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  • Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Volkskrankheit Pneumonie – Diagnose, Symptome, Behandlung

    Die meisten Menschen kennen die Pneumonie unter ihrem populären Namen Lungenentzündung, aber nur wenig wissen, dass es eine Volkskrankheit Pneumonie gibt. Eine halbe Million Deutsche erkranken jedes Jahr an einer Lungenentzündung, knapp ein Drittel muss deswegen ins Krankenhaus. Es werden mehr Menschen mit einer Lungenentzündung stationär behandelt als mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall und dazu kommen noch die Patienten, die sich aus anderen Gründen im Krankenhaus befinden und erst dort eine Pneumonie bekommen.

    Was passiert bei einer Pneumonie?

    Kommt es zu einer Pneumonie, dann sind entweder die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, oder das Lungengewebe beschädigt. Die Hohlräume, die für die Atmung sehr wichtig sind, werden bei einer infektiösen Pneumonie mit Eiter oder Wasser gefüllt, die das Gewebe verdichten und einen Austausch der Atemgase unmöglich machen. Unter der Volkskrankheit Pneumonie versteht man die häufig vorkommende infektiöse Lungenentzündung, die immer dort auftritt, wo Menschen eng zusammenleben. Wer unter einem Infekt der Atemwege leidet, der reicht die Krankheit durch Niesen und Husten an seine Mitmenschen weiter, diese Tröpfchen werden dann eingeatmet und der Erreger setzt sich schließlich in den Atemwegen fest und kann dann eine Lungenentzündung auslösen.

    Welchen Formen der Pneumonie gibt es?

    Die Volkskrankheit Pneumonie wird in der Regel von Bakterien ausgelöst, seltener ist eine Infektion mit Parasiten, Pilzen oder Viren. Die meisten Menschen stecken sich in ihrer unmittelbaren Umgebung an und diese Infektionen nennen die Ärzte eine ambulant erworbene Pneumonie. Nosokomiale Infektion wird die Lungenentzündung genannt, mit der sich Patienten im Krankenhaus, bevorzugt auf Intensivstationen anstecken. Der Grund für die recht häufigen Ansteckungen im Krankenhaus sind zum einen die Patienten selbst, denn ihr Immunsystem ist angeschlagen und kann die Keime nicht mehr abwehren. Zum anderen sind die Maschinen auf einer Intensivstation schuld, vor allem Beatmungsschläuche, die eine natürliche Reinigung der Luftröhre und der Bronchien durch Abhusten verhindern. Eher selten sind problematische Keime wie Staphylokokken oder Enterokokken die Ursache für eine Lungenentzündung, die im Krankenhaus entsteht.

    Die Volkskrankheit Pneumonie und ihre Symptome

    Wenn es um die Symptome einer Lungenentzündung geht, dann unterscheidet die Medizin zwischen typischen und atypischen Symptomen. Typisch für eine Pneumonie sind schnell ansteigendes Fieber mit Temperaturen von bis zu 40° Grad, heftiger Schüttelfrost und Beschwerden beim Atmen. Die Betroffenen fühlen sich schlapp, elend und krank. Da die Zufuhr mit Sauerstoff verringert ist, unternimmt der Körper alles, um die erhöhte Atemfrequenz wieder auszugleichen, was den Pulsschlag drastisch erhöhen kann. Schafft der Körper es nicht, den Sauerstoffmangel auszugleichen, dann kommt es zu einer Zyanose und die Lippen wie auch das Nagelbett färben sich blau. Eher untypisch ist ein rötlich-brauner Auswurf beim Husten und wenn das Brustfell betroffen ist, dann treten beim Atmen starke Schmerzen auf.

    Wie wird eine Pneumonie behandelt?

    Die möglichen Therapien der Volkskrankheit Pneumonie beziehen sich auf die infektiöse Form der Lungenentzündung, und für die Therapie ist entscheidend, ob die Betroffenen zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden. Nicht immer ist ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig, aber wenn die Symptome sehr stark sind, dann ist eine intensivmedizinische Behandlung die bessere Wahl. Antibiotika haben sich bei der Volkskrankheit Pneumonie bestens bewährt, vor allem dann, wenn die Krankheit von Keimen ausgelöst wurde. Durch die Gabe von Antibiotika sollten sich die Symptome innerhalb von zwei bis drei Tagen bessern, ist das nicht der Fall, dann muss ein großes Blutbild gemacht werden, um eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Parasiten ausschließen zu können. Um den Schleim in den Bronchien zu lösen, ist eine Inhalation mit Kochsalz ein gutes Mittel, wenn das nicht gelingt, dann muss der Schleim abgesaugt werden, damit der Patient besser atmen kann.

    Eine Pneumonie muss vollständig auskuriert werden, passiert das nicht, dann fällt ein Rückfall um so schlimmer aus.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo

  • Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Wie gefährlich ist die Kinderkrankheit Röteln?

    Röteln oder Rubella, wie die Viruserkrankung korrekt heißt, ist eine der bekanntesten und auch der gefährlichsten Kinderkrankheiten. Allerdings sind Röteln für Kinder keine so große Gefahr, riskant wird die Kinderkrankheit Röteln für schwangere Frauen und für Erwachsene. Schwangere, die sich mit Rubella infizieren, bringen unter Umständen ein behindertes Kind zur Welt, Erwachsene können durch die Infektion schwer krank werden. Die gute Nachricht aber ist, dass es gegen die Kinderkrankheit Röteln eine effektive Impfung gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern kann.

    Ein starker Rückgang

    Die Kinderkrankheit Röteln ist weltweit zu finden und tritt dort, wo die Menschen nicht geimpft sind, überwiegend bei kleinen Kindern auf. In Deutschland sind die Röteln seit Ende März 2013 meldepflichtig, das heißt, Ärzte müssen die Infektion dem jeweiligen Gesundheitsamt melden, nachdem die Diagnose feststeht. Die Zahl Erkrankungen mit Röteln ist in den letzten Jahren in Deutschland stark zurückgegangen, vor allem deshalb, weil es seit 1980 in den alten Bundesländern und seit 1990 auch in den neuen Bundesländern eine kombinierte Impfung gegen Röteln, Masern und Mumps gibt. Obwohl die Infektionskrankheit in Deutschland deutlich zurückgegangen ist, stellt die Kinderkrankheit Röteln für nicht geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter nach wie vor eine große Gefahr dar. Geschätzt sind in Deutschland zwischen sieben und zwölf Prozent der Frauen nicht gegen Röteln immun, das heißt, sie sind weder geimpft, noch sind sie jemals an Röteln erkrankt.

    Welche Symptome hat die Kinderkrankheit Röteln?

    Anders als die Masern oder die Windpocken, gibt es bei der Kinderkrankheit Röteln vergleichsweise milde Symptome. Ein erstes Anzeichen sind die vergrößerten Lymphknoten, aber auch entzündete Schleimhäute und Fieber können Symptome für Röteln sein. Bricht die Krankheit aus, dann kommt es zu den sichtbaren Symptomen, einem typischen Ausschlag auf der Haut, der zuerst hinter den Ohren zu sehen ist und sich dann im Gesicht und am Hals ausbreitet. Zeitgleich mit dem Ausschlag schwellen die Lymphdrüsen weiter an und schmerzen, besonders im Nacken und hinter den Ohren. Kopfschmerzen sind ebenfalls möglich, sowie eine leicht vergrößerte Milz und Schmerzen in den Gelenken, auch eine Bindehautentzündung kann zu den Symptomen einer Infektion mit Röteln sein.

    Wie gefährlich sind die Röteln für Erwachsene?

    Während sich Kinder mit Röteln und der Regel noch relativ fit fühlen, kann die Infektionskrankheit erwachsenen Menschen stark zusetzen. Mit zunehmendem Alter steigen auch die Risiken, die die Kinderkrankheit Röteln mit sich bringt. Eine schmerzhafte Ohrenentzündung gehört nicht selten zum Krankheitsbild, ebenso eine Bronchitis oder eine Gelenkentzündung. Weitaus gefährlicher sind eine Gehirnhautentzündung, eine Entzündung des Herzbeutels oder eine Herzmuskelentzündung, die bei Erwachsenen im Rahmen der Röteln auftreten können.

    Wie werden Röteln therapiert?

    Normalerweise nimmt die Kinderkrankheit Röteln einen unscheinbaren Verlauf. Gegen das Fieber können fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zum Einsatz kommen, zeigt sich eine Gelenkentzündung, dann helfen die entsprechenden entzündungshemmenden Mittel. Die Betroffenen sollten das Bett hüten und möglichst von anderen den Familienmitgliedern isoliert werden, die nicht geimpft sind. Ansteckend sind die Röteln, so lange noch der Ausschlag zu sehen ist. Wer einmal gegen die Röteln geimpft wurde, der wird sie sehr wahrscheinlich nie wieder bekommen, aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn die Impfung schon sehr viele Jahre zurückliegt, dann kann es passieren, dass die Röteln noch einmal auftreten, aber eine solche sogenannte Reinfektion ist ausgesprochen selten. Kommt es trotzdem zu einer erneuten Infektion, dann merken die Betroffenen oftmals gar nichts von der Krankheit, oder die Beschwerden sind nur sehr schwach ausprägt. Nach einer Reinfektion ist der Körper dann aber endgültig gegen eine weitere Infektion immun.

    Damit es erst gar nicht zu einer Ansteckung mit Röteln kommt, sollten Kinder zwischen dem elften und dem 14 Lebensmonat geimpft werden. Eine zweite Impfung erfolgt dann am Ende des zweiten Lebensjahrs.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Wie kann man am besten mit dem Rauchen aufhören?

    Wie kann man am besten mit dem Rauchen aufhören?

    Es klingt hart, aber jeder Raucher gibt jedes Jahr durchschnittlich 1300 Euro aus, nur um früher zu sterben. Auch wenn vielen Rauchern dieser Umstand bekannt ist, schaffen sie es trotzdem nicht, ihrem Laster zu entsagen. Zu hoch sind die Hürden, die Finger von der Zigarette zu lassen und vielschichtig sind die Ausreden, die Raucher anführen, um weiter rauchen zu können. Sechs Anläufe braucht jeder Raucher im Schnitt, um endlich zum Nichtraucher zu werden, dabei gibt es so viele Aspekte, die gegen das Rauchen sprechen.

    Nicht nur für die Gesundheit schädlich

    Dass Rauchen der Gesundheit schadet, ist hinlänglich bekannt. Die Lunge leidet ebenso wie das Herz und die Arterien, die Haut altert deutlich schneller und die Bronchien fühlen sich auch nicht sonderlich wohl, wenn sie ständig mit Nikotin vollgepumpt werden. Raucher schädigen aber auch ihre nähere Umgebung und die Menschen, die mit einem Raucher zusammenleben, werden zwangsläufig zu passiven Rauchern. Rauchen schadet außerdem dem Geldbeutel, denn man kann sein Geld auch für schönere Dinge ausgeben als für einen Schadstoff wie Nikotin, der schädlicher ist als Zyankali oder Arsen. Die meisten Raucher sind jedoch gegen all diese Argumente resistent und qualmen fröhlich weiter, dabei gibt es so viele unterschiedliche Methoden, um der Zigarette endgültig Adieu zu sagen.

    Vier Wege, dem Nikotin zu entsagen

    Alle, die abnehmen wollen, müssen einen festen Willen mitbringen, mit dem Rauchen ist es sehr ähnlich. Ganz ohne Hilfe klappt es eher selten, aber es gibt Raucher, die einfach einen Schlusspunkt gesetzt und die letzte Zigarette ausgedrückt haben. Leider liegt bei dieser Art der Entwöhnung die Erfolgsquote bei gerade einmal fünf Prozent, denn sehr oft siegt die Gewohnheit über den guten Willen. Hypnose und Akupunktur sind zwei bewährte Methoden, die aus einem Raucher einen Nichtraucher machen können. Die Erfolgsquote liegt bei sechs Prozent und damit leider auch nicht allzu hoch. Eine Ersatz-Therapie können Kaugummis, Pflaster und Tabletten darstellen, hier sprechen immerhin 15 % für einen Erfolg, noch höhere Chancen bietet nur die Verhaltenstherapie mit 23 %. Wer sein Verhalten auf Dauer ändert, der wird es auch schaffen, vom Nikotin wegzukommen. Wer die Seite von www.frau-rauchfrei.de anklickt, der bekommt viele interessante Informationen, Tipps und Tricks, damit das Vorhaben Nichtraucher endlich klappt.

    Die Angst vor dem Entzug

    Die meisten Raucher führen die Angst vor den Entzugserscheinungen an, wenn es darum geht, eine Ausrede zu finden, um weiter zu rauchen. Es wäre eine Lüge zu behaupten, dass es keine Probleme mit Entzugserscheinungen gibt, aber diese Probleme halten sich in einem zeitlich begrenzten Rahmen. Bei Langzeitrauchern hat sich der Körper an die regelmäßige Dosis Nikotin gewöhnt und im Gehirn haben sich Rezeptoren gebildet, die statt nach Endorphinen nach Nikotin verlangen. Da aber auch die Wahrnehmung von Schmerzen, die Konzentration, die Leistung des Gedächtnisses und auch die Emotionen vom Rauchen negativ beeinflusst werden, spielt der Körper bei einer Rauchentwöhnung schnell verrückt.

    Immer individuell

    Jeder Raucher reagiert anders, wenn er sich entschließt, den Zigaretten zu widersagen. Die einen klagen über Kopfschmerzen, sie sind unruhig, schlafen schlecht, zittern und schwitzen übermäßig. Andere haben kaum Symptome und diese klingen nach wenigen Tagen ganz ab. Auch der Zeitraum, in dem Entzugserscheinungen auftreten können, ist von Raucher zu Raucher verschieden. Einige brauchen nur wenige Tage, um die Entzugserscheinungen zu bewältigen, andere quälen sich wochen- oder sogar monatelang damit. Im Gehirn beginnt der Entzug schon nach wenigen Tagen und in diesem Zeitraum fängt auch der Körper an, das Nikotin langsam aber sicher abzubauen. Es werden wieder Endorphine freigesetzt und der ehemaliger Raucher erlebt so glückliche Momente, die allerdings von depressiven Momenten abgelöst werden. Erst nach einem Monat kann der Raucher sicher sein, seine Sucht überwunden zu haben.

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Ursachen für Hodenschmerzen – von harmlos bis gefährlich

    Wenn die Hoden schmerzen, dann haben die meisten Männer Angst, dass sich hinter diesen Schmerzen ein ernsthaftes Problem verbergen könnte. Hodenkrebs ist meist die zuerst genannte Angst, wenn es um die Ursachen für Hodenschmerzen geht, aber diese Angst ist in den meisten Fällen unbegründet. Die Ursachen für Hodenschmerzen sind in der Regel harmlos, aber wenn die Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten, dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um eine schwere Erkrankung ausschließen zu können.

    Ursachen für Hodenschmerzen – Krebs ist es selten

    Wenn die Hoden schmerzen, dann werden viele Männer panisch und fürchten, dass Krebs die Ursache sein könnte. Hodenkrebs äußert sich aber durch andere Symptome, wie kleine Schwellungen oder auch Knötchen unter der Haut. Schmerzen treten im Frühstadium von Hodenkrebs sehr selten auf, und wenn es überhaupt zu Schmerzen in den Hoden kommt, dann muss der Krebs schon sehr weit fortgeschritten sein. Hodenkrebs, der frühzeitig erkannt wird, lässt sich sehr gut behandeln, daher ist es wichtig, die Hoden in regelmäßigen Abständen im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung von einem Arzt abtasten zu lassen.

    Schmerzen durch Hodenentzündungen

    Häufig sind die Ursachen für Hodenschmerzen in einer Entzündung zu finden. Vor allem wenn es sich um einseitige Schmerzen handelt, dann deutet das auf eine sogenannte Orchitis, eine Hodenentzündung hin. Ist das der Fall, dann sind selten beiden Hoden gleichermaßen betroffen, die Entzündung konzentriert sich meist nur auf einen Hoden. Zu den weiteren Symptomen einer Hodenentzündung gehören Kopfschmerzen, leichtes Fieber und eine allgemeine Abgeschlagenheit. In der Regel werden einseitige Entzündungen der Hoden von Viren oder Bakterien ausgelöst, die durch das Blut oder durch die Lymphen in den betroffenen Hoden wandern. Besonders häufig treten dabei Viren in Erscheinung, die Mumps auslösen, aber auch Viren, die für die Windpocken, für Malaria und das Pfeiffersche Drüsenfieber verantwortlich sind, können eine Hodenentzündung auslösen.

    Die Nebenhodenentzündung als Ursache

    Zu den Ursachen für Hodenschmerzen gehört auch die Epididymitis, eine Entzündung des Nebenhodens. Ausgelöst wird diese Erkrankung von einer Blasen- oder Prostataentzündung, aber auch wenn die Harnröhre betroffen ist, dann entzündet sich der Nebenhoden. Die Krankheitserreger kommen über den Samenleiter in den Nebenhoden und die Betroffenen verspüren Schmerzen im Rücken und in den Flanken, auch Bauchschmerzen können bei dieser Entzündung auftreten. Im späteren Verlauf könnten es auch Symptome sein, wie sie bei einer Hodenentzündung auftreten.

    Möglich ist auch ein Leistenbruch

    Der Leistenbruch gehört ebenfalls zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Die Betroffenen spüren ein unangenehmes Ziehen in den Hoden und in der Leiste, besonders nach Erschütterungen wie Husten oder Niesen. Ob es sich tatsächlich um einen Leistenbruch handelt, kann der Arzt schnell durch abtasten feststellen, zudem macht sich eine Leistenhernie auch durch eine Beule, ein Anschwellen der Hoden oder eine Verdickung in der Leistengegend bemerkbar. Heißt die Diagnose Leistenbruch, dann ist eine Operation unumgänglich, denn sonst kann es zu einer gefährlichen Einklemmung des Darms kommen.

    Schmerzen nach dem Sex

    Selbst wenn es vielleicht komisch klingt, auch der Sex gehört zu den Ursachen für Hodenschmerzen. Nach dem Geschlechtsverkehr sind die Hoden sehr empfindlich und reagieren auf schon auf die kleinste Berührung. Wenn es nicht zu einer Ejakulation gekommen ist oder wenn die Erektion sehr lange gehalten wird, dann sind brennende oder stechende Schmerzen in den Hoden keine Seltenheit. Die Ursachen für die Hodenschmerzen liegen hier bei einem erhöhten Blutstrom in den Genitalien, der bei einer langen Erregungsphase zu Krämpfen in der empfindlichen Muskulatur der Samenwege führt. Früher wurden diese Schmerzen auch „Kavaliersschmerzen“ genannt, denn von wahren Kavalieren wurde behauptet, dass sie ihren eigenen Höhepunkt so lang hinausgezögert haben, bis die jeweilige Dame auf ihre Kosten gekommen war. Der berühmte Giacomo Casanova soll ein wahrer Meister auf diesem Gebiet gewesen sein.

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Die Sprachstörung Dysarthrie – wenn die Worte fehlen

    Die Sprachstörung Dysarthrie – wenn die Worte fehlen

    Dysarthrie ist streng genommen gar keine Krankheit, sondern eine Störung der Sprechmotorik. Zwar wissen die Betroffenen, was und auch wie sie etwas sagen möchten, aber die entsprechenden Nerven und Muskeln, die zum Sprechen gebraucht werden, geben die Befehle nicht an das Gehirn weiter. Die Sprachstörung Dysarthrie ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, besonders oft ist aber die Lautbildung betroffen, viele haben aber auch Schwierigkeiten mit der Sprechatmung, der Sprechmelodie und der Veränderungen der Stimme während des Sprechens. In ihrer schwersten Form führt die Sprachstörung Dysarthrie zu vollkommener Sprachlosigkeit.

    Welche Ursachen hat die Sprachstörung Dysarthrie?

    Für eine Dysarthrie gibt es verschiedene Ursachen. So kann die Störung nach einem Schlaganfall ebenso auftreten wie auch nach einer Gehirnhautentzündung. Alkoholismus kann Dysarthrie auslösen, aber auch die Parkinson-Krankheit gilt als ein Auslöser für die Sprachstörung Dysarthrie. Menschen, die ein Schädel-Hirn-Trauma hatten, bedingt durch einen Schlag oder einen Sturz, müssen nicht selten mit einer Dysarthrie leben. Wenn das kindliche Gehirn zwischen dem sechsten Schwangerschaftsmonat und dem ersten Lebensjahr geschädigt wird, dann kann eine Dysarthrie die Folge sein, ebenso kann ein Gehirntumor eine mögliche Ursache sein. Vereinzelt kommt es auch bei einer Multiplen Sklerose zu einer Dysarthrie, eher selten löst auch eine Vergiftung, zum Beispiel durch Drogen, die Sprachstörung aus.

    Wann sollten die Betroffenen einen Arzt aussuchen?

    Grundsätzlich gilt, wenn es zu einer Sprachstörung kommt, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden, der der Ursache auf den Grund geht. Nicht immer hat ein Schlaganfall die typischen Symptome, vielfach macht er sich nur durch eine undeutliche Sprache bemerkbar. Um die Ursache für die Sprachstörung Dysarthrie vollständig abklären zu können, müssen die Betroffenen neurologisch untersucht werden, zum Beispiel mit der Hilfe eines EEGs, das die Hirnaktivität misst, oder durch ein CT, eine Computertomografie. Auch ein MRT, eine Magnetresonanztomographie dient als Hilfsmittel, um die Ursache für eine Dysarthrie zu finden. Wenn alle diese Mittel nicht ausreichen, dann gibt es noch die Möglichkeit, durch eine Punktion eine Probe der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit zu nehmen.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn feststeht, was die Sprachstörung Dysarthrie ausgelöst hat, dann kann mit der entsprechenden Therapie begonnen werden. In der Regel wird die Störung mit einer gezielten Sprachtherapie behandelt, die individuell an den jeweiligen Patienten angepasst wird. Die Therapie besteht aus mehreren Bausteinen, zu denen unter anderem auch die richtige Körper- und Kopfhaltung erlernt werden muss. Wichtig ist es zudem, dass es zwischen der Atmung, der Artikulation und der Sprache ein harmonisches Zusammenspiel gibt. Wenn die Spannung des Körpers zu hoch ist, dann gibt es spezielle Übungen, die die Spannungen wieder abbauen. Wenn die Atmung beeinträchtigt ist, müssen die Betroffenen lernen, ihre Atmung zu vertiefen und den Strom der Atmung zu verlängern. Auch Rollenspiele können zur Therapie gehören, denn viele, die unter der Sprachstörung Dysarthrie leiden, haben Probleme damit, in bestimmten Situationen die richtigen Worte zu finden.

    Wie können Angehörige helfen?

    Um die Sprachstörung Dysarthrie in den Griff zu bekommen, sind nicht nur die entsprechenden Therapien notwendig, auch die Angehörigen können den Betroffenen helfen. So sollten Gespräche in einer stressfreien und ruhigen Umgebung stattfinden und die Gesprächspartner sollten nach Möglichkeit nah beieinander sitzen, damit der Betroffene sich nicht übermäßig anstrengen muss. Zudem sollte während eines Gesprächs immer Blickkontakt gehalten werden, denn Mimik und Gestik machen es leichter, sich zu verständigen. In einer großen Gesprächsrunde sollten Angehörige nicht den Fehler machen und für den Betroffenen sprechen, denn selbst wenn das vielleicht gut gemeint ist, derjenige, der mit einer Dysarthrie zu kämpfen hat, fühlt sich schnell übergangen und unmündig.

    Eine Dysarthrie ist keine geistige Behinderung und die Betroffenen sind weder noch dumm oder minderbemittelt, deshalb sollten sie auch zu keiner Zeit so behandelt werden.

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  • Wie gefährlich ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft?

    Wie gefährlich ist Toxoplasmose in der Schwangerschaft?

    Toxoplasma gondii – so heißt der Parasit, der eine Toxoplasmose auslöst und der vor allem in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden kann. Dringt der Parasit in den menschlichen Körper ein, dann setzt er sich den Zellen fest und vermehrt sich dort in rasanter Geschwindigkeit. Die meisten Menschen merken allerdings nichts davon und es wird geschätzt, dass sich rund 50 % der Deutschen bereits einmal mit Toxoplasmose infiziert hat. Normalerweise bildet der Körper sehr schnell Abwehrstoffe, aber für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, kann Toxoplasmose ein Risiko sein.

    Wie wird der Erreger übertragen?

    Es sind überwiegend Katzen, die den Erreger der Toxoplasmose mit ihrem Kot ausscheiden. Gelangt der Erreger in feuchte Erde oder in Sand, dann kann er mehrere Monate, mitunter sogar Jahre überleben. Bei der Gartenarbeit kann es daher schnell passieren, dass man mit dem Parasiten in Kontakt kommt und nur eine unbedachte Bewegung Richtung Mund reicht aus und schon ist der Toxoplasmose-Erreger im Körper. Zu finden ist der Parasit aber auch auf ungewaschenem Obst und Gemüse, und da ihn auch Schlachttiere in sich tragen, sollte Fleisch immer sehr gut durchgebraten sein. Da Toxoplasmose in der Schwangerschaft sehr gefährlich werden kann, sollten werdende Mütter Gemüse und Obst immer gründlich waschen und Fleisch nur durchgebraten essen.

    Toxoplasmose in der Schwangerschaft

    Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist gefährlich, besonders im ersten Drittel kann der Erreger zu einer Fehlgeburt führen. Kinder, die im zweiten oder im letzten Schwangerschaftsdrittel mit dem Erreger der Toxoplasmose zur Welt kommen, haben zunächst keine Symptome, erst in späteren Jahren zeigen sich die Folgen der Infektion im Mutterleib. Dass Toxoplasmose in der Schwangerschaft gefährlich ist, zeigt sich an den Schädigungen, die der Parasit auslösen kann. Vor allem Netzhaut- und Aderhautentzündungen, aber auch Verzögerungen in der Entwicklung und Krampfanfälle zeigen, wie gefährlich eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist. Schwangere Frauen sollten sich auf eine Immunität auf Toxoplasmose untersuchen lassen, da aber die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen solchen Test nicht übernehmen, verzichten viele Frauen darauf.

    Welche Behandlung gibt es?

    Da Toxoplasmose in der Schwangerschaft für das Kind sehr gefährlich werden kann, stellt sich natürlich auch die Frage, wie die Krankheit behandelt werden kann. Schwangere, die sich frisch mit Toxoplasmose infiziert haben, sollten sich selbst dann behandeln lassen, wenn eine Infektion beim ungeborenen Kind nicht nachgewiesen werden kann. Auf diese Weise lässt sich das Risiko senken, dass der Parasit auf das Kind übertragen wird. Neugeborene, die im Mutterleib infiziert wurden, müssen sofort therapiert werden. Gegen Toxoplasmose werden unter anderem Wirkstoffe wie Spiramycin und auch Pyrimethamin oder Sulfadiazin eingesetzt, bei schwangeren Frauen auch in einer Kombination mit Folinsäure. Selbst wenn Toxoplasmose in der Schwangerschaft gefährlich ist, bei gesunden erwachsenen Menschen ist keine Behandlung notwendig.

    Wie können sich schwangere Frauen schützen?

    Damit es erst gar nicht zu einer Toxoplasmose in der Schwangerschaft kommt, sollten werdende Mütter einige einfache Regeln beherzigen. Leben Katzen mit im Haushalt, dann sollten die Tiere Dosenfutter und kein frisches Fleisch bekommen. Während der Schwangerschaft sollte ein anderes Mitglied der Familie die Katzentoilette reinigen und einmal am Tag mit heißem Wasser sehr gründlich sauber machen. Obst und Gemüse müssen vor dem Verzehr sehr gründlich gewaschen werden, und schwangere Frauen sollten auch rohes Fleisch, zum Beispiel in Form von Tatar meiden. Bei der Gartenarbeit müssen Handschuhe getragen werden und nach dem Besuch eines Spielplatzes müssen die Hände sehr gründlich gewaschen und nach Möglichkeit auch desinfiziert werden. In der Regel verläuft eine Infektion mit dem Toxoplasmose-Erreger ohne Symptome, wenn es aber zu Fieber, Durchfall, Schmerzen in den Muskeln und grippeähnlichen Symptomen kommt, dann können das Anzeichen für eine Infektion mit Toxoplasmose sein. In diesem Fall muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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