfristige Studie wurde über eine Zeitspanne von zehn Jahren durchgeführt. Von der Erkenntnis der Studien profitieren auch Singles, weil Sex auch ohne Partner gesund ist und das allgemeine Wohlbefinden steigert.

    Ein erhöhter Testosteronspiegel sorgt für eine Steigerung der Fettverbrennung und durch eine Minderung des Botenstoffs Leptin wird der Appetit gebremst. Das verminderte Leptin sorgt in Verbindung mit dem Testosteronspiegel dafür, dass weniger gegessen wird und führt zu einer Gewichtsreduzierung. Der Forschung zufolge sorgt der Geschlechtsakt für eine gesteigerte Attraktivität und sorge für eine schlanke Figur.

    In Bezug auf Airsex muss sich zeigen, ob diese doch sehr ungewöhnliche Trendsportart auch in Deutschland angeboten und durchsetzen wird.

    Bild: © Depositphotos.com / papa42

  • Teebaumöl heilt und hält gesund

    Teebaumöl heilt und hält gesund

    Das Teebaumöl ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt, als ein Botaniker den berühmten Seefahrer James Cook auf seinen Reisen ins ferne Australien begleitet. Die dort lebenden Ureinwohner Aborigines fertigten aus dem Sud des Teebaumes ein Mittel mit dem sie Verletzungen und Hautprobleme effektiv behandelten. Die antibakterielle, antiseptische und gesundheitliche Wirkung des Teebaumöls wurde erst in den 1920er-Jahren erkannt.

    Teebaum als Ölquelle

    Die Quelle für das gesunde Öl ist der Teebaum, der zu den Myrtengewächsen zählt und besonders in Australien stark verbreitet ist. Das Teebaumöl wird per Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige erzeugt. Die Destillation ist nach ein bis drei Stunden abgeschlossen. Das duftende Öl hat eine klare oder minimal gelbliche Färbung. Der Geruch ist frisch und würzig. Die Heilwirkung stammt vor allem von den Inhaltsstoffen Cineol und Terpin. Auf Grund der recht kostenintensiven Ölgewinnung ist Teebaumöl sehr teuer. Ein Fläschchen mit 20 ml Inhalt kostet etwa 4 bis 10 Euro. Generell sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Teebaumöl aus einem ökologischen Anbau stammt und eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluß auf die Wirksamkeit des ätherischen Öls.

    Teebaumöl vielseitig einsetzbar

    Das Teebaumöl kann auf vielseitige Weise eingesetzt werden. Das wertvolle Öl hat eine entzündungshemmende Wirkung und wirkt wundheilend. Zur Bekämpfung von Warzen, Pickeln, Akne und weiteren Hautkrankheiten eignet sich das ätherische Öl optimal. Auf Hautpilze hat das Teebaumöl eine tödliche Wirksamkeit und gegen eine Entzündung des Zahnfleisches ist es sehr effizient. Eine Erkältung kann gelindert werden, indem ein paar Tropfen in Wasser oder Tee gegeben werden.

    Der größte Vorteil ist seine gewebeschonende Anwendung, jedoch kann es in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion kommen. Auf Grund einer möglichen Allergie sollte das Teebaumöl vorher auf der Haut aufgetragen und getestet werden. Zeigt die Haut keine Rötung besteht keine Allergie und das gesunde Öl ist ohne Sorgen einsetzbar. In die Augen und auf Schleimhäute sollte Teebaumöl nicht geraten, weil dies schmerzhaft sein und Schäden verursachen kann.

    Bei seelischen Problemen helfen die hohen Anteile bestimmter Alkohole des Teebaumöls. Es werden Ängste abgebaut und an Selbstbewusstsein gewonnen. Depressive Stimmungen verfliegen mit dem wirksamen ätherischen Öl und sorgen wieder für ein gutes psychisches Wohlbefinden. Seine Wirksamkeit entfaltet das Teebaumöl auch bei Antriebslosigkeit, fehlender Motivation und Mattheit. Wer sportlich aktiv ist, dem sei ein Fußbad mit ein paar Tropfen Teebaumöl empfohlen, wodurch erschöpfte Füße wieder munter werden.

    Bewährtes Hausmittel

    Als Hausmittel hat sich das Öl des Teebaums mittlerweile fest in vielen Haushalten etabliert. Ein Fläschchen Teebaumöl sollte in keinem Haushalt fehlen. Auf Grund seiner vielfältigen Einsatzbereiche kann das Öl so manches teures Medikament, wie zum Beispiel gegen Erkältung, Pickel oder Warzen ersetzen. Je nach Verbrauch kann ein Fläschchen zwei bis drei Monate oder länger halten. Die Gesundheit wird es einem danken, wenn man bei Beschwerden und Zipperlein auf das natürliche Teebaumöl statt Medikamenten mit Nebenwirkungen vertraut.

    Bild: © Depositphotos.com / vladvitek

  • Kinder Mobbing – wenn Kinder zu Außenseitern werden

    Kinder Mobbing – wenn Kinder zu Außenseitern werden

    Mobbing gibt es nicht nur unter Erwachsenen, auch immer mehr Kinder haben damit zu kämpfen. Während sich aber erwachsene Menschen gegen Mobbing wehren können, fällt es Kindern nicht immer leicht, mit solch einer Situation zurechtzukommen. Nicht selten stehen auch Eltern dem Problem Kinder Mobbing hilflos gegenüber und wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Da Mobbing ganz unterschiedliche Gesichter hat, fällt es schwer, hier die richtige Lösung zu finden, aber eines sollten Eltern, Lehrer und Erzieher nie tun – gemobbte Kinder nicht ernst nehmen.

    Wie entsteht Kinder Mobbing?

    Immer dann, wenn ein Kind an den Rand einer Gemeinschaft gedrängt wird, dann ist das nie die Tat eines Einzelnen, denn Außenseiter werden immer von einer Gruppe gemacht. In jeder Gruppe von Gleichgesinnten steckt Konkurrenzdenken, was für Konfliktpotenzial sorgt, und gegen diese Probleme hilft nichts besser als ein gemeinsamer Gegner. Gruppen definieren sich über die Ausgrenzung von anderen und das führt dann zum Mobbing. Kindermobbing beginnt meist mit Gerüchten, einer will über einen anderen irgendetwas wissen, er hat eine Beobachtung gemacht und erzählt es den anderen Mitgliedern der Gruppe, die wiederum vielleicht eine ähnliche Beobachtung gemacht haben. Indem einer davon erzählt, fühlen sich die Gruppenmitglieder bestätigt und sie sind erleichtert darüber, dass noch andere die gleiche Beobachtung gemacht haben. Für ein Kind ist es nicht einfach, aus einer solchen Gruppe auszusteigen, denn sie müssen befürchten, das nächste Mobbingopfer zu werden.

    Selbst aktiv werden

    Es sind nicht immer die Schwächsten, die Kleinsten oder die Brillenträger, die das Opfer von Kindermobbing werden, um gemobbt zu werden, reicht es manchmal schon aus, eine andere Meinung zu vertreten oder im falschen Stadtteil zu wohnen. Kinder, die von ihren Klassenkameraden oder von den anderen Kindern im Sportverein gemobbt werden, müssen selbst aktiv werden, um aus der leidigen Rolle wieder heraus zu kommen. Das ist aber alles anderes als einfach, denn wer jeden Tag gehänselt, verspottet, angegriffen und vor allem auch alleine gelassen wird, der verliert schnell an Selbstbewusstsein und beginnt jeglichen sozialen Kontakt zu meiden. Eltern und Lehrer können zwar versuchen, dem Mobbingopfer allein durch ihre Autorität zu helfen, aber sie werden es kaum schaffen, den Gemobbten wieder in eine Gruppe zu integrieren. Das Gegenteil ist oftmals der Fall, denn wer Eltern und Lehrer „vorschickt“, der gilt schnell als Feigling und macht seine Situation noch viel schlimmer.

    Wie können Kinder mit Mobbing umgehen?

    Beim Kindermobbing wird immer wieder beobachtet, dass sich die Opfer sogar noch schämen und nichts unternehmen, um sich zu wehren. Wer gehänselt wird und darauf mit Gelassenheit und einem Lächeln reagiert, der wird seine Gegner verwirren, denn damit haben diejenigen die mobben, nicht gerechnet, sie wollen ihr Opfer leiden sehen. Kindermobbing kann auch beendet werden, wenn das Mobbingopfer Kinder anspricht, die ebenfalls in einer Außenseiterrolle sind. Gemeinsam ist man immer stärker und der Spott tut dann auch nur noch halb so weh. Auch Frechheit kann im Kindermobbing eine gute Waffe sein. Kinder, die gemobbt werden, sollten den Anführer der Gruppe direkt ansprechen und seine vermeintlichen Schwächen ansprechen. Das bringt den Anführer schnell aus dem Konzept und zwingt die anderen in der Gruppe, ihren Wortführer mal kritisch zu betrachten. Kinder, die schlagfertig sind, sind selten von Kindermobbing betroffen, aber zur Schlagfertigkeit gehört auch eine große Portion Selbstvertrauen. Wird das Kind zum Beispiel gemobbt, weil es eine Brille trägt, dann hilft es schon, beim nächsten blöden Satz zu antworten: Wenn ich keine Brille hätte, dann könnte ich nicht erkennen, was für ein schrecklicher Typ du bist, oder wenn alle eine Brille tragen würden, dann hättest du bestimmt keine Freunde mehr. Schlagfertigkeit kann man trainieren, und gegen Kindermobbing kann es sehr effektiv und hilfreich sein.

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  • ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    ADHS – das Zappelphilipp-Syndrom

    Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – so lautet der vollständige und etwas komplizierte Name einer Krankheit, über die kontrovers diskutiert wird. „Mein Kind hat ADHS“, das sagen heute viele Eltern, wenn sich ihr Nachwuchs anders verhält als andere Kinder, und es klingt immer ein wenig entschuldigend. Rund drei bis sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS, und Jungen werden von dieser oftmals schwer zu verstehenden Krankheit deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa 60 % der ADHS Fälle bleiben die Symptome bis zum Erwachsenenalter bestehen und nur mit einer gezielten Behandlung gelingt es auch, die Krankheit weitgehend in den Griff zu bekommen. Aber was genau ist eigentlich ADHS und was bedeutet es für die Betroffenen und ihre Angehörigen, wenn die Diagnose gestellt wird?

    Was genau ist ADHS?

    ADHS ist keine Krankheit der heutigen Zeit, die ersten Krankheitsfälle wurden schon 1845 diagnostiziert. Es war der Nervenarzt Heinrich Hoffmann, der in seinem Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ den Zappelphilipp beschrieb, ein Kind, das keine Minute ruhig am Tisch sitzen bleiben will. Aber erst 1987 wurde der Name ADHS medizinisch anerkannt. Aus neurologischer Sicht ist ADHS eine fehlerhafte Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der wichtige Botenstoff Dopamin, der für den reibungslosen Transport von Informationen im Gehirn zuständig ist.

    Jungen sind achtmal häufiger betroffen, wird die Krankheit mit ins Erwachsenenalter genommen, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern. Wird ADHS bei Zwillingen festgestellt, dann sind in drei von vier Fällen beide Kinder betroffen.

    Die ADHS Symptome

    Kinder und auch Erwachsene, die an ADHS erkrankt sind, fallen vor allem durch ihre Hyperaktivität, ihre Unaufmerksamkeit und ihre sprunghafte Impulsivität auf. Kinder haben motorische Probleme, sie lernen nur schwer mit Messer und Gabel zu essen, sie lassen sich schnell ablenken, sie sind vergesslich und sie können sich entweder nur sehr schwer oder überhaupt nicht konzentrieren. Auch verlangsamte Reaktionen, plötzliche mitunter sehr heftige Wutausbrüche und eine emotionale Instabilität gehören zu den typischen Symptomen von ADHS. Nicht selten haben Kinder, die an der Nervenkrankheit leiden, Schwierigkeiten lesen und schreiben zu lernen und sie sind nicht selten auch starken Stimmungsschwankungen unterworfen.

    ADHS Symptome treten in der Regel sehr früh, meist schon ab dem sechsten Lebensjahr auf, und der Höhepunkt der Krankheit liegt zwischen dem siebten und elften Lebensjahr. In diesem Zeitraum kommt es zu Schlafstörungen, zu starker Unruhe und auch Probleme mit der Verdauung und der Nahrungsaufnahme können zum ADHS Krankheitsbild gehören. Kommen die Kinder in die Schule, dann wird die Krankheit schlimmer, denn sie sind permanent neuen Reizen ausgesetzt und können diese nicht kompensieren, wie normale gesunde Kinder das tun.

    Die ADHS Ursachen

    Bis heute sind die genauen Ursachen für ADHS unbekannt, aber es werden drei Auslöser für die Krankheit verantwortlich gemacht. Eine genetische Veranlagung kann ein Auslöser sein, aber auch wenn es Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gegeben hat, dann kann das ein Grund für eine spätere ADHS Erkrankung sein. Für viele Ärzte sind es aber psychosoziale Probleme im familiären Umfeld, die ADHS auslösen.

    Welche Therapien gibt es?

    Nicht in jedem Fall muss ADHS auch behandelt werden, es richtet sich immer nach dem Schweregrad der Krankheit. Therapiert werden sollte aber immer dann, wenn es zu schweren psychischen oder sozialen Problemen kommt. Wann der Zeitpunkt für eine Therapie gekommen ist, das lässt sich schlecht bestimmen und ist immer von den individuellen Symptomen abhängig. Das Ziel einer Therapie ist es immer, die typischen Symptome in den Griff zu bekommen und den Betroffenen wieder sozial zu integrieren. Außerdem ist es wichtig, wieder ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und Kinder nach ihren Begabungen und Interessen zu fördern.

    Eine medikamentöse Therapie zum Beispiel mit Ritalin, sollte immer die letzte Konsequenz sein.

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