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  • Abtreibung – immer eine schwere Entscheidung

    Abtreibung – immer eine schwere Entscheidung

    Nicht alle Frauen brechen in Jubel aus, wenn sie von ihrem Arzt erfahren, dass sie ein Baby erwarten. Vielfach lässt es die Lebenssituation einfach nicht zu, ein Kind zur Welt zu bringen, und die betroffenen Frauen entscheiden sich für eine Abtreibung. Ein Abbruch der Schwangerschaft ist immer eine schwere Entscheidung, und viele Frauen wissen überhaupt nicht, was bei einem Abbruch passiert und was sie unternehmen müssen, um die Schwangerschaft abzubrechen.

    Ist Abtreibung legal?

    Kaum ein anderes Gesetz sorgt bis heute für so kontroverse Diskussionen wie der Abtreibungsparagraf 218. Im Jahre 1971 brachte das Magazin „Stern“ eine Lawine ins Rollen, die heute als eine Art Meilenstein der Frauenbewegung und der Frauenrechte gilt, denn auf dem Cover des Magazins waren prominente Frauen zu sehen, die öffentlich bekannten: „Wir haben abgetrieben“. Die darauf folgenden Proteste von Millionen Frauen zwangen die Politik aktiv zu werden, und 1993 wurde das bis dahin geltende Gesetz zur Abtreibung neu formuliert. Seitdem gilt die sogenannte Fristenlösung mit einer Beratungspflicht, Abtreibungen sind zwar rechtswidrig, aber die Frauen bleiben straffrei. Bis zu dieser Gesetzesänderung galt ein Gesetz aus dem Jahr 1871, dass Frauen, die so wörtlich: „eine Frucht abtreiben oder im Leib töten“, mit einer Zuchthausstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden konnten. 1926 wurde ein Schwangerschaftsabbruch zu einem Vergehen herabgestuft und es drohte nur noch eine Gefängnisstrafe, außerdem wurde erstmals eine medizinische Indikation anerkannt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr war.

    Was müssen Frauen beachten?

    Auch wenn es heute einfach ist, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, den Paragrafen 218 gibt es immer noch. Ein Abbruch der Schwangerschaft ist aber immer nur dann strafbar, wenn eine Schwangere nicht nachweisen kann, dass sie an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teilgenommen hat oder dass das Kind bei einer Vergewaltigung gezeugt worden ist. Auch wenn das Leben der Mutter oder des Kindes nicht durch die Schwangerschaft bedroht ist und die Frau trotzdem die Schwangerschaft abbricht, dann kann sie rein theoretisch strafrechtlich verfolgt werden. Zu beachten ist zudem, dass zwischen dem Beratungsgespräch und dem Abbruch mindestens drei Tage liegen müssen und der Abbruch selbst von einem Arzt vorgenommen werden muss. Eine Abtreibung kann noch bis zur 14. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden, darüber hinaus ist der Abbruch strafbar.

    Wer trägt die Kosten einer Abtreibung?

    Wer für die Kosten bei einem Schwangerschaftsabbruch aufkommen muss, das hängt immer von den jeweiligen Voraussetzungen ab. Gibt es eine medizinische oder eine kriminologische Indikation, dann zahlen die Krankenkassen den Abbruch. Schwangere, die auf eigenen Wunsch abtreiben, müssen die Kosten selbst tragen, die aktuell zwischen 300 und 400,- Euro liegen. Nicht alle Frauen sind finanziell in der Lage, diese Kosten zu übernehmen, sie können sich aber an ihre Krankenkasse wenden und einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Stimmt die Kasse zu, dann übernimmt sie die Kosten und rechnet dann später mit dem zuständigen Bundesland ab.

    Was passiert bei einem Schwangerschaftsabbruch?

    Eine Schwangerschaft kann operativ auf zwei Arten unterbrochen werden, zum einen durch eine Absaugung und zum anderen durch eine Ausschabung. In den meisten Fällen findet eine Absaugung unter Vollnarkose statt, bei der der Arzt mithilfe eines schmalen Röhrchens, das durch die Vagina in die Gebärmutter eingeführt wird, die Schleimhaut der Gebärmutter, die Fruchtblase und den Embryo absaugt. Ebenfalls unter Vollnarkose werden bei einer Ausschabung oder Kürettage die Gebärmutterschleimhaut, die Fruchtblase und der Embryo mit einem löffelartigen Instrument ausgeschabt. Eine dritte Möglichkeit bietet die sogenannte Abtreibungspille, die mit ihrem Wirkstoff Mifepriston nach der Einnahme künstliche Wehen auslöst und dann eine Fehlgeburt einleitet. Diese spezielle Pille darf nur unter der Aufsicht eines Arztes eingenommen werden und sie darf auch nur bis zur neunten Schwangerschaftswoche verschrieben werden. Nach der Einnahme dauert es zwei bis drei Tage, bis die Schwangerschaft abgebrochen wird.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    Gesunde Zähne für ein gesundes Leben

    „Lächeln ist die eleganteste Art, seinem Gegner die Zähne zu zeigen“, sagt ein altes Sprichwort, aber nicht jeder kann unbefangen und strahlend lächeln, wenn die Zähne nicht vorzeigbar sind. Gesunde Zähne machen nicht nur ein schönes Lächeln möglich, gesunde Zähne sind auch ein wichtiger Eckpfeiler, wenn es um die Gesundheit an sich geht. Werden die Zähne krank, dann hat das unschöne Folgen, weil nicht nur das Lächeln verschwindet, auch essen wird zunehmend schwerer, was letztendlich Mangelerscheinungen zur Folge hat.

    Gesunde Zähne von Anfang an

    Die Zähne werden schon im Mutterleib angelegt, aber der erste Zahn bricht erst sechs bis acht Monate nach der Geburt in einem meist schmerzhaften Prozess durch. Zuerst sind die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zu sehen, dann folgen die seitlichen Schneidezähne und schließlich die Eckzähne. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen, der erste bleibende Zahn ist der Backenzahn, der sich im sechsten Lebensjahr seinen Weg durch den Kiefer bahnt. Bis zum zwölften Geburtstag verschwinden die Milchzähne nach und nach, die bleibenden Zähne bilden sich aus, und ab dem 17. Lebensjahr wird das bleibende Gebiss durch die Weisheitszähne komplettiert. Insgesamt sind es dann 32 Zähne, die gut gepflegt werden müssen, damit sie ein Leben lang gesund bleiben. Kinder, die gesunde Zähne haben, werden auch als Erwachsene wenig Probleme haben, deshalb ist es sehr wichtig, dass Kinder schon früh lernen, ihre Zähne richtig zu pflegen.

    Gesunde Zähne sind kein Zufall

    Zähne sind widerstandsfähig, aber sie müssen entsprechend gepflegt werden, damit sie gesund bleiben. Tägliches Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide und einer speziellen Bürste für die Zahnzwischenräume, sowie regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sollten zur Pflege der Zähne dazugehören. Mit zunehmendem Alter werden die Zähne immer brüchiger und fallen schließlich aus, es beginnt die Zeit der dritten Zähne, wie Zahnersatz und Zahnprothesen auch gerne genannt werden. Während in früheren Zeiten nur eine Vollprothese infrage kam, arbeitet die Zahnmedizin heute mit unterschiedlichen Modellen beim Zahnersatz.

    Das Herz und die Gefäße leiden

    Gesunde Zähne sorgen nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sie sind auch maßgeblich an der allgemeinen Gesundheit beteiligt. Karies und Parodontitis können unter anderem das Herz schädigen, denn die Bakterien, die die Zähne krank machen, dringen in die Blutbahn ein und schädigen die Gefäße. Die empfindlichen Gefäße werden auf diese Weise weniger elastisch, sie können sich nicht mehr ausdehnen und das kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. Studien beweisen, dass Menschen mit weniger gesunden Zähnen öfter eine koronale Herzerkrankung haben, als diejenigen, deren Zähne weder Karies noch Parodontitis aufweisen.

    Die Möglichkeiten der modernen Zahnmedizin

    Keiner möchte mit einer unschönen Zahnlücke durchs Leben gehen, und wenn die Backenzähne fehlen, dann wird das Kauen sehr mühsam. Wurde das menschliche Gebiss früher komplett durch ein künstliches Gebiss ersetzt, so haben die Zahnärzte heute eine breit gefächerte Palette, wenn es um den Ersatz für die natürlichen Zähne geht. Implantate sind zu einem beliebten Zahnersatz geworden, denn die Implantate, die fest im Kieferknochen verankert werden, halten ein Leben lang und sie sind, was die Funktionalität angeht, kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden. Zahnspangen sind nicht nur bei Kindern ein Thema, auch immer mehr Erwachsene lassen sich heute die Zähne mit der Hilfe einer Spange richten. Zahnkliniken wie der DentalPark, bieten eine gesamtheitliche Behandlung der Zähne an. Auch Patienten, die mit einer Dentalphobie, einer extremen Angst vor dem Zahnarzt zu kämpfen haben, müssen sich in einer modernen Zahnklinik keine Sorgen machen. Auf Wunsch werden die Zahnbehandlungen unter Narkose durchgeführt, die von einem erfahrenen Anästhesisten überwacht wird.

    Gesunde Zähne machen das Leben in jeder Hinsicht leichter, und wer bis ins hohe Alter gesunde Zähne haben möchte, der muss sich gut um seine Zähne kümmern.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness

  • Abnehmen durch Hypnose – funktioniert das wirklich?

    Abnehmen durch Hypnose – funktioniert das wirklich?

    Bei dem Wort Hypnose denken die meisten Menschen an eine Show, in der ein Hypnotiseur ahnungslose Zuschauer in Trance versetzt und sie dann unsinnige Dinge tun lässt. Mit einer echten Hypnose hat das allerdings wenig zu tun, denn der tief entspannte Wachzustand spielt in der Medizin schon sehr lange eine wichtige Rolle. Hypnose wird in der Schmerztherapie angewendet, zum Beispiel in der Geburtshilfe, psychische Blockaden werden während einer Hypnosebehandlung gelöst und selbst in der Anästhesie hat sich der Trancezustand als hilfreich erwiesen, aber ist auch Abnehmen durch Hypnose möglich?

    Abnehmen durch Hypnose – ganz ohne Diät?

    Die Anzeigen in vielen Zeitungen klingen verlockend – Abnehmen durch Hypnose, ganz ohne Diät und ohne Sport! Wie seriös sind diese Angebote? Ist es wirklich möglich, nach nur einer Stunde in Trance dauerhaft an Gewicht zu verlieren. Bis zu 100,- Euro kann eine solche Hypnosesitzung kosten, viel Geld, selbst wenn eine Erfolgsquote von 80 % versprochen wird. Oft sind es diejenigen, die schon leidvolle Erfahrungen mit unterschiedlichen Diätprogrammen gesammelt haben, die sich für eine Hypnosesitzung interessieren. Sie handeln nach dem Motto: Ich hab schon eine Menge Geld für nutzlose Diäten ausgeben, dann kann ich mir die Hypnose auch noch leisten, schaden kann es schließlich nicht.

    Falsche Essgewohnheiten ablegen

    Abnehmen durch Hypnose – dieses Programm wird vor allem von vielen Heilpraktikern angeboten. Die Patienten treffen sich zunächst einmal zu einem aufklärenden Gespräch und tauschen sich über ihre Essgewohnheiten aus, erst dann folgt die eigentliche Hypnosebehandlung. Die meisten Menschen empfinden eine Hypnose wie ein Art Dösen, ein Entspannen an einem schönen Sommertag. Irgendwo weit entfernt ist die Stimme des Hypnotiseurs zu hören, der den Patienten erzählt, dass sie in Zukunft nur noch dann essen sollen, wenn sie wirklich Hunger haben. Zu den Standardsätzen beim Abnehmen durch Hypnose gehört auch, dass das Essen nach 18:00 Uhr schädlich für die Figur ist. Wer auf dieses Programm anspricht, der kann tatsächlich in wenigen Monaten einige Kilogramm verlieren, Menschen, die willensstark sind, werden allerdings ihre Probleme haben.

    Abnehmen durch Hypnose – wissenschaftlich erwiesen

    Ob Abnehmen durch Hypnose wirksam ist, das wollten die Forscher der Universität Tübingen genauer wissen. Sie behandelten 43 adipöse Frauen über einen Zeitraum von sechs Monaten, die Hälfte der Frauen nahm alle zwei Wochen an einer Hypnosesitzung teil. Das Ergebnis war verblüffend, denn alle Frauen nahmen während der Studie ab, aber die Studienteilnehmerinnen, die unter Hypnose gesetzt wurden, verloren deutlich mehr an Gewicht. Es gab noch einen anderen positiven Effekt, denn die Frauen, die an der Hypnosebehandlung teilgenommen haben, steigerten ihre Gesundheit und auch ihre Lebensqualität. Den Grund sehen die Wissenschaftler in der menschlichen Psyche, die beim Essverhalten eine ebenso große Rolle spielt wie auch bei der Entstehung von Übergewicht. Abnehmen durch Hypnose setzt genau an diesem Punkt an, denn Abnehmen fängt immer noch im Kopf an.

    Ist Abnehmen auf Dauer möglich?

    Der größte Feind jeder Diät ist der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Kaum sind ein paar Pfunde verschwunden, sind sie auch schon wieder da. Der Frust über die Gewichtszunahme führt zu erneutem Essen, und es beginnt ein Teufelskreis, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Eine Hypnose spricht immer das Unterbewusstsein an und das kann dabei helfen, neue Verhaltensweisen zu lernen und zu manifestieren. Ob diese Suggestion jedoch dauerhaft beim Abnehmen hilft, das sieht die Wissenschaft kritisch, denn Abnehmen ist auch eine Willenssache. Was nützt es, wenn im Unterbewusstsein Verhaltensweisen gespeichert werden, jedoch im täglichen Leben der feste Wille fehlt, dieses Verhalten umzusetzen? Wie effektiv Hypnose sein kann, das zeigen die Erfolge, die mit dieser Methode im Zusammenhang mit Prüfungsangst und besseren schulischen Leistungen erzielt werden. Wer mit Hypnose abnehmen will, der sollte auf jeden Fall einen festen Willen zum Erfolg mitbringen.

    Bild: © Depositphotos.com / Amaviael

  • Einmal dick, immer dick – warum Übergewicht das Leben bestimmt

    Einmal dick, immer dick – warum Übergewicht das Leben bestimmt

    Kleine pummelige Kinder sind niedlich. Man möchte sie an sich drücken, ihre Bäckchen küssen und den Eltern gratulieren, dass sie so ein hübsches und gesundes Kind haben. Der Kinderarzt wird wahrscheinlich anders über pummelige Kinder denken, vor allem dann, wenn er die neue Studie im Bundesgesundheitsblatt gelesen hat. Was wie ein ganz böses Vorteil klingt, ist jetzt wissenschaftlich bewiesen, denn wer schon als Kind Übergewicht hat, der wird auch als erwachsener Mensch immer wieder zu viel auf die Waage bringen. Einmal dick, immer dick – so lautet die Aussage der Studie in verkürzter Form.

    Übergewicht bei Kindern – ein schwerwiegendes Problem

    Durchgeführt wurde die aktuelle Studie vom Gesundheitsamt in Frankfurt am Main, denn dort ist man für die alljährlich stattfindenden Schuleingangsuntersuchungen zuständig. Seit 2011 wurden für diese Studie in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Frankfurt Kinder untersucht, die als sechsjährige eingeschult wurden und die in diesem zarten Alter alle bereits Probleme mit Übergewicht hatten. Zwei Jahre nach der Einschulung wurden die Kinder dann noch einmal gewogen und gemessen und das Ergebnis war alles andere als gut.

    Das Ergebnis ist alarmierend

    Von den 5600 Kindern, die vor ihrer Einschulung gewogen wurden, hatten 80 % Normalgewicht, 3,6 % hatten Übergewicht, ebenso viele waren bereits fettsüchtig und bei 1,3 % diagnostizierten die Ärzte eine extreme Form von Adipositas. Untergewicht hatten 5,6 der Kinder und besonders stark untergewichtig waren 1,7 %. An der Untersuchung, die zwei Jahre später stattfand, nahmen 3500 Kinder teil und es wurde ein neuer, beunruhigender Trend sichtbar. So nahm die Zahl der Kinder, die bei einer Einschulung noch normalgewichtig waren, um drei Prozent ab, auf der anderen Seite war die Zahl der Kinder, die Übergewicht hatten, um 2,4 % angestiegen. Dieser Trend wird von einer dänischen Langzeitstudie untermauert, die mit 277.000 Kindern zwischen 1930 und 1976 durchgeführt wurde. Das Ergebnis der dänischen Studie lautet, dass die meisten Studienteilnehmer, die schon als kleine Kinder zu dick waren, das Übergewicht mit ins Erwachsenenleben genommen haben und später eine koronale Herzerkrankung hatten.

    Übergewicht bei Kindern und die Reaktion der Eltern

    Auch wenn mittlerweile bekannt ist, welche gesundheitlichen Auswirkungen Übergewicht haben kann, sind Eltern auf diesem Auge offenbar blind. 72 % der Eltern, deren Kinder übergewichtig sind und 22 % der Eltern, die adipöse Kinder haben, sind davon überzeugt, dass ihr Nachwuchs das richtige Gewicht hat. Dieses fehlende Bewusstsein für die offensichtlichen Probleme ist kein neues Phänomen, denn auch eine Studie der Universitätsklinik Leipzig mit 400 übergewichtigen Kindern kam zu dem gleichen Schluss. Auch hier waren die Eltern vom richtigen Gewicht ihrer Kinder überzeugt und stellten sich dem Problem erst dann, als die Kinder bereits stark fettsüchtig waren.

    Welche Ursachen gibt es?

    Der erste Gedanke, der den meisten beim Anblick von übergewichtigen Kindern durch den Kopf geht, ist: Die Eltern ernähren ihre Kinder falsch. Eine falsche Ernährung ist aber nur eine von vielen Ursachen. Ein anderer Grund für die steigende Zahl fettsüchtiger Kinder sind die ebenfalls übergewichtigen Eltern, die dieses „Schicksal“ als gegeben hinnehmen und diese Haltung auch ihren Kindern vorleben. Wenn die Eltern adipös sind, dann steigt das Risiko für die Kinder ebenfalls adipös zu werden, um satte 300 % im Vergleich zu den Kindern, deren Eltern ein normales Gewicht haben. Oftmals sind es aber nicht die Essgewohnheiten, die die Kinder dick werden lassen, es sind vielmehr überzuckerte Getränke. Eistee, Cola und Limonaden sind bekannte Dickmacher, die bei 19 % der übergewichtigen Kinder und bei 20 % der adipösen Kinder für die Gewichtszunahme zuständig sind. Diese mit sehr viel Zucker gesüßten Getränke überfluten den Körper ungebremst mit einer Unmenge von Kalorien, die jedes Gleichgewicht im Energiehaushalt unmöglich machen.

    Bild: © Depositphotos.com / stu99

  • Hebammen – mehr als nur Geburtshelferinnen

    Hebammen – mehr als nur Geburtshelferinnen

    Nicht jede Frau kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ihr Kind in einer modernen, medizinisch-technisch hoch gerüsteten Klinik zur Welt zu bringen. Immer mehr Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt in einer ansprechenden Atmosphäre und wählen deshalb eine Geburt, die nur von einer Hebamme geleitet wird. Der Beruf der Hebamme ist einer der ältesten Berufe der Welt, und bis heute sind Hebammen mehr als nur Geburtshelferinnen, sie sind vielmehr Vertrauenspersonen, die Mütter und auch Kinder vor, während und nach der Geburt betreuen.

    Von der Wehfrau zur Hebamme

    Hebammen sind auf Wandmalereien aus dem dritten Jahrtausend vor Christus zu sehen, und auch im Alten Testament wird die Hebamme bereits erwähnt. In der Antike durften nur die Frauen, die selbst nicht mehr im gebärfähigen Alter waren, den Beruf der Hebamme ausüben, denn nur so konnte sichergestellt werden, dass sie jederzeit zur Verfügung standen, um Geburtshilfe zu leisten. Im Mittelalter waren Wehfrauen, wie die Hebammen damals noch hießen, durch einen Eid verpflichtet, das Kind unmittelbar nach der Geburt taufen zu lassen und wenn ein behindertes Kind zur Welt kam, die Mutter bei der Obrigkeit anzuzeigen. Seit 1452 gibt es eine einheitliche Verordnung für Hebammen und seit 1491 müssen Hebammen eine Ausbildung nachweisen können, um selbstständig eine Entbindung durchführen zu dürfen.

    Hebammen in der heutigen Zeit

    Das heutige Berufsbild der Hebamme hat sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. Bis heute beraten und betreuen Hebammen die Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett und auch die Stillzeit. Frauen, die in einem Geburtshaus oder im eigenen Zuhause entbinden wollen, sollten früh mit einer Hebamme Kontakt aufnehmen, denn nur wenn die Hebamme die Frau durch die gesamte Schwangerschaft begleitet, dann kennt sie alle wichtigen Parameter und kann später entsprechend sicher die Geburt leiten. Die Hebamme steht ihren Patientinnen in der Klinik Tag und Nacht zur Verfügung, zudem begleitet sie die Frauen im Geburtshaus in einer vertrauensvollen Atmosphäre durch die Geburt. Sie steht der Gebärenden außerdem bei einer ambulanten Geburt in der Klinik zur Seite und sie entbindet auch bei der Patientin zu Hause, wenn diese im Kreise ihrer Familie ihr Kind zur Welt bringen möchte.

    Welchen Hebammenleistungen können Frauen in Anspruch nehmen?

    Jede Frau hat das Recht, die Arbeit einer Hebamme in Anspruch zu nehmen. Unabhängig wie die Frau entbunden hat, kann eine Hebamme bis zu zehn Tage nach der Entbindung ins Haus kommen, und die Besuche bis zur zwölften Woche nach der Geburt werden von den Krankenkassen bezahlt. Bis das Kind acht Wochen alt ist, gibt es zudem den Anspruch auf eine Stillberatung durch die Hebamme und wenn der Hausarzt oder der Kinderarzt der Ansicht sind, dass Mutter und Kind über den gesetzlichen Rahmen hinaus von einer Hebamme betreut werden müssen, dann muss ebenfalls die Krankenkasse zahlen. Zu den Aufgaben einer Hebamme nach der Geburt gehören unter anderem:

    • Die medizinische Versorgung des kindlichen Nabels
    • Ernährungsberatung und Pflegeanleitung
    • Informationen und Anleitungen zum Stillen
    • Untersuchung und Kontrolle der Wundheilung bei Kaiserschnitten und Dammschnitten
    • Informationen zu allen wichtigen Impfungen
    • Beurteilung des allgemeinen Zustandes des Kindes
    • Kontrolle der Gebärmutter und Übungen für die Rückbildung

    Die Haftpflichtversicherung für Hebammen

    Eine Hebamme, die freiberuflich arbeitet oder ein Geburtshaus führt, muss haftpflichtversichert sein, denn wenn es zu Komplikationen oder zu schwerwiegenden Problemen während der Geburt kommt, dann übernimmt die Haftpflichtversicherung alle anfallenden Kosten, zum Beispiel, wenn es zu Streitigkeiten vor Gericht kommt. Allerdings sind die Prämien der Haftpflichtversicherung für Hebammen in den letzten Jahren in astronomische Höhen gestiegen. Zahlte eine niedergelassene Hebamme 1981 noch eine Prämie von 30,68 DM, so stieg der Beitrag 2010 auf 3689,- Euro. Seit 2014 zahlt eine freiberuflich arbeitende Hebamme 5302,- Euro für die Haftpflichtversicherung, was das Ende für viele Geburtshäuser war.

    Bild: © Depositphotos.com / lucidwaters

  • Social Freezing – ein neuer Trend?

    Social Freezing – ein neuer Trend?

    Viele Frauen wünschen sich ein Baby, doch oftmals ist der richtige Zeitpunkt noch nicht erreicht. Sei es aus persönlichen oder beruflichen Gründen – daher schieben einige Frauen ihren Kinderwunsch bisweilen auf unbestimmte Zeit nach hinten. Wer hier jedoch nicht aufpasst, kann den „richtigen Zeitpunkt“ ganz einfach verpassen und hat mit Anfang 40 schließlich kein Glück, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Denn mit zunehmendem Alter nimmt einerseits die Fruchtbarkeit bei Frauen rapide ab und andererseits die Häufigkeit von Fehlern im Erbgut, die zu Krankheiten und Behinderungen des Kindes oder aber einem natürlichen Abgang zu Beginn einer Schwangerschaft führen können, zu.

    Als neuer Trend scheint daher Social Freezing für Frauen, die entweder zunächst Karriere machen möchten oder die einfach nicht den passenden Partner gefunden haben, eine optimale Lösung zu sein, um trotzdem nicht auf Nachwuchs verzichten zu müssen. Erst kürzlich sorgten sowohl Facebook als auch Apple für Aufsehen, als sie verkündeten, ihren Mitarbeiterinnen eine solche Behandlung zu finanzieren. Doch wie genau funktioniert Social Freezing eigentlich und wer ist die Zielgruppe dieser Methode?

    Auf Eis gelegt – die moderne Familienplanung?

    Das sogenannte Social Freezing bietet vor allem Frauen zwischen 35 und 40 Jahren mittlerweile auch in Deutschland die Möglichkeit, unbefruchtete Eizellen für einen späteren Kinderwunsch einfrieren zu lassen. Jedoch ist die Entnahme reifer Eizellen bei Weitem nicht so einfach wie die Samenspende für Männer.

    Beim Social Freezing wird zunächst ähnlich wie bei der künstlichen Befruchtung vorgegangen. Über zehn Tage hinweg werden der Frau Hormone gespritzt, die die Eizellreifung anregen – im Anschluss daran findet die Entnahme der gebildeten Eizellen über die Vagina statt. Durch die vorangehende Hormonbehandlung kann es bei den Frauen in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen wie starken Stimmungsschwankungen oder auch Übelkeit kommen.

    Nun findet im Anschluss an die Entnahme der Eizellen allerdings keine Befruchtung dieser Zellen statt (wie bei der künstlichen Befruchtung), stattdessen werden die Eizellen bei minus 180 Grad Celsius schockgefroren und in speziellen Kyrotanks durch den Einsatz von flüssigem Stickstoff gelagert. Hierfür gibt es in Deutschland private Anbieter, wie z.B. die Eizellbank Seracell Freezing aus Rostock, die die Zellen gegen eine monatliche Gebühr beliebig lange lagern. Die Spende von Eizellen ist hingegen zumindest in Deutschland gesetzlich verboten, aus diesem Grund haben Frauen lediglich die Möglichkeit, ihre Eizellen für den eigenen Gebrauch einfrieren zu lassen.

    Wer entscheidet sich für Social Freezing?

    Die Methode des Eizelleneinfrierens war zumindest in Deutschland zunächst Frauen vorbehalten, die sich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen mussten – denn auf diese Weise konnten die entnommenen Zellen vor den zerstörenden Chemikalien geschützt werden, sodass ein Kinderwunsch nach überstandener Krankheit mit besseren Chancen erfüllt werden konnte. Doch mittlerweile ist das Einfrieren von Eizellen auch aus den bereits genannten sozialen Gründen möglich – damit steht es der modernen Frau vollkommen frei, sich für eine neue Art der Familienplanung zu entscheiden.

    Aktuell ist das Social Freezing in Deutschland allerdings noch wenig verbreitet; das liegt zum einen wohl daran, dass dieser Trend erst vor nicht allzu langer Zeit auch hier angekommen ist. Zum anderen fehlt bisher eine grundlegende Aufklärung über die Möglichkeiten dieser Art der Familienplanung. Generell scheint jedoch ein Großteil der deutschen Frauen dem Social Freezing gegenüber offen eingestellt zu sein.

    So äußerten sich laut einer Umfrage von Seracell über die Hälfte der 1400 befragten Mütter in der „Family & Life“ Studie positiv gegenüber Social Freezing. Nur etwa 14 Prozent der Frauen lehnten das Einfrieren von Eizellen generell ab, knapp drei Prozent würden sich ein Verbot wünschen.

    Bild: © Depositphotos.com / Rohappy