Schlagwort: Symptome

  • Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Masern – Hamburg startet Impfkampagne

    Eigentlich gehören die Masern zu den Kinderkrankheiten, aber auch Erwachsene können an Masern erkranken. Wenn das passiert, kann es gefährlich werden, denn 39 % derjenigen, die sich mit Masern infizieren, sind zwischen 20 und 59 Jahre alt. Um einen wirksamen Schutz aufbauen zu können, sollten schon Kinder gegen die Krankheit geimpft werden. Die Hansestadt Hamburg startet jetzt mit einer großangelegten Impfkampagne, denn die Masernfälle in Hamburg steigen drastisch an.

    Immer mehr Erkrankte

    Normalerweise gibt es in Hamburg rund 14 Masernfälle in einem Jahr, seit Beginn des Jahres 2015 sind es aber schon 86 und die Zahl steigt weiter. Jetzt hat sich der Hamburger Senat entschlossen, eine Impfkampagne zu starten, und wirbt in den U-Bahnen, in Bussen und überall in der Stadt mit Plakaten dafür, sich impfen zu lassen. Wer sich vor den Masern schützen will, kann beim Arzt aber auch in allen Krankenhäusern geimpft werden, zudem haben die Gesundheitsämter sogenannte Impfsprechstunden eingerichtet. Die zuständige Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) rät auch dazu, dass sich die Mitarbeiter von Firmen, Betrieben und Behörden impfen lassen. Zwar sind in Hamburg 94 % der Grundschüler geimpft, aber die steigenden Krankheitszahlen zeigen, dass es noch eine Lücke gibt.

    Masern schwächen das Immunsystem

    Masern sind hochansteckend und die Infektion erfolgt durch anhusten, durch niesen oder sprechen. Masern verlaufen in der Regel in zwei Phasen, einem ersten Stadium, bei der die Betroffenen grippeähnliche Symptome verspüren, in der zweiten Phase kommt es dann zum charakteristischen Hautausschlag. Bei Masern können nur die Symptome, aber nicht die Krankheit behandelt werden. In 10-20 % der Fälle treten Komplikationen wie eine Lungenentzündung, eine Mittelohrentzündung oder eine Bronchitis auf. Bei 0,1 % der Erkrankten werden die Masern lebensgefährlich, wenn zu den Masern eine Hirnhautentzündung kommt.

    Der beste Schutz

    Da Masern nicht mit Medikamenten bekämpft werden kann, ist eine Schutzimpfung das einzige wirksame Mittel, um einer Ansteckung zu entgehen. Kinder sind nach der Geburt bis zum neunten Lebensmonat durch die Antikörper der Mutter geschützt, sofern diese die Masern entweder schon hatte oder gegen die Krankheit geimpft wurde. Zwischen dem elften und dem 15. Lebensmonat erfolgt dann die erste Schutzimpfung. Ist das Kind zwischen 15 und 23 Monaten alt, dann sollte eine zweite Schutzimpfung erfolgen, die auch mit einer Impfung gegen Mumps und Röteln kombiniert werden kann. Alle, die als Kind nicht geimpft wurden, können das bis zum 18. Lebensjahr nachholen. Der Impfstoff gegen Masern besteht aus abgeschwächten Masernviren, und in 90 % ist die Impfung auch erfolgreich, denn nach vier bis sechs Wochen können Antikörper festgestellt werden.

    Bild: © Depositphotos.com / dnaumoid

  • Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Noch immer hat eine Sepsis, eine Blutvergiftung nichts von ihren Schrecken verloren, denn wenn eine Blutvergiftung diagnostiziert wird, dann kommt es auf jede Minute an. Noch vor wenigen Jahren gehörte die Blutvergiftung zu den häufigsten Todesursachen, aber durch eine deutlich bessere Schulung vor allem der Notfallmediziner, konnte die Todesrate heute gesenkt werden. Trotzdem ist die Gefahr noch immer nicht gebannt, denn fast jeder dritte Fall von Sepsis endet nach wie vor mit dem Tod. Diese Rate von 30 % könnte nach Ansicht von Experten aber sinken, wenn die Ärzte auch in den Krankenhäusern besser geschult würden.

    Was ist eine Blutvergiftung?

    Eine Sepsis entsteht immer dann, wenn Bakterien und Pilze in eine offene Wunde eindringen können. Das setzt dann die körpereigene Abwehr außer Gefecht und der Körper beginnt damit, das eigene Gewebe zu zerstören. Dabei werden innerer Organe massiv beschädigt und das führt schließlich zum Tod. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 175.000 Menschen eine Blutvergiftung, und die Tendenz ist steigend. Zieht sich ein Kind eine Sepsis zu, dann geht es um jede Minute, denn der kindliche Kreislauf kann der Infektion durch Bakterien nicht lange standhalten, nur eine gezielte Behandlung kann sein Leben retten. Die ersten Anzeichen einer Blutvergiftung sind hohes Fieber, Abgeschlagenheit und ein Anstieg der Herz- und Atemfrequenz. Patienten, die diese Symptome haben, sollten auf jeden Fall auch auf eine Sepsis untersucht werden, denn wenn das nicht passiert und wertvolle Zeit verloren geht, dann kann es zu spät sein.

    Besonders Kinder sind gefährdet

    Aktuell ist die Sepsis die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, und in fast allen Bundesländern liegt die Zahl der Sterblichkeit bei 10 %. Niedersachsen wollte das so nicht mehr hinnehmen und begann damit, seine Ärzte und Rettungssanitäter gezielt zu schulen. Diese Maßnahme wurde ein großer Erfolg, denn die Sterblichkeitsrate bei Kindern mit einer Blutvergiftung sank im norddeutschen Bundesland auf nur noch zwei Prozent. Das hat Vorbildcharakter. Niedersachsen fordert nun die anderen Bundesländer auf, ebenfalls bessere Schulungen anzubieten, um so mehr Leben retten zu können.

    Gut behandelbar

    Eine Blutvergiftung ist zwar sehr gefährlich, aber sie lässt sich auch gut behandeln. Das Problem ist allerdings, dass eine Sepsis oftmals viel zu spät erkannt wird. Eine Stunde kann bei der Behandlung einer Blutvergiftung eine entscheidende Rolle spielen, ob der Patient überlebt oder nicht. Bei Kindern wird sofort mit der Behandlung begonnen, die in der Regel aus hoch dosierten Antibiotika besteht. In Niedersachsen wurde jetzt eine Art Netzwerk aufgebaut, in dem unter anderem auch Notärzte rund um die Uhr im Einsatz sind. Spezialisten können nach Bedarf eingeflogen werden und es gibt die Möglichkeit von Videoschaltungen, um Ärzten vor Ort helfen zu können. Auch eine gezielte Weiterbildung steht in Niedersachsen bei der Behandlung von Blutvergiftungen im Fokus.

    Bild: © Depositphotos.com / 3quarks

  • Rauchen vermehrt Wechseljahres-Beschwerden

    Viermal so häufig Hitzewallungen im Vergleich zu Nichtraucherinnen

    Baierbrunn (ots) – Mit Beginn der Wechseljahre leiden rund drei von vier Frauen unter Hitzewallungen – Raucherinnen jedoch ganz besonders, berichtet die „Apotheken Umschau“. Dies habe eine Studie der Universität von Illinois (USA) mit 761 Frauen zwischen 45 und 54 Jahren ergeben. Verglichen mit Nichtraucherinnen haben sie ein vierfach höheres Risiko für Hitzewallungen. Zudem treten die Symptome deutlich stärker und häufiger auf. Auch diese Studie zeigte, wie ratsam Aufhören ist: Wer schon vor mindestens fünf Jahren vom Glimmstängel abließ, hatte deutlich weniger Beschwerden.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3116237
  • Reisekrankheit – gibt es bald ein neues Mittel?

    Reisekrankheit – gibt es bald ein neues Mittel?

    Reisen erweitert den Horizont, man lernt neue Kulturen und neue Menschen kennen, und nicht zu vergessen, Reisen macht auch viel Spaß. Viele Menschen, die gerne reisen, müssen aber mit der sogenannten Reisekrankheit leben. Wenn der Fernbus in die Kurve geht, das Flugzeug ein wenig schlingert oder das Schiff auf allzu hohen Wellen reitet, dann steht den Betroffenen der kalte Schweiß auf der Stirn, es kommt zu Übelkeit und nicht selten auch zum Erbrechen. Reisekrankheit heißt dann die Diagnose. Gegen diese Krankheit ist leider noch kein Kraut gewachsen, oder doch? Neue Studien machen Hoffnung darauf, dass es bald ein wirksames Medikament gegen Reisekrankheit gibt.

    Die Sinne wirbeln durcheinander

    Warum es zur Reisekrankheit kommt, das haben Wissenschaftler jetzt entschlüsselt. Während einer Reise werden alle Sinne tüchtig durcheinander gewirbelt und das Gehirn versucht, die Sinne wieder zusammenzubringen. Das gelingt nicht, denn die Reisegeschwindigkeit sorgt dafür, dass Zeit und Raum im Gehirn ein vollkommen sinnloses Bild projizieren, das nicht mehr zusammengesetzt werden kann. Was das Gehirn vollkommen durcheinanderbringt, ist, dass die Bewegungen nicht selbst produziert werden, denn die Muskulatur ruht sich aus, trotzdem rauscht die Welt schnell vorbei. Fahren ein Bus oder ein Auto um die Kurve, dann erzeugt das im Gehirn Vibrationen und Erschütterungen, die etwas vortäuschen, was gar nicht vorhanden ist. Da das jedoch nicht immer verarbeitet werden kann, kommt es zur Reisekrankheit. Die Unfähigkeit des Hirns, die Eindrücke zuordnen zu können, setzt dann Histamine frei und die führen zu Erbrechen und Übelkeit.

    Können Medikamente helfen?

    In den Apotheken können alle, die unter der Reisekrankheit leiden, Medikamente kaufen, aber diese Antihistaminika bekämpfen lediglich die Symptome der Reisekrankheit, nicht aber ihre Ursache. Die Mittel bewirken, dass der Körper weniger Histamine ausschüttet und dass den Betroffenen nicht mehr so schnell übel wird, dafür werden sie schläfrig. Viele haben nach der Einnahme der meist rezeptfrei erhältlichen Mittel gegen Reise schon einen Segeltörn oder sogar eine Kreuzfahrt im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. Einige Forscher haben es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, ein Mittel gegen Reisekrankheit zu finden, das nicht müde macht. Die Wissenschaftler des Imperial College in London haben über ihre Versuche eine Studie veröffentlicht.

    Wie hilfreich ist eine Hirnstimulation?

    Für die Studie mussten die Probanden auf einem beweglichen Stuhl Platz nehmen, der die typischen Bewegungen nachahmt, die bei einer Reise im Bus, auf dem Schiff oder im Flugzeug entstehen. Saßen die Studienteilnehmer einfach nur so auf dem Stuhl, kam es bei den meisten zu Symptomen der Reisekrankheit. Wurden sie aber von Kopf bis Fuß auf dem Stuhl festgeschnallt, dann klagten nur noch wenige darüber, dass ihnen schlecht wird. Die Erklärung der Forscher war: Das Gehirn musste nicht mehr so viel arbeiten und in der Folge wurden auch keine Histamine mehr ausgeschüttet, die Stressreaktionen verschwanden. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass innerhalb von fünf Jahren eine Möglichkeit gefunden wird, die die Reisekrankheit besiegt. Möglich wären zum Beispiel kleine Elektroden, die am Kopf befestigt werden und über das Mobiltelefon funktionieren. Über diese Elektroden wird das Gehirn stimuliert und die Symptome der Reisekrankheit werden deutlich verringert.

    Bild: © Depositphotos.com / ftlaudgirl

  • Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Grüner Kaffee – der neue Schlankmacher?

    Kaffee ist der beliebteste Muntermacher am Morgen und in vernünftigen Mengen genossen, ist Kaffee auch gesund. Aber kann Kaffee dabei helfen, überflüssige Pfunde loszuwerden? Ein neuer Trend aus den USA sagt ja, aber es sollte grüner Kaffee sein. Bekanntlich finden die Trends, die aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kommen, sehr schnell den Weg über den Ozean und es ist zu vermuten, dass auch der neue Diät Trend bald in Deutschland viele Fans findet. Was aber ist grüner Kaffee und was macht ihn zu einem Schlankmacher?

    Was ist grüner Kaffee?

    Die meisten werden Kaffee in Pulverform oder in Form von ganzen Bohnen kennen und beide Varianten haben eine tiefbraune Farbe. Wenn Kaffee aber noch roh, also noch nicht geröstet ist, dann ist er grün und schmeckt leider auch nicht so aromatisch wie gerösteter Kaffee. Grüner Kaffee ist eigentlich ungenießbar, denn er schmeckt sehr sauer und wird deshalb auch nicht als Heißgetränk genutzt. Erhältlich ist grüner Kaffee als Nahrungsergänzungsmittel, er kann wie Tee in Aufgussbeuteln gekauft werden, ist aber auch als kleiner Snack zum Knabbern sehr beliebt. In den USA wird grüner Kaffee in Kapseln gefüllt und gilt als der neue Geheimtipp, wenn es ums Abnehmen geht.

    Mit Vorsicht zu genießen

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    Unreifer Kaffee enthält Chlorogensäure und diese spezielle Säure soll effektiv dabei helfen, an Körperfett zu verlieren. Die Universität Scranton in Pennsylvania führte zusammen mit dem MVJ Medical College am Research Hospital im indischen Bangelore eine Studie mit jeweils acht übergewichtigen Männern und Frauen im Alter zwischen 22 und 46 Jahren durch. Die Studienteilnehmer bekamen sechs Wochen lang dreimal am Tag eine Dosis von 350 Millilitern Chlorogensäure in Kapselform, weitere sechs Wochen nur zweimal täglich die gleiche Dosis und noch einmal sechs Wochen lang ein Placebo. Die Reihenfolge, in der die Kapseln verabreicht wurden, war zufällig und zwei Wochen lang wurden gar keine Kapseln eingenommen. Das Ergebnis klingt nicht gerade vielversprechend, denn das durchschnittliche Körpergewicht von 72 Kilogramm verringerte sich nach sechs Wochen um nur zwei Kilogramm. In den sechs Wochen, in denen nur die geringe Dosis gegeben wurde, sank das Gewicht um magere anderthalb Kilogramm und in den Placebo Wochen nahmen die Probanden 300 Gramm zu.

    Wie schädlich ist grüner Kaffee?

    Mediziner zweifeln die Ergebnisse der Studie an, und als sich dann noch heraus stellte, dass die Daten manipuliert wurden, sahen sich die Kritiker bestätigt. Jetzt gibt es eine neue Studie, die allerdings mit Mäusen durchgeführt wurde und diese Studie zeigt, dass die Chlorogensäure schädlich für die Gesundheit ist. Die Mäuse, die ein Gramm Chlorogensäure in einem Kilogramm Futter aßen, hatten am Ende der Studie Symptome, die auf eine Fettleber und auf Diabetes hinwiesen. Damit steht fest, dass die Kapseln mit dem Pulver aus grünem Kaffee zum einen die Kilos nicht wie gewünscht purzeln lassen und zum anderen auch noch die Gesundheit angreifen. Die Chlorogensäure im grünen Kaffee entfaltet ihre Wirkung bereits im Darm und verhindert, dass Glucose ins Blut gelangt. Wird grüner Kaffee regelmäßig nach einer Mahlzeit getrunken, senkt das auf Dauer den Blutzucker-Spiegel, aber das Gewicht verringert sich kaum.

    Bild: © Depositphotos.com / levkro

  • Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Wie gefährlich ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Jeder kennt das Gefühl, wenn die Hand „eingeschlafen“ ist und kaum jemand misst dem Kribbeln und dem Taubheitsgefühl Bedeutung bei. In den allermeisten Fällen ist dieses Gefühl auch harmlos, aber es kann auch ein Zeichen für das sogenannte Karpaltunnelsyndrom sein. Vor allem wenn das Kribbeln und das Gefühl die Hand sei taub, wiederholt und auch nachts auftritt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich tatsächlich um ein Karpaltunnelsyndrom handelt. Wenn das der Fall ist, dann muss dieses Syndrom auch behandelt werden, passiert das nicht, dann droht im schlimmsten Fall Muskelschwund.

    Was genau ist ein Karpaltunnelsyndrom?

    Genau genommen ist der Karpaltunnel kein Tunnel, sondern eine Art Kanal im Handgelenk, durch den die Nerven, Sehnen und Bänder verlaufen. Wenn es besonders in der Nacht zu einem Kribbeln oder zu einem tauben Gefühl in der Hand kommt, dann ist in der Regel der Mittelarmnerv eingeklemmt, der Nervus medianus. So kommt es zu Gefühlsstörungen, die sich vor allem am Daumen, aber auch am Mittel- und Zeigefinger bemerkbar machen. Ein Karpaltunnelsyndrom wird im frühen Stadium kaum wahrgenommen, aber wenn die Gefühlsstörungen in regelmäßigen Abständen auftreten, dann ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Zu den Symptomen eines Karpaltunnelsyndroms gehören:

    • Kribbeln in den Fingern, das in den Arm ausstrahlt
    • Bewegungsschmerzen in der Hand, die an einen elektrischen Schlag erinnern
    • Gefühllosigkeit im Daumen sowie im Zeige- und Mittelfinger
    • Die Feinmotorik der Hand ist eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden
    • Der Daumenballen bildet sich zurück

    Welche Ursachen hat das Karpaltunnelsyndrom?

    Für das Karpaltunnelsyndrom gibt es viele verschiedene Ursachen. Eine einseitige Belastung, wie sie bei der Haus- und Gartenarbeit häufig auftritt, kann ein Karpaltunnelsyndrom auslösen, aber auch eine abgeknickte Haltung der Hand bei der Arbeit am PC oder beim Sport kann die Ursache sein. Viele knicken oder klemmen im Schlaf die Hand ein und durch die so entstehende Durchblutungsstörung kann sich ein Karpaltunnelsyndrom bilden. Möglich sind aber auch hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft. Krankheiten wie Rheuma, eine Überfunktion der Schilddrüse, eine Nierenschwäche und Diabetes stehen ebenso im Verdacht, ein Karpaltunnelsyndrom auszulösen. Sehr selten ist auch eine genetische Vererbung möglich, in diesem Fall spricht die Medizin von einer erblichen Disposition.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn die Beschwerden immer wiederkehren und nicht nur in der Nacht, sondern vermehrt auch am Tag auftreten, dann ist es immer sinnvoll einen Arzt aufzusuchen und sich neurologisch behandeln zu lassen. Wird das Karpaltunnelsyndrom früh erkannt und ist noch nicht so stark ausgeprägt, dann kann es helfen, eine Schiene zu tragen. Außerdem kann eine kurzfristige Therapie mit Kortison verhindern, dass der betroffenen Nerv noch weiteren Schaden nimmt. Wenn weder die Schiene noch das Kortison helfen die Beschwerden zu lindern, dann ist eine Operation der letzte Ausweg. Der Eingriff kann in der Regel ambulant und endoskopisch durchgeführt werden. Das Ziel der Operation ist es, dem beschädigten Nerv in der Mittelhand mehr Platz zu verschaffen und den Druck von den Bändern und Sehnen zu nehmen. Nach der OP empfiehlt sich eine Physiotherapie, die individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt wird.

    Was passiert, wenn das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt wird?

    Wer die beschrieben Symptome hat, sie aber auf Dauer ignoriert, der wird starke Schmerzen bekommen und diese Schmerzen beschränken sich eines Tages nicht mehr nur auf die Hand. Sie strahlen vielmehr auf alle Finger, auf den Arm und schließlich in die Schulter- und Nackenregion aus. Wird das Karpaltunnelsyndrom nicht behandelt, dann werden die Muskeln der Hand immer schwächer und der Betroffene kann die Hand immer weniger benutzen. Im schlimmsten Fall kommt es dann zum Muskelschwund in der Hand, der schließlich chronisch wird und sich auch durch eine Operation nicht mehr beheben lässt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet