Schlagwort: Sodbrennen

  • Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Wenn es unangenehm nach dem Essen aufstößt, die Speiseröhre weh tut und der Hals brennt, dann wissen die meisten, was los ist. Immerhin fast jeder Zweite hierzulande ist vom gelegentlichen Sodbrennen geplagt, womit dieses Krankheitsbild zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland zählt. Nicht immer ist es allerdings harmlos, vor allem wenn es nachts und wöchentlich regelmäßig auftritt, ist ein Arztbesuch notwendig.

    Genau genommen ist Sodbrennen keine Krankheit, sondern ein Symptom. Denn es entsteht genau dann, wenn Magensäure oder saurer Magenbrei vom Magen in die Speiseröhre zurück aufsteigt. Der sogenannte Reflux greift dort die Schleimhaut, die sehr empfindlich ist, an und verursacht damit Schmerzen.

    Die Ursachen für Sodbrennen sind unterschiedlich

    Ein Schließmuskel, der sich zwischen Speiseröhre und Magen befindet, sorgt grundsätzlich dafür, dass das Essen zwar von oben nach unten transportiert wird, aber nicht wieder retour fließen kann. Schließt dieses Ventil nicht mehr richtig, gelangt der sehr saure Mageninhalt entlang der empfindlichen Speiseröhre zurück und löst dabei die schmerzhaften Symptome aus. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum der Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert, unter anderem kann altersmäßiger Verschleiß dafür verantwortlich sein.

    Auch Übergewicht und Schwangerschaft können den schmerzhaften Rückfluss auslösen. Zudem kommt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, denn übermäßiger Konsum von sogenannten Säure-Lockern ist ebenfalls oftmals Auslöser für das quasi undichte Ventil.

    Symptome von Sodbrennen sind schnell erkannt

    Die Symptome und Erscheinungsbilder von Sodbrennen sind einfach zu deuten. Unter anderem zählt dazu

    • Schmerz hinter dem Brustbein
    • Schmerzen im mittleren Oberbauch, direkt nach der Mahlzeit
    • Beim Bücken und Liegen werden die Beschwerden schlimmer
    • Schmerzen und Brennen beim Hinunterschlucken von gekautem Essen
    • Kloßgefühl im Hals
    • Die Stimme wird heiser
    • Husten gesellt sich manchmal ebenso dazu

    Wer auch nur eines dieser Merkmale bei sich erkennt, der kann relativ sicher sein, dass er unter Sodbrennen leidet. Tritt es nur gelegentlich auf, ist es in der Regel harmlos. Kommt es jedoch mehrmals wöchentlich dazu, sollte man einen Arzt konsultieren. Denn die zurück fließende Magensäure kann der Speiseröhre auf Dauer ziemlich zusetzen und etwa eine Entzündung in diesem sensiblen Bereich auslösen. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Refluxösophagitis.

    Bewährte Hausmittel helfen bei Sodbrennen

    Es gibt durchaus effektive Methoden, Sodbrennen entweder komplett vorzubeugen oder aber die Beschwerden beim Auftreten entsprechend zu lindern. Dazu gehört unter anderem

    • Nach dem Essen Kaugummi kauen
    • Warmes Wasser oder Kräutertee  nach der Mahlzeit trinken, das verdünnt die Magensäure
    • Heilerde bindet die entstehende Magensäure
    • Sauerkraut und frischer Kartoffelsalat schützen den Magen
    • Quark und Haferflocken binden die Magensäure

    Es ist aber auch durchaus hilfreich, seine Lebensgewohnheiten entsprechend zu ändern. So etwa tut ein Verdauungsspaziergang nach der Mahlzeit dem menschlichen Organismus besser als ein Mittagsschläfchen. Doch die Devise muss lauten: Bewegung ja, Sport nein, denn gerade auf Anstrengung kann der Körper erst recht mit Sodbrennen reagieren. Klar ist auch, dass bequeme Kleidung den Druck auf den Bauchraum reduziert. Wer nachts unter Reflux leidet, der sollte versuchen, den Oberkörper durch ein zusätzliches Kissen im Bett höher zu lagern um den Rückfluss aus dem Magen zu verhindern. Um Kissenberge zu vermeiden, kann sich der Betroffene auch nach einem Lattenrost umschauen, der am Kopfteil höhenverstellbar ist.

    Ein spezielles Thema ist Sodbrennen bei Kindern. Immerhin zwei bis zehn Prozent sind in Deutschland davon betroffen. Meist sind die Gründe schnell gefunden, denn zu viel Fast Food, Süßigkeiten oder Limos schaden einfach und setzen dem Magen zu. Klagt das Kind oft über Schmerzen hinter dem Brustbein und sogar Schluckbeschwerden bzw. Heiserkeit, sollten die Eltern einen Kinderarzt aufsuchen.

    Meist ist es aber auch in Ordnung, einfach darauf zu achten, dass die Kinder langsam essen und bewusst gut kauen. Ein Glas Wasser oder Kräutertee, der nach der Mahlzeit getrunken wird, trägt ebenso dazu bei, dass die Magensäure nicht aufsteigt, sondern hinunter gespült wird.Blocker

    Bild: © Depositphotos.com / iliyha12

  • Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    Heilerde – trendige Alltagshelfer für Gesundheit und Schönheit

    In unserem Leben, das geprägt ist von High-tech und ständigem Fortschritt, werden in der Medizin natürliche Heilmittel immer stärker gefragt. Unter anderem erlebt dabei Heilerde ein Revival in Sachen Ernährung und Beauty. Doch was kann sie wirklich?

    Bei Darminfekten und Durchfall ist Heilerde als bewährtes Hausmittel schon längst bekannt und hat quasi Tradition. Denn es ist in der Lage Giftstoffe zu binden, die anschließend einfach ausgeschieden werden. Damit kann sich der Darmtrakt wieder beruhigen und die Infektion sogar verkürzt werden.

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    Bei Beschwerden ist Heilerde tatsächlich hilfreich

    Das erdige Gebräu aus Heilerde und Wasser legt sich wie ein schützendes Pflaster auf die Magenschleimhaut und entspannt diese. Dadurch erfolgt sogar eine bessere Regeneration, was den Krankheitsverlauf deutlich minimiert. Auch bei Sodbrennen und Blähungen ist das Naturheilmittel eine gute Wahl. Doch eines ist klar: Es macht keinen Sinn, Heilerde quasi vorsorglich einzunehmen, denn das kann zu einer Verstopfung führen. Das Produkt ist ein Akutmittel und soll deshalb nur bei Bedarf bzw. bei Beschwerden zum Einsatz kommen. Wer zusätzlich vom Arzt Medikamente gegen seine Erkrankung verschrieben bekommt, sollte im übrigen darauf achten, dass das Naturprodukt im zeitlichen Abstand von bis zu zwei Stunden vor oder nach Einnahme der Arzneien erfolgt. Auch bei eingeschränkter Blasen- und Nierenfunktion sollte man die heilsame Erde nur mit Vorsicht einnehmen und besser vorher einen Arzt um Rat fragen.

    Wer offene Wunden hat, die schlecht heilen, sollte ebenfalls zu Heilerde greifen. Denn diese bindet Wundflüssigkeiten wie Eiter oder Blut. Dazu wird am besten das Produkt trocken auf die betroffene Stelle aufgetragen, diese wird automatisch desinfiziert und das Entzündungsrisiko deutlich gehemmt. Auch bei Problemen mit dem Zahnfleisch kann die heilsame Erde sehr gute Dienste leisten. Dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaft ist sie perfekt zur Wiederherstellung des gesunden Zustandes geeignet. Wer mag, kann sich mit dem trendigen Naturprodukt sogar eine Art Zahnpasta zusammenstellen. Dazu einfach

    • 40 Gramm Heilerde
    • 100 Milliliter Wasser
    • 100 Milliliter Salbeitee
    • ein paar Tropfen ätherische Öle

    mischen und wie gewohnt Zähne putzen. Dank der natürlichen Zahnpasta sind nicht nur saubere, sondern richtig schön gepflegte Beißerchen das Resultat.

    Heilerde unterliegt dem Lebensmittelrecht

    Immer wieder sehen sich Hersteller von Heilerde mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Schwermetalle in ihrem Produkt enthalten sein könnten. Doch Experten geben hier Entwarnung, denn es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung nach dem Lebensmittelrecht. Werden Grenzwerte überschritten, kommt die gesunde Erde gar nicht erst in den Verkauf.

    Wer das erste Mal das alternative Heilmittel trinkt, wird dies als ungewöhnlich empfinden. Denn es knirscht zwischen den Zähnen und kann sich irgendwie anfühlen, als ob man Sand konsumieren würde. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass man das Getränk zügig trinkt, denn sonst setzt sich zudem die Erde am Glasboden ab und man nimmt nur Schlamm zu sich.

    Dosierung ist einfach zu merken

    Egal aus welchen Gründen man Heilerde zu sich nimmt, die Dosierung ist einfach. Denn in ein halbes Glas Wasser rührt man einfach ein bis zwei Teelöffel ein. Wer es weniger erdig im Geschmack mag, der kann zum Mischen auch Tee verwenden. Klar ist aber, dass man das Getränk durchaus mehrmals am Tag trinken kann.

    Für alle, die sich eine Beautymaske mit Heilerde gönnen möchten, braucht es eine Mischung mit weniger Flüssigkeitsgehalt. Die breiige Konsistenz wird dann einfach auf die gereinigte Gesichtshaut und das Decollete aufgetragen und eine gewisse Zeit auf der Haut belassen, bis die Erde angetrocknet ist. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen und mit reichlich klarem Wasser nachspülen. Die Haut wirkt strahlend schön und rein, denn überschüssiger Talg und Fett ist restlos entfernt und der Schmutz durch die Heilerde perfekt aus den Porengelöst. Wem die Maske mit dem gesunden Lehm zu lange dauert, der kann auch ein Peeling mit Heilerde machen. Dadurch werden abgestorbene Hautschuppen komplett entfernt und das Hautbild ist klar und ebenmäßig schön.

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    Bild: © Depositphotos.com / elbepictures

  • Ständiges Räuspern kann Anzeichen für eine Krankheit sein

    Ständiges Räuspern kann Anzeichen für eine Krankheit sein

    Viele kennen es aus eigener Erfahrung – man hat ein Kratzen im Hals oder räuspert sich öfters aus Nervosität oder weil man Schleim im Hals hat. Eigentlich ja nichts Ungewöhnliches, und doch sollte man den Auslöser für das häufige Räuspern zu eruieren versuchen. Denn es kann ein Hinweis dafür sein, dass im Hals etwas nicht in Ordnung ist. Wir erklären nachfolgend, was die häufigsten Ursachen sind und was hinter dem sogenannten Postnasal-Drip-Syndrom steckt.

    Beim Räuspern entsteht ein mehr oder weniger kräftiger Luftzug, der Sekret und Fremdkörper aus dem Hals befördert. Diese sind oft für einen unangenehmen Juckreiz zuständig. Wer sich allerdings häufiger räuspert, der erlebt das erleichternde Gefühl dabei eher nur kurz. Denn die dabei entstehende Reizung an Schleimhaut, Kehlkopf und Stimmlippen können einen echten Teufelskreis auslösen. Der HNO-Experte Dr. Michael Deeg warnt davor, sich häufig zu räuspern. Denn um sich zu schützen, produzieren die Schleimhäute noch mehr Sekret, das sehr dickflüssig ist. Dies verstärkt wiederum den Räusper-Drang, womit über kurz oder lang ein wunder Hals riskiert wird. Auch kann es auf Dauer zu Veränderungen der Schleimhaut kommen, die erhebliche Auswirkungen auf die Stimme haben. Diese klingt dann eher belegt und heiser. Geht es nach dem Mediziner, sollte man das Räuspern am besten einfach unterdrücken und dem Auslöser dafür auf den Grund gehen.

    Das Postnasal-Drip-Syndrom äußert sich mit Räuspern

    Eine der häufigsten Ursachen für das häufige Räuspern ist das sogenannte Postnasal-Drip-Syndrom, kurz auch PNDS genannt. Dabei handelt es sich um ein fortwährendes Fremdkörpergefühl im Hals, das vor allem durch zähflüssigen Schleim ausgelöst wird. Oft ist es während und auch noch nach einer schlimmen Erkältung zu beobachten. An und für sich ist PNDS als harmlos einzustufen, es ist für den Betroffenen einfach unangenehm und störend. Statt sich zu räuspern, empfiehlt der Experte, dass ausgiebig Flüssigkeit zugeführt wird. Das verdünnt den Schleim, der damit auch besser abfließen kann.

    Ebenfalls ein Auslöser für das häufige Räuspern kann Sodbrennen bzw. der Säure-Reflux sein. Denn wenn ein Teil des Mageninhaltes die Speiseröhre hinauf steigt, greift die Säure dabei die empfindlichen Schleimhäute an. Die Reizungen werden als Brennen und Kratzen wahrgenommen und führen zu einem quasi Reflex, dass sich der Betroffene räuspert. Auch hier heißt es wieder, viel trinken, damit die Säure verdünnt wird und sich der Hals beruhigt. Klar ist aber auch, dass das Sodbrennen entsprechend behandelt werden muss, was meist durch die Gabe von Säurehemmern geschieht.

    Eine dritte Möglichkeit, die häufiges Räuspern auslöst, ist eine Allergie. Denn wenn der Hals juckt, kratzt und sich einfach belegt anfühlt, versuchen viele, dieses Gefühl dadurch weg zu bekommen. Vor allem Allergiker auf Birkenpollen oder auf Nüsse und Äpfel sind davon betroffen und sollten in Zeiten, in denen der allergische Reiz besteht, vermehrt auf ihren Hals achten.

    Bei Drang zu räuspern viel trinken

    Wer ausreichend trinkt, der lernt meist gut, dem Drang sich zu räuspern, zu widerstehen. Wichtig ist allerdings, dass dabei auf frucht- und kohlensäurehaltige Getränke verzichtet wird. Am besten geeignet ist da stilles Wasser, das der Betroffene in kleinen Schlucken zu sich nehmen sollte. Auch Bonbons können den Hals befeuchten und damit beruhigen. Doch solche mit Pfefferminz sollten es besser nicht sein, denn die ätherischen Öle können die empfindlichen Schleimhäute erheblich reizen. Besser sind da Bonbons mit Kamille oder Salbei zu lutschen.

    Temperatur-Extreme wie kaltes Eis oder heißer Tee können ebenfalls die Schleimhaut reizen, weshalb am besten lauwarme Getränke helfen. Eis hilft zwar, aber nur kurzfristig, denn die Kälte, etwa wenn man Eiswürfel lutscht, wirkt betäubend. Doch damit sich die Schleimhäute quasi wieder aufwärmen, wird die Durchblutung in ihnen verstärkt, womit Reizungen und sogar Schwellungen die Folge sein können. Und damit wäre der Drang sich zu räuspern schnell wieder da, noch dazu wo die Schleimhäute ohnehin schon angegriffen sind.

    Bild: © Depositphotos.com / decathlon1

  • Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Reizmagen – wenn der Bauch nicht zur Ruhe kommt

    Magenschmerzen, die sich vor allem auf den Oberbauch konzentrieren und andauernd sind, Übelkeit und Sodbrennen. Jedes dieser Symptome ist für den Betroffenen schlimm genug, doch wenn sich alle auf einmal zeigen, wird es richtig ungut. Und wer sich dann vom Arzt eine entsprechende Diagnose und Hilfe erwartet, wird oft enttäuscht. Denn so real und präsent die genannten Beschwerden auch sind, es gibt dafür keine organische Ursache. Also helfen nur die richtige Ernährung und Akutlösungen.

    Nicht nur physisch wahrnehmbare Krankheit

    Wer an chronischem Reizmagen, in der medizinischen Fachsprache auch funktionelle Dyspepsie genannt, leidet, der tut dies nicht nur körperlich, sondern meist auch psychisch. Denn gerade in dieser Form steht der Betroffene extrem unter Druck und muss Einschnitte in seinem alltäglichen Leben in Kauf nehmen. Fragen wie „Wo finde ich die nächste Toilette wenn ich in der Stadt bin“ oder „Was soll ich tun wenn mir im Meeting plötzlich übel wird“ belasten hochgradig und setzen unter Druck. Doch wer sich mit dem Krankheitsbild des Reizmagens näher beschäftigt, wird sich auch mit diesen Fragen und noch anderen unangenehmen auseinander setzen müssen. Es gilt als erwiesen, dass Frauen häufiger vom Reizmagen betroffen sind als Männer – und zwar genau doppelt so oft. Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse sind Reizmagen und das Reizmagensyndrom eine der häufigsten Verdauungsstörungen der Bevölkerung, die immerhin bis zu 20 Prozent betroffen ist. Viele leiden neben dem Reizmagen auch noch an einer Gastritis, einer Magenschleimhautentzündung.

    Genaue Ursache des Krankheitsbildes ist unbekannt

    Auch wenn Betroffene früher oder später von ihrem behandelnden Arzt die Diagnose Reizdarm erhalten, so ist dies meist ein langer und steiniger Weg. Das Tückische an der Krankheit ist nämlich, dass es keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen und Auslöser gibt. Der organische Befund der Patienten ist meist komplett unauffällig. Ärzte vermuten daher eher, dass gestörte Bewegungsabläufe, die im Verdauungstrakt stattfinden, die Symptome der Erkrankung auslösen. Wenn dann noch ein überempfindliches Nervensystem in der oberen Magen-Darm-Region dazu kommt, kann die Krankheit ausgelöst werden. Auch eine intensive Schmerzwahrnehmung sowie ein geschwächtes oder gestörtes Immunsystem tun ihr Übriges, um das Reizmagen-Syndrom auszulösen. Es können aber auch psychische Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, denn Stress, Angst und Depressionen belasten erwiesenermaßen den Magen-Darm-Trakt.

    Heilung ist nicht möglich

    Neben der schlechten Nachricht, dass ein langer Weg bis zur richtigen Diagnose bevor steht, kommt noch die Tatsache, dass Reizmagen als nicht heilbar eingeschätzt wird. Nach derzeitigem Stand der Forschung ist dies bis dato nicht möglich, weshalb ein Therapieansatz darauf abzielt, zumindest die Beschwerden zu lindern. Im Akutfall können Medikamente wie Säurehemmer oder Krampflöser verabreicht werden. Da dies keine langfristige Lösung ist, wird Betroffenen empfohlen, ihren Lebensstil entsprechend anzupassen. Autogenes Training oder Yoga und progressive Muskelentspannung, aber auch Ausdauersportarten wie Rad fahren, Joggen und Schwimmen helfen, indem sie den Stresspegel entsprechend absenken.

    Essverhalten ändern

    Natürlich hilft auch eine Änderung der Essgewohnheiten, dass sich die Symptome verbessern. Da es keine spezielle Diät zur Linderung der Beschwerden gibt, sollte der Patient einfach ein Ernährungsprotokoll führen. Dies kann dazu beitragen, kritische Lebensmittel, die die Symptome auslösen, zu finden. Experten raten, mehrere kleine Portionen am Tag zu essen und diese ausreichend zu kauen, denn die Verdauung beginnt bekanntermaßen bereits im Mund. Auch beim Trinken kann ein Betroffener des Reizmagens viel richtig machen. Etwa wenn er vorwiegend stilles Wasser trinkt oder aber zu Kräutertee greift, die explizit den Magen schonen. Alles, was Kohlensäure und Säure enthält, ist hingegen schlecht für den Magen. Auch Alkohol, Kaffee und Nikotin setzen dem empfindlichen Organ zu und können die Symptome des Reizmagens verstärken. Zu heiße Getränke oder Mahlzeiten ebenso wie zu scharf gewürztes setzen der Magenschleimhaut stark zu und verstärkt die Symptome des Reizmagens. Damit ist klar, dass eine ausgewogene, durchschnittlich temperierte Ernährung die Lebensqualität der Erkrankten weitgehend stabilisieren kann.

    Bild: © Depositphotos.com / DenisNata

  • Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Alkohol – die unterschätzte Sucht

    Ein Gläschen in Ehren kann bekanntlich niemand verwehren, aber es bleibt meist nicht bei diesem einen Gläschen. Alkohol hat sich im Laufe der Jahre mehr und mehr zu einer gefährlichen Sucht entwickelt und da es Alkohol überall und in unendlich vielen Varianten zu kaufen gibt, kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Suchtkranken noch weiter steigen wird. Der Schritt vom gelegentlichen Glas auf der Party bei Freunden bis zum regelmäßigen Glas am Abend ist nur klein und jeder kann in die Gefahr geraten, zum Alkoholiker zu werden. Wer regelmäßig trinkt, der weiß wahrscheinlich nicht, was in seinem Körper alles passiert und welchen Schaden der Alkoholgenuss auf Dauer anrichten kann.

    Ein Rausch mit Folgen

    Wie berauschend Alkohol sein kann, das weiß jeder, der schon mal ein Glas zu viel getrunken hat. Während im Körper immer der gleiche Prozess stattfindet, wirkt sich der Alkohol auf die Psyche bei jedem Menschen anders aus. Die einen werden still, die anderen redselig, wieder andere werden euphorisch oder traurig und auch Aggressivität ist keine Seltenheit, wenn es um zu viel Alkohol geht.

    Wer Alkohol in einem vernünftigen Maß genießt, hat weder seelisch noch körperlich viel zu befürchten, aber wer ständig Wein, Bier oder Hochprozentiges zu sich nimmt, der sollte sich über die schädliche Wirkung Gedanken machen.

    Schnelle Wirkung durch Alkohol

    Wie beim Rauchen, so beginnen die negativen Folgen auch beim Alkohol bereits im Mund. Der Alkohol greift zuerst die empfindlichen Schleimhäute in der Mundhöhle und im Rachen an. Dann führt der Weg durch den Kehlkopf und die Speiseröhre bis in den Magen, wo der Alkohol wieder Schäden hinterlässt. Besonders der Schließmuskel am Übergang vom Magen zum Darm leidet unter dem Alkohol, der jetzt wie ein Zellgift wirkt. Der Muskel wird bei regelmäßigem Alkoholgenuss geschwächt und es kann zu Sodbrennen kommen, was auf Dauer die Speiseröhre verätzt. Sodbrennen ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, es erhöht auch die Gefahr, dass Krebs entstehen kann.

    Leiden muss auch die Magenschleimhaut, denn der Alkohol setzt dem Gewebe zu und das kann zu einer schmerzhaften Entzündung der Magenwände, zu Geschwüren und in der Folge auch zu Krebs kommen. Schädlich wirkt sich der Alkohol aber auch auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Auch wenn geringe Mengen einen durchaus positiven Effekt haben, wird zu viel Alkohol getrunken, dann steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Schon 15 bis 20 Gramm Alkohol täglich reichen aus, um das Herz zu schädigen und auch Herz-Rhythmus-Störungen sind bei Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken, keine Seltenheit.

    Zu viel Alkohol und die Leber leidet

    Der gesamte Organismus leidet unter übermäßigem Alkoholgenuss, aber ein Organ muss ganz besonders hart arbeiten und das ist die Leber. Wird zu viel Alkohol getrunken, dann versucht die Leber mit ganzer Kraft, die schädliche Wirkung abzumildern und muss dabei wahre Schwerstarbeit leisten. Die Leber ist dafür zuständig, alle Gifte zu filtern, die dem Körper zugeführt werden. Da sie ständig zu tun hat, um zum Beispiel das Fett zu verarbeiten, kann man sich ausrechnen, dass die Leber sehr schnell überfordert ist. Sie muss sich nur noch mit dem Alkohol beschäftigen und hat keine Kapazitäten mehr, um das Fett zu verarbeiten. In der Folge entsteht dann eine sogenannte Fettleber und das führt dann zu einer Störung des Fettstoffwechsels, was wiederum die Cholesterinwerte in die Höhe treibt. Im schlimmsten Fall führt zu viel Alkohol dazu, dass sich eine Leberzirrhose bildet, und schließlich gibt die Leber ihren Dienst auf und das führt zum Tod. Selbst dann, wenn kein Alkohol mehr getrunken wird, bildet sich an der Leber ein Narbengewebe und sie wird sich nie wieder komplett erholen können.

    Jeder der gerne Alkohol trinkt, sollte sich stets vor Augen führen, welche Folgen Alkohol haben kann.

    Bild: © Depositphotos.com / artem_furman

  • Magenschmerzen – ein Symptom und viele Ursachen

    Magenschmerzen – ein Symptom und viele Ursachen

    Gastralgie lautet der medizinische Fachbegriff für Magenschmerzen und immer dann, wenn ein Patient über Magenschmerzen klagt, dann weiß der Arzt nie so genau, was dem Patienten eigentlich fehlt. Magenschmerzen können ziehend oder stechend sein, sie können krampfartig auftreten, aber sie haben in der Regel eines gemeinsam, sie treten besonders häufig im linksseitigen Bauchbereich auf. Nicht selten hat der Magen als Organ überhaupt nichts mit den Schmerzen zu tun, oft sind es andere Organe im Bauchraum, die für Probleme sorgen. Wenn die Magenschmerzen länger als drei Tage anhalten, dann wird es Zeit einen Arzt aufzusuchen.

    Wenn der Magen nach dem Essen schmerzt

    Wenn zu fett oder zu viel gegessen wird, dann kann das für Magenschmerzen sorgen. Auch wenn zusammen mit den Magenschmerzen Sodbrennen auftritt, dann ist der überlastete Magen selbst betroffen und die Schmerzen verschwinden in der Regel nach wenigen Stunden wieder. Kommt es zu Blähungen in Verbindung mit Magenschmerzen, dann liegt das in den meisten Fällen ebenfalls an der Nahrung, denn Kohl und Zwiebeln sind schwer verdaulich und der Magen hat viel zu tun, um diese Speisen zu verdauen.

    Ernster sollte man Magenschmerzen nehmen, wenn es zu einem ständigen Völlegefühl und zu Brechreiz kommt. Ist das der Fall, dann kann eine Gastritis, also eine entzündete Magenschleimhaut der Verursacher sein. Wird eine Gastritis nicht rechtzeitig behandelt, dann kommt es nicht selten zu Magenblutungen und zu Blut im Stuhlgang. Handelt es sich um eine Magenschleimhautentzündung, dann treten die Magenschmerzen meist nach 20 Minuten bis zwei Stunden nach dem Essen auf. Diese Schmerzen sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sofort einen Arzt aufsuchen.

    Wer häufig starke Magenschmerzen hat, der sollte sich auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse untersuchen lassen. Eine Pankreatitis kann sehr gefährlich werden, denn wenn die Entzündung chronisch wird, dann kann sich daraus Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln, der meist zu spät erkannt wird und daher häufig zum Tode führt. Starker Gewichtsverlust, ständige Magenschmerzen und Appetitlosigkeit können auch ein Zeichen für Magenkrebs sein, und wer diese Symptome hat, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

    Grippe, Psyche oder Allergien

    Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und heftige Magenschmerzen können Anzeichen für eine Magen- und Darmgrippe sein, die ebenfalls medizinisch behandelt werden muss. Gesellen sich zu den Magenschmerzen Müdigkeit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen, dann ist eine Laktoseintoleranz eine mögliche Ursache, aber auch eine allergische Reaktion auf Fruchtzucker kommt bei diesen Symptomen infrage. Ist die Unverträglichkeit sehr ausgeprägt, dann empfiehlt es sich, auf Fruchtzucker oder Milch und Milchprodukte komplett zu verzichten, dann verschwinden die Magenschmerzen schnell von selbst wieder.

    Nicht umsonst heißt es, mir ist etwas auf den Magen geschlagen, denn Magenschmerzen müssen nicht immer körperliche Ursachen haben, auch der Kopf ist schuld daran, wenn der Magen Probleme macht. Stress, Kummer, Nervosität, aber auch Ängste und Sorgen machen dem Magen zu schaffen, und das äußert sich durch Schmerzen, saures Aufstoßen und auch durch Übelkeit. Wer schon einmal unter Prüfungsstress stand, der kennt das Gefühl, wenn es etwas flau im Magen wird, ist der Stress vorbei, dann verschwinden auch die Magenschmerzen wieder.

    Wann sind Magenschmerzen gefährlich?

    Wenn der Schmerz unterhalb des rechten Rippenbogens sehr stark zu spüren ist, dann ist meist die Leber die Ursache. Hepatitis oder Gallensteine sorgen ebenfalls für Magenschmerzen, ohne dass der Magen daran schuld ist. Plötzlich auftretende sehr starke Bauchkrämpfe, ein aufgeblähter Bauch und das Erbrechen von Galle und Kot sind ein Zeichen für einen Darmverschluss. In diesem Fall darf keine Zeit verloren werden, denn ein Darmverschluss kann schnell lebensgefährlich werden.

    Das Gleiche gilt auch für eine Bauchfellentzündung, die ebenfalls mit starken Magenschmerzen beginnt, denn auch eine Entzündung des Bauchfells muss sofort und ohne jede Verzögerung in einem Krankenhaus behandelt werden.