Schlagwort: Speiseröhre

  • Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW – die ersten Kindsbewegungen sind spürbar

    Die 18. SSW ist eine aufregende Woche für Mutter und Kind. Das Baby ist recht munter und die Mutter spürt zum ersten Mal, wie aktiv ihr Kind ist. Vor allem Frauen, die schon ein Kind geboren haben, spüren, wie ausgelassen das Baby in ihrem Bauch turnt und boxt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, nehmen in der 18. Schwangerschaftswoche die Entwicklung des Babys meist nur wie ein leichtes Flattern wahr. Das Baby wächst in der 18. SSW nicht so schnell wie in den vergangenen Wochen, dafür prägen sich seine Fähigkeit zu hören, seine Reflexe und seine Koordination bei der Bewegung immer stärker aus.

    Wie sieht das Baby in der 18. SSW aus?

    Wenn der Arzt in der 18. SSW Bilder des Babys macht, dann wird er es auch vermessen und sein Gewicht ermitteln. Die Gewichtszunahme in der 18. SSW ist gut vorangekommen und das Baby wiegt jetzt zwischen 125 und 190 Gramm. Erstmals in der Schwangerschaft ist das Baby jetzt ebenso groß oder sogar größer als die Gebärmutter und es misst vom Scheitel bis zum Steißbein 13 bis 14 cm. Die 18. SSW ist auch die Woche, in der sich die Konsistenz der Nabelschnur verändert, denn sie wird immer länger, fester und auch dicker. Von der richtigen Beschaffenheit der Nabelschnur hängt alles ab, denn sie ist so etwas wie die Versorgungsleitung von der Mutter zum Kind.

    Das Wachstum des Babys ist in der 18. SSW vor allem auf die Extremitäten ausgerichtet. Langsam aber sicher bekommt das Kind Proportionen und auch die Fettreserven werden in dieser Phase der Schwangerschaft weiter ausgebaut. Die Ohrknöchelchen sind schon angelegt und auch die Geschlechtsorgane sind bereits vollständig entwickelt. Kleine Mädchen haben eine Gebärmutter und auch die Vagina sowie die Eierstöcke befinden sich schon am richtigen Platz.

    Das Baby hat einen Atemreflex und atmet in der 18. SSW rhythmisch ein und aus, es trainiert Fruchtwasser zu trinken und stärkt seine Lungen. Wenn es wach ist, dann turnt es durch Mamas Bauch, spielt mit seinen Füßen und Händen oder versucht nach der Nabelschnur zu greifen. Tag und Nacht kann das Baby in der 18. SSW noch nicht unterscheiden und es schläft auch gerne mal 20 Stunden am Stück. Am Tag wirken die Bewegungen der Mutter wie eine Wiege, die sanft geschaukelt wird, und je mehr sich die Mutter bewegt, umso aktiver wird auch das Kind. Der Arzt kann in der 18. SSW sehen und hören, ob sich das Herz des Kindes gut entwickelt, und auch die Mutter kann über das Stethoskop das Herz ihres Kindes schlagen hören. In der 18. SSW ist ein harter Bauch nichts Ungewöhnliches, denn das Kind ist aktiv und dreht sich munter von einer Seite auf die andere oder macht kleine Purzelbäume.

    Erste Belastungen für die Mutter in der 18. SSW

    In der SSW 18 ist der Bauch der Mutter eine kleine Kugel, aber da die Gebärmutter jetzt die Größe einer Melone hat, kann man sie unterhalb des Bauchnabels ertasten. Viele Frauen fragen sich in der 18. SSW, wie viel KG an Gewicht sie wohl zulegen werden, aber die Antwort darauf lässt sich leider nicht pauschalisieren. Im Schnitt ist es ein Kilo pro Woche, aber das ist natürlich individuell, denn nicht jede Frau wird von Heißhungerattacken heimgesucht. Trotzdem nehmen mit dem Gewicht auch die Beschwerden der Schwangerschaft und die Belastungen der Mutterbänder zu.

    In der 18. SSW verändert die Gebärmutter ihre Position und schiebt sich weiter nach vorne. Das kann bei einigen Frauen zu Gleichgewichtsstörungen führen, denn es wird ab jetzt eine stetig steigende Menge Blut benötigt, das durch die Gefäße gepumpt werden muss. Das führt zu Schwankungen des Blutdrucks und sorgt für Schwindelanfälle. In den meisten Fällen ist der Blutdruck zu niedrig, und wenn es zu einem leichten Schwindel kommen sollte, dann verschwinden die Beschwerden nach einer kleinen Ruhepause sehr schnell wieder. Viele werdende Mütter verspüren in der 18. SSW immer mehr das Bedürfnis nach Ruhe und müssen sich vermehrt von den Strapazen des Alltags erholen.

    Sodbrennen wird in der 18. SSW zum ersten Mal zu einem unangenehmen Problem. Schuld am Sodbrennen sind die Schwangerschaftshormone, die das Gewebe im Körper und damit auch die Muskulatur in der Speiseröhre auflockern. Aber auch dass die Gebärmutter die Organe immer weiter nach oben gegen den Magen drückt, sorgt dafür, dass die Magensäure immer häufiger in die Speiseröhre aufsteigt. Da flaches Liegen die Beschwerden verschlimmert, ist es eine gute Idee, den Kopf und den Rücken etwas höher zu lagern als den Rumpf. Mehrere kleine Mahlzeiten, statt drei großer Mahlzeiten zu essen, kann effektiv dabei helfen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

    Fehlgeburten in der 18. SSW

    Wenn das Baby in der 18. SSW viel schläft und es sich über einen längeren Zeitraum nicht bemerkbar macht, dann sollte die Mutter ihre Hebamme oder ihren Arzt aufsuchen. Wenn in der 18. SSW keine Kindsbewegungen mehr spürbar sind, deutet vieles daraufhin, dass das Kind nicht mehr lebt. Kommt ein Kind als Fehlgeburt in der 18. SSW auf die Welt, dann bedeutet das für die Eltern ein schweres traumatisches Erlebnis, denn sie haben ihr Kind schon auf dem Ultraschallbild gesehen, seinen Herzschlag gehört und seine Bewegungen gespürt.

    Oft ist ein vorzeitiger Blasensprung eine Ursache für eine Fehlgeburt. Nicht selten lebt das Kind noch, aber die Menge an Fruchtwasser reicht nicht mehr aus, um das Kind zu ernähren. Die Mutter muss das Kind dann auf die Welt bringen, im Krankenhaus bekommt sie deshalb Mittel, die die Wehentätigkeit anregen. Ist der Muttermund drei bis vier Zentimeter geöffnet, dann kann das Kind geboren werden. Auf Wunsch der Eltern kann ein Pfarrer das Kind in der Klinik noch taufen und es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in aller Ruhe von dem kleinen Sternenkind zu verabschieden.

    Wurden in früheren Zeiten nach einer Fehlgeburt die Kinder den Eltern weggenommen, so haben die Eltern heute die Möglichkeit, ihr Kind zu beerdigen und so auf eine würdevolle Weise von ihm Abschied zu nehmen. Viele Friedhöfe bieten mittlerweile eigene Bereiche, in denen die zu früh geborenen Sternenkinder zur letzten Ruhe gebettet werden können.

    Bild: © Depositphotos.com / TatyanaGl

  • Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Es ist immer die Dosis, die das Gift macht, aber wenn es um Vergiftungen geht, dann ist es immer wichtig zu wissen, welche Maßnahmen richtig sind. Was Vergiftungen so gefährlich macht, ist zum einen, dass es sehr viele verschiedenen Möglichkeiten einer Vergiftung gibt und zum anderen, dass jedes Gift anders wirkt. Für Laien ist es daher besonders schwer, immer richtig zu reagieren, denn sie können nicht einschätzen, wie gefährlich die Situation ist. Es gibt jedoch einige Grundregeln, wie man mit Vergiftungen umgehen muss und was zu beachten ist, damit es nicht noch schlimmer wird.

    Viele verschiedene Gifte

    Wir sind von Giften der unterschiedlichsten Art umgeben. Wer die falschen Pilze isst, der spielt mit seinem Leben und auch Medikamente können, wenn sie nicht richtig dosiert werden, schnell sehr giftig sein. Haushaltsreiniger können zu Vergiftungen führen, Hygieneartikel ebenso und selbst einige Lebensmittel können giftig sein, wenn sie falsch zubereitet werden. Wenn der Frühling mit seiner Blütenpracht kommt, auch dann wird es giftig, denn Goldregen, Seidelbast oder die herrlichen duftenden Maiglöckchen lösen schwere Vergiftungen aus, wenn die Blüten oder die Samen gegessen werden. Kommt es zu einer Vergiftung, dann ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Nerven zu bewahren.

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Besteht der Verdacht, dass es zu einer Vergiftung gekommen ist, dann muss unverzüglich der Notarzt gerufen werden. Neben dem Notruf 112 gibt es in Deutschland noch die sogenannten Giftnotrufe, die im Internet einzusehen sind. Auch die Leitstelle der Feuerwehr weiß, welches Krankenhaus eine Giftnotrufzentrale hat. Wer dort anruft, der muss folgende Fragen beantworten können:

    • Ist ein Kind oder ein erwachsener Mensch betroffen?
    • Wie alt ist der Betroffene?
    • Wie viel der giftigen Substanz wurde eingenommen?
    • Wann wurde das Gift genommen?
    • Welches Gewicht hat der Betroffene ungefähr?
    • Was genau wurde eingenommen?
    • In welchem Zustand befindet sich der Betroffene?

    Wer dazu aufgefordert wird ins Krankenhaus zu kommen, der sollte das Gift mitnehmen, beispielsweise die Blüten der Pflanze, die Tablettenschachtel oder auch die Flasche mit dem Haushaltsreiniger. Kommt der Notarzt ins Haus, dann muss der Auslöser der Vergiftung bereit liegen, damit der Arzt sofort weiß, welche Therapie er einleiten muss.

    Wie sollte man bei Vergiftungen reagieren?

    Bis der Arzt kommt, können einige Minuten vergehen. Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat, dann muss er in eine stabile Seitenlage gebracht werden und auch die Atmung muss kontrolliert werden. Wenn die Atmung aussetzt, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gemacht werden, solange bis der Notarzt eintrifft. Wer in Erster Hilfe geübt ist, sollte im Wechsel mit der Herzdruckmassage auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung vornehmen.

    Worauf muss geachtet werden?

    Es gibt einige Dinge, die müssen bei der Ersten Hilfe bei Vergiftungen unbedingt beachtet werden. So darf der Betroffene auf keinen Fall zum Erbrechen gebracht werden. Sollten sich ätzende Substanzen im Magen befinden, wie das bei Vergiftungen mit Haushaltsreinigern und auch Hygieneartikeln vielfach der Fall ist, kann es beim Erbrechen zu Verätzungen der Speiseröhre kommen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lunge oder in die Luftröhre gelangt und das kann zu lebensgefährlichen Erstickungen führen. Auch Kohletabletten sollten nie eigenmächtig, sondern nur nach Absprache mit einem Arzt gegeben werden. Vielfach ist bei Vergiftungen eine endoskopische Untersuchung notwendig, wenn der Betroffene aber zuvor ein Kohlepräparat eingenommen hat, dann ist eine solche wichtige Untersuchung nur noch schwer möglich.

    Effektiv vorbeugen

    Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollten giftige Substanzen wie Reiniger oder Kosmetika stets sicher aufbewahrt werden. Medikamente sollten immer weggeschlossen werden und das gilt besonders dann, wenn kleine Kinder im Haus sind. Wer gerne Pilze sammelt, der ist gut beraten, die gesammelten Pilze dem örtlichen Förster zu zeigen, in vielen Orten gibt es auch sachkundig geführte Pilzwanderungen, denen man sich anschließen sollte.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal eine Aspirin genommen. Aspirin ist längst nicht mehr nur ein Mittel gegen Kopfschmerzen, viele nehmen das Mittel unter anderem auch, wenn es um Rücken- oder Gelenkschmerzen geht. Jetzt haben britische Forscher herausgefunden, dass Aspirin auch ein einfaches Mittel gegen Krebs sein kann. Die Forscher aus England sind davon überzeugt, dass Aspirin in Zukunft eine Präventivmaßnahme gegen Krebs darstellt, denn die kleine Tablette hat bislang unbekannte Fähigkeiten.

    Für alle über 50

    Muss man in Zukunft nur eine Aspirin am Tag nehmen und der Krebs ist dann kein Thema mehr? Was wie ein Wunschdenken klingt, ist so weit nicht von der Wirklichkeit entfernt. Die neue Studie aus Großbritannien zeigt, dass Aspirin vor allem bei einer Krebsart sehr effektiv sein kann, nämlich bei Dickdarmkrebs. Eine andere Studie aus den USA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass vor allem Menschen zwischen 50 und 59 Jahren von Aspirin profitieren können, denn in dieser Altersgruppe sank die Zahl der Todesfälle um 33 % und die Zahl der Erkrankungen sank sogar um 40 %. Für diese Studie hatten die Probanden über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig eine Tablette Aspirin am Tag eingenommen.

    Positive Wirkung schon länger bekannt

    Dass Aspirin ein wirksames Vorsorgemittel gegen Krebs sein kann, das belegen auch frühere Studien. Eine Studie des University College London hat nachgewiesen, dass jeder, der zwischen 50 und 65 Jahre alt ist und zehn Jahre lang jeden Tag 75 Milligramm Aspirin zu sich nimmt, das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann.  Dieses Risiko sinkt bei Frauen, die regelmäßig Aspirin nehmen, um sieben Prozent und bei Männern um neun Prozent. Aber nicht nur gegen Krebs ist Aspirin ein effektives Mittel, auch die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle kann durch das Medikament gesenkt werden.

    Was macht Aspirin so wirkungsvoll?

    Es ist die im Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure, die Aspirin so wirkungsvoll macht, denn dieser Wirkstoff hat die gute Eigenschaft, Entzündungen entgegenzuwirken, denn Entzündungen im Körper fördern die Bildung von Krebsgeschwüren. Das gilt nicht nur für den Dickdarm, sondern auch für andere gefährliche Krebsarten wie Magen- und Speiseröhrenkrebs. Leider ist die Vorsorge durch Aspirin nicht für alle Menschen geeignet, denn vor allem viele ältere Menschen leiden unter den Nebenwirkungen von Aspirin. Das Medikament kann unter anderem Magenprobleme verursachen, wie zum Beispiel für Magenblutungen sorgen, und das kann in der Folge Magengeschwüre oder eine chronisch entzündete Magenschleimhaut verursachen. Allerdings sind von diesen Nebenwirkungen in der Regel nur Menschen über 70 Jahre betroffen, die Altersgruppe unter 70 Jahre hat kaum unter Nebenwirkungen zu leiden.

    Aspirin alleine kann das Risiko an Krebs zu erkranken, nicht senken, dazu gehört auch neben einem gesunden Lebensstil auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

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  • Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Was wirkt gegen Sodbrennen?

    Sodbrennen – das unangenehme und teilweise auch überaus schmerzhafte Brennen, das sich vom Magen aus seinen Weg die Speiseröhre hinaus bahnt – ist eine Beschwerde, unter der viele Menschen leiden. Wer gelegentlich Sodbrennen hat, sollte unbedingt versuchen, eine chronische Erkrankung zu vermeiden. Sodbrennen kann nämlich sehr schädlich für den Magen und die Speiseröhre sein. Verschiedene Hausmittel gegen Sodbrennen können dabei helfen, die Beschwerden einzugrenzen oder sogar gänzlich zu beseitigen

    Wie erkenne ich, dass ich Sodbrennen habe?

    Die oben gestellte Frage hat jeder, der von Sodbrennen geplagt wird, mindestens schon einmal gehört. Viele, die nicht betroffen sind, können sich nicht vorstellen, wie sich Sodbrennen anfühlt und sind deswegen verunsichert. Die Antwort „Du merkst es schon, wenn es soweit ist.“ ist für die wenigstens befriedigend.

    Die typischen Symptome von Sodbrennen sind vielseitiger, als manche denken. Sie reichen von einem unangenehmen und teils schmerzhaften Stechen in der Brust über Übelkeit bis hin zu spontanem Erbrechen. All diese Symptome von Sodbrennen sind das Resultat vom Aufsteigen der Magensäure in die Speiseröhre. Normalerweise wird dies verhindert, indem der Übergang von der Speiseröhre in den Magen nach der Nahrungsaufnahme verschlossen wird.

    Die Ursache für Sodbrennen ist ein Ungleichgewicht in der Produktion von Magensäure. Wer davon ausgeht, dass Sodbrennen ausschließlich eine Folge der Überproduktion der Säure ist, der irrt. Paradoxerweise leiden auch Menschen mit einer Unterproduktion der Magensäure an Sodbrennen. Auch Stress und eine ungesunde Ernährung führen häufig dazu, dass es zum Sodbrennen kommt.

    Vorsicht vor chronischem Sodbrennen

    Während gelegentliches Sodbrennen zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, verhält es sich mit einer chronischen Erkrankung ganz anders. In diesem Fall kann die aufsteigende Magensäure dazu führen, dass die Speiseröhre des Betroffenen dauerhaft beschädigt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sodbrennen immer behandelt und nie ignoriert wird. Ist das Sodbrennen erst einmal chronisch, wird es schwierig, die Beschwerden einzudämmen. In einem solchen Fall hilft meist nur noch eine medikamentöse Behandlung.

    Bewährte Hausmittel gegen Sodbrennen

    Während verschiedene Tabletten Pulver und Gele aus der Apotheke schnelle Hilfe versprechen, sind es oft einfache Hausmittel gegen Sodbrennen, die den besten Erfolg versprechen. Diese sind nicht nur günstig und meist schnell zur Hand, sondern schonen auch den Körper. Erfahren Sie hier, welche Hausmittel gegen Sodbrennen am besten wirken und was Sie immer im Haus haben sollten, falls Sie hin und wieder unter Sodbrennen leiden.

    #1 Weißbrot und andere stärkehaltige Lebensmittel

    Weißbrot (oder auch Toastbrot) ist ein Lebensmittel, das sehr viel Stärke enthält. Diese wiederum hilft dabei, überschüssige Magensäure buchstäblich aufzusaugen und somit zu verhindern, dass diese in die Speiseröhre steigt. Das gleiche Prinzip gilt für Lebensmittel wie Kartoffeln, Zwieback oder Bananen. Das Tolle: All diese Nahrungsmittel gehören auf unseren täglichen Speiseplan und sind deswegen in der Regel immer schnell zur Hand, falls das Sodbrennen eintritt.

    #2 Natron

    Natron ist den meisten sicher als Back-Zutat bekannt. Das weiße Pulver ist jedoch auch ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen und wird als solches oft eingenommen, wenn das schmerzhafte Stechen in der Brust einsetzt. Das Geheimnis: Natron ist in der Lage, die Magensäure zu neutralisieren. Zur Behandlung von Sodbrennen müssen Sie lediglich einen Teelöffel Back-Natron zu sich nehmen und mit ausreichend Wasser herunterspülen. Das erfordert am Anfang ein wenig Überwindung, da das Natron eine ähnliche Konsistenz wie Mehl hat. Dass Sie danach häufig aufstoßen oder auch mal herzhaft rülpsen müssen, ist vollkommen normal, da das Natron im Magen Kohlendioxid bildet. Aus diesem Grund sollten Sie nicht allzu oft zum Back-Natron greifen.

    #3 Aufrecht schlafen

    Sodbrennen tritt häufig in der Nacht ein. Das liegt daran, dass die Magensäure besser fließen kann, wenn sich der Körper in einer waagerechten Position befindet. Wenn auch Sie nachts von Sodbrennen geplagt werden, hilft es oft schon, den Oberkörper etwas zu erhöhen. Dann läuft die aufsteigende Säure zurück in den Magen.

    Zu guter Letzt sollen noch ein paar Lebensmittel und Faktoren genannt werden, die Sodbrennen zusätzlich begünstigen. Wenn Sie diese umgehen, haben Sie gute Chancen, die Beschwerden des Sodbrennens weitestgehend einzugrenzen oder gar dauerhaft zu beseitigen.

    Lebensmittel und andere Faktoren, die Sodbrennen begünstigen:

    • Frittierte Lebensmittel
    • Fleisch
    • Milch(produkte)
    • Säurehaltige Früchte
    • Fertigprodukte
    • Scharfe Gewürze
    • Kaffee
    • Alkohol
    • Nikotin
    • Stress
    • Ungesunde Lebensweise
    • Übergewicht

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Wir kennen es vom Liebeskummer oder nach einem düsteren Horrorfilm. Das Herz beginnt zu flattern, Stiche in Herzgegenden stellen sich ein. Der Brustkorb schmerzt ein wenig und wir fühlen uns ängstlich bis unsicher. Schmerzen in der Brust sind häufig harmlos und verschwinden nach Aufregung, Ärger oder Trauer. Doch es gibt auch Schmerzen in der Brust, welche immer wiederkehren, welche uns permanent das Atmen erschweren und mit teils anhaltender Müdigkeit untermauert sind. Bevor wir ins Grübeln geraten, sollten wir unseren Hausarzt kontaktieren und ihm unsere Beschwerden schildern. Nur er weiß Rat und kann durch medizinische Maßnahmen die Brustschmerzen lindern, wenn nicht sogar ganz heilen.

    Schmerzen in der Brust – Psyche oder ernsthaftes Leiden?

    „Er ist an gebrochenem Herz gestorben“ oder „Ihr blieb das Herz fast stehen“ und „Ihm ist das Herz in die Hose gerutscht“. Wer von uns kennt diese Art Herzschmerz, auch Herzleid nicht.

    Hier kommt die psychische Komponente ins Spiel. Unser Unterbewusstsein reagiert auf negative Einflüsse recht empfindlich und bringt seinen Missmut zum Beispiel auch in Form von Schmerzen zum Ausdruck. Doch „leider“ können sich hinter Schmerzen in der Brust auch ernsthafte, gar lebensbedrohliche Krankheiten verbergen. Angeborene Herzfehler, Herzmuskelentzündungen infolge einer übergangenen Viruserkrankung, Zahnvereiterung, chronische Mandelentzündungen, auch rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kranz-Systems sind für Schmerzen im Brustkorb verantwortlich. Zudem ruft auch eine Speiseröhrenentzündung oder eine Magen-Darm-Erkrankung einen solch schmerzhaften Zustand hervor. Um Folgeschäden oder eine Verchronifizierung des Leides zu umgehen, ist es sinnvoll die Ursache des Schmerzes ausfindig zu machen.

    Ein versierter Hausarzt wird auf einen gründlichen Ganzkörper-Checkup bestehen. Dazu gehören neben einer Blutuntersuchung, auch EKG und Röntgenaufnahmen des Brustkorbes. Hat er alle Ergebnisse zusammen, wird er eine eindeutige Diagnose stellen, Therapievorschläge unterbreiten und Prognosen wagen.

    Schmerzen in der Brust – Erste Hilfe – Maßnahmen

    Er kommt aus heiterem Himmel. Ein Schmerz oder ein Stich in der Brustregion. Er jagt uns Angst und Schrecken ein. Was passiert gerade? Ist etwa unser Leben in Gefahr oder ist es „nur“ eine vorübergehende, harmlos lästige Erscheinung ohne gefährlichen Hintergrund?

    Wie auch immer der Fall gelagert ist. Nun sollten wir achtsam sein und um Hilfe bitten.

    Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren, denn jede weitere Aufregung könnte unsere Situation verschlimmern und die Schmerzen erhöhen. Hinlegen oder Hinsetzen, ruhiges Durchatmen vertreibt die in uns aufkommende Panik. Wie entwickelt sich der Schmerz in der Brust? Nimmt er trotz Ruheposition zu, wird uns schwindlig oder übel? All diese Beobachtungen helfen dem kontaktierten Arzt bei seiner späteren Diagnosestellung. Kommt es zur Ohnmacht muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Dieser leistet erste Hilfe, stabilisiert und bereitet auf weitere medizinisch notwendigen Maßnahmen vor.

    Schmerzen in der Brust – Operation, Kur, Therapie

    Herzinfarkt ist ein bekanntes, tückisches Übel. Rechtzeitige medizinische Betreuung, auch eine nicht mehr aufschiebbare Herzoperation können wahrhaftig Leben retten und verlängern.

    Ist eine Operation geplant, ist absolute Schonung angesagt. Jede Art der Überbeanspruchung und Aufregung sollten möglichst vermieden werden. Auch nach dem medizinischen Eingriff ist Ruhe die beste Medizin. Oft werden Herzpatienten mit Schmerzen in der Brust zunächst einmal in Kur geschickt. Leichte Bewegungsübungen, Schwimmen, Spaziergänge helfen wieder gesund zu werden. Um den Gesundungsprozess zu unterstützen, folgt begleitend eine medikamentöse Therapie. Viele Patienten können nach gelungener Operation ein ganz normales, schmerzfreies Leben sogar ohne Medikamente genießen. Anderen bleibt eine angeordnete Dauermedikation nicht erspart. Dies hängt individuell vom Schweregrad der Erkrankung ab.

    Sinn und Zweck einer jeglichen Behandlung von diffusen Schmerzen in der Brust, ist die Befreiung von Angst und Leid. Wer gesundheitsbewusst leben will, sollte sich deshalb regelmäßigen Untersuchungen unterziehen. Diese helfen vorzubeugen, bessere Heilungschancen zu erzielen und schaffen mehr Freiraum für ein nahezu sorgenfreies, gesundes Leben!

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Sodbrennen – unangenehm und nicht immer ungefährlich

    Wenn es unangenehm nach dem Essen aufstößt, die Speiseröhre weh tut und der Hals brennt, dann wissen die meisten, was los ist. Immerhin fast jeder Zweite hierzulande ist vom gelegentlichen Sodbrennen geplagt, womit dieses Krankheitsbild zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in Deutschland zählt. Nicht immer ist es allerdings harmlos, vor allem wenn es nachts und wöchentlich regelmäßig auftritt, ist ein Arztbesuch notwendig.

    Genau genommen ist Sodbrennen keine Krankheit, sondern ein Symptom. Denn es entsteht genau dann, wenn Magensäure oder saurer Magenbrei vom Magen in die Speiseröhre zurück aufsteigt. Der sogenannte Reflux greift dort die Schleimhaut, die sehr empfindlich ist, an und verursacht damit Schmerzen.

    Die Ursachen für Sodbrennen sind unterschiedlich

    Ein Schließmuskel, der sich zwischen Speiseröhre und Magen befindet, sorgt grundsätzlich dafür, dass das Essen zwar von oben nach unten transportiert wird, aber nicht wieder retour fließen kann. Schließt dieses Ventil nicht mehr richtig, gelangt der sehr saure Mageninhalt entlang der empfindlichen Speiseröhre zurück und löst dabei die schmerzhaften Symptome aus. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum der Schließmuskel nicht mehr richtig funktioniert, unter anderem kann altersmäßiger Verschleiß dafür verantwortlich sein.

    Auch Übergewicht und Schwangerschaft können den schmerzhaften Rückfluss auslösen. Zudem kommt, dass die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, denn übermäßiger Konsum von sogenannten Säure-Lockern ist ebenfalls oftmals Auslöser für das quasi undichte Ventil.

    Symptome von Sodbrennen sind schnell erkannt

    Die Symptome und Erscheinungsbilder von Sodbrennen sind einfach zu deuten. Unter anderem zählt dazu

    • Schmerz hinter dem Brustbein
    • Schmerzen im mittleren Oberbauch, direkt nach der Mahlzeit
    • Beim Bücken und Liegen werden die Beschwerden schlimmer
    • Schmerzen und Brennen beim Hinunterschlucken von gekautem Essen
    • Kloßgefühl im Hals
    • Die Stimme wird heiser
    • Husten gesellt sich manchmal ebenso dazu

    Wer auch nur eines dieser Merkmale bei sich erkennt, der kann relativ sicher sein, dass er unter Sodbrennen leidet. Tritt es nur gelegentlich auf, ist es in der Regel harmlos. Kommt es jedoch mehrmals wöchentlich dazu, sollte man einen Arzt konsultieren. Denn die zurück fließende Magensäure kann der Speiseröhre auf Dauer ziemlich zusetzen und etwa eine Entzündung in diesem sensiblen Bereich auslösen. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Refluxösophagitis.

    Bewährte Hausmittel helfen bei Sodbrennen

    Es gibt durchaus effektive Methoden, Sodbrennen entweder komplett vorzubeugen oder aber die Beschwerden beim Auftreten entsprechend zu lindern. Dazu gehört unter anderem

    • Nach dem Essen Kaugummi kauen
    • Warmes Wasser oder Kräutertee  nach der Mahlzeit trinken, das verdünnt die Magensäure
    • Heilerde bindet die entstehende Magensäure
    • Sauerkraut und frischer Kartoffelsalat schützen den Magen
    • Quark und Haferflocken binden die Magensäure

    Es ist aber auch durchaus hilfreich, seine Lebensgewohnheiten entsprechend zu ändern. So etwa tut ein Verdauungsspaziergang nach der Mahlzeit dem menschlichen Organismus besser als ein Mittagsschläfchen. Doch die Devise muss lauten: Bewegung ja, Sport nein, denn gerade auf Anstrengung kann der Körper erst recht mit Sodbrennen reagieren. Klar ist auch, dass bequeme Kleidung den Druck auf den Bauchraum reduziert. Wer nachts unter Reflux leidet, der sollte versuchen, den Oberkörper durch ein zusätzliches Kissen im Bett höher zu lagern um den Rückfluss aus dem Magen zu verhindern. Um Kissenberge zu vermeiden, kann sich der Betroffene auch nach einem Lattenrost umschauen, der am Kopfteil höhenverstellbar ist.

    Ein spezielles Thema ist Sodbrennen bei Kindern. Immerhin zwei bis zehn Prozent sind in Deutschland davon betroffen. Meist sind die Gründe schnell gefunden, denn zu viel Fast Food, Süßigkeiten oder Limos schaden einfach und setzen dem Magen zu. Klagt das Kind oft über Schmerzen hinter dem Brustbein und sogar Schluckbeschwerden bzw. Heiserkeit, sollten die Eltern einen Kinderarzt aufsuchen.

    Meist ist es aber auch in Ordnung, einfach darauf zu achten, dass die Kinder langsam essen und bewusst gut kauen. Ein Glas Wasser oder Kräutertee, der nach der Mahlzeit getrunken wird, trägt ebenso dazu bei, dass die Magensäure nicht aufsteigt, sondern hinunter gespült wird.Blocker

    Bild: © Depositphotos.com / iliyha12