Schlagwort: Tätigkeiten

  • Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Viel zu selten machen wir uns Gedanken um das Klima in unseren Wohnräumen. Doch wundert man sich erst einmal über die Häufigkeit an Erkältungen, die uns heimsuchen, den Schimmel an der Wand oder die beschlagenen Fensterscheiben, kann es oft nicht schnell genug gehen, etwas zu ändern. All die genannten Beispiele können Zeichen dafür sein, dass Ihre Wohnräume nicht über das richtige Klima verfügen. Gereizte Schleimhäute, Erkältungen, Schimmel und Wasser, das an den Scheiben herunterläuft sind die Folge. Doch wie bestimmt man die richtige Luftfeuchtigkeit? Dazu mehr in diesem Beitrag.

     

    Die aktuelle Luftfeuchtigkeit messen

    Mit Hilfe eines Hygrometers, das im Raum aufgestellt wird, kann man den Ist-Zustand der Luftfeuchtigkeit messen und bestimmen. Neben der Raumtemperatur zeigt das Gerät zusätzlich den Feuchtigkeitsgehalt der Luft in Prozent an. Liegt dieser unter 40%, sind Sie auf dem besten Wege, Ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

     

    Die ideale Luftfeuchtigkeit

    In Wohnräumen wie Wohn-, Ess-, Arbeits- und Kinderzimmer sollte die optimale Luftfeuchtigkeit in etwa zwischen 40% und 60% liegen. Liegt die von Ihnen gemessene Raumfeuchte darunter oder darüber, sollten Sie entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Die ideale Raumtemperatur in den genannten Wohnräumen beträgt im Schnitt 20°C.

    In Küche und Badezimmer liegt der Idealwert bei 50% bis 70%, da hier entsprechende Tätigkeiten wie Kochen und Baden verrichtet werden, die für eine automatisch höhere Raumfeuchtigkeit sorgen. Sollte der Wert in diesen beiden Räumen dauerhaft über dem Grenzwert liegen, was gelegentlich schon mal vorkommen kann, sollten Sie die Fenster öffnen und die Feuchtigkeit nach draußen entweichen lassen.

     

    Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig

    kann dies zu gesundheitlichen Einschränkungen führen, die meist als normal wahrgenommen werden. Die Schleimhäute werden gereizt, die Augen tränen und die Nase läuft vom ständigen Niesen. Die Haut kann durch die trockene Luft gereizt werden, was oft zu Juckreiz führt.

     

    Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch

    hat man schneller Schimmel an den Wänden als man die Fenster öffnen kann. Die Schimmelsporen finden im schlimmsten Fall den Weg in Richtung Atemwege, was Allergien und Asthma auslöst. Auch Hausstaubmilben mögen ein feuchtes Raumklima und fühlen sich dort mehr als wohl. Pures Gift für jeden Allergiker also.

    Hier ist richtiges Lüften angesagt und vor allem die Raumfeuchtigkeit auf einen gesunden Durchschnitt senken.

     

    Maßnahmen für eine höhere Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Um die Raumfeuchtigkeit in Ihren Räumen dauerhaft zu erhöhen und somit zu verbessern, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

     

    • Luftbefeuchter: diese gibt es in zahlreichen Formen und Farben und eignen sich somit perfekt als unauffällige Dekorationsgegenstände für Fensterbretter und Heizung. Je nach Version können die Luftbefeuchter an den Heizkörpern angebracht oder im Raum aufgestellt werden.
    • Elektrische Luftbefeuchter: diese erzeugen Wasserdampf, der in Form von leichtem Nebel in die Raumluft abgegeben wird. Empfehlenswert für ein besonders trockenes Raumklima. Beachten Sie jedoch, dass die Luftfeuchtigkeit konstant bleibt, sobald sie den Idealwert erreicht hat, ansonsten besteht die Gefahr von Schimmel.
    • Feuchte Handtücher: am einfachsten und genauso effektiv wie Luftbefeuchter für die Heizung sind Handtücher, die Sie gut mit Wasser tränken, so dass sie nicht mehr tropfen. Im Anschluss legen Sie die Handtücher auf den Heizkörper und verbessern somit nachweislich die Raumfeuchte.
    • Behälter mit Wasser aufstellen: nehmen Sie ein paar Deko-Schalen zur Hand und befüllen Sie sie mit Wasser. Sie können sie im ganzen Raum verteilt aufstellen und dadurch für ein besseres Raumklima sorgen. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar hübschen Schwimmkerzen? Beachten Sie dabei, dass die neue Quelle für Feuchtigkeit nicht zur Stolperfalle wird. Stellen Sie sie am besten nicht auf dem Boden oder in Reichweite von Kindern und Haustieren auf.
    • Grünpflanzen: Je mehr Grünpflanzen sich in einem Raum befinden, umso besser ist das Raumklima inklusive Luftfeuchtigkeit. Wenn sie bereits genug Pflanzen besitzen, versuchen Sie einfach mal, die Grünlinge öfter zu gießen.

     

    Maßnahmen für eine niedrigere Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

    Sind Ihre Räumlichkeiten bereits ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt und befürchten Sie Schimmel, haben Sie folgende Möglichkeiten, um die Raumfeuchtigkeit zu reduzieren:

     

    • Regelmäßiges Messen der Luftfeuchtigkeit ist wichtig, so behalten Sie steigende Werte immer im Blick und können schnell reagieren.
    • Öffnen Sie die Fenster beim Lüften komplett und verzichten Sie darauf, sie auf „Dauerkipp“ zu halten. Am besten beschränken Sie die Dauer des Lüftens auf nur einige Minuten.
    • Lüften Sie mehrmals täglich, so sorgen Sie für ein angenehmes und gesundes Raumklima.
    • Nasse Wäsche hängen Sie bei zu feuchten Räumen besser in einem Raum mit geringerer Raumfeuchte oder im Wäschekeller auf.

     

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  • Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Tennisarm – was ist es und was kann man tun?

    Der Tennisarm ist eine Sehnenentzündung am äußeren Ellenbogen. Ausgelöst wird dieser durch eine Überlastung im Bereich der Muskulatur des Handgelenks sowie des Unterarms. Am Tennisarm erkranken im Großen und Ganzen eher Männer als Frauen in den Altersklassen zwischen dem 35. und dem 50. Lebensjahr. Tennisspieler erkranken im Allgemeinen in einem Alter zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.

     

    Tennisarm – was genau ist das?

    In der Medizin ist vom Tennisarm im Zusammenhang mit einem Schmerzsyndrom die Rede. Dieser hat seinen Ursprung in der Finger- und Handmuskulatur. Ferner sind die äußeren Anfänge des Oberarmknochens vom Ellenbogen betroffen.

    Bedingt wird das Syndrom des Tennisarms durch Überlastungen im

    • Freizeitbereich, beispielsweise beim Handwerken
    • Sportlichen Bereich, unter anderem beim Tennisspiel
    • Beruf, Arbeiten am Computer mit der Maus oder vielen Schreibarbeiten

    An einem Tennisarm zu erkranken insbesondere Personen, die starken hohen Belastungen ausgesetzt sind. So wird beispielsweise ein erfahrener Tennisspieler kaum an einem Tennisarm erkranken.

     

    Worin die Ursachen für den Tennisarm begründet liegen

    Die Bezeichnung Tennisarm ist ein wenig irreführend. Denn sie bedeutet nicht zwingend, dass ausschließlich Tennisspieler zu dieser Erkrankung neigen. In der Realität tritt der Tennisarm bei sportlich aktiven Menschen eher selten auf. Im Grunde genommen ausnahmslos bei Anwendung einer falschen Technik.

    Hervorgerufen wird der Tennisarm durch eine chronisch verlaufende mechanische Überbeanspruchung. Aus diesem Grunde sind in aller Regel wesentlich häufiger

    • Bauarbeiter
    • Handwerker
    • Mechaniker
    • Sekretärinnen

     

    von einem Tennisarm betroffen. Aber auch andere Berufsgruppen, die vermehrt am Computer tätig sind, erkranken vermehrt am Tennisarm. Häufig arbeiten diese viel mit Maus und Co. Des Öfteren wird daher auch von einem Mausarm gesprochen.

    Der Tennisarm äußert sich in dem Auftreten von schmerzhaften Verschleißerkrankungen im Bereich der Streckmuskulatur. Nicht selten neigen auch zahlreiche ältere Personen zum Tennisarm. Bei diesem Personenkreis sind die Schmerzen oftmals arthrotischer Natur. Diese liegen im Bereich des Gelenks des Ellenbogens.

    Liegt bei einer Person eine Veranlagung hierzu vor, kann es zu einer chronischen Erkrankung kommen. Dies bedeutet, dass die Überlastung stets wiederkehrt.

     

    Behandlungsmöglichkeiten des Tennisarms

    Für die Therapie des Tennisarms stehen traditionelle wie operative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

    Behandelt wird überwiegend mithilfe

    • von Kortison Injektionen
    • der Stoßwellentherapie
    • von Salbenverbänden
    • der elektromechanischen Stimulation

     

    Bewährt hat sich auch eine spezielle Krankengymnastik, die sich beim Tennisarm sehr umfassend darstellt. So können unter anderem Dehnübungen Erleichterung bringen.

    Sehr oft wird zur Therapie des Tennisarms auch das Tapen eingesetzt. Hierbei übernimmt das Tape die Stimulation des Gewebes. Es trägt zur Förderung der Heilung bei und kann gleichzeitig weiteren Beschwerden vorbeugen.

    Große Erfolge bei der Behandlung des Tennisarms werden auch mittels Akupunktur erreicht. Akupunktur kann auch während der Schmerz auslösenden Tätigkeit angewendet werden und hierbei den Prozess der Entzündung stoppen. Zählen jedoch die Tätigkeiten unmittelbar zum Alltag, kann Akupunktur nicht immer hilfreich sein.

     

    Homöopathische Anwendungen beim Tennisarm

    Auch die Homöopathie hält einige wirksame Mittel für die symptomatische Behandlung des Tennisarms bereit.

     

    Homöopathisches Mittel Wirkung Bemerkungen
    Arnica D6 Schmerzlinderung
    Formica rufa Schmerzlinderung Substanz der roten Waldameise; wird in Potenz D30 unter die Haut gespritzt
    Hypericum D4 Erholung der Schmerzen
    Ruta D200 Reduzierung der Schmerzen Anwendung alle 2 Tage oder dreimal je Tag in D3 Potenz

     

    Arnica D6, Hypericum D4 und Ruta D3 können auch als Kombination gemischt werden. Als Mixtur wird diese dreimal am Tag bei Schmerzen eingenommen.

     

    Als ergänzende Maßnahme hat sich eine Schonung des Arms erwiesen. Damit lässt die Überbeanspruchung der Sehnen des Tennisarms nach. Substanzen der Homöopathie sollten ausschließlich unter Beratung eines Fachmanns eingenommen werden.

     

    Bestehen die Schmerzen weiterhin oder tritt sogar eine Verschlechterung des Tennisarms auf, empfiehlt sich ein Wechsel des Verbands und eine Konsultation des behandelnden Arztes.

     

    Ist nach einem halben Jahr immer noch keine wesentliche Besserung des Tennisarms eingetreten oder sogar eine Verschlechterung, kann eine Operation Abhilfe schaffen.

     

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  • Endlich rauchfrei – so kann Nikotinspray helfen

    Endlich rauchfrei – so kann Nikotinspray helfen

    Fast jeder Raucher kennt das Problem: Der Wille zum Aufhören ist da – nur die Umsetzung scheitert meist nach kürzester Zeit. Das liegt nicht an zu hochgesteckten Zielen oder unrealistischen Umsetzungsversuchen, sondern an zwei vollkommen anderen Dingen:

    • Unkenntnis über das eigentliche Suchtproblem
    • Hilfsmittel wie Nikotinspray werden als Unfug abgetan

    Das mangelhafte Wissen über die Nikotinsucht ist der Hauptgrund für das Scheitern beim Aufhören. Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzt, das Rauchen endlich sein zu lassen, sollte sich zunächst mit den rudimentären Kenntnissen bzgl. seiner eigenen Sucht auseinandersetzen. Zunächst muss man sich als Raucher klar machen, dass es sich nicht nur um eine psychische, sondern auch um eine echte physische Sucht handelt. Je nach persönlicher Konstitution fällt die Schwere der jeweiligen Parameter unterschiedlich aus, aber gegeben sind sie bei jedem Raucher. Nur wenn beide Aspekte beim Aufhörversuch genügend gewürdigt werden, kann es auch mit dem Beenden der Raucherkarriere etwas werden. Das passende Spray, wie man es beispielsweise auf nikotinspray.net findet, ist für den Prozess des Aufhörens sehr gut geeignet (dazu später mehr).

    Wie die Psyche Einfluss auf den Erfolg nimmt

    Die richtige Einstellung im Kopf ist ein maßgeblicher Faktor für Erfolg und Misserfolg. Ein halbherziges „Ok, ich höre dann mal damit auf..“ als Vorhaben für das neue Jahr wird nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Man muss sich als Raucher grundsätzlich dafür entscheiden, wirklich aufhören zu wollen. Immer dann, wenn die Initiative nicht vom Raucher selbst, sondern von seinem Umfeld forciert wird, wird der Versuch scheitern. Es muss also die eigene Entscheidung sein, damit der persönliche Wille stark genug ist, um diesen Entzug wirklich durchziehen zu können. Auch muss man als Raucher wissen, dass man selbst dann, wenn man bereits mehrere Monate oder sogar Jahre abstinent ist, immer wieder rückfällig werden kann. Im Grunde entspricht das Suchtverhalten dem eines Alkoholikers, der immer ein Alkoholiker bleiben wird, auch wenn er schon lange „trocken“ ist. Jede einzelne Zigarette kann sofort wieder zum Rückfall führen. Zusammengefasst muss man sich als Raucher auf folgende Punkte konzentrieren:

    • Der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, MUSS zwingend vom Raucher selbst ausgehen und nicht von außerhalb angeschoben werden.
    • Man muss sich im Klaren sein, dass die psychische Abhängigkeit nur ein Parameter von Zweien ist.

    Der körperliche Entzug kann unterschiedlich schwer ausfallen

    Neben dem psychischen Druck stellt auch die körperliche Abhängigkeit eine schwer zu nehmende Hürde dar, wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte. Man muss sich dem Umstand gewahr werden, dass das Nikotin ein entscheidender Faktor der Sucht ist. Die körperliche Abhängigkeit entsteht, weil sich das Nikotin in die chemischen Prozesse des Gehirns einklinkt, die sich mit der Ausschüttung von Adrenalin und Dopamin beschäftigen. Das Ergebnis dieser Einmischung sieht unter anderem so aus:

    Adrenalinausschüttung

    • Adrenalin wird immer dann ausgeschüttet, wenn der Körper und/oder die Psyche einem akuten Leistungsdruck ausgesetzt wird. Das kann ein Streit sein, eine körperliche Auseinandersetzung oder auch die sportliche Höchstleistung. Nikotin hemmt die Ausschüttung von Adrenalin zu einem gewissen Grad – dadurch wird auch die Zigarette zur Beruhigung immer häufiger angezündet, je länger man Raucher ist.

    Dopaminausschüttung

    • Das Dopamin ist ein hormoneller Cocktail, der dann ausgeschüttet wird, wenn sich positive Ereignisse ergeben. Außerdem sorgt Dopamin als Botenstoff dafür, dass man sich kurzzeitig wesentlich besser konzentrieren kann – der Fokus auf bestimmte Objekte bzw. Tätigkeiten kann sich temporär steigern. Deshalb raucht man gerne eine Zigarette, wenn man sich als Raucher besonders konzentrieren bzw. erhöhte Leistung erbringen muss.

    Diese beiden Funktionen werden sehr stark vom Nikotin beeinflusst. Wenn man mit dem Rauchen aufhören will, bleibt auch das Nikotin aus. Jeder Körper benötigt unterschiedlich viel Zeit, um beide Prozesse im Körper wieder in Eigenleistung starten zu können. Genau dieser Zeitraum ist kritisch. An diesem Punkt setzen Hilfsmittel an, um dem Raucher die teilweise starken körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen zu mildern.

    Nikotinspray ist ein effektiver Helfer beim Aufhören

    Da sowohl die Dopamin- als auch die Adrenalinausschüttung zunächst fast völlig ausbleiben, ist der Griff zur nächsten Zigarette nicht weit. Mit einem Nikotinspray kann man als Raucher dieses Problem elegant umgehen. Immer dann, wenn die Lust auf eine Zigarette aufkommt, sprüht man sich ein- bis zweimal mit dem Nikotinspray in den Mundraum – die Lust auf die Zigarette vergeht nach einigen Sekunden wieder. Selbstverständlich liefert das Nikotinspray das gleiche Nervengift, wie es auch Zigaretten tun – aber die ganzen anderen Schadstoffe wie Ruß und unzählige Zusatzstoffe, die man über den Rauch inhaliert, fallen bereits heraus. Positiv am Nikotinspray ist zudem auch, dass sich das Verlangen nach einer Zigarette über einen gewissen Zeitraum hinweg immer weiter reduziert. Irgendwann ist man soweit und kann auch auf das Nikotinspray verzichten. Ab dann zählt man zu den Nichtrauchern. Sollte sich irgendwann doch wieder die Lust auf eine Zigarette einschleichen, kann man einfach mit einer Dosis des Nikotinsprays Abhilfe schaffen.

  • Tipps für Ausgeschlafene:  Besser einschlafen, entspannter aufwachen

    Tipps für Ausgeschlafene: Besser einschlafen, entspannter aufwachen

    Eine Studie brachte es an den Tag: Wie Virginie Godet-Cayré vom Centre for Health Economics and Administration Research in Frankreich herausfand, werden Schlaflose öfter krank und fehlen häufiger auf der Arbeit als Durchschläfer. Im Gegensatz zu den Probanden, die regelmäßig eine erholsame Nacht hinter sich hatten, blieben die chronisch unausgeschlafenen Testpersonen mehr als doppelt so häufig zu Hause, knapp sechs Tage pro Jahr.

    Und mehr noch: Das Aggressionspotential ist bei geringerer Schlafdauer deutlich erhöht und setzt für so manchen Schlafwandler hinsichtlich der angestrebten beruflichen Karriere eine eher hinderliche Spirale in Gang, die sich aus fehlender Konzentration, Schwierigkeiten in der Kommunikation unter Kollegen sowie reduziertem kognitivem Leistungsvermögen zusammensetzt.

    Nur so ist das Ergebnis einer Untersuchung von Psychologen der Uniklinik Regensburg zu erklären, nach der Kurzschläfer doppelt so häufig in unteren Gehaltsgruppen verweilen wie Langschläfer.

    Dabei gibt es anhand neuester Erkenntnisse und Studien einige mehr oder weniger überraschende Fakten und Erkenntnisse zum Thema erholsamer Schlaf, deren Umsetzung vielleicht schon das Problem an der Wurzel packen und baldige Linderung oder Behebung von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten in Aussicht stellen kann. Folgende Tipps nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen können – jenseits von psychischen wie physischen Erkrankungen wie Depressionen oder Asthma, die sich gleichsam schlafstörend auswirken können – vielfach schon dabei helfen, in Zukunft besser schlafen zu können:

     

    1. „It’s teatime, Sir“? Kein Koffein am Abend!

    Das in Kaffee und Tee enthaltene Koffein ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine und verfügt als psychotrope Substanz über eine stimulierende Wirkung, die kurzfristig zu einer Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen sorgen kann. Bei höherer Dosis jedoch nimmt der Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System zu und führt zu einer Erhöhung von Puls und Blutdruck. Zwar gewöhnt sich der Körper durch regelmäßigen Konsum an die Substanz und ihre Wirkung, jedoch gehören bei Dauerkonsum neben Kopfschmerzen, Nervosität, Magen-Darm-Beschwerden auch Schlafstörungen zu den gängigsten Nebenwirkungen.

    Wie Nikotin regt Kaffee an und sollte nach dem Ritual des nachmittäglichen Kaffeetrinkens im Laufe des Resttages nicht mehr konsumiert werden. Eine wissenschaftliche Studie über die Auswirkung von Koffein und Stress der australischen La Trobe Universität in Melbourne hat an 92 Probanden außerdem ergeben, dass Koffein in Kombination mit Stress sogar den Schlaf negativ beeinflussende, Psychose-artige Symptome wie Halluzinationen ausprägen kann.

    Vier bis fünf Tassen Espresso bzw. täglich circa 400 mg Koffein sollten es laut Empfehlung maximal am Tag sein, den Gehalt von koffeinhaltigen Getränken wie Tee, Energiedrinks oder auch Cola miteingerechnet.

     

    2. „Darf’s auch ein Gläschen mehr sein?“… Die Legende vom Schlummertrunk

    Wissenschaftler von der Ann Arbor -Universität von Michigan fanden heraus, dass Alkohol zwar kurzfristig durch den Hopfenanteil für ein Müdigkeitsgefühl und schnelleres Einschlafen sorgen kann, jedoch vor allem in der zweiten Nachthälfte zu häufigeren Wachphasen und Durchschlafstörungen führt. Wer auf ein Gläschen nicht verzichten möchte und über Schlafstörungen leidet, sollte nur in der ersten Tageshälfte Alkohol zu sich nehmen. (Quelle: lsa.umich.edu)

    Wie der Leiter der Studie, J. Todd Arnedt, PhD, Professor an der Sleep and Chronophysiology Laboratory an der University of Michigan unter der Überschrift „A Drink before bed ruins your sleep“ seine Erkenntnisse zusammenfasst, kann der Organismus bei einem durch Alkoholkonsum herbei geführten Schlaf seine natürlichen Schlafzyklen, bestehend aus REM-Phase, Tiefschlaf- und Traumphasen nicht durchleben. So bleibt die erste Traum-Phase unter Alkoholeinfluss aus, die Versuchspersonen durchlebten besonders in der zweiten Nachthälfte überdurchschnittlich viele Wachphasen, nicht zuletzt bedingt durch gesteigerten Drang zum Wasserlassen. Ein Mangel an REM-Schlaf kann sich nachteilig auf Konzentration, Gedächtnisleistungen und die motorischen Fähigkeiten auswirken.

     

    3. Die Legende vom Glas Milch mit Honig – Ein Ammenmärchen oder doch was dran?

    In einer Hitliste mit Uromas Einschlafrezepten steht das Glas warme Milch mit Honig weit oben – ganz zu Recht, wie agrarheute.com befindet und erklärt, worauf die beruhigende Wirkung zurückzuführen ist: Der Dauerbrenner unter den einfachen wie effektiven Lösungen habe seinen Ruf dem als Glückshormon bezeichneten Botenstoff Serotonin zu verdanken. Milch enthält den Grundstoff für die Serotoninherstellung, den körperfremden Eiweißbaustein Tryptophan. Ein erhöhter Serotoninspiegel trägt nachweislich zu erhöhter Entspanntheit und Einschlafneigung. Nach dem Genuss eiweißreicher Mahlzeiten wie Milch strömt der Eiweißbaustein ins Blut und wird ins Gehirn transportiert, wo er in Serotonin umgewandelt wird.

    Milch hat aber auch Eiweißbausteine, die weniger beruhigend als vielmehr anregend wirken. Hier kommt jetzt der Zucker im Honig ins Spiel, der ihre Aufnahme aus der Blutbahn und Einlagerung in das Muskelgewebe bewirkt. Die Kombination proteinreiche Nahrung + Zucker muss bei der Umsetzung nicht notwendigerweise auf Milch und Honig beschränkt bleiben, auch andere serotoninhaltige Nahrungsmittel und Milchprodukte haben den gleichen Effekt.

     

    4. Quartalsschläfer? Nur der Rhythmus macht die Musik!

    Unregelmäßige Schlafzeiten, wie sie bei Schichtarbeit gang und gäbe sind, wirkten sich laut Dr.Orpheu Buxton und Kollegen bei Schlaflabor-Versuchen an 21 gesunden Probanden negativ auf die Insulin-Ausschüttung aus. So führte die Kombination aus Schlafmangel und Störung der Tagesrhythmik zu signifikant erhöhtem Blutzuckerspiegel sowohl bei hungrigem als auch gesättigtem Zustand unter den Probanden. Gleichzeitig war der Stoffwechsel, beurteilt am Ruhegrundumsatz, um acht Prozent in der Testphase reduziert – Gewichtszunahme droht. Nach Aufnahme eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus‘ normalisierten sich beide Werte wieder. Unregelmäßige Schlafzeiten sind offenkundig nicht nur ungesund, sondern für einen gesunden, erholsamen Schlaf alles andere als förderlich. Gemessen an individuellen Verpflichtungen, Gewohnheiten und Terminen sollte jeder Einzelne seinen persönlichen Einschlafrhythmus – von kleinen Toleranzen abgesehen – finden und selbst an Zeiten ohne Verpflichtungen wie Wochenenden, Urlaub etc. einzuhalten versuchen. Schlafforscher plädieren daher für die Einhaltung eines regelmäßigen Rhythmus von Zubettgehen und Aufstehen, der auf die persönlichen Zeitpunkte für Schlafengehen und Aufstehen eingestellt sein muss: Wer morgens früh gegen 8 Uhr bei der Arbeit sein muss und nach eigenem Empfinden etwa 7 Stunden Schlaf braucht, sollte sich werktags gegen 23 Uhr bewusst auf die bevorstehende Nachtruhe vorbereiten und zu Bett gehen.

     

    5. Eine Siesta halten? Ein Killer für den Schlafrhythmus!

    Selbst bei einsetzender Müdigkeit am Folgetag nach durchwachter Nacht sollte ein Mittagsschlaf oder ein Nickerchen am Abend vor dem Fernseher vermieden werden, um dem Körper die Chance zu geben, sich auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus einzustellen. Damit Körper und Psyche ausreichend regenerieren können, empfehlen Forscher eine Schlafdauer von rund sieben Stunden pro Nacht – mit Toleranzen von bis zu 1,5 Stunden in die eine oder andere Richtung. Dabei ist es erheblich für die Gesundheit, ob die Menge an einem Stück oder in mehreren Etappen geschlafen wird. Unruhiger und unregelmäßiger Schlaf in kleineren Portionen versetzt laut Ingo Fietze, dem Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Berliner Charité und Experte der Krankenkasse Knappschaft, den Körper in eine Art Alarmzustand – einhergehend mit vermehrter Ausschüttung von Stresshormonen, Belastungen des Herz-Kreislauf-System, Bluthochdruck und Übergewicht.

    Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse Knappschaft ergab, das knapp jeder Zehnte mit einer durchgehenden Schlafdauer von weniger als fünf Stunden, bedingt durch Stress, berufliche Sorgen, Existenznöten etc.) auskommt bzw. auskommen muss. Nach neuesten Erkenntnissen geht mehr als zehn Jahre zu kurzer oder sporadischer Schlaf unweigerlich an die Lebenserwartung.

     

    6. Zu kalt draußen, um ein Fenster zu öffnen? Mut zum Frischluftfanatiker!

    Schlaffördernd wirken sich auch regelmäßiges Lüften und niedrige Temperaturen im Schlafbereich aus. Neben ausreichender Verdunkelung und einem Abschalten möglicher akustischer Störquellen ist der Faktor Sauerstoff besonders entscheidend für gesunden Schlaf.
    Wie der Ratgeber „So starten Sie gut in den Tag – Tipps für den Morgen“ verrät, wirkt sich ein hoher Sauerstoffgehalt im Schlafzimmer positiv aus.
    Deshalb sollte vor dem Zubettgehen das Schlafzimmerfenster mindestens zehn Minuten geöffnet bleiben um somit für einen Luftaustausch im Raum und für genügend Sauerstoff im Schlafzimmer auch über Nacht zu sorgen. Die Temperatur kann bei maximal etwa 18 Grad liegen. Die Bettdecke soll der Jahreszeit angemessen, die Matratze weder zu hart noch zu weich sein. Frische Luft mit erhöhtem Sauerstoffgehalt wirkt sich auch tagsüber günstig auf das Einschlafverhalten aus – besonders in Kombination mit körperlicher Bewegung, wie einem Spaziergang. Körperliche Arbeit am Tag macht müde. Sportliche Aktivitäten an frischer Luft wirken sich nicht nur stressreduzierend sondern auch schlaffördernd aus, dabei solle jedoch laut gesundheit.de auf (Schnell-)Kraftsportarten unmittelbar vor dem Zubettgehen verzichtet werden.

     

    7. Am Abend erst so richtig aufdrehen? Der meditative Rückzug in angenehme Rituale

    Gerade wer häufig unter Schlafstörungen leidet, sollte sich ein allabendliches Zeitfenster von mindestens einer Stunde gönnen, das mit möglichst als angenehm empfundenen wiederkehrenden Tätigkeiten ausgefüllt werden sollte. Das beinhaltet einen Verzicht auf anstrengendes geistiges Arbeiten, wie beispielsweise dem Lernen für Prüfungen. Abschalten heißt die Devise, vorzugsweise mit Tätigkeiten, die durch monotone Abläufe sowohl ein Ablenken von belastenden Problemen als auch ein Verharren in meditativer Grundhaltung begünstigen.

    Das kann für jeden etwas anderes sein, für den einen z.B. Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder Meditation. Um zu innerer Ruhe zu gelangen, können auch immer wiederkehrende Rituale wie Buchlesen, ein Abendspaziergang oder Hobbies wie Basteln, Stricken etc. dienlich sein. Wichtig ist in dem Zusammenhang weniger die Frage nach dem „Was“ sondern vielmehr, wie regelmäßig etwas ausgeübt wird und wie positiv die innere Einstellung dabei ist. Eine positive Grundstimmung in einer als angenehm empfundenen Atmosphäre wirkt sich in jedem Fall günstiger auf das Ein- und Durchschlafverhalten aus.

     

    8. Den Schlaf erzwingen? Von einer gesunden Portion Fatalismus und innerem Loslassen

    In Fällen innerer Unruhe nach ergebnislosem Schäfchenzählen hilft oft nächtliches Aufstehen und Durchführen leichter Tätigkeiten. Nicht ist kontraproduktiver als starres, verkrampftes Festhalten an wiederholten Einschlafversuchen. Hilfreich kann oftmals die Flucht nach vorne sein, so kann sich beim Lesen in einem Buch oder Schauen einer nächtlichen Fernsehsendung die Müdigkeit doch noch unvermittelt einstellen – gerade, wenn die Gedanken rund ums Schlafen abgelenkt werden, und der Druck, einschlafen zu müssen, genommen ist.

    Dass der Mensch in heutiger Zeit einiges im Laufe der Zivilisation verlernt hat, belegt eine Studie in der Fachzeitschrift „Current Biology“, in der das natürliche Schlafverhalten bei Urvölkern erforscht wurde. Das für unter Schlafstörungen Leidende tröstliche Ergebnis: Obwohl alle Probanden kein elektrisches Licht hatten, das sie wachhielt, kein Internet, keine Heizung und keinen Fernseher, schliefen sie selbst für die Maßstäbe moderner Gesellschaften verhältnismäßig kurz. Im Durchschnitt ruhten sie pro Nacht 6,4 Stunden, im Winter knapp eine Stunde länger, im Sommer knapp eine Stunde kürzer. Und dennoch: Medizinische Tests ergaben, dass bei allen die überraschend geringere Schlafdauer keine negativen Folgen für die Gesundheit haben. Die verblüffende Erkenntnis entspricht dabei den modernen Vorstellungen vom gesunden Schlaf. So richtet sich eine perfekte Schlafdauer nicht zwangsläufig nach einer gewissen Stundenzahl, sondern nur danach, wie müde sich der Betreffende tagsüber fühlt. Es ist demnach kein Grund zur Besorgnis, wenn der Schlaf einmal ausbleibt oder sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit einstellt.

     

     

    Bilder:
    Abbildung 1: fotolia @Photographee.eu #71566016

  • Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Nachlassabwicklung – ein notwendiger Prozess

    Wenn ein Angehöriger stirbt, dann ist das für die Hinterbliebenen immer ein großer emotionaler Schock, aber nicht immer bleibt die Zeit, den Tod zu verarbeiten. Auch wenn die Verwandten Ruhe brauchen, um die Trauer zu bewältigen, es warten viele unaufschiebbare Termine, die erledigt werden müssen. So müssen nicht nur die Beerdigung organisiert und der Nachlass geregelt werden, es stehen auch Behördengänge auf dem Plan, die Bank muss benachrichtigt werden und vielfach müssen sich die Hinterbliebenen um die Auflösung des Haushaltes kümmern. Nicht selten fühlen sich die Verwandten dann überfordert und wissen nicht, was zuerst und was zuletzt getan werden muss. In diesem Fall bietet sich eine professionelle Nachlassabwicklung an, die Zeit, Ärger und vor allem viel Stress erspart.

    Welche Leistungen umfasst eine Nachlassabwicklung?

    Den Angehörten fehlen oft die Erfahrung und auch das Wissen, wie ein Nachlass korrekt abgewickelt wird, und daher ist es eine gute Entscheidung, den Nachlass von einem Spezialisten abwickeln zu lassen. Zu einer professionellen Nachlassabwicklung gehören unter anderem:

    • Die Auflösung des Haushaltes
    • Der Verkauf von Hausrat, eventuell auch von Schmuck, Kunstgegenständen oder Antiquitäten
    • Die Kündigung des Mietverhältnisses
    • Die Kündigung bei den zuständigen Versorgungsunternehmen, wie beispielsweise dem Stromversorger
    • Der Verkauf des Autos
    • Der Verkauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung
    • Die Auflösung der Konten im In- und Ausland
    • Die Regelung der Grabpflege

    Alle diese Dinge kosten die Hinterbliebenen viel Zeit, aber wenn zum Beispiel eine Wohnung nicht zeitnah ausgeräumt wird, dann kostet auch das bares Geld, denn die Miete läuft in diesem Fall weiter. Eine professionelle Nachlassabwicklung umfasst jedoch nicht nur die unmittelbaren Tätigkeiten, die nach einem Todesfall getan werden müssen, auch das Erbe muss geregelt werden.

    Eine Hilfe für die Erben

    Nach dem Tod eines Angehörigen muss nicht nur der Nachlass abgewickelt, sondern auch das Erbe geregelt werden. Erben ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört, denn an Streitigkeiten rund ums Erbe sind schon viele Familien zerbrochen. Wer mit einem professionellen Nachlassverwalter wie zum Beispiel der Hoerner Bank AG zusammenarbeitet, der kann die Probleme minimieren, die es vielfach um das Erbe gibt. So kümmert sich die Hoerner Bank AG  bei der Abwicklung des Erbes auch um alle erforderlichen Dokumente und Unterlagen, die für die Beantragung eines Erbscheins benötigt werden. Die Mitarbeiter des Bankhauses kümmern sich zudem um die Suche nach möglichen Erben, die im Ausland leben und unterstützen den Alleinerben bei Verwaltung des Erbes.

    Ein Partner für die Erbengemeinschaft

    Nicht nur für einen Alleinerben ist ein kompetenter Nachlassverwalter eine sehr große Hilfe, auch für eine Erbengemeinschaft ist die Zusammenarbeit mit einem Nachlassverwalter ein Vorteil. Ein kundiger und seriöser Nachlassverwalter kann im Vorfeld eventuelle Zwistigkeiten zwischen den Erben schlichten und die Regelung des Erbes in eine Richtung lenken, mit der alle Mitglieder einer Erbengemeinschaft einverstanden sind. Es muss jedoch immer die Voraussetzung gegeben sein, dass sich die Erben mit der Abwicklung durch einen Nachlassverwalter einverstanden erklären. Wenn das der Fall ist, dann kann der Nachlass ohne Ärger und ohne Streit geregelt werden. Wie bei einem Alleinerben, so kümmert sich der Nachlassverwalter auch bei einer Erbengemeinschaft um die notwendigen Behördengänge, um den Verkauf der Wertgegenstände des Verstorbenen und um die Auflösung des Haushalts. Die Erben haben so immer die Gewissheit, dass nichts Wichtiges übersehen wird und dass alle Dokumente und Unterlagen zusammengefasst werden und nicht verloren gehen. Die Erben können selbstverständlich darüber bestimmen, welche Aufgaben der Nachlassverwalter übernehmen soll und welche Aufgaben sie selbst übernehmen möchten.

    Der Tod eines geliebten Menschen muss durch die Trauer verarbeitet werden, aber die Bürokratie kümmert sich nicht um diesen so wichtigen Prozess. Mit einem professionellen Nachlassverwalter wird es für die Angehörigen und auch die Erben leichter, mit dem Verlust zurechtzukommen.

    Bild: © Depositphotos.com / ivonnewierink

  • Nervenzellen – ohne sie geht gar nichts

    Nervenzellen – ohne sie geht gar nichts

    Viele glauben, dass das Herz im menschlichen Körper die Hauptrolle spielt, die eigentlichen Hauptdarsteller sind aber die Neuronen, die Nervenzellen, die es möglich machen, dass wir denken, fühlen, sprechen und handeln können. Jeder Mensch hat 86 Milliarden dieser Zellen, die ohne Pause rund um die Uhr miteinander kommunizieren und innerhalb von Millisekunden äußerst komplexe elektrische und chemische Prozesse bewältigen können. Die Nervenzellen sind perfekt aufeinander eingespielt und so wird es möglich, dass wir ohne Probleme leben können.

    Nichts ist unmöglich

    Stellen wir uns vor, wir würden an einer Konferenz teilnehmen und müssten alle Teilnehmer dieser Konferenz zu einem gemeinschaftlichen Verhalten bewegen, das auch noch sinnvoll ist. Das klingt nicht allzu schwer, aber wenn diese Konferenz mehrere Milliarden Teilnehmer hat und uns nur Bruchteile von Sekunden für unser Vorhaben bleiben, dann ist das völlig unmöglich. Oder doch nicht? Für die Nervenzellen ist das vollkommen normal, denn so funktionieren sie und sind dabei auch noch sehr erfolgreich.

    Nervenzellen – die Schnellläufer unter den Zellen

    Die Haare kämmen, ein Stück Kuchen essen oder Fußball spielen – das alles ist für uns selbstverständlich und keiner denkt darüber nach, wer die Arbeit im Hintergrund übernimmt. Im Körper gibt es jedoch so etwas wie eine stille Post aus verschiedenen Nervenzellen, die miteinander kommunizieren und diese Tätigkeiten erst möglich machen. Im zentralen Nervensystem, der Schaltzentrale, werden mit der Hilfe der Neuronen, die für die motorischen Tätigkeiten zuständig sind, alle zuständigen Zellen aktiviert, um Hände oder Füße in Gang zu setzen. Synchron dazu liefern die sensorischen Zellen ständig Informationen an das Gehirn, um Hände und Füße in die richtige Position zu bringen. Die sogenannten Motoneuronen führen dann den Auftrag exakt durch.

    Einfach und doch hoch kompliziert

    Auch wenn die Zusammenarbeit der Neuronen sehr einfach klingt, dahinter verbirgt sich ein sehr kompliziertes System, in das mehrere Millionen von Nervenzellen eingebunden sind. Es sind diese Zellen, die jeden chemischen oder elektrischen Prozess blitzschnell analysieren und die ganz nach Belieben eine Funktion verstärken, beschleunigen, verstärken oder auch hemmen können. Um zu verstehen, was Neuronen tun, muss man sich den Aufbau einer Nervenzelle genauer ansehen. Eine Zelle besteht aus einem Zellkörper, aus dem mehrere Verästelungen wachsen. Diese Verästelungen stehen dauernd mit anderen Zellen in Kontakt, sie können Informationen senden und auch empfangen. Wird gesendet, dann passiert das über ein Axon, ein Auswuchs, der bis zu einem Meter lang werden kann. Wird eine Information empfangen, dann übernehmen das die Dendriten, Zellen, die bis zu 200.000 Fasern haben können.

    Wenn die Neutronen feuern

    Wenn die ankommenden Signale, die von anderen Nervenzellen kommen, stark genug sind, dann wird ein bestimmter Wert überschritten und die Nervenzelle feuert elektrische Impulse in Richtung der Synapsen. Wie schnell dieses sogenannte Aktionspotenzial ist, das kommt auf die jeweilige Nervenzelle an, wenn es richtig schnell geht, dann erreicht dieser Feuerstoß eine Geschwindigkeit von 120 Metern in der Sekunde. Auch das Axon bestimmt das Tempo, und zwar durch seine Beschaffenheit. Ist ein Axon dick, dann geht es recht flott, ist es dünn, dann dauert es etwas länger. Das Ziel der Neutronen ist immer ein synaptisches Endknöpfchen, eine Art Kontaktpunkt zu einer anderen Nervenzelle. Die Synapsen sind im Gehirn zu finden und Bestandteil der Neutronen. Jede einzelne Zelle hat bis zu 10.000 Synapsen, einige bringen es sogar auf 100.000. Die Endungen der Synapsen und die Senderzelle berühren sich nicht, zwischen ihnen gibt es eine kleine Lücke von 20 Nanometern. Da diese Lücke aber geschlossen werden muss, setzt der Körper andere Zellen ein, die Botenstoffe, die ständig zwischen den Neutronen Hin und Her pendeln.

    Neutronen sind wahre Meister der Kommunikation, sie sind Alleskönner und ohne diese einzigartigen Zellen kann kein Lebewesen funktionieren.

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