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  • Warum treten Depressionen in Schüben auf?

    Warum treten Depressionen in Schüben auf?

    Eine Depression ist eine chronische Krankheit, aber die Betroffenen leiden nicht ständig, denn Depressionen kommen und gehen. Es gibt Zeiten, in denen fühlen sich die depressiven Menschen wohl und sie sehen ihr Leben positiv, aber dann kommt wieder ein negativer Schub und die Depression ist mit aller Macht zurück. Winston Churchill nannte seine Depressionen einen schwarzen Hund, der gerne seinen Auslauf hat, aber der immer wieder zu ihm zurückfindet. Warum eine Depression in Schüben verläuft, das war der Wissenschaft lange Zeit ein Rätsel, jetzt ist den Forschern ein Durchbruch gelungen, denn sie sind sicher, dass Nervenzellen an diesem Krankheitsverlauf schuld sind.

    Depressionen und Nervenzellen

    Phasen von Niedergeschlagenheit und Traurigkeit wechseln sich mit „normalen“ Phasen ab – Menschen, die unter Depressionen leiden, kennen diese Schübe, die ihnen das Leben schwer machen. Die Forscher der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums in Freiburg sind dem Geheimnis der depressiven Schübe auf die Spur gekommen. Sie nennen diese Depressionsschübe synaptische Plastizität und beschreiben damit einen Vorgang, bei dem die Nervenzellen miteinander kommunizieren. Die Nervenzellen im Gehirn sind bestens vernetzt und stehen in ständiger Verbindung, denn nur so können sie sich immer wieder einer veränderten Umwelt anpassen. Wird die Kommunikation aber gestört oder auch nur verlangsamt, dann treten Probleme auf und genau das sorgt dafür, dass es depressive Schübe gibt.

    Eine zu langsame Vernetzung

    Die Wissenschaftler der Universität Freiburg verglichen für ihre Studie 27 gesunde Studienteilnehmer mit 27 Teilnehmern, die unter einem akuten depressiven Schub litten. Mit der Hilfe einer Spule aus Metall, die die Probanden auf dem Kopf trugen, wurde ein für die Motorik relevantes Areal im Gehirn gereizt, um so die Steuerung des Daumenmuskels zu aktivieren. Im Anschluss wurde gemessen, wie stark der Muskel auf den Reiz reagiert hat. Dann wurde abermals durch eine Reizung ein Nerv im Arm aktiviert, denn die Forscher wollen wissen, ob sich diese beiden Reize miteinander verknüpfen. In der Gruppe der nicht depressiven Studienteilnehmer klappte die Verbindung ohne Probleme, in der Gruppe der depressiven Probanden kam es zwar auch zu einer Vernetzung der beiden Reize, aber die Verbindung war deutlich langsamer. Einige Wochen später, als die Depressionen wieder abgeklungen waren, wurden die Studienteilnehmer erneut vermessen und die Verbindung zwischen den Nervenzellen im Daumen und im Arm war wieder einwandfrei.

    Depressionen durch eine verzögerte Reaktion

    Die Ergebnisse der Freiburger Studie sind schlüssig, denn die Nervenzellen im Arm und im Daumen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie alle anderen Nervenzellen im menschlichen Körper. Die Zellen kommunizieren ständig miteinander und gewährleisten auf diese Weise, dass der Mensch alle Eindrücke aufnehmen und verarbeiten kann. Bei den Menschen, die unter Depressionen leiden, funktionieren die Nervenzellen zwar genauso gut, nur eben deutlich langsamer. Kommt es zu einem depressiven Schub, dann ist die Kommunikation gestört, klingt die Phase wieder ab, dann verständigen sich die Nervenzellen wieder normal.

    Was kann bei depressiven Schüben helfen?

    Depressionen können sehr schnell zur Qual werden und nicht selten tragen sich die Betroffenen sogar mit Suizidgedanken. Wird die Depression erkannt, dann kann sie auch effektiv behandelt werden, dass es aber auch weiterhin zu starken depressiven Schüben kommt, das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Je nachdem, wie stark der jeweilige Schub ist, sollten Betroffene ihren Arzt aufsuchen und mit ihm besprechen, wie man dem Schub begegnen kann. Oftmals kann es hilfreich sein, die Medikamente anders einzustellen, um die Wucht eines depressiven Schubes aufzufangen und zu mildern. Nach Ansicht von Experten kann es ebenfalls hilfreich sein, sich intensiv mit der Krankheit auseinanderzusetzen, denn wer den Grund für seine Depression kennt, kann besser mit ihr umgehen. Antidepressiva können zudem eine Art Krücke sein, an denen der Depressive leichter gehen kann.

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  • Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    Lebensmittelvergiftungen – die verkannte Gefahr

    420.000 – so hoch ist die Zahl der Toten, die weltweit und jedes Jahr an Lebensmittelvergiftungen sterben. Das Erschreckende ist aber nicht die hohe Zahl der Opfer, es ist vielmehr die Tatsache, dass es überwiegend Kinder sind, die an Lebensmittelvergiftungen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO, die die neuen Zahlen vorgelegt hat, fordert jetzt eine größere Sicherheit für Lebensmittel, denn in der heutigen Zeit ist es laut WHO eine Schande, dass bis zu 600 Millionen Menschen krank werden, nur weil ihre Lebensmittel entweder durch Chemikalien, durch Pestizide oder durch Bakterien verseucht sind.

    Lebensmittelvergiftungen – vor allem in der Dritten Welt

    125.000 Kinder sind nach einer neuen Langzeitstudie der WHO von Lebensmittelvergiftungen betroffen, und ein Drittel der Kinder, die an kontaminierten Lebensmitteln sterben, sind unter fünf Jahre alt. Besonders häufig treten Lebensmittelvergiftungen in den Ländern der Dritten Welt auf, wie in Afrika und in Südostasien. Alleine in Afrika erkranken pro Jahr 91 Millionen Menschen an Lebensmittelvergiftungen und für 137.000 Menschen kommt jede Hilfe zu spät. In Südostasien sind es 150 Millionen Kranke und 175.000 Todesfälle jedes Jahr. Vor allem Pestizide und Insektizide sorgen in diesen Regionen der Welt dafür, dass die Menschen durch das, was sie täglich essen, so schwer krank werden, dass sie entweder daran sterben oder langfristige gesundheitliche Schäden befürchten müssen.

    Lebensmittelvergiftungen in Europa

    Nicht nur in den Ländern der Dritten Welt stellen verseuchte und verunreinigte Lebensmittel eine große Gefahr für Leib und Leben dar, auch in Europa gibt es jedes Jahr rund 5000 Tote durch Lebensmittelvergiftungen. 23 Millionen Krankheitsfälle wurde alleine in diesem Jahr gemeldet, das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass 53 Menschen an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung gestorben sind. 200.000 Fälle von Lebensmittelvergiftungen wurden den deutschen Gesundheitsämtern gemeldet, aber anders als in Afrika und Südostasien sind in Deutschland keine Pestizide und Insektizide schuld, in erster Linie sind Salmonellen die Verursacher.

    Welche Symptome hat eine Lebensmittelvergiftung?

    Eine Lebensmittelvergiftung hat typische Symptome, zu denen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Krampfanfälle und Fieber gehören. Kommt es zu einer Vergiftung durch Fisch oder Pilze, dann können zudem auch Halluzinationen dazukommen. Nach Ansicht der WHO ist es nicht immer die Vergiftung selbst, die bei den Betroffenen zum Tod führt, es sind vielmehr die Symptome wie schwere Durchfälle, die einen gefährlichen Flüssigkeitsmangel zur Folge haben und letztendlich zum Tod führen. 550.000 Menschen erkranken weltweit an Durchfall infolge von Lebensmittelvergiftungen und 230.000 Menschen sterben laut der Langzeitstudie der WHO daran.

    Welche Lebensmittel können gefährlich werden?

    Es gibt einige Lebensmittel, die ein sehr hohes Gefahrenpotenzial haben, wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht. Dazu gehören Fleisch, Eier, viele Milchprodukte und auch Gemüse sowie Salate und Obst. Hauptsächlich kommt es zu Lebensmittelvergiftungen, wenn die Speisen wie zum Beispiel Fleisch, entweder roh oder nur unzureichend gegart werden. Im Prinzip kann ein Brötchen mit Mett dafür sorgen, dass es zu einer gefährlichen Vergiftung kommt. Eier bergen die Gefahr von Salmonellen, Gemüse ist laut der Gesundheitsämter nicht selten mit Kolibakterien verseucht und in der Milch sowie in Milchprodukten lauern Noroviren oder Campylobacter-Bakterien. Auch Fisch, der fertig verpackt im Kühlregal der Supermärkte liegt, kann eine potenzielle Gefahr darstellen. Im vergangenen Jahr wurde stichprobenartig abgepackter Lachs in verschiedenen Supermärkten und Discountern auf Kolibakterien getestet und jede zweite Probe war belastet. In den Drittweltländern sind viele Lebensmittel mit Hepatitis A, Typhus, Bandwürmern und Schimmelpilzen verseucht, und die WHO ruft aus diesem Grund die Staaten, in denen besonders viele Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben, zu mehr Sicherheit auf. Die WHO will jetzt mit zielgerichteten Aktionen auf die oftmals verkannte Gefahr durch vergiftete Lebensmittel aufmerksam machen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Die WHO hofft auf diese Weise mehr Menschen retten zu können und die tägliche Nahrung sicherer und gesünder zu machen.

    Bild: © Depositphotos.com / GeorgeRudy

  • Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Lohnt sich eine professionelle Zahnreinigung wirklich?

    Zweimal am Tag die Zähne gründlich putzen, regelmäßig Zahnseide benutzen und alle halbe Jahre zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt – reicht das alles wirklich aus, um vor Karies und Zahnfleischentzündungen geschützt zu sein? Der Zahnarzt wird Nein antworten und umgehend eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Aber eine Zahnreinigung wird von der Krankenkasse nicht bezahlt und viele fragen sich daher, ob sie das Geld ausgeben sollen oder lieber doch weiterhin auf Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseite vertrauen sollen. Lohnt sie sich, die professionelle Zahnreinigung oder will der Zahnarzt damit nur Geld verdienen?

    Normale Zahnreinigung reicht nicht aus

    Wer zum Zahnarzt geht, um sich professionell die Zähne reinigen zu lassen, der wird mit ziemlicher Sicherheit von seinem Arzt hören, dass die Zähne nicht ausreichend gepflegt sind. Bei einigen Menschen scheint es mit der Mundhygiene nicht so zu klappen, wie es eigentlich sein sollte und es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen, warum die normale Zahnpflege nicht immer ausreicht. Die Zähne können zum Beispiel falsch im Kiefer stehen, die Putztechnik ist nicht richtig, die Zahnbürste passt nicht oder der Konsum von zu vielen Süßigkeiten sorgt dafür, dass Karies entstehen kann. So entstehen sehr hartnäckige Zahnbeläge, die mit normalem Putzen einfach nicht zu entfernen sind. Auf dem Zahnarztstuhl schlägt dann die Stunde der Wahrheit, denn dem Zahnarzt entgeht nichts, und um all diese Probleme zu beseitigen, müssen die Zähne vom Fachmann gründlich gereinigt werden.

    Was passiert bei einer professionellen Zahnreinigung?

    Wenn die Zähne nicht gründlich gereinigt werden, dann kann das unangenehme Folgen haben. Auf den Zahnbelägen leben Bakterien aller Art, die dafür sorgen, dass Plaque, Karies und Zahnstein entstehen können. Auch Mundgeruch und eine Entzündung des Zahnbettes können die Folge einer falschen Zahnreinigung sein. Eine Zahnreinigung beim Zahnarzt kann diesen möglichen Probleme gegensteuern, denn bei einer professionellen Zahnreinigung passiert mehr als einfach nur gründliches Zähneputzen. Der Dentalhygieniker analysiert zunächst die Zähne und entfernt dann mit einer spezielle Bürste die oberflächlichen Beläge. Mit Zahnseide, Zahnschleifpapier oder einem hakenähnlichen Instrument werden anschließend die Zahnzwischenräume gereinigt und die dunklen Verfärbungen mit einem Wasser-Pulver-Strahlgerät entfernt.

    Die Zahnreinigung als Profilaxe

    Sind die Zähne von den gröbsten Verunreinigungen befreit, dann kommen rotierende Bürsten zum Einsatz, die die Zähne mit einer fluoridreichen Zahnpaste polieren. Die fluoridhaltige Paste oder ein spezielles Gel bilden auf den Zähnen eine Art Schutzschicht, und auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich neue Bakterien ansiedeln können. Nach dieser Profilaxe bekommt der Patient einige Tipps und Tricks mit auf den Weg, um die Zahnreinigung zu Hause effektiver und gründlicher zu machen. So verrät der Dentalhygieniker, wie man die richtige Zahnbürste findet, wie man Zahnseide korrekt benutzt und welche Ernährung für gesunde Zähne besonders wichtig ist. Eine professionelle Zahnreinigung kann nur kurz- bis mittelfristig gegen Karies und Zahnfleischentzündungen helfen, wer langfristig gesunde Zähne möchte, der muss auch zu Hause auf eine gute Mundhygiene achten.

    Warum im Alter die Zahnhygiene nachlässt

    Eine neue Studie hat herausgefunden, warum besonders ältere Menschen zunehmend Probleme mit den Zähnen haben. Im Alter lässt unter anderem auch die Feinmotorik immer mehr nach, das Zahnfleisch wird schlaffer und weicher, dazu kommen unterschiedliche Krankheiten und auch Medikamente tragen dazu bei, dass die Mundhygiene zu wünschen übrig lässt. Zahnärzte empfehlen ihren älteren Patienten, öfter in die Praxis zu kommen und zuhause eine elektrische Zahnbürste zu benutzen, um die Zähne gesund zu erhalten. Wer viel raucht, Tee, Kaffee und Rotwein trinkt, muss auch mit dunklen Verfärbungen auf den Zähnen rechnen, die durch gründliches Zähneputzen allein nicht mehr verschwinden. Wer raucht, setzt sich zudem der Gefahr von Zahnfleischentzündungen aus, denn das Nikotin und auch die schädlichen Zusatzstoffe in Zigaretten setzen den Zähnen und vor allem dem Zahnfleisch auf Dauer sehr zu.

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  • Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Deutschland gähnt – warum Schlafmangel zum Problem wird

    Am 3. Dezember 2015 treffen sich in Mainz Mediziner und Schlafforscher, um darüber zu diskutieren, wo die Ursachen für schlechten Schlaf liegen und warum in Deutschland immer mehr Menschen unter Schlafmangel leiden. Die Experten diskutieren aber auch darüber, wie sich mangelnder und schlechter Schlaf auf das private und berufliche Leben auswirken kann und sie wollen herausfinden, in welcher Form das digitale Zeitalter auf den Schlaf Einfluss nimmt. Viele Fragen stehen auf der Tagesordnung, aber einige dieser Fragen lassen sich schon jetzt beantworten.

    Wie viele Menschen leiden unter Schlafmangel?

    Offiziell leiden in Deutschland rund sechs Prozent der Bevölkerung entweder unter Schlafmangel oder unter massiven Schlafstörungen. Diese sechs Prozent können nicht richtig durchschlafen, sie haben Probleme beim Einschlafen oder sie schlafen einfach zu wenig. Alle diese Menschen müssten sich eigentlich behandeln lassen, aber nicht jeder geht mit seinen Schlafschwierigkeiten auch zu einem Arzt, viele versuchen den gestörten Schlafrhythmus selbst in den Griff zu bekommen, was die Probleme nicht selten noch vergrößert. Diejenigen, die unter Schlafmangel leiden, gehen noch seltener zu einem Arzt, die Mehrzahl nimmt sich vor, den Schlafmangel zu beheben, was allerdings nur sehr selten gelingt.

    Wo liegen die Gründe für Schlafstörungen und Schlafmangel?

    Die größte Gefahr für ein gestörtes Verhältnis zum Schlaf sehen die Experten in der heutigen Gesellschaft. Viele leben ohne Pause rund um die Uhr, sie sind zu jeder Zeit erreichbar und stehen im stetigen Kontakt zu ihrem Arbeitsplatz oder zu anderen Menschen. Aber auch Schichtarbeit führt zu Schlafmangel und Schlafstörungen, ebenso wie organische Erkrankungen und psychische Beschwerden. Die permanente Anspannung, die viele Menschen durch den Alltag begleitet, ist aber der größte Feind des gesunden und erholsamen Schlafes. Immer mehr Menschen liegen nachts mit Sorgen im Bett, die sie nicht einschlafen lassen, oder sie gehen viel zu spät ins Bett und leiden dann letztendlich unter Schlafmangel.

    Welche Folgen kann Schlafmangel haben?

    Schlafmangel kann ernste Folgen haben und das nicht nur für den Körper, auch die Psyche leidet darunter. So wird das Herz-Kreislaufsystem bei ständigem Schlafmangel stark belastet, denn Studien zeigen, dass Menschen, die zu wenig schlafen oder im Schichtdienst arbeiten, deutlich anfälliger sind, wenn es um Schlaganfälle und Herzinfarkte geht. Schlafmangel führt aber auch zu einem gefährlichen Optimismus, der schnell realitätsfremd wird und auch die Risikobereitschaft steigt in diesem Zusammenhang deutlich an, wie Studien beweisen. Das erklärt nach Meinung von Schlafforschern auch die oft nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Taten einiger ranghoher Politiker und Manager, die permanent unter einem eklatanten Mangel an Schlaf leiden.

    Schläft man in der Partnerschaft besser?

    Menschen, die ohne einen Partner leben, leben in der Regel ungesünder und sie leiden auch öfter an Schlafmangel. Aber ist eine feste Partnerschaft ein Garant für einen erholsamen Schlaf? Nur bedingt, sagen die Forscher, denn während Männer im gemeinsamen Schlafzimmer tiefer und auch länger schlafen, leiden viele Frauen im Ehebett unter Schlafstörungen und damit auch unter Schlafmangel. Das gemeinsame Bett ist ein Ort der Sicherheit und es gibt ein Gefühl von Geborgenheit, dass Frauen trotzdem schlechter schlafen, kann evolutionsbiologisch bedingt sein. Frauen sind durch ihre Gene so programmiert, dass sie sich auch in der Nacht für das Wohl ihrer Familie zuständig fühlen. Frauen schlafen auch zu Hause praktisch immer an ihrem Arbeitsplatz. Bei Jugendlichen spielt das Smartphone eine wichtige Rolle in Bezug auf Schlafstörungen und Schlafmangel. Die überwiegende Mehrheit der 15- bis 25-jährigen beschäftigt sich vor dem Einschlafen noch intensiv mit ihrem Handy, sie können auf diese Weise nur sehr schwer abschalten und es fällt ihnen dann entsprechend schwer, in den Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen macht sich der Schlafmangel bemerkbar, denn die Jugendlichen sind unkonzentriert, sie fühlen sich erschöpft und sind komplett übermüdet.

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  • Der Kaiserschnitt – Notlösung oder Trend?

    Der Kaiserschnitt – Notlösung oder Trend?

    Wenn es nach der Weltgesundheitsorganisation WHO geht, dann sollten nicht mehr als zehn von 100 Kindern mit einem Kaiserschnitt geboren werden. Das ist freilich Wunschdenken, denn die Realität sieht etwas anders aus. Eine neue Studie zeigt, dass alleine in Deutschland jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt, obwohl dieser operative Eingriff aus medizinischer Sicht überhaupt nicht notwendig ist. Ein Kaiserschnitt ist praktisch der Plan B und sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn eine natürliche Geburt nicht möglich ist, oder wenn entweder das Leben der Mutter oder das Leben des Kindes in Gefahr sind.

    Wann ist ein Kaiserschnitt erforderlich?

    Ein Kaiserschnitt ist eine Notentbindung, die immer dann erforderlich ist, wenn es zu schwerwiegenden Komplikationen kommt. Zu diesen Problemen, die eine natürliche Geburt sehr kompliziert oder auch unmöglich machen, gehören:

    • Das Kind liegt in einer Quer- oder Steißlage
    • Es handelt sich um eine Mehrlingsgeburt mit mehr als zwei Kindern
    • Die Mutter leidet unter einer Herpesinfektion im Genitalbereich
    • Die Herztöne des Kindes werden auffällig oder unregelmäßig
    • Die Plazenta löst sich vorzeitig ab
    • Das Kind rutscht nicht in den Geburtskanal
    • Die Plazenta ist zu tief in der Gebärmutter (Plazenta praevia)
    • Der Muttermund wird nicht weit genug gedehnt
    • Die Nabelschnur liegt vor dem Baby im Geburtskanal (Nabelschnurvorfall)

    Viele unnötige Kaiserschnitte

    Die WHO plädiert für die natürliche Geburt und warnt gleichzeitig davor, dass zu viele Kaiserschnitte gemacht werden. Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation werden rein statistisch gesehen, weder mehr Kinder noch mehr Mütter durch einen Kaiserschnitt gerettet, aber eine aktuelle Studie stellt die Meinung der WHO infrage. Die Wissenschaftler der Harvard- und Stanford-Universität haben für ihre Studie die Geburtsdaten aus 194 Staaten analysiert und ausgewertet und kamen zu dem Ergebnis, dass 19 von 100 Kindern mithilfe eines Kaiserschnitts zur Welt kamen. Diese Rate von 19 % halten die Forscher für ideal und auch die Untersuchungen in den 76 reichsten Staaten der Welt sind aus wissenschaftlicher Sicht keine besonders große Abweichung von der Norm.

    Kritik an der Kaiserschnitt-Studie

    Für einige Wissenschaftler ist die neue Studie der renommierten US-Universität nicht relevant, denn ein Kaiserschnitt kann nicht pauschalisiert werden. Es sind immer Einzelfälle, in denen die Ärzte individuell entscheiden müssen, ob ein Kaiserschnitt notwendig ist oder nicht. Zudem, so die Kritiker, besteht ein riesiger Unterschied, ob ein Kind in einer modernen, technisch bestens ausgestatteten Klinik in Europa oder in den USA zur Welt kommt, oder in einem der armen Entwicklungs- oder Schwellenländer. In einem Land, das eine weniger gut entwickelte medizinische Infrastruktur hat, kann ein Kaiserschnitt sogar gefährlich werden, wenn zum Beispiel die Ärzte nicht ausreichend ausgebildet sind oder wenn keine Sterilität des Operationssaals gewährleistet werden kann.

    Immer noch umstritten – der geplante Kaiserschnitt

    Vor allem in den reichen Industrienationen nimmt die Zahl der geplanten Kaiserschnitte immer mehr zu. Die Gründe für einen terminierten Kaiserschnitt sind unterschiedlich, viele Frauen haben Angst vor den Schmerzen einer natürlichen Geburt, andere Frauen wollen ihre Figur behalten oder fürchten sich davor, später Probleme mit dem Beckenboden zu bekommen. Die Ängste dieser Frauen müssen ernst genommen werden, meint Wolfgang Henrich, der Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité in Berlin. Henrich argumentiert, dass man keine Frau zu einer natürlichen Geburt zwingen kann, alles, was den Ärzten bleibt, ist die Frauen darüber aufzuklären, dass ein Kaiserschnitt nicht nur Vorteile hat.

    Aus Sicht der deutschen Gynäkologen ist ein Kaiserschnitt für Mutter und Kind nicht mehr und nicht weniger gefährlich als eine vaginale Geburt. In Deutschland gilt nach wie vor, wenn ein Kind natürlich geboren werden kann, dann wird dieser Form der Geburt immer der Vorzug vor einem Kaiserschnitt gegeben. Der Kaiserschnitt ist und bleibt eine Notlösung, wenn Mutter oder Kind in Gefahr sind.

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  • Gesundes Wohnen – worauf sollten Mieter achten?

    Gesundes Wohnen – worauf sollten Mieter achten?

    Wenn sich die Familie vergrößert, dann wird die Wohnung zu klein und es muss nach etwas Neuem gesucht werden. Wer auf die Suche nach einer neuen Wohnung geht, der sollte bei einem Besichtigungstermin aber nicht nur den Grundriss genau studieren und sich nach der Höhe der Miete erkundigen, sondern den Vermieter noch einige andere, sehr wichtige Dinge fragen. Gesundes Wohnen heißt das Stichwort, denn auch wenn die Wohnung vielleicht genau den Wünschen und Vorstellungen entspricht, heißt das leider noch lange nicht, dass man dort auch gesund wohnen kann.

    Asbest – eine große Gefahr im Altbau

    Altbauwohnungen haben einen ganz besonderen Charme, vor allem wenn sie hohe stuckverzierte Decken und angenehm knarrende Parkettböden haben. Gesundes Wohnen im Altbau ist aber nicht immer selbstverständlich, denn in vielen Altbauwohnungen lauern unsichtbare Gefahren, die auf Dauer der Gesundheit und dem Wohlbefinden schaden können. So ist zum Beispiel Asbest in vielen alten Häusern immer noch ein Thema. In den 1970er Jahren wurde gerne und viel Asbest verbaut, vor allem als Dämmmaterial und für den Feuerschutz. Besonders gefährlich wird Asbest, wenn es nur schwach gebunden ist und damit die Möglichkeit hat, in die Raumluft zu entweichen. Asbest ist lungengängig, das heißt, es kann sich in den Lungen festsetzen und dann für Lungenkrebs sorgen. Wer ein gesundes Wohnen anstrebt, der sollte sich auf jeden Fall beim Vermieter kundig machen, ob Asbest verbaut worden ist oder ob das Haus, das schon Jahrzehnte alt ist, bereits entsprechend renoviert wurde. Mehr Informationen zum Thema Asbest gibt es bei immowelt.de.

    Blei – eine andere Gefahr für gesundes Wohnen

    Neben dem krebserregenden Asbest stellt Blei in alten Rohrleitungen eine weitere Gefahr für gesundes Wohnen dar. Blei ist ein Schwermetall und damit auch ein Nervengift, das starke gesundheitliche Gefahren birgt. So wird Blei zum Beispiel für eine verminderte Intelligenz bei Kindern und für mangelnde Konzentrationsfähigkeit verantwortlich gemacht. Vor allem im Norden und im Osten von Deutschland sind Bleirohre keine Seltenheit, und wer sich eine Altbauwohnung ansieht, der sollte besonders in diesen Regionen einen Blick auf die Wasserrohre werfen. Ob Blei verbaut wurde, lässt sich relativ leicht an den geschweißten Schnittstellen und an den markanten Kratzern auf den Rohren feststellen. Wenn die Wohnung trotzdem infrage kommt, dann können Mieter vom Eigentümer des Hauses einen Nachweis über die Unbedenklichkeit der Wasserqualität verlangen. Außerdem geben schon sehr einfache Wassertests Auskunft darüber, ob Blei im Spiel ist oder nicht.

    Gesundes Wohnen – Vorsicht vor aktuellen Schadstoffen

    Eine Wohnung in einem Neubau ist leider kein Garant für gesundes Wohnen, denn es gibt auch viele Schadstoffe, die in Neubauwohnungen verbaut wurden. Eine der größten Gefahren geht von VOCs, von flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen aus. Diese Giftstoffe befinden sich vor allem in Farben und Lösungsmitteln, aber auch in einigen Klebern sowie in elektrischen Geräten. Handelt es sich um schwere flüchtige Kohlenwasserstoffe, dann werden diese für Flammschutzmittel oder auch für Weichmacher eingesetzt. Die Rückstände finden sich im Hausstaub, und wer diesen Schadstoffen über einige Jahre hinweg ausgesetzt ist, der muss mit gesundheitlichen Schäden rechnen. Gesundes Wohnen wird auch nicht mehr möglich sein, wenn Biozide im Haus oder in der Wohnung zu finden sind. Biozide befinden sich unter anderem im Silikon, das zum Verfugen der Fliesen im Bad und in der Küche verwendet wird. Auch in einigen Teppichböden können sich Biozide finden, sie werden dort als Schutz vor Motten benutzt.

    Falsches Lüften, aber auch sogenannte Kältebrücken können für den größten Feind im Haus, den Schimmel verantwortlich sein. Vor allem in Neubauten ist Schimmel keine Seltenheit, denn oft haben die Wände nicht ausreichend Zeit zum Trocknen gehabt. Da Schimmel nur dort wachsen kann, wo es feucht ist, muss die Feuchtigkeit verschwinden, damit wieder ein gesundes Wohnen möglich ist.

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