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  • Was ist eigentlich Krebs?

    Was ist eigentlich Krebs?

    Allgemeine Informationen über Krebs

    Die Diagnose Krebs lässt viele Menschen, wenn sie bei ihnen diagnostiziert wurde, in ein tiefes Loch fallen, denn noch immer gehört diese Erkrankung zu denjenigen, bei denen die Forschung immer wieder nach neuen Methoden zur Heilung sucht, aber auch enorme Fortschritte erzielt. In Deutschland ist die Erkrankung Krebs die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Gesundheit. Für die Entstehung von Krebs spielen vielerlei Faktoren eine große Rolle, dazu gehört beispielsweise eine Veranlagung, wenn in der Familie bereits Krebsfälle bekannt sind.

    Welche Arten von Krebs gibt es?

    Es gibt vielerlei verschiedene Arten von Krebs, bei Frauen ist das Mammakarzinom die häufigste Erkrankung. Wichtig für gute Heilungschancen ist die frühzeitige Erkennung, was dergleichen für alle Arten gilt. Daher ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung sehr wichtig. Tückisch wird es bei Lungenkrebs, welcher als typische Raucherkrankheit bezeichnet wird, da dies das Hauptrisiko ausmacht. Hier kommt oftmals jede Hilfe zu spät, denn die Heilungschancen sind sehr gering, wenn er zu spät erkannt wird. Eine mittlerweile sehr häufig verbreitete Erkrankung ist Hautkrebs. Dieser tritt in den letzten Jahren gehäuft auf, da die Menschen sich gerade im Sommer meist zu wenig geschützt für längere Zeiten in die Sonne begeben. Da diese mittlerweile sehr aggressiv geworden ist, sind die angebotenen Lichtschutzfaktoren enorm angestiegen, aber die Menschen sind nach wie vor der Meinung, dann nicht genügend Bräune zu erhalten. Es wird lieber ein Sonnenbrand in Kauf genommen frei nach dem Motto: was rot ist, wird auch irgendwann braun. Dies ist aber bei weitem nicht so, denn so steigt das Hautkrebsrisiko um ein vielfaches an und die Ärzte warnen jedes Jahr wieder davor, sich nicht genügend eingecremt der Sonne auszusetzen. Gerade bei Kindern werden hier unwiderrufliche Fehler gemacht, diese sollten zusätzlich noch spezielle leichte Bekleidung tragen, die UV-Strahlen abhält. Wird der Hautkrebs rechtzeitig genug erkannt, sind die Heilungschancen hierbei sehr gut.

    Gesunde Lebensweise gegen Krebs

    Allgemein ist eine gesunde Lebensweise sowie ein gutes Immunsystem eine Grundvoraussetzung, um nicht an Krebs zu erkranken. Weiterhin gilt es aber auch, dass eine Therapie durch eine ausgewogene sowie ballaststoffreiche Ernährung positiv beeinflusst wird. Vitamine sind besonders wichtig, hierbei spielen die Vitamine A, C, E, Zink, Folsäure, Selen sowie Carotinoide eine große Rolle. Diese werden durch den Verzehr von Obst und Gemüse in einer ausreichend Menge aufgenommen.

    Aber in den letzten Jahren haben die Heilungschancen insgesamt zugenommen. Die Medizin spricht von den drei Säulen der Krebstherapie, die aus Chirurgie, Strahlentherapie sowie Chemotherapie besteht. Dies sind die Grundvoraussetzungen für sehr gute Heilungschancen, wenn alle drei in einem förderlichen Zusammenspiel wirken. Für jeden Patienten kann somit ein individuelles Behandlungskonzept zusammengestellt werden nach dem Motto: soviel wie nötig, aber sowenig wie möglich. Somit ist die Krebstherapie insgesamt für den Patienten wesentlich verträglicher geworden, dann hier wurde erkannt, dass der Mensch ein Individuum ist und seine ganz eigene Therapie benötigt, damit nicht zuviel gesundes Gewebe sowie das Immunsystem geschädigt wird. Um den Krebstumor diagnostizieren und sehen zu können, ist es der Medizin nun möglich, ihn mittels 3D-Bilder genauso deutlich erkennen zu können, wie bei einer OP. Weiterhin steht den Ärzten jetzt die Lupenfunktion zur Verfügung, womit kleinste Gewebeteilchen genauestens untersucht werden können.

  • Myome – Was ist das genau?

    Myome – Was ist das genau?

    Was sind Myome?

    Myome in der weiblichen Gebärmutter kommen bei fast jeder zweiten Frau vor. Es handelt sich hierbei um eine gutartige Tumorerkrankung beziehungsweise Gebärmuttergeschwulst, die, je nach Größe der Myome, bis hin zu Schwierigkeiten in der Schwangerschaft oder gar Unfruchtbarkeit führen kann. Allgemein heißt es in der Gesundheit, dass sie nicht behandelt werden müssen, solange sie keine Schwierigkeiten machen. Diese können dauerhafte und extrem starke Regelblutungen sein mit einhergehenden Schmerzen. Dann sollte unbedingt der Frauenarzt aufgesucht werden für eine genaue Abklärung, wie die weitere Vorgehensweise ist. Die Behandlungsmethoden von Myomen ist mittlerweile vielseitig und individuell auf die Frau abgestimmt.

     Operation bei Myome

    Während früher nur eine Totaloperation in Frage kam, die heute aber längst nicht mehr alle Frauen bevorzugen, sind die Behandlungsmethoden heute vielseitiger geworden. Darunter sind einige neuere Methoden, die zwar nicht für jede Frau durchführbar sind, aber dennoch eine gute Chance bieten. Zum einen gibt es die gebärmuttererhaltenden Behandlungsmethoden. Eine Methode davon ist die Myombehandlung mit fokussiertem Ultraschall, welche im MRT-Gerät durchgeführt wird. Diese ist schmerzfrei, da die Myome mittels Ultraschallstrahlen weggeschmolzen werden. Lediglich eine Rötung im Bauchbereich durch die Wärme kann vorkommen. Bei dieser neuen Methode wird im Vorwege abgeklärt, ob die Frau sich für diese Behandlung eignet. Wichtig dafür ist die Lage des Myoms, denn es dürfen keine anderen Organe wie zum Beispiel der Darm in unmittelbarer Nähe liegen, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Die Untersuchung erfolgt ebenfalls mittels einer Magnetresonanztomographie, mit der die genaue Lage des Myoms ermittelt wird. Der Vorteil der Myombehandlung mit fokussiertem Ultraschall ist die Tatsache, dass die Frau innerhalb weniger Tage wieder komplett einsatzbereit ist und ganz normal ihrem Alltag nachgehen kann.

     Myomentfernung geht auch ohne Operation

    Eine andere Methode der Myomentfernung ohne Operation, ist die Methode der Myomembolisation. Hierbei handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der zumeist ambulant durchgeführt wird. Das Ziel dieser Methode ist die Tatsache, dass die Blutversorgung der Myome unterbunden wird, so dass sie schrumpfen und somit keine Beschwerden verursachen können. Unter lokaler Betäubung wird ein Katheder von der Leiste bis in die blutversorgenden Gefäße der Myome geführt. Dabei werden kleine Kügelchen aus Polyvinyl in die Gefäße eingebracht, die sie verschließen sollen. Diese Methode ist sehr schonend für die Patientin, die Verkleinerung dauert allerdings einige Monate, bis dann eine enorme Verbesserung der Beschwerden sowie eine Steigerung der Lebensqualität spürbar ist. Ob diese Behandlung durchführbar ist, dafür spielt hier auch die Größe sowie die Anzahl der Myome eine Rolle.

    Myomentfernung mit LASH-Methode

    Eine weitere noch recht neue Methode der Myomentfernung ist die sogenannte LASH-Methode (laparoskopische suprazervikale Hysterektomie), bei der zwar die Gebärmutter mit den Myomen entfernt wird, aber die Eierstöcke sowie der Gebärmutterhals erhalten bleiben. Hier kommt es auf die Größe der Myome an, aber mittlerweile ist die Medizin soweit fortgeschritten, auch bei sehr großen Myomen mittels dieser Schlüssellochmethode die Gebärmutter entfernen zu können. Vorraussetzung ist allerdings, dass es bisher keine Unterleibskrebsanzeichen gegeben haben darf, damit der Gebärmutterhals erhalten bleibt. Diese Methode ist sehr schonend, da lediglich drei kleine Bauchschnitte gemacht werden müssen. Die Patientin kann nach wenigen Tagen bereits wieder entlassen werden und ist nach einigen Wochen einsatzbereit

  • Gesundheit am Arbeitsplatz

    Gesundheit am Arbeitsplatz

    Gesund arbeiten – gesund leben

    Die meisten Menschen arbeiten Tag für Tag, ohne zu wissen, ob ihr Arbeitsplatz ein gesunder Arbeitsplatz ist. Rückenschmerzen sind heute aber ebenso zu einer Art Volkskrankheit geworden wie auch stressbedingte Erkrankungen und beides lässt sich vielfach auf einen ungesunden Arbeitsplatz zurückführen. Die falschen Büromöbel, das falsche Bürozubehör, schlechte Luft und zu viel Lärm sorgen heute dafür, dass arbeiten krank macht. Wer gesund bleiben möchte, der ist gut beraten, selbst aktiv zu werden und für einen gesunden Arbeitsplatz zu sorgen. Es gibt viele unterschiedliche Faktoren, die einen gesunden Arbeitsplatz ausmachen und die zusammen dafür sorgen, dass langes Arbeiten in einem modernen Büro ein Vergnügen und keine Anstrengung ist. Aber was macht einen gesunden Arbeitsplatz aus und wie sollte er idealerweise aussehen? Was ist wichtig und sollte unbedingt beachtet werden, damit die Arbeit nicht krank macht?

    1. Die gesetzlichen Vorgaben

    Nach dem deutschen und auch nach dem europäischen Gesetz ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, für einen der Gesundheit zuträglichen und gefahrenfreien Arbeitsplatz zu sorgen. Der gesundheitliche Schutz und die Minimierung von Gefahren müssen gewährleistet werden und der Arbeitgeber muss seine Angestellten darüber aufklären und informieren, was einen gesunden und gefahrlosen Arbeitsplatz ausmacht.

    So weit die Auflagen, die das Gesetz vorschreibt, aber nicht überall werden die Verordnungen des Arbeitschutzgesetzes auch eingehalten. Was aber beinhalten diese Gesetze im Einzelnen? Was unterschiedet einen gesunden von einem ungesunden Arbeitsplatz?

    1. Die richtigen Büromöbel – Dem Arbeitnehmer zuliebeGesundes Ambiente im Buero

    • Der gesunde Bürostuhl – Wir machen es richtig!

    Die Gesundheit am Arbeitsplatz beginnt mit den richtigen Büromöbeln. Bürostühle und Schreibtische müssen eine bestimmte Norm erfüllen, um Beschwerden mit dem Rücken, dem Nacken und auch dem Kopf zu vermeiden. Ein Schwerpunkt ist der Bürostuhl, der sich seinem Benutzer anpassen sollte und nicht umgekehrt.

    Ein gesunder Bürostuhl hat eine Sitzfläche, die wie eine Mulde geformt ist und die eine leicht nach vorne gebeugte Haltung ermöglicht. Das Becken ist aufgerichtet und das hilft dabei, Rückenschmerzen auf Dauer zu vermeiden. Ein ergonomisch geformter Bürostuhl verhindert ein Herunterrutschen, und die Sitzfläche kann nicht zu weit nach hinten gebeugt werden. Eine gute Federung sorgt zudem dafür, dass die Wirbelsäule und die Bandscheiben nicht erschüttert werden.

    Ein wichtiges Kriterium bei einem gesunden Bürostuhl ist auch die richtig geformte Rückenlehne. Die sollte mindestens bis zu den Schulterblättern reichen, denn das verringert die Gefahr, dass es zu Rückenschmerzen kommt. Dabei sollte der obere Teil der Rückenlehne immer leicht nach vorne geneigt sein, während der untere Teil eine Ausbuchtung hat, die in der Höhe der Lendenwirbelsäule ist. So wird der Rücken perfekt gestützt. Die Rückenlehne sollte nach Möglichkeit nicht fest eingestellt werden, denn dann kann sich der Rücken nicht mitbewegen, es kommt zu Verkrampfungen und in der Folge auch zu Schmerzen. Nur eine bewegliche Lehne ermöglicht ein aktives und ein dynamisches Sitzen. Auch eine Nackenstütze ist möglich, damit derjenige, der auf den Stuhl sitzt, sich weiter nach hinten lehnen kann.

    Die Armlehnen eines gesunden Bürostuhls sollten bis knapp unterhalb der Schreibtischplatte reichen und die Arme sollten beim Auflegen auf die Armlehnen einen rechten Winkel bilden. Bei der Polsterung des Stuhls ist darauf zu achten, dass er nicht zu hart, aber auch nicht zu weich ist. Ist die Polsterung zu hart, dann gibt es im schlimmsten Fall sehr schmerzhafte Druckstellen. Ist die Polsterung aber zu weich, dann hat sie keine stützende Funktion mehr und das Körpergewicht kann sich nicht optimal verteilen. Wichtig ist auch, dass die Vorderkante der Sitzfläche eine abgerundete Form hat, damit der Druck auf die Nerven und Gefäße beim langen Sitzen auf die Beine beschränkt wird.

    Es muss aber nicht unbedingt ein Stuhl sein, wenn es um das gesunde Sitzen am Arbeitsplatz geht, es gibt Alternativen, die ebenfalls ein ideales Sitzen ermöglichen.

    • Ein sogenannter Sitzball ermöglicht ein aktives Sitzen und ist zudem eine preiswerte Option, wenn es um das Sitzen im Büro geht. Aber nicht jeder kommt mit einem solchen Ball auch zurecht, denn der Muskeltonus muss aufrecht erhalten werden und das kann schnell zu Ermüdungen führen.
    • Auch ein Kniehocker kann eine Alternative zum klassischen Bürostuhl sein, besonders für den Rücken ist dieser Hocker eine sehr gute Wahl. Allerdings ist es wichtig, nicht zu lange in einer hockenden Haltung zu verbringen, denn sonst kann es zu Schäden an den Knien kommen.
    • Keine schlechte Lösung stellt auch ein Pendelstuhl dar, da dieser Stuhl den Komfort und die Bequemlichkeit eines Bürostuhls mit dem aktiven Sitzen auf einem Ball verbindet. Gegenüber einem Sitzball hat der Pendelstuhl den Vorteil, dass nicht ständig das Gleichgewicht gehalten werden muss und die Muskulatur sich entspannen kann.

    2.2 Der richtige Schreibtisch – Rückenschmerzen vorbeugenGesunder Schreibtisch

    Neben dem Stuhl kommt es beim gesunden Arbeitsplatz auch auf den passenden Schreibtisch an, denn nur ein Schreibtisch der rückenfreundlich ist, kann Beschwerden vorbeugen. Um den passenden Schreibtisch zu finden, sollte man sich aufrecht auf einen Stuhl setzen und die Unterarme im rechten Winkel locker auf die Schreibtischplatte auflegen. Dabei sollten weder die Schultern nach oben gezogen noch der Oberkörper nach vorne gebeugt werden. Außerdem sollte die Platte eine Höhe haben, die den Beinen ausreichend Freiheit unter dem Tisch lässt.

    Ein Schreibtisch sollte aber nicht nur genug Platz für die Arme lassen, auch alle Unterlagen und Geräte sollten ein freies Arbeiten nicht behindern. Zu empfehlen ist eine Breite von 1,60 m und eine Tiefe von mindestens 0,80 m. Zu langes Sitzen schadet dem Rücken, hier kann ein Stehpult eine gute Lösung sein. Aber nur im Stehen zu arbeiten ist weniger empfehlenswert, deshalb lohnt es sich, eine Kombination aus einem Schreibtisch und einem Stehpult zu kaufen, denn so kann man im Wechsel sitzen und stehen.

    2.3 Mobil bleiben – Achten auf notwendige Bewegung

    Zum gesunden Arbeiten im Büro sollten aber nicht nur ergonomisch geformte Möbel gehören, auch die körperliche Bewegung sollte an einem langen Arbeitstag nicht zu kurz kommen. Alle, die viel Bewegung und auch Abwechslung in ihren Arbeitsalltag bringen, ermüden nicht so schnell, sie entlasten ihren Körper und sie können sich vor allen Dingen deutlich besser konzentrieren. Die nachfolgenden fünf Tipps helfen dabei, gesund durch den Arbeitstag zu kommen:

    • Die Körperhaltung sollte häufig gewechselt werden. Sitzen, Gehen und Stehen sollten sich abwechseln, um Problemen mit dem Rücken optimal vorzubeugen. Während des Sitzens sollte die Position immer wieder anders sein.
    • Dinge wie telefonieren, Geschäftsbriefe lesen oder eine kleine Unterhaltung mit einem Kollgen führen – das alles sind Dinge, die auch im Stehen erledigt werden können. Wer etwas mit einem Kollegen eine Etage tiefer zu besprechen hat, der sollte keine Mail schreiben oder zum Telefon greifen, sondern den Kollegen in seinem Büro besuchen.
    • Büromaterial, Unterlagen und auch das Telefon müssen nicht in Reichweite liegen. Wenn alles etwas weiter weg zu finden ist, dann ist das immer ein guter Grund um aufzustehen und das zu holen, was gebraucht wird.
    • Vieltelefonierer sollten während eines Gesprächs den Kopf nicht zu einer Seite neigen, denn das überdehnt die Bänder auf der Gegenseite. In der Folge kann es zu Schmerzen in Kopf und Nacken kommen. Wer viel telefoniert, der sollte sich ein Headset zulegen.
    • Kleine Dehn- und Streckübungen bringen den Kreislauf in Schwung und sorgen für einen Energieschub. Verspannungen werden gelöst und Schmerzen haben keine Chance mehr. Auch einfache Atemübungen sorgen für Entspannung während der Arbeit. Arbeitsmediziner empfehlen, alle 50 Minuten eine kleine Pause einzulegen und für zehn Minuten zu entspannen.
    1. Ergonomische ArbeitsgeräteErgonomisches Buero

    Kaum ein Arbeitsplatz kommt heute noch ohne Computer und die dazu passenden Arbeitsgeräte wie eine Maus, Bildschirm und Tastatur aus. Wie beim Bürostuhl und beim Schreibtisch, so sollte auch bei diesen Arbeitsgeräten die Ergonomie im Vordergrund stehen.

    • Der richtige Bildschirm – Keine Augenschmerzen

    Welche Form der Bildschirm hat, ob es sich um einen modernen Flachbildschirm oder um ein Modell mit einer Kathodenstrahlröhre handelt, spielt keine Rolle. Was aber wichtig ist, das ist die Entfernung, die der Bildschirm zu den Augen hat. Um die Augen zu schonen, sollte der Bildschirm mindestens in einer Entfernung von 50 cm stehen. Die Höhe des Bildschirms ist immer dann ideal, wenn beim aufrechten Sitzen der Blick immer leicht nach unten ist, denn nur so kann auch das obere Drittel des Bildschirms im Blick behalten werden.

    Damit die Augen nicht so schnell ermüden, sollte der Blick im wahrsten Sinne des Wortes von Zeit zu Zeit in die Ferne schweifen, denn wer zu lange auf den Computerbildschirm starrt, der riskiert, dass die Augen schnell ermüden.

    • Die ergonomische Maus

    Wie sieht die optimale Computermaus aus? Sie sollte nicht größer sein als die Handfläche und sie sollte nach Möglichkeit an einer Seite ein wenig höher sein. So muss die Hand während der Arbeit nicht immer flach auf der Tischplatte liegen und die Muskulatur der Hand kann sich entspannen. Außerdem ist es wichtig, dass die Maus nicht so weit entfernt liegt, denn wenn sie nahe am Körper ist, dann werden der Arm und die Hand schnell überstrapaziert und das führt in der Folge zu Verspannungen im Rücken und der Schulter. Wer zu lange mit der falschen Maus oder mit ihr in der falschen Haltung arbeitet, der riskiert den sogenannten Mausarm, schmerzhafte Beschwerden, die durch Überlastung von Armen und Händen auftreten können. In Deutschland ist die Krankheit noch recht unbekannt, in den USA hingegen wird sie als Berufskrankheit anerkannt. Betroffen sind heute mehr als 60 % derjenigen, die jeden Tag mehr als drei Stunden mit einer Maus arbeiten. Die Symptome eines Mausarms sind:

    • Ein leichtes Kribbeln in der Hand und im unteren Armbereich
    • Eine Versteifung der Hand, des Ellenbogens und des Nackens
    • Muskelschwäche
    • Ziehende Schmerzen, die bis in die Schulter ausstrahlen können

    Ein Mausarm ist meist chronisch und der Betroffene sollte sich eine Zeit lang schonen, damit die Beschwerden wieder zurückgehen. Es gibt aber auch kleine Tricks, um einem Mausarm effektiv vorzubeugen:

    • Ein stetiger Wechsel zwischen Maus und Tastatur
    • Öfter kleine Pausen einlegen, die Hände dehnen und für Entspannung sorgen
    • Doppelklick vermeiden, um die Finger zu entlasten
    • Die Maus immer nur locker und nie verkrampft in der Hand haben

    3.3 Die richtige Tastatur

    Auch die Tastatur entscheidet darüber, wie gesund ein Arbeitsplatz ist. So sollte das Keyboard nach Möglichkeit 15 cm von der Kante des Schreibtischs entfernt seinen Platz finden, damit die Handballen und die Unterarme ausreichend Platz haben. Um Rückenschmerzen auf Dauer zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Tastatur in einem Winkel von 15 Grad geneigt ist, denn wenn sie gerade auf der Tischplatte aufliegt, dann wird das Arbeiten mühsam und auch anstrengend.

    Es gibt heute eine große Auswahl an ergonomisch geformten Tastaturen, die die Form eines V haben und aus zwei Teilen bestehen. Auf diese Weise hat jede Hand ihren eigenen Teil, was verhindert, dass eine Hand über Gebühr strapaziert und beansprucht wird. Die Muskulatur der Unterarme und der Hände kann sich so optimal entspannen. Wichtig ist es aber darauf zu achten, dass Hand und Arm eine gerade Linie bilden, denn sonst leiden auch die Schultern.

    1. Die Umgebung des ArbeitsplatzesGesund sitzen im Buero

    Wenn die Möbel im Büro stimmen und auch die Arbeitsgeräte den Vorschriften entsprechen, dann fehlt nur noch die richtige Umgebung für einen gesunden Arbeitsplatz. Es gibt viele Dinge, die in diesem Zusammenhang beachtet werden sollten, und wer sich über die Details informieren möchte, der kann das auf der Seite http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/vorsorge-fit-im-buero-ergonomie-arbeitsplatz-11561.php.

    Ein gesunder Arbeitsplatz sollte nicht laut sein und er sollte Luft zum Atmen lassen. 50 dB schreibt das Arbeitsrecht vor, aber dieser Grenzwert kann nicht immer erfüllt werden. Das permanente Klingeln des Telefons, Kollegen, die sich unterhalten und die Geräusche, die Drucker, Scanner und Kopierer verursachen, sorgen für Lärm im Büro und lassen den Stresspegel schnell steigen.

    Auch die Luft in vielen Büros ist nicht die beste. Vor allem dann, wenn viele Menschen den ganzen Tag in einem Raum sitzen, dann sinkt die Qualität der Raumluft. Ein gesunder Arbeitsplatz sollte nicht zu warm sein, aber er darf auch nicht auskühlen. Perfekt ist eine Raumtemperatur, die 23° Grad nicht übersteigt und es sollten nicht mehr als maximal 65 % Luftfeuchtigkeit überschritten werden. Läuft ständig die Klimaanlage, dann wird die Luft schnell trocken, was die Schleimhäute austrocknen lässt.

    Es sind viele Dinge, die einen gesunden Arbeitsplatz ausmachen und jeder sollte so gut wie möglich den gesetzlichen Richtlinien entsprechen. Trotzdem kommt es auch auf jeden einzelnen Arbeitnehmer an, wie er seinen Arbeitsplatz gestaltet. Individualität ist natürlich erlaubt, aber sie sollte immer nur so weit gehen, dass ein gesundes Arbeiten gewährleistet ist.

  • Lungenentzündung oder Pneumonie

    Lungenentzündung oder Pneumonie

    Eine Lungenentzündung kann jeden Menschen treffen

    Die Lungenentzündung ist eine Krankheit, die heute nach der Art eingeteilt wird, wie sie vom Betroffenen erworben wird. Den größten Schwerpunkt stellt dabei die ambulant erworbene Lungenentzündung dar. Sie wird von den Medizinern als AEP oder CAP bezeichnet. Grippeviren, Chlamydien, Legionellen und Streptokokken werden hier als die am häufigsten vorkommenden Erreger ausgemacht.

    Als nosokomiale Lungenentzündung oder HAP werden die Erkrankungen bezeichnet, bei denen eine Infektion durch Keime in einem Krankenhaus erfolgt ist. Dabei können besonders häufig Serratia, Klebsiella sowie Proteus, Enterobacter und Pseudomonas in den Laboruntersuchungen nachgewiesen werden. Hinzu kommen die Lungenentzündungen, die Patienten mit einem allgemein geschwächten Immunsystem auftreten können. Sie werden im medizinischen Fachjargon als immunsupprimierte Pneumonien bezeichnet.

    Eine weitere Gruppe der Lungenentzündung stellen die Erkrankungen dar, die durch den Kontakt mit stark reizenden oder giftigen Stoffen verursacht werden. Auch können Pneumonien im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie auftreten. Die Einwirkung von großer Hitze sowie das längerfristige Einatmen eisig-kalter Luft kann Reizungen und in der Folge Entzündungen der Lunge hervor rufen. Bei einigen Formen der Lungenentzündung kann auch das Rippenfell mit beteiligt sein. Dieses heißt auf Lateinisch Pleura, so dass der Mediziner in diesem Fall von einer Pleuropneumonie spricht.

    Bei der Behandlung einer Lungenentzündung kommt es auf die jeweilige Ursache, die Art des nachgewiesenen Erregers sowie auf den Schweregrad an. Beim ambulant erworbenen Lungenentzündungen kommen zumeist Breitbandantbiotika sowie schleimlösende Mittel zum Einsatz. Bei der HAP muss von Beginn an eine aggressive Therapie erfolgen, da hier oft antibiotikaresistente Erreger beteiligt sind. Hier werden häufig auch Gyrasehemmer angewendet. In besonders schweren Fällen ist die zusätzliche Zufuhr von Sauerstoff oder sogar eine unterstützende künstliche Beatmung notwendig.

    Wichtiges über Lungenentzündung:
    Der Gefahr einer möglichen Lungenentzündung ist jeder Mensch ausgesetzt. Das ergibt sich allein schon daraus, dass eine große Palette an Erregern als mögliche Ursache in Frage kommt. Nur gegen einige von ihnen, wie zum Beispiel der Influenza oder Pneumokokken, gibt es einen wirksamen Schutz durch Impfungen. Hinzu kommen thermische und chemische Reizungen der Lunge sowie eine allgemeine Immunschwäche. Die jeweilige Behandlung der Lungenentzündung ist abhängig von den individuellen Ursachen. Dort muss gut abgewogen werden, welcher Schweregrad der Erkrankung welche Maßnahmen als nützlich und angemessen erscheinen lässt. Ein Problem dabei besteht, dass vor allem bei den in Krankenhäusern erworbenen Lungenentzündungen bereits ein erhebliches Potential an Resistenzen gegen pharmakologische Wirkstoffe bei den Erregern besteht. Auch kommen Infektionen mit mehreren Erregern in Frage, bei denen von so genannten Superinfektionen gesprochen wird.

     

    Auf welche Symptome Lungenentzündung sollte man achten?

    Hinsichtlich der Symptome Lungenentzündung wird in die typische und die atypische Pneumonie unterschieden. Die typische Lungenentzündung wird durch einen akuten Beginn gekennzeichnet. Der Patient klagt über Schmerzen in der Brust und weist einen plötzlich auftretenden Husten mit einem von Eiter durchsetzten Schleim auf. Das Atmen fällt ihm schwer. Die Atemfrequenz und der Puls sind signifikant erhöht. Begleitet werden diese Symptome Lungenentzündung von Schüttelfrost, verbunden mit hohem Fieber.

    Die atypische Lungenentzündung beginnt schleichend, was oft dazu führt, dass sie mit einer Virusgrippe, einer Erkältung verwechselt wird. Der Husten wird langsam immer stärker. In gleichem Maße steigert sich die notwendige Anstrengung beim Atmen. Der Auswurf beim Husten ist klar und weist nur ein geringes Volumen auf. Als Begleitsymptome der atypischen Lungenentzündung werden mäßiges Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen festgestellt.

    Mit beiden Formen gehen Symptome Lungenentzündung wie allgemeine Kreislaufschwäche und Blässe einher, die sich vor allem bei Kindern besonders stark zeigen. Kinder mit Lungenentzündung weisen dazu die Besonderheit auf, dass sie einen Dauerhusten haben, der auch durch die Gabe von Hustenstillern nicht gelindert werden kann.

    Bei der Untersuchung werden in zwei Dritteln aller Fälle als Symptome Lungenentzündung rasselnde Geräusche festgestellt. Da dies nicht überall der Fall ist, wird die bildgebende Diagnostik in Form des Röntgens eingesetzt. Dort weisen helle Stellen auf entzündliche Prozesse in der Lunge hin. Bei der serologischen Untersuchung fallen erhöhte Leukozytenwerte auf und es können erhöhte Werte beim C-reaktiven Protein festgestellt werden. Um eine gezielte Therapie starten zu können, wird in der Regel zusätzlich ein Nachweis der verursachenden Erreger angestrebt.

    Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung?

    Ob überhaupt eine Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung besteht, das hängt immer von deren Ursachen ab. Wurde diese durch thermische oder chemische Reizungen sowie durch eine Strahlentherapie verursacht, besteht keine Gefahr der Ansteckung. Anders schaut es bei der Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung aus, wenn Bakterien als Ursache ausgemacht worden sind. Und das macht immerhin rund 90 Prozent aller Fälle von Pneumonie aus.

    Die WHO zählt die ambulant erworbene Lungenentzündung zu den Infektionen, die besonders häufig registriert werden. Für die Bundesrepublik Deutschland gibt es keine verlässlichen Statistiken, aber bei Schätzungen geht man davon aus, dass es pro Jahr bis 1,1 Prozent der Bevölkerung mit einer bakteriell verursachten Lungenentzündung treffen kann. In Altenpflegeeinrichtungen ist die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung mit geschätzten elf Prozent pro Jahr noch deutlich höher. Ein Drittel der Betroffenen wird zur Behandlung in eine Klinik eingewiesen und bei jedem zehnten Patienten wird eine intensivmedizinische Betreuung notwendig.

    In den USA gibt es zur Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündung noch aussagekräftigere Zahlen. Hier ist davon auszugehen, dass sich bis zu drei Prozent der Bevölkerung pro Jahr mit einer Pneumonie anstecken. Bei einem Sechstel davon erreicht die Lungenentzündung einen Schweregrad, bei dem eine vollstationäre Behandlung notwendig wird. Deshalb gehören dort die Pneumokokkenimpfung und die Influenzaimpfung zum Pflichtprogramm.

    Diese Zahlen belegen, dass die Ansteckungsgefahr bei Lungenentzündungen mit bakteriellen Erregern sehr hoch ist. Kontaktinfektionen lassen sich durch das Tragen von Schutzkleidung und Handschuhen bei der Pflege der Patienten vermeiden. Auch ein Mundschutz sollte dort immer mit dazu gehören. Die Wäsche sollte mit Desinfektionsmitteln gewaschen und die Umgebung des Patienten regelmäßig mit einem keimtötenden Mittel gereinigt werden. Um Infektionen über Belüftungsysteme zu vermeiden, sollte die Luft aus dem Patientenzimmer abgesaugt und auf direktem Weg nach draußen geleitet werden. Ansonsten ist der Einsatz spezieller Filter unerlässlich.

    Bronchitis oder Lungenentzündung?

    Ob es eine Unterscheidung zwischen Bronchitis und Lungenentzündung gibt, erklärt sich allein aus anatomischen Gesichtspunkten heraus. Die in der Lunge des Menschen vorhandenen Luftwege werden insgesamt als Bronchialsystem bezeichnet. Dieses wird in einen konduktiven und einen respiratorischen Abschnitt unterteilt. Der konduktive Bereich ist dafür zuständig, dass die Luft in die die Lungenbläschen geleitet wird, wo dann der Sauerstoff an das zirkulierende Blut übergeben wird. Die Lungenbläschen sind ein Bestandteil des respiratorischen Bereichs. Von einer Bronchitis wird dann gesprochen, wenn ausschließlich der konduktive Bereich betroffen ist, während der Begriff Lungenentzündung verwendet wird, wenn auch eine Beteiligung der Lungenbläschen mit vorhanden ist.

    Beim Abhören vernimmt der Arzt ein pfeifendes Geräusch. Bei einer Entzündung der Lungenbläschen ist ein Knistern zu vernehmen. Bei einer Bronchitis ist der Husten trocken. Bei einer Lungenentzündung ist immer ein Auswurf von Schleim mit und ohne Eiter zu beobachten. Ein solcher Auswurf stellt sich bei einer Bronchitis erst später ein. Seine Färbung gibt dem Arzt Auskunft über die Ursachen einer Bronchitis. Ist er Geld bis Grün, kann in den meisten Fällen von einer bakteriellen Infektion ausgegangen werden. Sind Viren die Verursacher ist der Auswurf meistens klar oder weist eine leicht graue Färbung auf. Allerdings kann diese Sichtprüfung einen Erregertest zur gezielten Einleitung einer Therapie nicht ersetzen. Fieber kann, muss aber nicht zwangsläufig, ein Begleitsymptom einer Bronchitis sein.

    Neben den Infektionen mit Bakterien und Viren kommen für die typischen Symptome einer Bronchitis auch Allergien in Betracht. Sie können beispielsweise Asthma verursachen, bei dem die Symptome dauerhaft oder schubweise auftreten können. Auch andere Grunderkrankungen wie Reflux können Symptome hervor rufen, wie sie für eine Bronchitis typisch sind.

  • Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Der Einfluss der Schilddrüse auf den menschlichen Körper

    Die Schilddrüse lässt sich völlig zu Recht als die Steuerzentrale des Stoffwechsels bezeichnen. Die von ihr gebildeten Hormone wirken auf die Funktionen sämtlicher inneren Organe des Menschen. Über eine so genannte negative Rückkopplung in Form von Botenstoffen sorgt die Schilddrüse dafür, dass die Werte des Stoffwechsels auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Daraus wird schon klar, dass sich Störungen der Funktion der Schilddrüse als Symptome einer Fehlfunktion des Stoffwechsels manifestieren. Davon ist der Bindegewebsstoffwechsel genauso betroffen wie der Fettstoffwechsel und der Zuckerstoffwechsel.

    Außerdem beeinflussen die Hormone der Schilddrüse auch die Körpertemperatur. Das wird erreicht, indem diese Hormone den Grundumsatz des Körpers bei der Energieverbrennung steuern. Sie wirken sich ebenfalls auf die Tätigkeit der Schweißdrüsen aus, die bekanntlich das natürliche Kühlsystem des menschlichen Körpers sind. Sogar die Peristaltik des Darms wird über die Schilddrüsenhormone gesteuert. Calciumstoffwechsel und damit das Wachstum werden ebenfalls von der Hormonzentrale Schilddrüse überwacht.

    Daran zeigt sich bereits, wie vielfältig die Palette der Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse sein können. Unklare Erregungszustände können genau wie eine ständige Erschöpfung Anzeichen dafür sein, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert. Gravierende Änderungen des Körpergewichts ohne Veränderungen der Ess- und Bewegungsgewohnheiten können ebenfalls einen Hinweis auf eine Erkrankung der Schilddrüse sein.

    Zu den weiteren möglichen Symptomen gehören Darmträgheit und Darmüberaktivität. Störungen bei der Entwicklung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten bei Kleinkindern müssen keine neurologischen Ursachen haben, sondern können durch eine nicht normgerechte Steuerung durch die Schilddrüse hervor gerufen werden.

    Ständiger Druck und Reiz im Hals ist ebenfalls eines der Anzeichen, die den Arzt dazu bewegen sollten, eine Untersuchung der Schilddrüse durchzuführen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten vom Labortest über Ultraschall bis hin zu bildgebenden Verfahren mit Kontrastmitteln zur Verfügung. Von ihren Ergebnissen hängt es ab, mit welcher Art der Therapie die Fehlfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann.

    Hypothyreose alias Schilddrüsenunterfunktion

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die der Mediziner auch als Hypothyreose bezeichnet, kommt es zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Thyroxin und Trijodthyronin. Sie kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein.
    Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion wird heute durch die Standarduntersuchungen bei Säuglingen sehr früh erkannt. Sie lässt sich durch einen einfachen Bluttest nachweisen. Statistiken gehen davon aus, dass es bei zehntausend Neugeborenen zwei Betroffene gibt. Wird der Hormonmangel nicht behandelt, fällt das Baby dadurch auf, dass die typische Neugeborenengelbsucht länger dauert, und dass sie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Schlafbedürfnis haben. Auch optische Abweichungen des Gesichts von der „Norm“ sind sehr bald zu beobachten. Im weiteren Verlauf sind Verzögerungen beim Wachstum und Störungen der geistigen Entwicklung auffällig.

    Erste Anzeichen einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind Antriebslosigkeit und Minderungen der Leistungsfähigkeit. Menschen mit dieser Erkrankungen tendieren auch zum schnellen Frieren, da die Schilddrüse auch für die Steuerung der Körpertemperatur zuständig ist. Der Appetit lässt nach und es zeigen sich Minderungen in der Gedächtnisleistung. Ist die Schilddrüsenunterfunktion stärker ausgeprägt, kann es auch zu vorübergehenden oder dauerhaften Depressionen kommen.

    Weitere Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion sind Verstopfungen, ein niedriger Blutdruck sowie ein verlangsamter Puls. Eine durch mangelnden Sport oder eine Umstellung nicht zu erklärende Gewichtszunahme könnte ebenfalls ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

    Die Diagnostik ist mit der Kombination aus bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen möglich. Eine Therapie der Schilddrüsenunterfunktion ist recht einfach durch die Verabreichung von Thyroxin in Tablettenform möglich. Diese sind gut verträglich und weisen bei einer optimalen Anpassung der Dosis kaum nennenswerte Nebenwirkungen auf. Diese Anpassung setzt jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen voraus.

    Hyperthyreose alias Schilddrüsenüberfunktion

    Entdeckt wurde die Schilddrüsenüberfunktion als Erkrankung bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts durch Paul Julius Möbius. Andere Wissenschaftler hatten zwar vor ihm die Symptome beschrieben, die Schilddrüse jedoch nicht als Ursache dafür ausgemacht. Inzwischen sind sie nach dem ICD-10-Standard unter den Kennziffern E 05.0 bis E 05.9 nach verschiedenen Kriterien klassifiziert worden.

    Dabei wird eine Unterscheidung der Schilddrüsenüberfunktion einerseits nach den Ursachen und andererseits nach dem Grad der Ausprägung vorgenommen. Zu den häufigsten Gründen zählen Autoimmunreaktionen. Tumore in der Schilddrüse selbst können ebenfalls zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Außerdem kann diese als begleitendes Symptom eines bösartigen Tumors an anderen Stellen des Körpers auftreten. Eine weitere häufig ausgemachte Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sind chronische entzündliche Prozesse. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion durch eine zu stark gewählte Dosierung bei der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst werden können. Beim Schweregrad wird die Hyperthyreose in die latente, die subklinische und die manifeste Schilddrüsenüberfunktion unterteilt. Die schwerste Form ist die tyreotoxische Krise, die bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führt.

    Die typischen Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind eine ständige innere Unruhe, Auffälligkeiten bei der Amplitude des Blutdrucks sowie eine sonst nicht zu erklärende Schlaflosigkeit. Auch Hitzewallungen und eine starke Gewichtsabnahme trotz steigenden Appetits können Anzeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse sein.

    Die Diagnose erfolgt über Blutanalysen, Erfassen der Symptome und verschiedene bildgebende Verfahren, die zum Teil mit der Hilfe von Kontrastmitteln arbeiten. Die Palette der möglichen Therapien reicht von der Gabe von Medikamenten über operative Eingriffe bis hin zur Radiojodtherapie. Sie wird immer auf die jeweils für die Schilddrüsenüberfunktion ermittelte Ursache abgestellt.

    Das tägliche Leben mit Schilddrüsen Erkrankungen

    Wie sich das Leben mit den Schilddrüsen Erkrankungen gestalten lässt, hängt immer von deren Art und Ursache ab. Grundsätzlich werden sechs verschiedene Erkrankungen klassifiziert. Dazu zählen Störungen der Funktionalität und der Autonomie des Organs genauso wie Entzündungen, Veränderungen der Organgröße und -struktur sowie Struma. Die gefährlichste aller möglichen Formen ist der Schilddrüsenkrebs.

    Ist die Schilddrüse stark vergrößert und bildet einen Kropf, dann wird vom Struma gesprochen. Hier kann mit einer Gabe von jodhaltigen Präparaten gegengesteuert werden. Dabei bildet sich der Kropf meistens wieder zurück. Ist er akut vorhanden, kann das sogar bis zur Beeinträchtigung der Atmung und/oder der Stimme führen. Deshalb wird von großen körperlichen Anstrengungen abgeraten.

    Bei der Bildung von Knoten kommt es darauf an, ob es sich um „kalte“ oder „heiße“ Knoten handelt. Gehen von „kalten“ Knoten keine Beeinträchtigungen aus, werden sie üblicherweise nur beobachtet, während „heiße“ Knoten zumeist chirurgisch entfernt werden. Die Chirurgie ist auch hilfreich, wenn Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wird. Je früher dieser erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ob zusätzlich zur Entfernung der Tumore Strahlentherapien oder Chemotherapien angesetzt werden, hängt immer davon ab, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist, und ob bereits eine Metastasenbildung eingesetzt hat.

    Die Strahlentherapie ist auch eines der Mittel, mit denen eine Überfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann. Eine gründliche Beratung der Patienten ist hier sehr wichtig. Mit moderner Technik ist inzwischen eine Bestrahlung möglich, die auch in größeren Tiefen des Gewebes punktgenau ausgerichtet und dosiert werden kann, so dass sich die damit verbundenen Nebenwirkungen auf ein unvermeidliches Minimum reduzieren lassen. Am einfachsten ist die Behandlung einer Unterfunktion, denn hier lassen sich die Symptome allein mit der Gabe von Thyroxin zumeist vollständig beseitigen.

  • Mandelentzündung – wenn der Hals schmerzt

    Mandelentzündung – wenn der Hals schmerzt

    Besonders Kinder klagen in der kalten Jahreszeit häufig darüber, dass der Hals schmerzt. Schuld an diesen Beschwerden ist meist ein Erreger, der die Rachenmandeln angreift. Das Schlucken fällt schwer, der Hals tut weh und nicht selten kommt es auch zu Fieber, wenn eine akute Entzündung der Mandeln vorliegt. Eine Mandelentzündung lässt sich relativ schnell und einfach behandeln, aber sie sollte behandelt werden, denn sonst kann es passieren, dass die Mandeln dauerhaft und chronisch entzündet bleiben.

    Die Ursachen einer Mandelentzündung

    Eine Mandelentzündung wird in den meisten Fällen von einem Virus oder aber durch Bakterien ausgelöst. Diese als Streptokokken bekannten Erreger dringen durch den Mund ein und setzen sich an den Rachenmandeln fest. Wenn dann auch noch das Immunsystem geschwächt ist und die Abwehr nicht mehr wie gewohnt funktioniert, dann kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung.

    Immer dann, wenn eine Mandelentzündung häufiger auftritt, dann kann es sein, dass sie chronisch geworden und das Gewebe der tiefen Rachenmandeln auf Dauer geschädigt ist. Abgestorbene Zellen und Bakterien lagern sich in den Hautvertiefungen der Schleimhäute ein und sorgen so für eine dauerhafte Entzündung. Anders als bei einer akuten Mandelentzündung ist eine chronische Entzündung kaum noch schmerzhaft, da das Gewebe vernarbt ist.

    Welche Symptome sind typisch für eine Mandelentzündung?

    Wenn sich die ersten Symptome melden, dann ist es meist schon zu spät und die Mandelentzündung ist bereits da. Aber auf welche Symptome sollte man achten?

    • Halsschmerzen
    • Schmerzen beim Öffnen des Mundes
    • Schluckbeschwerden
    • Leichtes Fieber
    • Belegte Stimme
    • Geschwollene Ohrspeicheldrüsen
    • Vermehrter Speichelfluss

    In einigen Fällen kommt es auch zu Kopfschmerzen und beim Gähnen kann es sein, dass die Schmerzen bis in die Ohren ausstrahlen.

    Nicht alle der genannte Symptome deuten auch auf eine Mandelentzündung hin, es können auch Anzeichen für das Pfeiffersche Drüsenfieber, Scharlach oder Diphtherie sein.

    Welche Therapie bei Mandelentzündung ist die richtige?

    Bei einer normalen Mandelentzündung kann es schon helfen Eis zu lutschen, um den entzündeten Rachenraum zu kühlen. Auch ein Halswickel ist eine gute Idee, denn das sorgt dafür, dass die Mandeln wieder abschwellen. Wer möchte, der kann auch mit Kamille oder Salbei gurgeln, denn sowohl die Kamille als auch der Salbei haben entzündungshemmende Eigenschaften.

    Kommt es zu Fieber, dann sind bei Kindern Wadenwickel zu empfehlen, die das Fieber schnell, sicher und auf natürliche Weise senken. Steigt das Thermometer aber über die kritische 39° Grad Marke, dann sollte ein fiebersenkendes Mittel gegeben werden. Bei hartnäckigen Mandelentzündungen ist Penicillin ein hilfreiches Mittel, denn das Antibiotikum beschleunigt den Heilungsprozess und lässt die Entzündung sicher abklingen. Penicillin wird auch immer dann gegeben, wenn sich die einfache Mandelentzündung in eine eitrige Mandelentzündung verwandelt. Wenn die Mandeln vereitert sind, dann ist eine schnelle effektive Behandlung notwendig, denn der Eiter kann Bakterien enthalten, die für den Körper gefährlich sind.

    Da es bei einer nicht behandelten Mandelentzündung zu Folgeschäden besonders an Herz und Nieren kommen kann, ist es immer wichtig, dass ein Arzt aufgesucht wird, der die richtige Therapie einleitet. Wenn eine Mandelentzündung frühzeitig erkannt und behandelt wird, dann ist sie in der Regel nach maximal zwei Wochen komplett auskuriert.