Schlagwort: Symptomen

  • Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Es ist Frühling und alles in uns schreit danach die Sonne und nicht zuletzt die frisch erwachte Natur zu genießen. Wenn der Schnee endgültig verschwindet, Schlitten und Ski ihr Sommerquartier in Garagen und Kellern einnehmen und wärmere Temperaturen zum Genießen der frischen Frühjahrsluft einladen, beginnt für eine nicht unwesentliche Gruppe Menschen auch die Zeit der triefenden Nasen, zugeschwollen Augen und der entzündeten Bindehäute. Die Beschwerden sind so facettenreich wie die Farbenpracht der Natur: Bis hin zu starken asthmatischen Problemen leiden Heuschnupfengeplagte mitunter an Symptomen, die den Alltag zur Qual machen können.

    Doch nicht nur mit dem Frühling und der ersten Blüten- und Gräserpracht des Jahres gehen die typischen Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis einher. Auch im Herbst quälen so manchen die Pollen der Saisongräser und –blüten.

    Die saisonale allergische Rhinitis – wenn die Blütenpracht zum Albtraum wird

    Die Medizin fasst unter der Bezeichnung Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis) die überempfindliche Reaktion des Immunsystems zusammen, die durch die Eiweiße in verschiedenen Pflanzenpollen ausgelöst werden.

    Das empfindliche und komplexe System aus Zellen und Eiweißen des menschlichen Körpers ist in diesen Fällen gestört. Anstatt seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bekämpfen schädlicher Krankheitserreger, nachzukommen, geht das Immunsystem bei Heuschnupfenpatienten auch gegen die Eiweiße der Blüten- und Gräserpollen vor. Diese sind zwar keineswegs als schädlich für den menschlichen Organismus einzustufen, doch durch eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems werden auch diese Eiweiße fälschlicherweise als gefährlich deklariert und dementsprechend bekämpft. Die Folge sind erkältungs- oder grippeartige Symptome.

    Einer von fünf Deutschen leidet unter einer derartigen Überempfindlichkeit. Damit zählt Heuschnupfen zu den statistisch gesehen häufigsten Allergien.

    Das Ausmaß der auftretenden Symptome ist dabei jedoch überaus unterschiedlich. Während mancher mit tränenden Augen und einer entzündeten Nasenschleimhaut zu kämpfen hat, müssen andere mit Medikamenten gegen asthmatische Anfälle vorgehen. Eine genauere Diagnose ist vor allem dann erforderlich, wenn der vermeintliche Heuschnupfen über das gesamte Jahr hinweg auftritt. Dann könnte statt der Allergie gegen Pollen beziehungsweise deren Eiweiße, auch eine allgemeinere Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Milben, die Ursache sein.

    Heuschnupfen – banales „Wehwehchen“ oder ernst zu nehmende Erkrankung?

    Der Heuschnupfen gehört zu den wohl am ehesten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. Die Symptome jedoch können Betroffenen stark zusetzen, den Alltag enorm einschränken und sogar Depressionen auslösen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr eines, wie er von Medizinern genannt wird, „Etagenwechsels“. Dabei klingen die typischen Symptome in den Nasennebenhöhlen und Schleimhäute meist ab – allerdings entwickelt sich in diesen Fällen häufig ein allergisches Asthma. Die Beschwerden verschwinden demnach nicht, sondern wechseln lediglich den Wirkungskreis, bis sie im schlimmsten Fall die Atemwege beeinträchtigen.

    Ursachen des Heuschnupfens – vererbt oder provoziert?

    Klare Fakten zur Ursache einer Heuschnupfenerkrankung gibt es bislang nicht. Allerdings werden anhand von Statistiken und medizinischen Beobachtungen Vermutungen angestellt.

    1. Theorie Vererbung:
    • Leidet kein Familienmitglied unter Heuschnupfen, wird eine 10 bis 15-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben, dass Kinder unter einer Pollen-Allergie leiden.
    • Sollte ein Elternteil oder eines der Geschwister unter Beschwerden leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 25 bis 30 Prozent.
    • Sind beide Eltern allergisch, steht die 40 bis 60-prozentige Wahrscheinlichkeit im Raum, dass auch das Kind allergisch reagiert.

     

    1. Theorie Hygienewahn als Auslöser:

    Bereits längere Zeit ist in Fachkreisen der ausgeprägte Hang zur übermäßigen Hygiene bei Säuglingen und Kleinkindern ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere bezüglich allergischer Reaktionen wird hier vermutet, dass die fehlende Forderung des Immunsystems in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit später Allergien zu entwickeln fördert. Fehlende Abwehrkräfte oder auch die falsche Konditionierung des Immunsystems kann, so die Expertenmeinungen, Allergien begünstigen.

    In welchen Fällen einer dieser beiden Auslöser in Frage kommt, ist schwer zu sagen. Die Forschung arbeitet jedoch daran herauszufinden, welche Auslöser Allergien im Allgemeinen auslösen, um auf diesem Wege eine noch effektivere Behandlung finden zu können. Die Pharmazie sowie die Naturheilkunde bieten bereits eine Palette wirkungsvoller Mittel zur Bekämpfung der typischen Symptome, so dass auch Heuschnupfengeplagte dem Frühling mehr oder weniger entspannt entgegentreten können.

  • Arthrose natürlich heilen

    Arthrose natürlich heilen

    In Deutschland sind über fünf Millionen Menschen an Arthrose erkrankt. Arthrose bezeichnet dabei einen Gelenkverschleiß, welcher über die altersbedingte Abnutzung der Gelenke hinaus geht. In Deutschland sind über fünf Millionen Menschen an Arthrose erkrankt. Der Knorpel des Gelenkes bildet sich bei dieser Erkrankung zurück. Problematisch ist, dass die Schäden immer erst wahrnehmbar sind, wenn die Knorpel so abgenutzt sind, dass bereits die darunter liegende Knochenschicht erreicht ist.

    Ursachen von Arthrose

    Die Ursachen einer Arthrose können unterschiedlichster Natur sein. Eine starke Ursache besteht im Alter. Je älter ein Mensch ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an Arthrose zu erkranken. Aber auch Frauen weisen ein erhöhtes Risiko auf, an Arthrose zu erkranken. Aber auch weitere Faktoren können eine Rolle spielen. Beispielsweise bestärkt Übergewicht die Abnutzung der Knorpel.

    Verlauf der Krankheit

    Patienten, welche an Arthrose leiden, weisen meist einen typischen Krankheitsverlauf auf. Dieser beginnt bei einer Überlastung der Gelenke, welche zwangsläufig zu einem Knorpelschaden führt. Der Knorpel selbst bildet sich zurück. Dadurch kommt es zu einer Reibung der Knochen und darüber hinaus führt die Instabilität des Gelenks zu Knochenspornen. Patienten können die Krankheit an folgenden Symptomen ausmachen:

    • Anlaufschmerzen am Morgen
    • Ruheschmerzen
    • Schmerzreaktionen auf Belastung des Gelenks

    Um sicher zu sein, ist es in jedem Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann eine genaue Diagnose aufstellen. Vorsicht ist jedoch bei der Diagnose, dass ein künstliches Gelenk eingesetzt werden müsste, geboten. An jeder Operation verdienen die Ärzte. Aus diesem Grund sollten vorher alle Möglichkeiten, welche eine natürliche Heilung bewirken, in Betracht gezogen werden.

    Wie lässt sich Arthrose natürlich heilen?

    Zum einen lassen sich die Symptome einer Arthrose durch eine ausgewogene Ernährung mildern. Eine gesunde Ernährung kann die Arthrose vollkommen verschwinden lassen. Dabei kommt es vor allem darauf an, sich ausgewogen zu ernähren. Der Körper braucht sowohl Kohlenhydrate als Energiezufuhr, als auch genügend Vitamine. Studien zeigten, dass Knoblauch und Gemüse gegen Arthrose wirksam sind. Auch eine positive Wirkung zeigte Braunhirse.

    Dazu können auch Nahrungsergänzungsmittel, welche die notwendigen Vitamine beinhalten, eingenommen werden. Weiterhin kann ausreichende Bewegung die Krankheit positiv beeinflussen. Regelmäßiger Sport in einem gesunden Maß ist bei der Erkrankung unabdingbar. Wichtig ist aber auch der Verzicht auf Nikotin sowie Alkohol. Alle Faktoren, welche dem Körper schaden, sollten bei einer Erkrankung verzichtet werden. Dies sind zunächst die einfachsten und natürlichsten Wege, den Symptomen von Arthrose entgegen zu wirken.

    Weitere Behandlungsmöglichkeiten

    Um Arthrose natürlich zu heilen, können auch Heilpflanzen zum Einsatz kommen. Der schweizer Naturarzt Hermann Kaufmann empfiehlt dazu:

    • morgens und nachmittags 2-3 Teufelskrallen-Tabletten oder –Kapseln
    • 2-3 mal in der Woche ein Thymian-Bad von etwa 20 Minuten

    Aber auch Weihrauch ist eine gängige Behandlungsmethode bei der Erkrankung an Arthrose. Dieses ist vor allem als Nahrungsergänzung bei chronischen Schmerzen einsetzbar.

    Weiterhin kann auch Akupunktur gegen die Symptome der Erkrankung einen positiven Effekt erzielen. Die traditionelle chinesische Medizin lindert durch die Akupunktur durch ein Lösen von Blockaden im Nervensystem die Schmerzen. In einer Studie von 2001 bis 2005 wurde sogar nachgewiesen, dass diese Heilmethode ohne Nebenwirkungen einhergeht. Auch ein Vergleich zwischen der Heilmethode Akupunktur und anderen Heilmethoden, welche herkömmlich eingesetzt werden, spricht eindeutig für Akupunktur. Die westliche Schulmedizin konnte lediglich 28 % der beobachteten Patienten helfen, die chinesische Heilmethode hingegen 50 %.

    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bei einer Erkrankung an Arthrose nicht unbedingt eine Operation notwendig ist. Schon kleine Dinge, wie eine Ernährungsumstellung oder mehr Bewegung können Arthrose natürlich heilen. Aber auch alternative Heilmethoden sind wirksam.

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  • Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Über Deutschland rollt die Grippewelle hinweg und immer mehr Menschen liegen mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Auch die Krankenhäuser bekommen die Auswirkungen der Grippewelle zu spüren, denn viele kommen in die Notfallambulanzen und müssen dann stationär aufgenommen werden. Einige Kliniken stoßen schon jetzt an ihre Kapazitäten, und dabei ist der Höhepunkt der Grippewelle nach Ansicht von Experten noch nicht einmal erreicht. Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen und was kann man tun, um erst gar nicht von der Grippewelle mitgerissen zu werden?

    Welche Symptome deuten auf eine Grippe hin?

    Eine Grippe ist nicht mit einem grippalen Infekt, also einer Erkältung zu vergleichen, eine Grippe ist eine Virusinfektion, die man immer ernst nehmen sollte. Eine Grippe hat keine Vorlaufzeit, sie tritt plötzlich und unvermittelt auf. Wer folgende Symptome verspürt, der sollte nicht zögern, sondern den Arzt aufsuchen:

    • Ein starkes Krankheitsgefühl, das sich plötzlich einstellt
    • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
    • Hohes Fieber
    • Erkältungsähnliche Symptome wie Halsschmerzen
    • Schüttelfrost
    • Atemnot

    Vor allem wenn es zu Luftnot kommt, ist es wichtig, sofort zum Arzt zu gehen, denn das kann ein Hinweis auf eine Lungenentzündung sein. Besonders ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sind von der Grippewelle stark betroffen und sie schweben bei einer Grippe unter Umständen sogar in Lebensgefahr.

    Wie schützt man sich vor der Grippewelle?

    Der beste Schutz vor der Grippewelle ist die Grippe erst gar nicht zu bekommen. Es gibt viele effektive Schutzmaßnahmen, die jeder beachten sollte, der nicht von der Grippe erwischt werden will. Es sind die einfachen Maßnahmen, die vor der Grippe schützen. Oftmals am Tag die Hände waschen ist ein effektives Mittel, und das Waschen mit Wasser und Seife sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Da sich Grippeviren sehr gerne an den Händen aufhalten, sollten die Hände nicht in die Nähe von Schleimhäuten an Mund oder Nase kommen.

    Jemandem die Hand zu schütteln, ist zwar ein Zeichen von Höflichkeit, aber wenn es um die Grippewelle geht, dann sollte auf das Händeschütteln verzichtet werden, ein Kopfnicken und ein freundliches Lächeln reicht auch aus. Auch große Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden, denn in großem Gedränge fühlen sich die Viren zu Hause, und es ist kein Wunder, wenn man sich ansteckt. Auch wenn Stofftaschentücher stilvoll sind, wenn die Grippewelle rollt, dann sollten es Papiertaschentücher sein, die nach dem Nase putzen schnell wieder entsorgt werden können.

    Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung?

    Ein Schutz vor der Grippewelle ist die Grippeschutzimpfung, aber viele Menschen stehen dieser Impfung eher skeptisch gegenüber. Um einen wirksamen Schutz vor den Influenzaviren aufbauen zu können, sollte man sich schon im Herbst impfen lassen, da eine Grippewelle meist zwischen Januar und März zu erwarten ist. Das Problem besteht aber darin, dass der Wirkstoff, der im letzten Jahr noch zum Einsatz gekommen ist, bei der diesjährigen Grippewelle nicht mehr zum Einsatz kommen kann, weil es sich um einen anderen Virusstamm handelt.

    Eine Grippeimpfung bietet auch keinen hundertprozentigen Schutz. Es kann sein, dass die Impfung zu spät kommt oder dass der Schutz nicht vollständig aufgebaut werden kann. Für die Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen sollte eine Grippeschutzimpfung aber Pflicht sein, denn in diesem Fall kann sie Leben retten.

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  • Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Berlin: Kind verstirbt an Masern

    Bereits seit Oktober vergangenen Jahres kommt es in der Hauptstadt vermehrt zu Masern-Erkrankungen. Offizielle gemeldet wurden bisher 574 Menschen die sich mit dem Masern angesteckt haben. Heute wurde von dem Gesundheitssenator bestätigt, dass es zu einem Todesfall gekommen ist. Ein Kleinkind erlag den Folgen der Krankheit.

    Nach ersten Angaben handelt es sich um ein Kind im Alter von 18 Monaten. Am 18.Februar verstarb das Kind an der Infektionskrankheit. Es wurden darüber hinaus noch keine weiteren Angaben zur Person gemacht. Erste Reaktionen auf die Meldung gab es bereits. So hat eine Sekundarschule im Berliner Vorort Lichtenrade die Türen am heutigen Montag geschlossen gehalten.

    Das Robert-Koch-Institut gibt an, das der aktuelle Masern-Ausbruch in der Hauptstadt einer der größten seit dem Jahr 2001 ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Infektionsschutzgesetzes erlassen. Im Zusammenhang mit diesem Masern-Ausbruch und dem jetzigen Todesfall, entflammt die Diskussion um eine gesetzlich vorgeschriebene Impfplicht auf ein Neues. Es wird von der Bundesregierung nicht ausgeschlossen, dass es in Zukunft zu einer Impfplicht kommen kann, so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Eine Situation wie diese sei ein klares Zeichen dafür, wie wichtig Masern-Impfungen und anderer Impfungen sind. Sich gegen Impfungen auszusprechen sei verantwortungslos. Die 574 gemeldeten Masern-Fälle, die seit Oktober 2014 verzeichnet wurden, traten zum Großteil im Januar auf. Zum Jahresbeginn gab es 254 neuen Masern-Erkrankungen in Berlin. Von 335 befragten Patienten gaben 90 %, nicht gegen Masern geimpft zu sein.

    Laut Aussage der Berliner Behörden begann der Ausbruch unter Asylbewerbern. Diese stammen aus Bosnien Herzegowina und Serbien. In diesen Regionen gab es in den 90er Jahren lange Perioden, in denen keine oder kaum Impfungen gegeben wurden. Personen aus diesen Regionen sind stärker gefährdet. Die deutschen Behörden bieten den Asylbewerbern zahlreiche Möglichkeiten, die Impfungen nachholen zu lassen. Aus verschiedenen Gründen werden diese Angebote jedoch nur in geringen Zahlen angenommen.

    Viruserkrankung Masern

    Der Masern-Virus wird per Tröpfchen-Infektion übertragen. Dafür ist ein naher Kontakt mit einem Infizierten notwendig. Allerdings kann es bereits ausreichen, sich im gleichen Raum zu befinden. Das Masern-Virus ist recht instabil und reagiert auf Licht, hohe Temperaturen und auch Desinfektionsmittel. In den 1960er Jahren wurde eine Impfung entwickel, die effiziente ist und kostengünstig. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Masern auszurotten. Vor allem in Entwicklungsländern fordert die Krankheit immer wieder Todesopfer und es kommt zu größeren Ausbrüchen.

    Die Ausrottung ist seit 1984 erklärtes Ziel der Welt-Gesundheitsorganisation. Zum damaligen Zeitpunkt wurde ein schneller Erfolg erhofft. Die Masern Impfung arbeitet mit Lebendviren. Sie wird aus einem schwachen Virenstamm gewonnen. Da sie in Kombination mit einer Mumps- und Rötelimpfung verabreicht wird, spricht man häufig von der MMR-Impfung. Die Masern Impfung erfolgt in zwei Schritten. Die erste im Alter von 11-14 Monaten und die zweite vor Beendigung des zweiten Lebensjahres. In seltenen Fällen kommt es zu Nebenwirkungen bei einer Impfung. Diese kommen zum Beispiel in Form einer Rötung an der Einstichstelle. Einige Patienten leiden unter Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Hinzu kann es zu einer allergischen Reaktion kommen. Diese schlägt auf die Gelenke. Es wird angegeben, dass es zu einer möglichen Hirnhautentzündung kommen kann. Bisher gab es dafür allerdings noch keine Nachweise.

    Hat man sich mit den Masern angesteckt, kommt es zu Beginn der Krankheit zu Erkältungssymptomen. Schnupfen, Husten und Fieber sind immer Begleiterscheinungen. Anschließend bilden sich Flecken aus. Diese sind rotbraun und treten am gesamten Körper auf. Die Masern sind ansteckend, ohne dass man die Flecken sehen kann. Bis zu fünf Tage bevor der Ausschlag auftritt, kann man dem Masern-Virus bereits übertragen. Nach der Ansteckung mit den Masern beträgt die Inkubationszeit bis zu 10 Tage.

    Zu wenig Kinder gegen Masern geimpft

    In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Kontroversen im Bereich des Impfschutzes. Die Riege der Impfgegner wächst und viele Eltern entscheiden sich dazu, Ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Dabei sind es nicht nur die Masern-Impfungen, die verweigert werden. Die Gründe sind ganz verschieden. Einige haben einfach Angst, dass es zu ernsthaften Nebenwirkungen kommen kann. Auch hat sich die Theorie durchgesetzt, dass die Masern-Impfung Autismus auslösen kann. Dies beruht auf den Aussagen einer Doktorarbeit, die im Nachhinein als falsch belegt wurden. Das Gerücht kann sich dennoch halten. Wieder anderer sehen Impfungen als wirkungslos und sind davon überzeugt, dass es keinen Unterschied macht. Der aktuelle Todesfall in Berlin zeigt die Gefahren der Krankheit klar auf.

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  • Milchallergie oder Laktoseintoleranz

    Milchallergie oder Laktoseintoleranz

    Milchallergie oder Laktoseintoleranz – wo ist der Unterschied?

    Immer mehr Menschen können keine Milch mehr trinken oder Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Kefir vertragen. Schuld daran kann eine Laktoseintoleranz oder aber eine Milchallergie sein. Immer wenn es nach dem Genuss von Milch zu schmerzhaften Bauchkrämpfen oder zu Durchfall kommt, dann liegt entweder eine Milchallergie vor, oder derjenige leidet unter einer Laktoseintoleranz. Aber wo ist der Unterschied zwischen einer Milchallergie und einer Intoleranz gegenüber Laktose und wie kann der Arzt feststellen, um welche Form der Milchunverträglichkeit es sich tatsächlich handelt? Wie gefährlich ist eine Milchallergie und was kann man gegen eine Milchallergie tun, und was hilft bei einer Laktoseintoleranz?

    Welche Milchallergie Symptome gibt es und ist eine Milchallergie immer gleichbedeutend mit einer Kuhmilchallergie? Es gibt viele Fragen zu diesem Thema, aber auch immer die richtigen Antworten.

    Was ist eine Milchallergie?

    Von einer Milchallergie oder eine Kuhmilchallergie kann jeder betroffen sein, auch diejenigen, die eine Laktoseintoleranz haben. Eine Milchallergie oder Kuhmilchallergie kann schon bei Babys auftreten, sie wird aber im Säuglingsalter selten sofort erkannt. Die Milchallergie Symptome sind vor allem für ein Baby sehr schmerzhaft und bis die Ursache erkannt wird, können nicht selten viele Wochen vergehen. Im Erwachsenenalter ist eine Milchallergie ebenfalls keine Seltenheit, auch bei Menschen, die in ihrem bisherigen Leben noch nie Schwierigkeiten mit Milch hatten.

    Allerdings sind erwachsene Menschen eher selten von einer Milchallergie oder einer Kuhmilchallergie betroffen, eine Intoleranz gegen Laktose kommt hingegen deutlich öfter bei Erwachsenen vor, dafür weniger bei Kindern. Alle, die eine Milchallergie oder auch eine Kuhmilchallergie haben, sind im Grund durchaus in der Lage, Produkte aus Milch zu verdauen. Aber da ist noch das Immunsystem, das sich entschieden dagegen wehrt, wenn es Milch bekommt und es wird alles versuchen, den Eindringling wieder loszuwerden. Wenn eine Milchallergie diagnostiziert wird, dann reagiert der Körper nicht auf den Milchzucker, wie das bei einer Intoleranz gegen Laktose der Fall ist, der Körper reagiert vielmehr auf die in der Milch enthaltene Eiweiße, die Proteine.

    So wird eine Immunreaktion ausgelöst und die Milchallergie Symptome, die sich beim Genuss von Milch und Milchprodukten bemerkbar machen, sind immer sehr unterschiedlich und individuell. Je nach Ausprägung und Schwere der Milchallergie oder der Kuhmilchallergie, haben die einen mehr und die anderen weniger Milchallergie Symptome.

    Welche Milchallergie Symptome gibt es?

    Es ist für den Arzt nicht immer einfach, eine Milchallergie festzustellen, denn vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern können die Milchallergie Symptome sehr unterschiedlich sein. Die Milchallergie Symptome oder auch die Kuhmilchallergie Symptome treten meist nicht sofort, sondern entweder nach einigen Minuten oder sogar erst nach einigen Stunden auf. Zu diesen Milchallergie Symptomen gehören unter anderem:

    • Ein Anschwellen der Haut und der Schleimhäute im Gesicht oder auch im Rachen. Im Rachen stellt sich dann ein sogenanntes Kloßgefühl ein, also ein Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, den man nicht hinunterschlucken kann.
    • Ein Asthmaanfall und Atemnot können zu den Milchallergie Symptomen gehören
    • Durchfall, Übelkeit und auch Erbrechen sind Milchallergie Symptome
    • Blassrote Haut, rote Hautausschläge bis hin zur Nesselsucht können ebenfalls zu den Milchallergie Symptomen gehören.

    Eine Milchallergie oder auch eine Kuhmilchallergie kann, wenn es schlimm kommt, zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock führen. Aber das ist zum Glück nicht allzu oft der Fall, sondern tritt nur bei fünf bis zehn Prozent der Patienten auf, die unter einer Milchallergie leiden. Neben den bereits beschriebenen Milchallergie Symptomen treten bei einem anaphylaktischen Schock zusätzlich noch schwere Kreislaufstörungen auf, die wenn nicht sofort ärztliche Hilfe kommt, auch zu einem Zusammenbruch des Kreislaufs und damit zu Herzversagen führen können.

    Welche Alternativen zur Kuhmilch gibt es?

    Es gibt Milchallergie Symptome, die treten erst mit einer gewissen Verzögerung auf. Der zeitliche Rahmen für diese Milchallergie Symptome bewegt sich dabei zwischen einigen Stunden und sogar mehreren Wochen, nachdem die Milch getrunken oder ein Milchprodukt gegessen wurde. Das können zum Beispiel schwere Durchfälle sein, die sich erst nach Wochen bemerkbar machen, denn erst dann reagiert der Körper auf den Genuss von Milch allergisch, wenn die Schleimhaut des Darms angegriffen wird.

    In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Milchallergie um eine Kuhmilchallergie, und die Betroffenen reagieren nicht allergisch, wenn sie die Milch von einem Schaf oder einer Ziege zu sich nehmen. Schafs- und Ziegenmilch ist allerdings eine Frage des Geschmacks, aber wer gerne Milch trinkt und nicht darauf verzichten möchte, der muss wohl oder übel auf Ziegenmilch oder Schafsmilch zurückgreifen, denn um die Milchallergie Symptome zu vermeiden, muss die Milch von der Kuh strikt vermieden werden.

    Großes Pech haben allerdings diejenigen, die gegen das sogenannte Kasein allergisch sind, denn wenn das der Fall ist, dann kann es nicht nur zu einer Kuhmilchallergie kommen, dann reagiert der Körper auch auf den Genuss von Ziegenmilch und der Milch vom Schaf. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Bestandteile der unterschiedlichen Milchsorten und ihre Unverträglichkeiten kann man im Internet finden. Wir haben ein Interessanten Anbieter zum Test von Milchintoleranz gefunden.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Da eine Milchallergie oder eine Kuhmilchallergie andere Vorgänge im Körper auslöst als eine Laktoseintoleranz, muss eine Milchallergie auch anders behandelt werden. Eine echte und damit vererbte Intoleranz gegen Laktose ist eine chronische Erkrankung, die nicht geheilt werden kann, das ist bei einer Milchallergie aber durchaus möglich. Das kann durch eine Desensibilisierung gelingen, bei der der Körper und vor allem das Immunsystem langsam an die Milch gewöhnt werden. Auf diese Weise kann eine Milchallergie wie viele andere Allergien, im Laufe der Zeit überwunden werden.

    Je nach Schwere der Milchallergie kann dieser Prozess zwischen anderthalb und zwei Jahren dauern. Zu Beginn einer Behandlung steht aber ein striktes Verbot für Milch und auch für Produkte aus Milch wie Käse, Butter, Joghurt oder auch Dickmilch und Kefir. Dieses Verbot haben die Milchallergie und auch die Laktoseintoleranz gemeinsam, aber anders als bei der Intoleranz gegen Laktose, verschwinden die Milchallergie Symptome mit der Zeit. Am Ende der Behandlung ist der Patient in der Regel frei von Beschwerden und kann wieder Milch trinken und Milchprodukte essen.

    Wer den Eindruck hat, dass eventuell eine Milchallergie oder eine spezielle Kuhmilchallergie vorliegen könnte, der sollte schnell zu einem Arzt gehen, der durch verschiedene Tests feststellen kann, ob es sich tatsächlich um eine Milchallergie oder um eine Kuhmilchallergie handelt.

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  • Die körperlichen Reaktionen bei Angst

    Die körperlichen Reaktionen bei Angst

    Angststörung Symptome:

    Hierbei unterscheidet man zwischen den normalen Reaktionen aufgrund einer realen oder fantasierten Gefahr, welche im Ernstfall entweder die körperliche/seelische Gesundheit oder im Extremfall das Überleben sichern. Dazu zählen z. B. Flucht oder Kampf.

    Reaktionen:

    • erhöhte Aufmerksamkeit, Muskelanspannung, Reaktionsgeschwindigkeit, Herzfrequenz und Blutdruck
    • Pupillen weiten sich, Sinne (Sehen und Hören) werden geschärft, weil die jeweiligen Nerven empfindlicher werden.
    • in den Muskeln wird Energie bereitgestellt
    • schnellere, flachere Atmung, Atemnot
    • Zittern, Schwitzen, Schwindelgefühl
    • Übelkeit
    • Hemmung von Blasen-, Darm- und Magenfunktionen während des Zustands der Angst
    • körperliche Zeichen: Zittern, Schwindelgefühl, Schwitzen
    • im Schweiß werden Moleküle freigesetzt, damit andere Menschen die Angst riechen können, was bei ihnen unbewusst Alarmbereitschaft auslöst
    • charakteristische Mimik, Gestik, Sprache mit der Bitte um Schutz (sozialer Sinn)

    Angst zeigt sich immer in diesen körperlichen Ausdrucksformen, entweder in einzelnen Reaktionen oder in allen. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen realer Bedrohung oder Panikattacke. Häufig entwickeln sich aus solchen Angststörungen auch chronische Schmerzen. Jeder Vierte, der darunter leidet, ist auch von Schmerzen betroffen.

    Gesunde Menschen stellen sich ihren Ängsten, doch wer unter Panikstörungen leidet, schafft dies nicht aus eigener Kraft. Die Psychotherapie kennt viele Lösungsansätze, um den Betroffenen zu helfen, damit sie entweder ihre Angststörung verlieren oder zumindest die Reaktionen darauf vermindern können. Dabei setzt man z. B. auf eine Kombination aus Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie und medikamentöser Behandlung.

    Panikattackenpanikattaken

    Panikattacken haben für Betroffene einen bedrohlichen Aspekt. Sie können tagsüber auftreten, wenn man unerwartet mit einer angstauslösenden Situation konfrontiert wird. Meist jedoch treten diese Zustände nachts auf, häufig in Verbindung mit vorausgegangenen Alpträumen. Der Mensch fühlt sich bei einer Panikattacke den körperlichen Symptomen hilflos ausgeliefert.

    Panikattacken Symptome

    • Attacken scheinen den Brustkorb einzuschnüren
    • kalter Schweiß bricht aus oder man ist schweißgebadet
    • das Herz rast oder der Puls ist kaum fühlbar
    • die Atmung geht schnell und flach in kurzen Stößen
    • man erblasst
    • Bauchschmerzen, Krämpfe gesellen sich hinzu
    • man fühlt sich allgemein unwohl oder Betroffenen wird übel
    • Brechreiz bis zum Erbrechen
    • starke Unruhe, Zittern am ganzen Körper
    • plötzliches Frösteln

    So bedrohlich sich eine Panikattacke anfühlt, so wenig lebensbedrohend ist sie. Versteht der Betroffene, dass die Attacke zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, dann ist dies häufig schon ein großer Schritt auf dem Weg zur Besserung.

    Ein kaum zu durchbrechender Kreislauf entsteht, wenn man Angst vor Panikattacken bekommt. Schon vor dem Schlafengehen befürchtet man, einen Anfall zu erleiden und prompt kommt dieser dann auch. Jeden Abend gehen Betroffene dann mit der Furcht ins Bett. Doch je mehr man sich vor dem Anfall fürchtet, umso eher tritt er auf. Gegen die Hilflosigkeit bei einer Panikattacke gibt es aber Möglichkeiten. Wenn der Anfall Betroffene tagsüber ereilt, gibt es noch mehr Möglichkeiten als nachts, ihm mit Ruhe und Gelassenheit zu begegnen.

    Angstzustände Symptome

    Zwischen Angstzuständen und Angststörungen besteht ein Unterschied. Angstzustände sind gelegentliche Anfälle, die sich später in einer Angststörung verfestigen (manifestieren) können. Egal, ob reale Angst oder Furcht vor Angstzuständen, die Reaktionen sind die gleichen. Die meisten von uns kennen Angstzustände, wenn sie in eine (vermeintlich) bedrohliche Situation kommen. Plötzlich und unerwartet wird einem übel, es treten Schwindelzustände auf und man fühlt sich allgemein unwohl. Brechreiz bis hin zum Erbrechen kann auftreten, aber ebenso gut Durchfall oder Verstopfungen.

    Kopf- oder Bauchschmerzen gehören ebenfalls zu den Symptomen, die bei stärkeren Angszuständen eintreten können, jedoch ohne organische Ursache. Schweißausbrüche, Zittern, Enge in der Brust, Herzrasen, Erhöhung der Atemfrequenz und Muskelanspannung sowie innere Unruhe zeigen dem Betroffenen deutlich die Zeichen für Angstzustände. Ein entsprechend erschrockener Gesichtsausdruck bzw. eine angstverzerrte Mimik, verbunden mit aufgerissenen Augen und geweiteten Pupillen zeigt dem Gegenüber, dass hier jemand panische Angst hat.

    Gegen die Attacken helfen Ablenkungsmanöver. Man kann eine gute Freundin bzw. einen guten Freund anrufen. Vielleicht vereinbart man auch mit einer Vertrauensperson, die bei Tag und in der Nacht erreichbar bleibt, dass immer angerufen wird, wenn Panik ausbricht. Durch das Reden wird die auslösende Situation entschärft. Auch andere Ablenkungen, wie Malen, Basteln, durch die Wohnung laufen, ein Buch lesen oder spazieren gehen, können hilfreich sein.

    Prüfungsangst Therapiepruefungsangst-symptome

    Betroffene müssen zunächst erkennen, dass es weniger die Angst vor der Prüfung selbst bzw. dem Scheitern in einer Prüfung ist, als die Angst vor der Prüfungsangst, die sie lähmt. Schlechte Erfahrungen in bisherigen Prüfungen können den Angstzustand verstärken. Aber auch die Vorstellung, man könnte versagen oder man weiß nicht alles, die Prüfer könnten streng sein usw. kann dazu führen, dass man Prüfungsangst bekommen.

    Hier setzt die Verhaltenstherapie an. Es sind nämlich nicht nur bewusste Faktoren, die Ängste in uns auslösen, sondern vielmehr auch viele unbewusste oder unterbewusste Einflüsse. Die Therapien zielen meist auf kognitive Fähigkeiten der Menschen ab, wie das Lernen, den Umgang mit anderen Menschen, den Aufbau von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, die Wahrnehmung und viele weitere Kognitionen.

    Meist wird eine kognitive Verhaltenstherapie mit einer Konfrontationstherapie kombiniert. Diese Therapien bieten hohe Erfolgschancen. Darüber hinaus gibt es viele homöopathische Mittel, welche den Prüfling beruhigen, ohne ihn ruhigzustellen. Prüfungsangst kann also am besten gelindert oder geheilt werden, wenn mehrere Behandlungen zusammenspielen. Auf Psychopharmaka muss nicht in jedem Fall zurückgegriffen werden, denn diese Medikamente sind zwar hilfreich, aber häufig auch stark mit Nebenwirkungen behaftet.

    Therapeuten setzen häufig auch auf verschiedene Ablenkungsmanöver, wie z. B. Sport, Spaziergänge, Beschäftigungstherapien und natürlich eine ordentliche Vorbereitung auf die Prüfung in Form des Lernens. Positives Denken und das ständige Manifestieren von so genannten Affirmationen: „Ganz ruhig, ich schaffe das.“ helfen in vielen Fällen auch gegen die Prüfungsangst bzw. die Furcht vor der Prüfungsangst.

    Prüfungsangst Homöopathie

    Prüfungsangst mit Homöopathie zu begegnen halten viele für faulen Zauber. Dabei kann schon die Plazebo-Wirkung von Mitteln bewirken, dass man sich ruhiger und besser fühlt. D. h., es reicht oft, ein „Notfallmedikament“ mit sich zu führen, welches man im Fall der Fälle einnehmen könnte – und es dann meist oft gar nicht braucht. Auch der Glaube an das Mittel kann Berge versetzen. Doch nicht zuletzt gibt es eine Vielzahl homöopathischer Präparate, die bei Prüfungsangst und anderen Angstzuständen helfen können.

    Neben dem bekannten und vielfach beschworenen Baldriantee und dem oft diskutierten Johanniskraut können professionelle Unterstützung eines Psychologen oder Coaches, autogenes Traning, progressive Muskelentspannung oder Meditationstechniken. Empfohlen werden als Tipps reichlich Wasser zu trinken, sich die Nieren zu halten oder den Zeigefinger zu massieren. Auch Fingerübungen, wie „Däumchen drehen“ oder Anstupsen der Fingerkuppen der Reihe nach an die Fingerkuppe des Daumens stellt eine Übung zur Verbesserung der Konzentration dar.

    Als homöopathische Mittel werden empfohlen:

    – Argentum nitricum D12, 2 x täglich 5 Globuli, Beginn: drei Tage vor einer Prüfung bei  Aufgeregtheit, Bauchweh und Durchfall

    – Gelsemium D12, ebenfalls 2 x täglich 5 Globuli bei Schwäche, Zittern, Benommenheit und Lähmungsgefühlen

    – Blackout oder Durchfälle während und Diarrhoe nach der Prüfung, Kopfschmerzen, starkes Herzklopfen, schnellen Puls und rote Flecken können durch Strophantus vermindert werden, was in den Potzenzen von D4 bis D12 empfohlen wird. Im Akutfall werden 3 x täglich 5 Globuli
    Alle diese Zeichen können auf eine Prüfungsangst hinweisen und sollten sehr ernst genommen werden, denn es handelt sich um eine anerkannte Krankheit und keinesfalls um eine kurzfristige Laune des Schülers bzw. Prüflings, z. B. weil er einfach nur zu faul zum Lernen war.

    Test zur Prüfungsangst

    Um herauszufinden, ob man unter Prüfungsangst leidet, gibt es einen Test. Unter anderem werden hier Fragen gestellt, ob der Proband unter starker innerer Unruhe leidet, ob er angespannt ist, nicht  ein- oder durchschlafen kann, unter Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und/oder Magen-Darm-Beschwerden leidet.

    Weitere Symptome, die abgefragt werden können, sind Müdig- und Mattigkeit, erhöhter Blutdruck, Schwindelgefühle, Zittern, Erröten und/oder Schwitzen, Kloß im Hals sowie Schluckbeschwerden, rasche, flache Atmung, häufiger Drang zum Wasserlassen oder Durchfall. Selbst ein Blackout, eine zittrige Stimme oder Stottern können Symptome von Prüfungsangst sein, die es herauszufinden gilt.

    Ziel ist es, zu ermitteln, was dem Betroffenen Angst macht und ihm Tipps an die Hand zu geben, wie er sie überwindet. Dazu ist es wichtig, ehrlich und gewissenhaft den Test auszufüllen. Beim Beantworten sollte ohne zu zögern die erstbeste passende Antwort gegeben werden. Im Ergebnis können dann gezielt Möglichkeiten erarbeitet werden, die Situation Prüfung angstfrei zu meistern.

    Wer vor Prüfungen Angst hat, der behindert sich selbst. Betroffene stellen ihre Fähigkeiten in Frage, sie wollen alles perfekt machen. Von diesen Gedanken ist es wichtig, sich zu verabschieden. Niemand lacht einen Prüfling aus, nur weil er vielleicht nicht bestanden hat. Er ist dadurch auch kein Versager und seine Familie sowie der Prüfer werden ihn weiterhin mögen. Negative Überlegungen halten Prüflinge vom Lernen ab. Hier hilft es, den Stoff in kleine Portionen einzuteilen und auch genügend Pausen einzuplanen, in denen man abschalten und entspannen kann. Man muss nicht alles wissen, um eine Prüfung zu bestehen.

    Auch die Note „Vier“ steht für eine bestandene Prüfung, also sollte man sich nicht überfordern. Später fragt meist sowieso niemand mehr, mit welchen Zensuren die Prüfung abgeschlossen wurde, was zählt ist ein erfolgreicher Abschluss. Notfalls kann man nicht bestandene Tests auch später noch einmal wiederholen. Eine professionelle Unterstützung kann helfen, die Prüfungsangst zu überwinden.

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