Schlagwort: Sitzen

  • Warum die Ebola-Epidemie außer Kontrolle geriet

    WHO unterschätzte extremes Misstrauen

    Baierbrunn (ots) – Die Ebola-Epidemie im vergangenen Jahr erreichte die dramatischen Ausmaße, weil die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) Gegebenheiten in Westafrika falsch einschätzte. „Die betroffenen Länder sind arm, besitzen kein funktionierendes Gesundheitssystem und sind teils extrem misstrauisch gegenüber Regierungsbehörden“, sagt die Soziologin und Politikwissenschaftlerin Professor Ilona Kickbusch in der „Apotheken Umschau“. Kickbusch arbeitete in einer unabhängigen Experten-Kommission mit, die das Geschehen analysierte. „Wir müssen nicht nur in einzelne Maßnahmen wie Impfungen investieren, sondern auch in den Aufbau von Gesundheitssystemen und die Ausbildung von Personal in armen Ländern“, fordert sie. So habe es in Liberia für mehr als vier Millionen Einwohner nur rund 50 Ärzte gegeben. 

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2015 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de wwww.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3123120
  • Mit dem Rollstuhllift Barrieren überwinden

    Mit dem Rollstuhllift Barrieren überwinden

    Ein entspannter Stadtbummel, ein Besuch beim Arzt oder einer Behörde – für ältere Menschen oder für Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen viele Barrieren überwinden, was zum größten Teil nicht ohne fremde Hilfe möglich ist. Vor allem wenn es keine Alternative zur Treppe gibt, dann stehen Rollstuhlfahrer vor einem großen Problem. Das muss aber nicht sein, denn es gibt Rollstuhllifte, die es möglich machen, dass auch Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, die Höhenunterschiede einfach und schnell ohne fremde Hilfe überwinden können.

    Wie funktioniert ein Rollstuhllift?

    Ein Rollstuhllift funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Der Rollstuhlfahrer fährt auf eine ausreichend große Plattform, wird dort automatisch gesichert und kann den Lift dann mittels Knopfdruck in Bewegung setzen. Ist die Barriere überwunden, dann wird die Sicherung wieder automatisch aufgehoben und der Rollstuhlfahrer kann seinen Arzt oder eine Behörde besuchen. Das Besondere an einem Rollstuhllift ist, dass er ohne fremde Hilfe bedient werden kann, denn das sorgt bei denjenigen, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, für mehr Flexibilität im alltäglichen Leben, sie müssen nämlich niemanden mehr um Hilfe bitten.

    Spezielle Anfertigungen

    Rollstuhllifte sind nicht genormt, sie können sich vielmehr immer flexibel anpassen. Es gibt die praktische Hebevorrichtung in ganz unterschiedlichen Größen und es spielt keine Rolle, ob eine eckige, eine gerade oder auch eine Wendeltreppe überwunden werden muss, der Rollstuhllift passt sich immer den örtlichen Gegebenheiten an. Alles was gebraucht wird, ist eine ebene Fläche und ein 230V-Elektroanschluss. Auch die Optik eines Rollstuhllifts kann sich sehen lassen, denn er überzeugt mit einem zeitlosen, schlichten Design und passt sich daher überall an.

    Eine Lösung für viele Probleme

    Nicht nur für Behörden oder für ein Ärztehaus ist ein Rollstuhllift eine sehr gute Lösung, auch in Privathäusern kann er das Leben von Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sehr erleichtern. Ein Rollstuhllift kann zum Beispiel den Garten mit der Terrasse verbinden und so müssen alle, die immer schon gerne im Garten aktiv waren, nicht mehr auf ihr Hobby verzichten, nur weil sie an den Rollstuhl gebunden sind. Ein Rollstuhllift ist sehr stabil gebaut und er ist unempfindlich gegen jede Art von Witterung. Da sich ein Rollstuhllift auch sehr einfach montieren lässt, steht einem Einbau auch auf dem privaten Grundstück nichts mehr im Wege. Umbaumaßnahmen sind in der Regel nicht notwendig, denn der Rollstuhllift passt sich flexibel an. Selbst ein Einsatz in den eigenen vier Wänden ist möglich, denn ein Rollstuhllift kann auch in einem Badezimmer montiert werden, und macht so ein entspanntes Wannenbad möglich.

    Für Sicherheit ist immer gesorgt

    Was Rollstuhllifte unter anderem auszeichnet, das ist ihre sehr große Sicherheit. Alle Lifte enthalten eine Personensicherung, aber auch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Sicherheitsgurte, Sicherungen, die ein Abrollen verhindern und auch Klappschranken, die dafür sorgen, dass sich jeder, der den Lift nutzt, stets sicher fühlen kann. Auch wenn es um höhere Barrieren geht, dann garantiert ein Rollstuhllift große Sicherheit. Sollte es beispielsweise zu einem Stromausfall kommen, dann kommt eine mit einem Akku betriebene Notstromversorgung zum Einsatz und der Lift kann weiterfahren.

    Bild: © Depositphotos.com / Lenorlux

  • Forschung findet nicht dort statt, wo sie benötigt wird

    TK stellt Innovationsreport 2015 vor – AMNOG verfehlt Einsparziel

    Berlin (ots) – Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) verfehlt sein Ziel auch im vierten Jahr deutlich. Es sollte Einsparungen bei Arzneimittelverordnungen in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich erzielen. 2014 wurden gerade einmal 320 Millionen erreicht. „Die wirtschaftliche Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherungen ist also auf einem homöopathischen Niveau“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK). „Wenn das AMNOG als viel zitiertes ‚lernendes System‘ konsequent weiterentwickelt wird, sind jedoch viel größere Einsparungen möglich.“ 

    Der Innovationsreport 2015, den Professor Dr. Gerd Glaeske und Wissenschaftler der Universität Bremen mit Unterstützung der TK erstellt haben, zeigt außerdem, dass die frühe Nutzenbewertung auch qualitativ hinter den Erwartungen zurück bleibt: Von den 20 Präparaten, die im Jahr 2012 auf den Markt kamen, wurden nur zwölf vollständig bewertet. Entweder war das zu erwartende Verordnungsvolumen zu gering, die Präparate sind nicht zu Lasten der GKV erstattungsfähig oder es handelt sich um Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen. „Wenn das AMNOG endlich in der Arztpraxis ankommen und eine echte Entscheidungshilfe sein soll, müssen ausnahmslos alle neuen Arzneimittel auf ihren patientenrelevanten Zusatznutzen bewertet werden“, kommentiert Glaeske. 

    Nur eine von 20 Ampeln grün 

    Im diesjährigen Innovationsreport wurden die Präparate wieder nach dem Ampelschema bewertet. Nur ein Medikament erhielt eine grüne Ampel in der Gesamtbewertung. Sieben Mal zeigt die Ampel gelb und sogar zwölf Mal rot. Beim Marketing haben die Pharmahersteller ihre Hausaufgaben hingegen gemacht. Die Präparate wurden nach ihrer Markteinführung beinahe genauso häufig verordnet wie die neuen Arzneimittel im Vorjahr (41.000 Packungen zu 49.000 Packungen zu Lasten der TK). Lediglich der Umsatz fiel in Anbetracht der niedrigeren Innovationskraft auch geringer aus (27,5 Mio. Euro zu 74,0 Mio. Euro). 

    Trotzdem sind mehr als die Hälfte der untersuchten Präparate schon jetzt in die Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften aufgenommen worden. Nach einer aktuellen DocCheck-Umfrage im Auftrag der TK treffen 30 Prozent der befragten Ärzte ihre Entscheidung zur Verordnung neuer Arzneimittel am häufigsten aufgrund solcher Leitlinienempfehlungen. Nur 15 Prozent der Befragten gaben das Ergebnis der frühen Nutzenbewertung als häufigste Informationsquelle an. 

    Ein weiteres Ergebnis des Innovationsreports: „Die Innovationen fokussieren auf die falschen Bereiche. Forschung findet erkennbar nicht dort statt, wo sie benötigt wird“, so Baas. „Statt neuer Antibiotika stehen hauptsächlich Indikationsgebiete im Fokus, bei denen die Pharmaindustrie die größte Rendite erwartet.“ Von den 20 neuen Präparaten des Jahres 2012 sind fünf zur Behandlung von seltenen Erkrankungen zugelassen und neun gegen Krebs. Diesem zunächst positiven Trend stehen extrem hohe Preise für diese Medikamente gegenüber. Außerdem bedeutet die vermehrte Zulassung von Medikamenten gegen seltene Erkrankungen nicht automatisch, dass es nun deutlich mehr Therapiemöglichkeiten für Menschen gibt, die ein seltenes angeborenes Leiden haben. Es liegt vielmehr im Interesse der Industrie, große Volkskrankheiten so umzudefinieren, dass Patientengruppen auf das Maß von seltenen Erkrankungen verkleinert werden. Dies sichert ihnen einen relativ raschen Durchlauf durch das AMNOG-Verfahren und per Gesetz einen Zusatznutzen. 

    Keine Karenzzeiten für Mondpreise 

    Baas: „Aus fachlicher Sicht ist es sinnvoll, dass der verhandelte Erstattungsbetrag rückwirkend ab dem Tag der Markteinführung gilt und nicht erst ab dem zweiten Jahr. Entweder hat ein neuer Wirkstoff einen Zusatznutzen für die Patienten oder nicht. Karenzzeiten für ‚Mondpreise‘ von Präparaten ohne Zusatznutzen müssen also entfallen.“ 

    Es ist außerdem sinnvoll, dass der zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem pharmazeutischen Unternehmer ausgehandelte Erstattungsbetrag zumindest in Teilen geheim ist. Öffentliche Preise setzen den Unternehmer aufgrund der besonderen Rolle des deutschen Marktes (Referenzpreisland) zusätzlich unter Druck. Durch geheime Preisnachlässe könnten die gesetzlichen Krankenkassen höhere Rabatte aushandeln, weil die Industrie damit nicht mehr automatisch in vielen anderen Märkten Abschläge hinnehmen müsste. 

    In einem Sonderkapitel befasst sich der Innovationsreport mit Arzneimitteln gegen Krebs. Neben dem demografischen Wandel mit der zunehmenden Patientenzahl, der längeren Behandlungsdauer und der gestiegenen Zahl an Krebsmedikamenten, sind es vor allem die hohen Preise, welche die Therapie zu einer finanziellen Herausforderung für die gesetzlichen Krankenkassen machen. „Dabei steht der Innovationsgrad und der tatsächliche medizinische Nutzen häufig nicht in einem angemessenen Verhältnis zum Preis“, meint Professor Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorstandsvorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und Mitherausgeber des Innovationsreports. Zudem weist das AMNOG auch hier gravierende Schwächen auf. Wenn das Vergleichspräparat in der frühen Nutzenbewertung schon einen so hohen Preis erzielt, wie es in der Krebsmedizin üblich ist, braucht das neue Medikament keinen Zusatznutzen zur bestehenden Therapie. Dadurch ist es auf mittelfristige Sicht nicht möglich, das System vor Nachahmerpräparaten zu schützen. 

    Hintergrund für die Redaktionen 

    Die digitale Pressemappe mit dem vollständigen Report, den gezeigten Charts, den Statements und der Pressemitteilung finden Sie unter www.presse.tk.de (Webcode 747402). 

    Im Juli und August 2015 hatte das Marktforschungsunternehmen DocCheck Research im Auftrag der TK eine Online-Befragung von n = 500 niedergelassenen Ärzten durchgeführt. 

     

    Pressekontakt: Dennis Chytrek Tel. 040 – 6909 3020 dennis.chytrek@tk.de www.newsroom.tk.de www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3117456
  • Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Jeder hat schon einmal Rückenschmerzen gehabt, besonders wer dauerhaft einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, weiß, dass der Rücken große Probleme bereiten kann. Es gibt unendliche viele Tipps, die den Rückenschmerzen den Kampf ansagen sollen, aber nicht jeder dieser Tipps ist auch der Richtige, um die Schmerzen im Rücken loszuwerden. Welche Maßnahmen sollten auf jeden Fall vermieden werden, weil sie den Rücken noch mehr belasten?

    Sitzbälle sind Gift

    Wer Rückenschmerzen hat, der sollte starres Sitzen vermeiden, sondern sich stattdessen auf einem Sitzball den ganzen Tag bewegen. Das stärkt die Rückenmuskulatur, sagten die Mediziner ihren ahnungslosen Patienten. Jetzt steht fest, dass ein Ball so gar geeignet ist, um darauf den ganzen Tag zu sitzen. Höchstens eine halbe Stunde am Tag erträgt die Muskulatur des Rückens diese Tortur, die nicht zur Stärkung, sondern nur zu noch mehr Rückenschmerzen führt.

    Immer schön gerade sitzen

    Schon Kindern wird beigebracht, dass sie gerade sitzen sollen, denn wenn die Wirbelsäule zu arg gekrümmt wird, dann sorgt das für Rückenschmerzen. Auch das ist falsch, denn wer sich permanent gerade hält, der versteift seinen Rücken, die Muskeln verkrampfen und das führt dann zu quälenden Rückenschmerzen. Besser ist es, eine gerade Haltung mit einer leicht gebeugten Haltung abzuwechseln.

    Wer sportlich ist, hat keine Rückenschmerzen

    Sport ist und bleibt gesund, aber nicht jede Sportart ist auch eine Wohltat für den Rücken. Tennis und auch Gymnastik mit vielen Streckbewegungen sind nicht gesund, sie provozieren vielmehr Rückenschmerzen, und auch das klassische Brustschwimmen ist für den Rücken nicht geeignet und fördert das sogenannte Hohlkreuz. Sinnvoller ist es, auf dem Rücken zu schwimmen oder zu kraulen.

    Eine harte Matratze ist gesund

    Optimal für den Rücken ist es, wenn er gestützt und seine Muskulatur entlastet wird, und das möglichst auch im Schlaf. Für Verkäufer in den meisten Matratzengeschäften heißt das, sie empfehlen ihren Kunden eine möglichst harte Matratze. Wer sich für diese harte Matratze entscheidet, der sollte sich nicht über Rückenschmerzen wundern, denn die harte Unterlage im Bett sorgt dafür, dass die Wirbel in einem Hohlraum liegen und die Muskeln angespannt werden. Besser ist eine mittelharte Matratze, auf der die Wirbelsäule gerade liegt.

    Hilft Paracetamol gegen Rückenschmerzen?

    Viele, die unter Rückenschmerzen leiden, kaufen in der Apotheke Paracetamol oder bekommen den Wirkstoff von ihrem Arzt verschrieben. Mittlerweile ist Paracetamol das am meisten verkaufte Schmerzmittel überhaupt, aber eine aktuelle Studie zeigt, dass der Wirkstoff gegen Rückenschmerzen wenig ausrichten kann. Bei Versuchen mit Probanden stellte sich nämlich heraus, dass Paracetamol mehr oder weniger einen Placebo-Effekt hat. Ein anderer Wirkstoff hat sich allerdings gegen Rückenschmerzen bewährt, und zwar Diclofenac. Patienten, die im Rahmen der Studie Diclofenac bekamen, waren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums komplett schmerzfrei. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte also Diclofenac nehmen, aber nur nach Absprache mit dem Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia

  • So gefährlich sind Smartphones für die Augen

    So gefährlich sind Smartphones für die Augen

    Computer und Smartphones sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken, aber so praktisch der Fortschritt in der Kommunikation auch ist, das menschliche Auge kann mit diesem Fortschritt leider nicht mithalten. Wer zu lange auf den kleinen Bildschirm eines Smartphones starrt, der riskiert kurzsichtig zu werden und den Augen auf Dauer zu schaden. Vor allem bei Kindern macht diese Entwicklung große Sorgen und Ärzte befürchten, dass es zu einer wahren Epidemie vor allem unter jungen Menschen kommt.

    Das Auge muss viel leisten

    Mit zunehmendem Alter lässt das Sehvermögen immer mehr nach. Das ist ein normaler Prozess, der bei vielen Menschen schon ab dem 40. Lebensjahr beginnt. Bei einigen kommt es dann zu Altersweitsichtigkeit und sie brauchen eine Lesebrille. Kurzsichtigkeit wird vielfach aber vererbt und wie jetzt eine Studie der Universität Tübingen zeigt, leiden immer mehr Menschen an Kurzsichtigkeit, weil sie zu oft und zu intensiv auf ihre Smartphones starren. Sie sind praktisch den ganzen Tag in einem Nahsehmodus, sie checken gleich nach dem Aufstehen ihre Mails, lesen während der Fahrt zur Arbeit auf ihren Smartphones die Zeitung und sitzen anschließend noch acht Stunden vor dem PC. Am Abend kommt dann das Tablet zum Einsatz. Die Augen sind auf diesen Prozess nicht eingestellt und können ihn auf Dauer auch nicht verkraften.

    Mit Weitsichtigkeit geboren

    Jeder Mensch wird mit kurzen Augen, also mit einer leichten Weitsichtigkeit geboren und wenn die Augen wachsen, dann stellen sie sich so lange auf die richtige Entfernung ein, bis das Bild auf der Netzhaut scharf ist. Soll etwas von Nahem betrachtet werden, dann stellen sich die Augen um, damit die elastische Linse verstärkt wird. Bei allen Kurzsichtigen sind die Augen zu stark gewachsen und dieses Wachstum ist vor allem zwischen dem achten und dem 15. Lebensjahr sehr stark. Aber genau in diesem Zeitraum starren die meisten Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag auf ihre Smartphones und das begünstigt das schnelle Wachsen der Augäpfel und damit auch die Kurzsichtigkeit.

    Das Auge passt sich an

    Augen sind flexibel und passen sich neuen Situationen an. Das erfordert allerdings Kraft, vor allem in der Augenmuskulatur, und wenn die Augen permanent überanstrengt werden, wie das beim Starren auf Smartphones und auf den Computerbildschirm der Fall ist, dann müssen die Augen eines Tages kapitulieren. Die neue Studie zeigt, dass die Zahl der jungen Erwachsenen die unter Kurzsichtigkeit leiden, in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, mittlerweile sind schon 47 % der jungen Leute zwischen 25 und 29 Jahre betroffen. Aber auch bei Kindern hat die Kurzsichtigkeit zugenommen und es ist genau diese Entwicklung, die Kinder- und Augenärzten Sorgen bereitet. Sie raten Eltern, ihren Kindern vor allem abends ihre Smartphones wegzunehmen und sie zu bewegen, den Blick mal in die Ferne schweifen zu lassen.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • #zukon15: Politik, Gesundheitswesen und Digitalszene diskutieren über Gesundheit in der digitalen Welt

    Berlin (ots) – Telemedizin, Netzsprechstunde, Gesundheitsapps, Fitnesstracker – das Gesundheitswesen verändert sich rasant. Die Digitalisierung beeinflusst zwar alle Lebensbereiche, beim besonders sensiblen Thema Gesundheit geht es jedoch nicht nur um das technisch Machbare, sondern auch um Ethik, Wirtschaftlichkeit und Verbraucherschutz. Auf Einladung der Techniker Krankenkasse (TK) diskutieren kurz vor der internationalen Funkausstellung (IFA) in der Hauptstadt über 300 Experten aus Politik, Gesundheitswesen und digitaler Szene darüber, wie die digitale Gesellschaft gesund gestaltet werden kann.

    Den Anfang machte der Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums Lutz Stroppe. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass die Teilhabe am technologischen Fortschritt in der Medizin eine Gemeinschaftsaufgabe aller Partner im Gesundheitswesen sei. „Neue Technologien können uns helfen, unser gutes Gesundheitssystem noch besser zu machen. Sie tragen dazu bei, die demographischen Herausforderungen erfolgreicher anzugehen und eine flächendeckende medizinische Versorgung auf hohem Niveau dauerhaft sicherzustellen. Das setzt aber die Bereitschaft voraus, sich konsequent mit den Möglichkeiten neuer Technologien auseinanderzusetzen. Unser Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte vom medizinischen Fortschritt profitieren, und zwar unabhängig von ihrem Wohnort. Mit dem E-Health-Gesetz haben wir daher die notwendigen Rahmenbedingungen gesetzt, um den Aufbau einer sicheren Telematikinfrastruktur endlich zu ermöglichen und Telemedizin in die Regelversorgung aufzunehmen.“

    Gastgeber und TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas über die Veranstaltung: „Mit dem Kongress möchten wir ein Forum bieten, um das Gesundheitswesen und die digitale Szene zusammenzubringen, um gemeinsam zu diskutieren, wie wir die digitale Gesellschaft gesund gestalten können. Es ist zwar schwer in die Zukunft zu blicken – schließlich ging man auch mal davon aus, dass sich Telefon und Internet nicht durchsetzen werden – wir wollen es heute aber trotzdem versuchen.“

    In fünf jeweils 90-minütigen Panels geht es um die Zukunft von Gesundheitsförderung und medizinischer Versorgung in der digitalen Welt. Die 30 Referenten widmen sich, moderiert von Jeannine Michaelsen und Jens de Buhr unter anderem folgenden Fragen: Sorgen Politik und Krankenkassen für gläserne Patienten oder erledigen die Menschen dies mit digitaler Selbstvermessung und sozialen Netzwerken selbst? Was ist gesunder Medienkonsum? Wo fängt der Spaß an, wo hört er auf und ab wann wird es krank? Wie nutzen wir Telemedizin sinnvoll? Welche Auswirkungen hat das Netz der Dinge auf unser Ernährungs- und Bewegungsverhalten?

    „Wir wünschen uns, dass nicht nur wir, sondern auch alle Teilnehmer heute Abend viele Eindrücke und Ideen mitnehmen, wie wir das Gesundheitswesen und die digitale Szene enger zusammenbringen können, um für ein patienten-orientiertes, leistungsfähiges und bezahlbares Gesundheitswesen zu sorgen,“ so der TK-Chef.

    Der Kongress läuft heute noch bis 18 Uhr im Kongresszentrum Axica (Pariser Platz 3, 10117 Berlin). Informationen zum Programm gibt es auf der Internetseite www.tk.de/zukunftskongress.

    Pressekontakt: TK-Pressestelle Für Rückfragen: Michaela Hombrecher, Tel. 040-6909 2223 E-Mail michaela.hombrecher@tk.de Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de Twitter: www.twitter.com/TK_Presse

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6910/3111975