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  • Mammografie – Fluch oder Segen?

    Mammografie – Fluch oder Segen?

    Die Mammografie gilt als eine der besten Diagnosemöglichkeiten, wenn es um den gefürchteten Brustkrebs geht, aber die Mammografie steht auch immer wieder im Fokus von Diskussionen. Sogenannte Überdiagnosen heizen die Debatte an, denn selbst wenn eine Mammografie in der Lage ist, einen bösartigen Tumor zu entdecken, das Screening findet auch Tumore, die nicht bösartig sind und die sich von selbst wieder zurückbilden. Die Folge dieser Überdiagnosen sind unnötige Operationen und nicht selten schwere seelische Probleme bei den betroffenen Frauen. Eine neue Studie hat sich jetzt dem Thema Überdiagnose angenommen und das mit verblüffenden Ergebnissen.

    Kein Rückgang

    In den USA ist die Mammografie in den letzten Jahren ins Gerede gekommen, denn der Anstieg der Frühdiagnosen hat in Amerika nicht wie gewünscht zu einem Rückgang des tödlichen Mammakarzinoms geführt. Das hat die Kritiker der Überdiagnose wieder auf den Plan gerufen, die nach wie vor davon ausgehen, dass beim Screening zu viele der invasiven Tumore gefunden und operiert werden, die eigentlich nicht operiert werden müssen. Dass die Mammografie ein sehr gutes Mittel für die Früherkennung ist und Leben retten kann, das steht allerdings weiter außer Zweifel.

    Eine aussagekräftige Studie

    Für die Studie der Harvard Universität in Cambridge Massachusetts, wurden Daten aus insgesamt 547 Regierungsbezirken gesammelt. Die Daten zeigen den Anteil der Frauen, die über 40 Jahre alt waren und die in den vergangenen beiden Jahren an einer Mammografie teilgenommen haben. Das Team um Richard Wilson, das die Studie ins Leben gerufen hat, stellte sich nun folgende Frage: Gibt es mehr Brustkrebsdiagnosen, wenn mehr Frauen zur Mammografie gehen? Genau das war dann auch der Fall, denn es gab im Rahmen der Studie 10 % mehr Mammografien und 16 % mehr Brustkrebsdiagnosen. Die zweite Frage der Studie lautete: Sind durch das vermehrte Screening weniger Frauen an Brustkrebs gestorben? Hier hieß die Antwort nein. Die Zahl der Todesfälle ging nicht zurück, aber es wurden mehr Tumore entdeckt, die kleiner waren als zwei Zentimeter, bei dieser Größe sind die Heilungschancen jedoch sehr gut.

    Ist die Überdiagnose schuld?

    Richard Wilson, der Leiter der Studie erklärt die Diskrepanz zwischen dem Anstieg der Brustkrebsdiagnosen und dem fehlenden Rückgang der Todesfälle mit der Überdiagnose. Durch das vermehrte Screening werden auch vermehrt Tumore entdeckt, von denen viele nicht behandelt werden müssen, die jedoch in der Folge zu unnötigen Operationen führen. Diese Operationen sind aber in der Regel nur brusterhaltend, die Zahl der ausgedehnten Eingriffe ist allerdings rückläufig. Die Studie bringt es auf den Punkt: Eine Mammografie führt lediglich zum Anstieg von Diagnosen, aber sie verbessert nicht die Ergebnisse bei der Behandlung. Damit ist, so das nüchterne Fazit der amerikanischen Studie, das Screening im Prinzip wertlos, und die stetig steigende Zahl der vermeidbaren Operationen ist zudem schädlich. In Deutschland belasten diese Operationen das Gesundheitssystem und für die meisten Frauen ist die Diagnose, dass sich in ihrer Brust ein Tumor befindet, mehr als belastend.

    Auch wenn die Studie Zweifel an der Mammografie aufkommen lässt, das Screening kann lebensrettend sein. Nur wenn Brustkrebs rechtzeitig erkannt wird, dann besteht auch eine Chance, dass der Krebs behandelt und geheilt werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / jovannig

  • Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Apitherapie – mit der Bienenkraft heilen

    Den schwarz-gelben Insekten wird im Sommer vor allem negatives nachgesagt; Bienenstiche sind schmerzhaft und manchmal sogar gefährlich, das entspannte Picknick im Grünen kann durch sie ebenfalls erheblich gestört werden. Doch ein zweiter Blick auf die Bienen lohnt sich – denn die sogenannte Apitherapie, die aufgrund der Anwendung von grünem brasilianisches Propolis entwickelt wurde, ist in vielen Bereichen der modernen Medizin mehr als effektiv und heilend.

    Bienenprodukte helfen heilen

    Funde von Archäologen beweisen, dass Menschen bereits seit mehr als 6000 Jahren Bienenprodukte nicht nur zum Genuss, sondern auch zum Heilen einsetzen. Die Apitherapie gilt in Südamerika, in China, aber auch den ehemaligen Ostblockstaaten traditionell als Heilkraft. Dabei wird Honig, Gelee Royal, die Pollen und Propolis, aber auch das Bienengift verwendet. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten überzeugt dabei in jeglicher Hinsicht, denn während bei winterlichen Verkühlungen vor allem Propolistropfen helfen, ist etwa in der Gynäkologie der antimykotische Effekt bekannt. Auch bei chronischen Leiden wie Diabetes, Rheuma und sogar Hepatitis soll auf die Heilkraft der Bienenprodukte vertraut werden können.

    Gelee Royale hilft bei Bluthochdruck, Pollen bei Allergien

    Propolis wirkt als natürliches Antibiotikum und kann bei unterschiedlichen Erkrankungen sehr erfolgreich zum Einsatz kommen. Vor allem der Wirkstoff Artepillin C, der aus grünem Propolis gewonnen wird, wurde beispielsweise in Japan als Medizin für Krebsbehandlungen sogar patentiert. Bienengift wird hierzulande häufig bei Erkrankungen wie Fibromyalgie eingesetzt, denn diese Schmerzerkrankung kann mithilfe von Bienengiftinjektionen, die in der Dosis langsam gesteigert werden, sehr erfolgreich behandelt werden.

    Apis mellifera, die europäische Honigbiene

    Die hierzulande beheimatete Biene trägt den Namen Apis mellifera und ist damit Namensgeberin der Api-Therapie. Der Lebensbereich des Insekts ist im Umbruch begriffen, stärker werdende Monokulturen und der Schwund natürlich gewachsener Wiesen sowie der Einsatz vermehrter Insektenschutzmittel, macht ihr das Leben schwer. Dabei ist sowohl Honig, als auch die Pollen nicht nur ein leckerer Brotaufstrich und ein gesundes Süßungsmittel, sondern auch äußerst gesund. Wissenschaftlich erwiesen ist eine keimhemmende und keimabtötende Wirkung sämtlicher Bienenprodukte.

    Honig – schmeckt lecker und ist gesund

    Honig enthält neben den gesunden Kohlehydraten weitere sehr wirksame Stoffe wie etwa Enzyme, Acetylcholin, das für die Reizleitung im Nervensystem gebraucht wird, und Inhibine, das sind antimikrobiell wirksame Stoffe, quasi Hemmstoffe für Krankheitserreger. Gleichzeitig beinhaltet Honig Wuchshormon für die Hämoglobinproduktion im Blut. Nach Krankheiten und Operationen wird Honig häufig zur Stärkung bei Schwächezuständen und zur Rekonvaleszenz verwendet. Ebenso bei schlechter Wundheilung und vielen inneren Leiden.

    Bienengift – schmerzhaft, aber heilsam

    Wer heutzutage von einer Biene gestochen wird und nicht gerade an einer Allergie leidet, der empfindet Schmerz und die Schwellung der betroffenen Körperstelle tut weh. Da mag man es kaum glauben, dass tatsächlich provozierte und gewollte Insektenstiche einigen kranken Personen tatsächlich auch gut tun und Linderung verschaffen. Wer an Arthritis und Multiple Sklerose leidet, kann durch das Bienengift tatsächlich Besserung seiner Schmerzen verbuchen. Studien haben hier belegt, dass gezielte Injektionen des Giftes, deren Dosis nach und nach gesteigert wird, sich tatsächlich positiv auf betroffene Personen und deren Krankheitsbild auswirken.

    Apitherapie – weitgehend unbekannt, aber wirksam

    Bis vor knapp 70 Jahren war Apitherapie nicht nur wenig bekannt, sondern auch wenig erforscht. Erst danach haben viele Länder die gesundheitliche Bedeutung der Bienenprodukte als hochqualifiziert Medizin- und Nahrungsmittel erkannt. Inzwischen haben viele Wissenschaftler erfolgreich geforscht und die unterschiedlichen Eigenschaften in Verbindung mit Gegenanzeigen und Dosieranleitungen erforscht und studiert. Rein wissenschaftlich wird die Apitherapie in den Bereich der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin eingeordnet, womit sie außerhalb der Schulmedizin steht. Komplementärmedizin bedeutet eine Kombination aus konventionellen Methoden in Verbindung mit alternativen Anwendungen.

    Die Apitherapie ist hierzulande noch weitgehend unbekannt, doch dank des Imkers Wilhelm Hemme wird sie seit 1986 vermehrt erforscht und in ersten Testreihen angewandt. Und der durchschnittliche Bürger in Deutschland? Sollte beim Frühstück noch genussvoller sein Honigbrötchen genießen und dabei ruhig etwas dicker auftragen.

    Bild: © Depositphotos.com / Irochka

  • Bessere Feinmotorik durch spätes Abnabeln

    Bessere Feinmotorik durch spätes Abnabeln

    Wenn ein Kind geboren wird, dann wird unmittelbar nach der Geburt die Nabelschnur, die Mutter und Kind neun Monate miteinander verbunden hat, durchgeschnitten. Das geschieht entweder durch die Hebamme, den Arzt oder auch durch den Vater, der meist sehr stolz die Nabelschnur von der Plazenta trennt. Das schnelle Abnabeln hat in der Geburtsmedizin eine lange Tradition, aber auch gesundheitliche Gründe. So soll unter anderem ein Nachbluten verhindert werden, was aber unsinnig ist, da der Kreislauf der Mutter und der des Kindes nach der Geburt nicht mehr miteinander verbunden sind. Was allerdings belegt ist, ist die Tatsache, dass bei einem schnellen Abnabeln die Eisenvorräte des neugeborenen Kindes dezimiert werden, denn das meiste Blut bleibt in der Plazenta zurück.

    Später ist besser

    Forscher der Universität im schwedischen Uppsala haben jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass es große Vorteile hat, wenn die Nabelschnur nicht sofort nach der Entbindung, sondern erst einige Minuten später durchtrennt wird. Der Grund ist das im Blut reichlich vorhandene Eisen, denn das fließt bei einer späten Abnabelung in den Blutkreislauf des Kindes. Damit steigt der Eisenanteil im Blut um 30 bis 40 % an, das Eisen im Blut füllt die Eisenspeicher des Kindes auf und das macht sich in späteren Jahren positiv bemerkbar. Wenn man der Studie aus Schweden glauben darf, dann haben die Kinder, die später abgenabelt wurden, im Kindergartenalter eine deutlich bessere Feinmotorik als die Kinder, die nach ihrer Geburt sofort von der Nabelschnur getrennt wurden.

    Eine Langzeitstudie

    Die Studie wurde zeitgleich von der Universität in Uppsala und einem Krankenhaus in der Stadt Halmstad zwischen 2008 und 2010 durchgeführt, und jetzt konnten die Ärzte und Wissenschaftler die ersten relevanten Ergebnisse veröffentlichen. Die Kinder, die auf der Entbindungsstation in Halmstad für die Studie später als gewöhnlich abgenabelt wurden, haben das Schulalter erreicht. 122 Kinder, die für eine Vergleichsstudie zehn Sekunden nach der Geburt abgenabelt wurden, hatten gegenüber den 141 Kindern, die erst drei Minuten nach der Entbindung abgenabelt wurden, keine intellektuellen Nachteile, die Unterschiede wurden erst bei der Feinmotorik deutlich.

    Ein klarer Vorteil

    Die Untersuchungen der schwedischen Wissenschaftler konzentrierten sich vor allem auf die Feinmotorik und hier zeigten sich die ersten Unterschiede. Die 141 Kinder, die verzögert abgenabelt wurden, konnten zum Beispiel einen Stift besser halten und bewiesen bei Bastelaufgaben mehr Geschick als die 122 Studienteilnehmer, die sofort nach der Geburt von der Nabelschnur getrennt wurden. Im sozialen Verhalten gab es ebenfalls Unterschiede, denn auch in diesem Bereich waren die spät abgenabelten Kinder im Vorteil. Wie relevant die Studie ist, wird sich allerdings erst in einigen Jahren zeigen, denn die unterschiedliche Entwicklung kann auch andere Ursachen haben.

    In deutschen Kliniken und Geburtshäusern ist es üblich, Kinder anderthalb Minuten nach der Geburt abzunabeln. Vielfach ist man aber jetzt auch dazu übergegangen mit der Abnabelung zu warten, bis die Nabelschnur nicht mehr pulsiert. Damit das Blut und somit auch das wertvolle Eisen nicht in der Plazenta bleibt, ist es sinnvoll, mit der Abnabelung des Neugeborenen zu warten. Laut Experten ist eine Abnabelung nach drei Minuten ideal.

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  • Für den gesunden Schlaf braucht es ausreichend Melatonin

    Für den gesunden Schlaf braucht es ausreichend Melatonin

    Stressiger Beruf, fordernder Alltag im Privatleben und dann noch die eine oder andere Sorge, die den Schlaf beeinträchtigt. Ob Einschlaf- oder Durchschlafstörungen, nachts in den Kissen tatsächlich Ruhe für Körper und Geist finden, ist für viele Deutsche nicht mehr selbstverständlich. Ein Hormon, das wesentlich für erholsamen Schlaf sorgt, ist Melatonin. Ist es nicht ausreichend vorhanden, haben es Menschen schwer, genügend und vor allem erholsam zur Nachtruhe zu kommen.

    Melatonin ist wichtiges Hormon im Körper

    Melatonin ist als das Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen, also den zirkadianen Rhythmus steuert, bekannt. Es wird vor allem in der Zirbeldrüse produziert, aber auch im Verdauungstrakt. Je nach Entstehungsort, ist es für unterschiedliche Aufgaben im Körper zuständig. Unter anderem regelt es die Nierenfunktion und den Blutdruck. Das in der Zirbeldrüse produzierte Hormon gilt als vorrangig bedeutend für den Schlaf bzw. die Müdigkeit des Menschen nach einem anstrengenden Tag. Es wird grundsätzlich nur bei Dunkelheit ausgeschüttet, womit klar ist, dass wir auch vorwiegend abends müde werden. Der Melatonin-Spiegel im Blut des Menschen steigt um diese Zeit dann langsam an und erreicht mitten in der Nacht – meist zwischen zwei und drei Uhr – seinen Höhepunkt. Gegen Morgen fällt der Spiegel wieder ab, da das aufsteigende Morgenlicht die Produktion wieder hemmt.

    Störungen des Melatonin-Haushaltes haben Einfluss auf Schlaf

    Schichtarbeit ebenso wie Zeitverschiebungen bei Fernreisen können Störungen im Melatonin-Haushalt auslösen. Wer dem Körper in diesen Phasen das Hormon von außen zuführt, z. B. in Form von Melatonin Kapseln, kann dies jedoch wieder beheben. Melatonin-Produkte wie Tabletten sorgen also dafür, dass man bei Jetlag abends schneller einschläft oder aber Arbeiter, die in der Nacht arbeiten, trotzdem tagsüber zu ihrem Schlaf kommen. Einige Studien haben gezeigt, dass die Wirkung allerdings erst nach einigen Einnahme-Tagen einsetzt. Im Kampf gegen Jetlag-bedingten Schlafmangel hat es angeblich positiven Einfluss auf die Melatonin-Wirkung, wenn möglichst viele Zeitzonen in einem überquert werden bzw. wenn Passagiere von West nach Ost fliegen. Besonders zu empfehlen ist die Einnahme von Melatonin Produkten bei Blinden und stark sehbeeinträchtigen Menschen, deren Schlaf-Wach-Rhythmus sich aufgrund der Erkrankung vom normalen Tag-Nacht-Rhythmus abgekoppelt hat.

    Auch bei Depressionen hilfreich

    Der Melatonin Haushalt der Menschen verändert sich im biologischen Jahresrhythmus vor allem in den Monaten November, Dezember und Januar. Das in diesen Zeiten eher geringe Tageslicht sorgt dafür, dass das Hormon auch während des Tages erhöht bleibt. Das führt vor allem zur bekannten Winterdepression, an der viele leiden. Um derartigen Erkrankungen oder auch nur einzelnen Symptomen davon vorzubeugen, gilt es, das wenige Tageslicht bestmöglich zu nutzen. Etwa für Spaziergänge in der frischen Luft und bei guten Lichtverhältnissen. Denn diese sorgen dafür, dass die Melatoninausschüttung entsprechend gehemmt wird und der entsprechende Hormonspiegel im Blut absinkt. Wer stark leidet, kann in den tristen Wintermonaten auch eine Lichttherapie in Betracht ziehen, die mit Sicherheit Linderung verschafft und der übermäßigen und vor allem unzeitgemäßen Produktion von Melatonin Einhalt gebietet.

    Im Alter Schlafprobleme mit Melatonin bekämpfen

    Es gilt als erwiesen, dass ältere Menschen im Körper weniger Melatonin produzieren. Damit scheint auch klar, dass vorwiegend im Alter vorkommende Schlafstörungen auf das Absinken des Melatoninspiegels zurück zu führen sind. Aus diesem Grund gilt für Personen, die älter als 55 Jahre sind, ein Schlafmittel, das Melatonin enthält, als zugelassen. Jede dieser Tabletten besteht aus einer Dosis von zwei Milligramm des Hormons. Zur kurzzeitigen Behandlung von Einschlaf- oder Durchschlafstörungen gilt dieses Medikament als durchaus wirksam. Es kommt nicht zur Anwendung, wenn primäre Schlafstörungen aufgrund von bestimmten Arzneien oder einer Erkrankung vorliegen.

    So klappt’s mit dem erholsamen Schlaf

    Damit der Körper Melatonin während der Schlafphase produziert, ist auf eine starke Verdunkelung des Schlafzimmers zu achten. Nur dann wird die Zirbeldrüse entsprechend aktiv und schüttet das Hormon nicht nur in ausreichender Menge, sondern auch über einen für die Erholung von Körper und Geist ausreichend lange dauernden Zeitraum aus.

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  • Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Ingwer – scharfe Knolle mit großem Potential

    Wer es schon einmal versucht hat, weiß von der Schärfe zu berichten. Gemeint ist, auf ein Stückchen Ingwer zu beißen – das hat weitreichende Konsequenzen, denn nicht nur die Zunge brennt, sondern auch die Wangen röten sich oder die Nase beginnt zu laufen. Die gesunde Wurzel steckt nämlich voller Scharfstoffe, die im menschlichen Körper Wärmerezeptoren aktivieren und noch viel mehr Gutes bewirken können.

    Ingwer hilft bei Schmerzen

    Die Inhaltsstoffe der beigen Wurzel hemmen im menschlichen Körper das gleiche Enzym wie Acetylsalicylsäure. Es heißt Cyclooxygenase. Der Wirkstoff lindert Schmerzen und hilft bei Entzündungen, dabei verzögert er aber auch die Blutgerinnung. Damit kann Ingwer gut bei Muskelschmerzen, aber auch bei Rheuma eingesetzt werden.

    Erprobtes Mittel bei Übelkeit und Brechreiz

    Allgemein bekannt ist die Wirkung der Knolle gegen Reiseübelkeit. Die Wirkung der Inhaltsstoffe aus dem Ingwer sind vergleichbar mit dem chemischen Mittel Dimenhyerinat, das etwa die Wirkstoffe an den Serotonin-Rezeptoren-Ionenkanälen angreift, die für das Erbrechen zuständig sind. Helfen kann Ingwer allerdings nur denjenigen Personen, denen im Auto, Zug oder im Flugzeug übel wird. Wer über Übelkeit an Bord eines Schiffes klagt, dem hilft Ingwer nicht. Studien zeigen allerdings, dass Extrakte der Wurzel auch während einer Chemotherapie helfen. Eine diesbezügliche Studie an der US-amerikanischen Universität von Rochester hat ergeben, dass die betroffenen Patienten über 40 Prozent geringere Beschwerden in Sachen Übelkeit klagen.

    Ingwer hilft beim Abnehmen

    Die Wurzel enthält viele Bioaktivstoffe, wobei vor allem das Oleoresin medizinisch wirksam ist. Es ist ein zähflüssiger Balsam, der aus den Gingerolen und den Shoagolen besteht. Dank der antioxidativen Wirkung stärkt Ingwer das Immunsystem und kann auch bei Husten und Halsschmerzen lindernd wirken. Ein wichtiger Aspekt ist die Wirkung als Kalorienkiller, die aufgrund der Anregung des Speichelflusses und der Magensäfte entsteht. Denn der Verdauungsprozess wird damit eindeutig beschleunigt, was sich positiv beim Abnehmen und beim Entschlacken des Körpers auswirkt.

    Ingwer – das Aspirin der Natur

    Dank der ähnlichen Wirkung wie Acetylsalicylsäure wird Ingwer oft auch als Aspirin der Natur bezeichnet. Er kann in unterschiedlichsten Formen angewandt werden, neben der Zubereitung als Tee, können Ingwerwickel dank der wärmenden Wirkung vor allem beim Hexenschuss und bei Muskelverspannungen lindernd zum Einsatz kommen. Wer nicht unbedingt gleich Ingwer als ganze Stücke oder als Tee konsumieren möchte, kann damit einfach seinen Mahlzeiten einen exotischen Touch verleihen. Die reichlich vorhandenen Vitamine und Mineralstoffe entfalten trotzdem ihre Wirkung und der scharfe Geschmack belebt jede Mahlzeit. Dabei sollten empfindliche Menschen jedoch darauf achten, dass der Ingwer eine feine zarte Note entwickelt, wenn er gleich zu Beginn der Garzeit zur zubereiteten Speise gegeben wird. Wer ihn am Ende der Garzeit zufügt, muss mit einer stärkeren Aromaentfaltung rechnen. Vor Überdosierung ist absolut zu warnen, denn zu scharfes Essen schmeckt nicht greift die empfindlichen Magenschleimhäute an.

    Ingwer kaufen und lagern

    Das Gute an diesem Naturheil- und Lebensmittel ist die Tatsache, dass es praktisch in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft erhältlich ist. Spannender ist da schon die Frage, wie man die Wurzel richtig lagert. Ingwer lässt sich ungeschält und in Küchenpapier eingewickelt bis zu drei Wochen im Kühlschrank unbedenklich lagern. Wer seinen Ingwer angeschnitten hat, sollte die Schnittstelle erst trocknen lassen, ehe er in den Kühlschrank kommt. Für alle, die Ingwer am liebsten gerieben oder gehackt verwenden, gilt die Devise, dass sie die Wurzel so vorbereitet sogar einfrieren können. Wichtig ist die Tatsache, dass man Ingwer immer erst unmittelbar beim Kochvorgang zubereiten sollte und niemals bereits im Vorfeld.

    Kein Ingwer für schwangere Frauen

    Grundsätzlich kann jeder, der Lust auf Schärfe hat oder um die wohltuende Wirkung der Wurzel weiß, Ingwer konsumieren. Vorsichtig sollten nur Frauen sein, die schwanger sind. Bestimmte Inhaltsstoffe können nämlich vorzeitig Wehen auslösen. So gut die Wirkstoffe des Naturproduktes sonst bei Übelkeit helfen, sollten Schwangere deshalb hier auf andere Produkte setzen.

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  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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