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  • Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Viele Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden, zu welchen auch Brustwarzen Schmerzen zählen. Hormonell bedingte, meistens gutartige Brustgewebsveränderungen erzeugen hierbei oft Beschwerden, welche Frauen zunächst schlecht einordnen können. Zu diesen teilweise periodisch auftretenden, schmerzhaften Begleiterscheinungen (Mastopathy, auch prämenstruelles Syndrom) gehören außerdem: Stimmungsschwankungen, Schweregefühl, Traurigkeit, leichte Gewichtszunahme aufgrund von Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und Kreislaufprobleme. Frauen, welche erheblich unter ihrer Monatsperiode leiden berichten über stechende, brennende Spannungsgefühle in Brustwarzengegend. Auch über direkte Brustwarzen Schmerzen, welche das Überstreifen von BH und Pulli erschweren. Jede noch so sanfte Berührung der empfindlichen Brustwarzen schmerzt. Die Tage zwischen den Tagen – manchmal auch schon zwei Wochen vor Eintritt der Periode – werden zur Hölle.

    Brustwarzen Schmerzen: Gründe und Hilfe

    Neben hormonellen Gründen kommen auch psychische entscheidend zum Tragen. Selbst Reizungen von außen, wie zum Beispiel: ein zu enger BH, Prellungen, Unverträglichkeit gegen Waschmittel, Body Lotion, auch Sonnenbrand oder zu trockene Haut haben massive Auswirkungen auf die Brustwarze. Fallen uns solche Überempfindlichkeiten auf, sollten wir die Ursachen schmerzhafter Brustwarzen schnellstmöglich beheben.

    Gehen Brustwarzen Schmerzen auf ein seelisches Ungleichgewicht zurück, helfen eingehende Gespräche mit versierten Psychotherapeuten oder Fachärzten, welche sich mit dieser diffizilen Materie bestens auskennen. Oft helfen Entspannungsübungen, Hobbys, Gespräche mit Freundinnen, den Brustwarzen-Schmerz zu lindern.

    Manchmal kommen diffuse Brustwarzen Schmerzen über Nacht. Frau wacht morgens auf und klagt über Schmerzen in einer Brust oder sogar gleich beiden Brüsten. Grund für dieses Missempfinden kann eine falsche Schlafhaltung sein. Etliche orthopädische Ursachen sind bei Schmerzen im Brustwarzenbereich nie ganz auszuschließen. Halten die Beschwerden länger an und treten diese auch außerhalb der Menstruation auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Weiterführende Untersuchungen sind wichtig, denn das beschriebene Beschwerdebild kann auf eine ernste Erkrankung hinweisen, welche schnellstmöglich behandelt werden sollte.

    Brustwarzen Schmerzen: Kontrolluntersuchungen retten Leben

    Bösartige Veränderungen der Brust rufen mitunter auch Brustwarzen Schmerzen hervor. Sie betreffen ältere Frauen – aber auch junge! Frauen über 40 Jahren sollten generell keine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen auslassen. Zudem wächst die Gefahr im Alter selbst  an Brustkrebs zu erkranken, wenn es in der Familie schon Brustkrebsfälle gab. Frühzeitig erkannter Brustkrebs gilt als sehr gut therapierbar. Da unsere Medizin immer weiter Fortschritte macht, ist eine Frau nach einem Brustkrebseingriff immer noch ganz Frau. Die operierte Brust wird der natürlichen Form der gesunden nachempfunden. Dies hilft seelische Tiefs nach der OP zu mildern bzw. ganz zu vermeiden.

    Brustwarzen Schmerzen: monatliches Abtasten der Brust beruhigt

    Brustschmerzen verunsichern und belasten. Sicher kann letztlich nur ein guter Gynäkologe sagen, ob wir uns Sorgen machen müssen oder nicht. Trotzdem haben wir die Chance, uns selbst zu beruhigen und durch  monatliches Abtasten beider Brüste ein gutes Stück Sicherheit zu schenken. Wie Frau ihre Brust richtig abtastet, was dabei zu beachten ist, erklärt am besten der Arzt vor Ort. Mit ein wenig Übung bekommt Frau ein Gefühl dafür und merkt selbst, wenn etwas nicht stimmt. Früher galt die Regel: verschiebbare Verhärtungen oder Knötchen sind in der Regel von harmloser Natur. Mag mitunter auch stimmen. Doch gibt es immer wieder Ausnahmen, welche diese alte „medizinische Weisheit“ eben doch nicht ganz unterstreichen und zu mehr Vorsicht, auch Achtsamkeit aufrufen!

    Brustwarzen Schmerzen: Schwangerschaft und Stillzeit

    Ganz natürlich hingegen ist der Brustwarzen-Schmerz, auch der allgemeine Brustschmerz während und nach der Schwangerschaft. „Die Milch schießt“ ein und sorgt zunehmend für Schwellung und erhöhtes Schmerzempfinden im ganzen Brustbereich. Auch wunde Brustwarzen während der Stillzeit melden sich mit brennenden oder stechenden Schmerzen. Dies ist dann aber kein Grund zur Beunruhig. Mutter Natur will es eben so!

    Tipp:
    Kühlende Umschläge, leichte Massagen, Entspannung und pflegende Salben schaffen das Brustschmerz-Problem schnell aus der Welt!

    Bild: © Depositphotos.com / Forgiss

  • Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Schmerzen im Knie – Ursachen und Behandlung

    Das Treppengehen fällt schwer. Jede Bewegung, welche mit Streckung oder Beugung zu tun hat, wird zunehmend zur Qual. Das dabei auftretende stechende, ziehende oder auch brennende Gefühl strahlt vom Knie in Ober- und Unterschenkel aus.

    Schmerzen im Knie – Sie haben unterschiedliche Gründe und müssen demnach eine jeweils anders gelagerte medizinische Behandlung erfahren. Im leichtesten Fall verbergen sich hinter Knieschmerzen hartnäckige Verspannungen der umliegenden Muskelregionen. Auch eine kurzfristige Überbelastung (zum Beispiel: ungewohntes Heben schwerer Gegenstände oder ruckartige Bewegungen) kann zu kurzzeitigen Schmerzen im Knie führen.

    Schmerzen im Knie – wiederkehrende Pein bis hin zum chronischen Dauerschmerz

    Klingen Knieschmerzen nach drei Tagen nicht von selbst wieder ab, sollte ein Arztbesuch folgen. Denn hinter anhaltenden bohrenden Beschwerden im Kniebereich kann mitunter eine eventuell schleichende Erkrankung des Bewegungsapparates stecken. Auch vererbte Fehlbildungen des Knochen-, Sehnen-, Muskelbereichs stehen unter Verdacht solche dauerhaften Schmerzattacken auszulösen.

    Die bekanntesten Schmerz-Auslöser sind:

    • Verletzungen des Knies durch Stürze, Prellungen, Gewalteinwirkung
    • Infektionen, welche durch Verletzungen entstehen (unsaubere Wunden etc.)
    • Kniescheibenfehlentwicklung
    • Sehnen-, Bänderüberdehnungen oder auch Abrisse
    • Schleimbeutelentzündungen aufgrund einer wiederholten Fehl- oder Überbelastung
    • Krankhafte Knorpel- oder Knochenveränderungen
    • Entzündliche Prozesse (Arthrose oder Rheuma)
    • Stoffwechsel- oder Bluterkrankungen

    Schmerzen im Knie – Die richtige Diagnosestellung

    Bevor der Schmerz anfängt uns den wohlverdienten Schlaf zu rauben, sollten wir mit einem Orthopäden unseres Vertrauens über unsere Dauerbeschwerden sprechen. Anhand eines aufschlussreichen Fragenkatalogs, einer Röntgenaufzeichnung und einer Blutwerterhebung geht der Arzt der Schmerzursache auf den Grund. Und wird meistens recht schnell fündig! Ist der Auslöser entlarvt, die Diagnose gestellt, kann nun eine erfolgversprechende Therapie eingeleitet werden. Bekannte Therapieformen hierbei sind:

    • Krankengymnastik
    • Reizstromtherapie
    • Wärme- oder Kältetherapie
    • Akkupunktur
    • Ultraschallbehandlung

    sowie

    eine gezielte medikamentöse Behandlung oder spezielle Kurmaßnahmen!

    Sind die zu behandelnden Knieschmerzen infektiöser Natur, werden in der Regel Antibiotika in Kombination mit entzündungshemmenden, auch schmerzlindernden Medikamenten verabreicht.

    Rheumatische Erkrankungen gehören hingegen ausschließlich in die Hände eines Spezialisten. Eines anerkannten Rheumatologen! Dieser wird anhand der bereits gestellten Diagnose weitere Tests durchführen und ein speziell auf uns abgestimmtes Programm zu entwickeln. Wichtig bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind Kontrollen. Diese sollten in regelmäßigen Abständen erfolgen, da Rheuma mitunter auch unsere inneren Organe (Nieren, Herz etc.) angreifen kann.

    Info: Erleichterung bei Schmerzen im Knie verschaffen unter anderem auch orthopädisches Schuhwerk und Bandagen. Für einen besseren Halt und Gangsicherheit sorgt der altbewährte Gehstock. Die Kosten für diese „Hilfsmittel“ werden häufig von der Krankenkasse übernommen. Eine Verschreibung durch den Arzt sollte vorher erfolgen!

    Schmerzen im Knie – Hausmittel, Selbsthilfe und Lebensfreude

    Was kann ich aber nun selbst (neben meiner ärztlich verordneten Therapie) tun, um schmerzfreier durchs Leben zu gehen und meine Lebensfreude zu stärken?

    „Lachen ist die beste Therapie“, sagt ein altes, aber dennoch nicht weniger wahres Sprichwort.

    Jede Art von positiver Ablenkung wirkt entspannend auf unser gestresstes Schmerzzentrum, welchem wir nun einmal diesen lästigen Dauerschmerz zu verdanken haben. Dennoch ist es gut und „gesund“ Schmerzen zu empfinden. Sie sind Warnsignale, zeigen auf, wenn etwas mit uns nicht stimmt. Menschen ohne Schmerzempfinden (krankhaft bedingt) erleiden wesentlich häufiger Knochenbrüche und erleiden – ohne, dass sie es fühlen – teilweise lebensbedrohliche Verletzungen. Dies soll kein Lob auf unseren Peiniger „den Schmerz“ sein, dies soll uns nur bewusst machen, dass Schmerz in gewissem Sinne lebensnotwendig ist und uns sogar vor Schlimmerem bewahren kann.

    Unser Schmerzzentrum reagiert auf Außenreize. Musik, Lachen, Freude, ein schöner Film, feine Gerüche (Duftkerzen, Blumen, Parfum…), nette Gesellschaft, das Gefühl der Geborgenheit. All jene empathischen Dinge entfachen Lebensfreude, beruhigen unsere Nerven (beeinflussen somit auch das Schmerzempfinden), tragen zu Harmonie und Balance im entscheidenden Maß bei. Die Schmerzen im Knie werden natürlich gedämpft, die Selbstheilungskräfte mobilisiert und wir atmen dauerhaft auf!

    Bild: © Depositphotos.com / wacpan

  • Borreliose Symptome und Auswirkung

    Borreliose Symptome und Auswirkung

    Im Frühling und Sommer gehen kleine, nicht ganz ungefährliche Blutsauger auf Beutezug.

    Meist versteckt in Hecken, hohen Gräsern, auch im Gebüsch warten sie gierig auf ihre Opfer, an welche sie sich wie Kletten heften und nicht eher ruhen, bis sie sich voll gesaugt, gar ihren Hunger nach unserem roten Lebenssaft befriedigt haben. Zecken! Sie sind die Überträger und zugleich Auslöser der gefürchteten Borreliose, welche neben der weniger häufig auftretenden Krankheit FSME (meist auf bestimmte Bundesländer begrenzt) zu schweren Folgeschäden führen kann. Ein dramatischer Fakt ist die Tatsache, dass Borreliose Symptome in Folge von Unachtsamkeit schier übergangen werden. Denn: hat sich die Zecke erst einmal voll gesaugt, fällt sie ab. Zurück bleibt nicht mehr als ein „Mückenstich“, welcher im Nachhinein nicht immer direkt mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden kann. Deshalb empfiehlt sich nach jedem Waldspaziergang, nach jeder Pilzsuche oder generell nach Aktivitäten in freier Natur ein Körpercheck.

    Borreliose bewusst vorbeugen

    Dichte Kleidung, auch Zeckenschutzmittel (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) können den Menschen vor Zeckenbefall schützen – dennoch, ganz ausschließen können wir auch dann einen Zeckenangriff nicht. Zecken lieben es gerne warm und feucht. Deshalb befallen sie vorwiegend die menschlichen Weichteile (Bauch, Oberschenkel, Leistengegend etc.). Aber auch andere Körperstellen können durchaus betroffen sein. Erfahrungsgemäß fallen Zecken nicht von Bäumen herab, um sich auf dem menschlichen Haupt niederzulassen. Dieses Ammenmärchen macht gerne die Runde, wurde aber bereits von Experten widerlegt! Neben Kindern und Erwachsenen halten sich Zecken auch an das liebe Vieh. Somit ist es möglich, dass gerade Hunde Zecken mit nach Hause bringen, welche dann eventuell zum Menschen übersiedeln.

    Borreliose: Krankheit, Borreliose Symptome und Behandlung

    Der allgemeine Begriff Borreliose bezeichnet verschiedene Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien (so genannte Borrelia) ausgelöst werden. Der Hauptüberträger ist und bleibt die heimische, infizierte Zecke. In diesem Zusammenhang tritt die bekannte Lyme-Borreliose in Erscheinung, welche durch Zeckenfall (Holzbock) auf Mensch und Säugetier übertragen werden kann. In seltenen Fällen sind auch Stechmücken und Bremsen Überträger dieser „heimtückischen“ Krankheit. Zeckensaison beginnt im März und endet im Oktober. In diesem genannten Zeitraum gilt es jede unbekannte Rötung genau zu beobachten und zu hinterfragen, denn wird ein Mensch durch einen infizierten Holzbock mit Borreliose angesteckt, ist eine schnelle Behandlung mit Antibiotika von Nöten.

    Borreliose Symptome

    Nach dem Biss einer Zecke rötet sich die Haut wie nach einem ganz normalen Mückenstich. Auch wirkt die betroffene Stelle erhaben. Anders als bei Insektenstichen juckt die „Wunde“ länger, auch die entstandene, leichte Schwellung bleibt mehrere Tage sichtbar bestehen.

    Bei einem nicht infektiösen Zeckenbiss klingen Rötung und Schwellung nach spätestens 14 Tagen vollkommen ab. Wurde ein Mensch allerdings von einer mit Borrelia infizierten Zecke gebissen, beginnt sich die Rötung auszubreiten. Um die Bissstelle entsteht ein roter, auffallender Kranz (Wanderröte). Die Schwellung insgesamt bleibt bestehen. Dieser rötliche Kreis ist ein typisches Borreliose-Symptom. Nun spätestens steht ein Arztbesuch an, denn weitere – nicht einfach von selbst verschwindende – gravierende Borreliose Symptome werden folgen. Die Lyme-Borreliose wird in drei Krankheitsphase unterteilt und verläuft in Intervallen. Unbehandelt kann die Lyme-Borreliose bis zum Nervensystem vordringen, wo sie – im schlimmsten Fall – schwere, chronische Schädigungen hervorruft. Und das wirklich Heimtückische dabei, haben die Schädlinge erst einmal die Blut-Gehirn-Schranke passiert, dann sind sie auch durch Antibiotika nicht mehr zu bekämpfen und bleiben uns ein Leben lang erhalten.

    Hierbei treten folgende, teils unspezifische Symptome auf:

    • Fieber
    • Nachtschweiß
    • Muskel- und Gelenkschmerzen
    • Abgeschlagenheit
    • Kopfschmerzen
    • Erkältungssymptome

    Borreliose-Ausbruch: Phase 1 bis 3

    Nach Phase 1 folgt meistens eine Ruheperiode. Doch die Ruhe trügt. Zwischen Phase  1 und 2 beginnen die Borrelia bereits den ganzen Organismus anzugreifen und das Immunsystem zu schwächen. Sensibilitätsstörungen, auch leichte Lähmungserscheinungen sind die Borreliose Symptome der fortschreitenden Phase 2. Blieb die bestehende Borreliose bis dahin unerkannt und unbehandelt geht sie über in die 3. Phase: Chronifizierung der Krankheit!

    Immerwiederkehrende Gelenkschmerzen, Verfärbungen der Haut, neurologische Defekte können nun nur noch mit entsprechenden Medikamenten nachträglich gelindert werden. Die Folgen einer nicht entdeckten Borreliose sind folgenschwer, daher ist ein Gang zum Arzt immer dann anzuraten, wenn:

    • sich Stich- oder Bissstellen (unbekannter Herkunft) am menschlichen Körper röten und nachhaltig ausbreiten
    • ein roter Kreis um die Stich- oder Bissstelle entsteht
    • Kopf-, Gliederschmerzen, Fieber, Lähmungserscheinungen auftreten

    Mit  Hilfe von Zeckenzangen (im Fachhandel erhältlich) ist das ordnungsgemäße, richtige Entfernen des gesichteten Holzbocks kein Problem. Wichtig ist, den ganzen Körper der Zecke zu entfernen. Ein stecken gebliebener Zeckenkopf kann neben Borreliose auch Entzündungen oder Vereiterungen hervorrufen.

    Wird Borreliose diagnostiziert, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Bei vorgeschriebener Einnahme des Medikaments heilt die Borreliose vollständig (meist ohne Spätfolgen) ab und verliert ihren Schrecken. Deshalb: Immer schön auf Borreliose Symptome achten. Früherkennung zahlt sich aus!

    Bild: © Depositphotos.com / fffranzzz

  • Gehirnerschütterung – Erste Hilfe bei Kopfverletzungen

    Gehirnerschütterung – Erste Hilfe bei Kopfverletzungen

    Die erste Hilfe bei Kopfverletzungen kann unter Umständen lebensrettend sein. Deshalb ist es ganz wichtig zu wissen, was man bei einer Kopfverletzung an Maßnahmen einleiten muss. Krankenhausaufenthalte und mehrtägige Überwachungen sind in allen Fällen sinnvoll.

    Was tun gegen Kopfverletzungen

    Wirkt Gewalt von außen auf den Kopf ein, sei es durch einen Sturz, einen Schlag oder einen Verkehrsunfall, so kommt es im Bereich des Kopfes zu ganz unterschiedlichen Verletzungen. Babys drehen sich manchmal gerade dann, wenn sie unbeaufsichtigt sind und fallen aus ihrem Bettchen, vom Wickeltisch oder aus dem Stühlchen. Erwachsene stoßen sich den Kopf an Hinternissen oder bei einer Prügelei schlägt einer den anderen heftig auf den Kopf. Auch wer z. B. mit dem Pkw gegen ein Hindernis fährt, kann eine Kopfverletzung davon tragen.

    In der Klinik erfolgt auch eine umfangreiche bildgebende Diagnostik, um die Art der Erkrankung festzustellen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Ein Knochenbruch wird im Röntgen sichtbar, während für eine Wasseransammlung oder Blutung im Schädelinneren eine Magnetresonanztomographie oder eine Computertomographie durchgeführt werden.

    Gehirnerschütterung

    Häufig und vergleichsweise eine leichte Verletzung ist die Gehirnerschütterung. Der Patient ist meist sofort, aber nur ganz kurz, für ein paar Sekunden oder Minuten, ohne Bewustsein. Bei Bewusstlosigkeit ist der Patient auf die Seite zu legen, damit er nicht an Erbrochenem, Schleim oder seiner eigenen Zunge ersticken kann.

    Es kann sogar vorkommen, dass diese kurze Bewusstlosigkeit vom Helfer gar nicht bemerkt wird. Für eine Gehirnerschütterung sprechen Kopfschmerzen, Schwindel und manchmal eine Erinnerungslücke (Black-out). Hinzu kommen häufig Erbrechen – zum Teil mehrfach und bis zu einer Stunde nach der Verletzung – und Übelkeit. Der Patient kann müde bzw. benommen/verlangsamt wirken.

    Knochenbrüche

    Einen Schädelbruch erkennt man kaum an äußeren Anzeichen. Hat man jedoch den Verdacht, dass der Sturz oder Schlag besonders heftig war, kann man zur Sicherheit eine Praxis oder Klinik aufsuchen. Die Diagnostik von feinen Haarrissen im äußeren Schädelknochen erfolgt mittels bildgebender Diagnostik, vor allem Röntgen. Schädelbrüche sind recht selten, sollten aber dennoch ausgeschlossen werden, um Spätfolgen (häufiger Kopfschmerz, Migräne usw.) zu verhindern

    Einen Bruch der Schädelbasis erkennt man am austretenden Blut oder wässriger Flüssigkeit (Nervenwasser) aus Mund, Nase und/oder Ohr. Ein weiteres typisches Merkmal sind Blutergüsse, die sich an einem oder beiden Augen finden, sich meist jedoch erst eine Weile nach der Verletzung einstellen. Diese Blutergüsse werden auch wegen ihres Aussehens Brillenhämatom genannt. Der Patient ist hier meist bewusstlos, auch das Auftreten von Krämpfen ist möglich. Wurden Organge des Innenohres verletzt, so können Übelkeit, Schwindel und Erbrechen auftreten.

    In beiden Fällen ist hier schnell der Arzt bzw. die Notfallambulanz der nächsten Klinik aufzusuchen. Hier erfolgen dan weitere Untersuchungen, wie Röntgen, CT oder MRT. Eine offene Wunde am Kopf wird mit Hilfe einer Binde notfallmäßig versorgt, um die Blutung zu stoppen.

    Prellung oder Quetschung des Gehirns

    Bei einer Prellung oder Quetschung des Gehirns können die Blutgefäße platzen, die unmittelbar unter der Schädeldecke liegen. Hier kann der Bluterguss, der sich bildet, das Gehirn unter Druck setzen. Hier tritt oft sofort oder wenig später eine Bewusstlosigkeit ein. Es kann auch zunächst sein, dass der Patient erst einmal zunehmenden Kopfschmerz beklagt. Später kommen Erbrechen, Schluckauf, Lähmungen, Übelkeit sowie psychische auffällige Veränderungen hinzu. Der Patient wird entweder unruhig, desinteressiert, verlangsamt, abwesend oder sein Erinnerungsvermögen ist gestört.

    Hier muss schnell in der nächsten Klinik der Druck medikamentös genommen werden. Ohne Therapie kommt es zu Bewusstseinstrübungen und im weiteren Verlauf zum Koma. Der Patient ist in akuter Lebensgefahr und eine dringende Behandlung auf der Intensivstation muss unbedingt erfolgen!

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  • Blutdruckmessgeräte Test

    Blutdruckmessgeräte Test

    Wenn der Blutdruck steigt, dann erhöht sich auch das Erkrankungsrisiko. Speziell Herzinfarkte und Schlaganfälle treten bei hohem Blutdruck häufiger auf. Der ideale Wert liegt bei 120 zu 80 mmHg, geschrieben 120/80. Auch Werte von 130/85 oder 140/90 (leicht erhöht) fallen noch in den Normbereich. Doch die meisten Blutdruckpatienten liegen leider über diesen Werten, so dass auch Werte über 200 in der Systole (1. Wert) gemessen werden. Ursachen sind dabei vielfältig. Wichtig ist jedoch, diese zu finden und dann den Patienten mit Tabletten entsprechend einzustellen.

    Dafür wird der Blutdruck beim Arzt regelmäßig kontrolliert. Doch diese Messung stellt nur eine Augenblicksaufnahme dar. Ist der Patient aufgeregt, fällt der Wert dann auch noch höher aus als üblich. Eine regelmäßige Messung zu Hause ist daher zu empfehlen. Wer zu den Risikogruppen gehört, sollte seinen Blutdruck überprüfen und mitschreiben. So bekommt der Arzt einen genaueren Eindruck, in welchem Zusammenhang der Blutdruck ansteigt und kann den Patienten besser medikamentös einstellen oder andere Maßnahmen empfehlen.

    Sanitätshäuser und Apotheken, aber auch das Internet, bieten hierfür Blutdruckmessgeräte für zu Hause an. Doch ob die Oberarm- oder Handgelenk-Geräte genauere Ergebnisse liefern und zu welchem Gerät zu raten ist, erfährt der Patient durch Veröffentlichungen über getestete Blutdruckmessgeräte. Aktuelle Prüfungen finden sich in das „ETM Testmagazin“ das 16 Oberarm- und Handgelenk-Messgeräte miteinander verglichen hat. Jeweils die Geräte, welche das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben, liefern die exaktesten Messergebnisse. Öko-Test hat 11 Geräte überprüft. Sieben davon messen den Blutdruck am Handgelenk, vier am Oberarm. Neben dem Praxistest erfolgte hier noch die Testung im Labor, um bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe auszuschließen.

    Testergebnisse für Blutdruckmessgeräte

    Ob Oberarm- oder Handgelenk-Blutdruckmessgerät, spielt für die Genauigkeit eine untergeordnete Rolle. Viele Manschetten wiesen Weichmacher oder ungesunde Inhaltsstoffe auf. Ein Gerät fiel aufgrund von zu vielen Fehlmessungen direkt durch. Mehr als die Hälfte der Messgeräte wurde bei Öko-Test als „gut“ eingeschätzt. Werte-Abweichungen von durchschnittlich 4 und 7 mmHg wurden beobachtet. Die ideale Abweichung von weniger als 3 mmHg erreichte kein Gerät.

    Von der Handhabung her erreichten sämtliche Geräte hingegen „gut“ bis „sehr gut“. Ein wichtiges Kriterium für die Bewertung war die Vollständigkeit von Gebrauchsanleitungen und Positionierungshilfen. Auch der Messvorgang selbst, Ablese- und Speicherfunktionen wurden eingeschätzt. Eine richtige Interpretation der Blutdruckwerte in der Gebrauchsinformation wurde berücksichtigt. Über folgenden Sachverhalt musste unbedingt informiert werden: Messung immer unter gleichen Bedingungen, also in Ruhe, im Sitzen, ohne Armbewegung und Nebengeräusche, wie zum Beispiel Gespräche). Außerdem darf die Manschette nicht über der Kleidung angelegt werden. Rauchen oder Kaffee trinken vor dem Messen kann das Ergebnis verfälschen. Weiterhin suchten die Tester nach den allgemeinen Hinweisen, wie Beeinflussung des Blutdrucks durch Essen, Trinken, Alkohol, Bewegung, Tagesverlauf. Bemängelt wurde, dass die Gebrauchsanweisungen nicht immer vollständig waren.

    Bei der Positionierungshilfe kam es auf korrekte Markierungen an, die beim Medisana-Gerät fehlten. Auch die Markierung der Arterie, um die Manschette richtig anzulegen, vermissten die Tester. Beim Speicherplatz wurden zwei tägliche Messungen berücksichtigt über einen Zeitraum von einem Monat. Das bedeutet, dass wenigstens 60 Speicherplätze nötig sind. Vier Geräte fielen hier durch. Bei den schädlichen Inhaltsstoffen fielen zwei Geräte wegen phosphororganischer Verbindungen (Flammschutzmittel) und drei wegen antimikrobiell wirkender Phenole durch. Etliche Manschetten wiesen bedenkliche Weichmacher (Phthalate-Gruppe) auf.

    Im Ergebnis sagten die Tester den Oberarm-Messgeräten die genaueren Ergebnisse nach. Bei Handgelenk-Messgeräten spielen häufig Fehler beim Anlegen eine Rolle. So muss sich das Gerät während des Messvorgangs auf Herzhöhe befinden.

    Übersicht über die Testfaktoren und zu wie viel Prozent sie in die Wertung einflossen:

    • Handhabung: Bedienung – 15 %
    • Display: Lesbarkeit, Übersichtlichkeit, eindeutige Anzeige – 10 %
    • Manschette: Komfort, Anlegen, Umfang – 10 %
    • Funktion: Exaktheit der Messergebnisse – 60 %
    • Dokumentation: Bilder, nützliche Informationen, Verständlichkeit – 5 %

    Achtung: Die Messergebnisse können an verschiedenen Armen unterschiedlich ausfallen. Daher immer den Arm für die Messung nehmen, der höhere Messwerte zeigt.

    Fazit:

    An der Zuverlässigkeit der Ergebnisse gab es wenig auszusetzen, weshalb die Geräte durchweg mindestens mit „Gut“ bewertet wurden. Unterschiede lagen mehr in den Zusatzfunktionen. Eine Ergebnisauswertung mittels App oder am PC brachte zusätzlich Punkte. Beim „ETM-Testmagazin“ überzeugten:

    Oberarm-Blutdruckmessgeräte:

    Testsieger: Beurer BM 85 – Gesamtbewertung 93,3 %, sehr gut
    für hohe Messgenauigkeit, Datenübertragung mittels Bluetooth oder USB, einfache Handhabung, gute Manschetten-Kennzeichnung, WHO-Indikator für genaue Ergebnis-Einordnung

    Preis-Leistungs-Sieger: Sanitas SBM 21 – Gesamtbewertung 90,8 %, gut
    für genaue Messergebnisse, Arrhythmie-Anzeige, WHO-Indikator, Speicherplätze für vier Personen, aber nachteilig war das langsame Luftablassen (teilweise unangenehm)

    Handgelenk-Blutdruckmessgeräte:

    Testsieger: Panasonic EW-BW10 mit Gesamtbewertung 93,4 %, sehr gut
    für genaue Ergebnisse, Arrhythmie-Anzeige, Bewegungssensor, guter Tragekomfort und gute Ablesbarkeit, nachteilig ist, dass nur ein Nutzer gespeichert werden kann

    Preis-Leistungs-Sieger: Sanitas SBC21, Gesamtbewertung 89,8 %, gut
    für ein einfaches Gerät, dass recht genaue Ergebnisse liefert, Arrhytmie-Anzeige, WHO-Indikator, nachteilig sind die nicht eindeutig gekennzeichneten Bedienelemente

    Bild: © Depositphotos.com / petrkurgan

  • Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Nierenschmerzen – Ursachen und Behandlung

    Die Niere ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Körper.  Es agiert als Filtrieranlage des Blutes und sorgt dafür, dass überschüssige Stoffe über den Urin ausgeschieden werden. Außerdem sind die Nieren die Produktions- und Aktivierungsstätten verschiedener Hormone, die ebenfalls einen großen Einfluss auf unseren Körper haben. Sind die Nieren gesund und funktionstüchtig, bemerken wir sie nicht. Dies ändert sich jedoch schnell, wenn die Organe im oberen Bauchraum krank werden. Eines der ersten Symptome sind dann dumpfe Schmerzen, die meist krampfartig auftreten.

    Viele Menschen sind sich häufig nicht bewusst, dass es ihre Nieren sind, die wehtun. Da sich diese in Höhe der unteren Rippen und in der Nähe der Wirbelsäule befinden und die Schmerzen meist nach unten ausgestrahlt werden, gehen viele davon aus, dass es sich um Rückenschmerzen handelt. Im Gegensatz zu diesen sind Nierenschmerzen jedoch bewegungsunabhängig und treten oft schub- oder krampfartig auf.

    Die Ursachen von Nierenschmerzen

    Die Ursachen für Schmerzen in den Nieren sind vielfältig und beschränken sich längst nicht nur auf eine herkömmliche Entzündung. Zu den häufigsten Gründen für Nierenschmerzen gehören:

    • Nierenbeckenentzündung: Diese tritt meist als Folge einer Blasenentzündung auf, wenn die Bakterien aus der Blase in die Nieren wandern. Neben starken Schmerzen sind Fieber, Schüttelfrost, Blut im Urin und häufiger Harndrang die Symptome. Besonders Frauen sind aufgrund der verkürzten Harnwege von Nierenbecken- und Blasenentzündungen betroffen.
    • Nierensteine: Die Schmerzen durch Nierensteine entstehen, weil diese den Weg zur Blase blockieren. Nierensteine sind das Produkt kristalliner Ablagerungen, zu denen unter anderem Salz gehört. Männer sind häufiger von dieser Krankheit betroffen als Frauen.
    • Nierentumore: Natürlich kann auch ein Tumor zu starken Schmerzen in den Nieren führen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie einen Tumor meist erst bemerken, wenn dieser im fortgeschrittenen Stadium ist. Am Anfang strahlt er keine Schmerzen aus.
    • Zysten-Nieren: Diese Erkrankung der Nieren, die ebenfalls mit Schmerzen einhergeht, ist meist erblich bedingt und kann im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen.
    • Glomerulonephritis: Autoimmunkrankheiten, aber auch verschiedene Medikamente können dazu führen, dass sich die Nierenkörperchen, auch Glomeruli genannt, entzünden. Auch in diesem Fall treten teils starke Nierenschmerzen auf.
    • Chronisches Nierenversagen: Diese Form des Nierenversagens wird vor allem durch Diabetes oder Bluthochdruck ausgelöst. Doch auch langanhaltende Nierenbeckenentzündungen und Medikamente können zu einem chronischen Nierenversagen führen. Neben Schmerzen können auch schäumender oder blutiger Urin und Wassereinlagerungen in den Beinen Symptome für ein chronisches Nierenversagen sein. Oftmals bleibt die Erkrankung jedoch auch gänzlich unbemerkt.
    • Akutes Nierenversagen: Die Gründe für ein akutes Nierenversagen sind Nierensteine, hoher Blutverlust, Medikamente oder auch Gefäßverschlüsse. Innerhalb kürzester Zeit stellen die Nieren ihre Arbeit ein, was drastische Folgen für den Körper haben kann. Er reagiert dann nicht nur mit Nierenschmerzen, sondern auch mit anderen Symptomen, die leider nicht immer eindeutig sind. Der sichere Hinweis, dass ein akutes Nierenversagen vorliegt, ist die Einstellung der Urinproduktion. In diesem Fall besteht Lebensgefahr
    • Menstruationsbeschwerden: Einige Frauen, die über starke Menstruationsbeschwerden leiden, klagen häufig auch über Schmerzen in den Nieren. Diese sind jedoch harmlos und vergehen mit dem Abklingen der Periode.

    Bei Nierenschmerzen ist der Gang zum Arzt ist unverzichtbar

    Abgesehen von Nierenbeschwerden, die als Menstruationsbeschwerden auftreten und meist eindeutig kategorisiert werden können, sollten Sie das Wehtun der Organe immer zum Anlass nehmen, einen Arzt aufzusuchen. Sowohl Entzündungen und Nierensteine als auch chronisches und besonders akutes Nierenversagen sind ernstzunehmende Krankheiten, die zum Teil schwere Folgen mit sich bringen können.

    Um Beschwerden und Erkrankungen der Nieren, die meist mit starken Schmerzen einhergehen, zu vermeiden, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

    • Halten Sie die Nieren immer warm
    • Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee
    • Verzichten Sie auf zu viel Salz in Ihren Speisen

    Wenn Sie die Signale Ihres Körpers ernstnehmen und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung begeben, können Beschwerden der Nieren meist problemlos behandelt werden. Wichtig ist, dass die Schmerzen, die von den Organen ausgehen, als solche erkennen und nicht für herkömmliche Rückenschmerzen halten.

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