Schlagwort: Transitorische Ischämische Attacke

  • Schlaganfall – Erste Hilfe dank Aspirin

    Schlaganfall – Erste Hilfe dank Aspirin

    Im Wirkstoff ASS ist unter anderem Aspirin enthalten. Das Schmerzmittel hat zudem eine blutverdünnende Wirkung. Angewendet nach einem Schlaganfall kann dieser vor weiteren Hirninfarkten schützen – bei einer rechtzeitigen Einnahme.

     

    Rasche Einnahme von Aspirin schützt vor weiteren Schäden

    Ganz besonders nach einem Mini-Schlaganfall kann eine schnelle Einnahme von Aspirin vor schlimmeren Auswirkungen schützen. In der Medizin ist hierbei von transitorische ischämische Attacke – kurz TIA – die Rede. Derartige kurzzeitige Störungen der Durchblutung im Gehirn gelten als Warnzeichen. Jede zehnte Person eines Mini-Schlaganfalls ist später von einem schweren Hirninfarkt betroffen. Dieses Risiko kann durch die frühzeitige Einnahme von ASS auf nahezu jede 50. Person reduziert werden.

     

    Tritt trotzdem ein Schlaganfall ein, hat dieser zumeist weniger starke Folgen. Dies fanden Forscher der University of Oxford heraus.

     

    Verharmloste Gefahr

    Eine TIA geht mit neurologischen Beschwerden einher. Dies können

    • Lähmungen
    • Wortfindungsstörungen
    • Sehstörungen

     

    sein. Während diese Symptome nach einem schweren Schlaganfall ebenfalls auftreten, sind sie beim TIA nur vorübergehender Natur. Betroffene Personen unterschätzen diese Gefahren daher oft. Viele Patienten suchen keinen Arzt auf, oder erst Tage später. Sie sind sich nicht bewusst, dass eine TIA ein medizinischer Notfall ist und einer ärztlichen Abklärung bedarf.

     

    Seitens Dale Webb – amerikanische Stroke Association – wird nach derartigen Warnsignalen eine direkte Gabe von 300 mg Aspirin empfohlen. Ein Arztbesuch macht sich dennoch erforderlich.

     

    Unterschiede zwischen Hirninfarkten

    Pro Jahr erleiden etwa 270.000 Personen in Deutschland einen Hirnschlag. In den unterversorgten Arealen sterben die Hirnzellen auf Grund einer vorliegenden Durchblutungsstörung ab. Die Prognose hängt von der Schnelligkeit und dem Umfang der Hilfe ab, die der Patient erhält. So erholt sich mancher Patient komplett, während ein anderer schwere Beeinträchtigung zurückbehält oder gar verstirbt.

     

    Ärzte unterscheiden zwischen dem hämorrhagischen Schlaganfall – auf einer Hirnblutung beruhend – und dem ischämischen Schlaganfall. Bei Letzterem verstopft ein Gerinnsel oftmals eine Hirnarterie.

    Schützende Wirkung von ASS

    Die Schutzwirkung von ASS ist bei einer Einnahme innerhalb der ersten Tage sowie Wochen nach einem TIA oder einem Schlaganfall beträchtlich. Bei einer langfristigen Einnahme hält sich der schützende Effekt jedoch stark in Grenzen.

     

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  • TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    Fast jedem Schlaganfall gehen Warnzeichen voraus und diese alarmierenden Zeichen werden als transitorische ischämische Attacken oder kurz TIA genannt. Die TIA Warnzeichen treten von einer Minute auf die andere auf und sie verschwinden in der Regel auch ebenso schnell wieder. Da die Attacken blitzschnell kommen und gehen, suchen nur die wenigsten einen Arzt auf, aber das kann fatale Folgen haben. Wenn dann der Schlaganfall kommt, wird die Zeit knapp, und es kann sehr schnell um Leben oder Tod gehen.

    Welche Vorzeichen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen sind vielfältig und individuell stark oder weniger stark ausgeprägt. Praktisch wie aus heiterem Himmel kann es zu Sehstörungen kommen, die Betroffenen sehen verschwommen oder wie durch eine Milchglasscheibe, aber auch eine plötzliche Blindheit ist möglich. Arme und Beine können sich taub und pelzig anfühlen, manche Menschen sind nicht mehr in der Lage, ganze Sätze zu sprechen oder es fehlen die richtigen Worte. Alle diese TIA Warnzeichen dauern meist nur wenige Sekunden oder Minuten, in einigen Fällen aber auch Stunden. Vor allem wenn es um Ausfälle geht, die nur Sekunden dauern, kommen nur die wenigsten auf den Gedanken, den Notruf zu wählen und betrachten das Ganze als ein vorübergehendes Phänomen.

    TIA Warnzeichen künden einen Schlaganfall an

    Nicht alle TIA Warnzeichen weisen auf einen kurz bevorstehenden Schlaganfall hin, aber bei 40 % der Schlaganfallpatienten ging eine transitorische ischämische Attacke voraus. Mediziner sprechen daher von einem kleinen Schlaganfall, den jeder ernst nehmen sollte. Was den „richtigen“ Schlaganfall von TIA unterscheidet, ist der zeitliche Ablauf, denn während bei den TIA Warnzeichen nur ein sehr kurzer Zeitraum vergeht, können die Symptome bei einem Schlaganfall bis zu 24 Stunden andauern.

    Welche Ursachen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen werden in den meisten Fällen durch einen Blutpfropfen verursacht, der für kurze Zeit ein kleines Gefäß im Gehirn verstopft. Die eigentliche Ursache ist in der Regel jedoch eine Verkalkung der Arterien, in deren Folge sich ein Pfropfen aus der Halsschlagader löst und dann eine sogenannte Karotisstenose auslöst. Auch ein Vorhofflimmern kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Da die Durchblutungsstörung nur vorübergehend ist, kann man sie nicht mit einem Schlaganfall gleichsetzen, trotzdem gilt TIA immer als medizinischer Notfall. Die TIA Warnzeichen erhöhen das Risiko, einen Hirninfarkt zu erleiden und dann geht es um jede Minute. Meist kommt es bei mehr als zehn Prozent der Betroffenen nach vier Wochen zu einem Schlaganfall und innerhalb von drei Monaten steigt die Zahl auf 17 %.

    Wie wird TIA behandelt?

    Wenn TIA Warnzeichen auftreten, dann sollte ohne zu zögern der Notruf 112 angerufen werden, selbst dann, wenn die Symptome bereits wieder nachlassen. Der Notarzt wird den Patienten ins Krankenhaus einweisen, wo er dann 24 Stunden lang auf der Intensivstation beobachtet wird. In weiteren Untersuchungen suchen die Ärzte nach anderen Erkrankungen, die die Symptome ausgelöst haben könnten, wie zum Beispiel Epilepsie oder auch Migräne. Wenn die Patienten wieder nach Hause entlassen werden, dann ist es wichtig, den Auslöser von TIA richtig zu behandeln. Wer unter zu hohem Blutdruck, unter Vorhofflimmern, unter Diabetes oder unter einer Arteriosklerose leidet, ist ein Risikopatient und muss diese Erkrankungen unter ärztlicher Aussicht in den Griff bekommen. Medikamente müssen regelmäßig und konsequent eingenommen werden und sollte die Halsschlagader schon verengt sein, dann ist eine Operation die einzige Option der Behandlung. Patienten, die unter einem Vorhofflimmern leiden, müssen Medikamente einnehmen, die das Blut verdünnen.

    Damit es erst gar nicht zu TIA oder zu einem Schlaganfall kommt, ist es hilfreich, den Lebenswandel zu ändern. Rauchen ist ebenso ein Risikofaktor wie Übergewicht und der Mangel an Bewegung, auch eine ungesunde Ernährung erhöht die Gefahr, einen kleinen oder klassischen Schlaganfall zu erleiden.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango