Schlagwort: Tierversuche

  • Wie viel Wert sollte auf Kosmetik gelegt werden?

    Wie viel Wert sollte auf Kosmetik gelegt werden?

    Das Wort Kosmetik kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt so viel wie schmücken. Und tatsächlich ist Kosmetik etwas, was das Äußere schmückt und das Aussehen zum Positiven verändert. Den Überbegriff Kosmetik gibt es jedoch erst seit dem 18. Jahrhundert, in Deutschland wurden kosmetische Artikel bis 1850 als Schönheitsmittel bezeichnet, erst dann setzte sich der Begriff Kosmetik durch. Kosmetik spielt in jeder Kultur dieser Welt eine wichtige Rolle, aber jeder sieht in der Kosmetik etwas anderes. Kosmetik kann reinigen und pflegen, schützen und natürlich auch verschönern.

    Kosmetik im Wandel der Zeit

    Schon in prähistorischer Zeit legten die Damen viel Wert auf ein gutes Aussehen. Sie bemalten sich ihre Gesichter mit roter Farbe, um attraktiver zu wirken, aber erst die Frauen der Assyrer und der Babylonier schminken sich gezielt die Lippen, die Augenbrauen und die Wangen mit Henna und Indigo. Im alten Ägypten gab es einen regelrechten Kult um die Schönheit und den Damen stand eine Vielzahl von Schönheitsmitteln zur Verfügung. Roter Ocker wurde für das Schminken der Wangen und der Lippen benutzt, Henna für die Haare und den Teint. Malachit war ein beliebtes Färbemittel für die Augenlider und mit Kajal gab es bereits die Möglichkeit, den Augen einen dramatischen Ausdruck zu verleihen. Im antiken Griechenland schminkte sich nur die Oberschicht und im alten Rom wurde Rosenwasser als Badezusatz sowie Bienenwachs für die Entfernung der Körperhaare teuer gehandelt. Heute ist das Angebot an kosmetischen Artikeln mehr als groß, und wer einen neuen Lippenstift oder einen Lidschatten kaufen möchte, der hat die berühmte Qual der Wahl.

    Die richtige Kosmetik finden

    Es ist gar nicht so leicht, die passende Kosmetik zu finden, denn die Regale in den Parfümerien wie z.B. Douglas und Drogeriemärkten wie Rossmann sind übervoll. Auch das Internet bietet eine riesige Auswahl für alle, die mit der richtigen Kosmetik mehr aus ihrem Typ machen wollen. Aber welcher Lippenstift ist der beste? Welche Hautcreme pflegt besonders gut und welche Mascara hat in welchem Test besonders gut abgeschnitten? Auf den entsprechenden Seiten finden interessierte Damen und Herren unter anderem eine Übersicht an Produkten und sie können sich über die Hersteller und die einzelnen Wirkstoffe informieren. Nicht immer sind Designerprodukte die beste Wahl, auch preiswerte Artikel von weniger namhaften Herstellern haben in unterschiedlichen Tests mit gut oder sogar mit sehr gut abgeschnitten.

    Es kommt auf die Aufmachung an

    Neuste Untersuchungen haben gezeigt, dass sich viele, die regelmäßig Kosmetik benutzen, viel Wert auf die Aufmachung legen. Eine schöne Verpackung, ein schicker Flakon oder ein aufwendig gearbeitetes Etui machen kosmetische Artikel zu Lifestyle Artikeln, auf die Inhaltsstoffe wird weniger geachtet. Das ist mit ein Grund, warum Naturkosmetik in den vergangenen Jahren einen eher schweren Stand hatte. Mittlerweile hat sich das Bild aber verändert, denn Kosmetik aus natürlichen Bestandteilen genießt einen immer besseren Ruf. Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff, aber Kosmetik, die auf natürlicher Basis hergestellt wurde, sollte umweltverträglich sein, ohne Tierversuche auskommen und natürlich die Haut schonen.

    Kosmetik in der Werbung

    Auch die Werbebranche hat den immer größer werdenden Markt mit Kosmetik für sich entdeckt. Zwar dürfen die Hersteller von Kosmetika nicht mit irreführenden Bezeichnungen bewerben, aber die Werbeindustrie lässt sich einiges einfallen, um dieses Gesetz elegant zu umgehen. So ist zum Beispiel der Begriff Nährcreme weit dehnbar, der Kunde assoziiert damit aber automatisch, dass es sich dabei um eine Creme handeln muss, die gut für Haut ist und sie mit vielen Pflegestoffen versorgt. Dasselbe gilt auch für das Cremebad oder die Hautpflege mit Aufbaustoffen. Die Werbung und die Hersteller drücken sich sehr bewusst sehr vage aus, es ist der Kunde, der interpretiert, denn er sieht die aufwendige Werbung, liest die Slogans und kauft schließlich die Produkte.

    Bild: © Depositphotos.com / mindof

  • NATUREHOME – alles für die natürliche Sauberkeit

    NATUREHOME – alles für die natürliche Sauberkeit

    Auch wenn alle Hausfrauen und Hausmänner es vielleicht nicht gerne hören, aber Putzen muss sein. Die Küche muss ebenso blitzen wie das Bad, und auch das Geschirr muss immer sauber auf den Tisch kommen. Das Angebot an Putzmitteln ist heute unendlich groß und jeder Hersteller verspricht einen noch besseren Glanz und einen noch besseren Duft. Leider sind nicht alle Putzmittel, die heute die Regale im Supermarkt füllen, auch gesundheitsverträglich. Nicht selten sind die Putzmittel im wahrsten Sinne des Wortes ätzend und können sogar Allergien auslösen. Nicht so bei NATUREHOME, denn dort finden alle, die großen Wert auf die Gesundheit der Familie und auf ein sauberes Zuhause legen, die Bio-Putzmittel, die garantiert nicht schaden können.

    Nachhaltig und ökologisch

    Nachhaltigkeit ist mehr als nur ein Modewort oder ein Trend, Nachhaltigkeit bedeutet vielmehr, sich um die Umwelt und die Gesundheit Gedanken zu machen. Wer ganz bewusst auf aggressive Reinigungs- und Putzmittel verzichten will, der findet im Onlineshop von NATUREHOME ein breit gefächertes Angebot an nachhaltigen und ökologischen Reinigungsmitteln. Alle Reinigungsmittel haben rein pflanzliche Inhaltsstoffe und wurden ohne Tierversuche hergestellt. So sorgt zum Beispiel der Bio-Klarspüler dafür, dass die Gläser, das Besteck und das Porzellan in der Spülmaschine wieder glänzen, und das ganz ohne die üblichen Parabene und Duftstoffe. Der Bio-Klarspüler, sowieso alle anderen Bio-Reinigungsmittel im Sortiment, ist zu 100 % biologisch abbaubar, er belastet die Umwelt nicht und alles wird schlierenfrei sauber.

    Natürlich sauber

    Der Bio-Klarspüler für die Spülmaschine ist nur ein Beispiel für die Bio Reinigungsmittel von NATUREHOME. Auch alle, die ihre Wäsche natürlich und schonend waschen wollen, finden hier das passende Waschmittel. Zitrone und Minze, Lavendel und Rhododendron sorgen in der Waschmaschine schon bei 30° Grad für Sauberkeit und einen herrlich frischen Duft. Ganz natürlich ist auch der Glasreiniger mit einer perfekten Mischung aus Zitronengras und Lavendel, um spiegelnden Flächen und Fenstern zu strahlendem Glanz zu verhelfen.

    Eine Wohltat für die Haut

    Immer mehr Menschen leiden unter Allergien und immer öfter sind die falschen Hautpflegeprodukte und Reinigungsmittel daran schuld. Wer seine Haut ganz natürlich verwöhnen will, der kann das unter anderem mit den Handseifen des Markenherstellers. Die Handseife aus Rosmarin, Kokos und Olivenöl pflegt die Haut auf sanfte Art und das mit einem angenehmen Duft. Wer einen blumigen Duft mag, der sollte die Handseife mit Rosenblüten versuchen, herb und frisch hingegen duften die Handseifen mit Zitronengras, Lavendel und sieben Kräutern.

    Die Pur-Serie für alle Allergiker

    Mit der Pur-Serie bietet der Online-Shop spezielle Seifen und Reinigungsmittel für Allergiker an. Die vegane Handseife aus biologischem Oliven- und Kokosöl ist frei von Enzymen, Konservierungsstoffen sowie Duft- und Farbmitteln, und auch Gentechnik spielt bei dieser Seife aus der Pur-Serie keine Rolle. Das Gleiche gilt auch für die Reinigungs- und Waschmittel aus der Pur-Serie. Der Universalreiniger für den Haushalt und auch das pflegende Feinwaschmittel werden von denjenigen, die unter einer Allergie leiden, sehr gut vertragen. Alle Inhaltsstoffe sind perfekt aufeinander abgestimmt und sorgen für Reinheit, Sauberkeit und Frische. Nicht nur für Allergiker ist die Pur-Serie ideal, auch für die sehr empfindliche Babyhaut sind die Hautpflegemittel von NATUREHOME optimal. Kleine Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und nehmen alles gerne in den Mund. Mütter und Väter, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten das Spielzeug mit dem Reiniger aus der Pur-Serie abwaschen und so für die nötige Sauberkeit und Sicherheit sorgen. Alle, die sich sehr oft die Hände waschen müssen, wie zum Beispiel Ärzte und Pflegepersonal, treffen mit der Seife der Pur-Serie eine gute Wahl, denn auch bei häufigem Waschen bleibt die Haut weich und wird immer gepflegt.

    Bild: © Depositphotos.com / Natvishenka

  • Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    In den USA hat der Internist und Nierenspezialist Joseph Shapiro von der Marshal Universität einen neuen Wirkstoff entwickelt mit dem Fettpolster auf direkte Art abgebaut werden können. Das Körperfett besteht aus Fettzellen, die mit Fett gefüllt sind und sich wieder abbauen lassen. Die Fettzellen erzeugen Botenstoffe, die für ein Gleichgewicht des Stoffwechsels im Körper sorgen. Nach Angaben von Shapiro sind aggressive Sauerstoffradikale in den Fettzellen ein entscheidender Faktor, der Übergewicht und Fettleibigkeit auslösen kann.

    Übergewicht – Schädliche Sauerstoffradikale

    Die Gesundheit von Menschen mit Übergewicht kann durch einen überforderten Stoffwechsel negativ beeinflusst werden. Der Stoffwechsel generiert in diesem Fall gefährliche Sauerstoffradikale, welche den Arbeitsablauf in den Zellen stören und Schäden an Fettzellen verursachen können. Die Entschärfung der Sauerstoffradikale kann unter anderem mit Vitaminen erfolgen. In Tierversuchen und im Labor funktioniert diese Methode. Joseph Shapiro und sein Team wurden zufällig auf eine Pumpe in einer Zellmembran aufmerksam. Die Pumpe habe nicht nur eine Pumpfunktion, sondern agiere auch als Signalverstärker. Der Signalverstärker wird aktiv, sobald er sich von der Pumpe löst und verändert den Stoffwechsel, wodurch jede Menge Sauerstoffradikale erzeugt werden.

    Das Forscherteam um Shapiro hat ein Eiweiß entwickelt, welches mittels der Pumpe als Vorlage aufgebaut wurde. Das Eiweiß setzt sich aus einer Kopie des Ankerpunktes zusammen und wird fest mit dem Signalverstärker verbunden. Als Folge wird der Signalverstärker nicht aktiv und keine Sauerstoffradikale erzeugt. In einer Petrischale wurden Fettzellen übergewichtig und generierten Sauerstoffradikale. Die Beigabe des speziellen Eiweiß führte zu einer Herabsenkung des Sauerstoffradikalen-Niveaus. Die Fettzellen wurden als positiver Nebeneffekt kleiner bzw. verschwanden sogar völlig.

    Die Hormonproduktion fiel wieder auf ein normales Level. Bei einem Versuch mit Mäusen im Labor wurden die kleinen Nager mit fetthaltiger Nahrung gefüttert in deren Folge sie Übergewicht hatten oder fettleibig waren. Eine hohe Dosis des Eiweiß sorgte für ein sinkendes Körpergewicht, wodurch die Fettdepots schmolzen und die Mäuse ihr Übergewicht wieder verloren. Sie wurden schlank. Vor allem innere Fettreserven sind von der Forschung als eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit eingestuft worden. Den Mäusen wurde der Eiweiß-Wirkstoff mitten in den Bauchraum injiziert, wo sich die inneren Fettzellen befinden.

    Kein Übergewicht dank Eiweiß-Spritze

    In Zukunft könnten Menschen mit Übergewicht von einer neuen Behandlungsmethode profitieren, in deren Rahmen ein Arzt regelmäßig den Eiweiß-Wirkstoff spritzt. Als Folge würde das Fett geschmolzen, das Übergewicht gesenkt und der Patient wieder schlank werden. Das Eiweiß von Joseph Shapiro muss erst klinische Tests durchlaufen, bevor es an Menschen ausprobiert und eine Medizin daraus entwickelt werden kann.

    Das Übergewicht und Fettleibigkeit zählen zu den größten Problemen unserer modernen Gesellschaft. Sie gelten als Ursache für Krankheiten wie Diabetes Typ-2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Knochenprobleme. Eine gesunde Ernährung und ausreichende regelmäßige Bewegung steigert nicht nur das körperliche wie geistige Wohlbefinden, sondern sorgt langfristig für eine Gewichtsreduktion. Der Verzicht auf zuckerreiche und fetthaltige Nahrung steuert erheblich zu einem gesunden Lebensstil bei.

    In Verbindung mit regelmäßiger Bewegung egal ob Spaziergänge, Radtouren, Joggingläufe, Zumba oder Schwimmen kann Übergewicht oder Fettleibigkeit in einer gewissen Zeit abgebaut werden. Beim Lebensmitteleinkauf empfiehlt es sich gezielt auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und sonstige köstliche Verlockungen der Lebensmittelindustrie zu verzichten. Allein der Zuckerverzicht kann sich schon nach einem Monat sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Der Zuckerverzicht ist für viele Menschen ein schwerer Schritt, weil Zucker eine Sucht auslösen kann und es bis zu drei Monate oder länger dauern kann bis diese Zuckersucht bekämpft wurde. Als Belohnung einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung winkt eine gute Gesundheit ohne Übergewicht.

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  • Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Vorsicht vor Lebensmitteln in Kunststoffverpackungen

    Der Einkauf im Supermarkt kann ein Risiko für die Gesundheit bedeuten, zumindest dann, wenn abgepackte frische Lebensmittel wie Salat, Eier oder Fleisch in Plastikverpackungen erworben werden. Die Kunststoffverpackung enthalten Chemikalien wie Bisphenol A, Pestizide und Weichmacher.

    Es handelt sich dabei um hormonell wirksame Stoffe, die neben Plastikverpackungen auch in Kassenbons und Konservendosen enthalten sind. Befinden sich diese Stoffe im Körper, so beeinflussen sie das Hormonsystem und damit verbunden den gesamten Stoffwechsel. Schon jahrelang gibt es Warnungen seitens der Forschung bezüglich des Zusammenhangs zwischen hormonellen Schadstoffen und dem verstärkten Auftreten zahlreicher Krankheiten.

    Die amerikanische Gesellschaft für Endokrinologie analysierte 1300 Studien und konnte diesen Zusammenhang untermauern. Die künstlichen Chemiekalien sollen sich dem Ergebnis zufolge für Krankheiten wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, Fettleibigkeit und gewisse Krebsarten verantwortlich zeichnen. Einen hohen Bekanntheitsgrad haben die hormonell wirksamen Stoffe Weichmacher, Bisphenol A und Pestizide. In den Körper können sie über die Haut oder Nahrung eindringen. Bei Tierversuchen führte eine Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im späteren Verlauf zu einer Steigerung des Gewichts und einer gestiegenen Insulinresistenz. Dies sind beides Risikofaktoren für Diabetes Typ 2.

    Auf Grund der Ergebnisse der untersuchten Studien empfehlen Experten auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Sie raten Plastikflaschen durch Glasflaschen zu ersetzen, den Verbrauch plastikverpackter Lebensmittel zu reduzieren und Verbraucher sollten auf Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte achten. Auf keinen Fall sollte Geschirr aus Kunststoff weder in der Spülmaschine noch Mikrowelle erwärmt werden. Denn durch die Hitze würden Schadstoffe austreten und die Nahrung infizieren.

    Im Rahmen des wöchentlichen Lebensmitteleinkaufs sollten vorwiegend frische unverpackte Nahrungsmittel gekauft werden. Der Verzicht auf Kunststoffverpackungen und Plastiktüten hat auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Die Anzahl der Supermärkte, die auf Plastiktüten verzichten und stattdessen Tüten aus Recyclingpapier anbieten, nimmt immer weiter zu. Frische Lebensmittel können gekauft und in Rücksprache mit Mitarbeitern des Supermarktes auch in eigene Behältnisse, wie Metalldosen untergebracht werden.

    Der Anbau eigener Lebensmittel ist eine Alternative zum Einkauf im Supermarkt, aber nicht immer ist die Möglichkeit eines Gartens gegeben. Für diesen Fall gibt es Lieferdienste, die sich auf die Lieferung frischer Lebensmittel innerhalb eines bestimmten Umkreises spezialisiert haben. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Frischelieferdienstes sind gegenüber dem Lebensmitteleinkauf im Supermarkt nur minimal höher oder sogar gleich. Die Nahrungsmittel werden online oder telefonisch bestellt und anschließend direkt nach Hause geliefert.

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  • Lungen-Transplantation, neue Technik für höhere Erfolgsquoten

    Lungen-Transplantation, neue Technik für höhere Erfolgsquoten

    Transplantationen gehören heute zum Alltag in der Chirurgie, aber nicht alle Organe lassen sich so einfach verpflanzen. Vor allem bei einer Lungen-Transplantation sind die Erfolgsquoten nicht sehr hoch, denn diese Transplantation kann nur unter bestimmten Voraussetzungen gelingen. Jetzt gibt es eine neue OP-Technik, die es deutlich einfacher und effektiver macht, eine Lunge erfolgreich zu verpflanzen.

    Die Lunge wird beatmet

    Bei einer Lungen-Transplantation kommt es auf jede Minute an, denn das Organ muss so schnell wie eben möglich, vom Spender zum Empfänger gelangen. Mit der neuen Technik ist es möglich, die Lunge bis zu vier Stunden außerhalb des Körpers zu beatmen, und in diesem Zeitraum hat die Lunge die Möglichkeit, sich vollständig zu regenerieren. Ex vivo lung perfusion, kurz EVLP, so heißt die neue Methode, mit der die Lunge nach der Entnahme aus der Brust des Spenders bis zu vier Stunden weiteratmet und dabei mit Blut und auch mit den notwendigen Nährstoffen versorgt wird. Die Lunge erholt sich und kann so ohne große Probleme transplantiert werden. Bis heute können 80 % aller Spenderlungen nicht verpflanzt werden, weil sie nicht mehr gut genug funktionieren, mit der EVLP Methode steigt die Erfolgsquote, denn die Lunge ist regeneriert, wenn sie transplantiert wird.

    Lungen-Transplantation – Keine Abstoßung mehr

    Ein weiteres großes Problem bei einer Lungen-Transplantation ist die hohe Abstoßungsquote und auch hier kann die EVLP Technik in Zukunft helfen. Bei Tierversuchen an Schweinen wurden den Tieren die weißen Blutkörperchen entnommen, und in der Folge wurde die Lunge nach der Transplantation nicht mehr abgestoßen. Die Abstoßung durch das eigene Immunsystem war bislang das größte Problem bei einer Lungen-Transplantation, denn das körpereigene Immunsystem sieht das transplantierte Organ als einen Fremdkörper an und versucht, ihn mit allen Mitteln wieder loszuwerden.

    Generell ist dieses Verhalten nützlich, denn es wehrt Infektionen ab, bei einer Lungen-Transplantation wirkt es sich aber denkbar ungünstig aus. Das Problem ergibt sich aus den weißen Blutkörperchen, die vom Immunsystem nicht erkannt werden. Menschen, denen eine Lunge transplantiert wurde, sind deshalb gezwungen, ihr Leben lang Medikamente zu nehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen, die unter anderem auch das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich erhöhen.

    Noch in der Entwicklung

    Die Forschungen der Universitäten im schwedischen Lund und im englischen Manchester stehen zwar noch am Anfang, aber die kann bahnbrechend sein. Das Medikament, das die weißen Blutkörperchen aus der Lunge entfernt, ist bereits in der Entwicklung. Während der Tierversuche wurden die Schweine nur über einen Zeitraum von 24 Stunden beobachtet, und das sagt nach Meinung von Experten noch nichts über die Langzeitfolgen aus. Was sich aber schon jetzt sagen lässt, ist: Jede Stunde, die die Lunge außerhalb des Körpers atmet, kann die Chancen um ein Vielfaches erhöhen, dass die Lungen-Transplantation gelingt.

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  • Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Künstliche Haut – neue Hoffnung für Verbrennungsopfer

    Wer sich schon einmal an heißem Wasser oder an einem heißen Topf verbrannt hat, der weiß, wie schmerzhaft diese Verletzungen sind. Verbrennungen gehören nicht nur zu den schmerzhaften und langwierigen Verletzungen, sie zeichnen die Betroffenen auch für ihr ganzes Leben. Verbrennungen lassen die Haut stark vernarben und das führt nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen, sondern auch zu motorischen Problemen. Bislang konnten Chirurgen nur versuchen, die verbrannten Hautflächen mit Eigenhaut zu behandeln, aber bei dieser Methode blieben immer Narben. Jetzt gibt es eine künstliche Haut, die Verbrennungsopfern Hoffnung macht.

    Künstliche Haut züchten

    Zellbiologen forschen schon seit einigen Jahren daran, künstliche Haut herzustellen, die auch bei großflächigen Verbrennungen zum Einsatz kommen kann. Jetzt ist es gelungen, diese künstliche Haut zu züchten, und zwar in großen Mengen und dazu auch noch vollautomatisch. Die künstliche Haut wird aber nicht nur Verbrennungsopfern helfen, sie ist auch für die Kosmetikindustrie von großem Interesse, denn künstliche Haut bietet die Möglichkeit, neue Produkte auch ohne Tierversuche schnell und einfach zu testen.

    Die Nachteile der eigenen Haut

    Verletzten mit Verbrennungen wurden bisher kleine gesunde Hautstücke entnommen, dann wie ein Netz geweitet oder in kleine Stücke geschnitten. Während einer Operation wurden diese Stücke dann auf die verbrannte Haut gelegt. So wächst die Haut an, aber was bleibt, das sind unschöne Narben. Auch die sogenannte Spalthaut, bei der eine dünne Hautschicht zum Beispiel von der Kopfhaut des Patienten abrasiert wird, hinterlässt Narben. Die transplantierte Haut vernarbt aber nicht nur, sie schrumpft auch, denn sie ist zu dünn, und das bereitet den Patienten große Probleme.

    Große Erfolge

    Dem Zellbiologen Ernst Reimann und seinem Team in der chirurgischen Abteilung im Universitäts-Kinderspital in Zürich ist es nun gelungen, eine komplexe künstliche Haut in einem Labor zu züchten. Diese künstliche Haut besteht aus zehn mal zehn großen Hautstücken aus Ober- und Unterhaut, die Stammzellen, Pigmentzellen und auch Blutgefäße enthalten. Schon die vorklinischen Studien mit Mäusen und Ratten zeigten, wie effektiv diese künstliche Haut ist und Ernst Reimann ist sich sicher, dass dieser Effekt auch bei Menschen erfolgreich sein wird. Acht Kinder wurden im Kinderspital in Zürich bereits mit der künstlichen Haut behandelt, und obwohl die klinischen Tests noch laufen, hat sich bereits eine Firma gefunden, die die individuell angepassten Hauttransplantate auf den Markt bringen möchte.

    Ein großer Bedarf

    Es besteht ein sehr großer Bedarf an künstlicher Haut, die bei Verbrennungsopfern für eine bessere Wundheilung ohne Narben sorgt. Tierversuche könnten bald der Vergangenheit angehören, denn an der Haut, die eine exakte Kopie der menschlichen Haut ist, können Versuche vorgenommen werden, ob neue kosmetische Produkte, aber auch ob Wasch- und Reinigungsprodukte allergische Reaktionen hervorrufen. Da es seit März 2013 verboten ist, an Tieren zu testen, kann die Industrie jetzt auf künstliche Haut zurückgreifen.

    Bild: © Depositphotos.com / valuavitaly