Schlagwort: Spülung

  • Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Jeder hat schon einmal die eine oder andere Situation erlebt, in der der Mund vermeintlich austrocknet und ein pelziges Gefühl am Gaumen bleibt. Der Mediziner spricht in diesem Fall von der sogenannten Mundtrockenheit, auch Xerostomie, genannt. Die Ursachen sind vielfältig, meist aber rasch wieder zu beheben.

    Hauptursache Flüssigkeitsmangel

    Meistens entsteht die Mundtrockenheit, wenn jemand zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit ist auch klar, dass bei Zufuhr von Wasser oder anderen Getränken das Gefühl schnell wieder vergeht und die Trockenheit behoben ist. Wer bei sportlicher Betätigung über das pelzige Gefühl im Mund klagt, der sollte sich selbst genau beobachten. Eventuell atmet er während der Belastung durch den Mund und nicht durch die Nase, womit eine Erklärung gefunden ist. Natürlich kann auch hier Flüssigkeitsmangel als Ursache vorliegen, womit auch in diesem Fall mit Trinken das Problem gelöst ist und die Speicheldrüsen wieder genügend Speichel produzieren.

    Altersbedingte unterschiedliche Ursachen als Auslöser

    Auch bei einer starken Erkältung kann es zu einer Xerostomie kommen. Ursache ist auch hier meist das Verhalten, dass man nicht durch die Nase, sondern den Mund atmet. Viele ältere Menschen klagen ebenfalls über die Trockenheit im Mundbereich, wobei hier nur selten eine Ursache wie ein schlecht sitzender Zahnersatz oder aber mangelnde Mundhygiene vorliegen. Denn es ist einfach die Natur der Sache, dass im Alter weniger Speichel hergestellt wird und es damit zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommt. Meist hilft auch hier, wenn die Trinkmenge entsprechend erhöht und damit das Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen wird.

    Der Gang zum Arzt ist nicht zwingend notwendig

    Die Mundtrockenheit an sich ist kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erst wenn sie gemeinsam mit Sprachschwierigkeiten, Kauproblemen oder Schluckbeschwerden auftritt, ist eine medizinische Diagnose notwendig. Auch das Auftreten mit weiteren Symptomen wie häufigem Harndrang oder starkem Durst und Gliederschmerzen, sind Gründe, sich medizinischen Rat zu holen. Ansonsten kann man der Mundtrockenheit auf unterschiedliche Weise selbst entgegen wirken. Wichtig ist in jedem Fall, die Speichelbildung zu fördern, was am besten durch Lutschen eines sauren Drops oder aber Kauen von Kaugummi geschieht.

    Ausreichend Trinken sorgt für notwendige Befeuchtung

    Wichtig ist natürlich, dass der Mundraum gut befeuchtet ist. Das kann man am besten durch Trinken von Mineralwasser, Wasser oder zuckerfreiem Tee bewerkstelligen. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sind in sparsamer Menge zu konsumieren, da sie aufgrund der Säure die Trockenheit im Mundbereich eher fördern. Wer raucht, sollte den Tabakkonsum besser einstellen, da dadurch die Mundhöhle noch trockener wird. Wer zu Hausmitteln greifen möchte, der sollte Speisen mit scharfen Gewürzen wie Cayennepfeffer essen. Dieses Gewürz hat die Eigenschaft, die Speichelbildung anzuregen. Während der Nacht kann es auch unterstützend wirken, wenn der Betroffene ein feuchtes Tuch auf die Heizung legt. Auch das wirkt einem stärkeren Austrocknen des Mundes entgegen. Wer aufgrund der Einnahme von Medikamenten die Mundtrockenheit entwickelt, kann mit seinem Arzt entsprechende Rücksprache halten und sollte auf ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff umsteigen. Xerostomie infolge einer Grippeerkrankung oder eines grippalen Infektes sollte während des Krankheitsverlaufs einfach mit viel Trinken behandelt werden. Normalerweise verschwindet mit dem Schnupfen, Husten und der Heiserkeit auch das trockene Gefühl im Mund wieder.

    Selbstgemachte Mundspülung hilft

    Ein probates Mittel, um gegen die Mundtrockenheit vorzugehen, ist das regelmäßige Gurgeln mit einer Mundspülung. Die kann ohne weiteres selbst hergestellt werden. Man nimmt dazu einfach eine Tasse mit lauwarmen Wasser und gibt einen halben Teelöffel Bikarbonat und einen halben Teelöffel Salz dazu. Morgens und abends sollte man damit vor dem Zähneputzen gurgeln. Die Spülung neutralisiert nämlich die Säuren im Mundraum und bekämpft gleichzeitig schädliche Keime. Klar ist auch, dass eine konsequente Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt. Denn da es dabei an Speichel weitgehend mangelt, sind die Zähne höherer Gefahr durch Bakterienbefall ausgesetzt. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen sollte auch Zahnseide zur Reinigung der Zwischenräume zur Anwendung kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wisky

  • Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Immer dann, wenn Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause kommen und nicht aufhören können, sich am Kopf zu kratzen, dann steht meist sehr schnell fest: Das Kind hat Kopfläuse mit nach Hause gebracht. Wenn die Eltern erfahren, dass es in Schule oder der Kindertagesstätte Läuse gibt, dann wird es Zeit den Kopf des Kindes sehr genau zu untersuchen, denn es kann sein, dass sich die kleinen Blutsauger auch beim eigenen Kind eingenistet haben. Aber Kopfläuse bei Kindern sind kein Grund für Panik, denn man kann die lästigen Plagegeister schnell, sicher und effektiv wieder loswerden.

    Wo sitzen die Kopfläuse?

    Dass sich Kopfläuse auf der Kopfhaut eingenistet haben, das lässt sich am starken Juckreiz erkennen, denn immer wenn die Laus eine neue Mahlzeit braucht, dann beißt sie ihren Wirt und spritzt dabei eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut. Wenn ein Kind sich kratzt, dann entstehen auf dem Kopf kleine Wunden, die sich entzünden können. Wenn der Verdacht besteht, dann muss so schnell wie eben möglich, etwas unternommen werden. Um festzustellen, ob das Kind Läuse hat, müssen die Eltern die Kopfhaut akribisch untersuchen und dabei besonders auf die Stellen hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken achten, denn dort finden die Läuseweibchen die idealen Bedingungen für die Ablage der Eier.

    Kopfläuse erkennen

    Sich nur die Haare anzusehen, bringt nicht allzu viel, denn bei einer bloßen Sichtkontrolle wird nur jede dritte oder vierte Laus entdeckt. Die Haare sollten angefeuchtet und anschließend mit eine Pflegespülung behandelt werden, damit sich die Haare leichter durchkämmen lassen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Läusekamm, den es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt. Die Haare werden dann Strähne für Strähne gekämmt, und dabei sollte der Läusekamm fest von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch das Haar gezogen werden. Nach jeder Strähne muss der Kamm auf einem weißen Küchentuch abgestreift werden, um zu sehen, ob Läuse, Larven und Eier erfasst wurden.

    Die Läuse haben sechs Beine, sie sind maximal drei Millimeter groß und haben eine gräuliche Farbe. Nur wenn sie unmittelbar vorher Blut getrunken haben, dann schimmern sie leicht rötlich. Die Larven sind ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Läuse und sie sind nicht mobil, das heißt, sie können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen. Es ist sehr wichtig, dass diese Larven schnell entfernt werden, denn sobald die Läuse erwachsen werden, dann legen sie Eier, und zwar mehrmals am Tag.

    Kopfläuse behandeln

    Um Kopfläuse wieder loszuwerden, ist mehr als nur eine Behandlung notwendig, denn die Läuse wie auch die Larven sind leider sehr hartnäckig. Das Läusemittel muss nach der ersten Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal aufgetragen werden, und alle vier Tage müssen die Haare gründlich ausgekämmt werden. Läusemittel sind in der Apotheke frei verkäuflich, aber der Kinderarzt kann das Mittel auch verschreiben und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Erfolg der Behandlung hängt immer davon ab, dass die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wird, denn wenn zum Beispiel die Einwirkzeit verkürzt wird, dann stellt sich der gewünschte Erfolg leider nicht ein.

    Wichtig ist es, dass nach dem Auftragen des Läusemittels ein Frotteehandtuch fest um den Kopf gewickelt wird, denn nur dann können die Läuse auch aufgesaugt werden. Wichtig ist es aber auch, dass tatsächlich der ganze Kopf behandelt wird, denn wenn Teile ausgespart werden, dann nützt die ganze Behandlung nichts. Die Haare dürfen zudem nicht allzu nass sein, denn sonst wird das Läusemittel zu sehr verdünnt. Die zweite Behandlung muss unbedingt erfolgen, denn wenn bei der ersten Behandlung die Läuse und ihre Larven getötet werden, können die Eier dennoch immer vorhanden sein, und aus diesen Eiern schlüpfen immer wieder neue Läuse.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia

  • Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Aphten – störend und schmerzhaft, aber harmlos

    Wenn sich auf der Mundschleimhaut kleine runde oder ovale Flecken und Pickelchen bilden, die bei jeder Mundbewegung schmerzen, dann steht die Diagnose relativ schnell fest, es handelt sich um Aphten. Aphten gehören zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten im Mundbereich, sie sind störend, sie schmerzen, aber sie sind harmlos. Was Aphten so unangenehm macht, das ist die Tatsache, dass sie immer wieder auftreten können. Warum es Aphten gibt, ist bis heute unklar und auch wenn sie nicht gesundheitsschädlich sind, so können sie das Wohlbefinden doch sehr beeinträchtigen.

    Wie sehen Aphten aus?

    In der Regel haben Aphten die Größe einer Linse und sind entweder leicht rötlich oder weiß-gelblich. Rund 20 % der Deutschen ist mindestens einmal in ihrem Leben an Aphten erkrankt, bei einigen treten die kleinen Geschwüre im Mundraum und am Gaumen allerdings immer wieder auf. Frauen leider deutlich öfter unter Aphten als Männer, und wenn es in der Familie schon Fälle gab, dann besteht das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken.

    Welche Ursachen haben Aphten?

    Es gibt viele Ursachen, die Aphten auslösen können, aber in den meisten Fällen bleibt die Ursache unklar. Bei Säuglingen kann es beim Saugen an der Flasche zu kleinen Verletzungen kommen, die sich dann in Aphten verwandeln. Wenn die Aphten immer wiederkehren, dann ist die Ursache meist unbekannt, aber viele Ärzte vermuten, dass es sich hierbei um eine Reaktion des Immunsystems handelt. Eisenmangel oder der Mangel an Folsäure, Vitamin B12 oder Zink werden als Ursachen für Aphten diskutiert und auch eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel könnte der Auslöser sein. Wer auf Tomaten, Nüsse oder auch auf Zitrusfrüchte und Alkohol allergisch reagiert, der läuft Gefahr, auch Aphten zu bekommen.

    Der monatliche Zyklus kann der Auslöser sein, aber auch Stress und schwere psychische Belastungen können dafür sorgen, dass sich Aphten im Mund bilden. Viele klagen auch nach einem Besuch beim Zahnarzt über Aphten, denn es kann während der Behandlung zu kleinen Verletzungen kommen, die dann zu Aphten werden. Ob Viren oder bestimmte Bakterien die Mundkrankheit auslösen, konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Menschen, die mit HIV infiziert sind, leiden häufig unter Aphten, aber hier liegen die Ursachen bei den Medikamenten, die eingenommen werden.

    Welche Therapien gibt es?

    In den meisten Fällen müssen Aphten nicht behandelt werden, denn so lästig und auch schmerzhaft sie auch sind, sie verschwinden in der Regel ganz von alleine wieder. Eine Therapie kommt immer nur dann infrage, wenn die Schmerzen stark sind, und auch bei Kindern ist eine Therapie zu empfehlen, denn sie leiden darunter besonders oft. Um die Schmerzen zu lindern, hilft meist ein lokales Betäubungsmittel, das mittels einer Lösung aufgetragen wird. Ratsam ist auch der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte und Obstsäfte sowie auf scharfe Gewürze und alkoholische Getränke, damit die Schleimhaut nicht unnötig gereizt wird.

    Mundspülungen mit Kamille helfen dabei, die Schmerzen zu lindern und die Aphten schneller abheilen zu lassen. Der Zahnarzt kann ebenfalls dabei helfen, dass die lästigen Geschwüre im Mund wieder verschwinden, denn eine Bestrahlung mit einem speziellen Rotlicht sorgt dafür, dass die Aphten schnell wieder weg sind.

    Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

    Leider kann Aphten nur sehr begrenzt vorgebeugt werden, da die Ursachen noch nicht restlos geklärt sind. Wer schon einmal Aphten hatte, der sollte Stress abbauen, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden, besonders auf seine Mundhygiene achten und von Zeit zu Zeit eine medizinische Mundspülung verwenden. Empfehlenswert sind Mundspülungen mit den Wirkstoffen Betamethason, Chlorhexidin und auch Hexetidin. Um die Schmerzen zu lindern, ist eine Lösung die Lidocain enthält, die beste Wahl, denn das Lidocain betäubt den Schmerz für mehrere Stunden.

    Wenn die Aphten in einem relativ kurzen Zeitraum immer wieder kommen oder wenn sie besonders groß sind, dann sollte der Arzt eine Blutuntersuchung machen.

    Bild: © Depositphotos.com / panxunbin

  • Zahnersatz – für die Gesundheit unverzichtbar

    Zahnersatz – für die Gesundheit unverzichtbar

    Die Möglichkeiten beim Zahnersatz sind heute so vielfältig, dass sich für jeden Mund die passende Lösung findet. Einzelne Zähne können zum Schutz mit einer Krone versehen und kleinere Lücken mit Brücken geschlossen werden. Auch wer gar keine eigenen Zähne mehr hat, kann Dank modernem Zahnersatz wieder kraftvoll zubeißen.

    Beim Zahnersatz sollte man immer mit bedenken, dass er nicht nur zur Wiederherstellung einer angenehmen Ästhetik dient, sondern auch funktionell sein muss. Gibt es beim Zahnersatz Einschränkungen der Funktionalität leidet vom Magen bis zum Dickdarm der gesamte Verdauungsprozess und in der Folge auch der Stoffwechsel darunter. Früher galt der Zahnersatz als Luxus der Reichen und Schönen. Heute kann sich Dank modernen preiswerter Werkstoffe und günstiger Versicherungen den Zahnersatz wirklich jeder leisten.

    Welche Arten von Zahnersatz gibt es heute?

    Als Zahnersatz werden heute grundsätzlich alle Hilfsmittel bezeichnet, die dazu dienen, die durch den teilweisen oder gänzlichen Verlust von Zähnen entstandenen Lücken optisch und funktionell zu schließen. Der dazu gehörige medizinische Fachbereich wird üblicherweise als Prothetik bezeichnet, wobei es eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem klassischen Zahnarzt, dem Kieferchirurgen, dem Kieferorthopäden und der Zahntechnik geben muss.

    Der Zahnersatz wird grundsätzlich erst einmal in fest sitzende und herausnehmbare sowie kombinierte Technik unterschieden. Beim fest sitzenden Zahnersatz wird eine weitere Unterscheidung nach der Art des Aufbaus und der Art der Verbindung mit den noch vorhandenen natürlichen Zähnen vorgenommen. Daraus leiten sich Bezeichnungen wie Klebebrücke, Teilkrone, Stiftzahn oder Veneer ab.

    Beim herausnehmbaren Zahnersatz erfolgt die erste Unterscheidung in die Teilprothese und die Vollprothese. Bei beiden Varianten wird eine weitere Differenzierung nach der Ausführung bzw. dem verwendeten Material für das tragende Gerüst und die Verblendung der künstlichen Zähne vorgenommen. Bei den Teilprothesen kommt der Umfang der zu ersetzenden Zähne als weiteres Merkmal der Unterscheidung hinzu.

    Die Geschichte für den Zahnersatz lässt sich bis zu den Etruskern und Phöniziern zurück verfolgen. Das heißt, dass der Zahnersatz der Menschheit schon vor mehr als zwei Jahrtausenden ein wichtiges Anliegen war. Damals verwendete man Elfenbein und setzte als Befestigung Drähte ein. Das 18. Jahrhundert brachte durch die Verwendung von Porzellan für den Zahnersatz eine kleine Revolution. Dafür zeichnete der im amerikanischen New York praktizierende Zahnarzt John Greenwood verantwortlich. Keramik kommt auch beim Zahnersatz des 21. Jahrhunderts noch zur Anwendung.

    Zahnersatz aus Kunststoff ist um Einiges preiswerter als Zahnersatz aus Keramik. Als erster Kunststoff wurde im 19. Jahrhundert Kautschuk verwendet. Damit war der Zahnersatz kein Luxus der Besserverdienenden mehr, sondern war de facto auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten im Rahmen einer erschwinglichen Pflege der eigenen Gesundheit und Ästhetik. Heute wird auf den kombinierten Einsatz von metallenen Trageelementen und Verblendungen aus Kunststoff gesetzt.

    Was versteht man unter einer Zahn OP und was ist dabei zu beachten?

    Bei einer Zahn OP können verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Reparieren und Entfernen erkrankter Zähne. Auch die Wurzelbehandlung ist de facto zur Zahn OP zu rechnen. Sie wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und dient der Konservierung. Dabei wird entzündlich verändertes Gewebe entfernt und durch künstliche Werkstoffe ersetzt. Dadurch kann die Lebensdauer der betroffenen Zähne sehr deutlich verlängert werden.

    Eine Zahn OP kann auch dann notwendig werden, wenn Zähne so genannte Ankerwurzeln mitbringen oder die Zahnsubstanz bereits so geschädigt ist, dass er mit den „normal üblichen“ Hilfsmitteln wie der Zange nicht entfernt werden kann. Der Kieferchirurg löst dabei das Gewebe um den Zahn herum und hebelt den Zahnrest aus. Wird die bei einer solchen Zahn OP entstehende Wunde zu groß, muss sie unter Umständen auch genäht werden. Das ist auch dann notwendig, wenn zum Beispiel quer im Kiefer liegende Zähne entfernt werden müssen. Manche Zahn- oder Kieferoperationen müssen im Rahmen eines Notfalls erfolgen, beispielsweise, wenn der Kiefer vereitert ist.

    Zahn OP – als Notfall oder präventiv

    So manche Zahn OP muss auch notfallmäßig durchgeführt werden. Nötig wird das dann, wenn sich im Kiefer Zahntaschen oder Hohlräume gebildet haben, die sich mit Eiter gefüllt haben. Dann muss eine Entlastung stattfinden und eine Öffnung geschaffen werden, durch die der Eiter abfließen kann. In diesem Fall wird häufig auch mit Drainagen gearbeitet, die mehrere Tage hintereinander gewechselt werden müssen. Dabei werden dann meist auch Spülungen mit antiseptischen Lösungen durchgeführt.

    Eine weitere Gruppe bei der Zahn OP kann präventiv oder zum Wiederaufbau notwendig werden. In die Palette der präventiven Operationen gehören Maßnahmen der Kieferorthopädie, bei denen Platz für nachwachsende Zähne geschaffen werden muss. Beim Wiederaufbau geht es bei der Zahn OP darum, Trägersysteme für Zahnersatz zu implantieren.

    Wenn der Zahnarzt eine Brücke einsetzen will

    Die Brücke kann sowohl zur Sparte fest sitzender Zahnersatz als auch zur Gruppe herausnehmbarer Zahnersatz gehören. Hier wird an den noch vorhandenen natürlichen Zähnen ein Befestigungssystem etabliert, an dem der Zahnersatz dauerhaft lösbar montiert werden kann. In einem ersten Schritt wird der Zahnarzt beim Vorhaben Brücke prüfen, ob die zur Aufnahme gedachten Zähne noch die notwendige Tragfähigkeit aufweisen. Dabei erfolgt einerseits eine Sichtuntersuchung und andererseits wird über eine Röntgenaufnahme der Zustand des Kiefers und der Zahnwurzeln geprüft.

    Gibt es dabei keine Einschränkungen, macht der Zahnarzt einen ersten Abdruck. Er dient später dazu, den Zahnersatz Brücke an die vorhandenen natürlichen Gegebenheiten anzupassen. Außerdem wird er zum Gießen der Interimsbrücke benötigt. Danach werden die als tragende Elemente vorgesehenen Zähne angeschliffen und erneut ein Abdruck gemacht. Diesen benötigt die Zahntechnik, um die endgültige Brücke herstellen zu können. Mit Hilfe des ersten Abdrucks und eines schnell härtenden Kunststoffs gießt der Zahnarzt gleich vor Ort die Behelfsbrücke. Sie wird mit einem lösbaren Kleber aufgesetzt. Die endgültige Brücke wird nach einer gründlichen Passformprüfung mit einer Art Zement dauerhaft mit den tragenden Zähnen verbunden. In diesem Fall wird von einer Klebebrücke gesprochen.

    Bei der herausnehmbaren Brücke spricht der Zahnarzt von einer teleskopierenden Brücke. Hier ist der Nachteil, dass nicht jedes Material dafür verwendet werden kann. Außerdem ist der Anteil der abzuschleifenden Substanz an den tragenden Zähnen größer als bei der fest sitzenden Brücke. Andererseits bringt die teleskopierende Brücke den Vorteil mit, dass sie auch in eine spätere andere Form der Teilprothese oder Vollprothese mit integriert werden kann.

    Zahnersatz Brücke versus andere Bauformen Zahnersatz

    Die meisten Menschen stört am herausnehmbaren Zahnersatz, dass dieser mit einem innen liegenden Bügel oder einer kompletten Gaumenplatte ausgestattet sein muss. Das wird als Fremdkörper unmittelbar empfunden und kann bis hin zum Auslösen eines Würgereflexes führen. Auch beim Sprechen fühlen sich einige Menschen von dieser Art Zahnersatz eingeschränkt.

    Eine Brücke dagegen wird direkt auf noch vorhandene Zähne aufgesetzt und gibt „nur“ deren Form sowie das Volumen der zu ersetzenden Zähne wieder. Auf Grund der fehlenden Zahnzwischenräume erfordern vor allem größere Brücken an der Front des Oberkiefers ein wenig Übung bei Bilden von Zisch- und S-Lauten. Auch bieten die fest sitzenden Brücken den Vorteil, dass man feste und klebrige Lebensmittel essen kann, ohne dass Krümel unter Gaumenplatten und Bügel rutschen kann. Dadurch reduziert sich auch die Gefahr der Bildung von Druckstellen und Entzündungen.

    Bei der Kombination vom Zahnersatz Brücke und losem Zahnersatz können in die Brücke zusätzliche Befestigungssysteme eingearbeitet werden. Federbügel können beispielsweise in nutartige Vertiefungen einrasten und so dem losen Zahnersatz mehr Festigkeit verleihen. Noch mehr Festigkeit bilden die so genannten Geschiebe, bei denen mit einstellbaren Hülsen und Stiften gearbeitet wird. Um eine Schädigung des tragenden Zahns zu vermeiden, werden hier als zugegebenermaßen teure, aber sehr nützliche Hilfsmittel Veneers, Kronen und Brücken zum Einsatz gebracht.

    Wer die Qualität beim Zahnersatz nicht von den Kosten und seinen finanziellen Möglichkeiten abhängig machen möchte, der kann heute mit einer guten Zahnzusatzversicherung vorsorgen. Sie schließt die Lücke, die zwischen den anfallenden Kosten bei Zahnarzt und Zahntechniker und den Zuzahlungen nach den Leistungskatalogen der Krankenkassen verbleibt.

    Bild: © Depositphotos.com / CandyBoxImages

  • Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair

    Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair

    Die Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur riecht wunderbar frisch und fruchtig und verleiht dem Haar direkt nach der Anwendung einen tollen Glanz. Leider überzeugen die Inhaltsstoffe nicht, da das Produkt insbesondere Silikone enthält, die Haar und auch die Umwelt schädigen.

    Produktbeschreibung

    Die Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur enthält Shea-, Avodaco- und Olivenöl sowie weitere unterschiedliche Öle, die pflegend auf das Haar einwirken und die Haarstruktur repariert. Auch kaputte Spitzen kann die Haarkur wieder heilen. Sprödes Haar wird wieder geschmeidig und seidig. Die Haarkur muss in das feuchte Haar einmassiert und nach drei Minuten Einwirkzeit wieder ausgespült werden.

    Frisch anmutende Verpackung

    Die Dose, die die Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur enthält, hat eine frische, gelbe Farbe. Aufgedruckt ist das weiße Frucits-Logo sowie eine Beschreibung des Inhalts in apfelgrüner Schrift. Die Verpackung sieht sehr schön aus, soll eindeutig junge Menschen ansprechen und macht einen frischen Gesamteindruck. Außerdem ist das Material sehr stabil und der Verschluss schließt sehr gut, sodass man die Dose auch gut auf Reisen mitnehmen kann.

    Fantastischer Geruch

    Die Haarkur von Fructis riecht sehr fruchtig, etwas süßlich, dabei aber auch nach Zitrusdüften. Der Duft der Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur bleibt extrem lange im Haar, sodass man den Geruch eigentlich den ganzen Tag noch genießen kann. Viele Frauen – mich eingeschlossen – lieben es, dass ihr Haar gut und wahrnehmbar duftet, daher bin ich diesbezüglich von dem Produkt begeistert. Was dieser Haarkur im Vergleich zu anderen – Gott sei Dank! – fehlt, ist der typisch chemische Geruch, den viele Pflegeprodukte haben. Ein weiterer Pluspunkt.

    Anwendung

    Die Haarkur hat eine angenehm seidige Konsistenz, die sich sehr gut auch in „struppigem“ Haar verteilen lässt. Die Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur ist sehr ergiebig und dickflüssig, sodass sparsames Anwenden möglich ist und man sehr lange mit einer Dose auskommt. Die einweichende Wirkung spürt man gleich beim Einmassieren, da das Haar sich gleich ganz leicht mit den Fingern durchkämmen lässt. Das Auswaschen ist leider etwas mühsam, wenn man viele und sehr dichte Haare hat. Um die letzten Reste der Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur aus dem Haar zu bekommen, muss man sich schon einmal fünf Minuten mit dem Wasserstrahl durch sämtliche Haarsträhnen kämpfen.

    Das Haar lässt sich nach der Anwendung sehr leicht durchkämmen und macht insgesamt einen sehr gepflegten und gesunden Eindruck.

    Langzeit-Wirkung fragwürdig

    Bei der Langzeit-Wirkung der Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur findet sich der größte Minuspunkt: die Inhaltsstoffe. Frucis will den Eindruck erwecken, dass das Haarkur-Produkt „Natur pur“ ist, daher auch die Beschreibung, dass es hochwertige Öle enthält. Beschäftigt man sich aber etwas mit den Inhaltsstoffen, merkt man schnell, dass in dem Produkt viele schädliche Stoffe enthalten sind, wie Chloride, Alcohol und insbesondere Silikone (Amodimethicone). Silikone haben bekanntlich die Eigenschaft, das Haar kurzfristig schön und weich zu machen, es langfristig aber extrem zu schädigen. Silikone verdecken die Schäden an der Haaroberfläche nur, indem sie sie „verschließen“, das hat aber mit einer Reparatur nichts zu tun. Abgesehen davon ist Silikon schwer abbaubar und schädigt demnach nicht nur das Haar, sondern auch die Umwelt. Wendet man die Garnier Fructis Oil Repair Tiefen-Aufbau Repair-Creme-Kur einige Wochen an, merkt man schnell, dass das Haar völlig austrocknet – von pflegender Wirkung keine Spur!

    Aufgrund der mangelhaften Langzeit-Wirkung bekommt die Haarkur einen großen Minuspunkt. Zu empfehlen ist sie allerdings bei sehr vereinzelter Anwendung, wenn man keine große Zeit hat, das Haar nach der Haarwäsche langwierig zu stylen.

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  • Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Unter chronischer Nebenhöhlenentzündung, im Fachjargon chronische Sinusitis genannt, fallen je nach genauem Entzündungsort die Stirnhöhlen- oder Kiefernhöhlenentzündung. Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, die oft einige Monate anhalten kann, treten meist Symptome wie Fieber und Druckgefühl, sowie Kopf-, Gesichts- und Zahnschmerzen auf.

    In allen Fällen – ob Stirn- oder Kieferhöhlen – handelt es sich stets um Hohlräume im Knochen des Gesichtes, die den an sich kompakten Schädelknochen leichter machen. Sie liegen über der Nase oberhalb der Augenbrauen, zwischen Nase und innerem Augenwinkel (Siebbeinhöhlen) und zu beiden Seiten der Nase. Alle sind mit Schleimhäuten ausgekleidet, deren Absonderungen und Sekrete im Normalfall dafür sorgen, dass sich die Nebenhöhlen in einem gesunden Zustand befinden. Wird der Sekret-Abfluss jedoch – etwa bei einem Schnupfen – gestört, weil etwa die Nasenschleimhäute angeschwollen sind, so können sich in dem sonst gut ‚belüfteten‘ System Bakterien ansiedeln, die die empfindlichen Flimmerzellen der Schleimhäute angreifen. Es kommt zu schmerzhaften Entzündungen.

    Ursachen und Symptome der Sinusitis

    Die Ursachen dafür können unterschiedlichster Art sein, meist gehen der chronischen mehrere akute, nicht ausreichend ausgeheilte Nebenhöhlenentzündung voraus. Die Auslöser sind zumeist andere Atemwegsinfekte wie Allergien (Heuschnupfen) oder eine Erkältung mit verstopfter Nase. Auch körperliche, bis zur chronischen Sinusitis meist unentdeckte Dysfunktionen können Nebenhöhlenentzündungen begünstigen. Dazu zählen etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand oder die so genannten Rachenmandeln (Polypen). Auch von Natur aus verengte Ausgänge der Nebenhöhlen können das empfindliche Gleichgewicht der dortigen Schleimhäute beeinträchtigen. Es soll auch vorkommen, dass entzündete Zahnwurzeln Auslöser der Sinusitis sind.

    Eine chronische Sinusitis ist gegeben, wenn die Symptome bei Erwachsenen länger als acht, bei Kindern über zwölf Wochen beobachtet werden können. Dazu zählen im akuten Krankheitsverlauf zunächst eine verstopfte Nase und daraus resultierende Atemprobleme. Es kommt zu vermehrten Ausfluss von Nasensekret, anfangs meist wässrig, mit fortschreitender Entzündung immer dickflüssiger. Im hochinfektiösen Zustand ist das Sekret gelbgrün. Der Geruchssinn leidet, auch der Geschmackssinn ist oft eingeschränkt. Zudem kann Fieber auftreten, das das Krankheitsgefühl und die Abgeschlagenheit noch verstärkt.

    Hinzu kommt, dass je nach Lokalisierung der Nebenhöhlenentzündung ein schmerzhaftes Druckgefühl über den Augen oder an den Wangenknochen auftritt. Es verstärkt sich bei Bewegung, besonders, wenn der Kopf vorgebeugt wird. Im Akutfall spielt sich dies innerhalb von etwa drei Tagen ab. Hat die Sinusitis jedoch chronische Züge angenommen, heilen die Schwellungen nicht richtig ab. Die Betroffenen haben ständig mit zähem Schnupfen zu tun, neigen zu verstopfter Nase.

    Der Druck im Gesicht ist latent gegenwärtig. So setzt sich der Kreislauf der Nebenhöhlenentzündung fort, da der Schleim ein dauerhafter Nährboden für neue Bakterienangriffe (meist Pneumokokken oder Streptokokken) ist. Das kann im schlimmsten Fall sogar zu weiteren Komplikationen führen, z. B. Augenentzündungen.

    Diagnostik und Therapie

    Eine Untersuchung des Nasengangs bietet meist erste Erkenntnisse, auch können Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen den Umfang der Sinusitis gut darstellen – und Veränderungen im Laufe der Therapie aufzeigen.

    Während bei schweren akuten Fällen die Einnahme von Antibiotika oft unumgänglich ist, um die bakterielle Entzündung einzudämmen, sind bei einer chronifizierten Nebenhöhlenentzündung meist andere Ansätze sinnvoll. Hier wie dort sind abschwellende Nasentropfen nützlich, doch nur begrenzt einsetzbar. Zur Langzeittherapie empfehlen sich Meersalzsprays und Inhalationen mit Salzwasser.

    Auch regelmäßige Nasenduschen mit Kochsalzlösungen sind praktikabel. Kräutertees können chronischen Sinusitis-Patienten ebenfalls Linderung verschaffen, zumal, wenn deren warme Dämpfe eingeatmet werden. Ganz wichtig – die richtige Nasenputztechnik: Immer nur einseitig Schnauben.

    Man selbst kann neben der Einnahme von Medikamenten und den anderen beschriebenen Maßnahmen allerdings auch einiges tun, um die chronische Sinusitis zu behandeln oder ihr sogar vorzubeugen:

    • Viel Wasser und ungesüßten Kräutertee trinken. Dies hilft dabei, den Schleim abzulösen, der bei der Entzündung der Schleimhäute entsteht.
    • Auch Inhalieren mit ätherischen Ölen in ruhigen und langsamen Atemzügen wirkt beruhigend und befreiend auf die Nasennebenhöhlen.
    • Ein weiteres viel eingesetztes Hilfsmittel ist die Nasenspülung, bzw. Nasendusche. Diese kann man täglich und auch vorbeugend anwenden, damit die Entzündung gar nicht erst entstehen kann.
    • Zur Vorbeugung gilt es, dem Körper regelmäßig frische Luft zu gönnen und ihn mit Sport fit zu halten.

    Lediglich in Ausnahmefällen ist übrigens eine Operation die Lösung; etwa, wenn eine krumme Nasenscheidewand die Nebenhöhlenausgänge dauerhaft behindert. Dauert die chronische Nasennebenhöhlenentzündung bereits viele Monate an, ist eine Operation der Nasennebenhöhlen in einigen Fällen unumgänglich. Hierbei wird die Nasenscheidewand begradigt und der Schleim kann besser abfließen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia