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  • Jedes Jahr sterben 3 Mio. Menschen an Luftverschmutzung

    Jedes Jahr sterben 3 Mio. Menschen an Luftverschmutzung

    Die Luft wird nicht nur in den Industrieländern der westlichen Welt immer schlechter, auch in Asien und Südamerika leiden die Menschen zunehmend darunter, dass die Luft zum Atmen fortwährend schlechter wird. Vor allem in den asiatischen Ländern sterben immer mehr Menschen an den Folgen der extremen, denn Indien und besonders China sorgen für ein anhaltend schlechtes Klima. In diesen beiden Ländern werden in großen Mengen Kohle oder Biomasse zum Heizen und Kochen verbrannt und auch die Dieselmotoren der Autos und Busse tragen zur Luftverschmutzung bei.

    Gefährliche Feinstaubpartikel

    3,3 Millionen Menschen sterben pro Jahr daran und nach Ansicht von Experten wird diese Zahl im Jahre 2050 doppelt so hoch sein. Die meisten Todesfälle sind in Asien zu beklagen, aber auch in den Ländern der EU sterben jedes Jahr 180.000 Menschen an Feinstaubpartikeln in der Luft, alleine in Deutschland sind es 35.000 Tote jedes Jahr. Die Schadstoffe in der Luft wie die Feinstaubpartikel und auch das Ozon, gelten als gesundheitsschädlich, besonders für Kinder und für ältere Menschen. Feinstaubpartikel messen nur 2,5 Mikrometer und sind damit in der Lage, sehr tief in das Gewebe von Lunge und Bronchien einzudringen. In der Folge kommt es dann zu einer Erkrankung der Atemwege, zu Problemen mit dem Herz-/Kreislaufsystem und auch zu Lungenkrebs. Die winzigen Partikel kommen über die Lunge in die Blutgefäße und erhöhen dort das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

    Nicht nur die Industrie ist an der Luftverschmutzung schuld

    Viele denken, dass die Luftverschmutzung alleine die Schuld der Industrie und des Verkehrs in den großen Städten ist, aber das trifft vor allem in China und auch in Indien nicht ganz zu. Hier sind es die kleinen häuslichen Feuer, an denen sich die Menschen wärmen und auf denen sie auch kochen. Das klingt auf den ersten Blick seltsam, aber es ist erwiesen, dass die Menge der Feuer den gesundheitsschädlichen Smog erzeugt, denn in Indien und in China leben viele Menschen in Slums unterhalb der Armutsgrenze und sie können sich keine mit Strom oder Gas betriebene Herde leisten.

    Mehr Tote als im Straßenverkehr

    Durch die stetig zunehmende Luftverschmutzung in Asien sterben mittlerweile mehr Menschen als im Straßenverkehr. Weltweit starben alleine 2010 fünf von 10.000 Menschen an den Folgen der permanenten Verschmutzung der Luft, allein in China waren es 1,36 Millionen Menschen und in Indien noch einmal 650.000. Das sind mehr als diejenigen, die im gleichen Zeitraum im Straßenverkehr oder durch Aids gestorben sind. Einen beträchtlichen Anteil an der Luftverschmutzung haben aber auch Dieselmotoren, denn wenn Diesel verbrannt wird, dann werden jede Menge Staub und Ruß freigesetzt. In den USA sieht es wieder anders aus, denn die Menschen, die in den Vereinigten Staaten an den Folgen der Luftverschmutzung sterben, haben das dem hohen Stromverbrauch zu verdanken.

    Bild: © Depositphotos.com / elwynn

  • Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Ist Aspirin die neue Wunderwaffe gegen Krebs?

    Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal eine Aspirin genommen. Aspirin ist längst nicht mehr nur ein Mittel gegen Kopfschmerzen, viele nehmen das Mittel unter anderem auch, wenn es um Rücken- oder Gelenkschmerzen geht. Jetzt haben britische Forscher herausgefunden, dass Aspirin auch ein einfaches Mittel gegen Krebs sein kann. Die Forscher aus England sind davon überzeugt, dass Aspirin in Zukunft eine Präventivmaßnahme gegen Krebs darstellt, denn die kleine Tablette hat bislang unbekannte Fähigkeiten.

    Für alle über 50

    Muss man in Zukunft nur eine Aspirin am Tag nehmen und der Krebs ist dann kein Thema mehr? Was wie ein Wunschdenken klingt, ist so weit nicht von der Wirklichkeit entfernt. Die neue Studie aus Großbritannien zeigt, dass Aspirin vor allem bei einer Krebsart sehr effektiv sein kann, nämlich bei Dickdarmkrebs. Eine andere Studie aus den USA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass vor allem Menschen zwischen 50 und 59 Jahren von Aspirin profitieren können, denn in dieser Altersgruppe sank die Zahl der Todesfälle um 33 % und die Zahl der Erkrankungen sank sogar um 40 %. Für diese Studie hatten die Probanden über einen Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig eine Tablette Aspirin am Tag eingenommen.

    Positive Wirkung schon länger bekannt

    Dass Aspirin ein wirksames Vorsorgemittel gegen Krebs sein kann, das belegen auch frühere Studien. Eine Studie des University College London hat nachgewiesen, dass jeder, der zwischen 50 und 65 Jahre alt ist und zehn Jahre lang jeden Tag 75 Milligramm Aspirin zu sich nimmt, das Risiko an Krebs zu erkranken, deutlich senken kann.  Dieses Risiko sinkt bei Frauen, die regelmäßig Aspirin nehmen, um sieben Prozent und bei Männern um neun Prozent. Aber nicht nur gegen Krebs ist Aspirin ein effektives Mittel, auch die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle kann durch das Medikament gesenkt werden.

    Was macht Aspirin so wirkungsvoll?

    Es ist die im Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure, die Aspirin so wirkungsvoll macht, denn dieser Wirkstoff hat die gute Eigenschaft, Entzündungen entgegenzuwirken, denn Entzündungen im Körper fördern die Bildung von Krebsgeschwüren. Das gilt nicht nur für den Dickdarm, sondern auch für andere gefährliche Krebsarten wie Magen- und Speiseröhrenkrebs. Leider ist die Vorsorge durch Aspirin nicht für alle Menschen geeignet, denn vor allem viele ältere Menschen leiden unter den Nebenwirkungen von Aspirin. Das Medikament kann unter anderem Magenprobleme verursachen, wie zum Beispiel für Magenblutungen sorgen, und das kann in der Folge Magengeschwüre oder eine chronisch entzündete Magenschleimhaut verursachen. Allerdings sind von diesen Nebenwirkungen in der Regel nur Menschen über 70 Jahre betroffen, die Altersgruppe unter 70 Jahre hat kaum unter Nebenwirkungen zu leiden.

    Aspirin alleine kann das Risiko an Krebs zu erkranken, nicht senken, dazu gehört auch neben einem gesunden Lebensstil auch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung.

    Bild: © Depositphotos.com / kalinovsky

  • Macht Butter wirklich dick?

    Macht Butter wirklich dick?

    Wer abnehmen will, der lebt nach dem Motto: Fett ist dein Feind, tierisches Fett sogar dein Todfeind. Zu den tierischen Fetten gehört auch die gute Butter und sie wird deshalb von allen, die ein paar Kilo verlieren wollen, gänzlich von der Speisekarte gestrichen. Leider ist Butter wie alle Fette, ein Geschmacksträger und wer schon einmal Weihnachtsplätzchen mit Butter und einmal mit Margarine gebacken hat, der kennt den Unterschied. Aber macht Butter wirklich dick oder ist das nur ein Mythos der Margarinehersteller?

    Fakten über Butter

    Wer 100 Gramm Butter isst, der nimmt 741 Kalorien zu sich. Die gleiche Menge Margarine liefert 704 Kalorien, aber kaum Energie. Butter enthält zudem die Vitamine A, E, D und K, diese Vitamine sind antioxidativ und schützen die Zellen vor den sogenannten freien Radikalen, die Krebs auslösen können. Butter hat aber leider auch eine Menge Cholesterin, etwa 200 Milligramm pro 100 Gramm, das bis heute für den schlechten Ruf der Butter sorgt, denn Butter gilt als Risikofaktor für Herzerkrankungen, wie den Herzinfarkt. Das stimmt so allerdings nicht, denn bei einem gesunden Menschen mit einem normalen Blutfettspiegel kann nicht viel passieren, wenn er Butter isst.

    Es kommt auf die Menge an

    Wie bei allen Lebensmitteln, so kommt es auch bei der Butter auf die Menge an, die gegessen wird. Wer abnehmen will, der sollte sich die Butter nicht gleich fingerdick aufs Brot schmieren, aber hin und wieder eine Scheibe frisches Brot mit Butter ist erlaubt und macht auf Dauer nicht dick. Selbst zum Spargel oder zum Backen muss auf Butter nicht verzichtet werden, aber auch hier gilt, es kommt auf die Menge an.

    Butter gab es immer schon

    Wie lange essen Menschen schon Butter? Seit über 1.000 Jahren, denn seit Menschen Kühe, Ziegen und Schafe als Nutztiere halten, melken sie diese Tiere auch und machen aus der Milch Butter. Im antiken Rom und auch in Griechenland diente Butter aber nicht nur als Nahrungsmittel, sie wurde auch zu medizinischen Zwecken verwendet. Die Germanen waren fest davon überzeugt, dass Butter die Haare gesund erhält und dass Fett die Kopfhaut wärmt.

    Butter oder Margarine?

    Butter oder Margarine – das ist natürlich auch eine Geschmacksfrage, wer aber konsequent abnehmen möchte, der sollte sich an die Margarine halten. Das gilt auch für Menschen, die einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, denn auch dann ist Margarine immer die bessere Wahl. Butter ist aber nicht schädlich, und in vernünftigen Mengen genossen, treibt Butter auch nicht den Zeiger der Waage nach oben. Bei einer Diät kann Butter dabei helfen, einem kalorienarmen Essen mehr Geschmack zu verleihen, und das macht es einfacher, eine Diät auch durchzuhalten. Wer also eine Soße mit einem Stück Butter verfeinern möchte, der kann das tun, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Bild: © Depositphotos.com / ajafoto

  • Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Blutvergiftung – nur schnelle Hilfe kann Leben retten

    Noch immer hat eine Sepsis, eine Blutvergiftung nichts von ihren Schrecken verloren, denn wenn eine Blutvergiftung diagnostiziert wird, dann kommt es auf jede Minute an. Noch vor wenigen Jahren gehörte die Blutvergiftung zu den häufigsten Todesursachen, aber durch eine deutlich bessere Schulung vor allem der Notfallmediziner, konnte die Todesrate heute gesenkt werden. Trotzdem ist die Gefahr noch immer nicht gebannt, denn fast jeder dritte Fall von Sepsis endet nach wie vor mit dem Tod. Diese Rate von 30 % könnte nach Ansicht von Experten aber sinken, wenn die Ärzte auch in den Krankenhäusern besser geschult würden.

    Was ist eine Blutvergiftung?

    Eine Sepsis entsteht immer dann, wenn Bakterien und Pilze in eine offene Wunde eindringen können. Das setzt dann die körpereigene Abwehr außer Gefecht und der Körper beginnt damit, das eigene Gewebe zu zerstören. Dabei werden innerer Organe massiv beschädigt und das führt schließlich zum Tod. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 175.000 Menschen eine Blutvergiftung, und die Tendenz ist steigend. Zieht sich ein Kind eine Sepsis zu, dann geht es um jede Minute, denn der kindliche Kreislauf kann der Infektion durch Bakterien nicht lange standhalten, nur eine gezielte Behandlung kann sein Leben retten. Die ersten Anzeichen einer Blutvergiftung sind hohes Fieber, Abgeschlagenheit und ein Anstieg der Herz- und Atemfrequenz. Patienten, die diese Symptome haben, sollten auf jeden Fall auch auf eine Sepsis untersucht werden, denn wenn das nicht passiert und wertvolle Zeit verloren geht, dann kann es zu spät sein.

    Besonders Kinder sind gefährdet

    Aktuell ist die Sepsis die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, und in fast allen Bundesländern liegt die Zahl der Sterblichkeit bei 10 %. Niedersachsen wollte das so nicht mehr hinnehmen und begann damit, seine Ärzte und Rettungssanitäter gezielt zu schulen. Diese Maßnahme wurde ein großer Erfolg, denn die Sterblichkeitsrate bei Kindern mit einer Blutvergiftung sank im norddeutschen Bundesland auf nur noch zwei Prozent. Das hat Vorbildcharakter. Niedersachsen fordert nun die anderen Bundesländer auf, ebenfalls bessere Schulungen anzubieten, um so mehr Leben retten zu können.

    Gut behandelbar

    Eine Blutvergiftung ist zwar sehr gefährlich, aber sie lässt sich auch gut behandeln. Das Problem ist allerdings, dass eine Sepsis oftmals viel zu spät erkannt wird. Eine Stunde kann bei der Behandlung einer Blutvergiftung eine entscheidende Rolle spielen, ob der Patient überlebt oder nicht. Bei Kindern wird sofort mit der Behandlung begonnen, die in der Regel aus hoch dosierten Antibiotika besteht. In Niedersachsen wurde jetzt eine Art Netzwerk aufgebaut, in dem unter anderem auch Notärzte rund um die Uhr im Einsatz sind. Spezialisten können nach Bedarf eingeflogen werden und es gibt die Möglichkeit von Videoschaltungen, um Ärzten vor Ort helfen zu können. Auch eine gezielte Weiterbildung steht in Niedersachsen bei der Behandlung von Blutvergiftungen im Fokus.

    Bild: © Depositphotos.com / 3quarks

  • Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Atemwegserkrankungen – Männer gefährdeter als Frauen

    Dass Männer eine kürzere Lebensdauer haben als Frauen, das ist bekannt, aber Männer sterben auch häufiger an Atemwegserkrankungen als Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der EU, die jetzt vom Statistikamt Eurostat in Luxemburg veröffentlicht wurde. Demnach starben alleine im Jahr 2012 fast 672.000 Menschen in den 28 EU-Ländern an Atemwegserkrankungen. 399.000 davon waren Männer, 273.000 Frauen. Ein Grund für diese Tatsache ist, dass Männer nach wie vor öfter an Lungenkrebs erkranken als Frauen und auch an dieser Krankheit sterben.

    Todesurteil Lungenkrebs

    Der Lungenkrebs ist noch immer der Spitzenreiter, wenn es um Atemwegserkrankungen geht. Bei rund 40 % derjenigen, die an einer Erkrankung der Atemwege leiden, wird der gefährliche Krebs diagnostiziert, dann folgen mit 24 % die Bronchitis oder andere chronische Erkrankungen der Atmungsorgane. Auch die Lungenentzündung nimmt bei den Atemwegserkrankungen mit 19 % einen der vorderen Plätze ein, nur ein Prozent entfällt hingegen auf Asthma. 0,3 % leiden unter Atemwegserkrankungen, die sich während einer Grippe eingestellt haben und 15,7 % haben verschiedene Atemwegserkrankungen, bei denen unter anderem die Luftröhre, die Nasengänge, die Bronchien oder Mund und Rachenraum betroffen sind.

    Welche Länder sind besonders betroffen?

    In den EU-Staaten sind die Atemwegserkrankungen in 13,4 % die Todesursache, Deutschland liegt mit 12,1 % sehr nah am europäischen Durchschnitt. Deutlich darüber liegt Großbritannien mit 20,3 %, und in Lettland sterben mit 5,8 % weitaus weniger Menschen an Atemwegerkrankungen als im EU-Durchschnitt. Rauchen die Deutschen und die Briten mehr als die Menschen in Lettland oder wie lässt sich diese Diskrepanz zwischen den Prozentzahlen sonst erklären? Für die Studie waren nicht nur die Atemwegserkrankungen relevant, die das Rauchen als Ursache haben, wichtig war auch die Umgebung, in der die Menschen leben. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die in den Ballungsräumen der großen Städte leben, bei einer Erkrankung der Atmungsorgane deutlich gefährdeter sind als diejenigen, die in ländlichen Regionen leben.

    Atemwegserkrankungen sind vererblich

    Sicher sorgen das Rauchen und die hohe Belastung durch Schmutz und Feinstaubbelastung dafür, dass die Zahl der Atemwegserkrankungen in Europa weiter zunimmt, aber es gibt nach Auffassung von Experten auch eine gewisse Veranlagung. Wer in der Familie Asthmakranke hat, der lebt mit einem hohen Risiko, auch an Asthma zu erkranken. Erkrankungen der Bronchien, die nicht selten chronisch sind, können auch von einer zur anderen Generation vererbt werden, dennoch bekommt nicht jeder Raucher automatisch Lungenkrebs. Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die viel Sport treiben, gesund leben und noch nie eine Zigarette angefasst haben, die dennoch an Lungenkrebs erkranken und an dieser Krankheit auch sterben. Unbestritten ist allerdings die Tatsache, dass Raucher mit einem sehr hohen Risiko leben, eine Erkrankung der Atemwege zu bekommen, denn Rauchen ist und bleibt gesundheitsschädlich und zudem auch gefährlich.

    Bild: © Depositphotos.com / AsierRomeroCarballo

  • Wie schädlich sind Narkosemittel für Kinderzähne?

    Wie schädlich sind Narkosemittel für Kinderzähne?

    Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt, denn ein Besuch beim Zahnarzt bedeutet in der Regel Schmerzen. Die meisten Menschen sind dankbar, dass der Arzt zur Betäubungsspritze greift, um die Pein der Behandlung zu lindern. Immer häufiger greifen die Mediziner aber auch zur Spritze, wenn es um Kinderzähne geht. Jetzt fanden Wissenschaftler heraus, dass viele lokale Betäubungsmittel schädliche Folgen für die Kinderzähne haben können. Mehr noch, die lokale Betäubung sorgt für eine negative Entwicklung der Kinderzähne.

    Betäubung der Kinderzähne hemmt den Zellwachstum

    Auch viele Kinder haben schon unangenehme Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht und sind entsprechend wenig begeistert, wenn wieder ein Besuch ansteht. Um den Kindern die Angst zu nehmen, verabreichen Zahnärzte bei der Behandlung der Kinderzähne daher gerne ein örtliches Betäubungsmittel, aber diese Mittel stehen jetzt im Verdacht, das Wachstum der Zellen negativ zu beeinflussen. Versuche mit Schweinezähnen, die dem menschlichen Gebiss sehr ähnlich sind, haben gezeigt, dass das Wachstum der Zellen zurückgeht, wenn sie mit einem Betäubungsmittel in Berührung kommen. Besonders schädlich sind die lokalen Betäubungen, wenn sie zum einen in hoher Konzentration und zum anderen über einen längeren Zeitraum verabreicht werden.

    Der Tod der Zellen

    Da immer mehr Kinder auch in Deutschland ein immer schadhafteres Gebiss haben, kommen entsprechend auch immer mehr Betäubungsspritzen zum Einsatz. Diese Betäubungsmittel setzen aber sich in den Zellen der Kinderzähne fest und lösen einen Prozess aus, der schließlich zum Tod der Zellen führt. In der Folge kommt es zu Karies, die Zähne fallen aus oder werden so geschädigt, dass sie gezogen werden müssen. Die Ergebnisse zweier voneinander unabhängigen Studien, die zu diesem Thema in der Schweiz und in Großbritannien durchgeführt wurden, besagen, dass kein Zahnarzt bei der Behandlung der Kinderzähne auf eine Betäubung verzichten muss, aber die Dosis sollte nach Möglichkeit sehr gering sein. Die diversen Mittel, die in Zahnarztpraxen bei der Behandlung von Kinderzähnen eingesetzt werden, können nicht nur bei den Milchzähnen für irreparable Schäden sorgen, das Betäubungsmittel wird in den Zellen gespeichert und dann später auch die bleibenden Zähne schädigen.

    Die Eltern aufklären

    Die Wissenschaftler, die dem negativen Einfluss der Betäubungsmittel auf Kinderzähne auf die Spur gekommen sind, raten Eltern allerdings dringend dazu, ihre Kinder regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Zahnarzt zu bringen. Eltern sollten außerdem schon früh darauf achten, dass die Kinder nicht zu viel und zu häufig stark gezuckerte Getränke zu sich nehmen. Das Zähneputzen am Morgen und am Abend sollte auch schon bei kleinen Kindern eine Selbstverständlichkeit sein, denn nur eine gute Zahnhygiene kann frühkindliche Schäden an den Zähnen verhindern. Kinder, die es gewohnt sind, sich die Zähne gründlich zu putzen, die werden das auch im Erwachsenenalter tun.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr