Schlagwort: Stuhlgang

  • Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Blut im Stuhl – nicht immer ein Alarmsignal

    Der Darm ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers, und nicht umsonst heißt es: Wenn der Darm gesund ist, dann ist der Mensch gesund. Wenn es zu Veränderungen im Darmbereich kommt, dann empfinden die meisten Menschen das als störend, alarmierend ist es aber, wenn sich Blut im Stuhlgang befindet. Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, die Palette der möglichen Erkrankungen reicht hier von Fisteln und Hämorriden über Risse im After bis hin zum Krebs. Wer Probleme mit dem Darm oder sogar Blut im Stuhl hat, der sollte das nicht auf die lange Bank schieben, sondern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

    Blut im Stuhl – Meistens harmlos

    Selbst wenn Blut im Stuhl immer beunruhigend ist, zum größten Teil sind die Erkrankungen harmlos, die sich dahinter verbergen. Durchfallerkrankungen mit Erregern, die den Dünndarm und den Dickdarm quälen, treten häufig auf und während einer Darminfektion kann es auch zu Blut im Stuhl kommen. In der Regel klingen die Beschwerden meist nach wenigen Tagen von selbst wieder ab und auch die Blutungen hören wieder auf. Hämorriden sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, und auch hier gibt es keinen Grund zur Sorge, denn Hämorriden lassen sich heute gut medikamentös behandeln. Vor allem wer über 50 ist, der ist häufig von Hämorriden betroffen, denn in diesem Alter hat jeder Zweite diese Beschwerden. Harmlos ist in der Regel auch ein Riss im After, der ebenfalls für Blutungen beim Stuhlgang sorgt.

    Mit den Jahren steigt die Gefahr

    Darmbeschwerden treten bei jungen Menschen eher selten auf, betroffen sind davon vielmehr ältere Menschen. Mit dem Lebensalter steigt leider auch die Gefahr, dass es zum Beispiel zu Ausstülpungen im Darm, einem sogenannten Divertikel kommt, und auch Geschwüre, die sowohl im Bereich des Dick- oder Dünndarms auftreten, sind mit zunehmendem Alter keine Seltenheit. Diese Geschwüre sorgen ebenfalls für Blut im Stuhl, bei älteren Menschen steigt jedoch die Gefahr, dass die Geschwüre bösartig sind.

    Selten im Dünndarm

    In den meisten Fällen treten Blutungen im Darmbereich im Dick- oder im Mastdarm auf, der Dünndarm ist eher selten betroffen. Kommt es zu Blut im Stuhl und es handelt sich um den Dickdarm, dann kann daran zum Beispiel eine Veränderung in den Blutgefäßen schuld sein. Bei Frauen kommt es häufig zu einer Endometriose, die ebenfalls für Darmblutungen sorgt und bei der der Dünndarm betroffen ist. Darmpolypen sind eine Ursache für Blut im Stuhl und auch eine Invagination, eine Einstülpung des Dünndarms, kann Blut im Stuhl verursachen und muss behandelt werden.

    Blut im Stuhl – Die Diagnosemöglichkeiten

    Um der Ursache für Blut im Stuhl auf den Grund gehen zu können, macht der Arzt eine Koloskopie, eine Darmspiegelung. Vor dieser Untersuchung haben die meisten Menschen Angst, aber diese Angst ist unbegründet, denn eine Darmspiegelung wird auf Wunsch auch unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt. Dazu muss der Patient allerdings für mindestens zwei Tage stationär ins Krankenhaus, denn vor der Spiegelung muss der Darm gründlich entleert werden. Wenn die Narkose ausgeschlafen wurde, dann geht es am nächsten Tag schon wieder nach Hause.

    Vorsorge ist immer vernünftig

    Wer über 55 Jahre alt ist, der sollte die Möglichkeit nutzen und einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung des Darms machen lassen. Diese Untersuchung wird von den Krankenkassen bezahlt und sie ist wichtig, denn auf diese Weise kann Darmkrebs schon in einem frühen Stadium erkannt werden. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, dann bestehen gute Chancen auf eine vollständige Genesung. Aber auch eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist eine gute Vorsorge gegen den Darmkrebs. Die Ernährung sollte ballaststoffreich sein, denn das macht dem Darm die tägliche Arbeit leichter. Wenn es trotzdem zu Blut im Stuhl kommt, dann kann es vielleicht sogar lebenswichtig sein, schnell einen Arzt aufzusuchen.

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  • Die Symptome von Darmkrebs

    Die Symptome von Darmkrebs

    Darmkrebs wird sehr häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Das liegt daran, dass ein Tumor im Dick- oder Enddarm sehr lange Zeit keinerlei Symptome mit sich bringt. Um Darmkrebs dennoch frühzeitig zu erkennen, können sich Menschen über 50 regelmäßig untersuchen lassen. Auf diese Weise werden die Behandlungschancen von Darmkrebs stark erhöht.

    Eine spät einsetzende Symptomatik bei Darmkrebs

    Darmkrebs gilt vor allem unter Männern als sehr gefürchtete Form der Tumor-Erkrankung. Vor allem der Fakt, dass der Krebsbefall im Darm häufig erst sehr spät festgestellt wird, sorgt für Verunsicherung und Furcht. Dass der Tumor so lange Zeit unbemerkt bleibt, liegt vor allem daran, dass er sehr lange Zeit keine Symptome mit sich bringt.

    Symptome, die im Zusammenhang mit Darmkrebs häufig auftreten, sind:

    • Veränderungen des Stuhlgangs: Ein Anzeichen für Darmkrebs ist der häufige Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Auch ein vermehrter Stuhldran kann als Hinweis auf Darmkrebs gedeutet werden.
    • Auffälligkeiten des Stuhlgangs: Vor allem Blut im Stuhl kann ein Symptom von Darmkrebs sein. Wichtig zu wissen ist, dass der Stuhl nicht zwangsweise immer rot gefärbt sein muss. Ist das Blut im Stuhl schon älter, färbt es diesen eher schwarz. Auch Schleim im Stuhl und besonders übelriechender Stuhl können Anzeichen für einen Tumor sein. Ist dieser schon weit entwickelt, kann er den Enddarm stark verengen. Das führt wiederum dazu, dass der Stuhl oft sehr dünn geformt austritt.
    • Verdauungsbeschwerden: Hierbei ist ausdrücklich zwischen natürlichen Beschwerden und Beschwerden im Zusammenhang mit Darmkrebs zu unterscheiden. Es ist vollkommen normal, gelegentlich unter Blähungen, Durchfall und Darmgeräuschen zu leiden. Treten diese Beschwerden jedoch vermehrt oder durchgängig aus, kann dies unter Umständen ein Hinweis auf Darmkrebs sein.
    • Schmerzen: Tumore lösen sehr lange Zeit keine Schmerzen aus. Auch das ist einer der Gründe, warum Krebs häufig erst spät entdeckt wird. Wenn Sie beim Stuhlgang heftige Schmerzen verspüren, könnte dies ein Anzeichen für Darmkrebs sein.

    Im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor auch zu einer Blutarmut führen, weil er dann häufig blutet. Patienten sehen dann sehr blass und ausgemergelt aus. Ein besonders großer Tumor kann außerdem mit den Händen ertastet werden und einen gefährliche Darmverschluss hervorrufen.

    Andere Symptome, die ganz allgemein auf einen Tumor hinweisen können, sind Kraftlosigkeit, Fieber und Schweißausbrüche in der Nacht.

    An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich betont werden, dass all die aufgezählten Symptome Anzeichen von Darmkrebs sein könnten – aber nicht sein müssen. Sie können auch Boten von ganz anderen Krankheiten und Beschwerden sein.

    Gute Behandlungschancen dank Darmkrebs Früherkennung

    Wenn Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird eine Stuhlprobe untersuchen lassen und gegebenenfalls eine Darmspieglung anordnen. Auf diese Weise erhalten Sie schnell Gewissheit darüber, was mit Ihrem Körper nicht stimmt.

    Dadurch, dass Darmkrebs, wie bereits erwähnt, lange Zeit gar keine Symptome mit sich bringt, spielt die Früherkennung hierbei eine besonders große Rolle. Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Darm: Je eher der Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Einige Patienten haben Glück, dass der Tumor gefunden wird, noch bevor es zu den oben genannten Symptomen kommt. Meist sind ganz andere Untersuchungen der Grund für die Entdeckung von Darmkrebs.

    Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren ein spezielles Früherkennungsprogramm für alle Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Sowohl Privat- als auch Kassenpatienten können sich beim Arzt untersuchen lassen, um eine Darmkrebserkrankung ausschließen zu können.

    Patienten mit einer Vorbelastung oder einem erhöhten Risiko an Darmkrebs zu erkranken haben auch schon früher die Möglichkeit, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

    Darmkrebs ist wie jede Tumorerkrankung eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung. Wenn Sie Auffälligkeiten Ihres Stuhlgangs feststellen oder anhaltende Probleme mit der Verdauung haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie zur Risikogruppe über 50 gehören, sollten Sie unbedingt auch die Möglichkeiten der Früherkennung in Anspruch nehmen.

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  • Tipps für eine optimale Verdauung

    Tipps für eine optimale Verdauung

    Oft bemerkt man es nach dem Mittagessen: Der Magen grummelt und im Darm rumort es. Die dabei entstehenden Gase suchen sich auf unangenehme Art und Weise den Weg nach draußen. Doch woran liegt es und wie kann man Blähungen vermeiden?

    Dr. Peter n: Meier, Experte der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie weiß um die Probleme, die viele nach einer reichhaltigen Mahlzeit betreffen. „Es ist kein Wunder, dass Menschen gerade nach dem Mittagessen Beschwerden mit der Verdauung bekommen, denn oft ist das die einzige große Mahlzeit am Tag“. Damit ist auch die sogenannte Verdauungsfalle nicht weit, in die man geraten kann.

    Für die Verdauung ist regelmäßig essen wichtig

    Jeder kennt die Situation: man hetzt vormittags von Termin zu Termin und beachtet seinen Magen in keinster Weise. Wenn es dann zum Mittagessen geht, ist der Hunger meist groß und riesige Portionen landen auf dem Teller. Doch genau darin liegt der Fehler, denn wenn der Magen leer ist, wird er träge. Wird er plötzlich mit einer großen Menge Essen konfrontiert, zeigt er Symptome einer Überforderung, womit Blubbern und Rumoren nicht mehr lange auf sich warten lässt. Besser und ratsam ist es daher, gleichmäßig über den Tag verteilt und kleine Portionen gesunder Nahrung zu sich zu nehmen.

    Drei kleine Mahlzeiten pro Tag sind für den Magen zu wenig. Denn der Körper braucht kontinuierlich Zufluss an Nahrung um genügend Energie für den ganzen Tag produzieren zu können. Schließlich sollen ja auch die Heißhungerattacken vermieden werden. Essen und Trinken sollte dann am Tagesprogramm stehen, wenn man Hunger und Durst entsprechend verspürt. Mediziner empfehlen, mindestens eine Mahlzeit am Tag in Gesellschaft einzunehmen. Das fördert nicht nur den Appetit, sondern die betreffenden essen automatisch langsamer und kauen bewusster. Zudem wirkt der soziale Aspekt für das Wohlfühlen unterstützend.

    Zusätzlich macht es Sinn, sich genügend Zeit zum Essen zu lassen. Denn das gewährleistet nicht nur Freude an der Speise, sondern sorgt auch dafür dass der Magen und sein Darm entsprechend gut arbeiten können. Ausreichend Kauen zerkleinert einerseits das Essen, sorgt aber auch dafür, dass es mit genügend Speichel vermengt wird. Das ist eine wichtige Unterstützung für das gesamte Verdauungssystem. Abgesehen davon schluckt man bei hastigem Essen verhältnismäßig viel Luft – und damit diese wieder aus dem Körper entweicht, kommt es entweder zum unangenehmen Aufstoßen oder eben zu Blähungen.

    Abwechslungsreiche Ernährung hilft der Verdauung

    Ein gravierender Ernährungsfehler ist, wenn man sich zu einseitig ernährt. Zu empfehlen ist etwa die mediterrane Küche, die nur wenig Fleisch enthält, dafür umso mehr Obst, Gemüse, Fisch und gesunde Öle. Wer mag, kann sich nach dem Essen auch ein Glas Rotwein oder aber ein kleines Gläschen Schnaps gönnen. Denn das schadet gewiss nicht, es kommt einfach auf die Dosis an. Während Schnaps die Verdauung aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe durchaus anregt, kann ein Zuviel des alkoholischen Getränkes die Darmflora zerstören.

    Wer seiner Darmflora etwas ganz Gutes tun möchte, der sollte Joghurt essen. Das hilft der Verdauung optimal auf die Sprünge, wobei natürlich weißer Joghurt gemeint ist. Ein kleiner Becher täglich reicht schon aus um den Darm wieder in Schwung zu bringen. Vor allem dann, wenn jemand zum Beispiel gerade Antibiotika einnehmen musste. Im Joghurt sind natürliche Milchsäurebakterien enthalten, die die Darmflora bei der Regeneration entsprechend unterstützen. Zeigt ein handelsübliches Produkt keine Wirkung bei der Unterstützung der Verdauung, kann es helfen spezielle Bakterienkulturen zu konsumieren. Diese sind in Kapselform in den Apotheken erhältlich.

    Mangelnde Darmtätigkeit nicht unterschätzen

    Wer trotz dieser Tipps und unterstützenden Maßnahmen seinen Darm auch nach einem längeren Zeitraum nicht in Schwung bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn dann kann hinter den Beschwerden und der nicht funktionierenden Verdauung eine ernsthafte Krankheit stecken, etwa eine Entzündung dieses Organs. Vor allem wenn sich Symptome wie Krämpfe oder Blutungen mit einem nicht geregelten Stuhlgang in Kombination zeigen, muss eine medizinische Diagnose gestellt werden.

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  • Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Viele Patienten mit Morbus Crohn, die einen Tumor im Darm haben oder deren Darm nur unzureichend durchblutet wird, leiden nicht selten unter dem sogenannten Kurzdarmsyndrom. Auch wer eine Thrombose hatte oder mit der Verengung eines Blutgefäßes lebt, der muss damit rechnen, dass dieses unangenehme Syndrom auftritt. Wer ein Kurzdarmsyndrom hat, der geht unter Umständen einen langen Leidensweg, denn das Kurzdarmsyndrom kann das Leben komplett auf den Kopf stellen. Aber nicht nur für Erwachsene kann das Syndrom sehr gefährlich werden, auch Kinder, die mit dem Defekt geboren werden, können nicht so aufwachsen wie gesunde Kinder.

    Was ist ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn die Diagnose Kurzdarmsyndrom fällt, dann handelt es sich immer um einen Verlust eines Darmabschnitts, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf den normalen Alltag. Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom leiden unter schweren Durchfällen, unter einem drastischen Verlust ihres Gewichts und auch Mangelerscheinungen sind bei diesem Syndrom keine Seltenheit. Bei einem strukturellen Kurzdarmsyndrom wurden Teile des Darms durch eine Operation entfernt, was bei Tumoren und auch bei Morbus Crohn der Fall ist.

    Handelt es sich aber um ein funktionelles Kurzdarmsyndrom, dann ist der Darm geschädigt und kann nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Das ist häufig der Fall, wenn es zuvor zu einer Bestrahlung gekommen ist, wie zum Beispiel bei einer Krebserkrankung.

    Welche Folgen hat ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, dann führt das zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und in der Folge auch zu Mangelerscheinungen. So bekommt der Körper nicht mehr genügend Mineralstoffe und wichtige Nährstoffe, es fehlt an Eisen, an Folsäure und auch an Kalzium, Magnesium und an Vitamin B12. Außerdem wird bei einem Kurzdarmsyndrom vermehrt Gallensäure produziert, was wiederum für Gallensteine sorgt und die Fettverdauung beeinträchtigt.

    Die Nahrung bleibt nicht mehr so lange im Darm und es wird nicht mehr ausreichend Wasser resorbiert, was wieder für einen flüssigen Stuhlgang sorgt. Wenn es zur teilweisen Entfernung des Dickdarms kommt, dann werden vermehrt Wasser und Salze ausgeschieden, was wieder zu schweren Durchfällen führt.

    Wie wird das Kurzdarmsyndrom behandelt?

    Darmverluste von nicht mehr als 50 cm in der Länge werden von den Betroffenen in der Regel gut kompensiert, erst wenn mehr als die Hälfte des Dünndarms fehlt, dann werden die Beschwerden massiv. Je nachdem, wie stark der Darm beschädigt ist oder wie viel von ihm fehlt, müssen die Patienten in regelmäßigen Abständen mit Infusionen behandelt werden, die den Mangel an Nährstoffen und Mineralstoffen wieder ausgleichen und eine Austrocknung des Körpers verhindern. Eine wichtige Rolle spielt die Umstellung der Ernährung, denn die Patienten müssen sich, was die tägliche Ernährung angeht, auf die verminderte Funktion des Darms einstellen.

    In schweren Fällen erfolgt die Ernährung auch über einen parenteralen Katheter, wie zum Beispiel einen Port oder auch einen Hickman-Katheter. Diese beiden Katheterformen bergen aber immer das große Risiko einer Infektion, und deshalb sollte die parenterale Ernährung nur so lange wie es wirklich nötig ist, aber so kurz wie möglich durchgeführt werden. Es gibt auch einige Medikamente, die die Symptome lindern können, wie beispielsweise Omeprazol oder auch Pantoprazol. Helfen kann auch das künstlich hergestellte Hormon Teduglutid, das die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen im Darm fördert. Das Hormon gibt es allerdings nicht in Tablettenform, es muss vielmehr jeden Tag durch das Unterfettgewebe der Haut gespritzt werden. Patienten, denen mehr als die Hälfte des Darms fehlt und die unter schweren Beschwerden leiden, müssen nach einem gewissen Zeitraum künstlich ernährt werden.

    Das Kurzdarmsyndrom ist sehr individuell und die Schwere der Erkrankung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Junge Menschen und vor allem auch Kinder kommen mit der Verkürzung des Darms im Allgemeinen sehr viel besser zurecht als ältere Menschen, denn sie passen sich der veränderten Situation schneller an.

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  • Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Hämorrhoiden – ein oft verschwiegenes Leiden

    Allein das Wort Hämorrhoiden sprechen viele nur hinter vorgehaltener Hand aus, und wer unter Hämorrhoiden leidet, der schweigt darüber. Dabei sind Hämorrhoiden nichts, für das man sich schämen müsste. Viele Menschen leiden darunter und auch wenn Hämorrhoiden gerne als Leiden der Frauen beschrieben werden, es gibt auch viele Männer, die sich damit auseinandersetzen müssen. Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie? Welche Symptome gibt es und wie kann man die lästigen Plagegeister wieder los werden? Es gibt viele Fragen zum Thema Hämorrhoiden, aber es gibt keinen Grund, peinlich berührt zu schweigen und diese Fragen nicht zu beantworten.

    Was sind Hämorrhoiden?

    Hämorrhoiden sind nichts anderes als Schwellkörper im Enddarm, die die Aufgabe haben, den After anzudichten. Immer dann, wenn sich diese Schwellkörper vergrößern, dann werden sie zu einem Problem, denn der Betroffene verspürt einen unangenehmen Juckreiz und später auch Schmerzen am After. Nicht selten bluten Hämorrhoiden auch und das sorgt bei vielen für Angst und Panik. Jeder Mensch hat Hämorrhoiden und schätzungsweise die Hälfte der über 50-jährigen hat Probleme mit diesen Gefäßpolstern, die vom Aussehen her an einen Schwamm erinnern. Hämorrhoiden können aber auch schon in jungen Jahren auftreten, was besonders bei Männern oftmals der Fall ist. Viele Frauen bekommen Hämorrhoiden aber erst, wenn sie das erste Mal ein Kind geboren haben, denn die Presswehen können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden vergrößern.

    Unterschieden werden Hämorrhoiden in innere echte und äußere unechte Hämorrhoiden. Die innere echte Variante entsteht immer dann, wenn sich Arterien im Darm weiten, die unechten äußeren Hämorrhoiden entstehen durch Venen und werden deshalb medizinisch korrekt auch als Perianalthrombosen bezeichnet, da sich im Bereich des Afters ein Blutgerinnsel bildet.

    Welche Ursachen haben Hämorrhoiden?

    Neben der Schwangerschaft und den Presswehen gibt es noch eine Reihe von anderen Ursachen, die für Hämorrhoiden verantwortlich sind. Auch eine Obstipation, also eine Verstopfung oder zu starkes Pressen beim Stuhlgang können dafür sorgen, dass sich die Hämorrhoiden erweitern und für Probleme sorgen. Eine andere Ursache ist, dass der Blutabfluss in den Schwellkörpern nicht mehr richtig funktioniert, sie schwellen in der Folge immer weiter an und schon sind es Hämorrhoiden, die für Juckreiz und Schmerzen sorgen. Menschen, die viel sitzen oder unter krankhafter Fettleibigkeit leiden, sind anfällig für Hämorrhoiden, aber auch alle, die ein schwaches Bindegewebe haben oder zu Krampfadern neigen, gehören zu den Risikopatienten.

    Wie werden Hämorrhoiden behandelt?

    Wenn der Arzt die Diagnose Hämorrhoiden gestellt hat, dann gibt es unterschiedliche Methoden, um sie zu behandeln. Eine Basistherapie besteht darin, dass der Betroffene seine Essgewohnheiten ändert, denn manchmal kann es schon ausreichen, wenn mehr Ballaststoffe gegessen werden, zum Beispiel in Form von Vollkornprodukten. Auch mehr Bewegung und viel trinken kann hilfreich sein, um die Symptome der Hämorrhoiden zu lindern. Aber Hämorrhoiden lassen sich heute auch sehr gut mit Salben und Zäpfchen behandeln, die zum einen entzündungshemmend sind und zum anderen auch von den Schmerzen befreien.

    Alle, die ihre Hämorrhoiden selbst behandeln wollen, können das mit Zinksalbe oder mit einer speziellen Wundsalbe, die es frei in der Apotheke zu kaufen gibt. In schweren Fällen verordnen Ärzte auch Cortison, aber diese Behandlung soll nicht länger als drei bis maximal vier Wochen durchgeführt werden. Wenn alle gängigen Mittel nicht helfen, dann ist die Operation die letzte Option für die Betroffenen. Während einer operativen oder auch semioperativen Behandlung werden die Hämorrhoiden entfernt und für diesen operativen Eingriff gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Die am häufigsten angewandte Methode ist die sogenannte Gummibandligatur. Hier werden die Hämorrhoiden abgebunden und so vom Blutfluss abgetrennt. In der Folge stirbt das Gewebe, und die Hämorrhoide fällt nach zwei bis fünf Tagen ab. Die Methode wird gerne und häufig angewendet, denn sie ist schmerzfrei und es gibt kaum Komplikationen.

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  • Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen?

    Lebensmittelvergiftungen sind tückisch, denn nicht immer kann man den Lebensmitteln ansehen, ob sie noch genießbar sind oder nicht. Wenn es um Lebensmittelvergiftungen geht, dann denken die meisten Menschen automatisch an verdorbenen Fisch, aber es gibt noch eine große Zahl von anderen Gefahren, die in den Lebensmitteln lauern, die wir täglich sorglos essen. Wie kann man eine Lebensmittelvergiftung erkennen und wir sollte man sich im Ernstfall verhalten? Was ist wichtig, damit es erst gar nicht zu einer Vergiftung kommt und worauf sollte jede Hausfrau in der Küche besonders achten, damit vom Essen keine Gefahr ausgehen kann?

    Lebensgefahr durch Salmonellen

    Eine Vergiftung durch Salmonellen gehört zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen und für einige kann eine Vergiftung durch diese Bakterien lebensgefährlich werden. Mit ihren Symptomen ähnelt eine Salmonellen Vergiftung einer Magen- und Darmgrippe und das ist auch der Grund, warum eine Salmonellenvergiftung oftmals nicht sofort erkannt wird. In der Regel treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Salmonellen nach zwölf bis 36 Stunden auf und das Erste, was die Betroffenen verspüren, ist meist nur ein leichtes Bauchgrimmen. Dann kommen heftige Bauch- und auch Kopfschmerzen dazu, dem Patienten ist übel, er ist müde, hat Krämpfe und nicht selten auch leichtes Fieber. In der nächsten Phase einer Salmonellenvergiftung kommt es zu Erbrechen und Durchfall, wobei der Stuhlgang wässrig oder sogar blutig ist.

    Auf diese Weise versucht der Organismus die Bakterien wieder loszuwerden, aber da der Körper durch die Anstrengungen erschöpft ist, kann das Immunsystem nicht mehr so wie gewohnt arbeiten. Es kann zu massiven Problemen mit dem Kreislauf kommen und im schlimmsten Fall bricht der Kreislauf völlig zusammen und es kommt zu einem Herzstillstand. Liegt eine Vergiftung durch Salmonellen vor, dann muss sofort ein Arzt eingeschaltet werden und besonders bei Kindern und älteren Menschen ist der Weg ins Krankenhaus lebensnotwendig, denn sie haben ein schwaches Immunsystem.

    Wie wird eine Salmonellenvergiftung behandelt?

    Je nach Verlauf der Krankheit muss eine Salmonellenvergiftung mit Antibiotika behandelt werden, vor allem dann, wenn es zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber kommt. Wenn die Hilfe für gefährdete Personen nicht schnell genug kommt, dann kann das unter anderem zu einer Entzündung der Herzklappen, zu einer Schädigung der Gelenke und auch zu einer Hirnhautentzündung führen. Nimmt diese Form der Lebensmittelvergiftung einen eher leichten Verlauf, dann hilft es viel zu trinken, am besten stilles Wasser oder ungesüßte Tees, denn durch die Flüssigkeit werden die Salmonellenbakterien aus dem Körper gespült und die Patienten sind nach drei bis vier Wochen wieder fit.

    Hygiene in der Küche

    Damit es erst gar nicht zu einer Lebensmittelvergiftung kommt, sollte jede Hausfrau und auch jeder Hobbykoch auf eine penible Sauberkeit in der Küche achten. Vor allem Geflügel, Mett und auch rohe Eier bergen die Gefahr von Salmonellen und es ist sehr wichtig, dass diese Lebensmittel immer gut durchgegart oder durchgebraten werden. Süßspeisen, die mit Eiern zubereitet werden, stellen eine Gefahr dar, aber auch das Mettbrötchen kann den geruchs- und geschmacklosen Schädling enthalten. Salmonellen im Geflügel werden immer dann schon nach zehn Minuten vernichtet, wenn in der Pfanne eine Temperatur von 70° Grad erreicht wird. Deshalb sollte Geflügel immer gut durchgebraten werden.

    Sauberkeit sollte in der Küche das oberste Gebot sein. Schneidebretter aus Glas oder auch Marmor sind eine bessere Wahl als ein Brett aus Holz oder Kunststoff, denn aus diesen Materialien lassen sich mögliche Keime selbst in der Spülmaschine bei einer hohen Temperatur nicht ganz abtöten. Wer auf einem Schneidebrett Geflügel vielleicht zu Gulasch geschnitten hat, der sollte anschließend das Brett sehr gründlich mit möglichst heißem Wasser reinigen, bevor andere Lebensmittel darauf zubereitet werden. Wer sich an einfache Grundregeln hält, der muss keine Lebensmittelvergiftungen fürchten.

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